Indiana Tribüne, Volume 25, Number 251, Indianapolis, Marion County, 13 June 1902 — Page 7
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- i von Mr. MnerAs , JSk viel Faß Pökelfleisch Haben wir noch?" Ungefähr dreißig." Damit langen wir vierzehn Tage, wenn die chinesischen Kulis mitessen." Wenigstens diejenigen, die bei uns geblieben sind, und die nicht schon gestern fortliefen, als die erste Unglücksnachricht kam." Die sind Goldgräber geworden, meine Herren, und auch uns wird nichts anderes übrig bleiben. Unglaublich, dieser Bankerott! Schade um das schöne Geld!" Kinder, laßt uns nicht um das Geld klagen, es war nicht das unsere, und die Leute, die es verloren haben, besitzen mehr. Denken wir an uns selbst und daran, daß wir bei diesem Bankerott die Hauptleidtragenden sind." Ja, es ist eine niederträchtige Geschichte, mit einer Eisenbahnstrecke von zehn Kilomeier, die nirgends Anschluß hat, mitten in der australischen Wildniß zu sitze .." Die Wildniß ist nicht so schlimm. Das Goldgräberlager von Tuwumba ist kaum ein Kilometer entfernt." Und da geht's hoch her. Drüben in der Kneipe .Zum Känguruh' ist seit heute früh wieder einmal eine Fünfzigvfundnote tausend Mark) an die Wand genagelt worden mit der Unterschrift: .Zum Vertrinken!' Die Kerle gaben sich, als ich vorhin drüben war. schon in frühester Morgenstunde alle mögliche Mühe, die Note klein zu kriegen, und der Wirth ermunterte fleißig zum Trinken." Wer war denn der Spender?" Ein glücklicher Goldgräber, der ein großes Stück Gold nebst mehreren steinen Stücken gefunden und seine Grube glänzend verkauft hat." Wir sollten eben auch Goldgräber werden." Wenn wir das nöthige Geld hätten! Aber so viel ich weiß, lieber Freund. besitzen wir Alle zusammen nicht so viel, wie nöthig ist, um einen Berechtigungsschein und die erste Einrichtung der Grube zu bezahlen." Die Schufte von Unternebmern sind uns unser ganzes Monatsgehalt schuldig geblieben; wir müssen uns nun an den vorhandenen Sachen schadlos halten." Der reine Hohn. Tas ganze Zeua ist werthlos." Ich wollte die Schienen verkaufen, aber die Kerle im Goldgräberlager lachten mich aus und sagten, sie wären Narren, etwas zu bezahlen, das sie umsonst haben könnten. Niemand könne sie verhindern, sich die Schienen zu holen, wenn sie dafür Verwendung hätten." Dieses Gespräch fand zwischen drei Männern in einer hölzernen Baracke statt, die mit mehreren anderen zusammen die australische Eisenbahnstation Tuwumba bildete. In den anderen Baracken lagerte Arbeitsgeräth und einiger Proviant. In drei großen Hütten waren chinesische Kulis untergebracht. Die Eisenbahn selbst lag in Queensland in Nordaustralien und war von einer englischen Gesellschaft auf Spekulation in der Goldgräbergegend zwischen den Städten Potsdam und Jericho erbaut worden. Die Bahn führte direkt von Süd nach Nord, hatt; nirgends an eine andere Bahn Anschluß und nur eine Verbindung mit dem Waregofluß im Süden. Die Unterhandlung der Gesellschaft mit den Anschlußbahnen und der australischen Regierung hatte sich zerschlagen, die Londoner Unternehmer daher plötzlich die Sache aufgegeben, und so war der Bau eingestellt worden. Die drei Männer hatten allen Grund, verstimmt zu sein, denn es waren die Ingenieure der Bahn, die nun ohne Mittel in der australischen Wildniß saßen. Geld könne nicht mehr geschickt werden, stand in dem Briefe, der gestern anlangte, die Ingenieure sollten sehen, wie sie mit den chinesischer! Kulis, die als Arbeiter b?im Bau beschäftigt waren, fertig würden, und sich am vorhandenen Inventarium schadlos halten. Nun hielten sie im Bureau Kriegsrath: ein Deutscher, Erich Bischof, ein Engländer. Namens Clan, und ein Franzose, Anatole Charles. Die Unterhaltung wurde in englischer Sprache geführt. Laßt uns überlegen, waö uns übrig bleibt," sagte Clay. Nehmen wir das Inventarium auf, an das wir uns halten sollen. Da sind erstens die Baracken " Halt!" unterbrach ihn Charles, die große Baracke der Kulis muh schon in Abzug gebracht werden. Die Kerle haben sie heute Nacht abgebrochen und in der Nähe des Goldgräberlagers wieder aufgebaut. Außerdem waren sie fo freundlich, das gesammte Arbeitsgeräth mitzunehmen. Ihr schlieft noch heute früh, als ich bereits einen Spaziergang machte. Ich mußte unthätig zusehen, wie die Bande mit den Sachen abzog." Gut, streichen wir diese Baracke und das Arbeitsgeräth," fagte Bislhof. Zum Glück sind wir die edlen Chinamänner los. Ich hatte eine gewaltige Angst, daß sie ihre Bezahlung verlangen würden." Ungefähr dreißig Kulis sind noch in der zweiten Baracke geblieben, und ich habe mit ihnen bereits verhandelt," fuhr Charles fort. Sie sind bereit,
Sonderbarer Zwei
uns beim Abbruch der Gebäulichkeiten hier Hilfe zu leisten, wenn wir ihnen dafür eine Baracke und verschiedenes Material schenken. Dann spekuliren die Kerle wohl auch darauf, daß wir unsere Proviantvorräthe nicht mitschleppen können." ..Welche unaebeuerlicke dee." meinte Clav. die Station hier abbrechen zu wollen! Was sollen wir denn mit dem Material anfangen?" Wir können die Gebäulichkciten nach dem Goldlager transportiren und dort aufstellen. Käufer finden wir sofort, und zwar zu ganz annehmbaren Preisen, wenigstens bekommen wir so viel Geld zusammen, um bis Brisbane zu gelangen." Und von dort wohin? Die Ueberfahrt nach Europa kostet gewaltige Geld." Vorläufig sitzen wir fest, und es bleibt uns nichts anderes übrig, als Arbeite? in den Goldgruben zu werden. Zu selbstständigen Unternehmungen fehlt uns das Anlagekapital." Meine Herren, ich denke, wir stellen das Inventarium auf," mahnte Clay abermals. Was ist also vorhanden? Vier Baracken mit Einrichtung; zehn Kilometer Bahnbau, für die uns keill Mensch etwas gibt, denn Schienen und Schwellen sind werthlos, da Holz in den Eukalyptuswäldern in unbegrenzten Mrn zu finden ist. Es bleiben uns ferne: übrig die Proviantvorräthe, zwanzig gedeckte und zwanzig ungedeckte Wagen und zwei Lokomotiven." Die gedeckten Wagen, wenigstens
den Obertheil, werden wir los, den kaufen uns die Goldgräber ab. Ein sol cher Wagenkasten läßt sich sehr gut als kleines Häuschen einrichten, damit maÄen wir noch ein gutes Geschäft," meinte Charles. Meine Herren, dürfen wir aber wirklich das Inventarium der Eifenbahn in dieser Weise verschleudern?" fragte Bischof. Ungeheuerliche Frage! Das ist wieder einmal echte deutsche Gefühlsduselei," spottete Clay. Die Unternehmer haben uns hier in der Wildniß sitzen lassen und uns selbst geschrieben, wir sollten uns k!N das Inventarium halten. Das ist also unser Recht. Und dann, werther deutscher Kollege und Gemüthsmensch, wenn wir hier fortgehen und die Baracken stehen lassen, brechen sie morgen die Chinesen ab; also verloren sind sie auf jeden Fall." Bleiben wir bei unserer Jnventariumsaufstellung!" erinnerte Charles. Also zwei Lokomotiven. Was machen wir mit den Lokomotiven?" Wir nehmen sie mit zum Andenken." lachte Clay. Jeder steckt sich eine in die Westentasche." Keine Witze, Clay, die Sache ist zu ernst. Was machen wir mit den Lokomotiven? Sie sind doch das Werthvollste, was wir hier haben." Sie sind das Werthloseste, wollen Sie sagen, werther Freund. Alles andere ist mehr werth als die Lokomotiven. Die müssen wir stehen lassen, und es wird sick wahrscheinlich Niemand an ibnen vergreifen, denn kein Mensch hat sür Lokomotiven hier VcrWendung. Sie werden verrosten, verfallen und im Sande verweht werden, besonders wenn das Goldgräberlager und die Ausbeutung der Grube aufgehoben wird. Es gibt Unglücksraben, welche prophezeien, das Goldgräberlaqer werde keine drei Monate mehr bestehen, weil die Ausbeute immer geringer wird." Um so mehr müssen ttrr uns Geld zu verschaffen suchen, um von hier fortzukommen. Was würde es uns nützen, wenn wir die Goldgräberei anfingen? Dann sind wir in drei Monaten in einer schlechteren Lage als jetzt." Der chinesische Koch kam und fragte, ob das Mittagessen auch für die dreißig noch auf der Station verbliebenen Kulis bereitet werden solle, wenn diese auch nicht arbeiteten. Koche nur für Deine gelben Borer," sagte Charles, der Chef der Station war, wir können das Pökelfleisch nicht allein essen und schlecht genug ist es. Gib den Leuten Pökelfleisch, so viel sie wollen, und Reis. Und auch uns koche eine ordentliche Portion." In dem Restaurant zum Känguruh" ging es lustig her. Es bestand allerdings nur aus einer Bretterhütte mit etwas sehr luftigem Dach, durch welches man stellenweise den Himmel sah, trotzdem machte der Wirth dreser Schnapsbude denn das war die einzig richtige Bezeichnung glänzende Geschäfte, viel bessere als die Gold, gräber. Die vertranken doch den größten Theil ihrer Ausbeute, und das Gold floß den Wirthen zu. welche dafür ihren Fusel hergaben. Auch an der Fünfzigpfundnote, die zum Vertrinken ttn der Holzwand mit einem Nagel befestigt war, verdiente der Wirth doppelt und dreifach. Dieser würdige Mann, ein Jrländer Namens Maeallan. stand hinter dem Schenktisch, überwachte die chinesischen Kulis, die ihm beim Einschenken hal fen, und als jetzt die drei Ingenieure von der verkraften Bahn eintraten, nickte er ihnen jovial zu. Holla, hierher," rief er, frische Gläser für die Herren!" Dann winkte er den Ingenieuren, sie sollten hinter den Verschlag kommen, was eine Ehre war, der nur wenige gewürdigt wurden. ..Meine Herren," sagte er. ich freue mich. Sie zu sehen. Hätte Ihnen einen Vorschlag zu machen. Treten Sie in dieses Zimmer." Er wies auf den kleinen, dürftig möblirten Verschlag, der durch eine Bretterwand vom Trink-
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iuum ytuuiiu iuui, uiiu uic uici -V ... genieure traten ein, n&uqitti darauf, was der Jrländer rsohl von ihnen wolle. V!acallan entkorkte eine Flasche Whisky, füllte die Gläser, stieß mit den Gästen an und sagte: Einen Vorschlag, meine Herren. Ich möchte ein Theater errichten hier im iilager." Die drei Ingenieure sahen sich an und brachen dann in ein herzliches Gelächter aus. Hier im Laqer ein Theater?" sagte Clay. Den Teufel auch, Macallan, Sie baben wunderliche Ideen!" Jveen, üver vie man gar rncot zu lachen braucht." versetzte der Jrländer etwas gekränkt. Sehen Sie, Gentlcmen, die Sache ist folgende. Der Mensch sehnt sich nach Vergnügen, besonders wenn cs ihm gut geht, und mit Ausnahme von ein paar armen Teusein, die von Almosen leben, geht es hier im Goldloger allen Leuten gut. Aber worin besteht die einzige UnterHaltung? Im Trinken und Spielen, und die einzige Abwechslung ist einmal eine herzhafte Schlägerei, bei welcher Revolver und Messer ihre Rolle spielen. Die Jungens würden ein horrendes Geld bezahlen, wenn sie ein anderes Vergnügen hätten, zum Beispiel eine Theatervorstellung, und der Gastwirth, der so etwas zu Stande bringt, zieht seinen Konkurrenten unbedingt die Kunden fort. Nun, ich habe einmal Sie, Mister Charles, sehr schöne Lieder vortragen hören, und Sie. Mister Bischof, können sehr gut deklamircn. Ich glaube, auch Mister Elay veriteyt sehr wohl auf einer Bühne zu agircn, und da backte ick. wenn Sie drei, die Sie doch jetzt so wie so nichts anderes anzufangen wissen, Theater spielen wollten und das Geschäft mit mtr zusammen machten, so könnten wir wohl damit zufrieden sein." Der Gedanke ist kühn, aber thöricht," sagte Bischof. Mann Gottes, wissen Sie denn nicht, was zum Thäter spielen gehört? Kostüme, Dekorativnen und vor allem Frauenzimmer. Und Theaterstücke muß man doch auch haben." Der Jrländer zuckte 'die Achseln. Natürlich, wenn Sie die Sache so auffassen, kommen wir zu nichts, aber dann verhungern Sie vor einer reich besetzten Tafel. Wozu Frauenzimmer? Eitler von Ihnen, der windige Franzose da, kann sich als Frauenzimmer verkleiden, wenn er sich den Schnurrbart abrasiren läßt, und Frauenzimmerkleidung bekommen wir drüben in Jericho, die besorge ich. Theaterstücke? Wozu? Die Stücke schreiben Sie jtch selbst, und recht kräftig müssen sie sein. Es können hier nur Szenen aufgeführt werden, die den Jungens da draußen Spaß machen, Goldgräbererlebnisse, Abenteuer und dergleichen. Das können studirte Männer, wie Sie sind, aus dem Kopf. Deshalb wende ich mich an Sie. alles Andere könnte ich schon allein machen." Nun." erklärte Clay nach einigem Nachdenken, über die Sache läßt sich immerhin reden. Es fehlt den Leuten hier im Goldgräberlager in der That an Unterhaltung, und ich bin überzeugt, wenn man ihnen etwas böte, das interessant wäre, so kämen nicht nur die hiesigen Goldgräber, sondern auch die aus den Nachbarlagern als Zuschauer. Ich schätze die Leute, die hier auf Gold graben, im Umkreise von fünf engliscken Meilen auf zwölftausend bis fünfzehntausend Menschen. Wir wollen uns also die Sache überlegen, Macallan. obgleich ich noch nicht weiß, wie meine Kollegen darüber denken." Aber Stillschweigen bitte ich mir aus," sagte Macallan. Selbstverständlich." Die Ingenicure gaben ihm ihre Hand darauf, daß sie schweigen würden, tranken den Rest ihres Whiskys und verließen voll neuer Hoffnung das Restaurant zum Känguruh." Als st: draußen waren, sagte Bischof: Kinder, wir sind gerettet! Des Jrländers Plan taugt nichts, aber er bat mir eine kostbare Anregung gegeben. Ein Schauspiel machen wir. das noch nicht dagewesen ist. Kommt in unsere Baracke; ich habe Euch eine großartige Idee mitzutheilen." Eine Stunde später ertönte aus der Baracke, in welcher sich das Bureau der Ingenieure befand, lautes Hochrufen. Der Franzose und der Engländer waren die Rufer, und Bischof stand in der Mitte des Zimmers mit der Miene eines ruhmvollen Siegers. Seine Idee war in der That großartig und hatte sofort seinen beiden Genomen emgeleuchtet. Nachdem die Ingenieure fünf Tage lang fleißig gearbeitet hatten mit einer Ausdauer, die jedes Erfolges werth sein mußte, machten sie sich auf den Weg, um in den Goldgräberlagern Cloncurry, Ravenswood und Potsdam in den Kneipen eigenhändig auf starkes Zeichenpapier gemalte und geschriebene Plakate auszuhängen. Natürlich ging auch das Goldgräberlager in der nächsten Nachbarschaft in Tuwumba nicht leer aus. Diese Plakate zeigten an der Spitze eine fürchterliche Eisenbahnkatastrophe, den Zusammenstoß zweier Züge. Dann folgten in der kurzen, sensationell gehaltenen Reklamemanier der englisch-amerikani-schen Zeitungen ein paar Dutzend Zeilen: Am 14. Mai 1874: Großes, noch nie dagewesenes Schauspiel! Zusammenstoß zweier Lokomotiven bei der Tuwumba-Statinn. 9 9n.
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