Indiana Tribüne, Volume 25, Number 232, Indianapolis, Marion County, 22 May 1902 — Page 3

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wi ww 'm Jndiana Tribüne, 22. Mai 1902.

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Reuer Schrecken. Ein zweiter heftiger Ansbrnch des Mont Pelee.

Die Bevölkerung von ffort de France von einer Panik ergriffen. Auch der Vulkan aus St. Vincent wieder in Thätigkeit. Festlichkeiten zu Ehren des Präsiden ten Loubet in Rußland. Fortgesetzter Jubel auf der Perle der Antillen. Ttärkung des deutschen Elements in PrcuKisch-Polen. Das diplomatische 0'orps auf Hayti erläßt eine Protest-Kundgebung. Westindien. Der neue Ausbruch. Paris, 21. Mai. Der Gou. verneur L'Huerre von der Jnel Mar tique bestätigt in einer Depesche vom 20. Mai den Bericht der'. Associirtcn Presse, daß gestern Morgen der Mont Pelee ähnliche Symptome eines neuen Ausbruchs gezeigt habe, wie am Morgen des 8. Mai. Spätere Depeschen meldeten, daß in Le Carbct ein Feuerregen gefallen sei und daß die Bewohner und Truppen den Crt geräumt Hütten. L'Huerre habe in Begleitung von Senator Knight gestern Morgen auf dem Kreuzer Suchet" eine Recognoscirungstour in der Umgebung des Vulkans unternommen. Man befürchtet hier, daß eine weitere Katastrophe bevorsteht. ' S o r t d e x a n c e, 21. Mai. Der gestern Morgen stuttgefundene Auöbruch des Mont Pelee war ein üußerst heftiger. Es wurden colossale Massen vulkanischer Stoffe ausgeworfen, dcrrunter glühende Steine von mehreren Fuß im Durchmesser, welche auf die Ruinen von St. Pierre und das benachbarte Land niederregneten. Die vulkanischen Wolken kamen bis dicht an Fort de France heran. Das Schauspiel war entsetzenerregend und nicht zu beschreiben. Die ganze Bevölkerung der Stadt wurde in panischen Schreckcn versetzt, und während aus den feurigen Wolken glühende Steine und Asche herniederfiel, eilten die Menschen, von Entsetzen ersaßt, weinend und betend durch die Straßen. Die Dampflaunch des Kreuzers Eincinnati" brachte einige Flüchtlinge nach dem französischen Kreuzer Suchet", und nahezu hundert Personen suchten rw l i .. l . an Voro oer inannatr uno oes ..Potomac" Zuflucht. Um 10 Uhr dampfte letzterer ab, um eine Untersuchung anzustellen, und alle Berichte stimmen darin überein, daß Benjamin B. McCormick, der Befehlshaber des Schiffes, vorzügliche Arbeit verrichtete. Er fuhr Zbis dicht an St. Pierre heran und fand, daß die Stadt von Neuem mit mächtigen Steinen aus dem Bulkan und Millionen Tonnen Asche überschüttet worden war. Weiter südlich hatte ein Regen kleiner Steine die Häuser der muthigen Torfbewohner zerstört, welche ihr Heim nicht hatten im Stich lassen wollen. Leut. McCormick nahm 180 Flüchtlinge an Bord, die er speiste und nach Fort de France brachte. Diese Rettungsarbeit war schwierig und geführlich. Es heißt, daß die ganze Bevölkerung der Insel nach Fort de France flüchtet. Es herrscht eine unbeschreibliche Bestürzung und Alles ist darauf bedacht, von der Jnfel fortzukommen. Das amerikanische Kohlenschiff Sterling" ist nach San Juan, Porto Rico, zurückgekehrt. Heute fand hier ern? Trauerfeier am Sarge des amerikanischen Consuls Thos. T. Prentis statt. Auf St. Vincent. K i n g s t o w n , 19. Mai. Geftern Abend fand ein neuer heftiger AuSbruch des Souffriere statt. Die Erderschütterung wurde hier gespürt. Aus dem Krater entströmten feurige Rauchwolken und an den Bergabhüngen flössen mächtige Lavaströme herab. Die Dorfbewohner, die sich nach Chateau Belaire und Georgetown geflüchtet hatten, kommen jetzt in großen Massen nach Kingstown. Rußland. Loubet's Besuch. ' T s a r k o e-S e l o, 21. Mai. Der Ezar und Präsident Loubet trafen gestern Nachmittag hier ein. Der zar

begleitete seinen Gast nachdem Schlosse, wo Präsident Loubet wohnen wird. Letzterer machte später dem Ezaren und der Ezarina einen Besuch. Ten französischen Flottenoffizieren wurde vom Volke ein Empfang bereitet, welcher an Begeisterung demjenigen, dessen sich Präsident Loubet zu erfreuen hatte, nur um Weniges nachstand. Die russischen Flottenofsiziere verkehren mit den französischen in sehr kameradschaftlicher Weise und begleiteten sie auf Ausflügen nach interessanten Punkten in der Umgebung von St. Petersburg. Das Erscheinen einer französischen Uniform ist überall das Zeichen zu einer Ovation. Es ist der Plan in Erwügung gezogen worden, daß das französische Geschwader über KopenHagen zurückkehrt, auf alle Fälle wird die Durchfahrt durch den Nordostsee Kanal vermieden worden. Gestern Abend fand in dem kostbaren Sales des Fetes" ein Galadiner zu Ehren des Präsidenten Loubet statt. Heute wohnten der Czar, Präsident Loubet, die Ezarina und die CzarinWittwe einer großen Truppen-Revue bei. Der Kaiser hoch zu Roß und Präsident Loubet und die Damen, denen sich noch die Großfürstin Sergius zugesellte, in einer Eqnipzge, gefolgt von einer glänzenden Suite, zogen an der Front der Truppen vorbei. Die Volksmenge ließ wiederholt begeisterte Jubelrufe erschallen. Bei einem auf die Revue folgenden Gabelfrühstücke brachte der Ezar einen Toast aus das Wohlergehen und den Ruhm der großen Armee Frankreichs aus, indem er betonte, daß die imponirenden Armeen de? beiden Länder nicht dazu da seien, wieder zu be kriegen, sondern um den allgemeinen Frieden aufrecht zu erhalten und den hohen Prinzipien Respekt zu verschaffen, welche die Wohlfahrt und den Fort-

schritt der Nationen sicherten. Präsident Loubet erwiderte mit einem Eompliment auf die vorzügliche Verfassung der russischen Truppen und erklärte den Zweck der Armeeng als eine Garantie für die Wahrung und AusÜbung der Rechte der beiden Nationen. Im Namen der französischen Armee leerte er sein Glas auf die Wohlfahrt und dem Ruhm der tapferen Armee Rußlands. vuba. Die neue Regierung. H a v a n a , 21. Mai. Es wird hier allgemein anerkannt, daß das spanische Element, welches früher für Anschluß au die Ver. Staaten war, in der weiteren Entwickelung der Republik einen maßgebenden Factor bilden wird. Die Spanier besitzen 70 Prozent des Reichthums der Insel, und wenn Präsident Palma, wie er geneigt zu sein scheint, ihnen einen angemessenen Antheil an der Regierung zugesteht, dürften sie eine starke Stütze der Republik werden. Um eine Finanzkrisis zu verhüten, wird es das Bestreben des Präsidenten Palma sein, eine möglichst sparsame Verwaltung einzuführen, und zu diesem Ende wird er die Gehälter der Beamten erheblich beschneiden. Die HauptHoffnung der Bürger liegt in den Unterhandlungen betreffs eines Gegenseitlgkeitsvertrags mit den Ver. Staaten, der es ermöglicht, das wichtigste Produkt der Insel, Zucker, vortheilhaft auf den Markt zu bringen. Senor Palma erhielt heute zahlreiche Glückmunsch-Depeschen aus den Ver. Staaten und vom Auslande. H a v a n a, 21. Mai. Die gestrige Illumination der Stadt hat wohl in Amerika nie ihres Gleichen gehabt. Die Facaden der Hotels und anderer öffentlichen Gebäude waren von Tausenden elektrischer Lampen eingefaßt, die Bäume in) den Parks erstrahlten im' Glänze zahlreicher buntfarbiger Lichter und fast an jedem Hause waren japanesische Fac?ons angebracht. Der Glanzpunkt des Feuermerks waren eine über die Stadt schwebende mächtige cubanische Flagge aus Glühlichtern, sowie Portraits von Präsident Palma, Gen. Gomez, Gen. Marti und anderer cubanischer Helden. Bezeichnend für die Stimmung der reichen Spanier war die Thatsache, daß auf dem Easino neben der spanischen eine cubanische Flagge wehte. Die Festlichkeiten wurden heute Morgen fortgefetzt und um 8 Uhr wurde der Grundstein zu einem Triumphbogen zur Feier der Inauguration der cubanischen Republik gelegt. Der Bau wird an Jndependence Ave. errichtet. Am Nachmittag fanden in den Theatern Frei.Vorstellungen statt und heute

Abend wurde ein großes Volksfest abgehalten. W. I. Brvan und die amerikanischen Bundessenatoren fuhren heute Morgen nach Key West ab. Der neue Präsident. Havana, 21. Mai. Präsident Palma bezog heute seine Amtswohnung im Palast und erhielt ßzahlreiche Besuche. Während der Festtage werden keine Geschäfte erledigt. Die Botschaft an den Eongreß, der am Freitag zusammentritt, ist fertiggestellt. Deutschland. Die polnischen Prov i n z e n. Berlin. 21. Mai. Jmlpreußischeu Landtag wurde heute eine Vor läge eingebracht zur Stärkung des deutschen Elements in den polnischen Provinzen. Sie erhöht den der Regierung zur Verfügung stehenden Fonds zur Errichtung von Ansiedlungen in WestPreußen und Pofen von 200 auf 350 Millionen Mark und weist weitere 100 Millionen Mark zum Ankauf von Län-

dereien in diesen Provinzen an, welche sich zu Bauernniederlassungen eignen. DerKaiserim Reichslande. Metz, 21. Mai. Kaiser Wilhelm ist heute auf Schloß Urville angelangt und hat das Erecutiv Comite von Elsaß-Lothringen in Audienz empfangen, das den Dank der Bevölkerung für die Abschaffung des Diktaturparagraphen ausfprach. Der Kaiser erwiderte in einer längeren Rede. Hayti. Von Gen. Firmin bedroht. Port au Prince, 21. Mai. Die nördliche Armee unter Gen. Firmin, in einer Stärke von 4000 Mann, ist heute in Arcaheie, zwei Tagereisen von hier, eingetroffen. Die provisorische Regierung hat alle Bürger aufgefordert, die Huptstadt zu vertheidigen, und die ganze Bevölkerung von Port au Prince steht deshalb unter Waffen. Die Mitglieder des diplomatischen Corps versammelten sich heute Morgen in Port-au-Prince und beschlossen gegen das Eindringen der Nordarmee in die Hauptstadt zu Protestiren. Da kein fremdes Kriegsschiff im Hafen liegt, so dürfte dieser Protest keine große Wirkung ausüben. Besonders wird bedauert, daß sich kein amerikani sches Kriegsschiff im Hafen befindet. Der Ver. Staaten-Kreuzer Topeka" ist am 16. Mai zum Schutze amerikanischer Interessen aus Port Royal, S. C., nach Port-au-Prince abgefahren und wird heute dafelbft erwartet. Colombia. Zum Kampf mitden Rebellen. Panama, 21. Mai. Die Regierungstruppen begannen gestern Morgen um 5 Uhr Panama zu verlassen. Im Ganzen werden 2000 Mann unter dem Oberbefehl der Gene räle Amaya und Salazar gegen die Rebellen vorrücken. Sie hoffen, binnen Kurzem durch weitere 3000 Mann verstärkt zu werden und gedenken dann die Rebellen anzugreifen. Zum Schutze von Panama bleiben daselbst 15,000 Mann zurück. Italien. Der Schah. Rom, 21. Mai. Der Schah von Persien ist heute hier eingetroffen und im Quirinal abgestiegen. Spanien. EinStiergefecht. Madrid, 21. Mai. König Alfons wohnte heute heute einem königlichen Stiergefecht bei, dem über 150,000 Personen zuschauten.

Base-Ball. AmericanAssociation. Die gestrigen Spiele resultirt.'N wie folgt : Milwaukee, 21. Mai. Milwaukee ) 0 . Sh;4l Indianapolis ßcin Minneapolis, 21. Mai. Minneapolis ...0 2010000 03 Columbus 0 000 1 0000 1 Kansas City, 21. Mai. Kansas City 2010 3 Louisville 7 0 3 0 414 St. Paul, 21. Mai. St. Paul .00 0 1 0 1 0305 Toledo 0000020002

Allerlei für s 5ouS. Sammtkleider schädigt man sehr durch Ausbürsten; man sollte sie statt dessen mit einem Stück Gaze abwischen. Das lästige Lösen der Schnürbänder an Halbschuhen wird verhindert, wenn man die Schleife mit nassen Fingern bindet. Um bei farbigem Strickg a r n eine dunklere Farbe zu zeigen und es zu gleicherZeit waschecht zu machen, kocht man das Garn in Essig, in den ein Stückchen rostiges Eisen, z. B. ein großer Nagel gegeben wurde. U m O e l f l e ck e v o n P e t r oleumlampen zu entfernen, braucht man diese nur mit Ultramarin (Waschblau) einzureihen, abzuspülen und mit einem Rehleder abzutrocknen. Verzuckerten Honig -und Marmelade wieder a'ufzulösen. Man stellt die Gläser so wie sie sind in eine Kasserolle, füllt letztere mit kaltem Wasser und stellt die Kasserolleseitwärts auf den Herd. Bis das Wayer ins Sieden geräth, löst sich der vevrzuckerte Inhalt der Gläser vollkommen auf. Man lasse sie mit dem Wasser wieder erkalten. Ter Inhalt schmeckt dann wieder wie frischer Honig oder Marmelade. H u t f e d e r n, die durch Wind oder Regen gelitten haben, und nicht

mehr kraus und voll aussehen, kann kann man auf einfache Weise neu und frisch aussehen machen. Man streut auf glühendeKohkn feinen Zucker und hält die Feder über den Dampf, bis sie sich kräuseln; das geschieht sehr bald. Dann läßt man sie an einem luftigen Orte trocknen. Bei weißen Federn setzt man dem Zucker etwas Schwefelblüthe zu, um die Federn zu bleichen. Dunkle Strohhüte aufz u f r i f ch e n. Um dunkles, grau und unansehnlich gewordenes Stroh wieder wie neu erstehen zu lassen, befeuchtet man ein dunkles Läppchen mit einem Tropfen guten Tafelöles und reibt das Stroh des Hutes an den von der Garnitur freigelassenen Stellen damit ab. Man wird erstaunt sein, wie die ursprüngliche Farbe und der Glanz wieder zum Vorschein kommen. Namentlich ist diese so überaus einfacbe Procedur für dunkle Basthüte zu empfehlen. Eau de Iavelle selbst zu bereiten. Dieses bei der Wäsche so unentbehrliche Zleckwasser bereitet man sich am besten selbst. Auf zwei und eine halbe Unzen Pottasche und 5 Unzen Chorkalk gieße man in eine Pintflasche so viel warmes Regenoder Flußwasser, daß man den Inhalt durchschütteln kann. Dann stellt man die Flasche einige Tage vor dem Gebrauch in dieMähe des Ofens. Man gießt von der Flüssigkeit ein wenig auf eine Untertasse, taucht den Stoff mit dem Fleck 12 Minuten hinein und wäscht ihn dann in heißem Wasser und Seife nach. Fen st er scheiden von Oelfärben zu reinigen. Um Spritzflecke von Oelfarben zu entfernen. welche beim Streichen einer Fassade an den Fensterscheiben entstanden und bereits. aufgetrocknet sind, genügen Terpentin und Soda nicht. Zu pfehlen ist hierzu Seife. Namentlich werden alle Oelfarben durch sögenannte Schmierseife (schwarze Seife), welche man darauf streicht und mehrere Stunden stehen läßt, aufgelöst. Man wendet dieses Mittel auch mit Vortheil an, um Pinsel, welche inOelfärbe hart geworden sind, aufzuweichen, worauf man sie rein ausspülen kann. Die Anwendung anderer scharfer oder ätzender Mittel, wie Pottasche und Kalk, ist bei Glas nicht rathsam. weil dasselbe dadurch leicht blind wird. A u g e n ve r l e tz u n g e n durch A e tz k a l k kommen so häufig vor und erfordern so rasche Hilfeleistung, daß auch der Laie in dieser Beziehung orientirt sein sollte. In jüngster Zeit haben nun hervorragende Augenärzte darauf aufmerksam gemacht, daß bei Verletzungen des Auges durch Kalk gerade die sofortige Anwendung von Wasser durchaus vortheilhaft ist. Die bisherige Meinung, daß beim Zusammentreffen von Wasser mit CalciumPräparaten sogleich ein hoher Hitzegrad entstehe und dadurch das Auge gefährlich verletzt werde, ist irrig. Beim Löschen geringer Mengen Aetzkalk mit großen Wassermengen ist die Temperaturerhöhung sehr unbedeutend. Die Anwendung von Wasser bei Augenverletzungen durch Kalk darf aber nicht dadurch geschehen, daß man das Auge mit nassen T.'ichern oder einem nassen Schwamm auswäscht, wie die Laien gewöhnlich verfahren, sondern in folgender Weise. Der Verletzte wird sofort auf die ebene Erde gelegt; dann nimmt man ein gereinigtesGefäß mit Ausguß, etwa eine Kaffeekanne oder einen Topf, füllt es mit reinem Wasser und hält die Augenlider mit gereinigten Händen weit auseinander. Nun läßt man aus etwa 20 Zoll Höhe einen dünnen Wasserstrahl so tarnte durch das Auge laufen, bis aller Kalk entfernt ist. Auf solche Weise angewandt, ist das Wasser bei reichlicher' Menge für das Auge unschädlich. Daß der Verletzte nach erfolgt Procedur zum Augenarzte beHufs etwa nöthiger weiterer BeHandlung gebracht werden muß. ist selbstverständlich. Die empfohlene AnWendung von Oel oder Glycerin steht der im vorstehend beschriebenen des Wassers bei weitem nach.

Frei nach Schiller

Ob Köchin, Mädchen oder Frau Sie alle lieben Bernhard Thau, Nicht weil er Wangen frisch und roth, Nein ! Weil er stets das beste Brod. Nicht Einer in der ganzen Stadt Solch gutes Brod gebacken hat. Drum loben sie auch alle heut Dies roo und seine Gütigkeit. Auch Butter-Ringe, 's ist eine Pracht Wie Bernhard Thau dieselben macht, Denn Butter spart er nicbt daran Wie Jedermann es sehen kann. Und Pumpernickel, meiner Ehr' Als wäre er für's Militär, Herr Thau ist Meister in dem Fach Es macht es ihm kein Zweiter nach. Weil Ehrlichkeit sein stetes Loos Ist seine Kundschaft auch so'groß. Willst ehrlich Du bedienet sän So kauf Dein Brod bei ihm allein. Bernhard Than, S61 Hosbrook Zt t Marktstand 123124. Telephon (neu) 3253. AWNINGS WE F00L THE SUN Unsere Sarantie P unsere rbeU ift so gut wie Sold Dollar. Indianapolis Test & Awnii Co., 447 Ost Washington Str. Phones 1122 A A A A , W W WW ' ii Louis Vollrath s t Grocery und Fleisch Markt, 125 West Morris Straße. II Sie Capitol Avenue und Morris Straße. Staple undFaucy Groceries, Frisches, gesalzenes und geräuchertes Fleisch, Wurst, reines Schmalzusw. i. CONRAD PETERS, DentscheWirtHschaft, 85? Oft Washington traft. JndianapolS. Ter bette GefchäftSlnnch in der Stadt. Feine Keine, Liköre und kigarren. p. h. Vroderick. Hotel und Sample Roo. No. 2546 West Michigan Straße. ReueS Telephon 476. fyrxtf Schwarz ...Feine Weine... Liquöre, Cigarren und Tabak. No. 2602 West Michigan Str. Feiner Lunch von Morg'ns 9 bis 12 Uhr, und von 4 bis tt Uhr Nachmittag. Theodore F. Smither, geschickter und zuverlksftger ...Dachdecker... Pech- und Kiesdacher, Dächer von Asphalt und Gilsonit. BW Sngros Händler tn allen Arten von Vaek .rialten. Telephon : neu Mi ; alt green 211. 301 West Marnland Str. Südwestl. Ecke von Senate Ave. undZ Maryland Etr. Pferde-Geschirre, Buggies, Koffer und Reisetasche am besten und billigsten bei 136 Ost Washington Str.

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