Indiana Tribüne, Volume 25, Number 299, Indianapolis, Marion County, 9 August 1902 — Page 7

Jndiana Tribune, 9. Vugust 1902.

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z-k-: I i i I '!"!"! i i i i 'i-i-'i iimm Sinkende Sonnen.

X i A I Briginälromsn von Georges (DUncU 4-K-:-K-K-H-M-!" (Schluß Die Zeitungen meldeten es. Doch das junge Paar hatte sich, noch ehe dies geschah, zu seinem früheren Lehrer begeben, das Haus zedoch leer gesunden, Mels und Teneran waren am Abend zuvor nach Havre abgereist. Als Theresc die alte Prudentia nach seinem Befinden fragte, erhielt sie eine durchaus beruhigende Antwort: Der Herr habe olle Tage an dem großen Bild gearbei1 I (YYl 1 P . &t - tY - - . C ATrt ttl. Maoemoileuc azm uno ikon w f. "n r? I ieut -icncian uauzn imi iau i vcucht. Abends sei er immer ausgeganeen. aber bald heimgekommen, denn er ui cor irug auTce uanucn. Mehr konnte Therese aus der guten Alten nicht herausbekommen, welche, weit davon entfernt, das Geheimniß ihres Herrn zu errathen, nichts von feinem Seclenleiden merkte, und die Negelmaßigkeit seines Lebens für stille 'Zufriedenheit hielt. Diese Auskunft täuschte Therese und beschwichtigte ihre Unruhe. Zelie bestärkte sie obendrein in dieser falschen Sicherheit; denn sie wallte das junge Eheglück nicht stören und verschwieg ihr. was sie von der Schwermuty 'mW geHort hatte. Mit Ausgang des Sommers bezog das junge Paar vas Häuschen auf dem Montmartre. Alles machte ihnen c rr l r rx p reuoe. cacy oer unruye oes weiie lebens. dem Besuch der Museen und dem Durchwandern von Sehenswürä. j i M i. . n cigtenen erschien lynen oas ittuc ebv.i rn ihrem großen Atelier mitten in einem blühenden Garten ganz köstlich, Eine hohe Wand mit sich rothllch sarbendem wilden Wein schied sie von der übrigen Welt. Sie suchten keinen Verkehr. Er arbeitete an dem großen, nayezu vouenoelen ujcinaice; sie maiie V . STA " rfC 1 1 an einem vorzüglichen Älumenbiide. ie plauoerien cacn, jagen iia) an. i l w . Pi I nevlen M,.uno ryre verstrichen rn unvergieichlicher reuoe uno Harluonle. In Folge dieser gänzlichen Abgeschlossenheit erfuhren sie nichts von der 'uckleyr von Melö uno eneran. Pruventia berichtete dem heimkehrenden Künstler, datz therese dagewesen ti, um ihn zu besuchen, und daß sie versprechen habe, die junge Frau zu benachrichtigen, sobald der Herr wieder ft m m rwi i i W m I dasei, leze ttttoelmngen schienen ihn ganz kalt zu lassen. Er hörte sie Tl , 1 mit erzwungener (vleichgiltigleit an und brummte vor sich hin: .Ich musz doch nach Montmartre, um sie zu besuchen, deshalb melden Sie Therese nicht, daß lch nach Paris zurückgekehrt bin." Prudentia sagte späier, daß sie aus dem Ton seiner Worte geschlossen habe, ihr Herr betrachte diesen Besuch als eine lästige Verpflichtung. An dem nächsten Tage saß Mels abwechselnd grübelnd in seinem Atelier, und dann Wieder arbeitete er. Noch einmal machte er ocn versuch, err oer aroe zu werden, und mühte sich an Farbenstimmungen. die ihm wieder ni't gelan-

gen. ann iraZie er aoermais vouer innen, und solche Verletzungen sind die Wuth alles ab. was er gemacht hatte, schmerzhaftesten. Trotz seines ironiund als es fünf Uhr schlug, griff er schen Tons und seiner weltmännischen

nach Hut und Stock und ging aus. dx wanderte zu Fuß über die Voule vards von Batianolles und Elickn. erreichte die Rue Lepic, bog in die Rue . . - CY . ! . t V L V . I oes viooencö uno aus oer nacu cem Sacre-Coeur führenden. Treppe langte er aus oer oye oes conimarrre an. Es war fast ganz einsam dort. Das Haus mayraults lag dicht vavei. 'jarn durchschritt er ein schmales Gäßchen. das zu einer Gitterthür führte, die m die Gartenhecke eingelassen war, als er am Ende einer berankten Laube, die sich über dem Weze befand und die Terraste abschloß. Stimmen vernahm. Es waren die Stimmen von Mayrault 'und Therese. fctS rnnitn sff Titl rn tn diesem lauschigen grünen Versteck sa Jtl VWtVlU J4tlVt 'jVtkM'V 1 I s'.en. konnten den geräuschlos heran nahenden Besuch nicht sehen. Sie wandten ihm den Rücken zu und blickten über die nach derVlaceSaint Pierre steil abfallend: Berglehne aus die Stadt, welche beim Schein der bereits tief am Horizont stehenden Sonne ganz in grauen 'unn gcyuui irar. vic i-rv n . . " " i . r i . waren gewohnt, an diesem stillen Plan . - . v ... r. c t.-i ' jci rollig auem zu sein, uno aqiucu muji, Dali irgend jemand ie lzore. vollends nicht, daß cs Mels sein körne. Daher oeooacii!?ien jie icinciicx nornazi uno redeten, toit es ihnen um's Herz war. Mels hörte schon im ersten Augen ' blick seinen Namen. Er erbleichte und trat noch näher heran, sein Rücken berührte jetzt die rothberankte Hecke, die hier mit ihren herbduftenden Zweigen eine Art von Nische bildete; so konnte er ung-sehen alles vernehmen, was ge sprochen wurde, li muh mich wirklich urerwlnoen uno morgen zuxa ,uüi , ' tmiti -t. r 'jjfanttiuii. ui Iiillij iuj u-wji um

dern, daß ich mich noch nicht habe sehen triguirte sie wieder im entgegenlassen. AÄ. es wird mir recht schwer! n,r,hi, c!nn. zm-nn unser Meister

fls.i r? Iftttn trfi dnrum tctilNtfoNT L V r7 e 7v in " -ti inen? Du hast das weibliche Vorrecht, M, m I Y . LMAtiAM 4t V ungestraft, schmerzen $u ui fcn. Aber ich!-Jch habe mir so viel gegen lhn vorzuweisen: r .. , fta5 91 spöttischer Stimme. , .Nun. Dich ihm genommen zu ha-

Eine trau kann man nicht nehmen.

Sie gibt sich. Niemand durfte über mich verfügen, außer ich selbst. Ich liebte Dick! Welches Unrecht hast Du da begangen und was könnte !Nels Dir . . e nu vorweisen i .Nun. man wirft Andern zuweilen nicht nur das vor, wozu man berechtigt n f .rfi r . rr:: : rr man wtCLi u) auq Kum:ii:ruic, und die sind gerade die schlimmsten. Gin. armer, alternder Mann, der sich noch Illusionen über sich selbst macht, leidet viel schwerer, wenn er, verschmäht ird, als ein junger Mann, der noch die ganze Frische des Lebens in sich fühlt. Der Erstere muß sich sagen. daß sein Unglück ein nicht wieder gut zu machendes ist. Der Andere hat das Necht. auf Ersatz zu hosfen, und das Kostet ihn. Die Frau, die den Einen oder den Anderen abgewiesen, hatte das Recht, sich zu versagen; sie hat damit mm m m nur von lyrer freien Ent chllekung m - ' J . 1 vraucv aemacul. ocu eren o unoestreitbar ist. daß ihre Entscheidung in dem einen Fall ungleich härter trifft. als in dem anderen. )er alte ewerber, der auf ihre Zärtlichkeit seine letzte Hoffnung auf Glück gebaut hatte, ist wobl berechtigt, gegen den bevorzugten Nebenbuhler einen Groll zu hezen. Du magst das nicht zugeben, aber deshalb besteht jener Groll doch. Nun bin ich der Bevorrate, und ich weiß, daß der Meister unqlücklich darüber ist. und das geht mir nahe, weil ich ihn lieb habe." Die Zweige der ecfe raschelten, al sei ein plößlicher Windstoß hindurch ge fahren. Auch hörten Daniel und The rese ein Geräusch, das durch die stille Luft wie ein Seufzer klana. so daß sie betroffen aufhorchten. Dann aber wurde wieder olles still. Das dumpfe Geräusch des städtischen Lärms drang kaum bis an die grüne Umfriediaung des Gartens. Auch Mels verhielt" sich ' ganz ruhlg und unterdrückte seinen Schmerz. Die beiden iunaen Ekieleute wurden wieder heiter. Sie hatten keine Ahnung von dem moralischen Verbrechen. das sie begingen, während sie an diesem schönen Sommerabend alles freimüthig besprachen, was ihnen in ' - ' den Sinn kam. Denn auf die Aeußerung Mayraults erwiderte Therese mit e wem Lachen, II 1 ' das Mtls in's Herz schnitt: Wenn Du so unglücklich bist, daß Zck lieber mit Dir hier in dem öäuschen auf dem Montmartre lebe, als in dem eleganten Hause in der Avenue de Ailliers, so schicke mich doch dorthin zurück Ich wäre nicht verlassen. Der Meister nähme mich wieder!"' Nein, Geliebteste, ich halte Dich fest; Dr. bist mir unentbehrlich für mein Leben, denn aus Deinen Augen quillt I . . - . ' mir die Begeisterung. Was wurde aus mir, wärest Du nicht da, um mich zu ' . . 1 . ' ermuthigen, mich an den Tagen fieber heißen Ringens zu berathen, und mich zu tröstenwenn ich einmal der Nieder aeschlaaenhcit verfalle? 5tö weik. wel chen Schatz ich an Dir besitze, meine Therese. Und gerade, weil ich dies weist, beklaae ick ibn. der Dick ebenfalls begehrt und nicht erlangt hat. Siehst Du, ich habe das Gefühl ich kann Dir nickt erklären, wober es kommt, daß wir an Mels ein nicht gut zu machendes Unrecht begangen haben. Ich befürchte, daß der Schlag, der ihn getroffen hat, schwerer ist. als er er rathen täftt.' Er ist so stolz und ver birgt die Wunde doch sie blutet nach Glätte ist Mels eine fein empfindende. leicht zu verletzende Natur. Ich kenne ZKn woblZ Und fcnlfi kann ich nickt ohne Sorge an den Augenblick denken, . ' . . . . . . ' I tn dem ich ihm gegenubertreten muß." ch. so beunruhige Dich doch nicht! (?Z wird sich schon machen. Man schafft selbst ohne Noth so viele SchwieGleiten! Warum zerbrichst Du Dir den Kopf über ein Unglück, das vielicht nur in Deiner Einbildungskraft besteht? Mels hat mir doch nur den 5,eiratbsntra emckt. weil wie tl mx nachher mit ebenso viel Würde ie Güte auseinandersetzte, meine Zukunft sichern wollte. Bei unserer Hochzeit hat er sich so edel benommen wie cr.i.. ClJl U1CI. Üjarnei laajic. Du meinst, er paßt für das Fach der edlen Väter?" Nun. das wäre doch seinem Alter angemessen." Ach. ich fürchte, daß er noch viele Illusionen hat!" Meinst Du?' i . . gr wurde darin von allden leicht sinnigen Weibern der eleganten Welt ' . . " . -w. bestärkt, mit denen er verkenne s. nmiclie die Stirn und machte eine lohende Handbewegung der Gräfin Terrenoire und Konsorten' .Ach. Daniel! unterbrach sie ihn. .Rede nicht von ihr, sonst zanken wir uns .Wie! Du bist eifersüchtig. The-rese?-.Weil ich weiß, wessen sie fähig ist. Denn sie war es, die es nahezu bewirkt hatte, daß man Mels die Ausschmückung des olomaipaia les ge Kolomalpalastes 'mpn hn lim n, , eben, so I 4iiv. , ' u" ü r ilangt sie noch hoffte. Dich ZU gewin nn Msarfrth dnk ?w sie ver ckmao p f t :. .i.. fci ichiienilch ven Oicg vllvvtt yciiuycu iui, er doch nie erfahren, wie es dabei I ' ' zuaeaanaen ist." ' Gicg davonträat'" saate Mavrault mit ernster Stimme. .Könnte ich mein Theil dazu beitraaen. würde es mir die höchste Bef.Zediauna gewähren. Du weißt, mit

welchem Eifer ich an der von ihi.'. ausgestellten Skizze gearbeitet habe! W:nn er mich an der Ausführung des Bildes theilnehmen ließe, würde ich das B?st: geben, was ich in mir hab:. Ach, könnte ich ihm an Erfolg das ersetzen, was ich ihm an Freuden genommen habe, daö wäre die schönste Vergeltung, die ich üben könnte! Dann würde ich mich von meiner Schuld befreit fühlen, und man Gewissen wäre erleichtert." Ach, Du guter, edler Daniel!" rief Therese. Wie wäre es möglich. Tick nicht, zu li:ben? Ja. Du bist der große.

'hochherzige und uneigennützige Künstler! Nun wohlan. Du wlrst der s:nkenden Kraft unseres alten Meisters zu Hilfe kommen, und wie das erste Mal werde ich Dir helfen. Er wird Dir einen letzten Scnnenblitz öes Ruhms verdanken." Dann schwiegen B:ide. Der Himmel umzog sich beim Sinken der Sonne. und der Abcndwmd rausckte in den Zweigen. Auf der Terrasse wurde es abendlich kühl, und das junge Paar trat, zärtlich aneinander g:schmicgt. aus der Laube heraus. Arm in Arm gingen sie auf und ab. der Einklang ihrer Gefühle und Gedanken drückte sich in de? vollkommenen Ueoereinstimmunq ihrer Bewegungen aus. Mels. der noch im Schuh der Hecke verborgen stand, sah, wie si: sich entfernten.' Ihre Gestalten hoben sich gegen die feurige Gluth des Abendhimmels ab. Ihn dunkle, als wuchsen s:e, als würden sie, so riesenhaft, daß sie ihm den ganzen Horizont verdeckten und daß er im Schatten immer mehr zusammensinke und ganz verschwinde. Er seufzte tief auf. Das Ge uhl ti ner Verlassenheit, seines Niederganges bedrückte ihm das Herz. Noch einen letzten Blick warf er aus das zunge Paar, das dem Lichte entgegenging; dann entfernte er sich mit gesenktem Haupte und traurig bis zum Tode. In den kurzen Augenblicken, die er verweilt und in denen er ihrt treu lichen Worte belauscht hatte, die zugleich so liebevoll und so grausam für lhn gewesen, waren seine letzten Jllusionen zerstört worden. Von den beiden jungen Ehegatten, die ihn liebten. fühlte er sich als Mensch und als Kunstler gerichtet. Da raffte er sich in edlem Stolze auf und murmelte vor sich fiin: Bedauert werden! Nimmermehr! Er gelangte auf die Plattform der Treppe, die in verschiedenen Absätzen nach Paris hinunter führt. An dem Geländer einer dieser. Rampen, welche sich vierzig Meter über der Straße erhebt, blieb er stehen. Er stützte sich auf die Steinbrüstung, und die Augen auf den Horizont gerichtet, starrte er m s Weite. Die Dämmerung nahm allmälig zu. Die Formen aller Gegenstände wurden unbestimmter. Ein bläulicher Dunst hüllte Paris ein und von den hochragenden Gebäuden, welche sich aus seiner Steinmasse erhoben,' schwand der letzte Lichtstrahl. Plötzlich glitt die rothe Sonnenschelbe hmter die Hügel. Der Himmel entfärbte sich; aus dem Orangeroth war er in Grün übergegangen -mit kupferfarbenen Streifen, endlich wurde er schwarz wie Metall, das ausgeglüht hat. Um Mels wurde es völlig einsam, und der Schatten des Abends nahm zu. Die Gasflammen auf dem Platze leuchteten wie Glühwürmer durch die Luft. Mels stieß einen ti:fschmerzlichen Seufzer aus. In seinem Herzen war alles so dunkel wie vor seinen Augen. Er fühlte sich so müde. Es müsse ein entsetzliches Schicksal sein, dachte er. s.ch selbst zu überleben und ein Gegenstand des Mitleids für alle diejenigen zu wer. den, die ihn gefürchtet oder beneidet hatten. Noch einmal hob er den Blick zu der Anhohe empor, wo der Garten, die Terrasse und das Haus lagen, in denen jetzt Glück und Ruhm wohnten. Kr -flüsterte emen Segenswunsch für die beiden jungen Leute, vor sich hin. den ihm Gott gewißlich als ein Gebet angerechnet hat. Und ebenso wie kurz zuvor die große, rothe Sonnensckeibe in das Dunkel hinunter geglitten war. schloß er die Augen, beugte sich über den Abgrund und glitt hinunter m den Tod. E n d e. or : :rj:. n'c u in c i i i u ii ii ui c o a u v w e b st ü h l e werden von Schweizer Fabrikanten importm. Sie sind, ab gesehen von den Jrachtspesen und Zo ueruhren, kouspie!ig:r als die m tcr Schweiz hergestellten Webslühle, .d: di: Fabrikanten finden ihre Verw?rthunz profitabler wegen d?? soliden nonstruttion und bedeutenden Lei' s.ungsfähigkeit. " i e o i a i unter oen ? n : Augen der Nicht er. Im Gertchtst aal zu Gingaporc hing an der Wand, dem Nichtertisch gegenüber, eine groe schone Uhr. Emes Morgens, als der oberste Gerichtshof gerade tagte, betrat let.thln ein Chinese mit emer Lei ter der. Saal. Er nahm seine Mütze ab. verbeugte sich äußerst demüthig vc? den Richtern und nährn dann mit geschäftsmäßiger Gewandtheit die Uhr von der Wand. Die Uhr unter dem einen, die Leiter unter dem anderen Arm tragend, verließ er sodann unge hindert das Gebäude, da ihn jeder Anwesende für einen Kuli hielt, der den Auftrag habe, die Uhr zum Reinigen abzuholen. Da verschiedene Tage vergingen, ohne daß die Uhr zurückgekomwen wäre, beschwerten sich die Richter bei demDepartement für öffentliche Arbeiien über diese Verzögerung. Das Departement , hatte aber keine Ahnung von der Sache und Kuli und Uhr sind l . r . i ' uno vieiven veriazwunoen.

Wobnkiäuser und Einwohner. Das Bremer statistische Amt hat eine

interessante Tabelle zusammengestellt. in welcher die 33 deutschen Großstädte. die über 100,000 Einwohner haben, nach der Zahl der Wohnhäuser und Einwohner am 1. Dezember 1900 verglichen sind. Es ist ferner berechnet, wie viel Bewohner einer Stadt auf ein bewohntes Wohnhaus kommen. Es stellt sich nun die interessante Thatsache heraus, daß in Charlottenbürg die größte Zahl von Bewohnern auf ein bewohntes Wohnhaus kommt, nämlich bei 189,305 Einwohnern und 3606 Wohnhäusern kommen 52.3 Bewohner auf ein Wohnhaus. Gleich nach Charlottenburg steht Berlin. Beiiner Einwohnerzahl von 1.883.843 und 37,127 Wohnhäusern kommen auf ein Wohnhaus 50 Bewohner. Verfolgen wir dies Verhältniß in den Großstädten welter, so steht an dntter Stelle Vreslau mit 40.7 Bewohnern, Posen mit 39.1, Stettin mit 33.5. Magdeburg mit 32.3 Bewohnern: dann folgen Siö nigsberg mit 32.4, Chemnitz mit 30.1, München mit 28.8, Dresden mit 28.6 und Leipzig mit 27.8 Bewohnern auf ein Wohnhaus. Zieht man den mittleren Durchschnitt der Bewohner für ein- Wohnhaus in allen 33 Großstädten, so ergibt sich. daß 24.9 Bewohner auf ein Wohnhaus sauen. Die bis jetzt genannten Großstädte sind über dem Durchschnitt. Die nachfolgenden sind unter demselben. Es sind Kassel, mit 24.8, Hamburg mit 23.3 Bewohnern. Diese für Hamburg günstig: Durchschnittszahl, dessen Wohnungsverhaltnisse im Centrum nicht besonders vortheilhast sind, hat Hambürg nur der besseren Lage in den Vororten zu verdanken. Es folgen sodann Kiel mit 23.8. Mannheim mit 22.1, Stuttgart 21, Halle a. S. 20.8, Hannover und Danzig 20.3. Düsseldorf 20. Dortmund 19.8. Nürnberg und Altona 19.4.Elberfcld18.8.Frankfurt und Cs: sen 18. i. Barmen 18.3, Braunschwelg 18, Aachen 17.4, Straßburg 16.9, Köln 15.3. Krefeld 13.9. An letzter Stelle erscheint Bremen, das mit 7.8 Bewohnern in einem bewohnten Wohnhause unter allen Großstädten eine Ausnahmestellung einnimmt. Bremen befindet sich i!t'ezug auf seme WohnVerhältnisse ln einer günstigen Lage. Das Einfamilienhaus ist sehr verbreitet,.etwa die Hälfte aller Häuser wird nur von einer Familie, von dieser Hälfte etwa zwei Drittel vom Eigenthumer bewohnt: Miethkasernen-Wohnungen sind bis jetzt noch wenig oder gar nicht vorhanden. Schon die große Zahl der Häuser 20.836 bei emer Einwohnerzahl von 163.297 Personen deutet darauf hin, daß auch zahlreiche sögenan::te klcin: iicuie und Arbeiter in Einfamilienhäusern wchnen. Das günstige Verhältniß tritt deutlich he? vor, wenn man bedenkt, daß Berlin wohl nicht ganz die doppelte Zahl Häuser wie Bremen besitzt, dagegen elfmal so viel Einwohner hat. Bremen ist recht weitläufig gebaut und hat viele Gärten hinter den Häusern. Durch die Zulegung von Gemeinden im Jahre 1902 ist Bremen noch viel ausgedehnter geworden: wahrend es früher eine Langsstreaung von über 3i Meilen hatte, hat es jetzt eine solche von über 5 Meilen bekommen. Zunahme der Einwan derung. Im Ver. Staaten-Ein-l - I fl tftw wanoerungsoureau tu kürzlich ' ein Nachweis ausgearbeitet worden.welcher die Zahl der Einwanderer wahrend des Fiskaljahres 1902. verglichen mit dem Vorjahre, zeigt. Im Fiskaljahre 1902 kamen 648,743 Einwanderer und 82,055 andere .fremde Passagiere hier an, zusammen also 730,798. Diese Zahl bedeutet eine Zunahme der EinWanderung um 160,325 Seelen gegen das Jahr 1901. Die hauptsächliche Zunahme während des letzten Jahres, verglichen mit 1901, erglbt sich wle folgt: Oesterreich-Ungarn, 58,599: Italien, einschließlich Sizilien und Sardinien, 42,379; Rußland und Finnland, 22,090: Japan, 9001: Schweden, 7563: Deutsches Reich, 6653; Norwegen, 5236; Griechenland, 2194; Dänemark, 2005. Die stärkste Verminderung weisen aus: Irland mit 1423; China mit 810; europäische Türkei mit 200. Nachstehend die Namen der Länder, von denen die stärkste Einwanderung wahrend des verflössenen Flskauahres kam: Italien, einschließlich Sizilien und Sardinien, 178.375; Oesterreich-Ungarn. 171.' 989; Rußland und Finnland, 107,347; Schweden, 30.894; Irland 29.. 138; Deutsches Reich. 28,304; Norwegen, 17.484; Japan, 14,270; England, 13.575. Opfer eines mißglückten Attentats. Beim Neinigen der Straßenbabnqelelse stuß neullch in Antwerpen, Belgien, der 17jährige Arbeiter Truyens mit seinem Werkzeug gegen einen fremden, unter einer Schiene liegenden Gegenstand. Bevor Truyens sich näher umsehen , konnte. fand eine heftige Explosion statt, die lym mt yalve recyie ano wegriß. no;i l. r , I . r. c . : r. rn einem Sprengkörper wurde an der Unfallstatte mchts wiedergefunden, doch besteht kein Zweifel, daß es sich um einen beabsichtigten Anschlag auf die Straßenbahn handelte. Oedlänöereien besitzen die Ver. Staaten westlich von den Rock;? Mountains genügend, um damit, falls die Gegend durch ein Berieselungsverfahren fruchtbar gemacht Ware, rne ganze heutige Bevölkerung der Union mit Heimstätten zu verleben.

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Pfarrer: Euer Mann ist vom Blitz getödtet worden, Huberbäuerin?" HuberHauerin: Ja. und so schnell ist's 'gangen. Herr Pfarrer, nit ein mal sei Pfeif'n hat er ausrauchen konna. Schwarzundweiß. Der Rubenbauer Nazi, der vor einiger Zeit aus der Irrenanstalt entlassen worden, aeraty im Wirthshaus mit seinem Nachbarn in Meinungsver schiedenheit. Verniete Kerl! Narr!" schimpft dieser auf ihn ein. Waö sagt der Rubenbauer. v wär' a' Narr?!. . . I' bin ja der Einzige im ganzen Dorf, der a' amtlich'Z Äeugniß hat, daß er geistig gsun is!" D e r G r u n d. Junger Ehemann: Das Essen schmeckt mir aber ganz und gar nichts ffrau: Da hast Du's, habe ich D:e mcht gleich m der Buchhandlung gesagt, Du solltest das bessere Kochbuch nehmen? Stoßseufzer. Den ersten besten würde ich nehmen ganz gewiß!. . . Ach. wenn er nur käme!" Furchtbare Rache. Bader (der beim Raufen tüchtig et prügelt wurde): Wart's nur, -ihr Lummel kommt s mir nur zunr Rasieren!" Ja so! .Aber Justine! Der 33tici an Dei nen Schatz wimmelt ja von Fehlern!" Natürlich! WaS glaubst Du denn? Anderes können mein Schorlchl gar nicht lesen!-

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...Excnrftoncn... Sonntag, 10. August. Lawrenceburg, Aurora und Zwischenstationen. 81 oder eniger für die Rundfahrt. Spezialzug verläßt denIndianavottö Union Bahnhof um 7.30 Uhr Morgen. Retour, fahrt vor. Aurora um 7.20, von Lawrence bürg um 7.30 Uhr Abends. Wabash, Union Cittt und Zwtscycnstationen. 81.00 oder weniger für die Rundfahrt. Svenalu verläkt d,n 5vndianavolisUnion Bahnhof um 7. Uhr Morgens. Retour' fahrt von Wabash um 6 Uhr und von Union City um 6 Uhr Abends. TanviUe. Jll.. u. Zwischenstationen. Rundfahrt $1.00 oder weniger. Svezialzua verlakt ndianavolis Union Bahnhof um 7:25 Uhr Vm. Netourfa.rt von anvlve um 7 Uhr Abends. Musik Conzert im Lincoln Park und Sol daten Heimath in Danville. Acton Park 40c Nundsahlt. Svezialzüae verlassen den Indianapolis Union Bahnhof um 9 Uhr Vormittags, 1.30 ttachmittaas und 6 Uhr Abe.-ds. Retour fahrt von Acton Park um 12 15 Uhr Mittaas 5 Uhr Nachm. und 10 Uhr Abends. Rampen :: Rugs billiger als irgendwo in der Stadt bei Albert Hutchinon 434-448 Ost Washington Str. Tel. 560 The Victor, '' tAi- ' 5 . 'w--'.,V f .' -v- .. I l V,' 1 - l - l i ' i ' 't s. I , ' -. ' v ; , ) . ' h(V:ik'''i:l 'r, i ! iH'M.- viv;Vr" "; k-Ar 'ixy .yillrti tm am m i iimn in Ecke Noble und St. Clair Str. Ich erlaube mir meinen Freund und Vekaurten anzuzeigen, daß ich unter dem Name "The Victor" aa vbengenanntem Platze eine in jeder Bezieizung erste klaste Wirthichast eröffnet habe. Es wird mein Bestreben sein, ein in jeder e,itdung respektable Hau zu führen und an meine Seschästt sreunde. bei roulanter Bedienung, die besten Quali taten an imxortirten und einhnuüschk Weinen, Liquören, Eigarren, Bier, etc. zn verabreichen. E wird mir zur Ehre gereichen. Sie in meinem jetzigen vokale bezrüken zu können. Achtungsvoll HENRY VICTOR. ViennaBuffet Fred. Rasema, lk!genthömer. 210-212 Ost Wabash Str. Neues Telephon 3523. gttner Lunch von neun ilhr Vormittag di ei rv Nachmittag. Marion parkttotel und ...Sommer-Garten... 8. n. JOSES . . Eiaentduraer. No. 1165 West' 18. Straße. ' Die Riverfid Park Tar hält vor dem Hotel an. 'Pyonts: Neu, iS9 1 lt. r, er,. in, erst, lass, Wirthschaft steht mit dem Hotel tu Verbindung. Chicken Supper unser kvezialitat ; andere Den tatefse zu jeder Tageszeit aus BesUllung letfnri. Große Vuöwayl von Aug. Diener, äb. 449 Ost Washington Str. NtUt Ttltphon 2525. OinnU Willharm. Pras. MarhKahoneh. Eekri Arbeit ersten angeS in der OHM :: CO-OPERATIVE :: UMM No. 232238 Virginia Ave. Z,h t?. Hit,. Seschftlfüwr. lelevbone: t und kttu lk. MSZWW tu 14 C tanken teftbeit OonancJa erb Nulfiutz au den Urin Craanrn durch GattUl'S?i !flbibm s,SS vhn Unbcqucmli-tinttn. Prei l''s7 $1.00 M cam Truzgille der V''i V. o. or si. t)otf.

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