Indiana Tribüne, Volume 25, Number 232, Indianapolis, Marion County, 22 May 1902 — Page 7
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Zicrrin des Schicksals Roman von Theodor Kabrlitz.
000000 (Fortsetzung.) (Drrfemutter Neuhaus verabschiedete sich Mnb ging in ihre Wohnung hmauf. Jnwiscken erwacbte Niehuus. Der ruhige feste Schlaf hatte den Kranken ! wunderbar gekräftigt. Daß seine ' Seele sich entlastet fühlte, vermehrte sein Wohlbefinden. Mit bemerkenswerther Frische erkundigte er sich nach seiner Mutter. Die alte Frau war von ihrem Gange noch nicht wieder zurück. Niehuus war es recht. Der Gedanke an Taga legte sich ans feine Seele. Wenn sie kommen würoe, sollte sie der alten Fcau nicht sogleich begegnen, erst wollte er selbst mit seiner Verlobten sprechen, wollte hören, wie sie den Widerspruch aufklärte, daß ihr in Tagen nicht gelang, wozu Elsa kaum zwei stunden gebrauchte. Draußen klang die Glocke. Daga kam. Zugleich mit ihr brachte die Haushälterin das Frühstück herein. Weiße Brödchen, Butter, Kaviar und was sonst erforderlich war. alles sauber und appetitlich zugerichtet. Wie immer begann Taga mit großtem Behagen zu speisen. Während sie aß. und Georg Niebuus ihr zusah, j wurden nur kurze Bemerkungen gewechselt. Noch hatte der Kranke mit keiner Silbe seiner Mutter Erwähnung gethan. Nun ruhten Messer und Gabel. .Taga!" Was willst Du mir sagen, lieber Freund V Meine Mutter ist hier." Daga wurde blaß bis in die Haarwurzeln. Tann schoß ihr das Blut in's Gesicht. Keines Wortes mächtig stand sie da, eine überführte Sündenn. Deine Deine Mutter? Hier bei Dir? Wie ist das möglich?" Elsa bat sie mir gebracht." Elsa!" kochende Wuth flammte auf in Dagas Herzen. Elsa!" Sie sagte es noch einmal heiser. Die Gedanken jagten sich in fiebernder Hast. Gestern schon mußte es geschehen sein. Heute war Elsa noch nichl aus dem Hause gewesen. Und verschwiegen hatte sie's ihr. die Falsche, di- Heimtückische! Sie hatte die alte Frau hergebracht, damit der jnncc Mensch ihr folgen konnte, mit dessen Hilfe, an dessen Hand sie sich einzunisten gedachte iin Besitz, im Erbe der Schwester. . Mochte er kommen? Sie war gerüstetHerrin des Schicksals? Sie loürde handeln ohne Zeitverlust. Wenn er nur bald käme! Aber zuvor mußte Niehuus eine Erklärung baten. Sie strich mit der Hand über die Slirn. Ruhe, Fassung! Lügen sind wohlfeil. .Was wolltest Tu sagen, Taga?" Wenn Teine Mutter schon hier bei Dir ist. wenn Elsa sie herführte, geschah es gegen meinen Willen. Ich leugne es nicht, ich wußte die Adresse. Ich hatte Dir die Mutter bringen können. aber ich wollte es nicht. In jener Straße wüthet die Cholera entsetzlich. Frage Deine Mutter, sie wird's bestätigen." Immer sicherer wurden Dagas Worte, immer höher richtete sie sich auf. Die Ansteckung wollte ich fern von Dir halten. Ich habe Dich lieb, ich habe mein Leben an das Deine gebun den, ich will Dich nicht verlieren, Georg. Darum handelte ich, wie ich gehandelt habe. Ich täuschte Dich, um Dein Leben nicht in Gefahr zu dringen, y,. Du Deine Mutter dreißig Jahre nicht vermißt, konntest Du sie auch noch etliche Tage entbehren, bis die Gefahr vorüber ist. So dachte ich. Du warst krank. Du bist es noch. Ich glaubte für Dich denken, zu Deinem Besten bandeln zu sollen. Hinausschieben wollte ich d Vereinigung, nicht sie verhindern. Nun ist's geschehen ohne mich, ich kann's nicht ändern. Vergib, wenn ich gefehlt habe, ich kann nur noch wünschen. daß meine Befürchtungen sich nicht in diesem Hause erfüllen." Du hast gefehlt, Daga Ich glaube es, da Tu es sagst. Aber wär's noch einmal zu thun, ich thäte es wieder aus Liebe zu Dir! Und nun Deine Mutter ist hier ich möchte sie begrüßen." Sie ist noch einmal nach ihrer Wohnung gegangen, hörte ich. Lange wird's nicht dauern, bis sie zurückkommt." Torthin darf sie nicht mehr, Georg. Wenn sie nun mit uns l'bt, soll sie hier bleiben immer! Ich habe es wiederholt gesagt, in jener Straße wüthet die Krankheit grauenerregend. Teine Mut ter darf uns nicht jeden Tag neu die Ansteckungsgefahr in's Haus bringen. Du hast mir Dein Leben versprochen, ich will und muß es mir erhalten." Draußen schlug, die Glocke an. Da ist sie schon," sagte der Kranke. Die alte Frau kam herein. Daga ging ihr einige Schritte entgegen. Ich erfuhr schon alles von Georg. Mutter! Sie bleiben nun bei uns. Seien Sie auch mir herzlich willkommen!" Die nt 5?rt erariff warm Daaaö jpanD. ;r tio Aue io neo zu ran, ich weiß gar nicht, wie ich das gut machen soll." Ach, Mutter, es ist ja nur selbstverständlich," lächelte Daga und fügte dann ernster hinzu: Aber nach der
Straße, in der Sie bisher wonnicil. gehen Sie nun nichl mehr, nicht wahr? Sie versprechen es mir? Hier ist ja reich für Sie gesorgt." ,.Ja. ja, Ihr seid gut. Aber für mich braucht keiner zu sorgen, Kind. Für mich wird unser Herrgott bald genug sorgen. Bis dahin reicht's wohl, was Robert verdient. Wenn sein Dienst als Krankenträger vorüber ist, bleibe ich wieder bei ihm. Zur Last sein will ich keinem." Mutter!" rief Niebuus. Ich will Dir ja nichts Schlimmes
sagen, Georg. Im Gegentheil! Mein einziger Wunsch, den ich noch hatte, ist jetzt erfüllt. , Ich habe Dich wiedergesehen, ich weiß, wie es Dir geht, und daß Du eine liebe Frau bekommst. Aber in Dein Haus passe ich nicht, wenn Du wieder gesund bist. Willst Du etwas thun, und kannst Du etwas thun, dann laß es Robert zu Gute kommen. Er ist noch jung, er hat das Leben noch vor sich. In Dein Haus passe ich nicht, da ist alles viel zu fein und vornehm für mich Dein Haus und Du selbst und Deine Braut auch." Mutter, sagen Sie doch das nicht!" versetzte Daga. Sie sind uns ja Allen' herzlich willkommen, und fort dürfen Sie nicht wieder." Laß nur, Kind, ich weiß es ja, Ihr meint es gut. Aber was sich für mich schickt, weiß ich auch. Nun will ich erst hinausgehen und meine Hände in Karbol waschen, wie das ja jetzt Sitte ist. Dann komme ich wieder herein." Taga war mit Niehuus allein. Du solltest jetzt ein wenig ruhen, Georg, das Sprechen strengt Dich an, regt Dich auf. Lauter Dinge, die der Arzt verboten hat. Also Augen zu und still gelegen, lieber Freund!" Sie selbst wählte ihren Platz in der Nähe des Fensters derart, daß ihr Gesicht der Beobachtung entzogen war. Dann blieb es lange still im Zimmer, aber in Dagas Brust stürmten die Gedanken. Sie durfte nicht mehr zaudern, nicht mehr überlegen. Nothwehr war es, was sie thun'wollte, Pflicht der Selbsterhaltung! Wenn Robert Gützlaff nur bald käme! Sie selbst wollte ihm den Willkomm bieten. So saß Daga in finsterem Brüten am Fenster. Ihre Blicke gingen durch die Scheiben auf die Straße. Plötzlich fiel ihr ein bekanntes Gesicht auf. Robert Gützlaff näherte sich dem Hause, um nach der Großmutter und dem Kranken zu fragen, wie er es versprochen hatte. Dagas Hand, krampfhaft zur Faust geschlossen, stützte sich schwer auf das Fensterbrett. Ihre Zähne preßten stch hart aufeinander. Gut denn! Die Stunde des Schicksals war da. Sie begab sich in's Zimmer jenseits des Flurs, wo der Wein stand. Eine Flasche nahm sie hervor und zwei Gläser. In eines derselben fiel ein Theil des weißen Pulvers aus der Phiole. Ja nicht zu viel! Sie mußte haushalten, und die Wirkung durfte erst eintreten, wenn er wieder fort war. Als die Glocke ertönte, winkte Großmutier Neuhaus den Enkel nach der Küche. Die Braut ist drinnen, wir wollen nicht stören." Daga vermuthete den Zusammenhang und ging gleichfalls hinaus. Ich gewahrte Sie schon auf der Straße. Herr Gützlaff. Den neuen Verwandten muß ich doch auch begrüßen." Dic Hand reichte sie ihm nicht. Sie fürchtete sich. Gützlaff hatte wenig Zeit. Nur nachsehen wollte er, wie es der Großmutter gehe und dem Onkel. Aber ein Glas Wein dürfen Sie nicht ausschlagen." sagte Daga. Kommen Sie nur!" Sie schritt ihm voran und trat zuerst in's Zimmer. Als Robert Gützlaff den Tisch erreichte, hatte sie bereits ein Glas gefüllt. Das andere goß sie nur zur Hälfte voll und nabm es seihst in die 5and. Auf das Wohl des Kranken, Herr Gützlaff." Und auf Ihr eigenes, gnädiges Fräulein." Jeder leerte sein Glas, und Daga zitterte nicht, während sie trank. Eine Minute später befand sich Robert bereits wieder auf dem Wege zur Sanitätswache, wohin die Pflicht ihn rief. Daga überlegte. Die Gläser mußten gereinigt werden, um die Spur zu vertilgen, ohne Zertrerlust. Sollte sie selber es thun? Das wäre aufgefallen. Aber auffallen durfte nichts in ihrem Thun, nicht das Geringste. Sie ging nach der Küche und gab der Haushälterin ihren Auftrag. Sie verweilte, bis er ausgeführt war. Dann athmete sie aus. Sie bleiben länger, als ich dachte. Gützlaff. die Arbeit drängt," rief Dokto? Klüwer dem Ankommenden entgegen. Entschuldigen Sie nur. Herr Doktor. es ging nicht schneller. Ich weiß aar nicht, wie mir geworden ist auf dem Herweg." Sie wollen doch nicht krank sein; Das fehlte noch! Was haben Sie denn?" Mir ist so übel, mein Magev schmerzt, ich glaube, ich habe die Cholera. Das fehlte gerade noch!" rief Dokror mwer. Aver eye er aus oen vtt krankten zutreten konnte, wurde dieser leichenblaß, sank um und erbrach sich heftig. Der Arzt erschrak. Das waren allerdings charakteristische Merkmale der. beginnenden Cholera. Aber wäh-
rend er sich über den Kranken beugte, stieg ein eigenthümlicher knoblauchartiger Duft zu ihm auf, und er stutzte. Was war das? Menfch. was haben Sie genossen unterwegs?" rief er. Nichts als ein Glas Wein." lallte Robert. Wo?" Vci Herrn Niebuus." Wer reichte es Ihnen?" Dessen Braut." Doktor Klüwer erblaßte. Mso doch! Das fehlende Arsenikfläschchen! Sie sind ver" in unterbrach stch. Das kam nachher. Sie sind krank. Gützlaff, aber es ist nicht die Cholera. Hier nehmen Sie. Nur ruhig, noch ist nichts verloren. Ein Glück, daß Sie sich erbrochen haben. Hier, nehmen Sie!" Und nun begann Doktor Klüwer mit aller Energie die Mittel anzuwenden, welche die ärztliche Kunst zur Entfernung des Giftes aus dem Körper an die Hand gibt. 13. Kapitel. Zu? Tischzeit ging Daga nach Haus. Blaß und schweigend saß sie auf ihrem Platz, essen konnte sie nicht. Sie dachte an Gützlaff, und ihre ?lugen streiften Elsas Gesicht. Wie die es aufnehmen würde, wenn sie es erfuhr. Eine gewisse dumpfe Starre hielt DagaS Geist gefangen. Das Bewußtsein der vollbrachten That wirkt anders als der Vorsatz. Der Geheimräthin entging die Veränderung in ihrem Wesen nicht. Fühlst Du Dich krank?" fragte sie-. Nein, nur müde, abgespannt." entgeqnete Daga. Ich brauche nothwendig etwas.Ruhe." Aber essen solltest Du doch." ..Mir fehlt der Appetit. Vielleicht wird's eine Migräne." Ist etwas geschehen?" Nein, Mama, bitte, frage doch nicht mebr. man darf sich doch einmal unwohl fühlen." Am Nachmittag ging Daga wieder zu Niehuus. Die innere Unruhe trieb sie. Wenn überhaupt Nachricht kam. dorthin gelangte sie zuerst. Oder würde sie gar nichts erfahren? Nur Gewißheit! Nur Sicherheit! Niehuus gewahrte die Unrast seiner Verlobten. 'Fühlst Du Dich unwohl. Daga?" Nein doch nein. Nur etwas Mioräne." entgegncte sie. Sie sagte es ungeduldig. Wenn die Menschen sie doch nur in Ruhe lassen wollten! Tie Zeit verrann. Nachricht kam
nicht. Wenn doch nur etwas geschähe. das die Gedanken ablenkte! Endlich schlug draußen die Glocke an. Daga zuckte zusammen. War es die Entscheidunq? Nichts! Eine wirthschaftliche Angelegenheit. 'Es dämmerte schon, als Doktor Klüwer erschien. Er sah sehr ernst aus. beinahe finster. Daga wußte nicht, daß er mit Gützlaff im öffentlichen Dienst zusarnmen wirkte. Ich habe mit Ihnen zu sprechen. Fräulein Brandow unter vier Augen." Daga sah betreten auf. Der eisige Ton des Arztes, seine ganze Art, kontrastirten mit seinem gewohnten Verhalten. Ihr Herz pochte dicht unter dem Halse. Was würde sie hören? Ist etwas geschehen?" Der Arzt deutete auf die Thür. Bitte!" Sie betraten das Zimmer jenseits des Flurs. Daga sröstelte leicht. Dann waren sie allein im dämmerigen Gemacb. Nehmen Sie doch Platz, Herr Doktor." Klüwer blieb stehen. Seine Stimme klang gedämpft. So spricht der Richter. welcher das Urtheil verkündet. Einst wünschten Sie meinen Rath an der Schicksalswende." begann er, heute fordere ich Ihre Entscheidung. Eine Hand sehe ich. die sich aufhob zu.n Mord. Ich muß sie binden, diese Hand, muß sie hindern, daß sie sich nicht ausreckt und neue Opfer sucht. Mit Zuchtbaus bis zu zehn Jahren bedroht das Strafgesetz, wer einem Anderen Gift oder andere Stoffe beibringt, welche die Gesundheit zu zerstören geeignet sind. Aber ich sehe auch eine Mutter, die zitternd, eine Schwester, die voll Entsetzen hinstarrt auf die Verbrecherin. Einen Mann sehe ich. der ein Weib suchte und eine Mörderin fand. Träte der Tod in ihr Haus, sie tvürden weinen, aber sie müßten es tragen in dieser Zeit der Thränen. Mich jammert ihrer, wett sie Schmach dulden sollen, di? sie nicht verschuldet haben. die keine Thräne auslöschen kann. Tod oder ehrloses Leben, es gibt keine andere Wahl. Heute spricht der Mann zu Ihnen, dem ein Grabeshügel voll Blumen und Thränen leichter deucht. als ein Leben voll Schmach, ein Freund spricht, der nicht erniedrigt sehen möchte, was so hoch gestanden hat. Morgen ruft der Arzt die Gerechtigkeit an. der Arzt, der das Verbrechen kennt und die Thäterin. Zwischen heut' und morgen ist eine lange Frist. Bis morgen ruht Ihr Schicksal in Ihrer eigenen Hand." Beim ersten Wort des Arztes füblte Tagn, daß ihr Herz stillstand. Sie rountt es. sie war entdeckt. Wortlos, regungslos verharrte sie geisterhaft bleich. Sie hörte jede Silbe, begriff seine ganze Absicht. Dann sah sie den Arzt sich umwenden ohne Gruß. An' der Thür stand er noch einmal still. Robert Gützlaff ist nickt todt.
ich hoffe ihn zu retten. Vielleicht ist daZ jetzt ein Trost für Sie." Daga war allein. Noch immer verharrte 'sie wortlos, regungslos, geisterhaft bleich. Vor dem Fenster sank sie auf einen Stuhl, bedeckte das Gesicht mit den Händen. Eine Viston sah sie vor sich: ein ?.armorschlvß mit goldenen Thoren und schimmernden Kuppeln. Mtt einem Schlag sank es hinab. An seiner Stelle stand ein düsteres Haus, ohne Thüren beinahe, de Oeffnungen in den finsteren Mauern mehr Löcher als Fenster, mit schweren Eisenstangen versperrt. Ueberall klirrende Schlüssel, klirrende Waffen, klirrende Ketten. Und dann sah sie sich selbst im gefüllten Saal auf der Bank der Angeklagten, Wächter in Waffen zur Rechten und zur Linken. Die Richter kannte sie alle. Unter den Zuschauern lauter bekannte Gesichter, und in jedem Gesicht Abscheu und Neugier zugleich. Das ist sie!" Einer zeigte sie dem Anderen. Jedem grautr vor ihr, und keiner wandte doch ein Allge ab von der Giftmischerin. Zehn Jahre! Ehern klang's aus dem Munde des Richters. Zehn Jahre in dem Hause mit eisernen Thüren, mit eisernen Gittern vor den Löchern in den düsteren Mauern. Zehn Jahre im Sträflingskleidc. Taga stand auf, das Grauen schüttelte sie, das Grauen vor dem Hause mit den finsteren Mauern. Niemals! Und wie hatte der Arzt gesagt? Herrin des Schicksals bis morgen früh? Sie verstand ihn. Schimpf und Schande blieb denen erspart, die unschuldig waren; Schimpf und Schande und ein elendes Dasein auch ihr selbst. Darum war Doktor Klüwer gekommen, darum hatte er ihr Schicksal in die eigene Hand gelegt bis zum neuen Licht des Tages zur Sühne. Der neue Morgen durfte sie nicht mehr finden unter den Lebenden. Vor dem Tode steht die Vergeltung still. Das Geheimniß ihres Grabes blieb unentschleiert. Der Schmerz weint Thränen, dem mit Schande Veladenen folgt der Fluch. Daga schritt zum Schrank. Eine Flasche nahm sie hervor und ein Glas. Den ganzen Rest aus der Phiole schüttete sie binein, bevor sie das Glas füllte mit Wein. Ein letztes Zaudern und Schwanken. Jung fein, gesund sein und das Licht auslöschen mit eigener Hand. Noch einmal empörte sich das Leben gegen den Tod. Gab es keine Rettung, keine
Flucht? leinen Tag' dielleicht, eine Woche, gehetzt in der Welt, dann doch ergriffen und vor Gericht geschleppt. Nein! Das war kein Lcbcn. Mit einem einzigen Zuge leerte Daga das Glas bis zum letzten Tropfen. Mit fliegender Hand warf sie ein paar Worte auf Papier. Auf dem Ti'chc blieb es liigcn. ' Abschied nehmn durfte sie nicht, von Niemand. Still und unbemerkt verließ sie das Hauc. Draußen zerschellten Glas und Pbiole auf d?n Steinen des Pflasters. Das Geheimniß ihres Grabes durfte Niemand erforschen. Der Arzt würde es hüten. Jil der dämmerigen Straße schritt Daaa langsam for.t. Als das Gift zu wirken begann und die Kräfte sie zu verlassen drohten, stieg sie tn eine Droschke. Mit dem letzten Aufgebot ihres Willens gab sie das Ziel der Fahrt an eine entfernte Sanitätswache. (Fortsetzung folgt.) Big $our Bahn ...Ercurswncn... S o n n t a gf den 25. Mai. nach 81.25 Cincinnati .zurück. 81.25. Der Spezialzug. welcher auf beide Wege morgens für Passagiere anhält, verläßt Indianapolis um 7 Uhr Vorm. Rückfahrt von Cincinnati Abends 7 Uhr. nach 1.00 Terre Haute 75c Greencaftle 81.00 75c und zurück und verhältnißmäßige Naten nach allen Zwi-schen-Stationen. Spezialzug verläßt Jndianapolis um 7 Uhr Morgens. Retourfahrt von Terre Haute um 7 Uhr Abends. $1.00 Lafayctte 81.00 oder weniger nach allen Zwischen-Sratic nen. Spezialzug verläßt Indianapolis um 7.20 Uhr Vorm. Rückfahrt von afayette um 7.30 Uhr Abds. lhas. . Schott, ...Plttmbcr... und Händler in den Cleveland Faucet Co's. Bier-Pumpen. 18 West Maryland Str. W Telephon. Reu. 2221. Tapeten gereinigt durch das neue ...Germicide Verfahren... ( MUe; 121 Süd Saft tx. DaS Sermicide Verfahren entfernt den Etaub und auch vollkommen, bringt das frische Aussehen wie der und zcrftdrt Microdrn. Kein Lchmutz sallt aus die Möbel oder aus den Fußboden Preise niedrig. Für Voranschläge schre'be man eine Postkarte
Varicocele.
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