Indiana Tribüne, Volume 25, Number 241, Indianapolis, Marion County, 2 June 1902 — Page 7

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ww Jndiana Tribune, 2 Juni 1902.

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Terry'8 Schweigen, n n n Erzählung aus Hinterindien. III Von VO. 5. Derendt. . . ., ....... ..... . , . . i 4 i (Schluß.) Apfurs Fähigkeit als Schlangenbündiger war mit die Veranlassung, daß ihn Walter Morcll im Dienst dehielt, trotzdem et schon osi Willens gewesen war, ihn fortzujagen. Apsur schützte nämlich das Haus vor den Brillenschlcmgen. Er brauchte dazu gar keinen Zauber, sondern er that nur, was die Eingeborenen von Pinar:g gewohnlich thun, um sich gegen die Brillenschlangen zu schützen: er legte in der Nähe des Hauses Futtervlätze für sie an. wo sie so reichliche Nahrung fanden, daß sie nicht nöthig hatten, auf Raub auszugehen und zu diesem Zweck: in die Häuser zu kommen. Abzugsgräben sind ein sehr beliebter Aufenthaltsort der Brillenschlange, welche Feuchtigkeit für ibr Leben braucht, und in den Abzugsgräben in der Nähe des Wohnhauses hatte Apsur seinen Schlangenpark." In mondhellen Nachten saß er hier stundenlang und sang ihnen sonderbare Weisen vor. Dorthin brachte ?r ihnen täglich in den Abendstunden ihr Futter; denn besonders mit Eindruck der Dämmerung wird die Brillenschlange unruhig und geht auf Raub o"2 Es war drei Tage, nachdem Apsur von seinem Vrodherrn gezüchtigt worden war. Nachmittags war Morell mit seiner Frau und Terry ausgeritten. Sie batten sich zwar zusammen aus dem Hause entfernt, aber ihr Ziel war nicht dasselbe. Morell"und Br'ivgct machten einen Vösuch in ziemlicher E7.ifernung, während Terry zu der Familie in der nächsten Nachbarschaft ritt, mit der sie so viel verkehrte und mit der sie zusammen die Rückfahrt nach England antreten wollte. Terry kehrte schon in der Abenddämmerung nach Hause zurück. Sie verweilte ein wenig auf der Veranda und kehrte dann in das Speisezimmer zurück. Sie wollte den Vorhang zu der Thür, welche in's Bibliothekzimmer führte, gerade zurückschlagen, um dort einzutreten, als sie bemerkte, daß v'vn der entgegengesetzten Seite lautlos Apsur hereinschlich. Er trug ein Körbchen mit einem Deckel und schlich bis zu dem Bücherschrank. Der Schlüssel steckte im Schloß. Apsur öffnete die Thür, schob das Körbchen in das Innere des Schrankes und zog es nach einiger Zeit wieder heraus. Dann verschloß er leise die Thür des Bücherschranks und verschwand wieder. Als er fort war, trat Terry ebenfalls in das Bibliothekzimmer ein und näherte sich vorsichtig dem Bücherschrank. Hinter den Glasscheiben des unteren Theils der Thür sah sie einen Körper dahingleiten, und als sie vorsichtig an das Glas klopfte, bemerkte sie deutlich, wie eine Brillenschlange sich aufrichtete und ihr eigenthümliches Zischen hören lieh, welches stets bedeutet, daß sie gereizt ist. Terry wußte sofort, was vorgegangen war und welch' fürchterliche Rache der geprügelte Apsur an seinem" Herrn nehmen wollte. Er kannte die Lebensgewohnheiten Morells nur zu genau. Er. wußte, daß dieskch jeden Abend öach deck BibliötheIknmer zurückzog. ikxi dort zu lesen. Wenn Morell heute den Bücherschrank öffnete, wenn-er hineingriff, um eines der Bücher herauszunehmen, dann schnellte die gereizte Schlange empor und Terry eilte zu jenem Theil der Veranda, der nach dem Hof hinaus lag. Sie sah, wie Apsur auf seinem Esel gerade davonritt. Er wollte wohl nicht dabei sein, wenn das Unglück geschah; er wollte höchst wahrscheinlich auch nicht zur Hand sein, wenn man ihn etwa rief, um seine Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Mann, der ihn geschlagen und mißhandelt hatte, sollte ohne Rettung dem Tode verfallen sein. Terry ging wieder zurück bis an den Eingang des Bibliothekimmers. Sie dachte nach. Zum Glück hatte sie gesehen, was der rachsüchtige Tamule plante, und sie konnte Morell warnen. Sie wurde seine Retterin, sie, die er verschmäht htte. Sie wollte glühende Koblen auf sein Haupt sammeln, er sollte bescWnt vor ihr dastehen, vor ihr, der Lebensretterin. So weit war Terry mit ihren Gedanken gekommen, als sie die Stimme Bridqets von der Verandctrevpe her hörte. Die junge Frau kam eilig 'herauf und unterhielt sich offenbar mit Jemand, der zurückblieö oder ihr in größerer Entfernung folgte. Jetzt stiknd sie drüben im Eingang zum Bibliothekzimmer im-Rahmen der Thür, an derselben Stelle, an welcher vor kurzer Zeit Apsur mit seinem Körbchen gestanden hatte. Und wie er, so eilte Bridget jetzt nach dem Bücherschrank. Ein Zittern durchlief Terrys Körper,, ein Gedanke schoß durch ihr Hirn. Wenn sie jetzt schrie, wenn sie Bridget warnte, so war diese gerettet. Wenn sie schwieg, so war Bridget verloren. Sie sollte verloren sein! Wie Wonne zog es durch Terrys Herz. Die Nebenbuhlerin. die ihr im Wege war, sollte sterben. Ein gellender Schrei Bridgets, die den Bücherschrank soeben geöffnet .harte.

Eine große Schlange mit grünlich schillernden Augen schoß hervor, aber an der durch die Schrankthür halb gebedien Bridget vorbei in das Zimmer hinein und nach der Thür zur Veranda, in der Terry lauschte. Im nächsten Augenblick befand sich die Brillenschlänge mit aufgeblähtem Halse auf dem Stuhle vor Terry. Diese stieß vor Ueberraschung und Entsetzen einen wil den Schrei aus. Ein Zischen der Schlange, ein Vorschnellen des Oberkörpers des giftigen Reptils, und tief gruben sich dessen Zähne in die zum Schutz und zur Abwehr vorgehaltene rechte Hand Terrys ein. Sie empfand noch den schmerzhaften Biß. dann umnachteten sich ihre Sinne. Noch ein Gedanke aber schoß ihr durch's Gehirn, bevor sie das Bewußtsein verlor':Das ist der Lohn! Nicht Bridget stirbt, sondern Du selbst!"

Morell und seine Frau waren auf ihrem Nachhausewege von ihren Bekannten begleitet worden. Das Gespräch hatte sich auf den englischen Dichter Addison gelenkt, und man gerieth in einen scherzhaften Streit über den Wortlaut einer Stelle aus seinen Werken. Am Hause angelangt, eilte Bridget schnell hinauf in die Bibliothek, um den betreffenden Band von Addison herauszusuchen und durch Prüfung der streitigen Stelle die Sache zu entscheiden. Morell mit dem befreundeten Ehe. paar folgte ihr langsam. Als die He? ren den Schreckensschrei Bridgets un gleich darauf den Terrys hörten, eilten sie erschrocken herzu. Morell tödtete die Brillenschlange, die an der ohnmächtigen Terry Hand f)ina, durch ein paar wuchtige Schläge mit einer Eisenstange, die er aus dem unteren Theil eines Vorhanges, wo sie als Beschwerung gedien: hatte, mit großer Geistesgegenwart hervorzog. Man suchte Terry aus ihrer Ohn macht zu erwecken. Man rief nach Apsur. erfuhr aber zu seinem Schrecken, daß dieser fortgeritten sei. Es wurde Rum herbeigebracht, da Alkohol das beste Gegenmittel gegen Schlangenbisse ist und auch bei dem Biß der europäischen Kreuzotter unfehlbar wirkt. Man flößte Terry etwas Rum ein, und als sie zu schlucken begann, wurden die Quantitäten, die man ihr eingoß, immer größer. Endlich schlug sie auch die Augen auf. Apsur hat es gethan," war das erste Wort, das sie, noch halb bewußtlos, stammelte. Er hat die Schlange in den Schrank gesteckt, ich sah es." Unglückliche," rief Morell, weshalb hast Du nicht Lärm geschlagen? Diese Nachlässigkeit kostet Dir Dein" er schwieg, erschreckt über seine eigenen Worte. Mein Leben," schrie Terry, kostet es, ich weiß es. Aber sie sollte sterben, sie!" dabei wies sie auf Bridget. Du redest irre. Terry," versetzte Morell, aber das immer erregter werdende Weib war nicht mehr zu beruh:nen. Wuth, Verzweiflung, verunglückte Rache, Todesangst beraubten sie des klaren Denkens. Dieses Weib sollte sterben, ich wollte es. ich warnt? sie nicht, ich empfand es wie Wonne, daß die Schlange sie verwunden würde. Aber es sollte nicht sein, und mich trifft nun der Tod." Dann verfiel sie in Krämpfe, die Vorboten des Todes, wie die Umstehenden glaubten. Iemidar, der andere Diener des Hauses, war natürlich auch in den Oberstock geeilt, als von dort die Hilferufe ertönten. Mit Hilfe zweier Stäbchen öffnete er den Rachen der erschlagenen Brillenschlange und prüfte ihn. Sahib," tvendete er sich jetzt an Morcll, die Schlange hat keine Giftzähne, sie sind ihr ausgebrochen. Entweder Hai Apsur sich vergriffen, als er die Schlange aussuchte, oder er wollte den Sahib nicht todten, sondern nur erschrecken." Aber die Krämpfe?" entgegnete Morell. Nur der Schreck, Sahib, der Schreck über den Biß und die Furcht vor dem Tode. Es wird der Herrin nichts geschehen." . In der That war schon drei Tage später Terry mit ihrem ganzen Gepäck auf dem Wege nach Georgetown, der Hauptstadt der Insel, um von dort den nächsten Dampfer nach Europa zu benutzen. Iemidar nahm sich des SchlangenParkes an und fütterte die Schlangen weiter. Bald verkaufte Morell die ihm verleidete Vlantage und zog sich mit seiner grai nach England zurück. Terry begegneten sie dort nicht mehr, sie war nach Australien ausgewandert und sollte dort sich noch immer auf der Sucke nach einem Manne befinden. Apsur kann man noch heute als Schlangenbeschwörer in Singapur sehen. Kaserncnhofblüthen. Wachtmeister (beim Kommando: Kanoniere aufgesessen", zu einem langsamen Rekruten): Meier, Sie woll'n wohl erst 'ne Pleite machen, eh'r Sie sich auf 'n Protzkasten zur Ruhe setzen?" Sorasgel,stfon. Erster Leutnant: Kämerad gingen gestern mit zukünftiger Schwiegermutter " Zweiter Leutnant: War ja meine Braut!" E rster Leutnant: Ausreden lassen. Meinte doch Schwiegermutter meines Sohnes. Junge kriegt doch 'mal Ihr künftiges Töch terchen?"

$006 und landmitthscyast. Buttermilchsuppe. Zu jedem Quart Buitermilch nimmt man eine Unze feines Weizenmehl. Dies rührt man mit der Milch glatt an und läßt es mit etwas Salz rasch auflochen, rührt die Suppe mit Zucker, Zimmet und einem Eidotter ab und legt einige in Butter geröstete Weißbrodschnitten in die Terrine. Gekochte Täubchen mit Blumenkohlsauce. Sechs Personen, 1 Stunde. Man nimmt ungefähr ein Pint von der Taubenbrühe, tbut eine feingehackte Sardelle, einige Champignons und den Saft einer Citrone dazu, verkocht dies mit der Brühe, gibt einen bis zwei Eßlöffel süße Sahne dazu, schmeckt nach Salz ab, quirlt die Sauce mit zwei Eigelb ab, thut zwei Theelöffel Maggi hinein, die man schnell verrührt, und zuletzt den, in kleine Rosen zerlegten Blumenkohl, den man in Salzwasser vorher weichgekocht hat. Die Sauce wird über die Täubchen gegossen. Gegen Katarrh. Katarrh kann mcht kurirt werden durch lokale Applikationen, da sie den Sitz der Krankheit nicht erreichen können. Katarrh ist eine Blut- oder Konstitutionskrankheit und, um sie zu heilen, sind innere Heilmittel zu nehmen. Das allereinfachste und wirksamste Mittel ist lauwarmer Honig mit etwas Gänsefett vermischt. Man nimmt davon zwei oder drei Löffel voll tagsüber und einen vor dem Schlafengehen. Das Mittel hilft sofort lindernd und beilt die Krankheit in wenigen Tagen. Bei einem hartnäckigen Fall sind die Portionen zu vermehren, was bei einem so angenehmen Heilmittel nicht schwer fällen dürfte. Rühreier mit Spargel. Diese bilden ein vorzügliches Eingangsgcricht nach der Suppe, wie auch mit Aufschnitt ein sehr schönes Abendessen. Man braucht für sechs Persznen neun Eier und eine Pfundbüchse Brechspargel. Die Eier quirlt man zusammen und gibt dann die auf einem Sieb abgetropften Spargel hinzu. Man kann auch zwei Eßlöffel von ihrem in der Büchse befindlichen Safte und zwei Eßlöffel voll süße Sahne hinzugeben. Diese Mischung gießt man in Pfund Butter, welche man steigend gemacht hat und rührt sie so lange, bis alles eine flockige noch nicht feste Masse bildet. Man reicht fein gewiegten Schnittlauch und geriebenen- Parmesankäse extra dazu. Marmelade von Kirschen. Reife saure Kirschen werden von den Stielen gepflückt, gewaschen und unter beständigem Rühren, womöglich in kupfernem Kessel völlig zerkocht. Alsdann streicht man sie durch ein Sieb (Durchschlag) damit Me Kerne zurückbleiben, scheuert den Kessel von Neuem recht blank und kocht das Mus mit etwas Zimmt unter fortgesetztem Rübren fo lange, bis es ganz steif ist. Das Feuer darf dabei nur schwach sein, weil die schon feste Masse leicht anbrennt. Wenn das Mus die erforderliche Steife erlangt hat, d. h. ganz zäh geworden ist, füllt man es in Steintöpfe, schiebt diese zum Nachtrocknen in den Back- oder Bratofen, bis die Marmelade von oben trocken geworden ist. Zu sicherem Halten kann man, wenn die Marmelade in den Töpfen erkaltet ist, eine Schicht gutes Nierentalg darauf gießen, dasselbe bildet nach dem Erkalten einen luftdichten Deckel. Chronische Magenschwäche läßt sich in der Regel durch vernünftige Art, die Nahrung zu sich zu nehmen, vollkommen heilen. Der sicherste Weg, die geschwächte Verdauungskraft zu stärken, besteht darin, in weiser Mäßigung solche Speisen zu genießen, die binnen wenigen Stunden man mache nur die Probe völlig aufgelöst erscheinen, wenn sie fein geschabt in einen Topf mit warmem Wasser gebracht werden, dessen Temperatur auf gleichmäßiger Höhe gehalten wird. Das ist eine falsche Analogie, wird man einwenden, der menschliche Magen ist etwas anderes, als ein Topf voll warmen Wassers. Allerdings, er ist ein lebendiges Organ, das mittelst des Magensaftes und des Pepsins die aufgenommene Nahrung in den Chymus oder Speisedrei umsetzt und durch weilere Prozesse assimilirbar macht. Aber der Vergleich mit dem Topfe, in dessen warmem Wasser die hineingeworfenen Stoffe sich lösen, hat doch seine Berechtigung. Es liegt darin die Lehre, daß die Nahrung dem Magen in möglichst verdaulichem Zustande zugeführt werden soll. Damit ist keinesWegs gesagt, daß der an schwacher Verdauung Leidende ausschließlich weiche Speisen zu sich nehmen soll, nur müssen sie weich sein, wenn sie den Magen erreichen. Mit anderen Worten, er soll die Arbeit des Verdauens schon gleichsam während des Essens verrichten. Die wichtigste Vorschrift ist: Langsam, gairz langsam essen, alles gründlich zerkauen und einspeicheln, ehe

man es hinunterschluckt. Gießt man ein Glas Milch in drei Schlucken binunter, so wird sich im Magen nur ein zäher Klumpen grünlicher Käsemasse bilden, den der Magensaft aufzulösen nicht fähig ist; anders aber, wenn man die Milch Löffel für Löffel einnimmt und die Verdauung schon in der Mundhöhle vorbereitet. Nur derjenigen Nahrung braucht ein Magenschwacher sich zu enthalten, von der er fühlt und weiß, daß sie von den Verdauungsorganen nicht, oder nicht genügend

assimilirt werden kann. Auch über das wie viel und wie oft hat er selbst nach den gemachten Erfahrungen zu urtheilen, nur kann ihm nicht dringend genug gesagt werden: Langsam und bedächtig essen ist schon halbe Verdauung. Die Kultur der Artischocke ist durchaus nicht so schwierig, wie man gewöhnlich annimmt. Das einfachste Anbauverfahren ist folgcndes: Man gibt den Pflanzen einen sonnigen Standort in tiefgelockertcm fetten Boden. Vor der Anpflanzung hebt man große Löcher aus und bring! zuunterst in diese eine Schicht Mist. Die Vermehrung geschieht entweder durch Samen oder durch Seitensprossen (Ausläufer), die sich an den Pflanzen regelmäßig bilden. Weil die Samenpflanzen öfters ausarten, gibt man der Vermehrung durch Scitensprossev den Vorzug. Man verschafft sich du ersten Setzlinge ai- iner Handelsgärt-

ncrei. spater lann man von leinen eigenen Pflanzen die Abläufe? abnehmen. Wenn keine Fröste mehr zu befürchten sind, fetzt man die Pflanzen in Abständen von einem Meter. Um einen starken Busch zu erzielen, kann man mehrere Pflanzen zusammensetzen. Zur Sicherung des Anwachsens verkürzt man vor dem Einsetzen die längeren Blätter. Das Setzen selbst hat mit Sorgfalt zu geschehen, auch soll nach Bedarf gegossen werden. Bis sik angewachsen sind, sollten die Setzlingk beschattet werden. Die Anpflanzungen bringen, wenn sie gut gepflegt und von Unkraut rein gebalten werden, häufic im ersten Jahre schon Früchte und im zweiten schon einen schonen Ertrag. Bcnützt werden als Gemüse nur die ungeöffneten Blüthentöpfe. Nach der Ernte schneidet man die Blüthenstengel am Boden ab, nimmt die gelben Blätter weg, verkürzt vor Eintritt des Frostes die längeren Blätter und bindet die Pflanze mit Stroh ein. Da die Artischocken gegen Kälte und Nässe etwas empfindlich sind, geschieht ihre UeberWinterung am besten durch gutes Einbinden und Anhäufeln von Erde, Bei Eintritt sehr heftigen Frostes kann man sie noch mit Laub oder mit langem Mist umgeben. Vor Fäulniß schützt man die Stöcke durch Ueberstülpen mit Fäßchen etc. Eine sichere Ueöerwinterung der Artischockenpflanzen bestehl auch darin, daß man sie im Herbst ausgräbt und im Keller einschlägt. Im Frühjahr nimmt man die Bedeckuno weg, ebnet die Erde aus und dünat mit Mist oder Gülle. In der Regel sind die Artischockenpflanzen fünf bis acht Jahre tragfähig. Die Folgen einer zu dichten Besetzung der Karpfen -Aufzucht- und Abwachs-Teiche. Die Besetzung der Karpfenteiche erfolgt zumeist nach dem in jeder Gegend Herrschenden althergebrachten Brauche, selten in dem richtigen Verhältnisse zu den im Teiche vorsindlichen Nabrungsvorräthen. Vielerorts wird in der guten Absicht, größereFischflcischernten zu erzielen, gesündigt und die Teiche werden stark besetzt. Solches Vorgehen rächt sich jeder Zeit durch Mißerfolge: Tik Fische finden in dem Teiche nickt da? für sie notwendige Produktionsfuttei und das ihnen allenfalls gereichte Zufutter ersetzt ihnen so lange es ein Kunst- oder Ersatzfutter ist den Mange! nicht. Die unausbleibliche Folge dessen ist, daß die Fische degenerirend hungern, abmagern; sie werden großköpfig, großschuvpig, flachrückig, muskelgrätenreich und schlechtfleischig, oft unnatürlich in der Farbe des Kleides und des Fleisches. Die nach der Abfischung erhoffte Ernte entspricht zwar der Stückzahl, niemals aber dem Fleisckgewichte nach den Hofsnungen des Teichwirthes. Und obwohl das Gegentheil, die zu geringe Besetzuno auch keine Vortheile im Gefolge hat, sc wird sie doch niemals die Nachtheile einer Ueberbesetzung bringen. Köpfen der Drohnen brüt. Der Mobilimker hat es in der Hand, feine Stöcke frei von Drohnenzellen zu erhalten, trotzdem findet man dennoch Drohnenbrut in Arbeiterzellen, indem die Königin in Ermanglung von Drohnenzellen die Drohnenbrut in Arbeiterzellen legt, wodurch Buckelbrut cntiht. Der Bienenzüchter mag Drohnenbrut finden, wo er will, fo soll sie geköpft werden, sofern man nicht Drohnen einer fremden Rasse erzielen will, die zur Begattung dienen sollen. Man bedient sich dazu des sogenannten Entdeckelungsm?ssers, womit man die Honigwaben entdeckelt, so kann man die darin befindlichen Bienenleiber durch schütteln, Aufstoßen oder mit einer Nadel daraus entfernen. Wenn man eine geköpfte Wabe dem BienenVolke sogleich zurück in den Stock gibt, so saugen die Bienen die Weichtheile der Maden aus und benutzen den Saft wieder zu Futterbrei. Die Fruchtbarkeit der Eier zu bestimmen. Nackdem .die Eier drei Tage lang bebrütet worden sind, hält man sie vor ein Loch in einer Thüre oder einem Fensterladen, gegen welche die Sonne scheint. Diejenigen, welche unfruchtbar sind, werden hell aussehen, während diejenigen. welche befruchtet sind, an einer Stelle einen dunklen Fleck und ein Netz von Adern bemerken lassen, das sich in der inneren Seite der Schale gebildet hat. Statt der unbefruchteten Eicr kann man dann der Henne andere Eier unterlegen; die Jungen kriechen dann drei Tage später aus als die der erst unterlegten. )

DieguteFreundin. Ich glaube, Professor Grübler ist der verrückteste Mensch, der mir je vorgekommen ist. Ich war noch keine fünf Minuten mit ihm zusammen, da fragte er mich schon, wie alt ich bin." Da kannst Du ihm nicht so übel nehmen; sein Hauptfach ist doch Alte Geschichte"." Dichtersorgen. Was bist Du denn so verstimmt?" Ach denke Dir nur: Da schreibe ich ein Drama über den Einfall Cortez' in Mexiko mit dem Kämmerer Montezumas als Hauptperson und weitz nun keinen Titel für das Stück!" So nenn' es doch einfach nach diesem Kämmerer!" Das geht doch nicht! Txr heißt ja: Artixcazintacatecatl!" Enttäuschung. Alte Jungfcr: . . .und für wie alt hältst Du mich denn, kleiner Mann?" Der kleine Fritz: Für 22 Jahre!" Alte Jungfee (geschmeichelt): Ach, wie gut Du r?' then kannst, Fritzchen, oder wußtest Du vielleicht, daß ich so alt bin?" Der kleine Fritz: Nein, aber mein Bruder Max ist auch 22 Jahre alt und hat zerade einen solchen Schnurrbart wie

;:e !" Unter Pantoffelhel. den. A.: Nun, Freund, wie war c denn gestern in der spiritistischen Soiree?" B.: Grauenhaft, bald drückt mir einer in der Dunkelheit die Hand, bald bekam ich eine schallende Ohrfeige, dann flog mir ein Pantoffel mit foltfrtr Wucht an den Schädel, daß mic Hören und Sehen verging." A.: Aber Bruderherz, dafür giebst Du noch Dein theures Geld aus, das kann ich zu Hause bei meiner Alten alles umsonst baben." Frei nach Schiller Ob Köchin, Mädchen oder Frau Sie alle lieben trnkard Thau, Nicht weil er Wangen frisch und roth, Nein ! Weil er stets das beste Brod. Nicht Einer in der ganzen Stadt Solch gutes Brod gebacken hat. Drum loben sie auch alle heut Dits rod und seine Gütigkeit. Auch Butter-Ringe, 's ist eine Pracht Wie Bernhard Thau dieselben macht, Denn u:tcr spart er nicht daran Wie Jedermann es.sehen kann. Und Pumpernickel, meiner Ehr' Als wäre er für's Militär, Herr Thau ist Meister in dem Fach Es macht es ihm kein Zweiter nach. Weil Ehrlichkeit sein stetes Loos Ist seine Kundschaft auch'so'groß, Willst ehrlich Du bedienet sein So kauf Dein Brod'bei ihm allein. S61 Hosbrook Marktstand 123124. Telephon (neu) 3253. Das verläßliche und erprobte EMERSON Zum Perkauf bei The JOINERKENNEDY MUSIC CO. Tapeten gereinigt durch das neue ...Germicide Verfahren... 5lh . Vtiütx, 1291 Süd oft Str. Das Gernncide Verfahren entfernt den Staub und Rauch vollkvmmcn. bnngt das frische usseden rw der und zerstört Vicroben. Kein Schmutz füllt uf du Möbel oder aus den Futzdoden Preise niedr . gür oranschläge schreibe man eine Postkarte (Lhas. C. Schott, ...Plumbcr... und Handler in den CZ2 Cledeland Faucet Co's. Bier-Pumpen. 10 West Marnland Str. " Telephon. Neu. 2231. Theodore F. Smithcr, geschickter und zuverlässiger ...Dachdecker... Pech- und Kiesdächer, Dächer von Asphalt nnd Gilsonit. T Engros Händler in allen Arten von Tch ritte. Telephon : neu sei ; alt grern 2121. 301 eft Mar!and St?. SSdwkftl. Ecke von Senate Ave und Marvland Srr. The Health Office GEO. SPERR! Eigenthümer No. 647 Massachusetts Avenue, Ecke ibsrttz eufec. Die besten Weine, Liquöre und (Zigarren stets an Hand. Jedermann ist freundlichst zu einem Besuch eingeladen.

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