Indiana Tribüne, Volume 25, Number 298, Indianapolis, Marion County, 8 August 1902 — Page 4

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Indiana Tribüne H,cauSkAebkN von der Steb?s Es.

Indianapolis, Ind. Hany O. Thud'mm Präsident. GeschaftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. Entered at the Post Office of Indianapolis as second class matter. Botschafter W litte. Die Nachricht von dem bevorstehenden Amtsrücktritt unseres Botschafters in Berlin, Andrew D. White, hat, obwohl sie nicht unerwartet kam, dennoch sowohl in den Regierungskreisen in Washington, wie unter der Bevölke rung im Allgemeinen ausrichtiges Bedauern hervorgerufen, denn es wird von Allen unumwunden zugestanden, daß er von allen Diplomaten, welche unsere Regierung nach der deutschen Hauptstadt gesandt hat, entschieden der bedeutendste und verdienstvollste war. wiewohl auch seine Vorgänger fast ausnahmslos ihrem Amte Ehre ge-! macht und die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Amerika undDeutschland zu bewahren und zu festigen derstanden haben. Die Hauptvorzüge Dr. White's waren sein seltener Scharfblick, seine aufgeklärte Gesinnung und .sein scharf ausgeprägtes Taktgefühl, und diese Eigenschaften ermöglichten es ihm, die größten Schwierigkeiten, welche sich ihm in der Erfüllung seiner Amts pflichten in den Weg legten, verhältnißmäßig leicht zu überwinden. Ganz besondere Anerkennung verdient Herr White dafür, daß er während des spanischen Krieges und der darauf folgenden Jahre, wo er wegen der von auswärts gemachten Versuche, zwischen den beiden Ländern Unfrieden zu stiften, einen sehr schweren Stand hatte, trotz seines hohen Alters und trotz seiner angegriffenen Gesundheit auf seinem Posten ausharrte, bis das freundschaftliche Einvernehmen zwischen Deutschland und den-Ver. Staaten völlig wiederhergestellt war. Wenn er daher jetzt den Wunsch äußert, mit dem am 7. November vollendete 70. Lebensjabr in den Ruhestand treten zu dürfen, so wird ihm gewiß Jeder die ex sehnte und wohlverdiente Ruhe von Herzen gönnen. Herr White ist im diplomatischen Dienst der Republik alt und grau geworden. Seine diplomatische Thätig, seit begann, als er im Jahre 1855, während des Krimkrieges, als Attache der amerikanischen Gesandtschaft nach St. Petersburg ging. Er blieb dort uur sechs Monate, und bezog im Jahre 1856 nochmals auf ein Jahr die Vale Universität; später wurde er Professor der Geschichte und englischen Literatur an der Universität von Michigan. 1862. gab er aus Gesundheitsrücksichten diese Stellung auf, und im seiden Jahre, . und wieder im Jahre 186. wurde' er in Syracuse zum Mitglied des New Yorker Staatssenats gewählt. Im Jahre 1867 wurde er Präsident der rühmlichst bekannten Eorill-Uni versität in Jthaca, New Nork, in wel cher Eigenschaft er die nächsten achtzehn Jahre thätig war und sich großes An sehen erwarb. Im Jahre 1887 legte er die .Prasidentenwurde nieder, doch verblieb er Mitglied des Aufstchtsrathes der Universität. In derselben Zeit hatte er jedoch auch diplomatische Dienste geleistet. Im Jahr 1871 war er als Bundeskommissär in Santo Tomingo thätig; 1879 wurde er zum Gesandten in Berlin er nannt, als Nachfolger Bayard Taylor's. Er kehrte zwei Jahre später nach den Ver. Staaten zurück und erhielt im Jahre 1892 den Gesandtenposten in St. Petersburg, den Charles Emory Smith, bis vor Kurzem Generalpost, meister, bis dahin bekleidet hatte. Im Jahre 1894 kehrte er aus Et. Petersbürg zurück, und zwei Jahre später, am 1. April 1896, wurde er vom Präsidenten Cleveland zum Botschafter in Ber lin ernannt. Diese seine Ernennung rechnete man drüben Cleveland geradezu als eine Liebenswürdigkeit Teutschland gegenüber an und zeigte die große Werthschätzung, die man für ihn hatte, so deutlich, daß es nur selbstverständlich erschien, daß Präsident McKinley ihn auf dem. Posten beließ, aus dem er so willkommen war und so gute Dienste leistete. Herr White hat.ein reiches und nützliches Leben hinter sich, und hat sich in allen Eigenschaften bewährt; man kann sagen, er füllte jeden Posten aus, auf den man ihn stellte. Er bewährte sich als Leiter eines der größten und vornehmsten Erziehungs -, Institute des Landes, und errang sich einen Namen als selbstforschender und schaffender Gelehrter. Aber wenn man den Na men ndrew D. White nennen hört, so denkt man doch zuerst an den Dlplo maten, und als solcher wieder ist er immer nur der Botschafter in Berlin."

Vom deutschen Patentamt. : Letzter Tage waren 25Jahre verflossen, seitdem dasdeutschePatentamt in's Leben trat. Dieses Institut bildet einen Spiegel.. dtt gesummten industriellen und gewerblichen Entwicklung Deutschlands. Es hat alle Anmeldungen in Bezug auf Neuheit und Patentfähigkeit der Erfindungen zu prüfen, die Allgemeinheit zur Geltendmachung etwaiger Ansprüche aufzurufen und über die Ertheilung oder Versagung des Patents zu- entscheiden. Außerdem registrirt das Patentamt die angemeldeten Gebrauchsmuster und entscheidet über die Eintragsfähigkeit der - Waarenzcichen. Alle Neuerungen auf industriellem und gewerblichem Gebiete finden sich in den Arbeiten und Veröffentlichungen des Patentamtes wieder. Fast alle bedeutungsvollcn Gedanken von industriellem Interesse nehmen ihren Weg zum Pa tentamr, um dort den Stempel der Neuheit und nach Umständen auch die Anerkennung der wissenschaftlichen Priorität zu erhalten. In manchen Gebieten der Technik und Industrie geht der Fortschritt fast ausschließlich auf dem Gebiete - der

Kleinerfindungcn vor sich. Für diese Entwickelung spielt häufig die Vcröf fentlichung der Erfindungen durch die Patentschriften, die jeden neuen Gedan ken zum Gemeingut machen, eine größere Rolle, als der unmittelbare wirthschaftttche Werth der Erfindung selbst. . Entsprechend der industriellen und gewerblichenEntwickelungDeutschlands hat sich der Geschäftskreis des Patentamtes erweitert, wosür die folgenden Daten einen, entsprechenden Beleg bilden. Das Patentamt begann im Juli 2877 seine Thätigkeit mit 22 Mitgliedern, die nur nebenamtlich thätig waren, und 40 Beamlen. Gegenwärtig beträgt die Zahl der Mitglieder 117; die Gesammtzahl der Beamten ist von 40 im Jahre 1877 auf 729 im laufenden Jahre gestiegen. Die Einnahmen wüchsen von 400.000 Mark im Jahre 1373 auf 5.000.000 Mark im Jahre 1900. Erwähnt sei noch, daß zur Prüfung der Neuheit einer zum Patent angemeldeten Erfindung ein VergleichsMaterial zu berücksichtigen ist, das im Jahr: 1900 umfaßte: 121,325 deutsche Patentschriften,1.487,340 ausländische Patentschristen, 683 technische Zeitschriften und 70.000 Bände sonstiger Literatur. Die Zahl der Patentanmeldüngen war seit 1877 fortgesetzt :m Steigen. Nur in den Jahren 1886 bis 1888 war ein Stillstand eingetreten. seit 1891 aber ist die Zunahme eine un unterbrochene. Die Zahl der Anmeldüngen vermehrte sich von 12.919 im Jahre 1891 auf 23,925 im Jahre 1900 und aus rund 25,000 im Jahre 1901. Im Ganzen sind rn den Jahren 187 bis 1900 285.372 Patentanmeldungen erfolgt. Als patentfähig im Sinne des Gesetzes wurden in dieser Zeit 131,865 Anmeldungen bekannt gegeben " und schließlich wirklich ertheilt 177.874 Patente. Die Aufrechterhaltung der Patente in .. f -1 iji acqangrg von einer lagrnqen gebühr, die jedes Jahr um 50 Mark bis auf 700 Mark mit 16 Jahren steigt. An der Dauer der Patente erkennt man ihren Erfolg. Die meisten Patente verfallen schon in den ersten Jahren, wenn ihre Verwerthungnicht gelungen ist oder nicht lohnt. Nach den Berechnungen des Patentamtes werden nur etwa 26 Prozcnt der ertheilten Patente verlängert. Am meisten partizipiren hieran Patente für Farbstoffe, Firnisse, Lacke und zwar -- cn . i r pv mu oo .prozeni, serner exe ajemiicrje Industrie mit 45 Prozent. Die Durchschnittsdauer eines Patentes beträgt annähernd 5 Jahre. Im Ganzen wurden nur 996 Patente bis zu 15 Jahren verlängert. Auch hierbei standen die Patente für Farbstoffe und für chemische Industrie weit über dem Durchschnitt. Die meisten Patentanmeldungen entfielen auf die großen Städte und auf die industriellen Gegenden, ein volles Drittel auf das Ausland. Ertbult wurden in der Zeit von 1891 bis 1900 5619 Patente an Amerikaner. 5053 an Engländer, 3130 an Franzosen, 3127 an ejterreicher und Ungarn. Noch reger ist die Vetheiliauna deutscher Erfindcr am Patentwesen des Auslandes. Äesonders fneq sie an dem der Ver. Staaten, w? sie im letzten Jahre die Engländer überholte. In Qesterreich - Ungarn und in der Schweiz steht Deutschland nicht nur an der Spitze der ausländischen Staaien, sondern übertrifft sogar die Betheiligung der Inländer. Im Jahre 2900 wurden ertheilt im Deutschen Y . jr . t tv i m ineiaje von öt&i Pa:en:en to4U an Deutsche. 845 an Amerikaner. 691 an Engländer. 502 an Franzosen, 417 an Oesterreiche? und Ungarn und 187 an '?azwe:zer: in ver umon kamen von insgesammt 26.418 Patenten 22.935 an Amerikaner, 1070 an Deutsche, 937 an Engländer, 341 an Franzosen. 117 an Oestcrreicher uno Ungarn, 79 an Schweizer; m Großbritannien wurde? angemeldet 23.922 Patente und zwar lb;ö2l von Engländern.- 3184 von Amerikanern. 2631 von Deutschenv046 von Franzosen, 418 von Oesterreichern und Ungarn und 150 von Schweizern in Oesterreich ertheilte man von 3457 Patenten 1006 an Deutsche, 803 an Oesterreicher, 179 an Amerikaner, 146 an Engländer, 110 an Franzosen und 0 an (schweizer: m der Schweiz von 1889 Patenten 619 an Deutsche, 596 r Schweizer, 205 an Franzosen, 123 an Amerikaner. 105 an Engländer und 86 cn OeiteneMer und Ungarn.

Eine deutsche Nationalschule.

Eine bisher in ihrer Art wohl einzig dastehende Erziehungsanstalt wird in Wertheim in Baden in's Leben treten. Es ist dies die .Deutsche Nationalchule. Der Schöpfer des Gedankens ist ein württembergische Schulmann. Dr. Kapff. Ihm zur Seite standen bei der Reallstrung der Idee der Ingemeur iftib Architekt August Schilling v. Eannstatt, dem durch 17iahrigen Aufenthalt in Amerika die Bedürfnisse der deutschen Volksgenossen im Ausande genau bekannt geworden und, und Major Kreßmann, der Vorsttzenix der Ortsgruppe Karlsruhe des Allgemeinen deutschen Schulvereins. Die deutsche Nationalschule will eine Lehranstalt sein, die Lehrlinge zu einem Geschäfte oder Amte anlernt, also keine bloße Lern- oder Fachschule, sondern sie will vor Allem Erziehungsschule sein, und zwar eine solche, die hre Zoglmge zu dem hohen Berufe beähigt, außerhalb der Reichsgrenzen die allgemeinen deutschen wirthschaftlichen Interessen zu fördern, sowie der Pflege der deutschen Kultur m Sprache und Gesittung zu dienen. Die Erweckung und Kräftigung des Nationalgefühls, die Liebe zum deutschen Volksthum sollen der Ausgangs- und der ZielPunkt ihrer Erziehung und ihres Unterrichts sein. Die Schule ist eine Vollanstalt, die ihre Wirksamkeit auf neun Jahre, beginnend Mit dem 9. oder 10. Lebensjähr, ausdehnt. Gegenüber den allgemein bildenden Schulen erleidet sie eine Verengerung durch ihren Sonderzweck der Ausbildung der ZogIrrige für die Auslandst h ä t i g k e i t und, durch ihren vorwiegend wirthschaftlichen EharaNer. Aber das neue Unternehmen steckt sich seme Ziele doch wiederum weiter als die fachlichen Kolonialschulen, die ihre Lehrzeit nur auf wenige Jahre und ihre Ausbildung auf die Tauglichkeit für die deutschen Kolonien beschränken. Van allen andern Schulen unterscheidet nch die deutsche Nationalschule" dadurch, daß sie in ihrem Unterbau zweigliedria, in ihrem Oberbau eingliedrig ist. In ersterem, der ausschließlich dtt allgemeinen Bildung dient, bleiben ini Unterricht die Volksschuler fast durchgehend von den Mittelschülern, gesondert. Im Oberbau weicht diese Gliederung einer Verschmelzung im Unterncht. wie sie der Einheitlichkeit , der wesentlichsten Bedürfnisse und Fördei i i t i runa.cn ver Äuölanosthattgkett entspricht: Erst im letzten Jahre tritt wieder eine theilweise Sonderung im Unterncht nach den Erfordernissen der engeren Berufswahl ein. Die unterrichtliche Einheit der Oberstufe verbin bet sich mit der erzieherischen Einheit eines Internates, während die Besucher der Volksschule in sorgfältig ausgewählten Familicnpflegen untergebracht . c i w V meroen. cr unrerricylspian lazrcior für die Volksschuler den vollen Unter richt ihrer Schule vor, nebcn dem' sie noch Handfertiakeits-Untcrricht und Unterweisung nach der Methode des Amerikaners Liberty Tad'o erhalten. Diese beruht hauptsächlich in Unterricht im Zeichnen und Modcllircn, der,zur Bearbeitung von Nutzmaterial' überführt. Nach fünfjährigem Unterricht wird den Volksschulern em Erganzungsunterricht im Englischen und in der Mathematik ertheilt, um sie 'zur Aufnahme in das Internat zu befähigen. Im Oberbau soll gelehrt werden: die neueste Geschichte der europäischen Ztulturdolker. insbesondere Deutschlands, mit besonderer Berücksichtigung der Geographie und Ethnologie, kulturgeschichtliche Bilder, vornehmlich aus der. deutscoen Veraanaenheit. zu gleich als Vorstufe einer allgemeinen Siedlungskunde, deutjche Literatur künde in ausgewählten Einzeldarsiel lungen, Naturlehre, Physik, Chemie u. ,s. w.. Mathematik, Wirthschaftskünde, Hygiene, neuere Sprachen, praktische Bethätigung in den Anlagen, Werkstätten und Laboratorien der Anfielt (in Handwerk, Gärtnerei, Landwirthschaft, Wirthschaftsbetrieb, kaufmännischer Buchfübrunq). ferner Leibesübungen und jegliche Art von Sport zur Ausbildung einer sclbstvertrauenden und frohmüthigen Jndtvidualität. Der Anstaltsgedanke ist in Bad:n aus einen empfanalichen Boden 'aefal len. und die Wahl des Ortes für -die neue Schöpfung muß als eine besonders glückliche bezeichnet werden. Das alte Städtchen Wertheim , liegt malerisch am Einfluß der Tauber in den Main. Seine ehrwürdige Burgruine, seine Kirchen, Straßen und , Gassen, aber auch seine nähere und fernere Untgevung bieten eine Fülle reizvoller archl tektonischer und landschaftlicher Bilder. 'wie geschichtlicher Denkwürdigkeiten und Erinnerungen. Die aesundhcitlichen Verhältnisse sind vorzüglich, und das der Anstalt von der Stadt zur Verfügung gestellte Gelände ist m tress"11 jt n - rm'r r" . . r ..t- . . , ucyiier üisciic zur ote t?auie geeignet. Zweifellos ist bei der Ausdehnung der deutschen Erwerbsthätigkeit au dem' Weltmarkte eine Schule zum Be dürfniß geworden,. die ihre Zöglinge für den Auslandsdienst besonders brauchbar macht und sie zur Hochhaltung der nationalen Idee in der Fremde erzieht. Die Deutschen im Auslande aber werden erst recht die Einrichtung einer Anstalt mit Freuden begrüßen, die ihnen die Möglichkeit gibt, ihren Söhnen eine deutsche Bildung im alten Vaterlande selbst zu Theil werden zu lassen, welche sie dem eigenen Volksthum erhält und doch für .die eigenartigen Aufgaben, die' ihrer in ' der neuen Heimath warten, besonders brauchbar macht. .

D i e Z a h l d e r A e r z t e - m 1 ff i w

in ) e u : i az l a n o veziner: iicv nach statistischen Angaben zur Zeit auf 28,174. das sind 800 mehr als im vorigen Jahr. - Davon haben 62 Prozent ein Einkommen von weniger als 3000 Mark. Es sterben jährlich etwa 600 und gehen, von der Umverntat m die Praxis etwa 1350. Wenn man dazu bedenkt, daß das Medizinstudium so gegen 12,000 Mark kostet, so sprechen diese Daten eine traurige Sprache Origineller Ehrende l e i d i g u n g s p r o z e ß. In der Kreisstadt Chotin im Gouvernement Bessarabien, Rußland, verklagte neulich die. Kleinbürgerin S. Peissach einen Herrn Stiefel beim Stadtrichter Djagilew, weil jener sie eine Zauberm" genannt hatte. Die Frau erblickte in dieser Bezeichnung eine Beleidigung, der Richter faßte die Angelegenheit da gegen harmlos auf und machte auf der Eingabe der Klägerin den Vermerk: Die Eingabe ist der Klägerin zurückzugeben, da das Wort ..Zauberin" keine Beleidigung enthält. Der Fall, beweist nur, daß Derjenige, welcher es gesagt hat, ein großer Dummkopf ist, und daß. wer sich dadurch für beleidigt hält, noch dümmer ist." Diese Entscheidung regte Frau Peissach noch mehr auf und, um ihre Ehre zu retten, verklagte sie nur den unhöflichen Stadtrichter beim Senat. Dieser übergab die Klage dem Gerichtshof in Kamenez-Podolsk und die so schwer gekränkte Frau fand diesmal den gesuchten Schutz. Herr Dja gilew wurde zu einer Strafzahlung von 25 Rubel verurtheilt. Bestrafte Wortbrüchig keit. Im Restaurant Tivoli bei Essen. Rheinprovinz, hatte sich neulick ein Luftschiffer geweigert, den angekündigten Aufstieg zu unternehmen, weil der Restaurateur das ausbedungene Honorar nicht auszahlen wollte. Das den ganzen Garten füllende Publikum nahm für den Luftschifser Partei, erstürmtö das Lokal, zertcümmerte sämmtliche Tische und Stühle und zerschlug die Fenster. Ein Theil drang :n den Keller ein und bemäch tigte sich der großen Wein- und Sekt Vorräthe. Erst nachdem fast das ge sammte Vergnllgungslokal demolirt war, erschien ein starkes Polizciaufgebot. das zahlreiche Verhaftungen vornahm und den auf die oberste Etage des Hauses geflüchteten Wirth aus seiner peinlichen Lage befreite. Resolute Kellnerin. In einem Münchener Restaurant gerieth jungn em etwa 25iahriger Herr ber Bc Zahlung seiner kleinen Zeche mit' der Kellnerin m Differenzen. Die Kell nerin machte kurzen Prozeß, packte den Gast beim Rockkragen und führte ihn zum Restaurant hinaus. Auf der Straße versetzte sie ihm eine Ohrfeige um die andere, ohne bei dem Mann auch nur. dem leisesten Widerstand m begegnen. Sie ließ von ihrem Opfer erst dann ab. als sich ein Passant, vom Sachverhalt verständigt, erbot, die Differenz mit 26 Pfennig zu begleichen, Mit den Worten: Der kommt mir Nimmer!" verließ die Kellnerin sicgesbewußt den Kriegsschauplatz, während der Gemaßregelte unter dem Gelächter des anaesammeltcn Publikums 'derschwand. Frenze! iros., No. 1 W. Washington Str (MerchaiiU National Bank) Ein europäisches Depattmmt. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europas. Schisssscheine nacd und von Europa. An- und verkauf ausländischen Geldes. TÄroa M co, r ....bezahlt... s Prozent Zinsen und halbjährige Zinses'Zinscn für Syarkafsen-Depositen im Betrag von 51 biS ZZ000. Solche können jederzeit gemacht und ebenso entweder theilwe'se oder ganz entzogen werden, und dabei giebt es Keine Straf-Abzüge, Keine Unkoftcn-Gebühren. Keine Entzichungs-Kosten. Verwaltern, Pflegern, Schatzmeistern von wohlthätigen und religiösen Gemeinden, so wie Personen, di über qrößkre oder kleinere Mittel verfügen, ist diese Spar-Anstalt als ein geeigneter und absolut sicherer Ort für die Aufbewahrung ihres Geldes zu empfehlen. Offices: Jndiana Truft Gebäude Ecke von Wash. Straße und Virginia Ave.

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