Indiana Tribüne, Volume 25, Number 299, Indianapolis, Marion County, 9 August 1902 — Page 1

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1 Erscixeint jeden Nartznrittag. Jahrgang 25. Indianapolis, Ind., Samstag, 9. August 1902 No.299. : "i ' : : mmmmmmmamJmmmüi

Gekrönt. König Edward Vll. und Konigin Alexandra. GroZjartige Prachtentsal tung. London, 9. August. König Edurd VII. wurde heute Nachmittag 12:40., Konigin Alexandra um 1 Uhr gekrönt. Die Krönungs-Ceremonien wurden in der Westminfter-Abtei abgehalten. Um Westminster herum hatte die Decoration allein etwas MonumentaleZ. Sie war von Italienern hergestellt. Die hellgrauen Stucksäulen mit ihrer Krönung durch 'eine lapiszazuli blaue Kugel, welche eine goldene Lanzenspitze durchbohrte, bildeten einender! Wucht des Ereignisses angemessenen Schmuck. Eine glückliche Idee war die Ausschmückung der Westminster Brücke mit ihren am Eingange befindlichen monumentalen Löwen, den auf hohen Piedestalen stehenden Büsten englischer Könige und Königinnen, die ein mit Feldzeichen des betreffenden Monarchen geschmückter Thronbaldachin überragte. Die Eentrum-gruppe bildeten die sich gegenüberstehenden Statuen der Kö nigin Victoria und Elisabeth. In ttuger Weise hatte man unterlassen, den Blick auf die Themse zu behindern, welche als hübsche Seitencoulisse für den gut erdachten Brückenschmuck wirkte. Im Uebrigen ließen die Dekorativnen viel zu wünschen übrig. Die unvermeidliche Papierblume mußte wieder herhalten. Einige Häuser, deren langweilige Faade das Maskengewand alt-englischer malerischer Häuser angelegt hatten, wirkten sehr gut. Ds allen London Besuchern bekannte Emvire machte in seiner Fülle natürlicher Blumen seinem bewährten Geschmack Ehre. Auch einige reiche Clubs in Pall Mall hatten ihre Paläste mit natür. lichen Blumen geschmackvoll dekorirt. Sehr stolz waren die Canadier auf ihren Triumphbogen, welchen sie in der Nähe von Whitehall errichtet und mit den Früchten ihrer Felder und Cärten bekleidet hatten. Hin und und wieder typten sich Tauben gütlich an denselben. Beim Sonnenaufgang herrschte heute Morgen klares, schönes Wetter. Wenige Stunden darauf aber bewölkte sich der Himmel. Viele Personen, ausgerüstet mit Feldstühlen und dem nöthigen Proviant hatten die Nacht auf den Straßen,' durch welche der Krönungszug sich bewegen sollte, zugebracht. Um 6 Uhr Morgens begann der Ausmarsch der Truppen und die zahlreichen Polizisten stellten sich zu beiden Seiten der Route, welche die Prozession vom Buckingham - Palast bis nach der Westminster Abtei ein schlagen, sollte, auf. Von 7 Uhr an stellte die Bevölkerung sich in dichten Schaaren auf den Straßen ein. Der Platz vor dem Buckingham-Palast aber ,war von. Abertausenden von Personen umgeben. ' Der Herzog von Connaught, welcher in einem Automobil die Pall Mall durchfuhr. um die militärischen Arran aements au insviciren. wurde überall auf das herzlichste begrüßt. Die lebhaftesten Scenen aber spielten sich auf dem Platze vor der West minster Abtei ab. Hier war das Ge dränge auch das stärkste. Die Premiers der Colonien konnten sich über den ihnen seitens der Bevöl kerung zu Theil gewordenen herzlichen Empfang nicht beklagen. Aufsehen erregten die Vertreter der Fiji Inseln und ein Jndianer-Häupt ling, welcher in seiner Nationaltracht und mit ' feinem - mächtigen Federnschmuck riesiges Furore machte. Als die Stunde herannahte, in welcher sich der 'Krönungszug vom Buckingham Palast in Bewegung setzen sollte, herrschte unter der riesigen Menschenmenge, welche vor demselben zu einem einzig unübersehbaren dichten

Knäuel eingekeilt stand, nicht geringe Aufregung. Pünktlich erschien vom Triumphbogen aus die Avantgarde der königlichen Cavalcade. Bald. darauf kam die Prozession des Prinzen und der Prinzessin. von Wales und endlich nur wenige Minuten später durchfuhr die Staats-Carosse mit dem König und der Königin das Eingangsthor des Schlosses. Die Majestäten wurden von ihren begeisterten Unterthanen mit lautem Jubel begrüßt. Diese herzlichen Ovationen wurden dem Königspaare auf der ganzen Strecke bis zum Eingang zur Abtei zu Theil. Der König sah bleich aus ; wohl grüßte er freundlich nach allen Seiten hin, aber doch lagerte auf seinen Gesichtszügen ein solch feierlicher Ernst, wie man ihn selten zuvor an ihm wahrgenommen hatte. Er war nicht mehr so robust wie früher. Allein der weite, faltige carmesin rothe Krbnungsmantel verdeckte so viel als möglich dieses Munco. Die Königin sah liebreizend und an-

muthig wie immer aus. Sie strahlte förmlich vor Wonne und die herzlichen Empfangsgrüße bereiteten der hohen Frau sichtliche Freude. Der KrönungZzug setzte sich aus drei Prozessionen zusammen. Ueber Ein zelheiten derselben ist schon früher be richtet worden. In dem letzten Wagen der ersten Abtheilung saß Prinz Hein rich von Preußen mit dem Herzog von Sparta. Beide waren angelegentlich in ein Gespräch verwickelt und kümmerten sich anscheinend nicht viel um die Menschenmenge. Der Prinz von Wales sah abgespannt aus; die Prinzessin war sichtlich hocherfreut über die ihrem Gemahl und ihr dargebrachten Huldigungen. Nächst dem Königspaare wurde wohl dem Lord Kitchener, welcher in voller Gcnerals-Uniform, die Brust mit Orden übersäet, im Krönungszuge einherritt, die begeistertsten Ovationen zu theil'. ' Der Enthusiasmus der nach Hunderttausenden zählenden Menschenmenge aber erreichte seinen Höhepunkt, als der Zug vor der altehrwürdigen Westminster-Abtei anlangte. Kaum hatten die Pforten derselben sich geöffnet, als die Glücklichen, welche im Besitze von Einladungskarten waren, in Schaaren ihren Einzug hielten. Die purpurnen mit Hermelin besetzten Garderoben der Pairs und ihrer Gemahlinnen bildeten einen farbeprächtigen Contrast zu dem Tiefblau des Teppichs. Die weiten Räume der Abtei bieten auch ohne Decoraticn einen das Auge des Beschauers wohlgefälligen Anblick dar. Heute aber waren dieselben durch ksstbatt Gobelins und andereDraperien in wundervoller und geschmackvoller Weise decorirt. Blau und weiß waren die vorberrschenden Farben. Hinter den für den König und die Königin bestimmten Thronsesseln, sowie hinter dem Altar waren goldene Schil der, welche den königlichen Schatzkam mern entnommen worden waren, angebracht. Die Arrangements, soweit es die Besucher anbetraf, wurden von dem LordMarschall, Herzog von Norfolk, persönlich geleitet. . Nachdem der König und die Königin ihre Sitze eingenommen hatten, trat der Erzbischof von Canterbury vor und sagte: Sirs, ich stelle Ihnen hiermit Jhren König Edward, den unzweifelhaften König dieses Reiches vor. Sind Sie Alle, welche hier erschienen sind, geneigt, ihm zu huldigen?" Sofort erhoben sich alle Anwesenden und riesen: Gott segne König Edward nnd die Königin." Hierauf verlas der Bischof von Lon don ein Gebet und sodann leistete der König, indem er seine rechte Hand auf die Bibel legte, den Eid. Dann küßte er die Bibel, worauf er die Eidesformel unterzeichnete. ' Der Dekan von Westminster salbte ! sodann den König mit Oel, indem er dessen Kopf,Brust und Hände mit ein! gen Tropfen benetzte. . 'Hierauf nahm ' der Erzbischof, vor dem Altar stehend, die Krone in seinen

Händen, und verrichtete ein Gebet, in

welchem er Gott anflehte, den König mit allen fürstlichen Tugenden zu belehnen. Während der Dauer dieses Gebetes, hatte der König vor dem Erzbischof gekniet, dann erhob er sich und nahm neben der Königin seinen Sitz wieder ein. D.'r Erzbischof, begleitet von den anderen Bischöfen und Prälaten, sowie von dem Dekan von Westminster trat hierauf auf den König zu und setzte ihm langsam die Krone auf's Haupt. Feierliche Stille herrschte während die ses historischen Aktes in den mächtigen Hallen der Abtei. Als aber die Krönung vollzogen war, da brauste es durch dieselben wie Donnerhall und aus lausenden von Kehlen. erscholl das Lied: God save the king." Draußen aber verkünde ten Herolde durch Trompetenfanfaren der Bevölkerung an, daß. ihr König fceben gekrönt wurde Nachdem der Erzbischof die Krönung vollzogen hatte, küßte er den König auf die rechte Wange; seinem Beispiele folg ten sodann der Prinz von Wales, di anderen königlichen Prinzen, die Herzöge und die übrigen Pairs. Nachdem der Kußact vorüber war, wurde die Königin durch den Erzbischof gekrönt, Die Ceremonien waren fast die nämli chen, wie bei der Krönung des Königs. Außer dem amerikanischen Bot schaster Choate und seiner Gemah lin. sowie ' dem Personale dir Botschaft, wohnten noch folgende Amerikaner den Feierlichkeiten in der Westminster Abtei bei: Herr und Frau Charles Yerkes von Chicago; Richter Brown von der Ver. St. Supreme Court; Bischof Kartzell, Ex-Gen. An walt Griggs, E. L. BaylieS, vom Spe zial-Gesandten Whitelaw Reid's Stab; Josiah Quimy von Boston; Gen. Wilson und seine zwei Töchter- I. P. Morgan, Frl. Morgan, und Herr und Frau I. P. Morgan, jr. Die Armee-Commission. Die Armee Commission besichtigte gestern Landstrecken, welche ihnen von General B. A. Richardson angeboten worden war. Dieselben waren im äußersten südwestlichen Theile des County's gelegen. Ob dieselben für sie annehmbar waren, muß die Zukunf lehren. Die Herren gaben absolu keine Meinung ab. Heute Vormittag wurde in einer SpezialCar unter Führung von Dr. R. C. Light eine Fahrt nach Broad Ripple unternom men, um einen nördlich von der Ort schaft belegenen Land Comple; zu inspiciren. Am Nachmittag wurde ein im nordöstlichen Theile des County belegener Landstrecken besichtigt. Am Montag werden die Herren ein 12L0 Aecker großes Grundstück, welches an der Vandalia Road, westlich vom Eagle Creek belegen ist, in Augenschein nehmen. Dasselbe ist der Commission von H. C. Campbell angeboten wor den. Evangelische Zions - Gemeinde Morgen und am nächsten Sonntag finden in der Ev. Zions-Kirche weder Gottesdienste noch Sonntagssch'ulun terricht statt, da das Innere der Kirche neu bemalt wird. Baue rl a u b n i ß s ch e i n e. John Carver, 813 Villa, Anbau $315. M. A. Baker, Richland nah New York, hölz. Wohnhaus, $950. F. M. Tilson. 1216 Lexington, An bau, $100. S. R. und W. A. Ro berts, 1133 gleicher, Veranda, $122 A. Rosenfeld, 633 Russell, Reparat. $242. Wilson Wright. Pleasant und Michigan, Jrvington, Cottage, $100 Mary Emminger, Rosemont, Cot tage, $705. Kate A. Thomson, 513 Virginia, Reparat,, $200. Jasper Clary, 21. und Arsenal, Scheune, $100 . ii( ! , .i . ! . j , Es kann nicht, daran aeiweikel werden, dak wir im beiken Wetter eine Sommer-Medicin --nöthig haben um den Magen in einen auten Zustand zu versetzen. Dasür giebt es - nichts besseres wie Dr. August Könia's Hamburger Tropfen.iwelche-? schnell und z.'l

Rauchzimmer auf der CounW Armen-Farm.

Die County Commissäre trerden die Jnsassen wieder mit Tabak versehen. Aber wehe ihnen, wenn sie nicht Ordre Pariren. Die County Commissären haben heute einen Ukas erlassen, demzufolge der Superintendent der County Ar-men-Farm , angewiesen wird, an die Insassen wiederum Rationen von Kauund Rauchtabak zu vertbeilen. Hinsichtlich des Rauchens aber sind strenge Vorsichtsmaßregeln getroffen worden. Zunächst hat der Superintendent aus den Gründen der Farm je ein Rauchzimmer für Männer und Frauen zu etabliren Hier können und sollen die alten Knasterbärte und die rauchlustigen Frauen nach Herzensluft paffen, aber in den Gebäuden oder gar im Bett, zu rauchen ist auf das Strengste verboten. Exemplarische Strafen erwarten der Uebertreter des Verbotes. Die Strafen sind wie folgt bemessen: Erstes Mal, Entziehung des Tabaks auf zehn Tage; Zweites Mal, Entziehung desselben auf dreißig Tage; Drittes Mal, Entziehung des Krauts auf ewige Zeiten. Viertes Mal, Verbannung, nicht ge rade nach Alaska, aber aus der Anstalt. Herr McGregor sieht sich zur Zeit schon nach' einem Engel mit flammen dem Schwert um, der solche Missethäter von den Gründen der Anstalt fern zu halten hat. Der Erfolg der Lockcrbie Str. Fair. , Die Lockerbic Str. Fair, welche gestern Abend geschlossen wurde, hat einen durchschlagenden Erfolg gehabt. Die Gefammt-Einnahmen beliefen sich aus 0748.68. die Ausgaben auf $75, sodaß der ..Fresh Air Mission" $673.68 zufließen werden. Die Ein nahmen vertheilen sich wie folgt: Eintrittsgelder $247.03 ; Vaude ville-Vorstellung $111.10 ; Fischteich $44.49; Jce Cream $125.63; Candy Buden $149.31; Automobil, (einen Abend) $18.40; Verschiedenes $52.72. John H. Twachtmann. C i n c i n n a t i, 9. Aug. Einer der hervorragendsten Söhne Cincin natis, der berühmte Landschaftsmaler Herr John H. Twachtmann, ist, wie eine Depesche aus Gloucester, Mass., meldet, im dortigen Addison Gilbert Hospital nach längerem Leiden aus dem Leben geschieden. Am Sterbebette weilte nur eine Tochter des Verstor denen, da die anderen Mitglieder der Familie sich zur Zelt in Europa besin den. Herr Twachtmann, der ein Alter von 43 Jahren erreichte, war ein Cincin natier Kind und genoß auch hier seine künstlerische Ausbildung. Er besuchte die School of Design", aus. der sich

im Laufe der Jahre die jetzige Kunstakademie entwickelte und einer seiner Lehrer war Professor Duveneck, mit dem ihn Bande inniger Freundschaft verknüpften. Von hier aus ging Herr Twachtmann nach München, wo er seine Studien fortsetzte und zu einem der prominentesten Vertreter der Impressionistenschule wurde. Seinen ständigen Wohnsitz hatte er seit langen Jahrin in New York und gab dort sowohl wie in Boston Unterricht. Herr Twachtmann führte kurz vor seiner Uebersiedlung nach dem Osten' seine ihn überlebende Gattin, eine Tochter des verstorbenen Dr. Scudder von Avondale,-heim und die ser überaus glücklichen 'Ehe - entstammten drei Kinder, ein Sohn, der sich als Maler ebenfalls einen Namen gemacht hat, und zwei Töchter. Im hiesigen Kunstmuseum besindet sich ejn.Gemälde TwachtmannS,, das. vor einigen Jahren käuflich' erworben wurde,,' und" erst ; j?or Kurzem fand' hlerMM TwachtmannMey Vemäldm, statt " Z '' Die Beisetzung des .sterblichenHülle deS - Dahingeschiedene' lMti'! 'aller WahrscheinlichkeN ach hier stattsuwen Av?i"; ?r t ; ? r 'v',T 's f. - i J'ii j

Der Festtag der Schwarzkünstler

in Cincinnati. Anläßlich der am Montag in Eincinnati beginnenden Konvention des Internationalen SchristsetzerverbandeS wird auch die Vereinigung der dortigen deutschen Schriftsetzer, die Typopraphia No.' 2, eine Festlichkeit veranstalten, die nach den Vorbereitungen zu urtheilen, einen überaus glänzenden Verlauf neh men und wieder einmal den Beweis liefern wird, daß die Herren Schriftsetzer nicht nur an der Setzmaschine resp, dem Setzkasten ihren Mann stel len können, sondern - sich auch aus dem ff auf das Arrangiren von Festlichkeiten verstehen. An diesem Feste werden nicht nur die Herren der Scböpfung theilnehmen. sondern auch die Vertreterinnen des schöneren Geschlechts, denn die Herren Setzer sind ganz außerordentlich ga lante Leute, die ihre Frauen, Mütter und Bräute nicht zu Hause zu lassen Pflegen, wenn sie sich einen vergnügten Tag zu machen gewillt sind. Infolge der Betheiligung von Seiten der Da men wird selbstverständlich die Zahl der Festgäste eine sehr stattliche werden. Das Cincinnatier Kontingent wird allein etwa 80 Personen stark sein und hierzu kommen noch die vielen Gäste von auswärts, denn selbstverständlich sind sämmtliche deutschen Schriftsetzer verbände im ganzen Lande eingeladen worden und viele der Vereinigungen haben die Einladung mit Dank ange nommen und zahlreiche Betheiligung in Aussicht gestellt. Soweit haben sich Gäste aus Indianapolis, Columbus, Louisville, St. Louis, Pittsburg, Chi cago, Naw Vork und Buffalo angemel det, und zwaa werden die Jndianapoli ser, sowie die Besucher aus Columbus und Louisville mittelst ' Sonderzügen am Sonntag . Morgen in Cincinnati eintreffen. Ein Comite wird die auswärtigen Gäste bei ihrem Eintreffen auf den verschiedenen Bahnhöfen in Empfang nehmen und nach Kollmer's Phönix, Park, un der Spring Grove Avenue, geleiten, wo am Sinntag Vormittag, um 10 Uhr, die ofsizielle Feier mit ei nem Frühschoppen beginnt. Die Vor Mittagsstunden werden dann der gesel ligen Unterhaltung gewidmet sein um 12 Uhr Mittags wird das opulente Diner im Phönix Park eingenommen werden, für welches Herr Kollmer ein ganz vortreffliches Menu zusammenge st.'llt hat. Um zwei Uhr Nachmittags werden für die Gäste und Gastgeber SpezialStraßenbahnwagen bereitstehen, in denen eine auf die Dauer von 2 Stunden' berechnete Rundfahrt durch verschiedene Vorstädte gemacht werden wird. Diese Rundfahrt wird um 4 Uhr vor dem Jesserson - Hotel an der Walnut Straße ihr Ende erreichen und dort wird das Abendessen eingenommen. Um sechs Uhr werden die Her' ren die Fahrt nach Latonia antreten. um den Empfangsfeierlichkeiten, die von der englischen Schriftsetzer Union für die Delegaten der Convention vera stalten werden, beizuwohnen. Die Damen dagegen werd! unter' der Führung der Mitglieder des Damenvereins der Typograph! No. 2 dem Zoologischen Garten einen Besuch abstatten. Abends um 11 Uhr werden die Indianapoliser, Louisville? und Columbuser Gäste wieder die Rückfahrt antreten, während die aus weiterer Ferne gekommenen Kollegen, die 'zum Theil Delegaten zu der' Convention sind, während der ganzen Dauer der Convention in, der Königin des Westens verweilen werden. . Au s dem Gefängniß e n tsprungen. R i ch m o n d. Marion Devers und Glen Benham, Insassen des GefängmsseZsind in )der '.verflossenen Nacht aüs'demselb'en entflohenl Tevers war auf irgend eine Weise 'in" den ' Besitz eines eisernen Löffels gekommen'. Aus diesem hatte r einen ? Schlüssel verertigiKnit lvelchenr;'! seine vxibt seines Spiißgesellett?ZeUe öffneukönnt ': rt

Nachrichten am Jndiana. Phosphor als Stimulanz.

Peru. Wm. Miller, ein Veteran aus dem Bürgerkriege, ist in Folge des Genusses der Spitzen von Phosphor Streichhölzern plötzlich gestorben. Der alte Mann war von dem Wahne befangen, daß gegen neuralgische Schmerzen die Phosphor-Mischung eine vorzügliche Stimulanz sei. Evansville. Welch' wichtigen Fang die hiesige Polizei in der Ergreifung des hier als Straßenbettler, verhafteten Chas. Johnson gemacht hat, tritt jetzt immer mehr zu Tage, ist doch Johnson nunmehr über allen Zweifel als einer der gefährlichsten Geldschrankspreng des Landes identisicirt worden, der unter dem Namen C.'W. West oder Tea" weit und breit berüchtigt ist und gegen den jetzt sogar in Clarksville, Ark.. wo er mit drei Genossen Geo. Durham, John P. Dunn und Frenchy" eine. Bank beraubte auch die Anklage wegen Mordes vorliegt, da die Verbrecher auf der Flucht den Sheriff des Ortes erschossen.' Durham und Dunn wurden in Wichita, Kans., verhaftet, doch ist Dunn, der, weil er eine Schußwunde in der Hüfte besaß, in ein Hospital eingeliefert worden war, seitdem von dort wieder entflohen ; er war der Anführer der Bande. Frenchy siel den Behör den in Oklahoma City in die Hände und mit der Verhaftung von West Hierselbst, sind drei Mitglieder der Verbrecherbande unschädlich gemacht. Opfer der Milchkrankheit. Jd aville. Fünf Mitglieder der Familie von Wm. Hunter, einem wohlhabenden Farmer von Carroll County sind Opfer der sog. Milch. Krankheit geworden. Der Vater, zwei Söhne und zwei Töchter waren die Patienten. Von diesen ist bereits, ein Sohn gestorben, während der Vater zur Zeit mit dem Tode ringt. Der Festtag für Lincoln. Lincoln. Für das Städtchen Lincoln und Umgegend wird - der erste Oktober ein Festtag werden. Es ist nämlich jetzt beschlossen, daß das Denkmal, welches die Ruhestätte der Mutter des Präsidenten Lincoln schmückt, an genanntem Tage eingeweiht werden soll. ' Die Gesellschaft, welche sich'die aner kennenswerthe Aufgabe stellte, dahin zu wirken, daß das' längere Zeit vernach,lässigte Grab ein würdiges Denkmal

erhält, hat in einer am Donnerstag zu Indianapolis abgehaltenen Sitzung die Schritte für die Einweihungsfeier gethan. Es wurde beschlossen, den Herrn Denby als Festredner einzuladen. - D e r l e i d i g e G a s o lin- ' Ofen. E l w o s d, Frau , Frank Tayior erlitt in Folge Explosion des Gasolin ofens so schwere Brandwunden im Gesicht, an der Brust, den Armen und Händen, daß !sie schwerlich mit dem Leben davonkommen wird. Lebensmüde. Evansville. Offenbar in einem Anfall von Geistesstörung, wovon Spuren sich bereits vor längerer Zeit bemerkbar machten, versuchte Bernhard Klüpfel, ein bekannter und betagter deutscher Bürger unserer Stadt während der Nacht Selbstmord zu begehen, indem er sich mit einem alten Rasirmesser, welches er an seiner Person verborgen hatte, die Pulsadern an beiden Handgelenken durchschnitt. ' Der arme alte Mann, der schon im 78. Lebensjahre steht, beging die That in einer Zelle des Polizeigesängnisses, wo man ihm für die Nacht Unterkunft' gewährt hatte. Sein Versuch, ein Da sein, das ihm durch harte Schicksalsschlüge unerträglich geworden war, selbst gewaltsam zu enden, schien aller Wahrscheinlichkeit nach von Erfolg gekröni werden zu sollen, da bei dem Alter des Unglücklichen der starke BlutVerlust, den er erlitt, ehe man ihn entdeckte, nach Aussage des Arztes, jedenfalls seinen Tod zur Folge haben würde. Später-am Tage erholte sich der.Patunt tmttos ceitrTbslfej'tr;-; am Abend so g'utiwiküußet 'Gefahr war. rt j,-. ? t z Wf M4lrl-t II Oll

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