Indiana Tribüne, Volume 25, Number 252, Indianapolis, Marion County, 14 June 1902 — Page 3
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GEGHIM
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Die Polen.
Bedenkliche Zunahme der deutschfeindlichen Stimmung. Erster Jahresbericht der Deutschen Atlantischen abelgesellschaft. Kampf der Landlords in Irland gc gen die irische Liga. Hoscour, Empfänge und Bankette in London. Die Vertreter Amerika's in glänzen der Weise geehrt. Jnteresiante Besteigung des Eousfriere auf St. Bincent. Ausbruch des Vulkans ttilauea auf Hawaii. Deutschland. Die Polenfrage. Berlin, 13. Juni. Die Stimmung der Polen gegen die Deutschen wird immer erbitterter. Die polnischen Adeligen in der Provinz Posen haben sich verabredet, gelegentlich des bevor stehenden Besuchs Kaiser Wilhelm's die Stadt Posen zu verlaffen, als Zeichen des Protests gegen die in Marienburg gehaltene Rede. Herr von Koffak, der berühmte Schlachtenmaler, der polnischer Abkunst ist, hat seine Absicht kundgegeben, Berlin dauernd zu verlassen, da er die polcnfeindliche Stimmung unerträglich findet. Er genießt indek die volle Gunst des Kaisers und erst am letzten Mittwoch besuchte dieser sein Studio. Als die deutsche Expedition für den Entsatz der auswärtigen Gesandtschaften in Peking ausgerüstet wurde, lud Kaiser Wilhelm v. Koffak ein, sie zu begleiten und deutsche Schlachtscenen in China zu malen. Die Unterhandlungen der Regierung mit dem Vatikan wegen zahlreicherer Ernennungen deutscher Priester sind allem Anscheine nach unbefriedigend ver1 r , a rn . v.3 taufen, wie uuv emeriungen oev Reichskanzlers von Bülow im preußischen Herrenhause zu entnehmen war. Er sagte, Preußen würde viele deutsche Katholiken als Protestanten auf Ländereien ansiedeln, welche die Regierung in den polnischen Provin zen ankauft, sobald die Kirche dort deutsche Priester ernannt, da sonst die deutschen Katholiken unter polnischen Priestern sich colonifiren würden. Die d e u t s aa m e r i k. K a b e lGesellschaft. Berlin, 13. Juni. Soeben ist der Jahresbericht der deutsch-amerika-nischen Kabelgesellschaft, welcher sich über das erste volle Jahr ihresGeschäftsbetriebs erstreckt, veröffentlicht worden. Es geht daraus hervor, daß die Zahl der von der Gesellschaft im Jahre 1901 zwischen Amerika und Deutschland und umgekehrt vermittelten Worte selbst die sanguinischsten Hoffnungen weit überstieg. Das verfloffene Jahr war das glänzendste im trans-atlantischen Kabelverkehr. Das neue Kabel zwischen Deutschland und den Ver. Staaten, für welches die Deutsch-Atlantische Kabelgesellschaft den Contract übernahm, wird auf 21,000,000 Mark zu stehen kommen und. in Deutschland hergestellt werden. Die kürzlichen Experimente der Ge schaft, direkte Depefchen von Emdi nach New tyoxl mit Umgehung der Azoren zu senden, w?ren durchaus erfolgreich. Grohdritannien. Kampf gegen die Jrländer. Dublin, 13. Juni. Auf Veranlaffung von Lord De Jreyne wurden heute circa 30 Verhaftsbefehle ausgestellt gegen Mitglieder der Irischen Parlamentspartei und der United Jrish League" wegen Verschwörung in Verbindung mit den Pächter-Unruhen auf dem De Freyne'sche Befißthum in Roßcommon County. Die Angeklagten, unter denen sich John Redmond, John Dillon, W. I. O'Brien und andere hervorragende Mitglieder der United Jrish League befinden, werden beschuldigt, durch Reden und Agitationen die Päch ter zur Zahlungsweigerung veranlaßt zu haben. Es ist dies thatsächlich der Beginn eines Kampfes der organisirten Landbesitzer gegen die Irische Liga." Empfangsbankett. L o n d o n, 13. Juni. Dem Gene ral Jos. Wheeler, dem neuen General-
Eonsul H. Clay Evans und Er-Eon-greßabgeordneten English von Indiana wurde heute ein EmpfangsBankett gegeben, an welchem viele hervorragende Amerikaner und Engländer Theil nahmen. Das Bankett wurde von Lindsey Ruffell veranstaltet. Nach dem Bankett wurden eine Anzahl Tischreden gehalten. H o f c o u r. L o n d o n, 13. Juni. König Edward und' Königin Alexandra hielten heute Abend im Buckingham Palast ihre fünfte und letzte Hofcour der Sai-
son ab. Es regnete stark und es wehte ein kalter Wind, sodaß das Wetter noch schlechter war, als bei den vier früheren Gelegenheiten. Im Inneren des Palastes bot sich ein glänzendes Schauspiel, da an dem Empfang die foeben eingetroffenen japa nesischen und koreanischen Abgesandten zur Krönungsfeier, sowie die indischen Dürften in ihren kostbaren, buntsurbigen Gewändern theilnahmen. Anwesend waren auch sämmtliche Mitglieder der amerikanischen SpecialGesandtschaft, die Offiziere in voller Gala-Uniform. Die dem Königspaar vorgestellten Amerikaner waren: Whitelaw Reid und Frau, Frau Lawrence Townsend, Gattin des amerikanischen Gesandten in Belgien; Gen. Wilson, Admiral Watson, I. Pierpont Morgan Jr. und Frau, Edmund L. Bayliß und Wm. Wetmore, Eommander W. S. Cowles und Frau, Leut. Edward H. Watson, Col. Borup und Eol. John Biddle, Begleiter General Wilson's. Weftindien. Eine Besteigung des Souffrier?. Kin gstown, Insel St. Vincent, 11. Juni. Marine-Wundarzt Jsaac H. Anderson von der britischen Flotte und die von der Royal Society" mit der Untersuchung der vulkanischen Störungen betraute Kommission trafen gestern in Kingstown ein und sind heute nach Chateau Belair weitergereist, um womöglich den Souffriere Vulkan zu besteigen. Das Gefühl allgemeiner Besorgniß ist hier noch unverändert. Zwar sind seit dem 30. Mai keine nennenswerthen Ausbrüche vorgekommen, indessen gewährt der Vulkan einen keineswegs beruhigenden Anblick. Schwarzer Dampf entsteigt ihm in Massen. Die amerikanischen Gelehrten, Profeffor Edward O. Hovey, Hilfskurator des naturwiffenschaftlichen Museums in New Vork und George C. Curtis von der Harvard Universität, unternahmen am Montag eine zweite Besteigung des Souffriere von der Oftseite. Sie hörten schon in einer halben Meile Entfernung das Geräusch siedenden Waffers in dem alten Crater, warteten dann bis sich der Nebel geklärt hatte und fanden den südöstlichen Erater in ruhigem Zustande. Der letztere Crater enthielt kein Waffer. Dem alten Crater wagten sich die Amerikaner nicht zu nähern. Nach Prof. Hovey's Ansicht war der Crater, bei dem im Jahre 1812 ein Ausbruch erfolgte, bei dem kürzlichen nicht betheiligt, auch sind nach seiner u. Curtis' Beobachtungen keine Ströme geschmolzener Felssteine, wie beim Vesuv, sondern nur Dampf, alte Lava, Asche etc. dem Vulkan entströmt. Nach Chateau Belair und Georgetown sind viele Leute geschäftshalber znrückgekehrt, aber der verdächtige Anblick der Gegend hält sie in steter Beforgniß. In bestimmten Zelträumen entftrömen diesem Platze dichte Dampfwolken. Das Rettungswerk macht Fortschritte. Die Regierung giebt jetzt 7000 Personen Wohnung und Nahrung. Das amerikanische Kohlenschiff Leonidas" ist zu Hülfszwecken eingetroffen. Eine große Anzahl Eingeborene sind fr lf 1 1 Ä t , oeicyasugl uno oer anoel geyt rm Ganzen flott. Trotz des regnerischen Wetters herrscht eine drückende Hitze. Die hier einlaufenden Schiffe melden, daß in weiter Entfernung vom Lande noch Staub in's Meer fällt. Die Besucher des Souffriere leitete vor allem der Wunsch, nach dem geheimnißvollen Souffriere-Vogel, dem Myadestes Sibilans", Nachforschungen anzustellen. Einige Exemplare desselben wurden vor einigen Jahren in das Smithonian'sche Institut nach Washington gebracht. Man befürchtet, daß die übrigen dieser Vögel während der jüngsten Eruptionen umgekommen sind.
Hawaii. Ausbruch des Kilauea. Honolulu, 6. Juni, via San Francisco, 13. Juni. Der Vulkan Kilauea auf Hawaii ist, wie heute durch einen Dampfer berichtet wurde, w'der in Thätigkeit und über dem Krater erheben sich Rauch und Flammen. Der
Ausbruch erfolgte am 3. Juni und dauert noch immer fort. Es wurde keine Lava noch Asche ausgeworfm. Canada. Tod am Galgen. Montreal, 13. Juni. Thorwald Hansen wurde hier heute wegen Ermordung EricMarott's, eines neunjährigen Knaben, hingerichtet. Hansen hatte den Knaben im vergangenen Herbst getödtet, um ihm 17 Cents, die er in der Hand hielt, zu rauben. Einlaßkarten zu der Hinrichtung wurden öffentlich zu Preisen von 50 Cents bis $10 verkauft. Italien. Bankett für Taft. Rom, 13. Juni. Francis McNautt, ein Amerikaner, welcher PrivatKammerherr beim Papst ist und in dem Pamphilj-Palast, Eigenthum des Prinzen Doria, wohnt, gab heute Abend dem Civil-Gouvcrneur der Philippinen, Wm. H. Taft, ein Bankett nebst Empfang, an welchem u. A. Lewis Morris Iddings , Sekretär der ameritannchen Botjchast in Rom. die Cardinäle San Miniatelli, Satolli, ,errata und Vanutelli. sowie der österreichische, französische und russische Botschafter in Italien theilnahmen. Die Berathungen zwischen Richter Taft und dem Unterausschuß von Cardinälen werden morgen beginnen. Rußland. AnwachsenderHungersnoth. St. Petersburg, 13. Juni. Die Hungersnoth in Sibirien dehnt sich mit rasender Geschwindigkeit aus. Be richte aus Jrkutsk zufolge strömt die hungerleidende Bevölkerung in großer Anzahl nach dieser Stadt zurück. Die Leute campiren im Freien, ohne jeglichen Schutz, sind in Lumpen ge kleidet und hängen völlig von der Pri vatwohlthätigkeit ab, die durchaus unzureichend ist, das Elend zu lindern. Das Opfer seiner Erfindung. N e w Y o r k, 13. Juni. Hermann O. Moritz, ein Erftnder aus Brootlyn, im Alter von 62 Jahren, wurde heute in Coney Island durch einen von ihm erfundenen Apparat getödtet, zu deffen Herstellung er ein Viertel-Jahrhunder gebraucht und auf den er seine ganzen Ersparnisse verwandt hatte. Die Er findung besteht aus einer Luft'Rutschbahn, bei welcher die Waggons, nachdem sie die Bahn hinabgesaust sind, im Bogen wieder in die Höhe fahren. Al les arbeitete zur Zufriedenheit, und als zuerst die leeren, und später die mit Passagieren besetzten Wagen die Fahrt ohne Hindernisse zurückgelegt hatten, war Moritz überzeugt, daß nunmehr sein Glück gemacht sei; da kam das Verhängniß. Er beobachtete die Fahrten vom Fuße der Rutschbahn aus, als einer der Waggons, dem es an der nöthigen Energie fehlte, um die Höhe vollständig zu erklimmen, mit rasender Geschwindigkeit zurückgesaust kam und Moritz mit solcher Gewalt in den Rücken traf, daß er durch einen Drahtzaun geschleudert wurde. Er erlitt innerliche Verletzungen, an denen er zwei Stunden später verstarb. Die Insassen des Waggons, Jnspector Rittenhouse und Charles Otis, ein Freund des Erfin ders, kamen mit dem Schrecken davon. Wegen Unterschlagung. N e w Y o r k , 13. Juni. Charles F. Shiveley , feit vielen Jahren Beamter und Schatzmeister der American District Telegraph Co." wurde heute auf Veranlaffung von Districtsanwalt Jerome verhaftet. Er wird beschuldigt, die Gesellschaft während der letzten 0 Jahre um $16,000 bis 817,000 beschwindelt zu haben. Mord und Selbstmord. T r e n t o, Mo., 13. Juni. Ralph Lord erschoß gestern um Mitternacht aus Eifersucht Frau Arvella Moorsel und jagte sich dann selbst eine Kugel in die Brust. Nachdem in Folge irgend einer Ursache der ganze Körper steif und wund fühlt, giebt es nichts befferes wie St. Jakobs Oel, das weltbekannte fpecififche Heilmittel gegen dieses besondere Unbehagen.
Ein gefährliches Wort. Die Gesellschaft des Berliner Deutftfien Theaters gs flirte kürzlich in Wien, und brachte unter Anderem den Einakter-Cyklus Lebende Stunden" von A. Schnitzler zur Aufführung. Aus diesem Anlaß berichtet das Wiener Extrablatt": Die charmante Schauspielerin des Teutschen Theaters aus
Berlin, Frl. Irene Triech, ist von dem Polizei-Kommiffariat Leopoldstadt zu 40 Kronen Geldstrafe verurtheilt worden. Die Künstlerin hatte sich versprochen auf der Bühne nämlich ein Gebot der Censur absichtslos übertreten und deshalb mußte sie ihre polizeiliche Unbescholtenhert verlieren, eine Buße von 40 Kronen auf sich nehmen. Die Sache kam folgendermaßen: In dem Einakter-Cyklus Lebendige stunden ist Frl. Triesch beschäftigt. Sie spielt ln Literatur" die Margarethe. Die Rolle enthält unter Anderem das Wort Er'zherzog. " Die BeHorde kassirte die erste Silbe Erz" und ließ blos den Herzog bestehen. Die Künstlerin prägte sich wohl die obrigtätliche Verfugung ein, im Eifer des Spiels dachte sie jedoch an alles Andere, nur nicht an den Censor, und draußen war das ganze verpönte Wort. Die Darstellerin ist eine gute, brave und folgsame Oefterreicheiin, sie hatte in ihrem ganzen jungen Leben noch keinen Anstand mit der Polizei; zu demonstriren ist dem liebenswürdigen Fraulein nicht im Traume eingefallen. Sie hatte die Margarethe sehr oft in Berlin gespielt und immer das Wort ErzHerzog" gesprochen. Die Gewohnheit war stärker als die hohe Obrigkeit, und dafür ist nun Frl. Irene Triesch bestraft worden; 40 Kronen! Die Schauspielerin mußte einer Vorladung des Kommissariats ftotae leisten, und es heißt, daß sie dort keiner galanten BeHandlung sich zu erfreuen hatte. Man soll ihr vielmehr den Text gelesen haben. und der Rest war 40 Kronen Geldstrafe. Krankheiten in den Tropen. Ueber das Verhalten der Europäer in den Tropen gegen Krankheiten hat jüngst Dr. Crombie der Medizinischen Gesellschaft in London interessante Mittheilungen gemacht. Gicht wird dort selten angetroffen, Nierenkrankheiten werden Verhältnißmäßig gut ertragen, offenbar in Folge der ungewöhnlich starten Hautthätigseit, doch werden sie keineswegs häufiger geheilt als in Europa. Akuter Rheumatismus ist unter den Europäern fast unbekannt, während chronischer Rheumatismus in gewissen Klassen der Hindu sehr zahlreich vorkommt. Hautkrankheiten finden in den Tropen einen günstigen Boden, doch sind squamöse Hautentzündungen selten. Sehr groß ist die Empfindlichkeit vor Erkältungen, ja, die Anglo-Jndier können kalte Bäder ohne Schaden nicht vertragen. Die Körpertemperatur ist etwa Grad höher als in Europa, bei den Eingeborenen ist sie noch Grad höher als bei den dort lebenden Europäern. Die ununterbrochene Anstrengung des Körpers, sich den hohen Temperaturen der Umgebung anzupassen, stellt eine schwere Belastung des Nervensystems dar, die bei körperlicher Arbeit noch mehr gesteigert wird. Fälle von tropischer Neurasthenie trifft man unter den Civilbeamten häufig; in Verbindung mit sogenannter Magenerweiterung sind sie sehr schwer, und letztere entsteht wahrscheinlich durch übermäßiges Trinken bei den Mahlzeiten. Phthisis erscheint bei den Europäern selten, ist dagegen die Tuberkulose einmal im Fortschreiten, so nimmt sie in den Tropen einen schnellen Verlauf. Diabetes zeigt gewöhnlich eine sehr langsame Entwicklung. Kreuzottern i m sächfischen Vogtlande. Die Uebersicht über die irr. Jahre 1901 im oberen Vogtlande gefangenen und gegen Erhebung der Fangprämie an die Ortsbehörde abgelieferten Kreuzottern weist wieder eine Zunahme gegen das Vorjahr auf (1718 gegen 1595 im Jahre 1900). In früheren Jahren, als die jetzt auf 15 Pfennige herabgesetzte Fangpramie noch 50 beziehungsweise 30 Pfennige für jede Kreuzotter betrug, war die Reptilienjagd lohnender und wurde eifriger betrieben. Im Jahre 1890 wurden beispielsweise 3378, 1894: 3064, 1896: 3294 Kreuz ottern unschädlich gemacht. Im amts hauptmannschastlichen Bezirke Oelsnitz sind seit 1889 nahezu 32.000 Kreuzottern gefangen und abgeliefert und dafür 6828 Mark Fanggelder ausgezahlt worden. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß im oberen Vogtlande nur gelegentliche Kreuzotternjäger in Frage kommen, während z. B. im unteren Vogtlande (in der Reichenbacher Gegend) der vielgenannte berufsmäßige Karl Auc,ust Rindfleisch für eine systematische Ausrottung der Giftschlangen sorgt. Er hat innerhalb der letzten zehn Jahre gegen 5000 5Ueuzottern lebend gefangen und dieselben an wissenschastliche Institute. Lehranstalten etc. zu guten Preisen verkauft. Die Lieblingsblume des deutschen Kaisers ist die rothe Nelke. Von dieser bevorzugt er zwei Züchtungen, die aus Stuttgart und aus Nancy stammen und die Namen Fürst Bismarck" und Carnot" tragen. Der Kaiser hat eine besondere silberne Vase für seine Lieblingsblume und bei Familienfesten erhält er von seiner Gemahlin regelmäßig einen prachtvollen Strauß von etwa 40 solch Nelken.
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