Indiana Tribüne, Volume 25, Number 223, Indianapolis, Marion County, 12 May 1902 — Page 3

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Jndisma Tribüne, 12. Mai 1902.

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...Von oben! ... Wir sollen stets den Schöpfn loben. Denn all Segen kommt von oben ; Darm ist wahrlich viel gelegen, Toch fällt von oben auch der Regen; Und ist das Dach nicht gut Ihr Leut'. Giebt's .unn?,Ukomm'ne Feuchtigkeü" D'rum ruft beiZeiten Esck?nbach. Der fingt mit Wolluft Euch auf'S Dach. Moritz Eschenbach, 1718 Madiso,! Avenne.

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Aus Weftindien.

Nähere Nachrichten über die fürchterliche Katastrophe. Auf der Insel St. Vineent angeblich 500 Menschen umgekommen. Umfaffende Maßregeln zur Unterstützung der Nothleidenden. Die Stichwahlen in Frankreich günstig für die Regierung. Prinz Heinrich erbt das Schloß Rheinstein bei Bingen. Enthüllung eines Denkmals für Ludwig i. in Negensburg. Weftindien. Die Katastrophe. Fort deFrance, Martinique, 11. Mai. Heute hier eingetroffene Nachrichten aus der Nachbarschaft von St. Pierre enthalten weitere Einzelhei ten über die schreckliche Katastrophe, welche den Ausbruch des Vulkans Mont Pelee herbeiführten. Der Krater des Vulkans hatte seine Rauch kappe" seit dem 3. Mai getragen, doch erst am letzten Montag traten die ersten Anzeichen der Gefahr zu Tage. An jenem Tage brach ein Strom glühender Lava durch die Spitze des Kraters und ergoß sich in das Thal des BlancheFlusses, wodurch die Guerin'sche Zuckerfabrik verwüstet und 23 Arbeiter, sowie der Sohn des Elgenthümers getödtet wurden. Der Gouverneur ernannte eine ComMission, um den Ausbruch zu untersuchen, und am Mittwoch Abend erstattete dieselbe einen beruhigenden Bericht. Jedoch am Donnerstag Morgen um 8 Uhr brach ein gewaltiger Feuerregen über St. Pierre und die ganze Küste von Le Carbet, welches 6000 Einwohner hat, bis Le Precheur (4000Einwohner) herein und verbrannte Alles auf seiner Bahn. Am Tonnerstag war die Hitze in der Umgebung von St. Pierre so groß, und die Lavaströme so fortdauernd, daß es unmöglich war, während der ersten Hälfte des Tages an die Stadt heranzukommen. Gegen Abend gelang es dem Kreuzer Suchet" nach einem heroischen Kampfe mit der Hitze und den erstickenden Schwefeldämpsen, nahe genug an Land zu kommen, um 30 schrecklich verbrannte Ueberlebende aufzunehmen. St. Pierre war damals eine große, rauchende Trümmerstätte, welche an die 30.000 Leichen barg, deren rasche Verwesung in vielen Fällen ihre sofortige Verbrennung erheischte, wo die Lava sie nur theilweise vorgenommen hatte. Die Bewohner von Fort de France waren am Morgen der Katastrophe von einer Panik erfaßt. Der Himmel verdunkelte sich plötzlich so sehr, daß es Mitternacht zu sein schien. Die See i trat um 30 Hards zurück und es begann ein heißer Regen zu fallen, während ein Hagel von Kies von der Größe von Walnüssen auf die Stadt hernie dersaufte. Dies dauerte etwa 15 Minuten. Die 450 Ueberlebenden, welche geftern aus der Nachbarschaft von St. Pierre vom französischen Kabel-Repa-raturdampfer Pouver Guertier" hierher aebracht wurden, stammten aus der Stadt Le Precheur, wo sie, von allen Seiten von strömender Lava umgeben. ! nahezu zu Tode geröstet waren und jeden Augenblick vom Feuer verschlungen zu werden erwarteten. Das Unterftützungsmerk schreitet von bier aus rüstig vorwärts, doch sind, zur Vermeiduna von Unruhen, das Schatzamtzgedäude und die Speicher von Truppen bewacht. Die letzten hier eingetroffenenen Berichte besagen, daß noch immer Lava den Berg herniederströmt und allmählich den ganzen nördlichen Theil der Insel bedeckt, während fort während neue Risse entstehen. Paris, 11. Mai. Le Temps" sagt in Bezug auf die Vernichtung von St. Pierre: Wir glauben aus den von der Insel Martinique eingetroffenen Nachrichten, daß dos Unglück Alles übertrifft, was die Phantasie sich ausmalen kann. Der ganze nordöstliche Theil der Insel ist verwüstet. Es sind außer St. Pierre drei große Ortschaf ten zerstört worden. Unter den Opfern befinden sich zwei Candidaten für die Deputirtenkammer, über welche heute abgestimmt werden sollte." Eine Depesche aus Fort de France lautet: Sämmtliche Hügel in der Umgebung von Le Carbet und Le

Precheur (nahe St. Pierre) sind mit Flüchtlingen in der Zahl von nahezu 5000 bedeckt, die nach und nach fort geschafft werden. Inzwischen werden sie mit Lebensmitteln versorgt. Von den 30 Personen, die vom Kreuzer Suchet" gerettet wurden, sind neun auf dem Wege nach dem Hospital gestorben. Die Leichen, welche in den Trümmern von St. Pierre aufgehäuft liegen, sind nicht nur vollständig nackt, sondern auch schrecklich verstümmelt." Paris, 11. Mai. Der Marineminister DeLanessan erhielt heute eine Depesche vom Befehlshaber des Krenzers Suchet" aus Fort de France, welcher meldet, daß er gestern in St. Pierre eine Recognoscirunz vornahm.

Er sagt, daß die Stadt ein großer rauchender Trümmerhaufen sei, unter welchen die Leichen begraben lägen. Der Vulkan Mont Pelee hatte gestern Abend noch ein drohendes Aussehen. Es wurden noch immer unterirdische Getöse gehört und aus dem Krater schaffen ab und zu Flammen hervor, während mit großer Gewalt Stein maffen herausgeschleudert werden. Aus einer Depesche an das Colonialamt geht ohne Zweifel hervor, daß Gouverneur Mouttet und der Befehlshaber der Truppen in St. Pierre, Oberst Dain, todt find. Der Finanzinspector Bloch und der Sekretär des Colonialamts, Labar, fuhren heute an Bord des Kreuzers D'Assas" mit Geld und Lebensmitteln für die Nothleidenden auf Martinique von Brest ab. Ein französischer Kabelbeamter berichtet aus St. Pierre, daß das dortige Bureau verschwunden und von den Angestellten keine Spur zu sehen ist. Mit der Verbrennung der Leichen der Opfer ist begonnen worden und der Kabeldampser Pouyer Quertier" hat die Reparatur des nördlichen Kabels in Angriff genommen. Die in St. Pierre umgekommen? Candidaten für die Kammer sind Percin und Le Clerc. Ter Colonialminister hat einen Hülfsauschuß organisirt, welcher am Dienstag seine erste Sitzung abhalten wird. Paris, 11. Mai. Präsident Loubet hat 20,000 Francs und das Cabinet 5,500 Francs zu dem Fond beigesteuert, der hier für die Opfer des Unglücks in St. Pierre gesammelt wird. Auf St. Vincent. Kingston, Insel St. Vincent, B. W. I., 10. Mai. Die ersten Anzeichen eines Ausbruchs des Vulkans Soufriere, auf dem nordwestlichenTheil der Insel, traten am letzten Montag ein, wo eine laute Explosion im Krater stattfand und das Wasser im Krater in einer mächtigen Dampfwolke emporstieg. DaS Getöse wurde immer lauter, bis am Mittwoch Morgen aus dem, 3 Meilen im Umfang messenden alten, fund einem durch den letzten Ausbruch gebildeten neuen Krater Rauch und Steine hervorgeschleudert wurden, was die Bewohner von Wallibou und Richmond Valley, am Fuße des Vulkans, veranlaßte, nach Chateau Belair zu fliehen. Das donnerähnliche Geräusch wurde auf den benachbarten Inseln bis auf 100 Meilen im Umkreise gehört. Um Mittag stiegen aus den Kratern magisch beleuchtete und wunderbar ge formte Rauchwolken bis zu einer Höhe von acht Meilen empor, durchzuckt von grellen Blitzen. Später ergoß sich die Lava in sechs Strömen den Berg hinab, während zugleich ein Regen von Asche und St?inen auf das umliegende Land niederfiel. Am Freitag Morgen fand ein neuer Ausbruch statt, und die Jllsel war stellenweise zwei Fuß hoch mit Staub bedeckt. Der Krater ist noch immer in Thätigkeit und man befürchtet, daß ein großer Verlust an Menschenleben zu beklagen ist. Die Lavc hat mehrere Distrikte mit ihrem Vieh zerstört. Die Bewohner flüchten hierher, die Flüsse sind eingetrocknet und an vielen Stellen droht Wasserund Hungersnoth. Die Regierung verproviantirt eine große Anzahl von Opfern des Ausbruchs. Manche Distrikte sind unerreichbar und jede Stunde dringt schlimmere Nachrichten. Es ist unmöglich, gegenwärtig Näheres zu berichten. In Folge der Katastrophe sind alle Ge schäfte auf der Insel auf drei Tage eingestellt. Die Bevölkerung befürchtet weitere Katastrophen Viele von den Todten sind noch nicht beerdigt. Sie werden in großen Gräbern verscharrt werden. St. Thomas, D. W. I., 11. Mai. Von der Insel Dominica hier eingetcoffene Nachrichten besagen, daß

dort angekommene Schisse die Kunde brachten, es seien viele Personen bei der Ucberfahrt von der Insel Martini que nach Dominica ertrunken. Der Ausbruch des Mont Pelee dauert fort. Die Lava fließt nordwärts. Die ganze nördliche Gegend ist eine felsige Wüste ohne Vegetation. Nachrichten von der Insel St. Bincent besagen, daß bis Freitag Nachmittag über 200 Todesfälle in Folge des Ausbruchs des dortigen Vulkans statt-

gefunden hätten. Viele Plantagen wurden vernichtet. Der Ausbruch ist von Kingston aus gegenwärtia nicht zu sehen. Mächtige Rauchwolken wurden ostwärts getrieben. Auf St. Vincent herrscht große Noth. Man glaubt, daß dort über 500 Menschen umgekommen sind. Der britische Postdampfer Solent" hat sich von Barbadoes mit LebenSmit teln und Aerzten nach Martinique begeben, ebenso der Dampfer Kennet" von der Insel Trinidad. Der britische Kreuzer Jndefatigable" befindet sich auf der Fahrt von Trinidad nach St. Vincent. Es heißt hier, daß Fort de France auf Martinique in Gefahr ist. London, 11. Mai. Sir Robert Llewellyn, Gouverneur der WindwardInseln, hat aus St. Lucia an das Colonialamt gemeldet, daß er seine Reise nach St. Vincent wegen des stürmischen Wetters auf den dringenden Rath erfahrener Seefahrer aufgegeben habe. Er erwarte mit Ungeduld die Ankunft eines Kriegsschiffs. Das Colonialamt macht bekannt, daß außer der .Jndefatigable" auch der Kreuzer Pallas" von Jamaica nach St. Vincent abgesandt sei. London, 11. Mai. Die letzten Berichte besagen, daß die Zustände auf St. Vincent große Besorgniß erregen, besonders da Depeschen von der Insel Dominica vom Sonntag berichten, daß der Vulkan Soufriere noch immer in Thätigkeit ist. Vier kleine Boote mit Flüchtlingen aus Grand Rivierre,Mar tinique, sind in einer bejammernswerthen Verfassung in Dominica an kommen. Von sechs weiteren Booten, die zur gleichen Zeit abfuhren, hat man noch nichts gehört. Gefahr auf Dominica. St. Thomas, D. W. I.. 11. Mai. Eine soeben von der Insel Do minica, B. W. I.. eingetroffene Depesche meldet, ein Mann, der soeben aus der Gegend des kochenden Sees" zu rückgekehrt sei. habe entdeckt, daß das Wasser im See verschwunden sei und sich aus einer Oeffnung von zehn Fuß im Durchmeffer eine 30 Fuß hohe Dampfsäule erhebe. Auch machten sich starke Schwefeldämpfe bemerkbar. Frankreich. Stichwahlen. Paris, 11. Mai. Heute fanden bei dem herrlichsten Wetter .in verjchiedenen Stadtdiftrikten Nachwahlen für die Deputirtenkammer statt. Die Betheiligung war eine sehr lebhafte, befonders im 12. Distrikt, wo die Nationalisten die Wiedererwählung des Handelsministers Millerand zu verhindern suchten. Letzterer erhielt jedoch eine kleine Mehrheit. Am Abend waren die Boulevards und Straßen in der Nachbarschaft der Zeitung so dicht besetzt, daß der Verkehr gehemmt wurde. Bis zur späten Nachtstunde dauerte die Aufregung. Es kam jedoch nur eine Ruhestörung vor, und zwar am Wahlplatz . in der Rue La Cordaire nach Schluß der Stimmkästen. Thiebaud, der geschlagene nationalistische Candidat, wurde verletzt. Paris hat 19 Ministerialisten und neun Anti - Ministerialisten gewählt. Die Letzteren gewinnen in der Kammer drei Sitze. Unter den Erwählten befindet sich Clovis Hugues, der socialistische Dichter, während die Socialisten Viviani und Allemane geschlagen wurden. Die Berichte zeigen, daß die Stichwählen für die Regierung günstig waren, insofern die Hälfte der Erwählten Ministerialisten sind, darunter der Kultusminister Leygues, Brisson und der frühere Handelsminister Jules Siegfried. Paschal Grousset, ein Minifterialist, der in Paris wieder erwählt wurde, ist heute Abend einem Schlagfluß erlegen. In Lille, im Departement du Nord, ift Lorthiois, ein liberaler Republikaner, der ebenfalls gewühlt war, kurz nach Schluß der Stimmkäften ge starben. In Algiers wurden sämmtliche Anti-Ministerialiften geschlagen. Die einzigen ernstlichen Wahlunruhen werden ans Marseille berichtet, wo das Quartier des Fusionsausschusses ange-

griffen, die Fenster eingeworfen und Pistolenschüsse abgefeuert wurden. Niemand wurde verletzt. Das Resultat von 163 Stichwahlen aus im Ganzen 174 ist die Erwählung von 128 Ministerialisten und 40 AntiMinisterialisten. Die Ersteren gewinnen dadurch in der Kammer neunSitze, sodaß die Mehrheit der Regierung bedeutend verstärkt ist. Zweirad-Leiftung.

Paris, 11. Mai. Bei den Heutigen Zweirad-Wettfahrten im Parc des Princes übertraf der englische Radfahrer Tom Linton den Record" der Welt in Bezug auf die in einer Stunde zurückgelegte Distanz, indem er in die ser Zeit 71 Kilometer und 995 Meter (nahezu 45 Meilen) fuhr. Der Deutsche Robl war um zwei Umläufe hinter Linton zurück und der Amerika, ner Harry Elkes war dritter. Aufruhr im Circus. B e z i e r s, 11. Mai. Barnum & Bailey's Circus war heute Nachmittag der Schauplatz eines ernstlichen Aufruhrs. Die Menge, welche Zutritt verlangte, war größer, als das Zelt fassen konnte, und diejenigen, welche nicht mehr zugelassen wurden, begannen die Circusangestellten mit Steinen zu bombardiren. Fünf der Letzteren wurden verletzt und einer wird wahrscheinlich an einem Schädelbruch sterben. Die Menge zählte etwa 7000 Köpfe. Sie zerschnitt die Seile des Zeltes und mehrere tausend Personen erzwängen sich auf diefe Wtife Zutritt zu der Arena. Die Polizei war machtlos. Es wurde schließlich Militär aufgeboten, welches die Ruhestörer Vertrieb. Die Vorstellung wurde zu Ende geführt, iedoch gleich darauf die Zelt- abgebrochen und die Weiterreise nach Carcasonne angetreten. AebnUche Schwierigkeiten wie hier hatte der Circus in Cctte und Narbonne. Verhängnisvolle Bal-lon-Fahrt. Paris, 12. Mai. Das Herrn Auguste Severo, dem brasilianischen Luftschiffer gehörige Luftschiff machte heute früh eine Auffahrt. Das Schiff explodirte und 2 Luftschiffer, die sich in demselben befanden, wurden getödtet. Das verunglückte Luftschiff La Paix" hat seit dem 4. Mai im Vangararsa Luftschifffahrt-Park 2 Luftfahrten gemacht. Beide Male wurde La Paix" durch emen Strick in der Höhe von 40 Metern festgehalten. In dieser Lage manövrirte das Schiff kurze Zeit mit Erfolg. Deutschland. Prinz Heinrich erbt ein Schloß. Berlin, 11. Mai. Admiral Prinz Heinrich von Preußen hat vo.r dem Prinzen von Hohenzollern, einem Vetter des Kaisers Wilhelm I., der am 4. Mai starb, das Schloß Rheinstein bei Bingen a. Rh. geerbt. Denkmal für Ludwig I. Berlin, 11. Mai. In Regensbürg, Baiern, ist ein prächtiges Denkmal für König Ludwig I. von Baiern enthüllt worden. Prinz-Regent Luitpoln und die Prinzen Ludwig, Leopold, Arnulf, Ludwig Ferdinand, Alfons und Herzog Karl Theodor nahmen an der Feier Theil. Dieselbe wurde Vormittags durch einen feierlichen Gottesdienst in allen Kirchen eingeleitet. Nach demselben fand im schloß des Fürsten Albert von Thurn und Taxis ein GalaFrühstück statt. In der Zwischenzeit hatten sich die Gewerke zu einem historiscbn Feftzuge geordnet und die ganze Garnison in Paradestellung aufgestellt. Punkt 2 Uhr Nachmittags fiel nach kur zer Ansprache des Denkmal-Comitcs und Tankantwort des Prinz-Regentm unter Kanonendonner die Hülle des Denkmals. Dann marschirten die Truppen und der Festzug beim Denkmal vorüber. Das schöne Maiwetter begünstigte die Feier in jeder Weise und hatte eine riesige Menschenmenge und Gäste aus dem ganzen Bayernlande herbeigezogen. ßofta Rica. Rebellion. Panama, Colombia, 11. Mai. Hier eingetroffene Nachrichten melden aus Costa Rica, daß das MilitärElement in der Nachbarschaft der Hauptftadt San Jose im Aufstand begriffen ist, weil es sich weigert, die Autorität des am 8. Mai inaugurirten Präsidenten Asuncion Esquivel anzuerkennen. Die Rebellen proclamiren Demetrio Jglesias, den früheren Kriegsminister, zum Präsidenten, doch hat derselbe sich geweigert, an der Rebellion Theil zu nehmen. Präsident Esquivel hatte gestern ein neues Kabinet gebildet.

Frei nach Schiller

Ob Köchin, Madchen oder Frau Sie alle lieben Bernhard Thau, Nicht weil er Wangen frisch und roth. Nein ! Weil er stets das beste Brod. Nicht Einer in der ganzen Stadt Solch gutes Brod gebacken hat. Drum loben sie auch alle heut DitS Brod und seine Gütigkeit. Auch Butter-Ringe, 's ist eine Pracht Wie Bernhard Thau dieselben macht. Denn Butter spart er nicht daran Wie Jedermann es sehen kann. Und Pumpernickel, meiner Chr' Als märe er für's Militär, Herr Thau ist Meister in dnn Fach es macht es ihm kein Zweiter nach. Weil Ehrlichkeit sein stetes Loos Ist seine Kundschaft auch so groß. Willst ehrlich Du bedienet sein So kauf Dein Brod bei ihm allein. 861 Hosbrook Zt. Marktstand 123124. Telephon (neu) 3253. H. Louis Voliratirs Grocery und Fleisch-Markt, j; 125 West Morris Straße. WM Capitol Avenue und Morri Crraße. Staple und Faney Groceries, Frisches, gesalzenes und geräuchertes X Fleisch, Wurst, reines SchmalzZusw. m AWNING5 WE FOOL THE SUN Unsere Garantie f unsere Arbeit ift so gut wie Gold Dollar. Indianapolis Teit & Awnbi Co., 447 Ost Washington Str. Phones 1122 Tapeten gereinigt durch das neue ...Germicide Verfahren... le Miller, 1291 Süd ff. f: Ctr. Tas Germicide Verfahren entfernt den Staub und jicuch vollkommen, bnngt das frische Aussehen wie de und zerstört Microben. Kein Schmutz fallt auf die Möbel oder aus den Futzboden , Prc,se niedrig. Fr Boranschläze schreibe man eine Postkarte p. y. Vroderick. Hotel und Sample Room. No. 2546 West Michigan Straße. ReueS Telephon 427. lMWdW Bros. Brass Warte. Gießer und Dreher. Große und kleine Gußarbeiten in Messing, Phosphor Bronze, Aluminium, etc. Job- . Revaratur-Vrbeiten unsere Spezialität, 138-142 Oft Veorgia Str.. Inticmapolis. Beide Ptiones o 121 CONRAD PETERS, Teutsche Wirthsck aft, 857 Oft Washington trotze. Jndianapols. Der beste eschästlnch tn der todt. Feine Weine, Liköre und Cigarren. Joseph aas, empfiehlt sich dem deutschen Vublikum zu: Reinigung von Abtritten. Sewers Cifternen n. s. w. DiSinfektion frei. Office: 707 Maxwell Straße. Telephone: (alt) Main 1039. (eu)2d"7S.

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