Indiana Tribüne, Volume 25, Number 228, Indianapolis, Marion County, 17 May 1902 — Page 4
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Jnviana frfbüne, 17. Mai 1903.
jndiana Tribüne. Herausgegeben von der uteberg S. Indianapolis, Ind.
Harry O. Thudium s t t Präsident. Geschäftslocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE SS. Entered at the Post Office os Indianapolis as second dass matter. Sin Arbeitstag des NcichskanUers Es wird nicht vi:l Menschen geben, welche die Verwendung ihrer Z'it so geschickt in ein System gebracht haben, wie der geg:nwörtige deutsche Reichskanzler. Ohne nach pedantischem Muster ein Mann nach der Uhr zu sein, entwickelt Graf Vülow in der AusfülIung seines Tages dieselbe Ordnungsliebe, die seine äußere Umgebung, sein Arcbitsplatz bis in die geringsten Ein' zelheiten der Schreibtischausrüstung wiedt.'rspic'gclt. Es ist eine saubere Kleinkunst des täglichen Lebens, die alle Stunden ausnützt, die vielen, die dem Neichskanzler angehören, wie die wenigen, die der Mensch Bernhard Bülow sich nicht nehmen läßt. Zu jeder Jahreszeit, im Winter wie im Sommer, erhebt sich der Reichskanzler um 7 Uhr. Die erste Arbeit gilt den während der Recht eingegangenen Depeschen. War darunter einTelegramm von besonderer Wichtigkeit, so mußte der wachthabende Chiffreur wohl oder übel sogar die Nachtruhe des obersten Cbefs stören. Doch gehört dies zu den Ausnahmefällen. Meist in den ersten Morgenstunden, selten nach 10 Uhr. erhält der Graf Bülow den Besuch des Kaisers. Weilt der Herrscher in Bcrlin. so ist er gewohnt, seinen Kanzler bei guter Zeit zum Vortag gerüstet zu finden; ist das Hoflager in Potsdam, so wird der leitende Staatsmann fast täglich dorthin berufen. Seine Vorträge hält er dann in der Regel Abends, muß aber auch den Tag über H'onbern Aufforderungen gewärtig sein. Der rege unmittelbare Verkehr Zwischen Kaiser Wilhelm und seinem ersten Berather dauert, in Briefen und Telecrrammen, auch dann fort, wenn sich der Monarch auf Reisen befindet. Von 10 Uhr ab werden lange Reihen verschlossener Mappen in das Arbeitszimmer des Kanzlers geschafft. Sie bergen die umfangreichen Eingänge aus den verschiedenen Reichsämtern und Ministerien. Berichte der Boischaf ter. Gescmdten und Generalkonsuln, Anfragen und Noten der deutschen und preußischen Ressorts eine oft kaum zu bewältigende Fülle vonStoff. der sich nicht durch einfache Kenntnißnähme abthun läßt, sondern der Prüfung und Entscheidung des obersten Reichsbeamten harrt. Dieser Theil der Arbeitslast ist gerade in den letzten Jahrcn stark angewachsen. Eine ins Einzelne gehende Statistik der zu erledigenden Schriftstücke würde Ziffern von außerordentlicher Höhe zu Tage fördern. Das weitaus größere Kontingent zu dieser Masse stellen die inneren Angelegenheiten des Reichs und Preußens, denen mit der leichten, raschen Hand der diplomatischen Routine nicht beizukommen ist. Um 12 Uhr mutz die Fluth der Akten gehemmt Herden; denn es beginnen jetzt mündliche Vorträge, die sich häufig bis zum Schlüsse der zweiten Nachmi'ttagsstunde hinziehen. Die Staatssekeretäre des Aeutzern und des Innern erschei' neu fast täglich vor ihrem Chef. Auch der Marinesekretär Tirpitz ist kein soltener Besucher. Die Frühstücksstunde (nach 1 Uhr) kann oft genug nicht eingehalten werden. Zwischen dem Morgenkaffee und dem in vielen Fällen zu einem Nachmittagsimbiß hinausgeschobonkn Frühstück wird dem Körper kein Recht zu Theil. Eine kurze Ruhepause nach dem frühstück benutzt der Kanzler durch Durchsicht der Zeitungen. Er verfolgt die Presse mit der lebhaftesten Aufmerksamkeit, die ihre seit Bismarck's Zeit noch gewachsene Bedeutung für die Politik verdient. Gern jucht der deutsche Staatsmann ein paar Minuten für das Studium der Witzblätter zu erübrigen. Er kennt den Werth des Horazischen redendo dicere verum". Gegen Humorund geistlose Persiflage ist er abgehärtet. Alle erreichbaren Karrikaturen auf seine Person und seine Politik läßt er sorgfältig sammeln. Sie füllen schon mehrere stattliche Bände. Der erste trägt in den festen, gefälligen Schriftzügen Bulow's das Motto: Sollen Dich die Dohlen nicht umschrei'n, mußt nicht Knopf auf dem Kirchthurm sein." (Aus Goethe's Zahmen Xenien".) Die Nachmittagspause findet a weniger belasteten Tagen ihren Abschluß mit einem kleinen Spaziergang im Thiergarten. Häufiger freilich tritt bald nach dem Frühstück die Arbett wieder in ihr Recht. Neue Depeschen und Berichte sind zu erledigen. Instruktionen an die Ressorts und die Gesandtschaftschefs im Ausland anzugeben und die Pflichten einer sehr ausgedehnten Privatkorrespondenz zu erfüllen. Aus seiner diplomatischen Laufbahn hat Graf Bülow die Gewohnhet des Diktirens übernommen, wobei er gern im Zimmer auf- und abgeht. Ein ausgeprägtes Stilgefühl läßt ihn rasch für seine Gedanken den triftenden Ausdruck finden. Gleich
die erste Niederschrift zeigt eine Abrundung, die nur leichterNachbesserungen bedarf. Dieser durch langjähriges Diktiren gewonnenen Fähigkeit der Improvisation verdankt der Kanzler in erster Linie seine Erfolge als Redner. Selbst wenn er völlig unv?rbe' reitet spricht, habenscine Sätze eine Flüssigkeit, die aus der sicheren Herrschaft über die Gedanken, wie über die Sprache hervorgeht, in der ?r sie ausdrückt .gleichviel, ob es die deutsche, die französische oder die italienischeSprache ist. Von 5 Uhr Nachmittags an beginnen die eige"tlichen Empfänge. Dann steht der Reichskanzler nacb einander fremde Botschafter, preuß. Minister, Parlamentarier, Publizisten, hervorra "nde Männer aus den deutschen Bundesstaaten oder den Provinzen der preuß. Monarchie, auch durchreisende Fremde von Rang oder Werth die Schwelle seines Arbeitszimmers überschreiten. Durch solche Unterredungen, die vielfach an feine staatsmännische Begabung hohe Ansprüche stellen, kann er oft mehr erreichen, als andere in wochenlangcr Aktenarbeit. Aus seinen Lehr- und Wandecjahren, die ihn nach den großen Mittelpunkten des Festlandes, nach Paris, Petersburg, Wien und Rom geführt haben, besitzt Bülow einen ausgedehnten internationalen Bekanntenkreis. Kaum ein zweiter zeitgenössischer Staatsmann dürfte nach den verschiedensten Seiten so zahlreiche Beziehungen und Anknüpfungspunkte haben. Wenn der letzte Besucher mit derselben unwandelbaren Liebenswürdigkeit hinausgcleitet ist. die ten ersten empfing, wirft der Hausherr einen Blick auf die Uhr. Die Essensstunde, 7h Uhr, ist meist überschritten. Die Gräfin, vielleicht auch Gäste, haben schon auf ihn gewartet. Aber die Arbeit ist ganz gethan. Graf Bülow läßt keine Reste, kein Aktenstück bleibt auf dem Schreibtische zurück. Bleistifte, Federhalter, die kleinstenBedarfsgcgenstände liegen wieder genau an ihrem Platze. Das Arbeitszimmer strahlt seinem Bewohner die Ordnung und Klarheit des eigenen Geistes wieder. T.'r Abend bringt endlich auch dem Menschen einen Lohn für die Tagesmühen des Staatsmanns: eine zwanglose Unterhaltung mit guten Freunden bei und nach Tische. Am liebsten hält der Kanzler aus diesen Stunden edler Geselligkeit die Politik ganz fern; neue und alte Erscheinungen in Kunst und Literatur, geschichtliche Probleme, Rückblicke in die Antike und Renaissance bestreiken die Kosten des Gesprächs, an dem der Hausherr ebenso gern selbst theilnimmt, wie er Anderen zuhört. Gegen halb 11 Uhr cmpfehlen sich die Gäste des kleinen Kreises. Nach ihrer Verabschiedung aber tauchen noch einmal die gewissen schwarzen Mavpen auf, deren Inhalt den Kanzler noch bis nach Mitternacht in Anspruch nehmen kann, wenn er ihn gründlich auskosten will den Normalars''Liii l?mer ttcrl. Zu grcßerPflichteifer imDienste des Prinzen Heinrich während dessen Amcrika - Reise hat den' Matrosen Wendt der 1. Compagnie 1. Matroscndivision. einen biederen Pommern von sehr guter Führung, auf die Anklagebank gebracht. Aus Kiel wird geschrieben: Wendt war Ordonanz im königlichen Schlosse. Am 24. Februar, kurz nach der Ankunft des Prinz - Admirals in New York, erhielt er vom Hofmarschallamte den Austrag, einige wichtige Depeschen an den Prinzen schleurügst nach der Schloßpost zu befördern und ungesäumt zurückzukehren.da weitcre eilige Depeschen zu besorgen seien.
Der Matrose gmg nach dem eine Minute entfernten Schloßvostamt und kehrte eiligst zurü. Am Portal des Schlosses stand der wachthabende Unteroffizicr der Schloßwache. Wendt vergaß infolge der großen Eile imVorbeiFehen das Grüßen. Der Unteroffizier rief ihn an. aber Wendt ging im Bewußtsein, einem höheren Herrn zu dienen, lächelnd weiter. Der in seiner Ehre verletzte Unteroffizier forderte jetzt den Doppelposten auf. den Matrosen zu verhaften. Der Posten führte den Befehl aus und wollte Wendt in's Schilderhaus stecken. Da gedachte der Biedere der auf ihn wartenden dringendcn Telegramme an den Prinzen, riß sich los und enteilte in's Söhloß. Der Doppelposten lief ihm nach und ergriff ihm am Hauptportal. Es wurde Anklage wegen Ungehorsams und Widersetzung gegen einen Vorgesetzten erhoben. Seine Vorgesetzten gaben ihm in der vor einivn Tagen stattqehabte Verhandlung vor dem Kriegsgericht das Zeugniß eines pflichteisrigen, zuverlässigen Menschen, der aber bei barscher Behandlung den Kopf verliere. Der Vertreter der Anklage bedauerte, daß er nach Paragraph 96 des Militär - Straf - Gesetzes sechs Monate Gefängniß als Mindeststrafe beantragen müsse. Diese Strafe sei im vorliegenden Falle zu hart, und er empfehle de l Angeklagten der Gnade des Kaisers. Der Bertheidigcr, Oberlieutenant zur See Holzapfel, betonte, daß der Angeklagte der Ueberzeugung gewesen sei, es hängeWichtiges von der Schnelligkeit der Ausführung seiner Mission ab; bei der Einjperrung in's Schilderhcms beherrschie ihn lediglich der Gedanke, daß eineVerzögerung seiner Mission eintreten werde. Das Gericht verurtheilte Wendt wegen Beharrens im Ungehorsam und Selbstbefreiung als Gefangener zu drei Wochen strenaem Arrest.
Der Nmlgkr-51äalsmnn. in Humorist und scharksinniger Kritiker im Nepräsentaulenliause. Francis W. Cushman vom Staate Washington hat neulich seinem Ruhmesf ranze als Humorist und scharfsinniger Kritiker im Ver. Staaten-Re-präfentantenbausc ein neues Blatt ein verleibt. Es war während der VerHandlungen über die Kuba-Reziprozi-täts-Bill, als Cushman sich erhob und die Methoden des Komites für Hausregeln in einer Rede geißelte, die in den
Repräsentant Francis W. Cushman. folgenden Worten gipfelte: Wenn ein Mitglied des Hauses eine Vorlage einreicht, was geschieht dann mit dieser? Sie wird einem großen Komite überwiesen und hierauf auf den Kalender gefegt. Kalender! Das ist eine falsche Bezeichnung. Es sollte heißen FriedHof, weil auf ihm die bleichenden Gebeine legislativer Hoffnungen liegen." Im vorigen Jahre verglich Cushman in einer Rede vorgeschlagene Bewilligungen für Fluß- und Hafenverbesserungen mit Bächlein, die von der Natur niemals dazu bestimmt worden seien, Schiffe zu tragen. Cushman wird wegen seiner schlanken dünnen Gestalt und einiger intellektueller Eigenschaften, die er mit Lin:oln gemein hat, der ..Abraham Lin:oln des Nordwestens" genannt. Er ist über sechs Fuß hoch und wiegt nicht über 150 Pfund. Nach der Ursache der Dünne seiner Gliedmaßen einmal befragt, erwiderte Cushman: Ich bin zwiefachem Drucke ausgesetzt, einem von hinten, von 500,000 ernsten, patriotischen urkd intelligenten Konstituenten ausgehend, die von mir die Erwirkung gerechter Gesetzgebung verlangen. Ergreife ich dann die Gelegenheit, solche Gesetzgebung im Hause der Erwägung zu empfehlen, so stoße ich gegen die Steinmauer, welche den Sprecher und das Komite für Hausregeln umgibt. Dieser doppelte Druck, von hinten und von vorn, hat mich zusammengepreßt wie eine abgestempelte Briefmarke." Ein weiterer Beiname Cushmans ist Ranger"-Staatsmann. Francis W. Cushman wurde 1867 in Brighton. Ja., geboren. Er besuchte die dortige Hochschule und die Pleasant Plain-Akademie, war als Eisenbahnarbeirer und hierauf fünf Jahre lang als Rindcrhirte (Cowboy) in Wyoming thätig. Er studirte in feinen Mußestunden die Rechte und wurde in Nebraska zur Bar zugelassen. In 1891 verzog er nach Tacoma, Wash., wo er die Anwaltspraxis ausübte. Cushman wurde als Repräsentant in den 56. Kongreß gewählt und für den 57. Kongreß wiedererwählt. Neuer hcf des Mrrincbureans. Einer der wissenschattlich gebildetsten Offlziere der Buttdeflotte. Außer in der obersten Leitung des Marine-Departements. in welcher der von seinem Amte zurüllgetrctene Ma-rine-Sekretär Long in dem seitberigen Repräsentanten William H. Moody von Massachusetts einen Nachfolger fand, ist auch im Marinebureau ein Wechsel erfolgt, indem an die Stelle des Rear-Admirals A. S. Crowninshield, welcher den Oberbefehl über das europäische Geschwader erhielt, der RearAdmiral Henry C. Taylor trat. Henry C. Taylor gilt als einer der Wissenschaftlich gebildetsten Offiziere Nkar.Admiral Henry E. T4ölor. der Ver. Staaten-Marine. Geboren 1845 zu Washington, D. C., nahm er, nachdem er 1863 an der Marineakademie zu Annapolis graduirt hatte, während der letzten zwei Jahre des Bürgerkrieges noch an einer Anzahl von Seegefechten Theil. Taylor war nachdem Lebrcr an der Marineakademie zu
Unnapolis. Mitglied des hydroqraphi
schen Bureaus in Washington, D. C.. und der Kommission für Küsten- und Landvermessungen am Pacific-Ozean. izr oeioangle ncy aiö emer der Hauptarbeiter für die Errichtung eines Admiralstabes. wie dieser durch eine Ordre des Marine-Sekretärs im März 1901 in's Leben gerufen wurde. Taylor gehörte des Weiteren in den 80er Jahren als Geschäftsführer und dann als VizePräsident der Nicaragua-Kanal-Gesell-schaft an. die den Bau des IsthmusKanals sich zur Aufgabe gestellt hatte. Um sich ausschließlich dem Dienste der Gesellschaft widmen zu können, erhielt Taylor 1888 vom Marine-Departement einen zweijährigen Urlaub. Als Kommandeur der Alliance" vom Asiatischen Geschwader befreite Taylor Anfangs der 90 Jahre auf den Karolinen mehrere amerikanische Missionäre, die mit den dortigen spanischen Behörden in Konflikt gerathen waren und in Lebensgefahr schwebten. Er wurde daraufhin nach Madrid entsandt, um wegen Entschädigungen an die Missionäre zu verhandeln, eine Mission, die er erfolgreich durchführte. Taylor ist einer de? Mitbegründer des Marine-Krieqs-Colleges in Newport, R. I.. dessen Präsident er von 1894 bis 1897 war. Er erfand dort die sögenannten Marine-Kriegsspiele," die ein anschauliches wissenschaftliches Studium der Schiffsbewegungen für Angriff und Vertheidigung ermöglichen. In der Seeschlacht von Santiago 1898 befebligte er als Kapitän das Schlachtschiff Jndiana," im Sommer 1899 war er in Abwesenheit des Admirals Sampson Kommandeur des Nordatlantischen Geschwaders, im März 1901 wurde Taylor Near-Admiral. Statthalterschilt in Lurcml'urg. WechselvoUe Verganqenkei eines Landes mit deu:slier Tpracke. Kein zweites Land deutscher Zunge kann auf eine so wechselvolle Bergangenheit Zurückschauen wie das Großherzogthum Luxemburg. Nachdem Kaiser Karl der Vierte, der Enkel des deutschen Kaisers Heinrich des Siebenten von Aixemburg sein Stammland 1354 zum Herzogthum erhoben hatte, war Luxemburg seit 1441 nacheinander in burgundischem, österreichischem, spanischem und französischem Besitze. Durch den Wiener Kongreß wurde es 1815 Erbgroszherzog Wilhelm von Luxemburg. als Großherzogthum deutscher Bundesstaat und dem König der Niederlande unterstellt. Durch die belgische Revolution von 1839 zerfiel es in zwei Theile, von denen der eine belgische Provinz, der andere in Personalunion mit den Niederlanden vereinigt blieb. Als mit dem Tode König Wilhelms des Dritten der Niederlande 1890 das Haus Nassau-Oranien im Mannesstamm erlosch, ging Luxemburg, in dem nur männliche Erbfolge gilt, auf die ältere Linie Nassau über. Der vormalige Herzog Adolf von Nassau Übernahm die Negierung. Großherzog Adolf vollendet am 24. Juli sein 85. Lebensjahr. Mit Rücksicht auf sein hohes Alter betraute er neulich seinen einzigen Sohn, den Erbgrohherzog Wilhelm, mit der Vertretung in den Regierungsgeschäften und setzte ihn zum Statthalter ein. Erbgroßhcrzog Wilhelm, der jetzt 50 Jahre alt ist, entstammt der zweiten Ehe seines Vaters, die dieser 1851 mit der Prinzessin Adelheid von Anhalt einging. Die um 12 Jahre jüngere Schwester des Erbgrohherzogs, Prinzessin Hilda, ist die jetzige Gemahlin des Erbgroßherzogs von Baden. Die Jugend des Prinzen Wilhelm fiel in die Zeit, in der Oesterreich und Preußcn um die Führung im Deutschen Bunde rangen. Der Krieg von 1866 kostete seinem Vater Land und Thron, und wenn damals eine tiefe Abneigung gegen das siegreiche Preußen in ihm Wurzel schlug, so ist das menschlich ebenso begreiflich, wie es von der Seelengröße des Großherzogs und seines Sohnes zeugt, daß die Beiden niemals durch politische Intriguen eine Aenderung der durch den Krieg von 1866 geschaffenen Verhältnisse anzustreben versuchten, sondern gewissenhaft die mit Preußen geschloenen Verträge achteten. Erbgroßherzog Wilhelm, welcher der österreichischen Armee angehört und in dieser gegenwärtig den Rang eines Generalmajors bekleidet, ist seit 1893 mit der Prinzessin Anna von Braganza vermählt. De? Ehe smd fünf Töchter entsprossen.
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