Indiana Tribüne, Volume 25, Number 258, Indianapolis, Marion County, 21 June 1902 — Page 3

Jndiana Tribüne, SI. Juni 1902

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Kaiser Wilhelm. Eine dcmerkcnswctthc Rede über Religion in Aachen.

In rcfeld sprich er über vie industrielle Entwickelung der Stadt. Anordnung für das Leildenbegängnisz des ttönigs von Sachsen. Prinz Georg vom Ministerium als ttönig proklamirt. Dr. Garnault's gefährliches TuberkuloseN'Erperiment. Gefangennahme mörderischer Ladronen auf den Philippinen. BedenUiche Ausbreitung der Cholera in Manila. Tentschland. Der Kaiser über Religion. Aachen, 20. Juni. Kaiser WilHelm hielt gestern nach seiner Ankunft von Bonn im hiesigen Rathhause eine bemerkenswerthe Rede über Religion. Nach einem Hinweis darauf, daß die Stadt Aachen die Wiege des deutschen Reiches sei, indem Karl der Große nach seiner Krönung zum römischen Kaiser hier seinen Regierungssitz aufschlug, sagte er : Was indessen seine gewaltige Per sönlichkeit fertig brachte, die Vcreinigung des Amtes eines römischen Kaisers mit dem eines deutschen Königs, war seinen Nachfolgern versagt, die in dem Bestreben, das weltberühmte Kaiserreich aufrecht zu erhalten, die Sache Germaniens vergaßen, sodaß allmählich das deutsche Volk dahinsiechte und das römische Reich deutscher Nation in Stücke fiel. Jetzt ist jedoch ein anderes Reich erstanden, und seine Aufgaben sind verschieden von denen der alten Zeit. Nach außen hin auf die Grenzen ihres Landes beschränkt, haben die Teutschen sich an die Arbeit gemacht, die ihnen zugefallen ist. Auf diese Weise stärkt sich dieses junge Reich selbst, und das Vertrauen in dasselbe nimmt immer mehr zu. Die mächtige deutsche Armee bildet die Stütze des europäischen Friedens. Ihrem Charakter getreu haben die Teutschen sich innerhalb ihrer Grenzen gehalten, unbekümmert um die Außen welt, um daheim gänzlich ungehindert zu sein. Unsere Zunge geht über die Meere hinaus. Jeder Gedanke der Wissenschaft wird erst bei uns zur Geltung gebracht, um später von anderen Nationen angenommen zu werden. Dies ist das weltberühmte Kaiserthum, nach welchem der deutsche Genius strebt. Doch es darf nicht vergessen werden, daß das Reich in der Bescheidenheit und Gottesfurcht wurzelt. Ich erwarte von Allen, Priestern wie Laien, mir zu helfm, die Religion unter dem Volke aufrecht zu erhalten, damit der deutsche Name gesund und kräftig bleibt. Dies gilt in gleicher Weise für beide Glaubensdekenntnisse, das katkolische und protestantische. Mit Stolz und Freude kann ich Ihnen mittheilen, daß der Papst meinemSpecial-Abgesandten, der gelegentlich des Jubiläums des Heiligen Vaters nach Rom ging, erklärte, er habe stets eine hohe Meinung von der Frömmigkeit der Deutschen und besonders der deutschen Armee, gehabt. Trr Papst ersuchte meinen Gefandteil, seinem Fürsten zu sagen, daß dasjenige Reich Europas, in welchem noch die Controlle, Ordnung und Disciplin mit Bezug auf die Ächtung vor der Kirche herrschen und wo die Kirche existiren könne, das deutsche Reich sei, und dafür sei der päpstliche Stuhl dem deutschen Kaiser verpflichtet. Dies berechtigt mich", fuhr der Kaiser fort, zu der Erklärung, daß unsere zwei großen Glaubensbekenntnlsse, während sie neben einander destehen, das eine große Ziel im Auge behalten müssen: Die Furcht .vor Gott und die Achtung vor der Religion aufrecht zu erhalten und zu stärken. Ob wir Moderne" find oder auf diesem oder jenem Felde arbeiten, thut nichts zur Sache. Wer nicht sein Leben auf der Religion begründet, ift ein verlörener Mensch. Ich freue mich, daß ich mein ganzes Reich, mein Volk und meine Armee, sowie mich selbst und mein Haus unter das Kreuz und unter den Schutz dessen gestellt habe, der da sprach: Himmel und Erde werden vergehen, aber mein Wort wird nicht vergehen." aiser Wilhelm schloß mit einem dreifachen Hoch auf Aachen.

In Krefeld. K re f el d. 20. Juni. Kaiser WilHelm traf heute von Aachen bier ein und wurde vom B'irgermei'ter empsangen. In seiner Erwiderung aus eine Ansprache desselben nahm der Kai. ser Bezug auf die industrielle Entwickelung der Stadt. Er sagte, die Industrie könne nur blühen, wenn ein mächtiges Scepter den Weltfrieden erhalte, und dies sei stets sein und seiner Vorfahren Beftre- ....... rn: i v ir x. l

urnuuc,i. mu oer .rncoiung oe deutschen Kaiserreiches" fuhr der Kaiser fort, wurde eine Macht geschaffen, welche Europa in den Stand setzt, in Frieden und Ruhe zu leben. Die Armee beschützt das Land, doch das Volk muß verstehen, daß eine mächtige Flotte nöthig ist. um unsere Handelsflagge zu schützen." Zum Schluß sagte der Kaiser, er glaube, er habe im besten Interesse der Industrie und des Handels gehandelt, indem er seine ganze Aufmerksamkeit auf die Entwickelung der Seemacht. Deutschland's gerichtet habe, und er sei überzeugt, daß jedes neue Schiff der deutschen Flotte die Garantie des Friedens erhöhe. Trauer in Sachsen. Dresden, 20. Juni. Heute wurden die Glocken der Stadt zum Andenken an König Albert geläutet, der gestern im Schloß Sybillenort verschieden ist. u. ganz Dresden ist in Trauerflor eingehüllt. Die Leiche des Königs wird morgen Abend um 9 Uhr hierher gebracht und in der Hofkirche aufge - . bahrt werden, bis zur Beisetzung, welche am Montag Abend um y Uhr in der Gruft der Kirche erfolgt. In der Zwischenzeit wird das Publikum Gelegenheit haben, die Leiche zu besichtigen. Kaiser Wilhelm und eine große A. -zahl deutscher Fürsten werden dem .'eichenbegüngniß beiwohnen, unter Anderen wahrscheinlich auch Kaiser Franz Joseph von Oesterreich, der ein großer Freund des Königs Albert war. Tas sächsische Ministerium hat den Prinzen Georg, oen ältesten Bruder d?s Verstorbenen, zum König von Sachsen proklamirt. Regierung und Gwerks ch a f t en. Berlin, 20. Juni. Eine bemerkenswerthe Neuerung hat der Staatssecretär des Innern, Graf v. Posadowsky-Wehner, eingeführt, indem er Vertreter zu dem in Stuttgart stattfindenden Gewerkschafts-Congreß entsandte. Es ist dies das erste Mal, daß eine amtliche Vertretung bei einer derartigen Conferenz erfolgt. Uebrigens werde sich die Repräsentanten der Regierung in einer gar merkwürdigen Umgebung befinden, und eL mag ihnen bei den Verhandlungen nicht geheuer vorkommen. Denn der Stuttgarter Saal, in welchem die Sitzungen der Gewerkschaftler abgehalten werden, ist mit rothen Fahnen und Tüchern ver schwcnderisch decorirt. Auch schmücken die Wände Bilder von Ferdinand Lafalle und Karl Marx. Schreckliche Brandkatast r o p h e. Berlin, 20. Juni. Aus Gießen wird gemeldet, daß die in der Nachbarschaft gelegene Brikettfabrik der Friedrichsgrubc" eingeäschert ist. Drei Arbeiter sind aus dem Feuermeer todt und schwer verwundet hervorgezogen worden. Zahlreiche Arbeiter werden vermißt, und der Umfang der KataUvnyUi l.ik, üJi A41 ...4.4. rn.ri.st. muyyc iutji jiu jui qcu iiyi cuiieuen Der kontrollirenoe Theil des AktienbesitzeS der Friedrichsgrube" gehört den sattsam bekannt gewordenen Bankier Sternberg. Großbritannien. Hoftrauer. L o n d o n , 20. Juni. Der Hof wird anläßlich des Ablebens des Königs von wachsen drei Wochen lang Trauer anlegen, die jedoch während der Krönungsfeier aufgehoben wird. Nach Beendigung der Krönungsfestlichsten, die vom 23. Juni bis zum 4. Juli dauern, wird der König auf einer der königlichen Jachten eine Kreuzfahrt unternehmen, um sich von den Strapazen der Ceremonien zu erholen. Trauertag für Irland." L ondon, 20. Juni. Die United Jrish League" trifft Vorbereitungen, den Krönungstag als einen Trauertag für Irland" zu begehen. Der Distriktsrath von Clara-Morris, County Mayo, hat beschlossen, am 26. und 27. Juni über dem Rathssaal eine schwarze Flagge aufzuziehen und hat andere

Räthe aufgefordert, in gleicher Weise die Krönung des englischen Königs zu iern. dessen Regierung das Volk seines Landes so sehr für Hungersnoth, j Leichenschiffe, Zwangs- und SchloßHerrschaft verpflichtet sei." Frankreich. Tr. Garnault's Tuberkulos e n-E x p e r i m e n t ! Paris, Juni. Dr. NMUlU. ber hiesige Arzt, welcher sich mit 2mfft ö0n ciner tuberkulösen Kuh qe-

:möft uQt nm . "-7- f Vf V V V umzustoßen, daß eine Uebertragung der Tuberkulose vom Vieh auf den Menschen unmöglich ist, theilte heute dem Correspondenten der Associirten Presse mit, daß seine Aussagen falsch wiedergegeben worden seien. Er schlägt nicht vor, daß Dr. Theobald Smith, Professor der vergleichenden Pathologie an der medizinischen Schule der Universität Harvard, ihn während dieses Experiments behandeln soll, wenn sich die Tuberkulose einstellt. Sollte das Experiment fehlschlagen, dann wird sich Dr. Garnault mit Dr. Smith und Prof. Baumgarten in Tübingen in Verbindung setzen, welche, wie er sagt, wenn sie auch nicht Koch vollständig folgen, doch Zweifel aussprechen, welche ihnen eine schwere Ver antwortlichkeit auferlegen." Ich verlange nicht," sagt Dr. Garnault, daß Dr. Smith oder Prof. Vaumgarten meinem Beispiel folgen, doch wenn das Experiment fehlschlägt, verlange ich von ihnen, daß sie ein neues entscheij dendes Experiment garantiren, das an I f (1 m ..t mir selbst vorgenommen wird." Tr. Garnault sagt ferner, er habe Dr. Smith und Prof. Baumgarten gewählt, weil er von deren wissenschaftlichen Ehrlichkeit überzeugt sei, die er bei Prof. Koch in Frage stelle. Er ist, wenn nöthig, willens, zur Vornahme des Experiments nach Boston zu gehen. Philippinen. Die Cholera. Manila, 20. Juni. Die Ausdreitung der Cholera nimmt zu. Gestern und heute kamen 28, resp. 35 Todesfülle hier vor. Die Gefammtzahlen lauten: Manila : 1490 Fälle und 1197 Todesfälle; in den Provinzen: W59 Fälle und 5098 Todesfälle. Wichtiger Fang. Manila, 20. Juni. Pedro Feliz, der Anführer der Ladronen, welche am 30. Mai bei Binangonan, in der Provinz Rizal, einen Sergeanten, zwei Corporale und vier gemeine Soldaten vom 5. Cavallerie-Regiment niedermetzelten und ihre Leichen verstümmelten, ist gefangen genommen worden. Er leidet noch an einer Wunde, die ihm von einem der Soldaten beigebracht wurde. Feliz soll auch an der Gefannähme des Presidente" von Oanita und der Mehrzahl der dortigen Polizeimacht betheiligt gewesen sein. Außer Feliz wurden noch andere Ladronen gefangen genommen. Manaimo, ein früherer Jnsurgentenführer auf der Insel Marinique, ist wegen Aufstandes und Nichtablieferung versteckter Waffen bei der Leistung des Treueids zu 10 Jahren Gefängniß und einer Geldbuße von S2000 verurtheilt worden. Jesus Te Veyre hat sich heute mit 250 Mann auf der Insel Leyte ergeben ; Reviera wird morgen nachfolgen, und in Süd-Leyte hat Capite versprochen, zu capituliren. Vermißte Schullehrer. Manila. 20. Juni. IVon den oier amerikanischen Schullehrern aus Cebu, auf der gleichnamigen Insel, die am 10. Juni einen Ausflug unternahmen und nicht zurückkehrten, hat man noch keine Spur gesunden ; die Nachsuchungen werden mit allem Eifer fortgesetzt werden. Aus S a m a r. Manila, 20. Juni. Die amerikonische Commission ist von der Insel Samar zurückgekehrt, wo sie eine CivilVerwaltung eingerichtet hat. Der stellvertretende Gouverneur Wr'ght ist der Ansicht, daß trotz der Opposition von Gnevarra's Anhängern die Aussichten auf einen dauernden Frieden günstig sind. Sämmtliche Militär - Detachements sind nach der Insel Cebu zurückgekehrt. Südafrika. Kitchener nach England. Kapstadt, 20. Juni. Lord Kitchener wird am 23. Juni von Pretoria hier eintreffen und sich noch am selben Tage nach England einschiffen. Dle beste 5 Cent Cigarre der Stadt, Mucho's Longfellow.lN

rt Kudlosen. Professor Wiüis L. Moore, der Chef des Wetterburcaus in Washington, hat dieser Tage in den Räumlichkeiten dies:Z Bureaus seinen Gravitäts-Appa-r.it, der zum Kühlen von Wohnräumen dienen soll und somit den Narnen Kiihlcftn sehr wohl verdient, nachdem er kürzlich das amerikanische Patent daraus erlangt, zum ersten Mal öffentlich in Thätigkeit ausgestellt. Der Apparat hat die f?orm eines cylindrischen Ofens und wird, wie der Erfinder behaupt?t, große und kleine Wohnrume im Sommer kühl halten, wie ein Heizofen sie im Winter wärmt. Seine Größe kann vollständig den Räumlichleiten, für welche er verwandt wden soll, angepaßt toerden. von den kleinsten bis ZU den umfangreichsten. Ackerbausekretär Wilson. welcher den Ofen in Thätigkeit gesehen hat, ließ sofort einen in seiner Privatoffice aufstellen und seinem Beispiel sind schon eine Anzahl anderer Beamter gefolgt. Der Ofen vermeidet alle Unzuträglichkeiten, welche sich bei früheren Versuchen mit Apparaten herausgestellt haben, die mehr oder minder einem Eisschrank sehr ähnlich waren. Der GravitätsApparat benutzt, wie der Name andeutet, das Prinzip der Schwerkraft, d. h. den Umstand, daß warme Luft leichter ist als kalte und setzt nicht allein die Temperatur der Luft herab, fondern unterzieht sie gleichzeitig einer Reinigung. durch welche sie gesundheriszuträglicher und trockener und von allem Staub und Dunit befreit wird. Luft. welche in den Ofen eintritt, kann mit Leichtigkeit von 100 auf 30 Grade herabgesetzt werden und dabei verringert sich der Feuchtigkeits-Gehalt in derselben verschwindend kurzen Zeit um mehr als die Hälfte. Der Ofen arbeitet automatisch und regulirt sich auch automatisch und braucht nur einmal in 24 Stunden geladen zu werden. Die chemische Zusammensetzung des Präparates, welches alle diese Wunder bewirkt, will Professor Moore später bekannt machen, sobald ihm die ausländischen Patente bewilligt sind. Bis jetzt sagt er nur darüber, daß weder Ammoniak noch sonst eine Zuthat der bisher gewöhnlich zur Herabsetzung von Temperaturen benutzten Mischungen in seinem Präparat enthalten sind. Der aufgestellte Ofen gibt in der Minute 200 Kubilfuß Luft, welche auf 30 Grad herabgesetzt ist oder 12,000 Kubikfuß in der Stunde ab. Das Zimmer, in welchem er aufgestellt ist. ift 4000 Kubikfuß groß, und die Temperatur fank bei Thüren, welche häufig geöffnet wurden, auf 60 Grad, so daß es im Zimmer kälter als angenehm war. Die Kosten Itx Kühlung belaufen sich nach Angaben des Erfinders nicht höher, als die Heizung oder Erwärmung eines Raumes. flgtf D e r merkwürdige AuerHahn. Die Jägerzeitschrift Wild und Hund" veröffentlichte jüngst folgende Zuschrift: Der Jäger und Naturfreund hat immer von Neuem Gelegenheit, zu konstatiren. daß Männer aus dem Volke, die viel mit Wild und Wald zu thun haben, Holzfäller. WaldHüter und dergleichen, eine oft bewundernswerth scharfe Naturbeobachtungsgäbe besitzen und über eine Kenntniß des Lebens und Webens da draußen im grünen Wald verfügen, vor der manch' noch so gelehrter Mann die Waffen zu strecken gezwungen ist. Erst vor Kurzem hatte ich Gelegenheit, dies wieder zu erfahren. Im fchönen Thüringer Wald war es, wo ich zur Hahnenbalz weilte. Es galt einem alten, kapitalen Hahn, der mehrere Tage hintereinander flott gebalzt hatte, und so stand ich denn eines Tages noch vor dem ersten Grauen des Morgens auf einsamem Waldweg, den Verlooser des Hahnes, einen biederen Thüringer, seines Zeichens Gemeindebote und WaldHüter, neben mir. Wir lauschten angestrengt, ob nicht bald jenes sehnsüchtiae, leise Knappen uns verrathen würde, daß der alte Herr auch heute wieder zur Stelle sei. Aber Alles blieb still. Die Finsternis wick all-

mäliz einem grauen Dämmerlichl, Drossel und Rothkehlchcn begannen ihr Morgenlied, ein Eichhörnchen jagte rasselnd die Stamm: hinauf und binunter, der Wind that sich auf und rauschte in den hohen Fichten, kurzum, ein vielstimmiges Waldkonzert begann, und nur jener edle, urige Sänger, auf dessen Lieblingslied wir warteten, er schwieg beharrlich. Und als es dann ganz hell geworden war und wir uns anschickten, resignirt den Rückweg anzutreten, da meinte mein biederer Thüringer: Ja. der Auerhahn is e merkwürdiger Vogel, wenn e balzt, dann balzt e, und wenn e nit balzt, dann balzt e nit! X. -- Neuartige Wohlfahrtsei n r i ch t u n g. Eine Art moderner Gemeindepfründnerschaft soll in der Genfer Vorstadtgemeinde Plainpalais in's Leben gerufen werden. Die Gemeinde will nämlich eine Rentenlasse errichten, in welche für jedes in der Gemeinde geborene Kind eines daselbst seit mindestens einem Jahr wohnenden Kantonsbürgers eine einmalige Einlage von 100 Francs gemacht wird. Erreicht der betreffende Rentenbesitzer das 65. Lebensjahr, fo wird er bezugsberechtigt und zwar erhält er eine Iahresrente von 800 Francs. Die Mittel zur Speisung der Kasse werden aus dem Verkaufe eines großen Landkomplexes. aus dem Ueberschuß des Gasfabrikbetriebes und dem Gewinne aus Wasserkräften genommen.

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