Indiana Tribüne, Volume 25, Number 300, Indianapolis, Marion County, 11 August 1902 — Page 7
Jndiana Tridune, 11. Vugust 1903.
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o O Harriets Ehe. Vomsn von A. Von der Elbe. O o 2 O O o O 0 e$CC0$C$0C00$0$0$0$3 1. Kapitel. Frau Major v. Kurzenbach lag im Schaukelstuhl auf der Veranda und putzte nachdenklich mit ihrem stark duftenden Batisttüche die rostgen Fingernägel ihrer weißen Hand. Sie wollte gegen ihre Pflegebefohlene nicht unfreundlich werden. Nein, so thöricht würde sie nie sein. Bis jetzt hatte sie es ja immer verstanden, das verwöhnte, eigenwillige Kind mit kluger Milde zu leiten. Sie inutzte ihre angenehme Stellung in dem reZchen Hause festhalten und sich immer wieder mit Harriet auf guten Fuß stellen. Laurette v. Kurzenbach blinzelte aus matten blauen Augen zu dem Mädchen hinüber, das halb abgewandt am Gelander der Veranda lehnte und sorglos mit dem Kakadu spielte, der sich in seinem Messingringe schaukelte. Wie schlank die junge Gestalt war, wie weiß und rosig ihre Haut, wie glänzend die blonden Haarflechten, die sie mit einem blauen Bande am Hinterköpf aufgebunden trug, und wie kindlich weich die Züge der Siebzehnjährigen! So jung, so schön, so reich und so viel umworben! Beneidenswerth! Ein mißmuthiger Seufzer entquoll der Sinnenden. Der Vater hatte sein Machtwort gesprochen, die Sache war abgemacht, und Harriet mußte gewonneu werden, sich freundlich dem Unabänderlichen zu fügen. Mein Herzchen," sagte die Dame mit sehr sanfter Stimme. Sch luß mich, Tante Laurette!" Besinne Dich doch." Warum soll ich mich denn durchaus freuen, daß Fränzchen herkommt?" Mit kindlichem Schmollen wandte' sie sich nur halb der Liegenden zu. Es wäre so natürlich, liebes Kind." Natürlich, weshalb?" Sie ist Deine Kousine." Ich habe Freundinnen genug, und mit dem superklugen Fränzchen konnte ich mich noch nie vertragen." Sie ist doch so bescheiden. Und so viel älter als ich." Ganze fünf Jahre, das ist gar nichts." Einerlei. Ich will nicht, daß sie hier bleiben soll." So erlaube, daß ich an Dein gutes Herz appellire." Frau v. Kurzenbach richtete sich auf und sprach ernst: Dein armes Väschen hat sich seit dem Tode ihres Vaters, also seit einem Jahre, bald hier, bald da bei ihren Angehörigen herumgedrückt. Das ist sehr hart, liebe Harriet." Die Hörerin nickte ein wenig. Bedenke, Kind.Geheimrath Scho'nemann in Berlin war Deines Vaters einziger Bruder. Franziska ist in denselben guten Verhältnissen aufgewacht seit wie Du. Ihr Vater mußte ein Haus machen, aber, als er starb, zeigte es sich, daß kein Vermögen vorhanden war. Standesgemäße Repräsentation kostet diel. Nun steht sie da, auf sich selbst oder die Großmuth ihrer Verwandten angewiesen." Harriet zerfaserte mit hastigen Fingern die hellblaue Bandschleife an ihrem Kleide und stieß endlich heraus: Warum denn gerade wir? Weil Dein Vater ein vermögender Mann ist, die groß eingerichtete Häuslichkeit den Zuwachs bequem aufnehmen kann ünd endlich, weil die ganze Familie der Meinung war, daß eine junge verständige Gefährtin sehr passend für 2id) sein wird. Aber ich finde das durchaus nicht und habe es Papa auch gesagt!" rief Harriet mit neu aufflammendem Widerspruch. Du weißt, daß Herr Rüdiger eben zur Bahn gefahren ist, um Franziska abzuholen. Nun besinne Dich, meine theure Harriet, ob es nicht endlich an der Zeit wäre. Deinen Widerspruch aufzugeben. Ich würde an Deinem guten Herzen zweifeln, wenn Du Deine Kousme durch Unfreundlichkeit verletzen könntest." Die Dame Mit sich selbst in Rüh 'tung geredet uk tupfte die Augen mit dem Tuche. Weich schloß sie: Komm, Lieolmg, glb mir die Hand und versprich, nett zu sein. Das junge Gesicht Harriets hatte nach und nach den trotzig abwehrenden Ausdruck verloren. Jetzt kam sie lang sam heran und' legte ihre Hand in die ihr entgegengestreckte. Ich will's versuchen, saote sie mühsam. Sie mußte sich selbst gestehen, daß Tante Laurette recht habe, daß es klua und gut sei, sich endlich zu fügen. Aber es wurde ihr schwer. Nicht daß sie sich je mit dem Büschen gezankt hätte, dazu war Franzchen viel zu gewandt und anscheinend auch nachgiebig. , Aber das wenig offene Wesen, die herausgekehrte ruhige lleberlegenheit, das mit großer Bescheidenheit vorgebrachte Bezierwif sen, alles bedrückte und ärgerte Har xht, die gewöhnt war, sich in rücksichtsloser Unbefangenheit gehen zu lassen. Sie seufzte. Aber sie wollte es doch versuchen, freundlich mit ' Franziska umzugehen. Das arme Ding war ja so zu bedauern. Eine Welle warmen MitleiVs fluthete in der Ringenden Seele herauf, sie hatte für den Augen llick ihre Abneigung besiegt. . Frau v. Kurzenbach erhob sich be friedigt, endlich so weit mit der. kleinen
Widerspenstigen zu fein. Mtte, laß
uns in den Garten hinuntergehen. Am Gitter können wir den Wagen herankommen sehen." Sie stiegen die Freitreppe der Veranda hinunter und schritten um den Nasenplatz mit dem schonen Sprmgbrunnen. Frau Laurette wußte jetzt unbefangen zu plaudern. Lebhaft sprach sie von den Einrichtungen, die sie für die neue Harsgenossin getroffen habe. Sie war. wie sie gern andeutete, eme Vierzigerin und noch nicht ohne Reiz. Reiches, kunstfertig aufgebauschtes Haar, starke Farben, anscheinend HerrIlche Zahne, eme volle, modern gelleidete Gestalt und ein äußerst verbindliches. aewandtes Wesen ließen sie allerorten bald Geltung gewinnen. Als Wittwe ernes unvermögenden Offiziers hatte sie sich vor drei Jahren entschlossen, Mutterstelle bei der Tochter des reichen Großkaufmanns Bernhard Schönemann zu vertreten. Wie sie oft hervorhob nur deshalb, weil ihr warmes Herz sie trieb, ein solches Lieveswerk zu übernehmen. Eigentlich war sie aber dringend genöthigt, etwas derartiges zu thun, denn ihr einziger Sohn, der flotte Gardeleutnant Hans Egon v. Kurzenbach, konnte mit der Mutter Pension und dem, was der Vermögensrest noch bot,' kaum auskommen, so daß für sie nichts ubna. blieb. Frau Laurette hatte sich in ihrer Stellung bald einzuleben gewußt. Sie kam den Wünschen und Eigenheiten des Hausherrn gefügig entgegen, verstand fem verzogenes Kind geschickt zu leiten und dem Hauswesen jenen eleganten Anstrich zu geben, der dem Kunst- und Schönheitssinn des .reichen Kaufmanns entsprach. Schönemannö Villa lag an der Außenalster bei Hamburg. Vor dem Garten zog sich eine Plantanenallee entlang. und jenseits derselben grenzte em zur Besitzung gehöriges Vorland an das stets von Schiffen belebte Wasser. Eine weite, herrliche Aussicht breitete sich vor den beiden Damen aus. Frau v. Kurzenbach setzte sich auf eine Gartenbank und sah dem Spiel der gelben Blätter zu, die in der Allee von den Bäumen flatterten. Die Abendsonne glitzerte über das Wasser, es war hier ruhig und schön. Laurette war mit sich und den gegebenen Verhältnissen zufrieden. Fränzcbens Kommen paßte ihr. Sie dachte eine verständnißvolle Verbündete an dem schlauen Mauschen zu finden, mit der sie Hand in Hand gehen konnte uno die ihr manche Muhe abnehmen wurde. Das Madchen war klug genug, zu erkennen, welche Stütze die Aeltere ihr in den neuen Verhältnissen zu bieten im Stande war. Ihre Interessen würden dieselben sein. Harriet mochte nicht geduldig warten, sie jagte lachend und kreischend wie ein Kind mit ihrem schwarzbraunen Teckel in den Gartenwegen umher. Endlich rief die Kurzenbach: Sie kommen, Harriet, sie kommen!" Beide Damen gingen der Hausthür zu, vor welcher die Schönemann'sche Equipage eben anfuhr. Der Diener sprang vom Bock und öffnete den Schlag. .Ein junger breitschultriger Herr stieg zuerst aus und reichte dem zierlichen Mädchen, das ihm folgte, die Rechte. Leicht hüpfte sie, kaum auf ihn gestützt, auö dem Wagen und auf Frau v. Kurzenbach zu. Während sie der Dame die Hand küßte, sagte sie, ein Paar dunkle Augen mit vielsagendem Blick emporschlageVid: Nehmen Sie mich gütig auf, theure Frau Baronin." Sie dürfen meiner mütterlichen Fürsorge gewiß sein, mein armes Kind." ' Harriet hatte etwas Freundliches sagen wollen, sie platzte aber mit dem Ausruf hervor: Mein Gott, wie schrecklich grau siehst Du aus!" Die Halbtrauer," seufzte'Fränzchen. Frau Laurette ging mit der eben Angekommenen voran w's Haus, und. der junge Mann folgte mit Harriet. Halb lachend sagte er zu ihr: Wieder ganz enlaiit terriblcl" Ach, Arnold! Sie ist aber doch wirklich grau in grau. Wie eine Kleidermotte." Wahrscheinlich hat es im Bahnwagen arg gestaubt." Franziska mußte vor allen Dingen ihren Onkel begrüßen, der, wie Frau Laurette wußte, heute ausnahmsweise auf dem Komptoir in der Stadt geWesen, aber eben mit dem Dampfboot über die Alster zurückgekommen war und jetzt umgekleidet in seinem Zimmer sein würde. In dem an die Veranda stoßenden Speisesaal kam Bernhard Schönemann den Eintretenden bereits entgegen. Er war ein kleiner, magerer Herr mit in den Tropen rW?:äunter Haut. Seine schwachen Augen schützte er durch eine goldgeränderte Brille. Sein Gesicht zeigte einen etwas eigensinnigen, zugleich zerstreuten Ausdruck. Sieh, sieh, da bist Du ja, mein RijiV begrüßte er die Nickte, die auch ihm mit schüchtern gestammelten Dankesworten die Hand küssen wollte. Laß gut sein!" Er umarmte sie, küßte sie auf die Stirn und klopfte sie auf die Schulter. Auch ihm fiel ihre farblose Erscheinung unangenehm auf, er liebte freundliche Eindrücke. Nun geh." sagte er, mach' Dich zu Tisch ein bischen hübsch. Wzs soll das Trübsalblasen! Hin ist hin, man muß 'sich endlich hineinsinden." 'ftttnuisfo aina. begleitet von der
Hausdame, in das für sie yergerschkele Zimmer hinauf. Harriet fand es überflüssig, auch mit der Kousine zu gehen; ihr gefiel es besser, sich mit Vetter Arnold zu necken. ..Dein Schlips sitzt schon wieder schief!" rief sie mit drolligem Zürnen. Mußt Dir 'nen besseren Kammerdiener anschaffen. Und Dein Schnurrbart sieht aus wie 'ne welke Trauerweide." Bring mich doch in Ordnung ich halte still." Sie zupste hier und da, gab. ihm einen kleinen Klaps und sagte: Ein Adonis wirst Du nie." Ist auch aar nicht mein Ehrgeiz." Arnold Rudigers Vater war ein älterer Vetter Bernhard Schönemanns gewesen. Nachdem dieser längere Zeit die Geschäfte des Hauses in China geleitet hatte, war er bei seiner Rückkehr nach Hamburg als Theilhaber aufgenommen worden. Seitdem hieß die Firma des großen Exporthauses Rübiger & Schönemann" und erfreute sich eines vorzüglichen Ansehens an der Börse. Nach des alten Rüdigers Tode rückte sein erwachsener Sohn, der sich zu einem tüchtigen Kaufmann herangebildet hatte, inseines Vaters Stelle. Er war ein energischer Mann, der derb und rücksichtslos vorgehen konnte, aber dabei ein warmes Herz besaß. Bernhard Schönemann schätzte die junge Kraft. Er war ruhebedürftig, das Leben unter heißerer Sonne hatte ihn erschlafft, nach und nach waren auch Liebhabereien, Sammeleifer und Freude am Schönen an die Stelle kaufmännischer Interessen getreten. So überließ er gern seinem jungen Verwandten die Hauptarbttt, ging nicht mehr regelmäßig auf's Komptoir und hielt nur manchmal mit eigensinniger Laune sein Recht fest, ebenso wie Jener maßgebende Verfügungen zu treffen. Bequemer als Rüdiger war dem alten Herrn der erste Buchhalter und Prokurist der Firma, Jean Leforet, ein Mann im Anfang der Dreißig, der von unten auf im Geschäft gearbeitet hatte und Schönemann gegenüber 'mehr gewandte Fügsamkeit an den Tag legte als der selbstständige Kompagnon. Sobald der Alte nicht mit Arnold übereinstimmte, steckte er sich hinter Leforet, und der Geschmeidige wußte alsbald auf Schleichwegen des älteren Herrn Wünsche zur Geltung zu bringen. Schönemann zog in dankbarem Wohlwollen den jungen Untergebenen manchmal in den Familienkreis,- was Arnold mißfiel, denn er empfand nicht viel Sympathie für den Mitarbeiter. Von Jugend auf hatte Arnold wie ein Sohn des Hauses bei Sch'önemanns verkehrt. Er hatte Harriet aufwachsen sehen, und mit ihr war seine Zuneigung für sie, seine Hoffnung auf ihren dereinstigen Besitz gewachsen. Aeußerlich bestand ein geschwisterliches Verhältniß zwischen ihnen, waö das Mädchen auch bis jetzt noch in kindlicher Unbefangenheit festhielt. Arnold empfand anders. Wenn er auch
ibre Schwächen, die eine allzu nachgie oige Erziehung bestärkt hatten, wohl er kannte, so liebte er sie doch mit seine ganzen starken Mannesseele und sah st längst als etwas ihm Gehöriges ans Er hoffte auch, daß sie steh selbst vielleicht noch unbewußt seine Neigung erwidere, und wollte ohne voreiligen Eingriff dies beglückende Gefühl i fen lassen. Während Schönemann und Arnold plaudernd auf der Veranda standen, war Harriet in den Garten gelaufen; jetzt kamsie mit einer Handvoll später Rosen daraus zurück. Für den Mittagstisch," rief sie, die Blumen schwenkend. Sie wußte, daß ihr Vater den Schmuck der Tafel gern habe. Arnold folgte ihr in's Speisezimmer. Der Tisch stand gedeckt in der Mitte des schönen Raumes. Ach, für sechs?" fragte sie. Ich Tjafct Herrn Leforet eingeladen, mit uns zu essen," fagte der eben eintretende Hausherr. Er sah den Ausdruck der Verstimmung in Arnolds Gesicht und fügte entschuldigend hinzu: Solch ein erstes Zusammensein mit der trauernden Tochter wird leicht lamentabel. Ich liebe düstere Tischgespräche nicht. Ist ein Fremder im Familienkreise, versteht es sich von selbst, daß man die Gefühle beherrscht." Harriet vertheilte .ihre Rosen und legte Jedem eine auf die Serviette: Dem Herrn Leforet, den die Mädchen ,den schönen Jean' nennen, muß ich diese dunkelrothe Monatsrose geben ihm, für den alle glühen."' Neckisch blinzelte sie zu Arnold hinüber. Und nun ist diese La France noch übrig. Jedem ein Ei und dem frommen Schweppermann zwei!" Lustig hob sie die- Rose und legte sie auf Arnolds Teller. Des jungen Mannes Züge erheiterten sich, behaglich strich er sich über seinen braunen Vollbart. Ich glaube nur, das .fromm' paßt gar nicht für Dich, Du Bär." Sie drohte ihm, und er schalt sie lächelnd eine kleine Hexe. Seine ernsten grauen Augen strahlten dabei, und er dachte: Welch' ein reizendes Geschöpfchen sie doch ist! Frau v. Kurzenbach führte den Gast in den Oberstock des Hauses. Franziska, die schon öfter bei dem Onkel zum Besuch gewesen, war hier ganz heimisch. Sie wohnen wieder in dem Zimmerchen neben Harriets Balkonstube, liebes Fräulein," sagte die Hausdame und trat mit dem Gaste. in ein freundliebes kleines Gemach. .5lekt ist die
Verbindungstyllr noch gelchwllen unv verstellt. Es ging leider nicht anders, aber ich hoffe, Sie werden das Eis bald aufthauen und einen guten Einfluß auf Ihr Väschen gewinnen. Nun machen Sie es sich bequem, da sind Ihre Sachen, in einer halben Stunde hole ich Sie zum Mittagessen ab." Sie ging, und das junge Mädchen beeilte sich mit dem Umkleiden. Franziska hatte brzchlossen, sich so angenehm wie möglich zu machen und sich so oder so, hier oder von hier aus eine gesicherte Zukunft zu schaffen. Vielleicht würde es ihr sogar gelingen, den reichen Onkel zur Unterstützung ihrer heißesten Wünsche zu bestimmen. Ihr klug rechnender Kopf sagte ihr, daß sie nicht allein gegenwärtig hier besser leben könne als bei ihrer an einen vermögenden Offizier verheiratheten Schwester, wo sie die Stelle der Bonne vertreten hatte, ja, daß sich ihr auch in diesem Hause weit eher eine Vortheilhafte Partie bieten werde. Und dies mußte sie doch, so lange sie noch jung war, besonders erstreben. Sie wußte, daß es sie am besten kleide, leise und bescheiden aufzutreten. Auch verstand sie es, sich geschickt Menschen und Verhältnissen anzupassen. Daß sie mit ihrer verwöhnten, eigenwilligen und in ihren Augen noch ganz kindischen Kousine nicht sonderlich stehe, fühlte sie, hielt es aber nicht fchwer, nach und nach Einfluß zu gewinnen und die ganz offene und Unbekümmerte zu beherrschen, ohne daß diese es gewahr werde.
Ganz besonders richtete sie aZier ihr Augenmerk, ja ihr lebhaftestes Verlangen darauf, die Gunst der Frau Major zu gewinnen. Hing dies Bestreben doch mit ihren kühnsten Hoffnungen zusammen. Franziska hielt es auch gar nicht für schwierig, sich gut mit der Dame zu stellen, hatte diese ihr doch immer eine gewisse vertrauliche Bundesgenossenschaft entgegengebracht. Sie befanden sich hier ja so ziemlich in gleicher Lage und würden klug thun, sich gegenseitig zu unterstützen. Dieser Grundsatz sprach sich in ihrem ganzen Verhalten gegeneinander aus, ohne in Worten ausgedrückt $ii sein. Zur bestimmten Zeit klopfte, die Hausdame an ihres Schützlings Thür. Frau Laurette hatte auch ihrer Erfcheinung etwas nachgeholfen. Sie widmete ihrem Aeußeren große Sorgfält und hielt sich noch für sehr anziehend. Run war sie von dem kleinen Kriege mit.der widerspenstigen Harriet, vom Warten, Empfangen und Einführen erhitzt und wieder einmal zu roth geworden, da mußten Eau de Lys und Puder aushelsen; daß ihre Haut dadurch etwas lila schimmerte, ahnte sie nicht. Fränzchen sah fein und zierlich in einer reich mit Spitzengckräusel besetzten fliederfarbenen Seidenbluse aus. Als die beiden Damen das Speisezimmer betraten, stand Harriet, mit ihrem Kakadu auf der Hand, lachend und schwatzend im Kreise der drei Männer auf der Veranda. Der Dritte, der Prokurist Jean Leforet, war ein hübscher kleiner Herr mit dunklen Augen, schwarzem Kraushaar und feinem Schnurrbärtchen. Man sah ihm die französische Akunft auf den ersten Blick an, auch seine Lebhastigkeit und Behendigkeit deuteten auf den Ausländer. Mit verbindlichen Formen eilte er sofort auf die durch das Eßzimmer herankommenden Damen zu, er kannte Franziska Schönemann von den früheren Besuchen her, wurde aber in diesem Augenblicke von ihrer reizvollen Erscheinung ganz betroffen. Das bescheiden gesenkte Köpfchen mit dem nußbraunen Lockengekräusel, das niedergeschlagene Auge, aus dessen dunklen Tiefen nur selten ein feuchtglänzender Blick aufleuchtete, die graziöse Gestalt und das wehmüthige Lächeln des feinen Mundes wahrhaftig, ein entzückendes Ding, nur leider arm wie eine Kirchenmaus. Man ging zu Tisch; Leforet fühlte sich inmitten der beiden jungen Mädchen wie zwischen zwei Feuern. Rechts die übermüthige Erbin, die er bei seinem starken Selbstvertrauen immer noch dem derben Rüdiger abzujagen hoffte, und die nicht nachließ, ihn anzureden, zu necken und kindlich mit ihm zu kokettiren; links die anziehende Waise, die in ihrer scheuen Zurückhaltung ihn um so mehr reizte, sie für sich zu erschließen. Es war ein denkwürdiger Mittag für Jean Leforet. Frau v. Kurzenbach' präsidirte als vollendete Weltdame. Ihre Art, mit leifen Augenwinken den Diener zu lenken, die Wünsche "jedes Einzelnen zu beachten und dazwischen ihre beiden Nachborn zu unterhalten, gefiel dem HausHerrn fehr. Er. war ein müder Mann, der ausruhen und sich's wohl sein lassen wollte. Wenn fein Widerspruchsgeist und sekn Eigenwille nicht geweckt wurden, konnte man leicht mit ihm fertig werden. Frau Laurette kannte ihn und wußte ihn zu behandeln. Ja, wenn die Dinge etwas weiter gediehen sein würden, wenn sie sich ganz unentbehrlich gemacht, wenn Schönemann sich vielleicht einmal vereinsamt fühlen sollte, möglicherweise würde sie dann geneigt sein, natürlich nur zum Besten ihres gelieb.ten Hans Egon, den adeligen Namen, den sie trug, gegen einen Theil der Millionen des reichen Mannes einzutauschen. Es galt indeß ein sehr vorsichtlges, zurückhaltendes Weiterschreiten. Am wenigsten behaglich fühlte sich Arnold Rüdiger. Waö in aller Welt hatte denn Harriet immer mit dem albernen Leforet
vor? Ihr zwitscherndes Lachen fiel ihm auf die Nerven. Er wußte lange, daß dies sein verwundbarster Punkt sei, allein er vermochte sein eifersüchtiges Mißcmpfinden gegen den geckenhaften Prokuristen nicht zu besiegen. Es gab nach allen Richtungen hin einen heimlichen kleinen Krieg zwischen ihnen beiden, in dem er, als der Offenere und Ehrlichere, oft den Kürzeren zog und bei dem er den Onkel felten auf seiner Seite sah, denn auch auf Schönemann besaß der geschmeidige Buchhalte? einen schwer zu besiegenden Einfluß. Als nach dem Essen Harriet mit ihrer lustigen jungen Stimme am Flügel im Salon Volkslieder sang und Leforet ihr die Notenblätter umwandte, ging Arnold verstimmt in des Onkels Zimmer. um hier mit diesem bei einer Eigarre von Politik und Geschäften zu sprechen. (Fortsetzung folgt.) Chancen im Civildicnst. Aus einem kürzlich veröffentlichten Bericht des Chef-Examinators A. R. Scwcn von der Civildienstkommisston für das Jahr 1901 ist ersichtlich, daß in ernanntem Jahre 48,698 Konkurrenten sich dem Examen unterzogen, gegen 46,602 im Vorjahr. Soweit die baldige Anstellung in Frage kommt, scheint es nach dem Berichte für männliche Applikanten sich am meisten zu empfehlen, wenn sie stch den Prüfungen in der Ste-
nographie und dem Maschinenschreiben unterziehen, indem seit mehreren Iahren allen Männern, welche diese Eramina bestanden, Anstellungen angeboten worden sind, mit Ausnahme derer, welche das Minimum des Salärs, das sie erwarteten, zu hoch ansetzten. Die gewöhnlichen anfänglichen Saläre, welche solchen Leuten bezahlt werden, variirm zwischen 5600 und $1200 und betragen nur selten weniger als $720 per Jahr. Männliche Buchhalter, welche das Examen bestanden haben, erhalten von $720 bis $1000 per Jahr. Prüfungen von männlichen Personen als Assistenten in der Küsten- und geodätischen Vermessung finden zweimal per Jahr statt. Solche Personen haben in den letzten Jahren sämmtlich Anstellung erhalten; sie müssen Kenntnisse der höheren Mathematik, Physik,Vermessung, mathematischer Astronomie und modernen europäischen Sprachen haben. Sehr gute Aussichten haben solche junge Leute von guter Vorbildung, welche das Examen des Hilfs-Patent-Examiners bestehen; sie beginnen gewöhnlich mit einem Salär von $1200 per Jahr. Gel prüfte Civil- und Elektrizitäts-Jnge-rneure oder Civil- und Maschmen-Jn-genieure sind gewöhnlich einer Anstellung mit einem Anfangssalär von $1C00 sicher; geprüfte Fleischinspektoren erhalten $1200 für den Anfang; geprüfte Eisenbahn-Postclerks von Energie und guter Gesundheit beginnen mit $800 per Jahr; Prüfungen solcher finden jährlich einmal statt; in den letzten Jahren sind jährlich 700 bis 800 solcher Postclerks ernannt worden; geprüfte Lehrer für die Indianer erhalten gewöhnlich prompte Anstellung mit Anfangssalären von 5600 bis $900 per Jahr. Personen, welche die Prüfung als Buchbinder, El:ktrotypirer, Preßleute, Stereotypirer u. s. w. für die Regierungsdruckerei bestehen, haben sehr gute Gelegenheit auf Anstellung; jedoch ist das Anerbieten von Schriftsetzern für die Regierungsdruckerei immer größer als der Bedarf. Frauen sind bis jetzt gewöhnlich nur wenige nach bestandener Prüfung im allgemeinen Departement- und Wie-rungsdruckerei-Dienste angestellt worden; eine Ausnahme zu Gunsten- der Frauen bilden der Jndianerdienst, der im Gravir- und Druckbureau. Eine kleine Anzahl weiblicher Clerks und Maschinenschreiberinnen wird indessen alljährlich angestellt. Sehr gut sind die Aussichten auf Anstellung für Frauen, welche die Prüfung als Lehrerinnen im Jndianerdienst bestehen. Auch finden sehr viele Frauen, welch: die Prüfung als geschulte Krankenwärlerinnen und Matronen bestehen, Anstellung im Jndianerdienste. Während für die Zulassung zu den Prüfungen und Anstellungen keine Col-lege-oder sonstige höhere Bildung erforderlich ist, wird doch außer einer gewohnlichen Schulbildung noch die Kenntniß eines besonderen Faches verlangt, wie der Stenographie, der Maschinenschreibkunst. der Buchhaltung. Sie weist es. Mann: Du. unsere Tochter wird heute schon dreißig Jahre alt!" Frau: Beruhige Dich, von jetzt ab wird sie junger werden. Strenqe Absperrung. An der Grenze zwischen Montana und Kanada soll ein .00 Meilen langer Drahtzaun errichtet werden, um künftlge Reibereien zu vermeiden. Kurzlich wurde nämlich von kanadischen Zollbeamten eine große Heerde Rind Vieh, welche sich über die Grenze verirrt hatte, mit Beschlag belegt unter dem Vorgeben, daß die Thiere über die Grenze geschmuggelt worden seien. Die Kosten des Zaunes, die stch auf viele Hunderttausende Dollars belaufen, sol len von Montana und Kanada gemein sam getragen werden. - Vnttäu76,t. I a t e r (zu den Töchtern): Heute. wie Ihr das Duett sänget, Kinder, kam unser Hausarzt vorbei; der hat sich aber rickt schlecht gewundert!" .Ueber uusere SUmmen?" Vater: .Nein . er . i uoer meine nerven
Feuer - Signale.
t Pennshlv und Kartei 5 English's Opern-Haus 6 Last und Ne Dork 7 Noble und Wichigan S N. Jersey u. Xlafl 2Ü 9 Pine und Slorth 10 Market und Pine 11 Lcrmont nahe East 12 No. S Spritzenhaus Maff. Ave nahe Noble 18 Deutta und Walnut 14 N. Jersey EentralA. 15 Kcfi. und corneLAvt 1 Ash und 11. Straße 17 ar! 3ü und 12 Str .3 Columbia und Hillside 19 Highland Ave u. Pratt 11 JllinoiS und Ct. Joe 23 PennZylv. und Pratt 2 Meridian und 11. Ct? L5 No. 5 Spritzen bauö 15. naht Jüinoii 8 SrnatkAv. Stla 27 Illinois und Nichigan 2? Pesvlvania und 14. i Gci.xtc Ave. und 13. 31 No. 1 Spritzenhaus Jnd 21 naheWichigan 32 Meridian und Salnut 34 California u Vermont 35 Blake und New Fort ZS Ind. Lv. u. Nair 37 Sity Hospital 38 Tlake und Noriy 59 ?!ichigan und Ägne 1 No. 6 CpriZenhauS Washington nahe West 42 Seiscndorf u Wash. Missouri u New Dort 45 Meridian u Wasd S JttlnoiS und Ohio 7 Capitel Ts. u Wash 48 Kingan'ö 'orus 4S Ctr-ßcnbahn Etülle 23. Wsshineton tt 51 No.10 CprHendauS JllinoiS u ZvcrriÜ L2 Illinois u Louisiana 6Z Wc!und Ccu 54 West und Mcarty 55 Senate Nre. u Henry 57 Meridian und Ray SS No. 4 EpritzmhauS Madiso'.lTö.uMor.'jZ 69 Madison Äv. u Dunlcz, II No L Haken Lciterhas Couth nahe Delaware e Penn, u Merrill S Tlaware u. M?5ay 4 Sasi und McCarty 5 New Jersey u. Merrill 7 Lirg. Zlv. u Bradsha 63 East und Prospekt SS Bicking und High 71 No. 11 Epritz?nhauS Vir Ave. nahe Huro 72 East und Georgia 73 Cedar und Elm 74 Davidson u Georgia 75 english Zlv. u Pine 7 Chelöy und Bates 7S No. 3 Spritzenhaus Prospekt nahe Ehelby 79 Fletcher Zlu. u Cbelby 81 Market u. New Jersey 82 Telaware und Wash. 83 East u Washington S4 Ncw Iork u.Dvidsor 85 Taubstummen Anstalt 86 ?cr. Staaten Arsenal 7 crikntal und Wssh. 89 Frauen-Neformat. 1 No. 13 TpritzmhauS Mardland nahe Mer. , 92 Meridian u. Georgia. SZ Meridian und South 4 Pcnnsylv u. Loisiana 95 Lirgini? Ave u. Alab. Hauptquartier. 07 Grand Hotcl. 98 Capital Ave und Obi 123 No. 16 Spritzenhaus 16. und Äsh. 124 Alabama und 16. 125 Central Ave und 15. 126 ?)andeS und 15. 127 Brockside und Jupiter 123 Central Lve und 17. 129 Delaware und 19. 131 Alabama und 11. 132 Bcllesontawe und J. 134 College Ave und 20. 1Z5 Dclawart und 1Z. 136 Alabama und North 1Z7 Ncwmann und 19. 1Z8 College Ave und 14. 139 Cornell Ave und 13. 141 DandcS und 1?. 14Z High land Ave und 10. 143 Tecumscy und 10. 145 Titio Jersey nd 22. 146 Alvord und 17. 147 No. 2 Spritzenhaus Hilisice Ave und 1. 148 College Ave und 22. 149 College Ave und 27. 152 Park Ave und 2. 15? L E u. TZ Bahn u 22. Ii4 Namsey txt und 10. 156 Stoughton u Ncwman 157 AtlaS und Pike. 15 Bloyd und Pawxaw. 15 No. 21 Spritzenhaus Brightwood K.2 Arden und Depot 163 Brightwood und 25. 164 Rural und Vloyd 165 Et. Clair u; cvstone 167 Arsenal Ave und 25. 163 Vellcfontaine und 28. 169 Park Ave und 10. 212 CapitA Ave v,td 17. 213 Pennfylv. u. 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Wastington. 423 Jrrcn-Hospitai. 4 2 4 Milcy Ae u.JDu2 423 Esljl). und Hanii 126 No. 18 TpritzachauZ ?2. üeshincton 427 Cifrcr und Dirch 428 Tl'ver und OSgord iZ3 Nrrdv:e und Fmk 421 Hadlch Ave . Morrii 4S2 SKrn Uve u. SSoinl 4iA N!rer Are und Ray 435 Harding u. ,g 4 R R 436 Hardinz und Oliver Z7 No. 19 Spritzenhaus MoTi3 und Harbin. 433 Howard tmtSEIXto 439 etMfycrdt 451 Reisn und Villa 452 Howard und Lee 453 Morris und Asppes 456 Lambert und BclmorU 457 Nordhk Ave u. Mar rnon WorkS 512 Wcst urd Rat) 513 Kentucky Ave u. Merrill 514 Meridian und MorriS L16 Illinois und StarJet 517 MorriS und Dakota 618 MorriS und Church ei? Capital A. u NcCorttz 21 Meridian und Palmer 823 Pine und Lord 524 Madison Ave u Lincol' 526 Meridian und Belt RÄ 527 Carlos und Ray 528 Meridian und Arizona 529 Meridian u. Raymond 521 Meridian u. McCartH 32 No. 17 CvritzcndauS Morns nahe West tlt Mcftenrnnund Dough. 613 East u. 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L2i an Handle EhcpS 823 Dcrmont und WalU 824 Wash. und Etat Av 825 Maddm'S kounge Fab, . 826 Tuöer und Dorsey 27 Wash. und Bcvillk Ave 29 No. 12 Spritzenhaus Beville nahe Michig, E31 Eoutheastern Ave vxl Woodside. 838 Wash. und Dearbor 34 Couthea'tcr.' und Arsenal AvZ. 835 New Fox! und TempK 12 Jllino-.S und Maryl. 13 Illinois tt'-i Market. 914 Penn, und WaH. 915 Delaware nnd "Batfr Spezial-Siznale. Ersten 2 Schlage, zweiter Alarm, Aweite 2 Schläge, dritter Alarm, Dritten 2 Schlage, vierter Alarm. 1-2-1, Feuer aus und Schlauch aufgerollt. 3 Schlage, Wasserdruck ab. 12 CchlZge, 12 Uhr Mittags. Die rfi bezeichneten Signale werden u? vom Dhun Wachter angegeben da an den berressend Straß kreuzunge keine LllarmUsten angebracht sind. Fred. W. Cook, Staple und Fanen Groceries. 104G Madison Avenue. MeS Telephon Ereen 742. Waaren werden nach irgend einem Theile der Stadt frei abgeliefert. yientia 3Btffet Fr. 8t fern n, Eigenthum. 210-212 Ost Wabash Otr. Neues Telephon 3523. Fein Lunch von un Uhr Vormittags bis ein Uy Namittagl. '
