Indiana Tribüne, Volume 25, Number 226, Indianapolis, Marion County, 15 May 1902 — Page 7
Jndiana Tridune, 15 Mai IVOg.
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Herrin drs Schickfitls Noman von Theodor Kabelitz. $04000000 i (Fortsetzung.) Dann folgte eine förmliche Verbeugung. Uno ehe Robert Gützlaff noch den Sinn und die Tragweite ihrer Worte begriffen hatte, sah er sich allein. Am Rande des Gehölzes stand Daga noch immer Arm in Arm mit Lilli Tychsen. .Nun sich blos diese Schlutzverbeugung." sagte Lilli. Vernichtend! Wie trübselig er dasteht und ihr nachblickt! Vollständig geknickt! Kann mir leid thun! O Elsa, woher hast Du das steinern? Herz? Komm. Daga, ich muß nothwendig wissen, ob sich die Sache zum Drama oder zum Lustspiel entwickelt." Lachend zog Lilli die Freundin mit sich fort. Aber nahe der Laube machte Daga sich los. Ich möchte nachsehen, womit sich die Herren die Zeit vertreiben." JMn Doktor kommt erst später," seufzte Lilli. Ich habe leider. Zeit, mich auf eigene Hand zu amüsiren." Sie suchte Elsa und schob die Hand in ihren Arm. Komm Mädchen!" Und ohne Zeitverlust brachte sie die Rede auf das Thema, das ihr am Herzen laa. Wer war denn der stattliche Herr, mit dem Du so viel zu besprechen hattest?" Elsa erröthete und fand nicht sogleich eine Antwort. Die Tochter des Kommerzienraths wartete eine solche auch gar nicht ab. Sie beugte den Kopf nach vorn, um Elsas Blick aufzufangen. Sieh mich doch 'mal an, Herzchen. Wer war's denn? Ihr kennt Euch wob! jenen langer? wtu darstt ü es schon sagen." Elsa blieb stehen un.d machte ihren Arm frei. Er hielt mich für etwas, das ich nicht bin. Und als ich ihn heute unerwartet hier sah, da schämte ich mich. Ein anständiger Mensch soll von mir nicht glauben, daß ich mich Über ihn lustig gemacht habe. Das mußte ich ihm sagen." Und dabei habt Ihr Euch ein bischen veruneinigt?" Ja. Nun weiht Du es, nun geh nur hin und erzähle es Daga. Mich laß in Frieden!" Sie wendete sich rasch ab. Niemand brauchte die beiden Tropfen zu sehen, die sich zwischen ihre Wimpern drängten. Lilli gewahrte nur zu gut, was sie nicht merken sollte. Das hatte sie nicht erwartet. Betroffen sah sie der Fortschreitenden nach. Arme Kleine! So tief sitzt der Stachel. Und ich habe ihr weh gethan, ohne es zu wollen. Na warte nur, Elschen. ich helfe auch wieder." 7. Kapitel. Als sich das Personal im Garten an den langen Tischen zu einem kalten Imbiß niedersetzte, klingelte Kommerzienrath Tychsen in der Laube bereits an sein Glas. Er sprach sein Bedauern aus, daß Herr Niehuus. der geschätzte Begründer und langjährige Leiter des Unternehmens, dem Werke in so bedeutungsvoller Zeit untreu werden wolle. Der Wunsch nach Erlösung vom Geschüft sei ja begreiflich, indessen wede: er selbst, Tychsen, noch die anderen Herrcn vom Verwaltungsrath gäben die Hoffnung auf. die bewährte Kraft de? Aktiengesellschaft dennoch zu erhalten. Zum Beweise dessen habe er gleich der Kontrakt mitgebracht. Unterstempel und untersiegelt, fertig bis auf die Un terschrift des künftigen Direktors Niehuus, dem mit Rücksicht auf seine bevorstehende Vermählung zunächst sechs Monate Urlaub bewilligt seien. Ja, ja. mein lieber Freund," schloß der Kommerzicnrath, ich sagte Ihnen schon einmal: Sie kommen nicht los! Ich wiederhole Ihnen heute: wir geben Sie nicht frei! Sie aber, meine geehrten Damen und Herren, ich weiß es, Sie stimmen mit mir ein in den Ruf: Herr Georg Niehuus und feine liebrei-' zende Braut, unsere künftige Frau Direktor, sie leben hoch, hoch, hoch!" Von allen Seiten streckten sich dem Paare Gläser entgegen, der Fabrikant aber wiegte bedenklich den Kopf. Du mußt doch anstoßen," erinnert, Daga. Aber ich kann mein Einverständnis mit dem Schluß nicht zugeben." Weshalb nicht?" Möchtest Du es denn. Daga?" Wo Frauen lieben, wollen sie bewundern. Unsere höchste Begeisterung gehört dem wirkenden Mann, den Mann der That." Vor dem Eingang der Laube macht, sich eine Bewegung bemerkbar. Du Beamtenschaft erschien. ..Sie werden verlangt, lieber Niehuus," rief der Kommerzienratb. Ab ich denke, draußen ist mehr Platz sin uns Alle. Wir möchten auch gern wissen, was Ihnen b:e Herren zu sager haben." Der erste Beamte entledigte sich seiner Aufgabe in schwungvollen Worten Er wußt? stch in Uebereinstimmung rni: dem Verwaltungsrath und trug stark, Faroen auf. Abermals wiegte Niehuus den Kopf Was sollte er erwidern? Einwilligen seinen ganzen Lebensplan ändernd Nein! Als der Beamte, tief beweg: durch seine eigenen Worte, mit dem üb-
lichen Lebehoch schloß, befand sich bei Gefeierte in keineswegs gehobene, Stimmung. Bevor er indessen antworten konnte geschah etwas Unerwartetes. Die Arbeiterschaft rückte heran, Aller voran Robert Gützlaff. Die Beamter wichen zur Seite, so daß sie die Damer und Herren vom Verwaltungsratk recbts "und links flankirten. Georc Niehuus stand vor den Anderen, sein, Braut seitwärts von ihm, ein wenic zurück. Es gewann fast den Anschein als ob sich zwei Heerhaufen gegenübertraten. Hinter Gützlaff zogen sich die Arbeiter schweigend zum Halbkreis auseinander, so daß sich der Fabrikant unl sein Monteur inmitten Aller gegenüberstanden. Als Gützlaff zu sprechen begann, schob Niehuus die Hand zwischen die Knöpfe seines langen Gehrocks wie Jemand, der weiß, was man vorbringen wird, der es über sich' ergehen läßt, obgleich er entschlossen ist, das Gegentheil zu thun. Der Wortlaut der Rede interessirte ihn wenig. Was konnte bei junge Mensch sagen, das er nicht von
Anderen oft genug gehört hatte? Seine Blicke schweiften über die Köpfe der dicht gedrängten Menge, Bei uns bleiben!" ..Direktor werden!" scholl es aus dem Haufen, so oft der Redner athemschöpfend eine Paus, machte. Alle, die da standen, hatter ihm gedient mit ihrem Geist und ihre? Kraft. Sie würden es wieder thun sobald er es wollte. Früher hatte er si, nie so- auf einem Haufen gesehen, ei hatte mehr an den Gewinn als an di. Herrschaft über btc Menschen gedacht Erst jetzt kam ihm diese Seite so rech! zum Bewußtsein: und welch' stolzem Bewußtsein war das! Ein soziale? Fürst war er geworden und geweser durch eigene Kraft. Er konnte es nock sein. Wirklich ein erhebendes Gefühl! Der junge Mensch, der da sprach, gal sich wirklich alle erdenkliche Mühe. Mar ronme vielleicht etwas sur ihn iyun. Ein Geldgeschenk oder dergleichen, ttkbuus richtete die Augen auf fein Gesicht. es war ihm früher noch nicht aufgefallen. Auch jetzt ließ es ihn gleichgiltig. Aber ein anderes Gesicht schob sich neben den Sprecher. Langsam, unmerklich fast löste es sich aus seiner Umzebung, bis es Niehuus' Blicke gefangen hielt. Ein altes, runzeliges Gesicht, ein Frauengesicht. Und in dem Gesicht zwei Augen gute, treue, alte Augen! Sie begegneten den Blicken des Fabrikanten, hingen sich daran fest, daß er nicht mehr los konnte. Und mit einem Schlag versank die ganze Umgebung für Georg Niehuus. Nur das alte Gesicht blieb vor ihm und die guten treuen Augen. Georg," hörte er wie aus weiter Ferne. Dein Vater trägt schwere Last. Vergiß uns nicht ganz in der Fremde!" Niemand hatte es gesagt, Niemand gehört. Nur vor Georg Niehuus' Ohren klang es. Das Gewissen schrie es ihm zu. daß es seine Seele traf wie ein Peitschenhieb. Wer Vater und Mutter vergißt und darben läßt, der ist ein Elender. Georg Niehuus erbebte bis in's Mark. Ein sozialer Fürst? Er? Ein Elender war er trotz Stellung und Reichthum. Und noch immer vor ihm das alte runzelige Gesicht, noch immer die guten, treuen Augen, die an den seinen hingen! Er legte die Hand über die Stirn. Er wollte nicht sehen, was vor ihm war. Die Leute stießen einander an. Leise raunend lief es durch die Reihen: Wie bewegt er ist von der Rede!" Vor den Ohren des Fabrikanten brauste es, seine Brust drohte zu zerspringen. Die Vergangenheit kam über ihn. Inmitten des Glanzes und der Ehre traf ste ihn ohne Vorbereitung, riß mit Geierklauen an seiner Seele. Und immer wieder: Georg, Dein Vater trägt schwere Last! Vergiß uns nicht ganz in der Fremde!" In ihm schrie es, schrie mit der Stimme der Mutter, die er so lange vergessen hatte, Bei uns bleiben!" Direktor werden!" Es klang so fern wie Rufe aus einer anderen Welt. Sag doch envlich Ja, lieber Georg!" Dagas Stimme war es. Wie tönte sie fern! Aber vor ihm die Augen der Mutter mahnten an Schuld, forderten Sühne. Sag Ja. Georg!" Ich will's, ich will's!" stieß er hervor und wandte sich ab. Er wußte nicht was er that und sagte. Einen Augenblick betretenes Schweigen ringsum, dann brausende Hochrufe. Er will!" Er bleibt!" Er hat's versprochen!" Es lebe unser Direktor!" Keiner wußte, daß er den Schrei eines aufgerüttelten Gewissens gehört. Keiner ahnte, wem er gegolten. Hundert Hände streckten sich aus. die Rechte des Fabrikanten zu fassen. Kommerzienrath Tychsen lte herbei. Niehuus, Freund, so ist eö recht! Habe ich nicht gesagt, Sie kommen nicht los? Aber nun vorwärts! Erst Ihren Namen unter den Kontrakt!" Der Fabrikant blickte mit wirren Augen um sich. Da waren sie Alle wieixt, an die er nicht mehr gedacht, alles i?ar wie vorher. Nur das alte Gesicht war verschwunden, und die mahnenden Augen. Das Gedränge hatte sie verschlungen. Oder waren sie gar nicht da gewesen? Hatte seine Phantaste ihm Gespenster gezeigt? Wie aus einem bösen Traum erwachend, sah Niehuus seine Braut an. Was habe ich eigentlich gesagt?" Was Du gesagt hast?" Daga blickt verwundert auf. " i
Ich möchte es von Dir hören." Du wirst bleiben."' Sie wollen es!" rief der Kommerzienrath. Sie bleiben Direktor, wie der prächtige junge Mensch es Ihnen an's Herz legte. Er soll einen Freund an mir haben, der junge Mann. Aber davon nachher. Erst kommen Sie." Niehuus strich mit der Hand über seine Stirn. Um die Lippen spielte ein seltsames Lächeln. Habe ich's gesagt, soll's dabei bleiben. Ein Mann, ein Wort!" Versteht sich! Kommen Sie nur. Für die Leute lassen wir ein paar Tonnen Bier auflegen. Kommen Sie!" Es war ein eigenartiger Blick, den Daga ihrem Verlobten nachsandte. Was war vorgegangen in der letzten Minute? Niehuus gab eine Zusage in auffallender, ganz ungewöhnlicher Form, gab sie allen früheren Entschlüssen zum Trotz und wußte in derselben
Sekunde nicht, daß er es gethan. Sein Versprechen hatte also einen anderen Sinn, galt einer anderen Sache, von der kein Mensch etwas ahnte. Was konnte das sein? Und während der Rede war es geschehen. Etwas Fremdes hatte sich ihm zwingend aufgedrängt. Während der Rede unterjochte es sein ganzes Denken, Fühlen. Wollen derart, daß er das Bewußtsein der Gegenwart verlor und die Gewalt über sich selbst und seine eigenen Worte. Und er hielt fest an dem. was zu versprechen offenbar nicht seine Absicht gewesen war, er hielt fest daran, um nicht merken zu lassen, daß ein Geheimniß im Hintergrund schlief. Eine Falte erschien zwischen Dagas Brauen. Es durfte kein Geheimniß geben, das ste nicht kannte. Hing die Person des Redners damit zusammen? Derselbe Mensch sprach vorhin mit Elsa. Bald stand Daga vor dem Monteur. Jcb danke Jbnen berzlich. Herr Herr Sehen Sie. nun weiß ich Ihren Namen nicht einmal!" Gützlaff." ''.Also herzlichen Dank, Herr Gützlass. Sie haben erreicht, was keiner vermochte." Sie reichte ihm die Hand, und indem sie es that, fühlte sie gleichzeitig ihre herabhängende Linke ergriffen. Etwas Rauhes glitt streichelnd darüber hin. Beinahe erschrocken gewahrte Daga harte, braune, knochendürre Finger auf ihrer zarten, weichen Haut. Dann blickte sie in ein gutes, altes, runzeliges Gesicht, in zwei treue, feucht schimmernde Augen. Er wird ja nun der Herr Direktor! Und Sie sind so jung und so schön machen ie ihn nur recht glucklich, liebes Fräulein." Dagas Züge erstarrten. Ihre Augen blickten strenge Abwehr, die Stimme klang eisig. Wer sind Sie? Was wünschen Sie?" Meine Großmutter." beeilte sich Robert Gützlaff zu erklären. So, Ihre Großmutter?" Ein wenig gedehnt kam es über Dagas Lippen. Dann allerdings!" Ja, die Frau Neuhaus bin ich." sagte die Greisin ruhig. Und nun komm nur, Robert. Wir wollen nicht mehr stören." So gingen die Beiden zurück nach den Tischen der Arbeiter. Robert achtete der Seltsamkeit der Greisin nicht weiter. In seinem Kopfe herrschte der Gedanke an Elsa. Dagas Blicke folgten den Fortschreitenden. Die Falte zwischen ihren Brauen war tiefer als vorhin. Neuhaus Niehuus. Hochdeutsch platt deutsch! War da ein Zusammenhang? Die aufdringliche Liebkosung der alten Frau galt offenbar nicht ihrer Person, sie aalt der Braut des Fabrikanten. Verbarg sich da der Schlüssel zu Niehuus' Geheimniß? Lilli Tychsen hängte sich an Dagas Arm. Na. Mädchen, wie gefällt Dir Dein zukünftiger Schwager?" Ich glaube, Du bist nicht ganz bei Trost, Lilli." Ich? Ja, sag doch, was sollte die lange Unterredung mit Herrn Gützlaff? Du hast ihm gedankt natürlich! Aber nur mit Worten. Thaten will ich sehen. Sei mir behilflich, ihn mit Elsa zu versöhnen, oder Elsa mit ihm." Ich denke gar nict daran!" Wie herb Du das sagst. Gar nicht schwesterlich und gar nicht lieb." Was geht mich die Kinderei an? Was kümmert sie Dich?" Kinderei?" Lillis Blicke suchten die blaue Himmelsferne, beinahe schwärmerisch leuchtete es auf in ihren Augen. Kinderei? Ach. Daga, wo hört sie auf und wo fängt die Glückseligkeit an? Hermann kommt uns aach. Ich kann's kaum erwarten, bis er hier ist. Und wenn er hier sein wird, necken wir uns. Das ist auch Kinderei. Und wie selig fühle ich mich dabei! Wer selber glücklich ist, will Andere glücklich machen. Du nicht auch. Daga?" Die Braut des Fabrikanten blieb die Antwort schuldig. Rastlos sprang ihr Geist von Einem zum Anderen. Neuhaus Niehuus. Gützlaff Elsa. Waren das wirklich Ringe, die sich schlössen? Griffen die Glieder ineinander zur Kette? Mochten sie es! Ketten verbinden, aber Ketten erwürgen auch. Sich selbst vergessend, starrte Daga in's Leere; ihre Stirn lag in Falter.. Befremdet sah Lilli die Freundin an. Was hast Du nur, Daga? Woran denkst Du?" Daga besann sich auf die Gegenwart. Sie schob die Hand in Lmis Arm, die Augen blickten wieder heiter. Worüber ich nachdenke? Mancher sieht das Glück als bescheidenes Veilchen, das
duftig im Schatten blüht, dem Anderen ist es ein funkelnder Stern, und Sterne glänzen am hellsten in kalter Winternacht. Doch darüber soll man nicht streiten. Komm, Lilli!" 8. Kapitel. Georg Niehuus saß in der Laube inmitten der Herren. Sein rascher Entschluß hatte ihm Danksagungen und Glückwünsche von allen Seiten eingetragen. Nun perlte der Sekt in den Gläsern. Aeußerlich sah alles aus, wie es ohne die letzten Vorgänge vermuthlich auch ausgesehen haben würde. In der Brust des Fabrikanten aber herrschte Unruhe, die er hinter einer lächelnden Miene zwar verbergen wollte, durch seine Zerstreutheit jedoch verrieth. War's Wirklichkeit, was er zu sehen geglaubt hatte?
Nein und tausend Mal nein! Er versicherte es sich selbst ohne Aufhören. Der plötzliche Sturm hatte die Tiefe in feinem Herzen aufgewühlt, daß die Eisrinde borst, die es einschloß, aber zertrümmert, geschmolzen war sie nicht. Dazu gehörte noch mehr. Das konnte ein Sturm nicht bewirken, auch die warme Sonne mußte scheinen. Aber schon ging die kalte Selbstsucht wieder an die Arbeit, ihr Werk zu retten. Sie überredete ihn, die erregte Phantasie habe ihm einen bösen Streich gespielt, sie habe ihn erschreckt mit Gespenstern, die sie sich selber schuf. Nur daß er im plötzlichen Schrecken die Selbstbeherrschung verlor, war bedauerlich. Zum Glück hatte keiner den Zusammenhang verstanden. Wie sollten sie auch! Nun priesen sie die Beredsamkeit des jungen Menschen, der zuwege gebracht, was Alle wünschten. Eingefangen war er, das ließ sich augenblicklich nicht mehr ändern. Aber seine Verpflichtung begann mit längerem Urlaub, er hatte Zeit, sein junges Glück zu neTZießen, und später stand es vei ihm. wie lange der Kontrakt dauern sollte. So rechnete Niehuus. So rechnend gab er zerstreute Antworten hierhin und dorthin, aber die Unruhe wich nicht von ihm. Sühnen! Sühnen! Ich will's!" so hatte er gerufen. Jetzt rechnete er. Sühnen nun ja! Er würde Nachforschungen anstellen, unter der Hand natürlich, denn blamiren durfte er sich nicht. Und wenn es noch Jemand gab. der verwandtschaftliche Rechte auf ihn hatte, so würde er helfen unter der Hand. Die persönlichen Beziehungen waren ja längst abgerissen, dergleichen knüpft sich nicht neu, läßt sich nicht flicken. Sühnen war nicht einmal das rechte Wort für die Sache. Er hatte ja nichts verbrochen. Aber die Unruhe wich noch immer nicht von ihm. Der Sturm war bis in die Tiefe gegangen. Da wogte es fort. Das Gesicht, das er gesehen, das alte, runzelige Gesicht, die guten treuen Augen ließen ihm keine Ruhe. Wenn die nur weichen wollten! Aber es war doch unmöglich, daß sie es sein konnte seine Mutter. Wo käme sie her nach all' der Zeit? Wie könnte sie ihm begegnen gerade hier an diesem Ort? Sie hätte sich längst gemeldet, wenn sie es wäre, wenn sie wüßte, daß er ihr Sohn war. Fort mil dem Gedanken! (Fortsetzung folgt.) Eis! Eis! Eis! Ich bade mit Kingan u. Lo. einen Kontrakt gemacht um das EiS. welches letzten Winter be, Broad Rivvle einaeheimst wurde, zu verkaufen. An der Ecke ew Jersey Strafe und Vtonon Eisenbahn Hards. werde ich Eis zu den folgendeu Preisen von der Ear ver Susen : 100 bis 200 Pfund zu i2jc per 100 Pkund. 200 Pfund und darüber. 10c per 100 Pfund. Abgeliefert 50100 Pfund bei einer Ablieferung. 30c ter 100 Pfd. 100 300 Pfund dei einer Ablieferung. Loc per loo Pid 300 oo Pfd. bei einer Ablieferung, nlc per 100 Pst, 5001000 Pfd. bei einer Ablieferung, 15c per 100 P!d. 1000-2000 Pfd. bei einer Ablieferung. 12c per 100 Pfd A. CAYLOB, Office: 505 W. Pratt Str. Tel. neu 3816 Marion ParkHotel und ...Sommcr-Garten... jas. n. jones - . Eigenthümer. No. 1165 West 18. Straße. Die Riverside Park Ear hält vor dem Hotel an. Pt,oncö : 91c, 259 lt, Brown 62t Eme erste laste Wirthschaft steht mit dem Hotel in Verbindung. C hu.-lte;n Supper unser Spezialität ! andere Deii katessen zu jeder Tageszeit aus Bestellung servirt. Big our Bahn ...Gxeursion... Sonntag, den 18. Mai. -nach. LOUIS VILLE,KY. $1.50 Rundfahrt $1.50 Abfabrt des Spezialzuges von Jndianapolis um 7 Uhr Morgens.Rückfahrt von Lonisville um 7 Uhr Abends. Lawrenceburg, Aurora d Zwischenftatione. 51 oder weniger für die Rundfahrt. Spezialzug verläht Indianapolis um 7.30 Uhr Morgens. Rückfahrt von Aurora um 7 Uhr Abends.
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