Indiana Tribüne, Volume 25, Number 297, Indianapolis, Marion County, 7 August 1902 — Page 4

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Harry O. Thudmm , , , Präsident. Geschäfts local: No. 31 Süd Delaware Straße. Telephone 2s. tntereJ at the Tost Office of Indianapolis a second dass matter. Tcr Schicksalsstcin. In Worms gab es im Mittelalter einen Stein, welcher über Leben und Tod zu entscheiden hatte. Derselbe lag auf dem freien Platze vor dem sogenannten Bischofshofe", welcher neben der damaligen Hauptkirche sich bc fand. Auf diesem freien Platze wurden die Todesurtheile über die armen Sünder vollzogen, und zehn Schritte von der Pforte entfernt lag ein großer Stein, ähnlich einem Grenzstein. Der Tödeskandidat wurde nach gefälltem Urtheile dreimal um diesen Stein herumgeführt; gelang es ihm nun, den Stein zu berühren, so wurde er von der Todesstrafe losgesprochen. Es ge lang jedoch nur wenigen Verurteilten, auf diese angeordnete Weise da? abgesprochene Leben wieder zu gewinnen. Denn während des Nundganges hatten die Eerchtsbedienten sich rings um den Stein aufgestellt und oben auf dem Stein stand ein mit einer Pike Bewaffneter, deren Aufgabe es war, den Verurtheilten zu hindern, den Stein zu berühren. Die meisten kamen zu dem Stein in Hoffnung und gingen hin in Verzweiflung. Ein brütender Student. In dem sonst so alten Nutzland sind diesmal die Hundstage früher angeKrochen, als in der übrigen Welt. Dem in- Ssestrorezk in der Sommerfrische wohnenden Studenten des Moskauer landwirtschaftlichen Instituts Kolomeizew ist es, wie in der Pet. Gaz erzählt wird, gelungen, ein Perlhuhn auszubrüten, nachdem er achtzehn Tage lang das Ei in seiner Achselhohle herumgetragen hatte. Hoffentlich verlegen sich nun auch andere Leute auf das Vrutgeschäft; es würden sich dadurch ungeahnte Einnahmequellen er öffnen! Applejark"-VereitUtta. Eine hierzulande mehr und mehr im Verschwinden begriffene Industrie bildet die Herstellung von Appleiack" (aus Aepfeln bereiteter Branntwein) 1 cn-i r . fs ? . r . r in 2icra ctjeg. jic uijacge yur oen Verfall dieses Betriebszweigs lieat in der Ueberfüllung des Marktes mi: nachgemachtem, gefälschtem billigen Apfelbranntwein, so daß für das reine New Jerseyer Produkt wenig Nachfrage bezieht. Es gibt im Moskito" Staate noch etliche Appleiack-Brenne reien, von denen die auf der ??arm eines gewissen Lambert unfern Fanwood typisch für alle ist. Besagte Destillation befindet sich in der Nähe eines Baches, am Abhänge und am Fuße eines Hügels. Man steht. da drer niedrige, unregelmäßig ge baute Häuser, die im Verlaufe der vielen Jahre, vom Wetter derart mitgeKommen wurden, daß ihre mit Schindeln gedeckten Dächer einem Siebe aleichen.. Die, Häuser liegen terrassenartig übereinander. Das oberste Haus, das an drei Seiten offen ist, gleicht mehr einem Schuppen. Es enthalt tm eine Pferdestärke invizirendes Mühlwerk zum Zerquetschen der Aepfel, sowie mehrere lange flache Pressen zum Aus pressen des Saftes der Aepfel. Letzterer fließt in Tröge in eine Art Keller. wo der Theil des Saftes, der zu Apfelwein (Eider) bestimmt ist, aus Fässer gefüllt wird. Die eigentliche Brennerei, deren Wände halb auö ol und halb aus Steinen bestehen, befindet sich am Fuße des Hügels. Derselbe alte Brennofen, der hier vor 100 Iahren zur Bereitung von Applejack diente. ist noch beute im Gebrauch. Zwei r . " rv lupserne eyalier ragen aus oem üau fen Backsteinen und Cement hervor. In ihnen wird der Eider so lange Kestillirt, bis der weiße Apfelbranntwein zum Vorsa-ein kommt. Die Apfelwein pressen und die Brennerei ist von Mitte .September bis zum 1. Januar im Vetriebe. Lambert baut in seinem Obstgarten nur wenig Aepfel. Den meisten Vorrath an' solchen bezieht er von anderen Farmern, von denen manche einen Weg von neun bis zehn Meilen nach der Brennerei zurückzulegen haben. Für die aelieferten Aepfel bezahlt Lamber nur selten in Baar. In den meisten Fällen gibt er den Lieferanten so viele Gallonen Apfelwein oder Applejack, als sie Bushels Aepfel bringen. Eisenbahnschienen werden in Tunnels schneller unbrauqba als auf freier Strecke. Man glaub die Ursache dazu m schädlich einwirken den Gasen suchen fru müssen. Belgiens Einwohne ra 6 1 belief sich Ende 1901 auf 0,799,999 Personen, wovon 3,377,596 Männer und 3.422.403 Frauen. Da die Brüsseler Vororte nicht als eingeme ndet zahlt Verven, o 1 1 Ant werpen mit 278,093 Einwohnern die volksreichste Stadt Belgiens, während Brüssel mit 187,145 erst an zweiter Stelle kommt. Einschließlich der Vororte würde die Bevölkerung von Vrüs sei etwa 631,l)W eeien umsanen.

Appendicitis. Die Londoner medizinische Wochen schrift The Laneet" bringt in eine: ihrer letzten Nummern einen interessan-

ten Aufsatz von Sir Frcderick Treves über die Krankheit, wegen derer der genannte Arzt kurz vor der projektirtcn Krönungsfeier eine Operation an KöNlg Edward II. vollzogen hat, also über die Appendicitis oder noch genaue! über die Entzündung des wurmförmi gen Tarmfortscs (appendix vennilbrrnis). Die Darlegungen des Dr. Treves sind nicht nur für die Beurtheilunq dfc? Erkrankunq des englischcnKönigs, jöndern auch für die Wissenschaft höchst bedeutsam, und wir theilen daher die wichtigsten Punkte daraus mit. Sir Frederick Treves bemerkt, daß die Krankheit außerordentlich häusig in einem tropischen oder subtropischen Klima auftritt. Ein großer Theil der von ihm wegen Appendicitis beHandelten Kranken kam aus den Tropen, und man muß daher dafür eintreten, daß Niemand nach einem Lande, 'wo Darmkrankheiten häufig sind, gehen sollte. wenn er zu derartiaen Eirankungen neigt. Solche Gebiite sind z. Ä. Indien, die Sunda-Jnseln, China, Südafrika. In unseren -Zonen t meileid)i die häufigste Ursache für die Krankheit die Ueberladung des Blinddarms. Wenn eine solche vermieden werden konnte, wurde die Appendicitis wahrscheinlich zu den seltensten Leiden der Menschheit gehören. Sie findet sich auch besonders hausig bei Kindern mit überstehenden Zähnen; bei Männern, denen die Backzahne zum Kauen fehlen: bei Neisenden, die ihre Mahlzeiten sehr hastig einzunehmen pflegen und zu viel essen, trinken und rauchen; endlich bei Leuten, die ihr Essen gewohnhettsmäßig hinunterschlingen, statt es langsam und ordentlich zu sich zu nehmen. Nichts ist bezüglich einer vorbeugenden Bekämpfung der Appendicitis so wichtlg wie die Erkenntniß der Thatsache, daß die Gefahr ungemein verringert werden kann, wenn der Blinddarm von unverdaulichen ode: unverdauten Speifen freigehalten wird. Das größte Gewicht wird zur Zeit auf den Theil der Abhandlung von Dr. Treves gelegt werden, der sich mit der operativen Behandlung der Krankheit beschäftigt. Er wirft da zunächst die rage auf, wie groß die allgemeine Sterblichkeit an dieser Krankheit sei. Man habe mehrfach eine Sterblichkeit von 15 vom 100 berechnen wollen, iedoch sei dieser Satz wahrscheinlich noch bedeutend zu hoch. Dr. Treves kommt nach seinen eigenen Erfahrungen und auf Gründ anderen Materials auf die Schätzung von nur 5 vom 100. Was nun die Operation selbst betrifft, so unterzieht Treves den Standpunkt vieler Aerzte einer Kritik, wonach jeder Fall von Appendicitis sofort operirt werden müßte, sobald die Diagnose mit Sicherheit gestellt worden sei. Dieser Aussah ung, die namentlich in den Ver. Staaten vertreten wird, steht eine anderc gegenüber, die eine Operation nur zulassen will, wenn sie unbedingt nöthig ist, also wenn bereits eine Eiteransammlung sicher vorhanden ist. Zunächst wendet Dr. Treves ein, daß die etwaige Durchbohrung oder brandlge Zersetzung des Appendix keineswegs. wie manche Aerzte meinen, in eine Linie zu stellen sei mi! einer ähnlichen Erkrankung des Magens oder einer Darmzerreißung, da erstere weit wenige.? gefährlich sei und eine sofortige Operation nicht unbedingt nothwendig macn?. Ueberhaupt acht nach den Er fah?ungen von Treves die fehr große Mehrzahl aller Unfälle von Appendi citis von selbst vorüber, wie schon der Umstand beweist, daß sie meiffens von den Hausärzten behandelt und erledigt werden. Eine Operation kann unter Umstanden sogar gefahrlich fern, und zwar namentlich rann, wenn sie wah rend eines akuten Anfalls von Appen dicitis vorgenommen wird. Daraus folgert Dr. Treves gerade die N&tb wendigkeit, unter Umständen mit der Operation einige Tage zu warten. Nur in einem Fall, und dieser ist gerade bei dem Konig zugetroffen, ist eine sofor tige Operation unvermeidlich, nämlich wenn ein dringender Verdacht der Ansammlung von Eitermassen gegeben ist. Es gibt noch einige andere solcher ultra-akuten" Erscheinungen von Appendicitis, die eines sofortigen operativen Eingriffs bedürfen. Daß die Operation überhaupt vorgenommen wird, befürwortet D:. Treves, und zwar aus mehreren Gründen, unter denen der hauptsächlichste der ist, daß die Krankheit, auch wenn der erste Anfall ohne Operation überstanden ist. in der Regel wiederkehrt; sodann ist die Entfernung des fraglichen Körpertheils, wenn sie bei sonst gutem Befinden des Patienten vorgenommen wird, eigentlich als ungefährlich zu bezeichnen. Von über 1000 Kranken, die Dr. Treves operirt hat, starben nur zwei, und einer davon wahrscheinlich noch an einer anderen Ursache. Es kommen natürlich auch Erkrankungen ohne Rückfälle vor, aber diese haben dann gewöhnlich auch ihre Besonderheiten. Sie sind erstens zu finden bei Kindern, die zeitweise an Verdauungsstörungen gelitten haben; ferner Wi solchen erwachsenen Leuten, die ihr Essen nicht in der richtigen Weise zu sich nehmen, wovon schon oben die Rede war, die aber nach einem überstandenen Anfall ihre Gewohnheiten ändern. Schließlich muß Dr. Treves freilich auch darauf noch aufmerksam machen, daß selbst die Beseitigung des Fortsatzes nicht ein allgemeines Heil Mittel für jegliche Erkrankung im un teren Tbeil des Unterleibes ist. '

kanadische Viehzucht und Cowboys. ' Im Anschluß an die Fleischtheuerung hierzulande dürfte ein kürzlich veröffestlichter Bericht Alexander Wagners über die Viehzucht im kanadischen Territorium Alberta des Interesses nicht entrathen: Die vom AbHange des Felsengebirges wellenförmig nach Osten sich erstreckende Südhälfte des Territoriums Alberta. die dem Flächenausmaße nach annähernd dem Königreiche Bayern gleichkommt, bildet seit den letzten paar Jahrzehnten eine der großen Fleischvorrathskammern des nordamerikanischen Kontinents. Dieser gesegnete

Landstrich ist von einer Unzahl unversiegbarer kristallheller Gebirgsbäche durchzogen ;nb mit einem Teppich der nahrhaftesten Gräser und Futterpflanzen bedeckt. Frische, belebende Westwinde streichen fast unausgesetzt du,ch die Thore des Felsengebirges daher, im Sommer die Gkuth der Sonnenstrahlen mildernd, in der kalten Jahreszeit den warmen Chinookwind vom pazifischen Ozean herholend, der gegen den rauhen, kontinentalen Nordostwind erfolgreich ankämpft und Schnee- und Eisbildung verhindert. Diese einzig gearteten Vorzuge des Gebiets kamen bald zur Kenntniß der ärmeren und klimatisch stiefmütterlich bedachten Nachbarstaaten der Union, und so zog denn bereits vor etwa 30 Jahren Viehzuchter von Nord- und Sud-Dakota, Jdaho, Montana und Iowa mit ihren Rinderheerdcn nach Alberta. Die kanadische Regierung kam diesen Vestrebungen entgegen, indem sie von der ErHebung eines Viehzolls Abstand nahm und die denkbar niedrigsten Pachtbedingungen stellte. Anfangs wurde nur h Cent Pacht pro Jahr und Acker bezahlt, wobei Gebiete bis zu 100.000 Acker auf die Dauer von 21 Jahren unter diesen Bedingungen in Pacht genommen werden konnten. Gegenwartig werden 12 Eents pro Acker und Jahr beansprucht. Gleichzeitig wurden zur Verhütung der Einschleppung kranker Thiere oder gar des gefürchteten TexasfieberS die veterinärpolizcilichen Maßregeln mit unerbittlicher Strenge gehandhabt und längs der Grenze eine Kette von Quarantänestationen errichtet, welche weitsichtige Präventivmaßregel zur Folge hatte, daß Kanada bisher von Rinderseuchen aller Art verschont geblieben ist. Den ersten Heerden ans den Nachbarstaaten folgten bald weitere auch aus den entferntesten Gebieten der nordamerikanischen Republik, ja sogar aus Texas, und heute nimmt Südalberta als Ranchdistrikt den weitaus ersten Rang ein auf dem ganzen nordamerikanischen Kontinent. Vielfach werden sogar aus den, kanadischen maritimen Provinzen Ncuschottland, Neubraunschweig und Quebec Heerden von Schlachtvieh mit der kanadischen Paci-fic-Eifenbahn über 'den Sommer näch Alberta befördert, um dann im Spätherbste in prächtig aufgefüttertem Zustände an die Schlachthäuser abgeliefert zu werden. Wie vortrefflich den Thieren'das Klima und die Nahrung in den üppigen Nanchbezirken Albertus bekommen, beweist am schlagendsten die Thatsache, daß sich hier die Hecrd,n durch natürlichen Zuwachs schon binnen 30 bis 36 Monaten verdoppeln. Bis nach Calgary hinauf erstrecken sich die reichen Viehweiden, die gegenwärtig von etlichen 70 Gesellschaften mit vielen Hundcrttausenden Stück Vieh und etwa gegen 70.000 Pferden besetzt sind. Die Leitung der Ranchen ist vorwiegend in Händen amerikanischer Cowboys (Rinderhirten); es haben sich aber nach und nach ziemlich viel junge Engländer, Schotten und Kanadier, angezogen durch das romantisch angehauchte, ungebundene Naturleben, diesen angeschlossen, und so haust nun die ziemlich bunt zusammengewürfelte Gesellschaft fast unumschränkt auf dem weiten Raume von gut gegen 6,000,000 Ato. Die Thätigkeit der Cowboys ist eine ebenso vielseitige als überaus anspruchsvolle. Außer der regelmäßigen. unausgesetzten Beaufsichtigung, dem Auftrieb zu den verschiedenen WeidePlätzen je nach dem Wechsel der Tageö'nd Jahreszeiten, dem Trieb der Thiere zu Tränken, gibt das Aufsuchen verlaufener oder verunglückter Thiere, die Trennung von der Heerde und veterinäre Behandlung der erkrankten Rinder, das Einbrennen der Gesellschaftszeichen, da5 Zusammenhalten der Heerden bei den schweren, oft plötzlich ausbrechenden Gewittern, ihre Rettung bei den mitunter vorkommenden Praincbränden Arbeit in , Hülle und Fülle. Die serner amahrllch zwei Mal aus zuführenden großen Runden behufs Absonderung und Auszählung der Heerden der einzelnen Gesellschaften. die Ablieferung der verkauften Stücke an die nächste Bahnstation, und. last but not lcast, die unausgesetzten Kämpfe mit dem großen Raubzeug, als dem Geblrqspanther, dem Gnufr) bären, den Luchsen und Prairiehunden. sowie mit diebischen Indianern und allerhand anderem zweibeinigen räuber r . rr ? t. r. . 7 rijcyen eiicyier oeanprucyen insge sammt eine solche Fülle von Aufmerk samkeit, Entschlossenheit und Lei stungsvermögen, daß der Cowboy, in diesem wahren Lichte besehen, sich weit vortheilhafter aus'nimmt, als Fernstehende nach Sensanonsoerichten an zunebmen aewobnt sind. Die Entlob Jiung der Rinderhirten in Alberta be steht, neben einem festen Gehalt, hauvt sächlich in dem prozentuellen Antheil am Gewinn, den die Heerde effektiv ab wirkt. ' Im Reiten Schießen, Lassowerfen

müssen sie Meister sein; sie müssen eiserne Nerven und Muskeln haben, um Beschwerden und Entbehrungen . aller Art überwinden zu können. Wer dies alles in einer Person in hervorragendem Maße vereinigt, der wird neidlos von den Kollegen als der wahre Meister," als dcR König der Steppe" an erkannt.' Die mitunter überrohen Ma nieren . des amerikanischen Wilden Westens" sind hier, vielleicht durch den Einfluß so mancher guten Elemente, bedeutend gemildert worden. Die Cowboys von Alberta sind zumeist cutgeartete, hilfsbereite und gastfreund-

liche Gesellen, die mit der Bethätigung ihrer überquellenden Kraftäußerungen und ihres nie versagenden sprichwörtlichen Humors einen Schimmer echter Romantik über das sonst beschwerliche Prairielebcn ausbreiten. Ihre Camps sind in der Regel rohgezimmerte massive Blockhäuser mit rasenbedeckten .Dächern und innen und außen mit Lehm und Kuhmist verdichten Wänden. Das Innere besteht zumeist aus einem einzigen Raume, der Küche, Empfangssalon und Schlafräum in emem bildet.' Der festgetretene ungedielte Boden ist mit grobem Sckckleinen, wenn's hoch kommt, mit einem alten strapazirten Teppich oder Linoleum belegt. Längs der Wände hängen rohgezimmerte Pritschen, die tagsüber als Sitze. Nachts als Schlaf stellen dienen. Den Hintergrund nimmt ein großerKochofen mit nebenan hängenden blankpolirten Küchengeschirren ein. Waffen, Jagdtrophäen, Werkzeuge aller Art, Illustrationen aus Zeitschriften, grell bemalte Plakate und Reklamekarten, kunterbunt an den Wanden angebracht, vervollständigen die prunilose Behausung. Die Lebensweise der Cowboys ist eine frugale. Die Kost, die sie sich selbst zubereiten, besteht zumeist aus imporhrtem, gedörrtem oder Konser Venfleisch, Gemüse und eingemachtem Obst. Frisches Ochsenfleisch, Wildpret und Geflügel sind Festtagsspeisen. Der kleine, unmittelbar neben dem Camp tief in den Boden gegrabene Keller beherbergt außer den Lebensmittelvor räthen stets einiqe Flaschen auten kali fornischen Weines und natürlich auch eine Quantität Whisky, der nach vollorachter Tagesaroelt an den gewöhn lich sehr kühlen Abenden, sei es rein oder zum Grog gebraut, einen willkommenen Nachttrunk gibt. Trunksucht ist aber unter den Rinderhirten Albertas fast unbekannt. Das Merkwürdigste indeß ist, daß diese Manner, denen Tausende von herumgrasenden Milchkühen zur Verfügung stehen, die Milch kaum dem Namen nach kennen. Sie trinken blos schwarzen Kaffee oder reinen Thee und beziehen die erforderlichen Quantitäten an Butter und Käse von auswärts. Das Melken der wilden Biester wäre auch immerhin eine so gewagte Operation, daß sich selbst der beherzteste Cowboy ihr nicht gerne unterziehen maa. : vtn Ä c r a l e u l e n zahlt vöronbritannien 908.000, das Deutsche Reich 734,000, die Ver. Staaten über 600.000. Frankreich 310.000. Rußland 287.000, Oesterreich-Ungarn 226,000, Belgien 171.000. Japan 120.000. Jta lien 103.000. Auf der ganzen Erde aibt es 4.475.000 Beraleute. 7fc renzei nros., No. 1 W. Washington Str (Merchants National Bank) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und ' Postanweisungen auf alle Städte Europas. Schiffsscheine m$lT An- und verkauf ausländischen Geldes. , ...bezahlt.... 3 Prozent Zinsen und halbjährige ZinseZ'Zinsen für Sparkassen'Dcposlten im Betrag von 51 biS $5000. Solche können jederzeit gemacht und ebenso entweder theilwelse oder ganz ent zogen werden, und batet giebt eS Keine Straf-Abziige, Keine Unkostcn-Gebühren. Keine Entzichungs-Kosten. Verwaltern, Pflegern, Schatzmeistern von roohlthätiaen und religiösen Gemeinden, fo wie Personen, die über qrößere oder kleinere Mittel verfügen, ist diese Spar-Anstalt als ein geeigneter und absolut sicherer Ort für die Aufbewahrung ihres Geldes zu empfehlen. OssiccS: Zndjana Trust Gebäude Ecke von Wafh. Straße und Virginia Ave.

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