Indiana Tribüne, Volume 25, Number 234, Indianapolis, Marion County, 24 May 1902 — Page 3
Jndiana Tribüne, 2. Mai 1902. 3
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Friede in Sicht. Ter Kampf in üdafrita naht sich dem (fnde. Bedingungen der Ueber gäbe so gut wie ver-einbart.
Schreckliches Grubenunglück in Fernie, Britisch-Columbia. Ueber hundert Kohlengräber vom Tode ereilt. Abreise der Präsidenten Loubet von St. Petersburg. Hoffnungsvollere Stimmuug in Fort de France, Martinique. Die Friedensaussichten. Berlin, 23. Mai. Das auswartige Amt erhielt heute Abend aus Pretoria die Nachricht, daß der Friede in Südafrika so gut wie abgeschlossen ist. Die Bedingungen der Uebergabe sind fertig zum Unterzeichnen, und es fehlt nur noch die Bestätigung des Wortlauts der nebensächlichen Vestimmungen seitens des britischen Kabinets. Die Einstellung der fseindseligkeiten kann jeden Tag angekündigt werden. Diese Nachrichten sind vom deutschen Consul in Pretoria in einer privilegirten 'hiffre-Tepesche an Baron von Richthofcn eingetroffen. London, 23. Mai. Die Associirte Presse hat alle Ursache zu glauden, daß tfrr Friede in Südafrika thatsächlich gesichert ist. Wann der Friedcnsschluß stattfindet, dies hängt äugenscheiulich mehr von den Boerenführern als von dem Willen der britischen Re gierung ab. Beide Theile hegen aber jedenfalls den Wunsch, dem langen Streite ein Ende zu machen. Ueber die in dem heutigen Cabinet?rathe gesaßtenBeschlüsse dringt nichts in die Oeffentlichkeit; jedoch dürften dieselben schwerlich von einschneidender Wichtigkeit sein. In den bestinformirten Kreisen herrscht die feste UeberZeugung, daß der Krieg zu Ende ist und die Verzögerung wird nur durch die Schwierigkeit der Controlle der Boerenführer über die ihnen unterstellten Eommandos erklärt. Wären dit Boeren eine völlig disciplinirte Truppe, so würde der Friedensschluß wahrscheinlich schon heute Abend proclamirt werden; aber Dewet und die übrigen Generäle scheinen keine genügende Garantien dafür geben zu können, wie weit ihr eigenes Beispiel von ihren Mannschaften befolgt würde. Auch die Telegaten in Vereeningen find, wie das Kriegsministerium weiß, uuter sich getheilter Meinung. Daher sucht man in London wie in Pretoria jede Voreiligkeit zu vermeiden, welche die Burghers ungünstig beeinflussen könnte. Auf den Straßen Londons fanden heute seine Demonstrationen statt, obwohl Jedermann die Frage auf den Lippen schwebt Ist der Friede da?" Ten ganzen Tag über wurden an der Börse südafrikanische Aktien von den Börsenmaklern eifrig gekauft. britisch Columbia. Schr eckliches GrubenUnglück. Fernie, 23. Mai. Eine schreckliche Erplosion ereignete sich gestern Abend um 7 Uhr im Schacht No. 2 der Kohlengrube der Crow's Nest Paß Eoal Co. in der Nähe von Fernie, in welcher 123 Kohlengräber an der Arbeit waren. Von diesen sind nur 24 dem Tode entgangen. Die Scenen, welche sich nach dem Unglück an der Grube und in der Ortschaft Fernie abspielten, waren herzzerreißend. Fast jedes Haus wurde von dem Unglück betroffen. Die geretteten Arbeiter entkamen durch einen Verbindungsstollell mit dem Schacht No. 3, ehe dieser durch den Einsturz des Stollens blockirt wurde. Es ist keine neue Hoffnung vorhanden, daß von den Uebrigen Einer am Leben blieb. Als die Ürfache der Erplosion wird die Entzündung schlagender Wetterj durch das Anbrennen eines Streichholzes seitens eines der Arbeiter zum Anzünden der Pfeife, trotz dem Verbot des Rauchens, bezeichnet. Dies ist das erste größere Unglück in diesen Gruben, die erst vor ein paar Jahren eröffnet werden. Fernie liegt im östlichen Theil von Britifch-Eolumbia, an einer Zweiglinie der Eanadian Pacific-Bahn. Die Gruden werden von Kapitalisten aus Toronto controllirt. William Fernie, einer der Gründer, wohnt in Victoria.
Rußland. L o u b e t ' s A b r e i s e. St. Petersburg, 23. Mai' Das französische Geschwader, welches den Präsidenten Loubet begleitet, dampfte heute Nachmittag von Eronstadt nach Frankreich ab. Der Czar, die Czarina und Präsident Loubet fuhren auf der kaiserlichen Reicht Alexandra" voraus und begaben sich an Bord des Panzerkreuzers Montcalm", wo Präsident Loubet ein Gabelfrühstück serviren ließ. In einem Toast auf die russische Flotte betonte der Präsident Loubet, eine wie große Ehre der Herrscher der Reußen der französischen Flotte durch seinen Besuch des Kriegsschiffes anthue, und er wies nochmals auf die große Kameradschaft zwischen den russischen und französischen Marinesoldaten hin. Der Czar dankte in seiner Erwiderungsrede dem Präsiden ten für den Befuch und bat ihn, seine herzlichsten Grüße an Frankreich zu überbringen. Er leerte dann sein Glas auf das Wohlergehen der ruhmreichen" Flotte Frankreichs. Westindien. Auf Martinique. F o r t d e F r a n c e , 23. Mai. Der am 11. Mai mit Liebesgaben aus New Orleans abgefahrene französische Kreuzer Tage", mit Admiral Servan an Bord, ist heute Abend hier eingetroffen. Er berichtet, daß der Mont Pelee jetzt ein beruhigendes Aussehen hat. Die Rauchwolken, welche aus dem Krater aufsteigen, vermischen sich mit den Wolken am Himmel und gewähren keinen so drohenden Anblick mehr, wie
früher. In der Nähe von Ajoupa Bouillon hat sich ein neuer Krater gebildet. Das Wassir des Capoteflusses ist kochend heiß. Der franzöfifche Kreuzer D'Assas" ist mit dem französischenUnterstützungsComite und großen Mengen von Lebensmitteln an Bord hier eingetroffen. Ein wolkenbruchartiger Regen hat die Asche von der Vegetation am Mont Pelee abgespült. Der amerikanische Dampfer Potomac" machte heute mit einer andern Gesellschaft von Männern der Wiffenschaft seine übliche Tour nach St. Pierre. Die Situation war seit gestern unverändert. Der Gipfel des Mont Pelee war deutlich zu erkennen. Alle Beobachter stimmen darin überein, daß sich ein neuer Krater gebildet hat, der jedoch keine Lava, sondern nur Erde, Dampf, Gas und Fragmente von den alten Kraterbetten auswirft. Die bisherigen Ausbrüche des Vulkans haben in vergrößerten Intervallen und jedesmal mit größerer Gewalt stattgefunden, und deshalb ist es die Anficht der Sachverständigen, daß entweder nach einiger Zeit sich ein noch heftigerer Ausbruch ereignen, oder der Berg 'ür ein weiteres halbes Jahrhundert ruhig bleiben wird. Hayti. Kein Bürgerkrieg. P o rt a u P r i n c e, 23. Mai. Das Hayti'fche Kriegsschiff Cretea Pierot" traf heute hier ein und setzte Antenor Firmin, den früheren Gefandten in Paris, an Land, der bis vor Kurzem an der Spitze der nördlichen Armee gestanden hatte und bis auf zwei Tagereisen von Port au Prince gegen die Hauptstadt vorgedrungen war. Er wurde sehr sympathisch empfangen. Alle Gefahr eines Bürgerkrieges scheint vorüber zu fein. Großbritannien. Aöfahrt desdeutschen Geschwaders. Dublin, 23. Mai. Das Geschwader deutscher Kriegsschiffe unter dem Oberbefehl von Prinz Heinrich von Preußen ist heute von Kmgstown nach Kiel abgedampft. Deutschland. Maßregeln gt.gen den a in p f e r t r u st. Hamburg, 23. Mai. Um zu verhindern, daß die Hamburg-Amerika-Nische Linie doch noch aus deutschen Händen in die von Ausländern übergeht, Wird in einer am 28. Mai stattfindenden Generalversammlung der Actionäre seitens der Directoren ein Antrag unterbreitet werden, welcher bestimmt, daß die Direktoren und der Aufsichtsrath deutsche Unterthanen sein und in Deutschland wohnen müssen; daß, um diese Vorschrift zu ändern, oder den Geschäftssitz der Gesellschaft nach einem auswärtigen Lande zu verlegen, oder die Gesellschaft aufzulösen oder ihre Unabhängigkeit zu Gunsten auswärtiger Untenehmungen zu schmälern, ein diesbezüglicher Antrag von
einer Vierfünftel-Mehrheit des Kapi-
tals in einer Generalverfammlung der ; Actionäre angenommen und in einer zweiten Generalverfammlung mit derselben Mehrheit gutgeheißen werden muß. Guatemala. Durch Erdbeben zerstört. Hamburg, 23. Mai. Eine Spezial-Tepesche an die Hamburger Börsenhalle" aus Guatemala meldet, daß die Stadt Ouezaltenango durch ein Erdbeben, welches dreiviertel Minuten dauerte, vollständig zerstört worden sei. Alle Geschäfte in Guatemala sind eingestellt, und ein großer Theil der Kaffeeernte ist vernichtet. (Am 20. April wurde aus Guatemala Clty berichtet, daß Erdstöße, die das Land am 18., 19. und 20. April heimsuchten, die Stadt Ouezaltenango zum Theil vernichtete und andere Ortschasten, wie Amatitlan, Solola, Nahuala, Salta Lucia und San Juan, erheblich beschädigt hätten. Es sollten 200 Personen umgekommen sein. Ouezaltenango hat eine Bevölkerung von etwa 25.000 Seelen). W a s h i n g t o n, 23. Mai. Das in der Hamburger Depesche gemeldete Erdbeben wurde hier als dasselbe identisizirt, welches bereits am 18. April stattfand und seiner Zeit in der Presse beschrieben wurde. Philippinen. Gün stige Nachrichten. Manila, 23. Mai. In der Provinz Batangas wird am 4. Juli eine Civilverwaltung eingeführt werden. Die industriellen Verhältnisse bessern sich wesentlich. In ganz Batangas ist Getreide gesäet worden, das im August reifen wird. Aus anderen Provinzen wird eine große Abnahme der Plündereien geiaeldet, besonders aus Leyte und Cavite. Die Cholera ist im Abnehmen begriffen. In 24 Stunden sind nur 8 Fälle vorgekommen, einer davon an Bord des Dampfers Hancock." Dem Gen. Lloyd Wheaton wurde heute bei seiner Abreise an Bord des ..Sherman" eine große Ovation gebracht. am i.i Nachrichten aus Jndiana. Clinton. Der Farmer Benson Smith, 6 Meilen westlich von hier, verlor i Stück Vieh durch einen Blitzschlag. D r e s s e r. Während eines heftigen Sturmes, der nördlich von hier wüthete, wurden auf der Farm von John Strain 28 Stück Vieh vom Blitze erschlagen. Schaden Kl, 900. Alerandria. Antone Meyers Jr., ein Glasarbeiter in Oresteo, wurde am Freitag in der Fabrik von George Ham durch einen Schuß gefährlich verwundet. Ham gibt einem unglücklichen Zufalle die Schuld. Brasil. Seit 10 Tagen wird Charles S. Evans, der Superintendent der städtischen Wasserwerke, vermißt. Angeblich wollte er noch St. Louis reisen, ist aber nicht dort angelangt. Seine Bücher sollen einen Fehlbetrag von etwa 52,000 aufweisen. N e w c a st l e. Herr und Frau Adam Shaffer, 2 bekannte Bewohner von Millville, wurden von einem Pan Handle Zug an der Stout Kreuzung überfahren und getödtet. Shaffer fah bereits den sich nähernden Zug, glaubte aber mit seinem Wagen noch über die Geleise kommen zu können. G o s h e n. Das Städtchen Milford wurde am Donnerstag Nacht von einem verheerenden Brande heimgesucht. Zahlreiche Geschäfte sind zerstört. Der Gesammtverlust betragt $30,000 bei etwa 820,000 Versicherung. Der Ort hat keine Feuerwehr und die Bürgerschaft vermochte das Feuer nicht zu bewältigen. T e r r e H a u t e. Die Erklärungen der von Geschäftsleuten gegründeten Bürger-Schutz-L iga, um den aus dem Straßenbahnstreik entspringenden Boycotts zu steuern, haben zu Represfalicn der Central Labor Union geführt. Die Arbeiter-Organisation beschloß nämlich, nicht bloß den Boycott gegen die Straßenbahngesellschaft aufrecht zu erhalten, sondern auch einen solchen gegen die Liga zu eröffnen. Einer der Hauptredner w der betreffenden Versammlung war E. V. Debs. Auf gestern Abend war eine Versammlung der C. L. U. einberufen, um über die Gründung eines eigenen Consumgeschäftes mit K28,000.Capital zu berathen. Der C. L. U. gehören 100 Telegaten an, die 2,500 Gewerkschaftler vertreten.
In Hamburg wird ein großartiges Verkehrs - Unternehmen geplant. Man beabsichtigt dort in Folge der Anregungen des regierenden Bürgermeisters Dr. Mönckeberg, eine 26 Kilometer lange Hoch- und Untergrundbahn zu bauen, welche die qanzeStadt umschließen und sich nörfc lich bis Ohlsdorf (Central - FriedHof), östlich bis Hohenfelde und Barmdeck erstrecken soll. Auf Grund des vom Senat festgesetzten generellenPlanes haben mehrere Firmen ein speziellcs Projekt ausgearbeitet, dessen Ausführung einen Kostenaufwand von rund 45 Millionen Mark verursachen würde. Im südöstlichen Stadttheil zwischen Sandthorhafen und Hauptbahnhof, ebenso auf der Weststrecke zwischen Norder - Elbe, St. Pauli und Schanzenstraße (Eppendorf) ist die Bahn als Untergrundlinie gedacht; die Straßen - Durchbrüche für die Hochbahn allein erfordern ca. 8 Millionen Mark. Der Hamburger Senat hat diesen für die weitere Verkehrs - Entwicklung der Hansastadt wichtigen Plan bereits genehmigt, die Verträge bedürfen aber noch der Zustimmung der Bürgerschafts- Vertretung. DerFabriks -Chemiker Ludwig Bägen aus Jägerndorf ist wegen Mitschuld an einem in Rio de Janeiro verübten großen Betrug der Brasilian London Banque in Wien verhaftet worden. Bägen überreichte vor drei Wochen bei einem Wiener Bankinstitut drei Wechsel im Betraae von 30,000 Kronen. Das Institut zog Erkundigungen in Hamburg ein, woher die Mittheilung eintraf, dah die Wechsel zwar echt seien, daß das angewiesene Geld jedoch aus einer Betrugsaffaire herrühre. Bägen, de? aufgefordert wurde, sich nach einigen Tagen wieder bei der Bank einzufinden, war dort nicht mehr erschienen
und wurde erst spater ermittelt. Es wurde festgestellt, daß Bägen im Vorjähre anläßlich seiner Anwesenheit in Rio de Janeiro die Bekanntschaft von drei Bankbesmten machte, die ihn verleiteten, als Kasse.bote verkleidet, einen von ihnen auf 12,000 Milreis gefälschten Chek bei der Bank einzulösen. Dies gelang und die Vier theilten den Erlös des Betrugs. Bägen lieh einen Theil des Geldes einem Freunde, die restlichen 30.000 Kronen wollte er in Wien erheben, wodurch der ganze Betrug aufgedeckt wurde. Eine Persönlichkeit, wie sie nur das moderne, vielseitige Lehn zeitigen kann, ist in Berlin gestorben. Fritz Freiherr von dem Bothenberg genannt von Schiry, der eine fast amerikanische Laufbahn hinter sich hatte, ist einem langwierigen undqualvollen Herz- und Nierenleiden, gegen welches er vergeblich im Süden Heilung gesucht hatte, erlegen. Der Verstorbene, um ein von ihm für ihn geprägtes Wort zu gebrauchen, machte nicht nur alles, sondern er war auch alles. Ursprünglich Offizier, wandte er sich irren wir nicht im Anfange der achtziger Jahre der Berliner Lokalberichterstattung zu. Nach kurzer Zeit wandte er sich dem Reclamemachen zu. Sein Wort: Schirp macht Alles" beherrschte die Anschlagsäulen; er wurde Impresario Manager, Billethändler und Verrriether von Tribünenplätzen bei Paraden und sonstigen öffentlichen Aufzügeen. Kein exolischer, noch so fremder Völkerftamm konnte ohne ihn in Berlin ein gedeihliches Dasein führen, kein wildes, noch so unbändiges Thier fand ohne ihn sein Auskommen. Schließlich gründete er, dem Zuge der Zeit folgend, eine Bar, von der man allerdings sagte, daß sie kein besonders gemüthliches Heim für strenge Temperenzler war. Jedenfalls war Freiherr von Schirp. der ein Alter von kaum 50 Jahren eririchte, ein echtes Kind des wagemuthigen, modernen Geschäftslebens, ein Mann, der seine Zeit verstand. Filippowar20 Jahre alt, Annina 19 Jahre. Die beiden wohnten in demselben Hause an der Porta San Giovanni in Rom, warer. seit fünf Jahren verlobt, und da die Eltern der Beiden gegen die Heirath waren, weil man von Liebe allein nicht leben kann und Fittppos Lohn als Maurer sehr knapp war, so verloren sie alle Hoffnung auf Erfüllung ihrer Wünfche und beschlossen, gemeinsam in öen Tod zu gehen. Aber sterben wollten sie nach Anninas Wunsch, tviz noch kein Menschenpaar vor ihnen in den Tod gegangen sei. So rafften sie zusammen, was sie an Geld besaßen, zogen sich die Festtagskleider an und f'lhren vor das Johannisthor. In der Osteria des Sor Baldinotti wurde ein üppiges Mahl genommen, wozu der Wirth den goldigsten Frascataner vom Faß zapfen mußte. Und als die untergehende Sonne die Albanerberge und die Campagna in rosige Dünste tauchte, wanderten sie hinaus auf das blumige fseld, wo rothe Alpenveilchen und Violette Lilien am dichtesten blühten. Und als die Sonne im Meer versank, schoß Filippo Annina und dann sich selbst ins Herz, im Todeskämpfe die Geliebte wild an sich pressend. So wurden sie engumschlungen todt vorgefunden. Die Equipage eines Römischen Luxushotels mit vor nehmen Fremden, welche gerade an der Stätte vorbeifuhr, mußte auf BefHl der Carabinieri halten. Die Fremden stiegen aus und auf den Zttlaskissen wurden die LeiHen der beiden Liebenden gebettt. So zogen sie wieder in die ewige Stadt ein. empfangen von dem Schmerzensschrei der Eltern.
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Schwäche von Männern und Frauen. Könnten wir in die cr;cn eines jeden Mannes, dem wir begegnen, blicken, welche unermeßliche Trauer und Bernveiflung würden wir gewähr werden! Indiskretionen .und Blutkrankheitcn verursachen mehr körpcrlieben und geistigen Ruin, als alle anderen Ursacken ;u,'ammen genommen. 3k treuen das Fundament der Mannhcit. sie vernichten die Lebenskräfte, sie untergraben das ödstem und nicht nur zersprengen sie ott den Familienzirkel, sondern sie legen ibre vergifteten Ärme auch in die nächste 'Generation. Wenn Sie ein Opfer sündiger lewohnheiten waren, so ist der Samen gelegt und früher oder später werden Sie die Folgen ernten. Ist Ihr Blut aus irgendwelcher Ursache vergis'let. riskiren Sie keine spätere Wiederkehr. Unsere neue methodische Behandlung heilt Sie positiv und Sie braucken eine Wiederkehr der .rankbeit nicht' ;u befürchten. Wir geben bnen einen Garantiebond dafür. Wir warnen Sie aufrichtig vor Benützung von Quecksilbcr, welches Blutvergiftung nicht heilt, sondern nur die Svmptome unterdrückt. Wir heilen odcr-kcineBczahlung. lassen Sie Ihr Leb nicht dabin ebben und Körper und Geist schwäckrn. Es ist kein Raum in dieser Welt für geistige, Physische oder geschlechtliche Zwerge. Unsere neue methodische Behandlung heilt alle unnatürlichen Verluste, reinigt das Blut, kräftigt die Nerven, stellt die Lebenskraft wieder her und macht aus Ihnen einen Mann. Wenn -ie leiden, kommen Sie ju uns. sionsutation ist frei. Wir bebandeln uud heilen Blutkrankhrittu. Bricocele. Siriktur, ui,aturli,c'Vcrluskc ierenund Harnkrankbeiten. ein -cbneiden. keine Operation, eine Abbaltung vom Kesibäste. 9ilic vertraulich. Konsultation frei. Bücher frei, ffragedögen ür heimische Behandlung frei.
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