Indiana Tribüne, Volume 25, Number 236, Indianapolis, Marion County, 27 May 1902 — Page 7

Jndiana Tribune, 27 Mai K.

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MM 8 144 Nord Pennsylvania Strafte, Hauptquartier für Brillen und Qperngläser. 15 ifUKMt! r5Tfl M fRCRSW Mnß ILJt Brillen werd nach den besten Methoden den Augtn NgkvKk. Künstliche Augen werden schmerzlos eingesetzt. Ottmar Keller, 217 Oft Washington Str. : Feine : weine, (iquöre und Cigarren ltra-Lunch servirt auf Ordn zu jeder Zeit, Hauptquartier der Bäcker. Badens etzgn und anderer Bereine. Telephon 33 7. fienry schwarz ...Feine Weine... Liquöre, Cigarren lund Tabak. No. 2602 Weft Michigan Str. Feiner Lunch von Morg ns 9 bis 12 Uhr, und von 4 bis 6 Uhr Nachmittag'. Henry's Platz tft jktzt nicht mehr in 431. sondern in 423 M Driaw&re Sirasse II li Pabft Bier an Zapf Jmportirtc und einheimische Weine. Feine Liquöre und Cigarren. Henry W. Kurz, 428 2. Tclaware Ttr. TOM MULRINE, Sample Moom 2621 West Michigan Str. Feine Weine, Liquöre und.... Cigarren. EDWARD A. HARMENIN6, Eigenthümer Busses Saloon 10 Nord Delaware Str. Neues Telephon 2258. L. A. RooS und Allen McCaulcy, Schankkellner, Sommergarten ton Mathew Lewis. No. 11 Nord Weft Stratze. iSreb. Rasemann'S alter Platz.) Feine Weine, Liquöre und Cigarren Lunch aus Bkstellung feroirt zu itder Zeit. Rts Vtont 1568 John F. Sanders Sample Room, 228-230 Oft Wabafl, Str. Beste weine, liquöre : : und Cigarrer Telephon alt und neu, 955. Zu vermiethen : Zimmer im Majestic :: Gebaeude z reonzirten Preisen. Das linste Office-Gebäude in der Stadt. KoUständig feuersicher. Schnelle Fahrftüht und alle modernen Bequemlichkeiten. Nachzufragen bei Gregory & Appel, Agenten, iux d Jndlanavolis Gas So. Mlnn Mllharm. Präs. Mary Wahonetj. ir. Arbeit ersten Ranges , der llflM :: CD-OPERATIVE :: LADUDRY No. 232238 Virginia Ave. .i... ni. Telephone: 2 " ' 7sckästMnr. und cu 1269.

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o 0OQ0 0OO0 0OO0 oooo oOOooOQ c Die Jugendfreunde. 8 c Q 1 l H.HIUHIJ UUII IIUIUI W.jiuj Q n C Erzählung von Marim (üüorjktj. 0 09o oOOo oOOo oOOo oOOo 0OO0 oOü (Schluß.) Was war denn Gutes an ihm?" frug Iefims Gefährte leise. Alles!" rief Jefim. Seine Scbönheit, sein gutes Herz ach. bester Mann, damals hättest Du uns sehen sollen ei. ei. ei! Was wir für Spiele spielten, was wir für ein fröhliches Leben führten! Oft rief er nach mir: Jefim! Gehen wir auf die Jagd! Er hatte ein j Gewehr sein Vater hatte es ihm zum Geburtstage geschenki und für mich stibitzte er ein anderes. Und dann gin gen wir in den Wald für einen, zwei, drei Tage! Dann kamen wir nach Hause er bekam Schelte, ich Prügel. Und siche da am anderen Tage wieder: Jefim. gehen wir Schwamm? suchen! Was wir an Vögeln gefangen haben Tausende! Schwämme haben wir gesammelt nach Centnern! Er fing Schmetterli?.ae und Käfer, steckte sie in Schachteln auf Nadeln interessant war das! Auch lesen lehrte er mich. Jefim. sagte er. ich werde Dich Zehren! Also los! Und dann fing, er an sag. ,A,' ich brüllte: a a a! Zum Lachen war's. Erst betrieb ich's des Spaßes halber wozu braucht denn der Bauer das Lesen und Schreiben! Er aber redete mir ein: dazu bist Du aus der Leibeigenschaft befreit worden, damit Du etwas lernst wenn Du lesen kannst, wirst Du das Leben kennen lernen und die Wahrheit suchen können! So ein Kind nimmt eben alles auf, was es von den Erwachsenen hört, und plappert's dann nach ist ja doch alles Unsinn natürlich. Das Herz ist die Hauvtsache, das Herz weist einem schon den Pfad zur Wahrheit das kennt sich aus. Also so belehrte er mich, und nahm -sich der Sacke so an, datz er mir . reinen freien AUgenona uen. co yienis ihn an: bitte, sagte ich, ich kann's nicht bewältigen, 's ist zu viel für mich! Hat er mich da angeschrieen! Mit Vaters Reitpeitsche werde ich Dich prügeln aber lernen mufrt Du! da hatten wir'ö! Ich lernte also einmal brannte rc; durch von der Stunde einfach aufgesprungen bin ich und weg war ich! Da hat er mich den ganzen Tag mit dem Gewehr gesucht todtschießen wollte er mich! Nachher erzählte er mir: wenn ich Dich, sagte er, an dem Tage getroffen hätte ich hätte Dich erschos. sen! So einer war das! Unbeugsam feurig der richtige Gebieter! Er hatte mich gerrr, Eine Feuerseele war's als mich mein Alter einmal durchgeprügelt hatte, und er hereinkam und das sah lieber Gott was da losging! Bläh wurde er. fing an, zu zittern, ballte die Fäuste, und nun an den Vater! ,Wie kannst Du Dich unterstehen?' Mein Vater sagte: ,Ich bin ja der Vater!' ,Aha! Also gut denn, Du !ifl der Vater allein kann ich mit Dir nicht fertig werden, aber Dein Rücken wird ebenso Striemen bekommen, wie der Deines Sohnes!' Aufgeheult hat er da und ist weggelaufen. Und was meinst Du, Väterchen? Sein Versprechen hat er gehalten! Er mutz wohl die Dienerschaft aufgehetzt haben, denn eines schönen Tages kommt mein Alter nach Hause und ächzt; das Hemd wollte er herunterziehen, das war aver am Rücken festgeklebt Zornig wurde der Vater damals: ,Dir hab' ich meine Schmerzen zu verdanken. Du Augendiener!' Und dann gab er mir eine gcbörige Tracht Prügel. Wegen des Augendieners aber, da hatte er unrecht das bin ich nie gewesen " Richtig, Jefim, das bist Du nie g:wescn!" bestätigte der Arrestant und schreckte auf das merkt man auch jetzt Tu kannst kein Speichellecker gewesen sein," fügte er rasch hinzu Natürlich ich hatte ihn eben gern, den Witty!" rief Jefim. Ein gescheiter Junge war's alle hatten ihn gern, nicht nur ich allein! Wenn er so zu erzählen anfing ich weiß nichts mehr davon, dreißig Jahre srnd's her o, lie der Gott, wo mag er ietzt fettn Wenn er noch lebt, nimmt er entweder eine höbe Stellung ein, oder er ist in den tiefsten Sumpf versunken! So ist das Menschenleben! Es kocht und siedet, aber nimmer kommt etwas Gescheites dabei heraus! Und die Menschen verderben leid können sie einem thun sehr leid" Jefiin seufzte schwer aus und senkte Ven Kopf. Minutenlanges Schweigen. Und auch ich thue Dir leid?" frug der Arrestant vergnügt. Wirklich vergnügt war er, ein ganzes Gesicht war von einem gutmüthigen schönen Lächeln erleuchtet. Bist ein sonderbarer Mensch!" rief Jefim. Natürlich mußt Du einem leid thun! Was bist Du denn eigentlich? Da Du vagabundirst, hast Du wohl nichts auf der Welt, was Dir ge hört weder Kind, noch Kegel! Vielleicht trägst Du an einer großen Schuld wer weih? Armselig bist Du das in in 2 ii Ja ja!" sagte der Arrestant. Und wieder schwiegen sie. Die Sonne war schon gesunken und die Schatten waren dunkler geworden. Es roch nach feuckter lrrde, Blumen und Waldesausdünstung. Lange saßen sie schweigeno So schön cs auch hier ist, aber weitergehen müssen wir doch. Wir haben ungefähr noch acht Kilometer zu aeben. Auf Väterchen, erbebe Tich'

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Bleiben wir noch ein wenig sitzen!"

bat der Angeredete. Meinetwegen schon ich bin auch gern des Nachts am Waldessaum. Aber wann kommen wir dann zum Landrath? Ter wird schelten es ist schon spät" Macht nichts, das tbut nicht weh" Wenn Du ein Wort für mich einlegst" lachte der Wächter. Das kann ich thun." Was Du sagst? ' Nun?" Du bist ein Spaßvogel? Der wird Dir schön geben!" Haut er denn?" Streng ist er! Und dabei geschickt er aibt einem eine Obrfeiae. und es scheint einem, als ob er auf die Beine schlägt Nun. dann vrügeln wir ihn wieder!" sagte der Arrestant ruhig, und tätschelte seinem Wächter freundschaftlich auf die Schulter. Das war familiär und gefiel Jefim nicht. Wie dem auch sei. er gehörte doch zur Behörde, und dieser Bursche rurfte nicht vergessen, daß er unterm Güriel sein Amtszeichen trug. Er stand auf. nahm seinen Stock in die Hand, steckte sein Amtszeichen mitten auf die Brust, und sagte streng: Steh' auf, gehen wir!" jch gebe nicht!" sagte der Arresteint. Jefim wurde verwirrt, riß die Aunen auf, schwieg eine halbe Minute lang, und begriff nicht recht, wie der Arrestant dazu kam, sich solche Späße mit ihm zu erlauben? Nun. mache keine Geschichten, gehen wir!" sagte er schon etwas sanfter. Ich gehe nicht," sagte der Arrestant mit Entschiedenheit. Wie, Du gehst nicht?" schrie Jefim nun erstaunt und zornig. Sehr einfach! Ich will hier mit Dir übernachten. Nun, mache 'mal ein iZeuerchen!" cvrf t.vrS Tt Vrn 2 itfrrt(jhln ' werde Dir so ein Feucrchen zwischen UI IVl l VI 11 Wl uvniiu4kii Die Nippen machen, daß Du Dich wunderst!" drohte Jefim. Innerlich aber war er höchst erstaunt. Dieser Mensch sagte, er wolle nicht gehen, widersetzte sich nicht, machte keine Anstalten zum Raufen, lag ganz ruhig auf der Erde weiter nichts! Was war da anzufangen? Brülle nicht. Jefim!" ricth der Arrestant ruhig. Jefim schwieg wieder, trat von einem ftufe auf den anderen und sah seinen Gefangenen mit großen Augen an. Auch jener betrachtete ihn, und lächelte dabei. Jefim überlegte angestrengt, was er zu thun habe: wie war es nur gekommen, daß dieser Vagabund, der die ganze Zeit so finster und böse war, plötzlich so lustig geworden war? Wie wäre es, wenn er sich auf ibn würfe, ihm die Arme bände, ein paar Mal hinter die Ohren schlüge, und fertig damit? Und Jefim sagte in dcm strengsten Besehlshaberton, der ihm zu Gebote stand: Nun hast Du aber genug gespaßt. Du Wicht! Steh' auf. sonst binde ich Dick dann gehst Tu. kannst mir'3 glauben! Verstanden? Nun, paß auf sonst schlage ich zu!" Mich?" lächelte der Arrestant. Und warum denn nicht?" Den Witty Tuczkow willst Du, Jefim Gryslow, schlagen?" Ach Du da soll doch gleich!" schrie Jefim überrascht. Was meinst Du eigentlich? Was willst Du mir vorschwindeln? Lasse das!" Nun höre aber auf zu schreien. Jefim! Es ist Zeit, daß Du mich erkennst!" lächelte der Arrestant ruhig und stand auf. Wie geht es Dir eigentlich?" Jefim wich vor der ihm dargebotenen Hand zurück und glotzte seinen Gefangenen an dann fingen seine Lippen an zu zittern und sein ganzes Gesicht wurde von feinen Runzeln überlaufen. Viktor Alexandrowicz! sind Sie es wirklich?" frug er flüsternd. Willst Du ich zeige Dir meine PaPiere? Oder besser, ich gedenke der Vergangenheit: also erinnerst Du Dich, wie Du im Wald in die Wolfsqrube fielst? Uttd wie ich Nester ausnehmen wollte, und an einem Ast mit dem Kopf nach unten hängen blieb? Und wie wir bei der alten Milchfrau Nahm stahlen? Und wie sie uns Märchen erzählte." Jefim glitt schwerfällig zur Erde und lächelte verwirrt. Glaubst Du's jetzt?" frug der Arrestant und setzte sich neben ihn hin, sah ihm in's Gesicht 'lnd legte die Hand auf seine Schütter. Jefim schwieg. Um sie herum war es ganz dunkel geworden. Im Walde ertönte ein dumpfes Geräusch und Gefluster irgendwo ächzte ein Nachtvogel. Eine Wolke glitt über den Wald hin, sich kaum merklich fortbewegend. Nun, Jefim, freust Du Dich denn qar nicht über die Begegnung? Oder freust Du Dich sehr? O Du einfältiges Gemüth! Wie Du als Kind warst, bist Du auch heute noch! Jefim! so rede doch, Du liebes Ungethüm!" Jefim räusperte sich geräuschvoll. Nun, Brüderchen, ei, ei, ei!" schüttelte der Arrestant vorwurfsvoll den Kopf. Was hast Du! Schäme Dich! Du wirst wohl bald fünfzig und gibst Dich mit solchem Unsinn ab? Latz das!" und er umfaßte die Schultern des Wächters und rüttelte ihn. Dieser lachte zitternd auf und fing schließlich an zu reden, ohne seinen Gefährten anzusehen: Wie könnte ich denn anders? Ich freue mich. Also Sie sind cs? Wie soll ich das alauben?

Sie und solche Sachen! Witty in solcher Gestalt! Nach Nummer Sicher ohne Paß Brod zur Nahrung keinen Tabak lieber Gott? Das ist doch nicht in der Ordnung! Wenn ich cs

noch wäre und Sie wären w?niastens der Wächter! Auch dann wär's schcn s besser! So ab?r wie ist das nur? Wie soll ich Ihnen unter die Augen treten? Immer habe ich mit Freude an Sie ge-. tc.&S.. Wenn ich so manchmal denke: ' Y da thut mir das Herz weh j.'tzt d haben wir's! Herrgott. V?NN man das den Leuten erzählt die alauben's gar nicht!" Er murm?lte seine abgerissenen Sätze und sah unverwandt auf seine Stiefel fcnib, toopte fortwährend mit dc: and nach der Brust und nach oen Halse. Du sollst den Leuten auch nicht!! davon erzählen, das ist nicht nöthig. Und höre nun auf bist Du denn darar Schuld? Wegen meiner gräme Dick nicht meine Papiere habe ich. ich zeigti sie nur dem Dorfältesten nicht, weil ick nicht erkannt werden wollte. Meir Bruder wird mich nicht einsperren, sondern mir auf die Füße helfen ich bleibt bei ihm und dann gehen wir wieder zusammen mit Dir auf die Jagd. Siehst Du. wie wieder alles gut werden wird?" Witty sagte das sanft, in der Art. wie Erwachsene kleine Kinder trösten. Der Wolke gegenüber ging der Mont über dem Walde auf und versilbert! deren Ränder, welche weiche opalfarbigc Schattirungen annahmen. Im Kor? schlugen die Wachteln, irgendwo pcchtk ein Specht das Nachtdunkel wurdk immer dunkler. ..Das ist wahr." begann Jefim leise, ..Iwan Alexandrowicz wird sich seinee leiblichen Bruders annehmen, und Sic werden dann wieder aufleben. Das ist Alles rivjHa und auf die Jag werden wir gehen aber cs ist doch rnchl das Rechte! Ich dachte mir wunder. was Sie für Thaten vollbringen wer den! Und in Wirklichkeit ist's so gan anders! Witty Tuczkew lachte auf. Ich habc. Brüderchen Jefim, genuc der Tbaten vollbracht Meinen An theil am Gut habe ich verlevt, m Dienste konnte ich mit den Mensche? nicht auskommen, dann war ich Schauspieler, Kommis im Holzhandel, dann wurde ich selber Theateruntcrnehmer, dann ging Alles flöten bei Allem und Jedem habe ich Schulden gemacht, bin in c:ne unangenehme Geschichte ver wickelt worden und Alles das is vorbei!" Der Arrestant machte eine Bewegung mit der Hand und lachte gutmüthig, .ctzt, Brüderchen, gehöre ich nich mebr ni den Herrschaften! Davon 6il ich acheilt! Jetzt wollen wir vergnüg weiterleben, nicht wahr? Nun, sc wache doch auf!" Das ist nur so!" sagte Jefim mi gedrückter Stimme. Nur schäme ick mich ich habe Ihnen da so Verschiede n?s aesaat unpassende Nedensarter und so weiter ick bin cb:n ein Bauer. das ist einmal nicht anders AIs: hier übernachten wollen wir? Ich macht gleich Feuer " Nun. so rühre Dich!" Der Arrestant streckte sich auf di. Erde mit dem Gesicht nach oben, bei Wächter aber verschwand im Waldessaum, woher gleich darauf das Breck:r von Zweigen und Geräusch ertönte Bald kam Jefim mit eincm Arm voL Reisig zurück, und in der nächsten Minute wanden sich über dem kleinen Reisighäufchen schon lustige Feuerschlänglein. s Jugendfreunde saßen sich gegenüber, schauten nachdenklich in's Fcuei , . und rauchten ihre Pfeife. ..Ganz wie dazumal!" sagte Jefim wehmüthig. Nur die Zeiten haben sich geändert," sagte Tuczkow. 'Ja, das Leben ist rauher geworder wie es Ihnen mitgespielt hat!" Nun, wer weiß noch, wer wem!" lachte Tuczkow. Sie schwiegen. Ha! Lieber Gott! Witty! Eim nette Bescheerung!" sagte Jefim trübe. Eh! Genug davon! Was gefckehcr ist. kann nicht geändert werden." tröstete ihn Tuczkow philosophisch. Hinter ihnen erhob sich die Wane des leise flüsternden Waldes, lustic knatterte der Scheiterhaufen, um ihn herum tanzten geräuschlose Schatten und über den Feldern lag undurchdringliches Dunkel. pnN'cnZ'c Gclegenlfrit. Gatte (aus der Zeitung vorlesend): Da ist wieder ein Herr von der elektrischen Straßenbahn übersahren worden, gerade als er sich seine Cigarre anzünden wollte!" G a tt i n (eifrig): Da hast Du 's wieder mit dem albernen Rauchen!" Sonderbar. Lft ctmnv pa,sin?" rniatc der Xircftor eine WandmnuiCiiniv, als tt einen der Angc stellten imci einem Strtf nircu horte. ' irpiiidi". lautete die besorgt" Antwort. ..der Schwertschlmgn bat ,-,it. ttnhnrfufitiaferi eine Itccfnabel geschluckt." ( Wortspielereien. Schein trügt nur der 8?Nck nicht Jeder ist io.ne4 Tlkckeö Sckmied aber öfrer Bleche att oldchmil-d. Ein Vorao in mm eine Wand. HM oie wir sich st.-ckt. Princip enreitere: ist die hfctivtrit OnnaUerie. - Tarnen iinö jv;krvt-v v oft herrlich nnd Herren dämlich.

Ein Kollege. Der bekannte französische Romanschriftsteller Ponson du Terrail besuchtt eines Tages in Begleitung des Direktors den Bagno von Toulon. Der Beamte zeigte ihm die Hauptinsassen des Zuchthauses, erzählte ihm die Lebensgeschichte eines jeden und kam schließlich auch zu einem berüchtigten Mörder.

Wer ist dieser?" fragte der Romanschriftsteller. O, das ist eine unserer Berühmtheiten," sagte der Direktor. Was hat er denn für ein Verbrecher begangen?" Fragen Sie ihn doch selbst danach Herr Ponson du Terrail!" Der Schriftsteller wendet sich zu dem Sträfling: Was haben Sie gethan, daß man Sie hier eingesperrt hat?" Der Mörder, der eben den Namer des Romanciers vernommen, sieht ihr mit spöttischer Miene an und erwidert', Jedenfalls viel weniger als Sie. Herr Kollege!" Was wollen Sie damit sagen? Ick verstell Sie nicht," versetzte der Schriftsteller erstaunt. Das ist doch sehr einfach." fuhr bet Verbrecher fort, ich habe nur einen ein. zigen Menschen umgebracht, währenr die Leute, die Sie in Ihren Romaner ermordet haben, gar nicht mehr zu zählen sind." Das Veredeln und seine Zwecke. Das Veredeln wird angewendet, um Pflanzen zu vermehren, die aus ihren Samen gezogen ihre charakteristischen Eigenschaften nicht beibehalten, oder sich schwer durch Schnittlinge vermehren lassen würden. Wollen wir beispielsweise den Newton Lippin Apfel oder die Seckel-Birne vermehren, so kann dies aus diesem Grunde weder durch deren Samen geschehen noch auch ähnlich wie man Weiden vermehrt durch Stecklinge und wir greifen daher zum Veredeln. Das Veredeln wird andererseits aber auch angewendet, um schwachen, zart wachsenden Pflanzen neue Kraft zuzuführen. So wachsen z. B. schwachtriebige Rosen viel besser und tragen auch schönere Rosen, wenn man sie aisf stark wachsende Sträucher oder gleich kräftige Sorten veredelt, als wenn man sie aus Stecklingen zieht. Das Veredeln zu diesem Zwecke wird wohl bei Obstpflanzen nicht so allgemein angewendet, wenn auch Weinbauer durch Veredeln der sckwach-triebigen Tlaware-Rebc auf Clinton schöne Erfolge erzielt haben, und wenn auch das Veredeln von Reben auf amerikanische Unterlagen in Europa zum Schutze gegen die Reblaus ausgedehnt betrieben wird. Häufig bezweckt man durch das Veredeln gerade einen dem vorhergehenden entgegengesetzten Zweck, indem man allzu kräftiges Wachsthum unterdrücken und dadurch das Tragen von Früchten beschleunigen und begünstigen will. Man nennt diesen Vorgang häufig zwergeln" und erzielt dadurch die sogenannten ..Zwergbäume." So wird z. B. die Zwergmrne durch Pfropfen von Virn-Reisern auf Ouince-Unter-laae erzeugt und die Zwerg-Kirsch? durch Pfropfen unserer großfrüchtigen Ki'schensorten auf die schwachtriebige europäische Mahalab"-Kirsche. Dieser Vorgang stimmt mit dem alten Gesetze überein, daß Unterdrückung von Wachsthum Frühreife begünstigt. Ein weiterer Nutzen des Veredeln? besteht darin, daß man dadurch Obstsämlinge prüfen kann. Durch das Pfropfen eines Zweiges von einem jungen Apfelsämling aus einen alten tragenden Apfclbaum wird das Pfropfreis nämlich rascber Frucht tragen als der Sämling. Es ist eine allgemein ti. cn t . jti r t gemachte Beobachtung, daß Orangenund Citronen-Eämlinge nicht ehe? Früchte tragen, als bis sie veredelt sind. Ganz richtig ist das aber nicht; die Veredlung derselben mit Reisern don bereits tragenden Pflanzen wird wobl das Früchtetragen beschleunigen und eine gute Obstsorte erzeugen, wenn das Reis von einer guten Sorte genommen wurde, aber es folgt daraus nicht, daß Orangen- und Citronen-Sämlinge überhaupt nicht Früchte tragen werden, wenn man ihnen Zeit dazu gibt. Einige der feinsten Orangensorten' aus den Hainen Floridas kommen von Sämlingen, die nie veredelt wurden. Es ist der einzige Weg, bessere Sorten zu erzielen, wenn man Sämlinge Frucht tragen läßt. Das Veredeln ist nur dann von Erfolg begleuet, wenn Unterlage und Edelreis nahe verwandt sind; es kann dcher nur zwischen Sorten derselben Art von Vortheil sein. Das Veredeln kann sowohl durch die verschiedenen Arten des Pfropfens, als durch das Copuliren" und Oculiren" erfolgen, worüber wir nächstens sprcchen wollen. K ä s e k i t t entspricht vollkommen dem Zwecke, die Wabenanfänge damit an die Stabchen oder Rähmchen festzukitten. Man bereitet ihn aus zwei Theilen geronnener Milch und einem Löffel Kalk, gehörig untereinander gerieben, auch kann man damit die Bretter zu Mobilbauten verleimen. Vielversprechende Karr i e r e. Kürzlich wurde von Jnnsbrück, Tirol, ein dort verhafteter Landstreich aus Württemberg. Ziegelarbeiter von Beruf, in seine Heimath abgeschoben. Der erst 35 Jahre alte Mann wurde bereits 74 Mal wegen Diebstahl, Bettel. Landstreiche'rei. Falschmeldung. Betrug etc. abgestraft. Seine letzte Strafe war sieben Monate schweren Kerkers.

Blutvergiftung.

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