Indiana Tribüne, Volume 25, Number 253, Indianapolis, Marion County, 16 June 1902 — Page 3

LWS

Indiana Tribüne, I. Juni 1903.

I

4 l r ! K M

; : i H. Louis Yollrath's Grocery und JleiZch-Markt, 125 West MorriStraße. IlEcke Capitol Avenue und Morris skraße. Staple undFancy Groceries, Frisches, gesalzenes und geräuchertes I Fleisch. Wurst, reines Schmalz usw. Fred. W. Cook, Staple und Faney Groceries. 1046 Madison Avenue. Altes Telephon Green 742. Waaren werden nach irgend einem Theile der Stadt frei abgeliefert. MMMMMM Eisenwaaren, Anstrichfarben, Pumpen etc. 1 1 Gefcn u. Kochherde. RAMBLER :-: BICYCLES gegen Baar oder Abzahlung. C, KOEHRING BROS., 878, 880, 882Birgima Aveme. i-m...... A ....i. . wir offeriren unser reichhaltiges kager von Elarets. Zinfandel. Knrgnndies, u. s. w., sowie auch alle importirten Weine und Champagner :c, :-: h den billigsten Preisen. :-: Bestellungen werden nach allen Theilen der Stadt prompt abgeliefert. JACOB METZGER & CO., 3032 Ost Maryland Str. Phone 407. I?as. (. Schott, ...Plumber... und Händler in den Cleveland Faucet Co's. Bier-Pumpen. 108 West aeyland Str. aar Televhon. Neu. 2231. Tapeten gereinigt durch das neue ...Germicide Verfahren... rtUii . SttUt, 1291 Süd äst Str. La Germicide Verfahren entfernt den Staub und Rauft vollkommen, bringt das frische Aussehen wie. der und zerstört Maroden, em Schmutz fallt aus d'.e Möbel oder auf den Fußboden . Preise niedrig. Für Voranschläge schreibe min eme Postkarte. Joseph Haas, empfiehlt sich dem deutschen Publikum zur Reinigung von Abtritten, Sewers Cifternen n. f. to. DiSinfettio frei. Office: 707 Marwell Straße. Telephone: (alt) Main 1039. (Neu) 2578 Chicago und der grotze Nordweften vl (i " KwMtf Umm fo" laa Hawaii Pbilipviue Inseln. Vier tägliche Schnellzüge nach Chicago. nr Von der Vonon 47. Str. Station. Chicago, Unn'i nur 5 Minuten mittelst elektrischer gar nach den Union iehdösen Frencli Lick Spring, in dem Orange Countu Hochland. Familien -Hotel unter neuer eschäslsleitung. Pluto. Proserpine uns Bomles Quellen. Beste Mineralwasser der elt Sroei Süge täglich via Greencaftle. Tickct'Omcen : Union Station. Massachusetts ve. und 25 est Washington Strage. R. P.Alge 9, ' TistriN als. gent, Jnd.anarolis. Ind. . H. McDoel. E.H.Rock well. P. ,s. und en. Mgr. Betriebsleiter Fr a n k I. R e e d. Ven. Pass. gent. Ehic,go, III.

König Edward Von einer vorübergehenden Unpäßlichkeit befallen. (fr wird wahrscheinlich der heutigen Truppen-Revue nicht beiwohnen. Ter Grand Prix", das Ereigniß der Saison in Paris. Prinz Nikolaus von Griechenland mit einer Russin verlobt. General Te Wet's Rede bei der Nebergabe in Winburg. Xic Insel Sizilien von Erdbeben heimgesucht. Errichtung einer Civilverwaltung auf der Insel Samar. Großbritannien. TerKönigunpäßlich. London, 15. Juni. König Edward leidet heute an einer Erkältung, die ihn verhinderte, der heutigen Kirchenparadc der Garnison von Aldershot beizuwohnen. Er hat sich die Erkältung dadurch zugezogen, daß er sich gestern Abend gelegentlich des Zapfenstreichs mit Fackelzug länger als thunlich im Freien aufhielt. Mit der Erkältung sind Symptome von Lumbago" verbunden. Das Wetter war gestern Abend bitter kalt und es regnete mit Unterbrechung, bevor die königlichen Herrschaften den Paradeplatz der Brigade verließen. Der König kehrte mit einem leichten Schüttelfr oft in seine Gemächer zurück. Diese Berichte haben naturgemäß einige Besorgniß hervorgerufen, doch sind augenscheinlich keine ernstlichen Folgen zu erwarten. Sir Francis Laking, der Leibarzt j des Königs, wurde heute Morgen nach j Aldershot befohlen. Er verordnete dem ! Patienten Arznei und empfahl, daß der j Tag in vollkommener Ruhe verbracht I werde. Königin Alerandra und die übrigen Mitglieder der königlichen Gesellschaft i wohnten dem Gottesdienst in der Kirche j sei, verblieben jedoch mährend des üb- ; rigen Theiles des Tages in den königj lichen Gemächern. Am Nachmittag erj hob sich der König, was als ein Zeichen j dafür gilt, daß die Unpäßlichkeit nur eine vorübergehende ist. London, 16. Juni. Es heißt, daß König Edward durch die anstrengenden Arbeiten der letzten Wochen stark mitgenommen wurde, und obgleich man in Aldershot hofft, daß er heute der Truppenrevue beiwohnen wird, ist es mehr als wahrscheinlich, daß Sir Francis Laking ihm verbieten wird, ein weiteres Risiko zu übernehmen, zumal das Wetter anhaltend rauh und naß ist. Der Arzt wird ihm wahrscheinlich noch einen weiteren Tag Ruhe verordnen. Frankreich. Das Grand Pri r-R e n n e n. Paris, 15. Juni. Das Grand Prix" -Rennen um einen Einsatz von 200.000 Francs auf einer Strecke von 1 Meilen wurde von M. E. DeSt. Alary's Kizil - Kourgan" gewonnen. Im Ganzen nahmen elf Pferde an dem Rennen theil. Den zweiten Platz eroberte Eamille Blanc's Retz", den dritten Leonino s ..Marimum" und den vierten DeSt. Alary's Arizona". Die an dem Rennen betheiligten amerikanischm Jockeys, sechs an der Zahl, waren nicht erfolgreich. Das Rennen war ein sehr aufregendes und der Sieger cylug oas zwene Psero Metz" um eine Kopfeslänge. Das große Ereigniß, welches das fashionabelste der Pariser Saison ist, wurde durch das ungünstige Wetter, kalter Wind und Regenschauer, erhebliy beeinträchtigt, und eine weitere Enttäuschung war die Niederlage des französischen Lieblingspferdes Retz", sowie des englischen Champion" -Ren-ners Sceptre". Die zahlreich anwe senden Engländer waren auf dieses Pferd hohe Wetten eingegangen. Präsident Loubet und Gemahlin trafen in Longchamps in einem offenen Landauer ein, begleitet von einer Escorte Kürassiere. Deutschland. D i e F e st ft a d t Bonn. Berlin, 15. Juni. Die rheintsche Musenstadt Bonn prangt im herrlichsten .Flaggenschmuck und wird diesen noch eine ganze Woche tragen, f?iern doch die Königs-Hufaren ihr 50jähriges Garnisons-Jubiläum und das

Korps Borussia sein 75-jähriges Wiegenfest. Beide Feste haben eine große

Anziehungskraft ausgeübt und mehr Fremde nach Bonn gezogen, als da sonst bei derartigen Festen der Fall ist. Die Königshusaren leiteten ihre Feier Freitag mit einem Bankett im OfnZierskasino ein, zu welchem auch der Oberbürgermeister von Bonn, zahlreiche Vertreter des Magistrats und der Stadtbeiordneten sowie der Universität erschienen waren. Die Räume des Kasinos reichten nur mit Zuhülfenahme der Nebenräume aus, um die zahlreichen alten und jungen i,.tigshusaren zu saften, ist doch, seitdem das Regiment in Bonn steht, das Offizierskorps der Reserve dieses Regiments fast stets das zahlreichste in der Armee gewesen, nicht zum Wenigsten aus dem Grunde seiner stillschweigenden Verbrüderung mit dem Korps Borussia, von dessen Mitgliedern sehr viele ihr Jahr bei den KönigsHusaren abdienten. Diebis cher Polizei-Com-m i s s a r i u s. Berlin, 15. Juni. Polizei-Eom-missariuS Holdgrün in Görlitz, welcher sich durch feinen Diensteifer und seine zur Schau getrageue gewisse Biederkeit eine hübsche und geachtete Stellung dort zu erwerben wußte, ist plötzlich verhaftet worden, und zwar wegen verfchiedener schwerer Diebstähle. Griechenland. Prinzliche Verlobung. Athen, 15. Juni. Es ist hier die Verlobung des Prinzen Nikolaus, des dritten Sohnes des Königs Georg von Griechenland, mit der Großfürstin Helene, der Tochter des Großfürsten Wladimir von Rußland, bekannt gemacht. Südafrika. Weitere Uebergaben. London, 15. Juni. Eine Depesche von Lord Kitchener aus Pretoria meldet, daß seit Freitag, 13. Juni, sich 2594 Boeren ergeben haben und daß Alles seinen ruhigen Gang geht. London, 16. Juni. Aus Südafrika hier eingetroffene Depeschen zei' gen, daß die Uebergaben in bereitwilligsterWeise erfolgen. JmGanzen haben sich bereits 16,500 Mann ergeben, und die Briten behandeln die Leute mit der größtmöglichen Zuvorkommenheit. Das Erscheinen Gen. De Wet's im Lager zu Winburg war das Signal zu einer enthusiastischen Kundgebung. Er wurde sofort von Tausenden von Boeren umringt, Männern, Frauen und Kindern, die begierig waren, dem Helden die Hand zu drücken. Gen. De Wet stieg auf einen Tisch und hielt eine Ansprache. Er pries die eifrige Unterstützung, welche die Frauen den Burghers mührend des Kriegs zu Theil werden ließen und durch welche die Männer im Felde sebr ermuthigt worden seien. Er empfähl dann feinen Hörern, gegen die neue Regierung loyal zn sein und sagte- Es ist für Euch vielleicht hart, dies aus meinem Munde zu hören, ullein Gott hüt gegen uns entschieden. Ich habe gekämpft, bis keine Hoffnung für den Sieg unserer Sache mehr vorHanden war, und so bitter es auch ist, die Zeit zum Niederlegen der Waffen ist gekommen. Gott verlangt jetzt, daß wir, als ein christliches Volk, unserer neuen Regierung getreu sind. Lastet uns seinem Rathschluß folgen!" Weder Gen. DeWet noch Gen. Steijn, der frühere Präsident des Oranje - Freistaats, wurden während des Krieges jemals verwundet. DeWet hat seine Frau seit zwei Jahren nicht gesehen. Das Comite, welches sich gebildet hat, um den Boeren zur Rückkehr auf ihre Farmen behülflich zu sein, hat eine riesige Aufgabe vor sich. Die Concentrationslager werden in Vorraths-Nie-derlagen zur Versorgung der rückkehrenden Burghers mit den Mitteln zum Wiederaufbau und Ausstattung ihrer Farmen umgewandelt werden. Die Frauen und Kinder der Boeren werden, wenn sie es wünschen, auf Kosten der Regierung verpflegt werden, während die BurgherS dir Farmen für ihre Auf nähme vorbereiten. Zweitausend eingeborene Kundschafter, die auf der britischen Seite fochten, werden sofon aufgelöst, und jedem ein Pony gegeben werden, um auf seine Farm zurückzukehren. Italien. Erdbeben auf Sicilien. S y r a c u s, 15. Juni. Gestern Abend wurden hier heftige Erdstöße, verbunden mit unterirdischem Getöse, verspürt. Die Bewohner von Syracus wurden von litt Panik ergriffen. Die

Störungen haben keinen Schaden angerichtet. Seit mehreren Tagen war der Himmel über Sicilian bewölkt und die Hitze

fürchterlich. Aus anderen Theilen der Insel werden ebenfalls Erdbeben gemeldet. Philippinen. Allerlei Nachrichten. Manila, 15. Juni. Freundlich gesinnte Eingeborene in Manila beHäupten, es circulire unter ihren Landsleuten das Gerücht, daß fünf Soldaten vom 5. Kavallerie-Regiment am 30. Mai von den Insurgenten in der Nähe von Terefa in der Provinz Morong, auf Luzon, gefangen genommen und mittelst Bolos getödtet worden seien. Die amerikanischen Behör den jenes Distrikts haben das Gerücht nicht bestätigt. Fünfundzwanzig Insurgenten, die unter Gen. Lukban auf Samar kämpften und gefangen genommen wurden, haben den Treueid geleistet und sind wieder freigelassen worden. Sie haben Gen. Chaffee versprochen, ihr Möglichstes zur Aufrechterhaltung des Friedens auf Samar beizutragen. Es ist eine Commission nach Samar gesandt worden, um Senor Llorantes zum Gouverneur der Insel zu ernennen und eine Civilverwaltung einzufuhren. Man erwartet, daß am 1. Juli eine allgemeine Amnestie erlassen werden wird, durch welche die jetzt auf der Insel Guam befindlichen Gefangenen in Freiheit gesetzt werden würden. Die Aussichten auf der Insel Leyte auf eine baldige Beendigung des bewaffneten Widerstandes sind sehr günstig. Seitdem die Häfen der Insel geschlossen wurden, haben täglich Uebergaben von Insurgenten stattgefunden. Die Handelskammer hat dem Gen. Chaffee Resolutionen überreicht , in welchen sie kund that, in welcher Achtung Gen. Chaffee und die Armee bei den Geschäftsleuten von Manila stehen. . Nachrichten aus Jndiana. Jeffersonville. Als Datum für die zu veranstaltende großartige Jahrhundertfeier Jeffersonville's ist von dem Executiv-Comite der Bürger Montag, 23. Juni, bestimmt worden. Ueber den Platz, wo die Feier stattfinden soll, wurde man noch nicht einig, es wurde aber beschlossen, eine allgemeine Parade abzuhalten, an der Jedermann Theil zu nehmen eingeladen ist. Alle Bürger werden ersucht, am Feiertage von 1 bis 2 Uhr Nachmittags, gleich nach Beginn der Parade so viel Lärm wie möglich zu machen. Nach dem Straßenumzug werden Reden gehalten. Am Abend ist Feuerwerk und Illumination des Flußufers. G e o. Turner, der des Mordes im ersten Grade angeklagt war, ist ein freier Mann. Aach nur fünfund dreißig Minuten langer Berathung sprachen ihn die Geschworenen im Clark Kreisgericht von der Anklage des Mordes im ersten Grade frei. Turner dankte der Jury und nahm die Glückwünsche seines Rcchtsbeistandes entgegen. Er ging dann nach dem Gefängniß, um seine Sachen zu holen, und als er wieder heraustrat, blieben die Thore offen, denn mit ihm war der letzte Gefangene, den die Skrafanftalt beherbergte, entlassen, eine Begebenheit, wie sie seit Jahren nicht vorkam. Wie sich die Leser entsinnen werden, waren mit dem Turner'schen Prozeß manche bemerkenswerthe Umstände verknüpft, und es dürfte wohl am Platze sein, die Begebenheiten kurz zu schildern. Am 9. Juli letzten Jahres erschoß der nunmehr Freigesprochene einen gewissen John Hudspeth alias John Castiau in der Nähe der französischen Niederlassung nicht weit von New Albany, weil Castiau angeblich einen Angriff auf Frau Turner gemacht haben sollte. Im Vorverhör wurde der Fa niedergeschlanen, später aber wurde Turner von den Grotzgeschworenen in Floyd County des Mordes angeklagt. Der Fall wurde auf eine Change of venue" von Floyd County nach Clark County verlegt und der 27. Mai als Termin festgesetzt, zu dem aber Frau Turner nicht erschien, sondern die Nachricht sandte, daß sie soeben Mutter geworden wäre. Natürlich mußte der Fall wiederum verschoben werden, und diesmal auf letzten Donnerstag. Seither hat es sich herausgestellt, daß das Kind nur geborgt wurde, um es Turner als Erben seines Vermögens aufzuhängen. Turners Vater und Großvater sind beide reich? Leute, haben sich aber seit dessen Heirath nicht viel um ihn gekümmert.

.aus- und Lälldmittgschafl.

Hilfsmittel beim Ras i r e n. Sobald man mit dem Rasircn fertig ist, gib: es lein besseres Hilfsmittel, um die Haut zu erfrischen, als wenn man in ein mit frischem Waffer Gefülltes Waschbecken einen Theelöffel voll Benzoetinktur gießt und mit diesem Waffer das Gesicht wlederholt abwäscht. Trüb gewordene Spiegel zu reinigen. Trübes Glas reinigt man mit ganz verdünnter Salzsäure, welche mit einem Schwamm aufgetragen wird. Die Säure darf nicht zu lange auf dem Glase haften bleiben. auch muß man sehr vorsichtig damit umgehen, weil sie die Hände angreift. Das Glas wird hierauf mit Wasser abgewaschen, abgetrocknet und mit Englischroth polirt. Um verblichene Schriftz ü g e wieder leserlich zu machen, feuchtet man das Blatt zunächst mit Wasser an, taucht sodann einen Pinse! in eine Lösung von Schwefelammonium und fährt mit diesem an den Zeilen entlang. Die Schrift tritt alsdann scharf hervor und bleibt so, falls sie auf Pergament geschrieben war. Auf schlechterem Papier erblaßt die Schrift mit den Jahren, doch kann das Versahren mehrere Male wiederholt werden. Grüne Suppe. Grüne Kräuter wie die Jahreszeit sie bringt, besonders Sauerampfer und Körbel, auch einige junge Spinatblätter gewaschen, in einem Tuch getrocknet, gewiegt. Mit einem Stück frischer Butter in reinem Topf auf's Feuer gebracht, etwas geschwitzt, mit Mehl gebunden, Fleischoruhe aufgefüllt eine halbe Stunde gekocht, mit zwei Eigelb, vier Eßlöffel saurer Sahne leguirt, mit verlorenen Eiern oder gerösteten Semmelscheiben angerichtet. Diese Suppe wird ebenso ausschließlich von Sauerampfer oder Körbel und dergleichen bereitet, was manche vorziehen. Daß Bier ein Heilmitt e l gegen Hämorrhoiden, Magenleiden und Blutarmuth ist, dürfte Wemgen bekannt sein. Zur Verwendung kommen solche Viere, die leicht und nicht für den Erport einaebraut sind. Mit dem Bier wird geriebenes Schwarzbrod und etwas brauner Streuzucker aufgekocht. Ein zu langes Kochen muß vermieden werden, da die Güte des Trankes darunter leiden würde. Mit Hämorrhoiden Behaftete, die an schmerzhaftem Stuhlgang leiden, müssen Morgens als erste und Abends als letzte Mahlzeit diese Biersuppe essen; dieselbe muß möglichst warm gegessen werden und der Genutz von Thee und Kaffee hat zu unterbleiben. Außer der Mittagsmahlzeit sollte während der Kur, die gewöhnlich in drei Tagen beendet ist. nur diese Biersuppe gegessen werden. Spinat-Pudding als Gemüse. So viel Spinat, daß es abgebrüht ungefähr zwei Hände voll gibt, wird von den Stielen abgestreift, reingewaschen, schnell in Salzwasser abgebrüht, wenn er weich ist, auf ein Sieb geschüttet, mit kaltem Wasser abgekühlt, fest ausgedrückt und durch ein Sieb pafsirt. Hierauf werden zwei abgeschälte, in kaltes Wasser getauchte und wieder ausgedruckte Semmeln mlt einem Löffel Butter und dem Spinat in einer Kasserolle gedämpft, bis er recht heiß geworden ist. und dann vom Feuer genommen. Sobald er kalt geworden, werden nach und nach vier Eigelb dazu gethan, das Weiße zu Schnee geschlagen, mit etwas Pfeffer und dem nöthigen Salz unter die Masse gerührt, diese in eine mit Butter bestrichene und mit Backmehl bestreute Puddingform eingefüllt, die Form in kochendes Wasser gestellt und der Pudding eine Stunde lang geiocht. Beim Anrichten wird er umgestürzt und eine Bratenoder Jus-Sauce dazugegeben. Gegen das Kauen an den Fingernägeln. Wie weit die üble Gewohnheit, durch fortwährendes Nagen sich die Fingernägel zu verkürzen, unter Kindern verbreitet ist, zeigt das Ergebniß einer Prüfung der Fingernägel, die bei 1000 Schülern und Schülerinnen von Berliner Gemeindefchulen privatim vorgenommen wurde. Bei 130 Kindern war der freie Nagelrand bis zu der Stelle abgebissen, wo der Nagel mit dem Fleische verwachsen ist. Bei 100 Kindern war die vordere Hälfte des Nagels weggebissen, und die Fingerkuppe war. weil der Gegendruck des Nagels fehlte, mehr oder weniger verdickt wie ein Trommelschlägel. In beiden Graden war das Nägelkauen bei den jüngsten Schulkindern ebenso zu 5Aden, wie bei den ältesten; bei den Knaben ebenso wie bei den Mädchen, bei geweckten und lebhaften Kindern wie bei schwach begabten und träumerischen. Eltern und Erzieher sollten daher dieser die Finger ganz verunstaltenden Unart der Kinder energisch entgegentreten. Gesangbuch als Lebensretter. Neulich Nachts wurde ein 19jähriger Knecht aus Wildegg. Kanton Aargau, Schweiz, auf dem HeimWege von einem Stromer überfallen. Der Räuber hatte es auf die Baarschaft des Burschen abgesehen und versetzte ihm zwei Stiche. Den einen, gutgezielten, parirte ein zufällig in der Brusttasche befindliches Gesangbuch. Der andere verletzte ihn nur leicht. Der Angreifer ergriff darauf die Flucht.

The Victor,

7 1 i ' .

(5cke Noble und St. Clair Str. Ich erlaube mir meinen Freunden und Bekannten anzuzeigen, daß ich uuter dem Namen "The Victor" an obengenanntem Platze eine in jeder Beziehung erste lasse Wirthschaft eröffnet habe. Es wird mein Bestreben sein, ein in jeder Beziehung respektables Haus zu führen und an meine Geichafti freunde, bei coulanter Bedienung, die besten Cuali täten an imvortirten und einheimischen Weinen, Liquören, Cigarren. Bier. etc. zu verabreichen. 9i wird mir zur Ehre gereichen. Sie in meinem zetzigen Lokale begrüben zu können. Achtungsvoll HENRV VICTOR. Ottmar Keller. 217 Ost Washington Str. : Feine : weine, kiquöre und Cigarren. rtra-Lunch servirt auf Order zu jeder Zeit. Hauptquartier der Bäcker. Badens! Ketzger und anderer Bereine. Telephon 3327. David Baumann s ...Neue Wirthschaft... 835 und 837 Jndiana ;Avcnue Meinen Freunden und Bekannten hiermit zur gei?. Kenntnisznahme. datz ich an obl,em Matze eine neue erste Klaffe Wirthschaft e offner habe und Alle freundlichst einlade, mich zu besuchen. Tie besten Weiue, Liquöre und Cigarren find stets zu haben. Suter Lunch Morgens und achittRgs. (V Delikatessen der Saison zu jeder Tageszeit aus Bestellung servirl. GE0. MOSER, Ecke McCarty 2tx. und Madisou Ave. Beste Weine, (iquöre und Cigarren. Jeden Morgen schmackhafterLnnch. TOM MULRINE, Sample IXoonx 2621 West Michigan Str. Feine Weine, Liqnöre und t&iqatten. p. h. Broderick. Hotel und Sample Room. No. 2546 West Michigan Straße. ReueS Telephon 427. jenry schwarz ...Feine Weine... Liqnöre, Cigarren und Tabak. No. 2602 West Michigan Str. Feiner Lunch von Morgms 9 bis 12 Uhr, und von 4 bis 6 Uhr Nachmittag. km. Stoeff ler Saloon. 202 Nord Noble Str. ReueS Telephon 24)01. Dr. J. A. Sutcliffe, Wund -Arzt, Geschlechts-, Urin- und Rectum Rrankheiten. Offs i 155 OltMarket Str. Tel. 941 OfficeTtunden : 9 bis 10 Uhr Bin. ; 2 bi4 Uhr 91 m Z vermiethen : Zimmer im Majestic :: Geba&ude zu reduzieren Preisen. Das feinste Office-Gebäude in der Stadt löoUständig feuersicher. Schnelle Fahrstühle und alle modernen Bequemlichkeiten. Nachzufragen bei vrezorz & Appel, Agenten, r die Andianavoliö Gas Co.

i L