Indiana Tribüne, Volume 25, Number 234, Indianapolis, Marion County, 24 May 1902 — Page 4

In, Tribüne, 2-1. Mai ISttÄ.

Ikbiaa Tribüne. Herausgegeben von der uteberg 90. . Indianapolis, Ind.

Harry 0. Thudium Präfident. Geschäftet local: No. 31 Süd Tclawarc Straße. TELEPHONE 269. Entered 2t the Pot Office of Indianapolis as second dass matter. Dss rstamcnt im ockMttr. Ein mtercFcntcr Erbschaftsprozeß, der längere Zeit ganz England in Erregung versetzte, hat jüngst seinen Abschloß gefunden. Im Januar vorigen Jahres starb der unter dem Namen Millionär-Einsiedler von Fife" bekannte Gutsherr Georg Johnston von Lathrisk im Alter von 80 Jahren. Er war der Letzte eines Geschlechtes, dessen Angehörige durch ihre Absonderlichkeiten von sich reden machten. Auch Johnston verleugnete seine Abstammung nicht. Seit mehr als 30 Iahn trug er sein Gesicbt mit einer Maske bedeckt, die er nie abnahm. Seine Dienerschaft, die in letzter Zeit vor seinem Tode nur aus zwei älteren Ehepaaren bestand, bekam ihn fast nie zu sehen, da er sein? Befehle und Anordnungen schriftlich zu ertheilen pflegte. Einsam, wie er gelebt, starb der sonderbare Misanthrop. Auch in seinen letzten Augenblicken fühlte er nicht das Bedürfniß, ein menschliches Wesen um sich zu haben. Da sich kein Testament vorfand, wurde der einzige noch lebende Verwandte Johnstons, sein Neffe Leutnant Erichton. Universalerbe des aus $4,250,000 in Baar und werthvollen Gütern bestehenden Vermögens. Erichtcn erhielt vom Gericht die Erlaubnrß. aus einer der zahlreichen Besttzungen zu wohnen und deren Einkünfte für sich zu verwenden, während ihm die freie Verfügung über die Baargelder bis zur Erledigung der nöthigen Formalitäten vorenthalten werden sollte. Kaum hatte sich's der überglückliche Leutnant auf einem hübschen Landsitz bequem gemacht, als ihn wie ein Blitz aus heiterem Himmel dik Nachricht traf, es sei ein Testament seines Onkels gefunden worden und zwar im Futter eines alten Frauenrocks. Dieser bätte einer ehemaligen Dienerin Johnstons gehört, und eine Nichte derselben hätte beim Zertrennen des Kleidungsstückes das werthvolle Dokument gefunden. Laut demselben sollten einige Wobltbätigkeitsanstalten und ein Arzt in Latbrisk mit beträchtlichen Legaten bedacht werden, während der ansehnlick.) Rest für eben diefe Dienerin bestimmt war. Da diese inzwischeu ebenfzUs gestorben war, wäre das Erbe an die Kinder ihrer Schwester. worunter auch die schon erwähnte Nichte, übergegangen. Vom Neffen war in diesem letzten Willen überhaupt nicht die Rede. Natürlich setzte der aus allen Himmeln gestürzte Leutnant alle Hebel in Bewegung, um beweisen zu können, bat das auf so sonderbare Weise zum Vorschein gekommene Testament eine Fälschung sei, um so mehr, als Johnstons Unterschrift auf diesem mit seiner fonftigen nur wenig Ähnlichkeit zeigte. Doch beschworen die zwei mitunterzeichneten Zeugen ihre Echtheit, und für der nun tieftrauernden Neffen schien Allee verloren. Da kam als rettender Enge! ein schottischer Pavierfabrikant, bei die ganze Testamentsgeschichte all Schwindel aufdeckte. Der letzte Willi war nämlich rom 18. Dezember 1865 datirt, aber auf einem Papier niedergeschrieben, das dieser Fabrikant erst seii Zwei Jahren nach einem von ibm selbs erfundenen Verfahren herstellte. Dc der Zeuge die Wahrheit seiner Aussagen leicht beweisen konnte, so wurder die entlarvten Betrüger der strafender Gerechtigkeit überantwortet, und Leutnant Erichton ist nunmehr endqiltic glücklicher Millionär. ' Das welen der Freundschaft. Die Marquise du Deffant (1701 bis 1.84) war eine ebenso geistvolle wi schone Frau. Mit fünfzig Jahren erblindete sie, und die dadurch erzeugte Bitte.-kei entfremdete-ihr alle Freunde die ihr bis dahin treu geblieben waren. Nur dann und wann öffnete sie nock ihre Salons den Schöngeistern von Paris. Oefters besuchte sie ihr alte, Freund Pont de Veyle. So saßen su einst bei einander und hingen ihren trüden Gedanken nach, als die Marquisk endlich das Schweigen brach. Wahrhoftt9," sagte sie, ich muß gestehen, ick habe noch mit Niemandem so lang, Freundschaft gehalten, wie mit Ihnen Sie haben recht, Marquise." Wie lange besteht sie wohl?" Nun, so gegen fünfzig Jahre.Das ist erstaunlich! Und nie haben wir uns wahrend dieser langen Zeit gezankt, sind nie in Unfrieden auseinander gegangen." Nie. Marquise." Ich begreife das nicht. Woher mac das wohl kommen?" Ich weiß es nicht. Marquise." Nun, ich denke, das kommt daher weil unsere Freundschaft nie weit he: gewesen ist." Nie genuq. Wie viel Wirthschaftsgeld gib: Ihnen denn Ihr Mann?" ), so viel, rote ich haben will!" Kommen Sik denn damit aus?"

Des Sldieksal der Moskauer Studeuten. Kürzlich war ein Jahr vergangen, seit der Zar in seinem Reskript von herzlicher Fürsorge" für die lernende Jugend sprach, und es ist wohl kaum in den letzten Jahrzehnten ein schwereres Jahr für die russische Jugend zu verzeichnen gewesen, als gerade das verflossene. Ueber 2000 Stuoirende sind relegirt; 700 bis 800 wurden in die Gefängnisse fortgeführt und gegen 200 befinden sich auf dem Wege nach Ost-

firnnen. In den Mittelschulen wurde die Verfügung streng durchgeführt, laut welcher die Schüler bei ungehörigem Betragen auf der Straße aus ber Schule ausgeschlossen werden. Zu Direktoren der Mittelschulen wurden mit Vorliebe solche Personen ernannt, die den Vorgesetzten zu spielen wissen, ohne Rücksicht auf ibre anderen Eigenschaften. Den Auftrag. Schulrevisionen auszuführen, bekommen Generale und andere Personen, die nie etwas mit schulen zu thun gehabt haben. Wo Wunder, w?nn es in Gymnasien und Realichulen, Kadeitenschulen und geist nchen Seminaren in aam Rukland Das schwerste Schicksal hat die studi v . (V v rm " i rr irnce uarno M5iaus ceironen: m Schaaren wurden die Studenten dorttlX in Verbindung mit Unruhen vor einiger Zeit verhaftet und abgeurtheilt eogar der lässige russische Kaufmann erwachte aus seinem Gleichmuth, denn vl? ganze toiaci ipracy von den iszenen vor der Polizeidirektion und der Gefängniß, vor deren Thüren die Verwandten der Verurtheilten stundenlang auf ein Wiedersehen mit den Gesangenen warteten, wobei viel? Damen vor Kalte und Ermüdung erkrankten oder ohnmächtig wurden. Im Verlaus eines Monats sind für die Moskau?? Gefangenen über 44.000 Rubel f$33,440) Unterstützungen eingelaufen; außerdem wurden ihnen taglich Speisen, Blumen, Bücher u. s. w. in's Gefängniß gesandt und die nach Sibirien transportirten Studenten erhielten von der Moskauer Kaufmannfchaft ausnahmslos eine volle sibirische Equipiriiug: Pelz, warme Stiefel, warme Mützen und entsprechende Unterkleidung. Schwere Jahre voll Noth und Entbehrung stehen den Deportirten bevor, denn in den entfernten ostsibirischen Dörfern kann man für die zwölf Rubel, die die Krone zahlt, kaum das täaliche Brod bestreitcn, da dort alle Lebensmittel furchtbar theuer sind und die Verschictien auch auf keine Beschäftigung hoffen können, um so weniger, da ihnen die pädagogische Thätigkeit verboten ist. Auch sonst ist in dem endlosen sibirischen Winter wenig auf Erwerb zu rechnen. Und dabei gingen d:ese jungen Leute in die Verbannung und in das Gefängniß mit dem erbittcrnden Bewußtsein, daß vielen unter ihnen Unrecht geschehen ist. was bei einer administrativen Bestrafung auch gar nicht zu vermeiden ist. Denn es ist völlig ausgcschloen, daß man in ein paar Wochen 1000 Menschen in gerech ter Weise aburtheilen kann, zumal die Polizei den Ankläger und den Zeugen zugleich spielt. Unter den Verurtbeilten befinden sich nickt wenig Minderjährige. Allgemein wird in Nußland die Strafe der Moskauer Studenten als eine zu schwere bezeichnet. Neuuniformirung der preußischen Gendarmer i e. Naivem vor einigen Monaten das weiße Ledcrzeug der preußischen Gendarmen durch das praktischere gelbe ersetzt worden ist, scheint man nunmehr auch einen bequemeren Waffenrock einführen zu wollen. An der Gendarmerieschule zu Wohlau, Provinz Schlesien, wird gegenwärtig ein Proberock getragen, der von der bisheriaen form wesentlich abweicht. Hinten rockartig mit Schößen, ähnelt er vorn mehr der bekannten Litewka ohne Metallknöpfe. Zwei Brust- und zwei untere Taschen mit Etappe geben dem neuen Uniformstück ein kleidsames Aussehen. Die Äcrmelaufschläge fallen gänzlich weg und der umgelegte Kragen mit befestigter Binde hat im Gegensatz zu der bisher üblichen Auszeichnung die ChargenTressen unten angebracht; die Gendarmerielitzen befhiden sich darüber, während der obere Rand frei ist. Der untere Aerme! kann durch einen Knopf vicht am Handgelenk geschlossen werden Der ganze Nock besteht ohne andersfarbigen Kragen aus graugrünem, modefarbigem Tuch. Der schön st e Tag seines Lebens. Wegen einer originellen Beleidigung hatte sich unlängst der Seidenhändle? Max Böhm bei einem Wiener Bezirksgerichte zu verantworten. Kläger war der Seidenhändler Eduard riedland, mit Bezug auf den Herr Böhm sich geäußert hatte: Wenn der Friedland aufgehängt wird, lasse ich mir zur Hinrichtung einen neuen schwarzen Anzug machen und nehme mir einen Sitz in der ersten Bankreihe. Der Tag der Hinrichtung wird ber schönste Tag meines Lebens sein!" Der Angeklagte gab zu. die harmlose" Bemerkung gemacht zu haben, jedoch nicht in der Absicht, den Kläger zu beleieigen. Der Klageanwalt bemerkte, daß die inkriminirte Aeußerung keineswegs harmlos sei und eine schwere Beleidigung des Klägers enthalte. Ter Angeklagte gab auf Intervention des Richters dem Kläger eine entsprechende Ehrenerklärung, verpflichtete sich zum Kostenersatze und wurde sodann in Folge Rücktrittes des Klägers von der Klage freigesprochen.

Griechischer Goldschmnck auö Egypten. Ueber die Schätze des Museums in Kairo gelangen nach und nach durch das Verdienst deutscher Gelehrter Berichte an die Oeffcntlichkeit. Wohl der kostborste Besitz dieses Museums aus griechisch-römischer Zeit ist der Goldschmuck, über den jüngst G. Karo einen interessanten Aufsatz veröffentlichte. Das schönste Stück ist ein großes Diadem aus starkem Goldblech getrieben, das im Relief eine Medusenmaske darstellt. Der Grund ist ausgefüllt mit feinen getriebenen und graoirten Federn. An der Kette hängt in der Mitte ein Medaillon, dessen Stein verloren ist. Ueber die Verwendung solcher Diademe belehren uns die Mumienporträts römischer Zeit, auf deren eine das Diadem die Masse des Hinterhaares hochhält, während das 5kettchen mit seinem Medaillon auf der Stirn liegt. Sehr mannigfaltig sind die Armbän-

der. Beliebt war das einfache Schlanyenarmband mit eingesetzten Smaragden in Stirn und Augen, auch dies aus Gold gehämmert mit gravirten Schuppen an Hals und Schwanz. Auch doppelte Schlangenarmbänder ' finden sich aus Blech getrieben, ebenso offene Ringe aus dickem Golddraht, die durch einfache Haken, aber auch durch Scharniere geschlossen werden. Von überaus feiner Arbeit sind auch die Ohrringe. Die ältesten sind halbmondförmig, glatt oder mit einem fäulenförmiaem Aufsatz aus Goldblech verschen. Später fertigte man sie mit drei dis fünf Kügelchen aus dünnem Goldblech. Oft ist die, Oberfläche des Goldes durch eingravirte Ornamente verziert. Die kostbarsten Ohrgehänge aber sind glatte Ringe, die in der Mitte eine Pnramide aus Goldkügelchen tragen. Das größte und schönste Paar ist außerdem noch mit einer Reihe kleiner echter Perlen geschmückt, die an einem Golddraht aufgereiht sind. Auch Ohrringe mit Tbrtöpfeu sind vorhanden, die Stiere, Böcke und Löwengreifen zeisscn. Die lekte Gruppe der kostbaren Fundstücke bilden die Siegel- und Fingerringe. Einige sind einfache offene Ringe mit beweglich gefaßten Siegelplatten aus Fayence oder Halbedelsteinen. Ter Draht, an dem die Siegel hängen, ist meist um die Enden des Ringes aufgerollt. Häufiger sind die geschlossenen Fingerringe mit gravirtem oder eingesetztem Sicael. Ein wahres Meisterwerk der Goldschmiedekunst ist ein doppelter, in der Mitte zum Knoten verschlungener Goldreif. Zwischen dessen Armen zwei Evbeuzweige eingesetzt sind, mit Blättern aus weißem Emall und Goldkörnern. Der Stein ist ein glattes cylindrisches Smaragdprisma, der gefaßt wird von einem Eierftab aus weißem Zellenfchmelz mü Reihen von granulirten Dreiecken ver'Ziert. Kristall in L ö s u n a e n. Die Entstehung von Kristallen in Lösungen ist ein Vorgang, dem zahlreiche orer mit oen Zartsten Mikroskopen nachgespürt haben, ohne wirklich die Art und Weise, wie der erste Kristall oaoel entsteht, entdeckt zu haben. Ge woynlich tu im Gesichtsfelde des Mikroskops an einer bis dahin durch. nuis uunuuciiucn icue ein zcriMuchen plötzlich da, ohne daß man sagen könne, wie es geworden ist. Anderseits hat man schon in der ersten Hälfte des nt,4l2 .!.- ff . S ft i . rr . vergangenen Jahrhunderts behauptet, es bildeten sich zunächst sehr kleine Kügelchen in de? Flüssigkeit und aus diesen flössen die Kristalle zusammen. Bei dieser Lage der Sache haben M. Richards und H. Archibald ihre Zuflucht zur Momentphotographie im Mikroskov aenomnin um SnrA : Reihe nach einander folgender Aufnahmen den Augenblick der Kristallbildung ju eryaicyen. er von ihnen kontrmrte Apparat ist höchst sinnreich und in den Aufnahmen können Objekte, deren Durchmesser nur den 1000. Tbeil von einem Millimeter beträgt, deutlich erkannt werden. Das Ergebniß der Aufnahmen war, daß in keinem Falle vas ÄUslreten kleiner Flüssigkeitkugeln nachweisbar ist, dagegen selbst unter den stärksten Vergrößerungen immer bereits fertiae Kriställchen 'erschienen. Diese zeigten sich schlecht begrenzt, jedoch nicht aus Mangel an einer bestimmten kristallinischen Struktur, sondern weil die jungen, bereits vorhandenen Kristalle überaus schnell im Durchmesser größer werden. Dieses Anwachsen geschieh: so rasch, daß schon der Zeitraum von einer Fünftel Sekünde verschiedene Wachsthumsstadien zu umfassen scheint. Ueberhaupt ist dieses Wachsthum in der ersten Sekünde des Kristalllebens bedeutend größer als während der folgenden Periode. Die Schädlichkeit der Platanen wird wohl den wenigsten Gartenbesitzern bekannt sein, wenn nicht Einer oder der Andere schon am eigenen Leibe unangenehme Erfahrungen gemacht hat. Bekanntlich sitzt auf den jungen Platanenblättern ein feiner wollartiger Staub, der im Frühjahr und Sommer, vom Winde getragen, in die geöffneten Fenster des Hauses fliegt und sich in den Augen und Kehlen der Menschen schädigend festsetzt. Zum Theile wird er auch schon im Garten eingeathmet und erregt einen unstillbaren Hustenreiz, manches Mal die einzige Ursache des Frühjahrskatarrhs, der dann meistens einer Erkältung zugeschrieben wird. Es ist Wissenschaftlich nachgewiesen, daß der Platanenstaub auf diese Weise gesundheitsafährlich wird, besonders wenn die Bäume in der Nähe des Hauses stehen.

Leimverbrauch bei Thiere und Pflanze. Nicht weniger häufig, als die Menschen können manche Pflanzen und Thiere in die Lage gerathen, einen

Klebstoff zu gebrauchen, und zwar ,j.u ganz verschiedenen Zwecken. Sie be festigen damit sich selbst, ihre Eier, di Baustoffe zu ihren Wohnungen, ihre Feinde oder ihre Nahrung. Diesen Klebstoff bereiten sie fast immer in Drüsen, deren Lage sehr verschieden ist fys. I r i si er . , jine meinen pflanzen oaoen eine Vorliebe für fremden Blüthenstaub während sie den eigenen, der doch ebenso gut ist, verschmähen. Da kommt es nun den Blüthen sehr zu Statten, daß ihre Polleniorner und Narben klebna sind. Wasser, Wind, Vögel, Schnecken Insekten, besonders Bienen, Schmetterlinge und Fliegen übernehmen die Auf- . ' l . HMJ(1.II... gaoe. oen luioennauo von einer Pflanze auf die andere zu übertragen Ihr zottiger Körper erscheint dann gelb gepudert, denn der klebrige Blüthenstaub bleibt an ihren Haaren und Borsten haften. Viele Fische und Wassermolche kleben ihre Eier an den Boden des Wassers ooer an AZaiierpslanzen, die sudamerikonischen Baumfrösche auf die Blätter, ja, in Afrika thut dies fogar ein Segler, ein mit der Zhurmschwalbe verwandte? Vogel. Er erspart sich dadurch die VJlutjt des Neftdauens. Alle Segler sondern zu der Zeit, wo es ein Nest zu bauen gibt, eine große Meng? Speichel aus ihren Munddrüsen ab, der wie Gummi Arabicum sich in einen langen Faden ausziehen läßt. Mit diesem Speichel bestreicht der Mauersegler die Niststoffe, die dann aussehen, als ob Schnecken nach allen Richtungen darüber hinweggckrochen wären. Mit Speichel vermischen auch oie Schwalben den feuchten Uferschlämm, der ohn? dieses Bindemittel nicht zusammenhalten würde. Aus reinem Speichel verfertigt die Salanaane t V ... m. V. oie verulunien indischen Vogelnester, welche die Chinesen mit Gold aufwägen unv Die anen die europäischen Fein schmecker hoch schätzen. Sogar einige Fische benutzen zum Bau ibrer Nester selbubereiteten Leim, der natürlich im Wasser unlöslich sem muß. Die Männchen der in Zimmeraquarien so beliebten Matropoden heben während der Laichzeit ihre Schnauze Häufig über den Wasserspiegel und nebmen den Mund recht voll Luft. Diese wird mit dem Mundleim zu Schaum gekaut und an einer geeigneten Stelle ausgespuckt. Es bildet sich an der Oberflache des Wassers nach und nach ein Blasenfloß, unter dem das Weibchen laichen kann.' Aus Sand. Erde und Speichel bestehen die festen Wohnungen der Mörtelbienen und Termiten, die letztgenanntcn Thiere' bauen sie so geräumig und so dauerhaft, daß sie als Backöfen von den Negern benutzt werden. Von jeher hat es Bewunderung erregt, daß viele Thiere an spiegelglatten Wänden, ja sogar an der Zimmerdecke umherlaufen können. Der Laubfrosch nnl aus einem uoergcbogenen Blatte oder an der Glaswand seines Zwingcrs ohne herunter zu gleiten. Frübcr glaubte man, daß alle diese Tbiere die Ballen und Haftläppchen an den Spitzen ihrer Zehen und Füße auf die Kriechfläche drückten und nun dadurch daß sie die Mitte hochzögen, durch den Luftdruck festgehalten würden. So machen es nämlich die Tintenfische, Seeigel, Secsterne, Seehasen und Schiffshalter. Diese Ansicht war durchaus falsch, denn die Laubfrösöe und Insekten haben nur deshalb breitere Zehen- und Fußspitzen, um auf iyrer verflache erne größere Anzahl von Leimdrüsen aufnehmen zu können. Sie kleben sich bei ihren Kriechübungen cmiuu an. Viele Thiere verwenden den selbstberetteten Leim, wie der Mensch sich' des Vogelleims bedient, um ihre Beutethiere vuuui zu rangen, ie Webspinnen baben am Ende ihres Körpers neben den Spinndrüsen noch besondere Leim absondernde Drüsen, aus denen sie die gesponnenen Fäden mit unzähligen Leimtropfchen besetzen und dadurch das Netz in eine Leimruthe verwandeln. Daher haftet ein Spinngewebe so leicht an unseren Kleidern. Zahlreiche insektenfressende Wirbelthiere besitzen in ihrer weit vorstreckbaren Zunge eine rortrefflich wirkende Leimruthe, die aus den Leim absondernden Speicheldrüsen fortwährend mit frischem Klebstoff überzogen wird. Frösche und Kröten haben eine flache und breite Zunge, die am freien Rande mehrfach ausge'schnitten ist. Sie ist, abweichend von den meisten Wirbelthierzungen nickt hinten sondern vorn im Munde befestigt und wird so herausgeklappt, daß die Seite die im Munde die obere ist. auherhnh desselben die Unterseite wird. Au h am Gaumen liegenden Speicheldrüsen St fwim M.rru c , . J vm. whi uit'tiu einer eine reichlich Leim absondern, wird diese Seite fortwährend feucht erhalten. Ein Insekt auf das die herausgeschleuderte Zunge geworren wird, muß also unfeklbai- tm ihr hängen bleiben. Durch rasches ruft s Vih.n V- O ... V ' . v.nuvfiu uci zunge nuro es jo schnell in's Maul befördert, dak ?s urU Befreiungsversuche machen kann. Die Zunge des Spechtes hat eine hornige Spitze, um die weichen Insektenlarven damit aufzuspießen. Handelt es sich um einen hart aevan?crten mr r wd die Zungenspitze im Schnabel mit Leim angefeuchtet und vermag nun auch den Käfer aus seinem Versteck hervorzuholen. Die Goldausb,, Va heurigen Winters im Klondike dürfte

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