Indiana Tribüne, Volume 25, Number 245, Indianapolis, Marion County, 6 June 1902 — Page 7

Jndiana Tribune, 6. Juni IVVS.

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Doggen 511 erkaufen! Vritere Geschichte von Johannes Johannsen.

(Schluß.) lim paar tüchtige Kerle," ft'yr der Fremde unbefangen fort, befonders der gelbe, der gestromte scheint mir weniger gut." Sie haben Stecht," fiel ich kleinlaut ein, Schuster Mumm behauptet sogar, er ist tuhhessig." Regina." unterbrach mich Karen, wie kannst Du nur Schuster Mumms verdrehte Ansichten in der Welt verbrciten, Du blamirst den Mann für alle Zeiten. Ich persönlich habe nie etwas von Kuhhesstgkeit entdecken können, je länger ich Schnapp betrachte, je weniger kann iÄ es sehen." Es ist auch kaum der Rede werth," begütigte Herr von Hauche, übrigens muß ich Ihnen gestehen, daß ich die Hunde nicht für mich will. Ein Freund hat mich gebeten, die Thiere anzusehen, wenn sie mir gefallen, wird er sie wohl kaufen." Karen machte bei dieser Eröffnung ein etwas langes Gesicht, ich glaube nämlich, sie hatte das Geld fchon in der Tasche gefühlt. Sie wußte aber die Enttäuschung mit Anstand zu tragen und wir durften wieder hoffen. Wie wir später erfuhren, hat der Assesior am Abend dieses Tages seinem Freunde. Herrn von Jettwitz, einen Brief geschrieben, den er mit folgendem Passus schloß: Tie eine der Doggen ist, wie erwähnt, ein Prachtexemplar, die andere ist schwach auf den Beinen, und der Preis für beide ist hoch. Vor den jungen Damen bewahre mich der Himmel, zum Empfang haben sie mir Leberthrän auf den Kopf gegossen, wollen es übrigens nicht wieder thun, eine nette Sorte von Komtessen." Als Antwort auf dieses Schreiben kam ein Telegramm: Die Dämchen haben mir Spaß gemacht, man muß ihnen einen Gefallen thun. Bitte die Hunde zu kaufen. Z e t t w i tz. In Folge dessen erschien der Assessor ein weniges später abermals bei uns, um das Geschäft abzuschließen und die Doggen zu holen. Mir ward das Herz schwer, als ich zum letzten Mal Scknapps großen treuen Kopf in meine Hände nahm und Schnipp den Rücken klopfte, ja, daß ich es nur sage, ich kämpfte mit Thränen. Es wäre aber unrecht gewesen, Karens Freude an den blanken ZwanzigMarkstücken zu trüben und ich brannte ja auch selbst darauf, die schöne lustige Reise zu machen, die jetzt hindernißlos vor uns lag. Eines schönen Tages saßen wir denn auch wirklich und leibhaftig neben Mondecar m einem Abthell der konlglich preußischen Staatseisenbahn. Wir hätten jauchzen mögen vor Vergnügen. so froh waren wir, aber ein kleines Äergerniß hatten wir auch und zwar durch Mondecar. Die gute Seele war der Ansicht, ir.an bedürfe auf einer so weiten Reise ganz besonders der Stärkung, und da wir uns seit jenem denkwürdigen Tage auf Leberthran nickt mehr einließen, so fütterte sie uns mit rohen Eiern, von denen sie einen hübschen Vorrath in einem Stricktäschchcn bei sich trug. Jedenfalls hatte Mondecar aber unseren Appetit überschätzt, denn als wir svcit Nachmittags in S . . . anlangten, bemerkte sie nicht ohne ein gewiises Vergnügen, daß unser Proviantvorrath auch für die Rückreise noch reichen würde. Obgleich S . . . nur eine kleine Stadt von wenigen tausend Einwohnern ist, erschien uns das Gedränge auf dem Bahnhofe groß. Wie standen eine Weile auf dem Perron umher und spähten nach einem bekannten Gesichte aus, ' schien aver Niemand zu unserem Empfange dort zu sein. Seltsam," meinte Karen, wenn Tante Aurelie uns nicht persönlich abholen konnte, so hätte sie doch Jemand damit beauftragen können: Sie müssen nicht böse sein, liebe Mondecar, aber Sie haben doch unsere letzte Anmeldung in den Postkasten gesteckt? Sie fuhren gerade in die Stadt und drangen darauf, den Brief mitzunehmen." Karen," rief Mondecar empfindlich, bin ich ein kleines Kind, daß mir so etwas passiren könnte!" Nein, ein Kind war Fräulein Klaußen nicht, aber sie war sehr, sehr vergeßlich, meine Schwester und ich wußten das aus Erfahrung. Hier noch länger herumzustehen, ist unnütz." entschied Karen, wir wollen versuchen, einen Wagen zu bekommen." Es waren aber nur drei Hotelomnibusse am Bahnhofe, die gerade fortfuhren, als wir die Halle verließen. So werden wir gehen," sagte Karen. ich finde schon den Weg, unser Gepäck muß Tante Aurelie eben später Holen lassen." So brachen wir also aus, Karen und ich gingen munter voran, während Mondecar mit ihrem Eierkober trübselig folgte. Für uns, die wir auf dem Lande aufgewachsen sind, war es ein großes Vergnügen, die Straßen der kleinen Stadt zu durchwand?rn. S . . . ist wirklich ein romantisches, alterihümliches Oertchcn. und da es mir nie dn Interesse für sonderbare Giebel und seltsame Steinmetzarbeiten gefehlt hat, so kam ich aus dem Staunen nicht heraus. Jeder war gerade ganz in den Anblick eines kunstvoll schmiedeten

Fenstergitters versunken, äls ich hinter

mu Mondecar einen Schrei auSstoyen hörte. Entsetzt wandte ich mich um und da lag unsere gute Klaußen so lang sie war auf dem Pflaster Gleichzeitig erhielt ich selbst einen tüchtigen Sroh in den Rücken und auf Karen kam ein großer gelbgestromter Hund zugefprungen. Schnipp," schrie ich, Schnapp, wo in aller Welt kommt ihr her, Hunde, wollt ihr uns wohl in Ruhe lassen." Ich schüttelte den mich bedrängenden Schnapp ab, um der armen Mondecar zu Hilfe zu eilen. Ehe ich aber dieses Vorhaben ausführen konnte, ward sie schon von einem blauröckigen Dragonerleutnant, den die Erde ausgespicen zu haben schien, in die Höhe gehoben und sanft auf die Beine gestellt. Haben Sie sich auch keinen Schaden gethan, gnädige Frau," fragte derQffizier ängstlich, meine Hunde rannten Sie um. Ich weiß nicht, was den Thieren in die Krone gefahren ist, sie sind doch sonst ganz gesittet und vernünftig. Kastor," rief er, Pollux. willst du wohl das gnädige Fräulein nicht belästigen, es ist rein zum Verzweifeln mit den Viechern. Von Zettwitz." stellte er sich vor, Premierleutnant im Dragonerregiment Nr. 3. Ich bin untröstlich, meine Damen," und damit schickte er sich an. die gute Klaußen mit seinem Taschentuche zu säubern. Mein Gott, wie sah Mondecar aus, sie war offenbar direkt auf den Eierkober gefallen und das Resultat war entsetzsich. Trotz der fatalen Situation mußte ich lächeln, man wurde unwill kürlich an Max und Moritz" erinnert: Ganz von Kuchenteig umhüllt steh'n sie da als Jammerbild," aber bei Mondecar war's Eigelb. Es nützt nichts, gnädige Frau." sagte der Offizier ächzend, so gehen die Flecke nicht heraus. Ich werde Ihnen eine Droschke besorgen, dort beim Hote! sehe ich eine halten. Kastor," rief er, Pollux, wollt ihr wobl mitkommen." Selbstverständlich straften die Hunde diese Aufforderung mit Mißachtung. Schnipp hatte nie viel Sympathie für Gehorsam und Schnapp war gar zu angelegentlich damit beschäftigt, Mondecars klebrige Finger abzulecken, als daß er Sinn für etwas anderes haben konnte. Dem Leutnant mochte Gewalt nicht zweckmäßig erscheinen, er ließ den unartigen Thieren ihren Willen und holte den freigewordenen Wagen. Frau von Levetzow?" fragte er zweifelnd, als er Mondecar in das Fahrzeug packte, natürlich wollte er gern wissen, wer wir waren, aber unsere Klaußen schüttelte nur verneinend den Kopf. Dann," sagte der Leutnant plötzlich wie aus der Pistole geschossen, dann sind Sie die Gräfin Brahe von Bracuß, oder ich vermag mir das mit den Hunden nicht zu erklären." Mein Name ist Klaußen," erwiderte Mondecar kühl, Fräulein Klaußen." Verzeihung, gnädige Frau, ynädiges Fräulein, wollte ich sagen, dann habe ich mich also geirrt. Wclche Adresse darf ich dem Kutscher angeden?" Das- war eine fatale Frage, denn Mondecar sucht junge Herren zu schneiden, wo sie kann. Sie kniff daher die Lippen fest aufei ander, damit ihr ja kein unüberlegtes Wort entfahren möchte, und ich bin gewiß, sie überlegte, ob es nicht angängig sei, dem Kutscher den Straßennamen heimlich in's Ohr zu flüstern.' Aber Karen ergriff das Wort: Kurf'irstenplatz 7, wenn wir bitten dürfen," sagte sie schnell. Ah, bei Frau Oberst von Krohn, ich werde mir gestatten, mich morgen nach dem Befinden der Damen zu erkundigen." Am folgenden Morgen machte Leutnant von Zettwitz seinen Besuch, und es war rührend, wie sehr ihn das Wohlbefinden unserer guten Klaußen beschäftigte. Es verging nämlich von jetzt an kein Tag, an dem er nicht über ihren Gesundheitszustand Erkundigung eingezogen hätte, obgleich sie mit dem bloßen Schrecken davongekommen war. Endlich, endlich rückte der ersehnte festliche Abend heran, und ich werde diesen Vall nie vergessen, es war mein erster und es wird auch mein schönster gewesen sein. Selbstverständlich führte Leutnan.t von Zettwitz meine liebe Schwester, und ebenso selbstverständlich verliebte er sich in sie. Ich glaube wohl, jeder bemerkte, daß sich hier ein kleiner Roman anspann, nur unsere gute Mondecar nicht. Ihre Bestürzung ist nicht zu beschreiben, als der Leutnant kurz vor unserer Abreise sagte: Wenn Sie es gestatten, Fräulein Klaußen, so schließe ich mich Ihnen an. Ich habe mich nämlich verlobt mit Karen, und ich möchte stehenden Fußes die Einwilligung ihres Vaters erbitten, Sie wissen wohl, wir Soldaten sind keine Freunde vom Zögern." Mondecar sank in einen Sessel. Karen verlobt," stieß sie hervor, und das erfahre ich jetzt als vollendete Thatsache." Ja, ja, mein liebes Fräulein Klaußen," scherzte Tante Aurelie, wir leben in einer bösen Zeit, die Jugend von heute verliebt sich, ohne uns Alten um Rath zu fragen. Aber nicht wahr, lieber Zettwitz, Schwager Brahe wird sich über seinen Schwiegersohn nicht zu beklagen haben?" Niemals," versicherte der Leutnant mit Feu, ich schwöre es," und dabei gab er Karen den ersten Kuß wenn er ihr nicht vielleicht schon vorher einen ge geben hatte.

Ja, Schwester Karen ist Braut, und j

wem verdankt sie hr Glück, in erster Linie den Hunden. Ohne diese hätten wir ja nicht reisen können, und wären Schnipp und Schnapp dann nicht noch später herbeigestürmt gekommen, und wäre Mondecar nicht auf den Eierkorb gefallen, wer weiß, ob unfer Brautpaar sich je gefunden hätte. So wird Vater denn bald genug nur noch ein Fräulein Tochter haben, das bin ich, und ich bleibe ledig, denn eine alte Jungfer gehört in jede Familie. Karen freilich versichert, es ist mir nicht Ernst damit, ja sie behauptet sogar, ich schwärme heimlich für den Assessor. I Was meine liebe Schwester nicht Alles weiß! Es ist ja wahr, der Assessor ist recht nett, wenn man ihn näher kennt, und so sehr kandidatenmäßig sieht er auch nicht mehr aus. Aber Hand auf's Herz, verliebt bin ich nicht. Arzt und Schauspicler. Der berühmte englische Dichter Pope (1688 bis 1744) hatte aus irgend welcher Veranlassung eine starke persönliche Abneigung gegen den gleichzeitig mit ihm in London lebenden Doktor Woodword, der sich als vielbeschäftigter Arzt einer ebenso großen Beliebtheit erfreute, als er wegen seines etwas absonderlichen Aeußeren und seiner eigenthümlichen Manieren in den weitesten Kreisen bekannt war. Lange schon hatte der Dichter nach einer Gelegenheit gesucht, dem Doktor einen recht empfindlichen Schabernack zu spielen, und er glaubte sie gefunden zu haben, als er beim Besuche einer Theatervorstellung den Schauspieler Griffin in der Komödie Drei Stunden vor der Heirath" einen wunderlichen Arzt Namens Fossil darstellen sah. Griffin erfreute sich nämlich eines besonderen Rufes wegen seines außerordentlichen Talentes, das Mienenspiel, die Redeweise und die Geberden anderer Personen nachzuahmen, und es mußte ihm. nach Popes Meinung. ein Leichtes sein, eine gelungene, für Jedermann kenntliche Karikatur des Doktors Woodword auf die Bühne zu bringen. Er suchte also den Schauspieler auf, und begierig ergriff dieser die Gelegenheit. seiner Rolle durch das von Pope vorgeschlagene Mittel eine gesteigerte Wirkung zu sichern. Aber er kanntl den Arzt nur oberflächlich, und um seine persönlichen Sonderbarkeiten genauer zu studiren, begab er sich in der Verkleidung eines Landmannes zu ibm. angeblich um seinen Rath für die BeHandlung seines schwerkranken Weibes zu erbitten. Da es natürlich sein Bestreben sein mußte. Woodword in ein recht langes Gespräch zu verwickeln, suchte er in seinem Gedächtniß Alles zusammen, was er jemals von menschlichen Krankheiten gehört hatte, und schilderte mit großer Ausführlichkeit eine Menge von Zufällen, an denen feine Frau leiden sollte. Aufmerksam und theilnehmend hörte ihm der Doktor zu, gab ihm seine Rathschlage und lieferte dem erfmderischen Komödianten dabei im reichsten Maße das gewünschte Material für die beabsichtsgte mimische Leistung. Als Griffin seinen Zweck erreicht sah. machte er einen echt bäuerischen Kratzfuß und reichte dem Doktor als Honorar für seine Bemühungen eine Guinee. Woodword aber schüttelte den Kopf und sagte: Behaltet nur Euer Geld, lieber Mann! Ihr dauert mich und könnt es wobl nöthiger brauchen. Euer Kreuz ist ohnedies schwer genug, denn nach dem, was Ihr mir erzählt habt. ist Euer Weib übler daran als irgend einer meiner Patienten." Griffin ging und begab sich stehenden Fußes zu Pope, um ihm seinen Doktor Fossil in der Gestalt Woodwords vorzuspielen. Und mit so vollendeter Meisterschaft ahmte er den wechselnden Gesichtsausdruck wie die eigenthüm lichen Geberden des Mannes nach, daß Pope sich vor Vergnügen kaum zu fassen wußte, den Schauspieler mit Lobeserhebungen überschüttete und ihm für den Abend seines ersten Auftretens in dieser Maske einen großartigen Erfolg prophezeite. Griffin aber sagte, indem er wieder sein eigenes Alltagsgesicht aufsetzte! Ich habe Ihnen hier unter uns eine kleine Probe geben wollen von dem. was ich leisten kann. Aber ich würde es für den schändlichsten Mißbrauck meines Talents halten, wenn ich es dazu benlltzen wollte, einen Mann von so menschenfreundlichem Herzen dem öffentlichen Gelächter preiszugeben." Und so blieb Pope in der That ber einzige, der Griffins parodistifche Darstellung des Doktors Woodword ge--sehen hat. Im Gifer. Frau: Was Einem nicht Alles passiren kann! Heute sprechen wir in unserem Kaffeekränzchen über die PostMeisterin, da bemerken wir plötzlich. daL sie am Tische sitzt!- Mann: Und sie hat sich nicht gemeldet?" Frau : I bewahre mit gesch impft hat siel' So lesen. . . . Nachher deklamirte einer der Gäste den Monolog: Durch diese hohle Gasse muß er kommen." Serenissimus, dem diese Worte bekannt vorkommen, äußerte zu seiner Umgebung: Das ist doch eh-hm von Von von Schiller!" ergänzte Kindermann. Darauf Serenissimus: flirt dermann. Kindermann, das ist doch von Büchmann!"

Eine Verfolgung Gamdcttas. Anläßlich des unlängst erfolgten Ablebens des Kammerherrn Grafen Felix v. Lucknr: in Dresden ist ein originelles Reiterstück des tollen Grafen," wie Luckner wegen feiner zählreichen absonderlichen Einfälle in Elbflorenz" genannt wurde, in weiteren Kreisen betannt geworden. Luckner, der ein Alter von 53 Jahren erreichte, machte den Krieg von 1870 auf 1871 mit, und zeichnete sich in diesem mehrfach aus. Unter Anderem war er mit der Berfolgung des Luftballons beauftragt worden, in dem Gambetta am 8. Oktober 1870 Paris verlassen hatte, um in Tours die Organisation neuer Armeen zum Entsatz der Hauptstadt zu betreiben. Ueber die Verfolgung dieses Ballons schrieb Luckner selbst in der Geschichte des 17. Ulanen-Regiments, bei dem er stand: Der Ballon wollte sich nördlich von Ehantilly herunterlassen. Ich hatte mich demselben gedeckt genähert und wartete den Augenblick des Landens ab, als herankommende preußifche Ulanen ihn veranlaßten, wieder aufzusteigen. Ich verfolgte den Ballon in nordwestlicher Richtung über Ereil, wurde aber durch das Suchen über die Oise fo aufgehalten, daß ich ihn aus den Augen verlor. Nachdem wir den Uebergang mittelst Fähre ermöglicht hatten, entdeckte ich den Ballon erst wieder, als er sich in Vois de Faviere, nördlich von der ElermonrCompiegner Chaussee, niederließ. Das Terrain nöthigte mich abermals zu einem großen Umwege. Als ich in Galopp im Walde ankam, begegnete mir eine große Menschenmenge, aus der ich mir Führer herausgriff und nunmehr bald dahin gelangte, wo der Ballon gelandet war. Die Insassen waren jedoch schon verschwunden und, da unsere auf's Aeußerste angestrengten

Pferde nicht mehr vorwärts zu bringen waren, mußte die weitere Verfolgung aufgegeben werden. Als ich nachträglich erfuhr, daß Gambetta in dem Ballon gewesen und dann mittelst Einspänner nach Mondidier gefahren war, erinnerte ich mich, denselben auf der Chaussee gesehen zu haben." Wie es die Pensionsanwälte machen. Ein Beamter des Ver. Staaten-Pen-sionsamts erzählte jüngst folgendes lehrreiche Histörchen von einem bekannten Washingtoner Pensionsanwalt: Eine der Klientinnen des Anwalts, die alte blinde Wittwe eines Unionsveteranen, hatte ihren Anspruch auf rückständige Pension zum Betrage von etwa $1300 bewilligt erhalten. Frau X," sagte der Anwalt, hier ist der Betrag, welcher Ihnen vom Pensionsamt bewilligt worden; ich habe es schließlich für Sie durchgesetzt." Wie viel ist es?" fragte die alte Frau. Es ist eine große Summe, $1300," erwiderte der Anwalt, ich gratulire Ihnen." Oh, ich danke Ihnen," sagte Frau X, und wie viel beträgt die Gebühr?" Jch habe viele Auslagen gehabt," bemerkte der Anwalt, aber ich will es nicht schlimm machen, ich werde nur $230 berechnen." Das schließt alles ein, nicht wahr?" Alles, außer der Bill meines Schwagers, für ärztliche BeHandlung. Er prüfte Ihre Augen, wie Sie wissen, und erklärte Sie für blind." Oh ja, und wie viel beträgt die Bill?" Nur $100. für einen profefsionellen Okulisten ist das sehr billig. Er erhält häusig $400 für eine einzige Operation." Ja. das ist sehr billig," bestätigte die alte Frau. Sie haben wohl nicht einen Bruder, oder Onkel im Bankgeschäft?" Nein, warum das?" fragte der Anwalt. Ich meinte nur." gab die blinde Frau zurück, wenn das der Fall wäre, könnte ich den Rest bei ihm deponiren, dann hätten Sie es alles in der Familie." Noch Vorrath. Der mecklenburgische Oberst Ernst Heinrich v. Bohlen' trat 1683 in schwedische Dienste und verlor im Feldzuge gegen Frankreich im Jahre 1696 die rechte Hand. Er ersetzte den Verlust durch eine künstliche Hand, die aus Eisenschienen zusammengefügt und so vortrefflich in ihrer mechanischen Einrichtung war. daß er sogar den Degen damit führen konnte. Im spanischen Erbfolgekriege kommandirte er das von Herzog Friedrich WilHelm von Mecklenburg geworbene, im Dienste er Generalstaaten stehende mecklenburgische Jnfanterie-Regiment und machte mit demselben 1704 die Schlacht bei Höchstädt mit. Bei einem der heftigsten Angriffe am Nachmittag des heißen Tages ward ihm diese Eisenhand abgeschossen. Als er, nachdem dies geschehen war, zu den GePäckwagen zurückritt, begegnete ihm der Fürst Leopold von Dessau und schrie ihn in seiner Weise an, ob er denn in drei Teufels Namen retirire? Bohlen antwortete: Mir ist die Hand abgeschössen, aber die Esel da drüben haben nicht gewußt, daß ich im Rüstwagen noch Vorrath habe. Will mir eben eine neue holen und die Kerle dann mit Eurer Durchlaucht Erlaubniß schon aus oen Trav bringen. Gedankensplitter. Mutter ge. wi, so lieb Prüfst du. wa dem'Kindleili tangel Spötrr. was den Kindern" tangt Vrüst da S chwiegermutteraage. Es gibt Leute, die beständig auf der Jagd nach Ruhe und Frieden find und dadurch nie zur Rnhe kommen. Nicht l'de Frau ist Bühnenfchriftftelleri und doch können si, alle Sjenen machen. Man bezweifelt gerne, wai man b e fürchtet.

Karstadt's Dampf-Färberei und Echt-Wiischcrei. (Nachfolger von John Vrill u. So ) Vtavlin 1871.

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