Indiana Tribüne, Volume 25, Number 243, Indianapolis, Marion County, 4 June 1902 — Page 7

Jndiana Fridune, 1 Juni KVttS.

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(Schluß.) Ich erzählte ihr zuerst, daß meh Vater bankerott sei. Sie machte dazu eine Bemerkung, die ihrem Haß gegen meine Mutter Ausdruck gab, als ob sie die Sckuld auch daran trüge. Ich theilte ihr dann mit, wie es mir ergangen war, ganz offen und ohne jeden Rückhalt, wie ich mir's vorgenommen hatte, auch ohne eine Entschuldigung meines Leichtsinns zu versuchen. Ich nannte ihr die Summe, die ich verspielt hatte, nur zaghaft, und mußte sie ihr nochmals wiederholen. Sie stich unwillig meine Hand zurück und begleitete Diese Bewegung mit einer Grimasse des Abschcus. so daß ich nun ganz verzagt wurde. Ohne noch zu hoffen, schi!derte ich ihr doch die Schrecken der letzten Nacht und die Vision, die mich bestimmt hatte, zu ihr meine Zuflucht zu nehmen als dem einzigen Menschen, der mich retten könne. Verwerfe sie meine Äitte, so bleibe mir wirklich nichts übrig als meinem elenden Dasein ein Ende zu machen. Sie hatte die Augen geschlossen und lag nun eine lange Weile unbeweglich, nur mitunter die Lippen mit der Zungenfpitze netzend. Ach küßte wieder ihre eiskalten Hände, die sie mir nicht entzog, und beschwor sie. mir zu glauben. das; ich noch die Kraft in mir fühle, mich bessern zu können. Geb hinaus." sagte sie endlich, es hat mich angegriffen. Ich muh mit mir allein sein. Nach eine Stunde werde ich Dich rufen oder Dir sagen lassen Geh jetzt hinaus geh!" Ich gehorchte und hörte an der Thut noch, daß sie ihrer Dienerin schellte. Bald darauf kam diese in das Vorder zimmer und trug für mich ein FrühstücZ auf. Tas Fräulein meint, Sie werden nach der Reise eine Stärkung brauchen." bemerkte sie. Das war eine unerwartet gütige Fürsorge. Ein Glas Wein trank ich wirklich, aber das Brod vermochte ich nicht hinunterzuwürgen, so sehr mich hungerte. Der Zeiger der alten Wanduhr wollte gar nicht vorrücken. Zum Glück wurde die entsetzliche Wartezett adgekurzt. Nach einer guten halben Stunde schon ließ meine Tante mich zu sich rufen. Ohne ein weiteres Wort von ihr abgewiesen war ich also nickt. Sie hatte fichim Bett aufgerichtet und gegen die Kissen gestützt, die ihr in den Rücken geschoben waren. Mit den Augen deutete sie auf den Stuhl am Fußende. Als ich mich gesetzt hatte. überfiel sie ein Krampfhusten. Nachdem sie sich nothdürftig erholt hatte. begann sie mit leiser, messerscharfer Stimme: Es wäre lächerlich, wenn ich Dir eine Strafrede halten oder ErMahnungen an Dich verschwenden wollte. Du hast alle schrecken er Todesfurcht gekostet; wirkt diese Ennnerung nicht bessernd, so vermögen schwache Worte sicher nichts. Ich würde Dich Deinem Schicksal überlassen, wenn ich nicht wüßte, was ich für Dich thun kann und will. Ich habe Dir in meinem Testament ein Legat von hunderttausend Mark ausgesetzt, weil Du doch mein Neffe öist. Ich erkläre mich bereit. Dir hiervon die erbetenen achtzigtausend Mark vorauszuzahlen, damit Du wieder ein ehrlicher Mensch wirst. Hier hast Du eine Anweisung an meinen Bankier; er wird sie auf der Stelle honoriren. Und hier ist eine Quittung, die Du zu unterschreiben hast. Du bekennst darin, in Höhe dieser Summ? auf das Legat abgefunden zu sein. Ich schenke Dir nichts, als was ich Dir ohnedies zugedacht hatte, und Du bist mir keinen weiteren Dank schuldig, als auf den etwa die Verstorbene Anspruch haben würde. Dein Schade ist's, nicht der meine, daß Dir meine Zuwendung so wenig Nutzen bringt; ich hatte freilich auf einen besseren Gebrauch nicht gerechnet." ..Du hast mir das Leben gerettet." rief ich überglücklich, indem ich mich über sie beugte und stürmisch ihren Mund küßte. Em größeres Geschenk konntest Du mir nicht machen, denn ich hoffe noch beweisen zu können, daß ich verdiente zu leben. Und ewig werde ich Dein Schuldner sein, wenn es eine Sünde vor Gott ist. sich selbst das Dasein zu kürzen!" Es ist abgethan, sprechen wir nicht weiter davon," sagte sie, sich meinen Liebkosungen doch nicht ernstlich entziehend, besorge nun Deine Geschäfte, die gewiß sebr eilig sind. Adieu! Weiter wolltest Tu doch nichts von mir." Ich bat sie, noch einige Tage bleiben und versuchen zu dürfen, ihr bei fortgesetztem Umgang eine bessere Meinung von mir beizubringen. Sie ließ es geschehen, und ich ordnete nun meine Angelegenheiten durch den Bankier, sorgte für verlängerten Urlaub und brachte dann wirklich immer mehrere Vor- und Nachmittagftunden am Bett der alten Tante zu. Als wir schieden, war unser Verhältniß, wie vorsichtig sie sich auch zurückhielt, ein ganz freundllches geworden. Sie steckte mir sogar eine Börse zu damit ich nicht in Verlegenheit käme! und es schien mir, daß ihre Augen feucht wurden, als sie mir Lebewohl sagte. Ich gab mir das Versprechen, nicht mehr zu spiele."., und ich habe mir Wort gehalten, bis aber darauf komme ich noch. Nachdem die Uebung beendet war, verrichtete ich meine Komptoirarbeiten mit einem Fleiß, der mir das Lob des Chefs eintrug und mir selbst dqs Ver-

trauen gab. noch einmal ein tüchtiger Kaufmann werden zu können. Es war mir heiliger Ernst damit, ein anderes Leben anzufangen. Tante Riekchen besuchte ich noch einmal und fand sie sehr schwach. Sie lebte nicht mehr lange. Aus ihrem Nachlaß erhielt ich zwanzigtausend Mark, jetzt für mich ein sehr ansehnliches Kapital. Ich beschloß in's Ausland zu gehen und dort unter günstigeren Aussichten als in der Heimath damit zu arbeiten. Ich Hefe mich in Argentinien nieder, verschaffte mir nützliche Verbindungen und erweiterte nach und nach mein Geschäft. Tas Glück war mir hoJd, am holdesten, als es mir eine schöne und liebenswürdige rau bescheerte. Sie war das einzige Kind eines sehr reichen Mannes, auch eines Deutschen von Geburt, und brachte mir ein Heirathsgut zu, das mich selbst zu einem reichen Mann machte. So war ich nun auch in der ersehnten Lage, meinem Vater zurückzahlen zu können, was er auf seinen leichtsinnigen Sohn verwandt hatte, und ihn überdies durch Darlehen in den Stand zu setzen, eine neue Fabrik zu begründen, die bald

blühte. Nach zehn Jahren der glücklichsten Ehe stattete ich mit meiner Frau und unseren beiden Kindern dem alten Europa einen Besuch ab. Nachdem wir uns einige Wochen bei den Eltern aufgehalten hatten, unternahmen wir weite Reisen durch Frankreich und Italien, um dann nochmals zu ihnen zurückzukehren und von meiner Vaterstadt aus auch die bedeutenderen Städte Norddeutschlands Zu besichtigen, vor Allem die mächtig aufstrebende Rcichshauptstadt Berlin. Dort traf ich zufällia mit cnten Kameraoen meines Regiments zusammen. Sie gefielen meiner Frau, und unser Verkehr wurde desbalb sehr lebhaft und freundschaftlich. Sie führten mich auch in ihr Kasino ein. wo ich nun, wenn meine Frau ermüdet war und im Hotel ausruhen wollte, manchen Abend bis in die Nacht hinein in munterer Gesellschaft zubrachte. Gespielt wurde dort nicht, außer Skat und L'Hombre. Aber die Herren hatten, wohinter ich bald kam, in der Nähe ein Lokal, das diesem Zweck diente. Eine verwittwete Baronin. hieß es. machte die Wirthin. Einer von den älteren Hauptleuten, der einmal mein Instrukteur gewesen war, flüsterte mir zu. sie sei gar nicht Wittwe, sondern geschieden; einen Baron habe sie freilich geheirathet gehabt, vorher aber sei sie Schauspielerin gewesen: noch immer eine ganz fesche Person. Sie sollten einmal mitkommen." nett) er nur, und sich den lLpay ansehen; es geht da sehr nobel zu." Ich zweifelte nicht, suchte aber auszuweichen. Die Aufforderung war jedoch schon von Anderen gehört worden; man drängte von allen Seiten in mich. Ich erinnerte mich des Versprechens, das ich mir gegeben hatte, glaubte mich aber nicht pedantisch beweisen zu sollen. Die Verhältnisse hatten sich ja auch total geändert und einmal ist keinmal! Ich trug ungefähr zweitausend Mark in Gold und Papier bei mir. Diese nach meinen Vermögensumständen ziemlich unbedeutende Summe nahm ich mir vor zu verspielen, darüber hinaus aber mich unter keiner Bedingung fortreißen zu lassen. Ich wußte, daß ich mich so weit durchaus in der Gewalt hatte. Ich will kurz sein; die Erinnerung an das, was folgt, greift mich, wie ich merke, zu sehr an. Es wurde Baccarat gespielt, erst ziemlich solid, bald wilder und wilder. Ich gewann gewann immerfort. Mein Glück verdroß mich. Ich wollte das Geld los werden, das mir recht unliebsam zuströmte, setzte, ohne zu zählen, ließ mich auf die unsinnigsten Wagnisse ein vergeblich. Selten einmal schlug die Karte gegen mich. Ich gewann gewann gewann. Nun durfte ich nicht aufhören, so lange die anderen Spieler Stand hielten. Ich hoffte noch immer auf eine Wendung, wie sie mitunter den glücklichen Spieler in der letzten Stunde um seinen ganzen Gewinn bringt die Hoffnung trog. Das Spiel wurde bis zum Morgen fortgesetzt. Ich gewann gewann gewann. Endlich waren die Kassen der Theilnehmer erschöpft, sie mußten die Partie verloren geben. Wie gern hätte ich jedem das Verlorene zurückerstattet! Ein solches Anerbieten wäre aber eine Beleidigung gewesen. Seufzend und im Innersten verstimmt, steckte ich das Sündengeld ein. Unter den Spielern niar auch ein blutjunger Offizier, ein Dragoner. Das bildschöne Gesicht zog meine Aufmerksamkeit auf sich, und ich beobachtete ihn daher mehr als Andere. Er hatte eine Anzahl Goldstücke lose in der Tasche und setzte damit. Ich sah, daß er zuletzt die Hand leer herauszog. Nun pausirte er eine Weile, aber in seinen Augen flammte die Leidenschaft. Er stand auf, wie um sich zu entfernen, setzte sich aber gleich wieder. Ich bemerkte, daß seine Hand eine sehr weiße, schmale, aristokratische Hand wiederholt, wie von einem Krampf gezogen, nach der Brust griff und sich langsam zurückzog. Er faßte das kleine Bärtchen mit der Lippe und biß es mit den Zähnen. Endlich öffnete er einen Knopf seines Uniformrockes, nachdem die langen Finger eine Minute lang herumgetastet hatten, einen zweiten, einen dritten. Nun ein entschlossener Griff, und er holte eine Brieftasche vor. Er klappte sie halb auseinander: es lagen Banknoten, dicht zusammengepackt, darin. Noch einmal schien er zu zögern, dann zog er einen Tausendmarkschein heraus, wechselte ihn und

YJttt wrnigt Fraukn koi.nkn sich gcnna au5ruffn. Tie 9ffetf dcr flrinrn , Kinder, die Familirnoslichten und in vielen ?illcn iif, v:n der mcdkrnrn w selljchast an sie gkftcUlcn Änjpruche. halten sie noch Siundtn lang wach, r.a lm sie schon der Stube psleaen sollten. Tikse deftcndige Anftren?un? dcr er den bringt tzunderttauserive von Fraucn u:n. ftef der erslkn Folgen ist, daß die zarten MeristruaNonssunktionen auer Ordnung gerathen. Ticier schwächende tfinflinj untergräbt ihr eden nutzt die Rrvengewede ab, die der Cchlas nicht wieder ersetzen tan. Frau Lillian . Lassimp, Ro. 215 Cft Pierzebnie Strafet, stonsal City. Mo., ist die Sekretärin und Cchatznuifterin der ansaz City Logt des LrdenS bti Vanern Ctar, welcher am Frauen und Töchtern vrn Freimaurern be siebt. Eie hat eine grofee Vertrauensstellung, denn in ihrer Vrmadrung be sinden sich die Gkkkimnissc dcS Ordens und da Geld, welches die Mltclikder für seinen Unterdalt zahlen. Ihr Wort hat grofeen ßirislufe bei Allen, die st lernten, ndcm sie diese, Zeugnife schreidt. entspricht sie nur ihren rä?lichen Pslichttn bringt denjenigen Hilse. die sie bedürfen. Wcnn sie tdnen unde bringen kann von einem berühmten Heilmittel, wie Cardui - WclN, er hätte dinn ,i besseres Recht aus ihre .Seit und Yrwäguna, et:- die HundkUla'isende Ihm skidkndcn Mitschwkftcrni grau aCamp sagt ras yolgcnde über Cardui - Wein: ,,aRc(?lrte' Wine of ardul ist Nederli, ein? Whltvat für die er. schöv ten und matten Frauen. Ich habe nie eine Medizin gekannt, die eine Frau, weleke an den vielen, ihrem Geschlechte eigenen Krankheiten leidet, io rasch und verrnanent wieder herstellt. 3ch babe ihn selbst vro birt und wet. wovon ich svreche. und ich habe ihn Tvhende von Vtiit, tern einvfohlen. die an ivärlicher. überniäiger und schmerhakter Men ftruation. Nieren oder Leberbekchwerden leiden, und ich habe noch von cm ersten all zu hören, der durch seinen Gebrauch nicht bedeutend ge bessert wurde. ?aru,n gereicht es mir um besonderen Vergnügen, ihn zu emviehlen. indem ich versichert bin. dast er Niemanden enttäuschen Lird." Frau La ?cmp ist positiv, daß ?ardu. - Wein schwachen und leidenden Fraucn Hilse dringt, und sie ,ögert nicht, ihn nach ihren lkräste

WINE OF CARDUI

setzie das Spi;l fort. Ich beugte mich zu ihm und flüsterte ihm zu: Sie haben heute entschieden Unglück, setzen Sie nicht weiter'" Er machte mit den Schultern eine unwillige Bewegung, sah mich von der Seite mit einem spättisöen Blick an und sagte kühl: Ich wein, was ich zu thun habe, mein Herr." Ich zuckte die Achseln und schwieg. Er verlor das gewechselte Geld und legte einen zweiten Schein auf. Neben sein?? Weinflasche, von der er kaum ein Glas getrunken hatte, blieb nun die Brieftasche liegen; sie wurde noch mehrmals geöffnet. Er war leichenbleich und starrte mit gespannter Erwartung auf die Karten, die immer gegen ihn schlugen. Ich glaubte ihm noch eine Mahnung schuldig zu sein. Hören Sie auf mich," bat ich ihn leise, spielen Sie nicht weiter, ich beschwöre Sie!" Der Ton meiner Worte schien Eindruck auf ihn zu machen. Er wies mich diesmal nicht spöttisch ab, aber er ftieß einen kurzen Laut aus, der wie ein Aechzen klang, und sagte: Ich muß! Jetzt muß ich." Er verlor den ganzen Inhalt der Brieftasche bis auf ein Goldstück, das er dem Diener zuwarf, grüßte mit einem blödsinnigen Lächeln und ging. Am anderen Abend dm der Hauptmann zu mir. Er sah sonderbar verdrossen aus und schien mit etwas zurückzuhalten. Wissen Sie schon, was passirt ist?" fragte er endlich, als wir allein waren. Was meinen Sie?" Der bübsche Dragoner, der neben Ihnen saß Sie wissen doch? hat sich heute früh erschossen." Ich stieß einen gellenden Schrei aus. Erschossen 'Ätausetodt. Es scheint Sie sehr zu erregen. Kannten Sie ihn näher?" Nein, nein, aber mein Gott! Des Spielverlustes wegen?" Der Hauptmann hob das Kinn. Ja, so etwas kommt vor. Wir waren Alle gründlich ausgezogen dafür können Sie nicht. Ein anderes Mal fallen die Karten anders. Der Dragoner aber konnte leider nicht warten. Seine Mutter ist Wittwe eine arme Excellenz er hatte ihr eben den Nest ihres Vermögens abgenommen, um damit Ehrenschulden zu bezahlen. Und da treibt ihn der Teufel, mit der Tasche voll Bankscheinen zu der Baronen zu gehen bodenloser Leichtsinn, nicht wahr? Hoffte wahrscheinlich zu gewinnen und der alten Dame das Geld abgeben zu können, das sie für den einzigen Sohn geopfert hatte. Doch mit des Geschickes Mächten Sie wissen ja. Aber was fehlt Ihnen denn? Sie sind kreideweiß " Ich schlug ohnmächtig um. Meine Frau entsetzte sich, als sie mich sah. glaubte, der Schlag hätte mich getroffen. und schiene nach Aerzten. Und etwas derart war's auch. Eine leichte Lähmung ist im linken Arm zurückgeblieben. ?letzt nach zwanzig Jabren noch. Das war doch nur eine gelinde Strafe. Aber daß ich nicht vergessen konnte! Was nützte es dem Todten, daß ich meinen ganzen Spielgewinn auf die Armenkasse trug, ihn verdoppelte, verdreifachte? Ich habe ftitdem nicht mehr froh werden können wie vorher. Das wird freilich nur dem begreiflich, der weiß, daß ich selbst einmal, verzweifelnd an Rettung, den Revolver in der Hand gehalten habe und dann doch wie durch ein Wunder gerettet worden bin. Viel habe ich erlebt meine geliebte Frau nach schweren LdenLnd mein

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ältestes Töchterchen jal) bet einem unglücksfall verloren, mein Geschäft in Argentinien aufgegeben, in Nordamerika, England und Teutschland mich bei mancherlei wichtigen Unternehmungen thätig betheiligt, meine Gedanken mit tausend anderen Dingen beschäftigt; aber noch jetzt brauche ich nur die Augen zu schließen und den Blick nach innen zu richten, um die Gestalt des jungen Dragoneroffiziers mit dem tcdtbleichen Gesicht neben mir zu sehen und seine Lippen murmeln zu hören: .Ich muß!" Seit jener Nacht habe ich keine Kart? mehr angerührt. eigenartige Zeitungsk o l l e k t i o n. Bevor Prinz Heinrich seine Reise nach Amerika antrat, hatte der deutsche Kaiser angeordnet, vaß alle Zeitungsausschnitte, welche sich zuf die Fahrt bezogen, gesammelt werden sollten. Solche Ausschnitte sind nun in ganzen Stößen in Berlin eingetroffen. Sie werden dort sortirt, um dem Hohenzollern-Archiv einverleibt zu werden. Die Kollektion umfaßt Schilderungen der Festzeit, Leitartikel, Anekdoten und Bilder. Selbst die kleinsten amerikanischen Blätter sind vertreten. Der Kaiser hat sich über manche der Bilder höchlichst amüsirt, auch hat es ihm Spaß gemacht, zu verfolgen, wie fchon wenige Stunden nach einem Feste in den Zeitungen Abbildungen desselben erschienen. Der freundliche Ton der meisten der Leitzrtikel hat ibm Freude bereitet, doch hat er ausdrücklich angeordnet, daß aucb Unfreundliches in die Kollektion eingeschlossen werden soll. Eine Reibe vollständige Exemplare, welche dem Kaiser von Herausgebern und Redakteuren zugesandt worden, sind der Sammlung beigefügt. Fuchs und Schwan. Im Schilf des Stößensees bei Pichelsberae. Regierungsbezirk Potsdam, nistete schon seit einer Reihe von Jahren dicht beim Ufer ein Schwanenpaar, das durch ferne Zutraulichkeit vielen Grunewaldbesuchern Freude machte. Jüngsthin Abends bemerkte man von der Insel Pichelswerder aus, daß es beim Nest der Schwäne merkwürdig lebhaft zuging. un bald darauf sab man, daß ein Fuchs das Ufer von Pichelsberge erreichte. Einige Leute ruderten nun nach dem Nest und fanden hier die Schwanenmutter todt in ihrem Blute schwimmend; der Fuchs hatte die Brütende überfallen und trotz heftiger Gegenwehr erwürgt. Gleich darauf erschien der Schwan und umkreiste dann lange Zeit mit Klagerufm sein todte? Weibchen. Minnie Wrllharm, Präs. Mary ahoney, Lekr Arbeit ersten Ranges der VW :: CO-OPERiTllE :: UOHDRlt No. 232238 Virginia Ave. zohn zx. mt, Geschäftsführer. Te.ephone! It und Reu 1. Haptttn gereinigt durch das neue ...Germicide Verfahren... IB eilet) . Mtt, 1291 öd aft t. TaL (SerntteitK Verfahren entfernt den Staub ufc auch vollkommen, bringt da frische useh wie der und z.-rstbrt icroden. ei Cchutz ft t die Möbel oder auf den Futzbodev , Prerse vied u Für Voranschläge schreibe man e.ne Postkarte.

n empfehlen, und hosft sie, daß Tausend von ffraurn Wine rt tardui gkdrauchrn wkkdcn, l?kil sie dkulk ihrk Aufmkrksamdil daraus gelenkt bat. tfs ist eine Thatsache, dafe eine Frau, die ihr auferlegte usreidenken Pflichten nicht erfüllen kann, ohne eine Medizin zu gedrauchen, um die l'tpiutrrcarln n: ordne. Unregelmefeige Menstruation wird schlimmer, wenn sie nicht richtig behandelt wird. Ter Fluh wird spärlich oder übermäßig. Im ersteren Falle wird durch den Abgang, welcher keinen Aurweg findet, das ganze Cyftem vergiftet. Uedermägige Men ftruation schlsacht den örper. Wenn eine Frau, deren Gesundheit durch die Anstrengungen zu dieser Arbeit geschädigt ist, Cardui - Wein gebraucht, dann wird c sie für ihr Aufgabe Körken. Sr wird den schwächenden AusluK demmen. welcher die Ledenbkräste vergeudet und die ?esundheit untergräbt. Tiei ift eint wichtige Botichast sür jede leidende Frau. Eie zeigt, wie sie sich fcilfe in der Zurückgezogen heit ibres Heime verschossen kann. Wenn Jdr Fall eine? medi'inischen Gutachten bedarf, dann schrei! en Sie on The JitMXra Ailvlsory Departmrnt, Tho Ohattanoepa Modicin Co., Cüattanooga, Tenn., und kS wird Ihnen kostenfreier Rsrh ertheilt.

Knrirt erauen-ZIranfcheiten. rei nach Schiller Ob Köchin, Mädchen oder Frau Sie alle lieben Bernhard fttftt. Nicht weil er Wangen frisch und roth, ein ; Weil er stets dasbeste Brod. Nicht Einer in der ganzen Stadt Solch gutes Brod gebacken hat. Drum loben sie auch alle heut DieO rod und seine Gütigkeit. Auch Buttcr-Ringe, 's ist eine Pracht Wie Bernhard Thau dieselben macht. Denn Vuttcr spart er nicht daran Wie Jedermann ersehen kann. Und Pumpernickel, meiner Ehr' Als wäre er für's Militär, Herr Thau ist Meister in dem Fach Es macht es ihm kein Zweiter nach. Weil Ehrlichkeit sein stetes Loos Ist seine Kundschaft auch so groß, Willst ehrlich Tu bedienet sein So kauf Dein Brod bei ihm allein. 8! Hosbrook St. Marktstand 123124. Telephon neu) 3253. Karstaclt's Dampf-Farberei und Echt-Wäschcrei. (Nachfolger von John Vrill u. Co ) 5tak?lirt 1871. Telephones : Maff. Ave., ru 2S7S. Neu lWW, Eollegk vk.. lt. Brown 84. Illinois Str., Alt, Brown 8:44. Herren- und Damen-Kleider gereinigt, umgeändert und ausgebügelt. p. h. Broderick. Hstel und Sample Room. o. 2546 Wejt Michigan Straße. ReueA Telephon 427. Hfschied. W. W. Knight, 108 Virginia Avenue und 215 Oft Marvland.St Reue Tel. 4.

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