Indiana Tribüne, Volume 25, Number 283, Indianapolis, Marion County, 22 July 1902 — Page 3
Jndiana Tribüne, 22. Juli 1903.
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Katastrophe.
Zusammenstoß von Dampfern auf der Elbe bei Hamburg. Von den Passagieren eines Exenrstonsdampfers 50 bis G0 ertrunken. Ordensregen aus Deutschland in Amerika in Aussicht. Anlauf der Yacht Uncle Sam" durch Kaiser Wilhelm. Abschieds'Audienz des Gouverneurs Tast beim Papst. Ein Fahrboot aus der Wolga mit 58 Personen gesunken. Dr. Garnault's selbstmörderisches Tuberkuloje'Experimcnt. Teutschland. Dampfer-Katastrophe. Hamburg. 21. Juli. Die auf der (5lbe stattgefundene DampferKatastrophe hat hier . tiefe Trauer verursacht. Viele Kinder haben beide Eltern verloren. . Der Gesangverein aus Eilbeck bestand meistens aus Arbeitern. Es befanden sich keine Aus länder an Bord. Kapitän Peterson vom .Dampfer Primus" schwamm an's Land und lieferte sich der Polizei aus. Kapitän Sachs von der Hansa" stellte sich ebenfalls. Der Primus" war der älteste Dampfer auf der Elbe. Er wurde 18-14 in England gebaut und hatte nie zuvor einen Unfall erlitten. Die Hambürg Amerika - Linie, Eigenthümer! der Hansa", hat eine Erklärung erlassen, in welcher es heißt, daß das Wetter schön und heller Mondschein war. Beide Fahrzeuge fuhren neben einander her, als plödlich der Dampfer Primus", der etwa 450 Fuß von der Hansa" entfernt war, sein Ruder nach der Backdordseite drehte und quer vor den Bug der Hqnsii" fuhr. Dieser Irrthum" machte einen Zusam menstoß unvermeidlich. Alles, was die Hansa" thun konnte. war,mitVolldampf rückwärts zu fahren, was geschah, jedoch ohne Ersolg. Zwischen der Zeit, wo der Primus" seinen Kurs änderte, und dem Zusammenstoß verstrich kaum eine Minute. Die . Hansa" setzte sofort Boote aus und warf Stricke und Leitern über Bord. Bon den Booten wurden etwa 50 Personen gerettet. Zu gleicher Zeit versuchte die Hansa" den Primus" an's User zu schieben, doch da sie einen größeren Tiefgang hatte, geriet!) sie vor dem Passagierdampfer auf den Grund. Letzterer trieb dann den Strom hinunter und sank 300 Fuß von der Hansa." Hamburg, 21. Juli. Die fürchterliche Panik, welche auf dem Primus" entstand, als er von der Hansa" getroffen wurde, erschwerte, die Rettung der Passagiere sehr. Glücklicherweise kam der Dampfer Dolphin" bald zur Stelle und rettete 60 von den an Bord des sinkenden Dampfers befindlichen Personen, während andere Boote sich ebenfalls an dem Rettungs werke betheiligten. Nach dem Bericht von Augenzeugen spielte die Musik und tanzten viele Paare, als der Zusammenstoß erfolgte. Das Schiff legte sich stark auf die Seite, sodaß die Passagiere sich nicht auf den Füßen halten konnten. Von'den im Salon befind lichen Personen ertranken die meisten. Männer kämpften ohne Rücksicht auf Andere um ihr Leben. -Die Verwir rung wurde noch vergrößert durch die Erplosion der Dampfkessel. Heute Morgen trafen zahlreiche Men söenmengen auf der Unglücksstätte ein und das Ufer war von Tausenden von Freunden und Verwandten der an Bord des gesunkenen Dampfers Bfr kindlichen besetzt. Es spielten sich herz zerreißende Scenen ab, als die Leichen an's Ufer gespült wurden. . ' Es heißt, daß Taucher bereits 45 Leichen gefunden haben, doch ist es jetzt unmöglich, die Liste der Todten festzustellen. Die Zahl derselben wird auf 50 bis 60 geschätzt D e r O r d e n s r e g e n. Berlin, 21. Juli. Kabinetbefehle über die Verleihung von Auszeichnn gen an etwa 300 Amerikaner, die mit der Reise des Prinzen Heinrich zu thun hatten, befinden sich zur Unterschrift in den Händen Kaiser Wilhelm'S, und die Ankündigung der Auszeichnungen kann jeden Tag erfolgen. Die Liste wurde zum großen Theil von Dr. von
Holleben, dem deutschen Botschafter in Washington, angefertigt, doch hat Prinz Heinrich selbst auch eine Anzahl Namen vorgeschlagen. Die Verzögerung in diesen OrdensVerleihungen scheint dadurch veranlaßt worden zu sein, daß in vielen Fällen zuvor Erkundigungen eingezogen werden mußten, ob die Betreffenden die Auszeichnungen annehmen könnten, oder nicht. Nach' langen Eorrespondenzen zwischen dem auswärtigen Amt und Dr. von Holleben ist die Liste jetzt der amerikanischen Botschaft zur Revision unterbreitet werden, welche sie jedoch ohne Meinungsäußerung zurückgestellt hat. Es heißt, daß die AusZeichnungen meistens aus den verschiedenen Klassen des Kronenordens bestehen. Universität Münster. Berlin, 20. Juli. Die berühmte Akademie in Münster, welche seit Lan-
gem unter koolischem Einfluß nahezu den Rar' .er Universität eingenomMt jnd durch einen Erlaß Kaiser Wilhelm'7 j: einer Universität erhoben worde DerKaiser kauft ..Uncle S a m." Berlin, 21. Juli. Spezial-De-peschen aus Kiel bestätigen die Nachricht, daß Kaiser Wilhelm Francis R. Riggs' Yacht Uncle Sam" gekaust hat, welche den goldenen Kaiserbecher gewann. Er beabsichtigt sie im Jahre 1903 zu benutzen. Vatikan. Gouv. Taft nimmtAbfchied. Rom, 21. Juli. In der Ab-schieds-Audienz. welche der Papst dem Gouverneur Tast gewährte, gab der selbe dem Letzteren die Versicherung, daß der demnächst zu ernennende apostolische Delegat die genaue sten Jnstructionen betreffs Ausfüh rung der zwischen den Ver. Staaten nd dem Vatikan vereinbarten Ideen erhalten werde. Er selbst werde dafür sorgen, daß dies geschehe. und werde ihn persönlich überwachen. Der Papst drückte dann seine bohe Ach tung vor der Art und Weise aus, wie die Amerikaner Kirchenangelegenheiten behandeln, und erwähnte mehrmals, daß die Ver. Staaten ein nachahmenswerthes Beispiel gäben. Gouv. Taft dankte dem Papst für die ihm während seines Besuches er wiesene Höflichkeit und. versprach, mit dem apostolischen Delegaten in der Aus führunz der vereinbarten Pläne Hand in Hand zu gehen. Er bedauerte, daß verschiedene Zeitungen anläßlich der Unterhandlungen falsche und sogar verleumderische Gerüchte verbreitet hätten, welche zu ungünstigen Eommentaren über den Vatikan Veranlassnng gegeben hatten. Der Papst erklärte, daß er sich nachgerade an solche Ent stellungen von Thatsachen gewöhnt habe. Mit ungewöhnlicher Rührigkeit er hob sich dann der Papst und schritt mit den Amerikanern nach der anderen Seite des Zimmers, wo er ihnen das Mosaikgemälde zeigte, welches er dem Präsidenten Roosevelt als Gegengeschenk für ein Exemplar von dessen literarischen Werken zu widmen gedenkt. Es ist eine Eopie des bekannten Ge mäldes von Eorridis, welches den Papst Leo darstellt, wie er auf der Terrasse der Gärten des Vatikans sitzt und über Rom hinblickt. Sodann gab der Papst dem Bischof O'Gorman ein eigenhändiges Schreiben an Präsident Roosevelt. Einige von Gouv. Taft's Begleitern ersuchten d-n Papst, mehrere Schach teln mit Rosenkränzen und anderen re ligiösen Andenken zu segnen, was er bereitwilligst that. Nach der Audienz, die 40 Minuten dauerte,, begleitete der Papst die Amerikaner bis an die Thür des Bibliothekzimmers. Gouv. Tast und seine Begleiter stat teten darauf dem päpstlichen Staats sekretär, Cardinal Rampolla, einen kurzen Abschiedsbesuch ab, und später reisten Gouv. .Tast, Richter Smith und Eapt. Strother nach Neapel ab. Bi schof O'Gorman wird sich in nächster Woche nach den Ver. Staaten einschif fen. Er nimmt ein Schreiben Cardi nal Rampolla's an Sekretär Hay mit. " Um seine Zufriedenheit über den Er folg der Unterhandlungen zu bezeugen. überreichte der Papst jedem Mitgliede der Gesellschaft Gouv. Taft's ein- per sönliches Geschenk, eingeschlossen in ein prachtvolles Etui aus Maroccoleder, das mit dem päpstlichen Wappen gezier war. Gouv, Taft erhielt einen'golde: nen Gänsekiel von vorzüglicher Arbeit, mit Papst Leo's Wappen auf der Feder.
Bischof O'Gorman wurde mit einem
Brustkreuz, besetzt mit Rubinen und Amethysten, und einem Cameo, mit der F igur der Heil. Jungfrau in der Mitte, oe schenkt; Richter Smith und Major P orter erhielten jeder eine goldene Jubiläumsmedaille. Der Frau Taft verehrte der Papst eine Email-Copie deS Gemäldes von der Heil. Ursula, umgeben von Jungfrauen. NeueBischöfe. Rom. 21. Juli. Die Propaganda ernannte heute Rev. James I. Keane, von Minneapolis, Minn., zum Bischof der Diöcese Cheyenne, Wyoming. Der Vorschlag deS Bischofs O'Gorman, die Diöcese von Siour Falls, S. D., zu theilen, wurde gutgeheißen. Der Sitz der neuen Diöcese wird Lead, Lawrence Eounty, sein und zum Bischof wurde Rev. I. N. Stariha, der jetzige Gene-ral-Vicar der Erzdiöcese von St. Paul, ernannt. Nubland. Fährboot verunglückt. St. Petersburg, 21. Juli. Ein Fährboot, welches über die Wolga fuhr, ist heute bei Beresniki gesunken und 53 Erntearbeiter sind ertrunken. Ein Unglücksschiff. St. Petersburg, 21. Juli. Das Schlachtschiff Retisan", welches in Philadelphia für die russische Regierung gebaut wurde, scheint ein Un glücksschiff zu sein. Auf der Fahrt vo:: Philadelphia hierher wurden fünf Mitglieder der Bemannung durch die Explosion einer Wasserröhre getödtl't, und gestern kamen zwei weitere um, indem sie beim Anstreichendes Kiels des Schiffes in den Boden des Trockendock's fielen und getödet wurden. Opfer einer Uebers ch w e m m u n g. Kiew, 21. Juli. Durch plötz liches Einströmen von Wasser in die Erdgeschosse mehrerer Häuser in den niedrig gelegenen Stadttheilen ertranken gestern fünfzehn Personen. Am Nachmittag brach ein wolkenbruchartiger Regen, begleitet von heftigem Wind und Hagelschlag, über Kiew herein und verwandelte die Straßen in reißende Ströme, welche die Keller überschwemmten und den Bewohnern ein nasses Grab bereiteten, ehe sie sich retten konnten. Große Bäume wur den entwurzelt und Eisenbahn böschungen weggeschwemmt, sodaß der Verkehr unterbrochen wurde. Japan. Cholera in Tokio. Washington, 21. Juli. Der Gesandte Buck in Tokio hat dem Staatsdepartement gemeldet, daß da selbst die Cholera ausgebrochen sei. Frankreich. ' Dr. Garnault's Experiment. Paris) 21. Juli. Dr. Garnault, der sich am 17. Juni mit Lymphe von einer mit Tuberkulose be hafteten Kuh impfte, um die Unrichtig keit der Theorie Prof. Koch's nachzu weisen, daß Tuberkulose von Thieren auf Menschen nicht übertragbar sei, hat dem Temps" mitgetheilt, daß die Impfung tuberkulöse Geschwüre ber vorgebracht habe. Dieses beweise, daß der Mensch ebenso empfindlich für thierische Tuberkulose sei, wie irgend ein, anderes lebendes Wesen. Er impfte sich am 15. Juli abermals, indem er tuberkulösen Eiter von der, Leber einer kranken Kuh unhx die Haut des linken Armes einführte. ' Er that dies, weil er befürchtete, daß die Haut-Tuberku lose, die durch die erste Impfung her vorgerufen wurde, zu lange eine ober flächiiche bleiben würde. Die zweite Form der Impfung führte bei einem Meerschweinchen binnen acht Wochen unvermeidlichen Tod herbei. Dies giebt eine Idee davon, welchem Risiko sich Dr. Garnault aussetzt. Großbritannien. Hicks-Beach's Rücktritt. London, 21. Juli. In Erwi derung auf eine Frage Henry Labou chere's (Fortschrittlich-Radikaler) im Uuterhause, welche bezweckte, eine Er klärung darüber - zu erzielen, ob der Rücktritt Sir Michael Hicks-Beach's, des Kanzlers des Schatzamts, die Mög: lichkeit der Annahme einer Schutzzoll Politik anzeige, erklärte der Premier minister A. I. Balfour, es sei kein Grund zu der Annahme vorhanden, daß irgend eine, vom Kabinet verfolgte Politik, so lange der Kanzler Mitglied derselben war, insolge seines Rücktritts geändert werden würde.
Kaiser Wilhelm kommt. London, 21. Juli. Ein aus
Cowes hier eingetroffene Depesche besagt, es seien Arrangements getroffen. daß Kaiser Wilhelm den König Edward besuchen werde, ehe derselbe nach London zurückkehrt. Yacht'Wettfahrt. London, 21. Juli. In der Yacht-Wettfahrt von Dover nach Ostende trug heute Cecil Quentin's Cicely" den ersten Preis davon. Die Clara" war zweite, doch wird ihr Sieg beanstandet. Mackay's Tod. London, 21. Juli. Die sterblichen Ueberreste John W. Mackay's von San Francisco werden zur Bestattung auf dem Greenwood-Friedhof in Brooklyn nach New York geschafft werden. Amerikaner in London hielten heute Abend im Carlton Hotel eine Versammlung ab, in welcher Beileidsbeschlösse angenommen wurden. Hayti. Neue Wirren. Cape Haytien, 20. Juli. Das Departement von Artibonite hat Gen. Firmin, den früheren Gesandten in Paris, zum Präsidenten ausgerusen, und die Bewohner des Arondissement St. Michael und der Commune Marmelade haben sich denen von Artibonite angeschlossen, um gegen Cape Haytien zu marschiren. General Jean Jumeau, der Firmin unterstützt, hat von New York 200 Tonnen Kohlen und Kriegsmunition für den Kreuzer Crete A. Pierrot" erhalten. Die Lage ist beunruhigend. Man glaubt allgemein, daß Gen. Jumeau gegen Port au Prince marschirex und das Kriegsschiff Pierrot" mit Truppen dorthin schicken wird. General Salnave ist mit einer großen Truppenmacht nach Cape Haytien aufgebrochen, um den Kriegsminister Gen. Nord anzugreifen. Man glaubt, daß Firmin bei seinem Angriff auf die Hauptstadt auf keinen großen Widerstand stoßen wird. Schweiz. Preß-Congreß. Bern, 21. Juli. Der internattonale Preß'Congreß ist heute hier eröffnet worden. Unter den Vicepräsidenten befindet sich Walter Williams von Jefferson City, Mo. Tunis. EinMordprozeß. Tunis, 21. Juli. In Susa, in der Nähe von hier, wurde heute der Prozeß gegen die Mörder des Marquis De Mores eröffnet, der eine Tochter des New Vorker Bankiers L. van Hoffmann heirathete und früher in Nord-Dakota eine große Viehzüchtern betrieb. Im August 1893 wurden drei der Mörder verhaftet. Einer von ihnen. Namens Hamma Ren Jussef, ist seither gestorben. Die übrigen beiden sind El Kheir und Hamma Chiekh. Der Marquis De MoreS wurde 1896 im Sudan ermordet, wo er angeblich die arabischen Häuptlinge gegen die Briten anwerben wollte. Er und seine Begleiter wurden von einer Bande Ein geborenen angegriffen und 36 von den Mitgliedern der Expedition wurden getödtet. Der osficielle Zweck der Reise des Marquis war der, den französischen Handel zu erweitern durch Ablenkung der Karawanen-Route von Tripolis nach Gabes. Von den Mitschuldigen an dem Morde sind 17 noch nicht gefangen. Hamma Chiekh und' Ben Juffef haben seiner Zeit ihre Mitschuld eingestanden, bezeichneten jedoch El Kheir als den eigentlichen Mörder. Dieser leugnet die Schuld. DieHochfluth. Kcotuk, Ja., 20. Juli. Südlich von hier wurde heute der höchste Wasserstand erreicht, und der Mississippi fiel heute bei Keokuk 1 Zoll. In der Nähe von Canton, Quincy, LaGrange und Hannibal steigt jedoch das Wasser noch und überschwemmte Tausende von Acre'S, die bis hier unberührt blieben. Der Fluß ist voll von Trümmern, auf denen sich Tausende von Hasen gerettet haben. Schiffsnachrichten. Anqekommen : Nem Iork: Bovic" von Liverpool; Minnetonka" von London. Plymouth: Kaiser Wilhelm derGroße" von New Port. New York: Blücber" von Hamburg. Abgefahren: Cherbourg : Königin Lonise" r.zf) New York. Plymouth : .Graf Q:ld:rs:: r.O New Bork.
Blutvergiftung.
Wenn Sie je einmal eine Blutkrank heit sich zugezogen, sind Sie nie sicher, aushenommen der Keim oder das Gift sind aus dem System gemerzt worden. Zeitweilig bemerken Sie alarmirende Symptome, boffen jedoch, daß keine ernstliche Folgen entstehen. Haben Sie eine der folgenden Symptome? Wunde Kehle, Geschwüre- an der Zunge oder im Munde. Ausfallen der Haare, schmerzhafte Wehen, Jucken der Haut, Ausschläge am Körper, fchmerzhafte Augenröthe,. dyspeptischer Ma gen. geschlechtliche Schwäche Anzeichen des zweiten Grades. Bertrauen Sie nicht dem Glück. Richten Sie Ihr System nicht durch die alte Be Handlung Quecksilber und Pottasche zu Grunde, die Symptome temporär unterdrücken, welche aber spätcr.wenn Sie ein glückliches Hei habcn.wieder ausbrechen, lassen Sie keinen Quack salber mit sich cxperir:entiren. Unsere 'neue methodische Behandlung ist ga rantirt Sie zu heilen. Unsere Garanticn sind bekräftigt durch Vank-Bonds' daß die Krankheit nicht wieder zurückkehrt. Tausende wurden bereits durch unsere neue methodische Behandlung seit 20 Jahren geheilt. Kein Experiment, kein Risiko keine Flickarbeit sondern positive Heilung. Tie schlimm sten Fälle geheilt. Wir behandeln und heilen nervöse Schwäche, geschlechtliche Schwäche, Blutvergiftung, Strikturen,Varicocele, Nieren und Harn-Krank hciten und alle ManAcrn und Frauen eigene Krankheiten. Heilung garantirt. Konsultation frei. Bücher frei. Wen Sie nicht vorsprechrn können, verlangen Sie eit kn Fragebogen für Behandlung im Hause. . KENNEDY & 25 Süd Meridian Str. Indianapolis. Ind. 9 Vorm. bis 8 Abend?. lg Vorm. bis 12 Mittags. 2 bis Stunden : Sonntag Abends. Wirthschafts-Nebcruahme. Meinen ff'ennde und Bekannten zur vZUtheiluuz, daß ich die früher von Joseph Ruemele, l3t ÄZest riorris Str., lgegenliber dem Spritzenbaus betriebene Wirthschaft käuflich übernommen habe und dieselbe unter dem Kamen j. R. Z. Sample Room weiterführen werde, und lade ich Jedermann lzdflichft ein, mich u meinem neuen Lokale zu besuchen. Lunch su jede Tagtbit. j. R. 25of rrxo.sxrx 1434 West Morris Str. Die West Indianapolis Ear halt vor der Thüre an. Wirthschafts - Uebernahme. Meinen Freunden und Bekannten zur gefl. Kenntnißnahme, daß ich die früher von CHRIST. R0EPKE, No. 1357 Shelb!) Str. geführte Wirthschaft, Sommergarten und Kegelbahn kauflich übernommen habe und nicht nur alle bisherigen Freunde des Haufes, sondern Jedermann einlade, bei mir vorzü sprechen. Ergebenst CIia3. E. Pierson, 1357 Shclby Str. Dennis J. O'Brien, HamvleAoom. ' No. 150 Kenwcky Ave., Nordost'Eöe Senate u. Kentucky Ave!. Tel. alt 1949 neu 2969. Beste weine, (iquöre ....und Cigarren. Zu vermietyen : Zimmer im Majestic :: Gebamde zu reduzirten Preisen.? DaS feinste Office-Gebäude in der Stadt Vollständig feuersicher. Schnelle Fahrstühle und alle modernen Bequemlichkeiten. Nachzufragen bei Gregory & Appel, Agenten, r die JndianavoliS SaS Co. Deutsche Buchhandlung. (Sari Piugpank, 4 Virginia Äve., 54. sPembroke Lrcade.Z Aiagara Falls ...Excttrsion... Samstag, 2. August, dia Detroit und durch Canada. O7.0-Rundfahrt-()7.()0 Dpezialzug mit durlzufedeu Waggon? und SchtafrsazonZ verlädt Indianapolis ,. Vr ?' - t . kxi l V l l-. .. J C-t C:r-::;:;i:n ;vi xr.vx I:i d:n O.. 0. 2 O. ZiZA Z;rr-::n rrr cl,:r f.rr.!; c:: r - - r . '. . "- r
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