Indiana Tribüne, Volume 25, Number 227, Indianapolis, Marion County, 16 May 1902 — Page 4
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- , aadHMMMaMMM Jno,ana Tribüne, 16. Mai 190
Jndiana Tribüne. Herausgegeben von der Sutenberg Indianapolis, Ind.
Harry C. Thudium - Präsident. Geschäfts local: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. Entered at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Tie Einweihungs - Feier des Monuments Gelangte mit dem imposanten Faöelzug zu einem glänzenden Abschluß. Tie Einweihungs - Feier unseres herrlichen Kriegerdenkmals gehört der Geschichte an. Hunderttausende haben an derselben theilgenommen und sie werden jedenfalls den denkwürdigen Tag noch lange in freundlicher Erinnerung behalten. Tas hiesige Deutschthum aber hat alle Ursache mit Befriedigungen auf die Feier zurückblicken zu können, denn es hat bei derselben eine sehr hervorragende Rolle gespielt. Glänzender ift wohl selten eine öffentiiche eier zu einem Abschluß gekommen, als wie die gestrige durch den Fackelzug der deutschen Vereine, welcher bei den Tausenden von Zuschauern außerordentliches Furore machte. Tie Militär-Parade. Tie am Nachmittag veranstaltete Militar-Parade unterschied sich von der am Vormittag abgehaltenen FahnenParade sehr wesentlich. Von den etwa dreihundert Fahnen, welche in derselben getragen wurden, waren nur wenige entfaltet und nur eine einzige Musik-Capelle war in bei selben anwesend. Still und ernst schritten die Veteranen hinter den Fahnen her, um welche sie sich einst auf den Schlachtfeldern geschaart hatten. Ernst waren die Theilnehmer an dem Zuge und ernst waren die Zuschauer am Vormittage. Wie ganz anders war das Schauspiel am Nachmittag. Luftig flatterten die Mahnen, Banner und Standarten im Winde, eine ganze Anzahl Musik-Capellen spielten patriotische Weisen, und mehr als einmal brachen die Zuschauer in lebhafte Hurrahrufe aus. Um 2 Uhr sollte die Parade sich in Bewegung setzen, aber es wurde weit über halb drei Uhr, ehe Chef-Marschall General James R. Carnahan das Signal zum Abmarsch geben ließ. Erönnet wurde dieselbe durch zwei Compagnien Polizisten. Dann kam der Chef-Marschall und sein Stab, welcher mehr als fünfzig Berittene aufwies. Hierauf kam die erste Tivision, geführt von Gouverneur Turbin. Dessen aus vierzig Berittenen bestehender Stab macht nicht wenig Furore. Waren doch sämmtliche Herren in goldstrotzende Uniformen gekleidet. Daneben verfügte sie noch über ein ausgezeichnetes Pferde-Material. Es bereitete einen Genuß, diese Cavalcade anzuschauen. Hinter dem Stäbe kamen die neuen Jndiana National-Garden, commandirt von Brigade-General Wm. McKee. Im Ganzen waren drei Regimenter Infanterie und eine Batterie vertreten. Im Ganzen mögen etwa 1700 Mann in dem Zuge anwesend gewesen sein. Dieselben marschirten in Compagnieenreihe vorüber. Durch ihr stram mes Marschiren und ihre schneidige Haltung zeigten sie sich würdig, den alten Veteranen als Escorte zu dienen. D!? zweite Division bestand aus verschie'enen militärischen Organisationen. Sie wurde von Oberst-Lieutnant Giguilliat befehligt. Die dritte und letzte Division des Zuges setzte sich aus den Mitgliedern der 425 Posten der G. A. R. des Staates zusammen. Sie waren bei keiner Parade zuvor so zahlreich vertreten als am Donnerstag. Es bereitete einem ein wahres Ver gnügen, zuzuschauen, wie diese ergrauten Veteranen, die vor vierzig Jahren einst als junge Männer in den Krieg zogen, noch so tapfer einhermarschirten. Sie zeigten, daß das alte Soldatenblut noch immer feurig in ihren Adern pulfirt. Diesen Veteranen folgten die Black Hawk " Marion Veteranen, der Deut, sche Veteranen Verein" und die Perfimmon Brigade.
Diese Division wurde von dem jüngst erwählten Commandeur der G. A. R. des Departements Jndiana befehligt. Ihm stand als Adjutant der ExCommandeur Milton Garrigus zur Seite. Den Schluß der imposanten Parade bildeten die meist noch in jungem Alter stehenden Veteranen aus dem spanischamerikanischen Kriege und den Gefechten auf den Philippinen, sowie aus der Knaben-Brigade der Ersten Christlichen Kirche und Bater Mathews' KnabenBrigade. Tie Parade , welche ersichtlich bei dem Publikum Furore machte, gebrauchte, um einen gegebenen StandPunkt zu Passiren, eine volle Stunde. Die Vesper-Feier. Unmittelbar an die Militär-Parade am Nachmittag schloß sich die G. A. R.-Vesper-Feier am Monumente, eine religiöse, eindrucksvolle Feier nach dem G. A. R.-Ritus, worauf dann die alten. ehrwürdigen Kriegsfahnen in feierlichem Zuge in's Capital zurückgetragen wurden, um dort aufbewahrt zu werden, bis sie zu Staub werden. Der deutsche Fackelzug. Hübsch und sinnig, ja vielleicht am besten von allen Theilen der Feier gelungen, und von Abertausenden von Zuschauern jeglichen Alters bewundert und gepriesen, war der Fackelzug der deutschen Vereine am Abend, mit dem das hiesige Teutschthurn das Gedächtniß der gefallenen Helden ehrte. Dieser Fackelzug, an dem sich die 40 dem Verbände deutscher Vereine von Indianapolis ungehörigen Vereine in voller Stärke betheilialcn, stand unter dem Qbcibcfehl des Großmarschalls Cavt. Jacob L. Vieler, der die Borbereitungen für denselben in der ge-. wohnten vorzüglichen Weise getroffen
hatte, sodcß Alles klippte und klappte. Ihm zur Seite stand als getreuer Adjutant Herr Gco. Deluse, der schneidige Reiter. Tie Namen der StabsMitglieder, Marschälle, Hülfs-Mar-schälle etc., etc., sind bereits schon wiederholt angesübrt worden, sodaß wir sie nicht nochmals anzuführen brauchen. Der Abmarsch des Fackelzuges, der aus 4 Divisionen bestand, erfolgte um 8 Uhr 20 Min. Abends vom Sammel plätze an der Washington Str., zwischen Alabama und New Jersey Str., aus, nachdem die verschiedenen Vereine aus den betreffenden Stadttheilen abgeholt worden waren. Capt. Jacob L. Bieter, Eroßmarschall des Kackelzuges. Nach dem einstimmigen Urtheile aller der Personen, welche die Straßen - Demonstrationen in Augenschein genommen haken und deshalb befähigt sind, zu entscheiden, war dieser deutsche Fackelzug die glänzendste und bestaeregelte Parade während der ganzen Feier, während ihr Schluß, die Niederlegung der Lorbeerkränze am Fuße des Monuments und vor der Statue des Kriegs-Goaverneurs Morton durch den Präsidenten des Verbandes deutscher Vereine, Hrn. Fred. Francke, die Gruppirung der Verbands-Fahnen und ihrer Begleiter, und zu allerletzt das Abbrennen der 4 Coloffal-Bomben an den 4 Ecken des Monuments, nicht nur sehr finnige, unübertrefflich schöne, sondern auch wirklich herzige Ehrendezeugungen für die todten Krieger waren. Einen herrlichen, herzerquickenden Anblick gewährte der Fahnenwald hinter dem Stäbe des Großmarfchalls, unter Deckung der Turner des Unabhüngigen Turnvereins, des Südseite Turnvereins und der Co. R. Pythian Guards, I. 0. K. P., in deren kleidsamen Anzügen und Uniformen und mit ihrem schneidigen Auftreten. UeberHaupt fand das schneidige Verhalten
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alle? Fackelzug-Theilnehmer seitens der Zuschauer die verdiente Anerkennung. Schreiber dieses überhörte an vielen Plätzen, während des Fcckelzuges, die Bemerkung: Ja, das sind die Deutschen, und die können nicht übertroffen werden". Und derselben Ansicht waren hervorragende amerikanische Sol-daten-Führer, Generäle und Obristen, welche sowohl den Fackelzug, wie die Parade am Nachmittag besichtigt hatten. Die Fahnen-Colonne war prächtig, das Marschiren der Fackelzug-Theilneh-mer war prompt und schneidig, und der ganze Fackelzug nahm, trotz seiner Länge, nur 1 Stunde in Anspruch. Das herrliche Feuerwerk und die sinnige Ehrung. Es war etwa 9 Uhr 10 Min., als die Spitze des Fackelzuges am Monument anlangte, so daß die Divisionen, nach dem Zusammenwerfen der Fackeln und w.'.hrend die Musik - Capellen patriotisc!ie Weisen spielten, zurücktreten formier . Um 9 Uhr 20 blies Stabstrompfler Alvin Schkllschmidt den Zapfenstreich. Die sinnige Ehrenbezeug u u g. Dann legte Präs. Fred. Francke vom Verbände der Deutschen Vereine, ohne längere Rede, aber deshalb nicht mit weniger Gefühl, am Fuße des Monumentes und an dem Fuße der Morton-Statue zwei riesige LorbeerKränze als Tribute des deutschen Pa-
triotismus sür die Sache der Republik und ihre Helden nieder. Reden konnten nicht gehalten werden und waren auch nicht beabsichtigt, da der Volksandrang am Monumente ein wirklich überwältigender war. Nachdem Präsident Francke die Kränze, wie angegeben niedergelegt hatte, wurden an den 4 Ecken des Monuments, Nord, Ost, Süd und West, die vier Bomben abgefeuert, die eine gradezu phänomenale Wirkung ausübten. Denn Dergleichen war hier vordem noch nie gesehen worden. Nach einem herrlichen Sternen-Re-gen in bunten Farben ergoß sich nümlich ein anderer in Gold-Farbe über das Monument, während dem Platzen der letzten kleinen Bomben, hochoben in der Luft, ein anderer buntfarbiger Glüh-Regen folgte. Dieses Feuerwerk, wie der Fackelzug fand seitens der nach Abertausenden zählenden Zuschauer verdiente Anerkennung und Lob. Tie deutschen Vereine von Indianapolis haben mit dem Fackelzuge nicht nur Lob gcerntet, sondern sich auch neue und wohlwollende Freunde unter den sogen. Stock-Amerikanern erworben. Das Lagerfeuer der deutschen Vereine. Nach Schluß der großartigen und eindrucksvollen Feier auf dem Monument Platz, welche mit dem brillanten Feuerwerk in eff?ctvollster Weise ihr Ende erreichte, begab sich ein großer Theil der Vereine, welche an dem Fackelzuge theilgenommen hatten, nach der Germania Halle, woselbst in dem großen Saale ein Lagerfeuer abgehalten wurde. Derselbe gestaltete sich in jeder Beziehung zu einem urfidelen Commers. Prof. Reinhold Miller's Orchester spielte patriotische Weisen, welche sehr beifällig aufgenommen wurden. Der Liederkranz trug unter Leitung seines Dirigenten Herrn Knodel die Lieder Zu Bacharach am Rhein" und Richt Dich auf Germania" in solch brillanter Weise vor, daß er stürmischen Applaus erntete. Herr Fred. Francke, Präsident des Verbands Deutscher Vereine brachte ein Hoch auf Capt. Vieler, den Großmarschall des Fackelzuqes aus, in welches alle Anwesenden begeistert einstimmten. Er betonte besonders, daß es nur seiner Initiative zu verdanken sei, daß überHaupt ein Fackelzug in das Feftprogramm eingefügt wurde und daß der selbe in solch glänzender Weise gelungen ift, sei doch in erster Linie Bieler's Verdienst. Dieser lehnte hierauf in einer kurzen Ansprache bescheiden alle ihm zugeschriebenen Verdienste ab, indem er hervorhob, daß der Erfolg des Fackelzuges ja niemals ein folch unbestrittener geworden wäre, wenn die deutschen Vereine ihn nicht in solch starker Weise unterstützt hätten. Er sprach Allen seinen herzlichsten Dank dafür aus. Allen Anwesenden aber sprach er auS dem Herzen heraus, wenn er betonte, daß das hiesige Deutschthum durch seine rege active Theilnahme an der gestrigen Einweihungsfeier des herrlichen Mo-numental-Baues wieder einmal große Ehre eingelegt hat.
Deutscher VeteranenVerein. Der Deutsche Beteranen-Verein hielt gestern Nachmittag im Deutschen Hause nach Schluß der Parade einen feuchtfröhlichen Commers ab, welcher einen sehr, gemüthlichen Verlauf nahm. Capt. Erdelmeyer fungirte als Toastmeister.
Er sowohl als auch Capt. Jac. Scholl u. A. hielten mit Beifall aufgenommene Ansprachen. Die Veteranen hat ten eine Anzahl auswärtiger Kameraden, sowie auch die Mitglieder des 32. Regiments bei sich zu Gaste und sie bewirtheten dieselben in nobler Weise. Das 32. Regiment. Das 32. Regiment hielt gestern Nachmittag im Deutschen Hause seine jährliche Reunion ab In derselben wurden zunächst die bewährten Beamten Col. Erdelmeyer, Präsident, und Capt. Louis G. Ruth per Acclamation wieder erwählt. Hinsichtlich der am Mittwoch in der Convention der G.A.R. gefaßten Resolution betreffs der Kritik über das Verhalten der Offiziere auf den Philippinen wurden folgende von einem aus den Cameraden Ruth, Schiermeyer und Zuckringel bestehenden Comite gefaßten Beschlüsse einstimmig angenommen; Es ist die Meinung der versammelten Cameraden des 32. Regiments, daß sie die Passirung der in der Conveniion der G. A. R. Posten gefaßten Resolution, in welcher amerikanische Bürger, die den Muth ihrer Ueberzeugung haben und ihre Ansicht über das Verhalten der Offiziere der Ver. St. auf den Philippinen offen Ausdruck verleihen, als Copperheads" bezeichnet werden, fehr beklagen. Wir halten die Annahme einer solchen Resolution für durchaus unweise und ungerecht." Nach Schluß der Rcunion waren die Cameraden die Gäste des Socialen Turnvereins und später auch die Gäste des Deutschen Veteranen-Vereins. Der Messias der Nationen." Die vereinigten Chöre der Roberts Park Methodisten- u. derDrittenChristlichen Kirchen brachten gestern Abend bei den Lager-Feuern in der Tomlinson Halle und im Enqlish Opernhause James W. Riley's Lied Der Messias der Nationen" componirt von Sousa, zum Vortrag. Frenzel No. 1 W. Washington Str (Merchants National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europas. s nach und von UjlUJtUit Europa. An unfe Verkauf ausländischen Geldes. Seit Montag, den 5. Mai befindet sich unsere Sparbank - Abtheilung in ihrem neuen, modernen Local Tas Publikum ist freundlichst eingeladen. fti Muh Trust Co. Capital 1 1,000,000.00 Surplns 100,000.0s Vom 3. Mai an, offen bis 6UhrAbends an Montagen, aber geschloffen von 12 Uhr Mittags an Samstagen. A. Metzger Eet. AGENCY 1868. 102 N. Penn. 8t. Dampfer-Tickets ach und von Europa. Vertreter aller trausatlaut. Linien. Wechsel und Credit'Briefe.
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