Indiana Tribüne, Volume 25, Number 221, Indianapolis, Marion County, 9 May 1902 — Page 7
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? Herrin dcs Schickl Roman von Theodor Kabelitz. 00004000 (Fortsetzung.) Die' Seheimräthin mochte füblen. was in ihr vorging. Begütigend strich sie über das lichtblonde jugendlich Haupt der Tochter. Deine Zeit kommt auch." Ms der Wagen vorfuhr, um die eheimräthin und ihre älteste Tochter abzuholen, flüchtete Elsa in's Hinterzimmer. Daß sie den N.iegel vorschob, tuen eigentlich überflüssig, es störte sie Niemand. Dann stiegen Mutter und Schwester mit dem Fremden die Treppe hinunter. Jetzt hielt es Elsa nich! mehr aus. Sie stürzte nach vorn. Hinter der Gardine verborgen konnte sie alles sehen und wurde von Niemand bemerkt. In scharfem Trabe fuhr der Wagen davon. Je weiter er sich entfernte, desto offener trat Elsa hinten dem schützenden Vorhang hervor, schließlich stand sie frei sichtbar am Fenster. Sie schaute und schaute, und im Schauen breitete sich ein sinnender Zug über ihr jugendfrisches Gesicht. Fahren war ihr liebstes Vergnügen, im offenen Wagen hineinfahren in's freie, blühende Land das war ganz etwas anderes, als in der dumpfen, dröhnenden Pferdebahn. Aber jetzt an Dagas Stelle sitzen? Um diesen Preis? Nein! Elsa wußte, was die Fahrt an der Seite jenes Mannes bedeutete! Zur rechten Zeit stürmten die beiden Knaben, Elsas Brüder, in's Haus. Mützen und Ränzel flogen in die Ecke. Sind sie fort?" forschte Max. der Quartaner. Was hast Du zu essen. Elsa?" erkündigte sich Hans, der noch die Vorschule besuchte. Ruhe!" gebot die Schwester im Bewußtsein ihrer momentan leitenden Stellung. Erst werden die Sachen an ihren Platz gebracht, vorher gibt's keinen Bissen. Und wenn Ihr nachher fleißig seid, daß Eure Arbeiten gut werden, machen wir einen Spaziergana." Gibt's auch Kuchen?" Ja." Hurrah!" riefen beide Knaben wie aus einem Munde. 2. Kapitel. Die eine Seite des braunen Napfes nahm der dicke Erbsenbrei ein, die andere wurde von Sauerkohl ausgefüllt, obenauf aber, gewissermaßen als Schlußstein, lag das zugehörige Stück Schweinefleisch. Und wie die Bestandtheile des Mahls im Napf, so mischte sich die Düfte in der Luft, daß die ganze Dachstube davon angefüllt wurde. Bevor Großmutter Neuhaus das Gefäß in den Henkelkorb stellte, umwickelte sie es sorgfältig mit einem wollenen Tuch. Das Mittagessen durfte nicht kalt werden, wäbrend sie es ihrem Enkel Robert Gützlaff auf den Arbeitsplatz binaustrug, wo er als Monteur seitens der Niehuus'schen Maschinenbauanstalt beschäftigt war. Seufzend stieg die alte Frau die vielen steilen Treppen von ihrer Dachwohnung hinab. Mit siebzig Jahren wurden ihr die Glieder allgemach so steif, daß sie das nicht mehr zu den Vergnügmrgcn rechnete. Früher, ja früher, da wohnte sie bequem in der kleinen holsteinischen Landstadt zu ebener Erde in dem Häuschen, das ihr zu eigen gehörte. Früher waren auch die drei Gräber noch nicht geWesen auf dem Friedhof. Aber jetzt mußte sie froh sein, daß sie eine Zuflucht gefunden hatte in Hamburg bei dem Enkel, nachdem sie im Lauf der Jahre den Gatten zur ewigen Ruhe gebettet, und später den Schwiegersohn. Robert Gützlaffs Vater, dem ihre Tochter bald nachfolgte. Solche Schläge treffen schwer. Großmutter Neuhaus hatte an jeder offenen Gruft gestanden. ihre Thränen waren hineingeflossen, Blumen, von ihren Händen gepflanzt, blühten daraus. Diese drei Gräber waren ihr eigen. Wo aber fand ihr Herz den vierten Hügel, den es suchte, so lange schon! Wehmütbige Erinnerung, sehnsüchtige Hoffnung war alles, was ihr übrig blieb von einem Verschollenen, ihrem einzigen Sohne Georg. Früher hatte sie fest gehofft, ihn noch lebend zu umarmen. Früher war sie ja auch selber jung. Früher ja früher! Großmutter Neuhaus seufzte ein zweites Mal. und dieser Seufzer galt nicht der Beschwerlichkeit des Abstiegs. Zwischen engen Wänden ging die Treppe niederwärts wie in einen dunklen Abgrund. Die Thür vor der letzten Stufe führte direkt in'S Freie, aber sehr frei fühlte sich Großmutter Neu. haus nicht dort unten. Auf beiden Seiten der schmalen Straße stiegen die Häuser zum Himmel empor. Die alte Frau hob die Augen, um nach der Sonne zu sehen, das war noch eine Ge, wohnheit aus früherer Zeit, aber sie konnte den Kopf gar nicht weit genug in den Nacken biegen, um die hellen, warmen Strahlen zu finden, die sich nicht hinunterwagten auf die feuchte Sohle der engen Straße. Die Umwälzungen, mit welchen der Zollanschluß Hamburgs verknüpft war. hatten ihren Abschluß noch lange nichl erreicht. Das Frühjahr 1892 fand die Leute an der Wasserkante" wieder in fieberhafter Thätiqkeii. Als Groß.
mutter Neuhaus den Platz erreichte, wc ihr Enkel bei der Aufstellung eineDampfkrahnes beschäftigt war. verkün-
deten Glocken und Pfeifen nah und fern den Beginn der Mittagspause. Neben einem Steinhaufen begann das schweigende Mahl. Gesunde Jugend und tüchtige Arbeit würzen du Kost. Die alte Frau, die selbst nrn rvenig aß, legte den Löffel fort und sah zu, wie Robert Gützlaff den Herrlichkeiten im braunen Napf bis zurr letzten Bissen volle Ehre erwies. Danr strich er mit der Hand über den kleiner Schnurrbart und blickte die Greisir mit seinen guten, klugen Augen treuherzig an. So, Großmutter, das hat wieder 'mal geschmeckt!" Bist Du auch wirklich satt, Robert?" Ganz gewiß. Mehr durfte es nicht sein, sonst wäre ein Rest geblieben, und das magst Du ja nicht." Weil ich immer denke, es kann Dir nicht schmecken, was eine alte Frau kocht. Ueberhaupt, was ist das für ein eben! Kein Swyl, kein Tisch, kein reines Tuch darüber! Auf der Erde sitzen und aus dem Napf essen statt vom Teller, wie sich's gehört! Dein Großvater war ein kleiner Handwerker. Robert, aber jeden Mittag hat er sich ordentlich zu Tisch gesetzt. Und Dein Vater hat's ebenso gemacht, als er noch lebte. Hättest Du nur unser kleines Haus übernommen, dann könntest Du's gerade so gut haben, dann nähmst Du Dir eine Frau, und ich pflegte Dttne Kinder. Abr den ganzen Tag Staub schlucken und Dunst, das hält kein Mensch aus. Man weiß gar nicht mehr, ob's eine Sonne gibt am Himmel. Ich glaube, ich mache es hier nicht mehr lange. Robert." Sag doch das nicht. Großmutter! Sollst schon sehen, es kommt noch eine bessere Zeit, dann leben wir Herrschaftlich. Hundert Jahre kannst Dudlt werden bei Deiner guten Natur. Aber mit der Frau für mich hat's noch gute Weile, erst muß ich was sein, eine gute Stellung hacn." Bist Du nicht Monteur?" ..Ganz gewiß, aber das genügt mir nicht. Du weißt jz, ich nehme noch Stunden Abends in der Gewerbeschule. Am liebsten möchte ich einen richtigen Kursus in einer technischen Lehranstalt durchmachen. Dergleichen gibt es wohl hier in Hamburg, aber nicht in der Kleinstadt. Und was Du von dem Hause gesagt hast es ist viel besser, daß es verkauft wurde. Handwerk hat nur noch mageren Boden. War Vater nicht fleißig vom Morgen -bis in die Nacht? Wie sauer ist's ihm dabei geworden! Und doch hat er nichts vor sich gebracht. Nein, Großmutter. Ingenieur will ich werden, Werksührer, vielleicht noch mehr. Herr Niehuus, unser Chef, hat auch klein angefangen, sagen die Leute." Die Augen der alten Frau blickten sinnend. Heißt Dein Herr nicht Georg?" sagte sie. Weißt Du, Robert, das berührt mich immer so eigen, wenn ich den Namen höre. Dein Großvater hieß Georg Neuhaus, und Niehuus ist dasselbe, nur plattdeutsch." Na ja. Großmutter, dergleichen Namensvettern gibt's viele. Niehuus ist Übrigens Holländer, so viel ich gehört habe. Ein tüchtiger Mann. Hat sich ganz von unten heraufgearbeitet." Ob ich wohl von meinem Georg noch etwas höre?" spann die alte Frau ihren Gedankengang weiter. Er wird ja lange, lange todt sein. Aber etwas GeMisses möchte ich gern vor meinem Ende haben." Robert Gützlaff wollte die alte Frau auf andere Gedanken bringen. Man hat nach mir geschickt, Großmutter, ich muß eine Stunde fort oder zwei. Komm ein Stück mit mir hinaus oder begleite mich ganz. Draußen ist mehr Luft und Sonnenschein." Der Weg führte über einen der hohen, langen Erdwälle aus blaufchwarzcm Moder, welche das niedrige Sumpfland des Hammerbrooks der Länge und der Quere nach durchschnitten. Ganz erstaunt blieb diealte Frau stehen. Was sollen diese Berge von Morast, Robert? Weißt Du, wie das aussieht? Wie eine große, schwarz verbrannte Waffel. Und es riecht auch nicht besser." Robert Gützlaff lachte. Ganz unrecht hast Du nicht, Großmutter. Das Land hier wird aufgeschlossen für Bauzwecke. Siehst Du dort die neuen Kanäle? Sie geben der Industrie, die sich hier ansiedeln soll, bequeme Verkehrswege. Der Grund, den sie da ausheben, wird in diesen hohen Straßendämmen aufgeschüttet. Hier werden später Häuser stehen." Ich bin nur eine alte Frau, Robert, aber so etwas kann entschieden nicht gesund sein. Sieh nur, die Erde .gährt ja beinahe. Und wie es da schwarzbraun herunterläuft am Wall! Das fließt aus dem Kanal in die Elbe, das kommt in die Wasserleitung, das trinken wir dann." Du kochst Dir doch Kaffee, Großmutter!" Spotte Du nur! Ich wollte, wir wohnten wieder in unserem kleinen Hause, dann wären wir weit fort von hier, wir hätten frische Luft und reines Wasser, und in unserer Stube glänzte heller und warmer Sonnenschein. Hier ist es ganz schrecklich." Die Wasserkante war damals täglich und stündlich das Ziel vieler Spaziergänger. Selbst wer es eilig hatte, nach Hause zu kommen, oder wer zum Vergnügen ging, scheute einen kleinen Umweg nicht, um sich die Fortschritte im Aufbauen und Niederreißen anzusehen. Auch die drei iünasten Kinder der ver-
wittweten Geheimräthin lenkten nach gethaner Pflicht ihre Schritte in die Gegend. wo zablreiche Maschiner. im Lauf eines einzigen Tages die Mocher.arbeit von hundert Händen verrichteten. Maz Brandcw. der Quartaner, interessirte sich äußerst lebhaft für alles, was mit Dampf und Rädern ging. Er wurde gar nicht müdc. die größere Schwester und den kleineren Bruder Überall herttmzufiihren, wo es etwas zu sehen gab. Als Robert Gützlaff nach mehrstündiger Abwesenheit auf seinen Arbeitsplatz vom Vormittag zurückkehrte, fand er daselbst einen ganzen Haufeu Zu schauer vor. Die Aufstellung des Dampfe krahns war in der Zwischenzeit beende: worden, und alles wäre gut gewesen. wenn der Krähn nun auch seine Schuldigkeit gethan hätte. Aber die Maschine setzte allen Versuchen, sie in Gang zu bringen, mit eiserner Konsequenz passiven Widerstand entgegen und rührte sich nicht. Naturgemäß lockte K? nutzlosen Bemühungen, ihren Eigensinn zu brechen, immer mehr Neugierige an, und je aufgeregter sich der leitende Techniker geberdete, desto besser amüsirte sicb das Publikum. Der junge Monteur wurde von seinem Vorgesetzten mit lebhaften Vorwürfen empfangen. Er sollte bei der Aufstellung von vornherein einen Fehler gemacht haben. Ohne ein Luort der Entgegnung nahm Robert Gützlaff die Zeichnung zur Hand. Mit Hilfe derselben durch musterte er den Aufbau, dann gab er ruhig seine Erklärung ab. So weit waren wir, als ich heute Mittag fortging, und hier liegt der Fehler. Die Räder sind verkehrt eingesetzt. Das Versehen ist in meiner Abwesenheit gemacht, also ich bin es nicht, den die Verantwortung trifft." Natürlich, ich wußte es ja! Mit Ausreden sind Sie stets bei der Hand, dafür kenne ich Sie." Was ich gesagt habe, entspricht den Thatsachen. Ausreden sind gut für den, der sie nöthig hat, für meine Arbeit stehe ich ein. und meine Fehler schiebe ich auch nicht anderen Leuten in die Schuhe." Der Techniker brauste auf. Was wollen Sie damit andeuten?" Nichts weiter, als was ich gesagt habe." ' Die beiden Männer standen sich bock aufgerichtet gegenüber, der Techniker mit rothem Gesicht und funkelnden Augen, Robert Gützlaff vollkommen ruhig im Bewußtsein seines Rechts. Einen Augenblick herrschte tiefes Schweigen, dann zuckte es höhnisch auf in den Zügen des Beamten. Wenn Sie so klug sind, wie Sie gern aussehen möchten, dann bringen Sie doch die Sache in Ordikung." ..Dazu würde vor Allem gehören, daß mir Keiner hineinspricht," Was soll das heißen?" Wo ich die Verantwortung trage, übernehme ich auch das Kommando, weiter nichts." Der Wortwechsel hatte immer mehr Neugierige angelockt. Nach der letzten Bemerkung des Monteurs ging ein beifälliges Gemurmel durch ihre Reihen. Es blieb kein Zweifel, für wen man Partei nahm. Auch Max Brandow nebst Bruder und Schwester befand sich unter dem Haufen. Der Quartaner, dem die Worte sehr lose im Munde saßen, gab alsbald mit jugendlichem Vorwitz seine Meinung kund. Da sieht man gleich, wer was kann und wer nicht." Hast recht, Junge," bekräftigte einer der Zuschauer. Der Techniker warf einen wüthenden Blick auf den kecken Sprecher. Am liebsten hätte er das Publikum fortgejagt, aber dazu fehlte ihm auf offener Straße das Recht. Auch Robert Gützlaff wendete unwillkürlich den Kopf nach der Richtung, aus welcher ihm Beifall klang. Dabei blieben seine Augen überrascht auf Elsa Brandow haften, die, Purpurroth im ganzen Gesicht, den Bruder am Aermel zurückzog. Aber Max. willst Du wohl still sein! Was verstehst denn Du davon!" So leicht war der Quartaner indessen nicht fortzubrinqen. Doch, es ist wahr, was ich sage!" Mit dem Arm, den Elsa ihm frei ließ, deutete er auf den Monteur. Der da kann was, und der Andere nichts." Das Publikum lachte. So schnell Elsa in tödtlicher Verlegenheit ihre Schutzbefohlenen auch mit sich fortzog, die letzten Worte des ergrimmten Technikers hörte sie doch noch. Was Kinder und Narren reden " Die Wahrheit, mein Lieber!" schallte es aus oem Haufen. kommt hier gar nicht in Betracht. Sie haben die Sache verpfuscht. Gützlaff. Ich mache Sie verantwortlich, daß der Krähn noch vor Feierabend funktionirt." Robert Gützlaff wendete sich an die Arbeiter. Vorwärts. Leute! Die Geschichte muß wieder auseinander bis zu der Stelle, wo wir heute Mittag wa-ren."
An diesem Tage ereignete sich der äußerst bemerkenswerthe Fall, daß Max Brandow. der Quartaner, persönlich und dringend an dieHeimkehrerinnerte, und zwar zu einer Zeit, die er unter gewohnlichen Verhältnissen als für Erwachsene vollständig verfrüht" zu bezeichnen pfl?ate. Er übernahm auch sogleich die 7. rung aus den Wallanlagen heraus, 'westerchen Elsa lachte heimlich in sich hinein, als sie die Richtunades Weges übersah, den er mit erfvuifoUfr viTmInfTofTt festkielt t?i.
hatte ja selbst ein paarmal andenttrahn denken müssen, und ob er wohl am Feierabend seine Schuldigkeit thun würde. Aber nur keine Neugierde zeigen, besonders vor Max nicht! Der Junge hatte ohnehin schon die Gewohnheit, sie mit allerhand Dingen zu necken. Sie machte also ein höchst bedenklich?s Gesicht. Aber was ist denn das, Max. Du kommst ja wieder an die Wasserkante? Das gibt einen Umweg, wenn Du gern nach .ause willst." Der Quartaner stand alsbald still. Ganz breitspurig stellte er sich vor de? Schwester auf und stemmte die Arme in die Seiten. Er sagte nichts, er sah sie blos anaber Elsa fand sein Gesicht si spöttisch verzogen, daß ihr das Blui glühend heiß in die Wangen stieg, zr ihrem lebhaften Aerger natürlich. Darauf hatte Max offenbar nur ge. wartet. Thu doch nicht so! Du verstellst Dich ja blos." fegte er mit unendlich mitleidigem Achselzucken. Danr setzte er gelassen seinen Weg fort. Kurz vor Feierabend traf die klein, Gesellschaft in der Nähe des bekannter Schauplatzes ein. Der Quartanei mochte nicht ganz mit Unrecht fürchten daß seine Schwester gegen eine zu groß, Annäherung Protest erheben würde So wartete er eine Meinungsäußerunc gar nicht ab, sondern lief einch voraus. Er kam gerade zeitig genug, un zu sehen, daß der Krähn sich allen billigen Anforderungen mit größter BereitWilligkeit fügte. Der Blick des Knaber fuchte den Techniker. Der Herr wai nicht da. Er hatte es nicht für nöthic gehalten, den Triumph des Monteur durch seine Anwesenheit zu verherrlichen. Robert Gützlaff erkannte Max sogleich wieder. Ein rascher Blick zeiotl ihm auch das Frä-n, das mit den kleineren Knaben in einiger Entfernunc stehen geblieben war. Offenbar tm Erzieherin mit ihren Zöglingen, so btutete er die Gruppe. Das Gesicht bei Dame haftete vom Nachmittag her nock fest genug in seinem Gedächtniß, vielleicht gelang es ihm. einige Worte mt ihr zu wechseln. So nickte er Ma? freundlich zu. Siehst Du, mein Junge das Ding geht." Wie geschmiert!" lachte der Quartaner. Ich Hab's ja gleich gewußt. Eir Blinder konnte das sehen." Na. na." meinte Robert Gützlaf! lächelnd. Der andere Herr verstand doch auch etwas davon." Ach der!" gab Max wegwerfend zurück. Die Arbeit war gethan, die Feierglocke konnte jeden Augenblick ertönen so beantwortete der Monteur ganz gerr die neugierigen Fragen des Quartaners und erklärte ihm den Mechanist mus der Maschine. Ganz frei von Ego ismus war dieses Entgegenkommen freilich nicht, denn so lange der Knabe be ihm blieb, würde das Fräulein drüber nicht fortgehen. Auch etwas Näherei ließ sich vielleicht schon erforschen. Der kleine Mann dort hinten is: wohl Dein Bruder?" Ja! Das ist unser Hans! Er geh noch in die Vorschule, ich sitze schon ir der Quarta." Und das Fräulein ist gewiß die Erzieherin Deines Brüderchens?" Max machte ein verblüfftes Gesicht Der Fall war drollig, fo drollig, das er alsbald entschlossen war. eine Neckerei auszuführen. Elsa eine Gouvernante! Das mußte sie wissen, darar sollte sie auch ihren Spaß haben. In diesem Sinn fiel seine Antwor. aus. Das Fräulein dort drüben meinen Sie? Natürlich, das ist Hansen! Erzieherin, Gouvernante, Hauslehrerin, alles in einer Person. O, die ist klug! Mir sieht sie auch die Schularbeiten nach. Sie können ihr gern guter Tag sagen, wenn Sie Zeit haben. Elsc heißt sie. Sie wird sich auch freuen daß der Krähn nun geht, weil Sie rech hatten, und ich auch." Der Arbeitsschluß entband RoberGützlaff für. diesen Tag von weiterer Pflichten. Seiner Absicht gemäß schlof er sich dem Knaben an. Unterweos Iiej ihm derselbe freilich davon, aber dai that nichts. Er war bereits zu nahe um nicht die eingeschlagene Richtunc festhalten zu müssen. Indessen weihte Max-die Schwestei hastig flüsternd in die Sachlage ein Elsa, er denkt, Du bist Hansens Gouvernante. Sag's ihm nicht anders, eir Hauptspaß wird das!" Dann macht er dem kleineren Bruder eine Faust Und Du. Hans, wenn Du was sagst dann sollst Du 'mal seh'n!" (Fortsetzung folgt.)
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