Indiana Tribüne, Volume 25, Number 218, Indianapolis, Marion County, 6 May 1902 — Page 7
Jndiana Xtibunt, 6 Mai
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& ct4iC4JCr444'Mrf:444ä4tK4A (Schluh.) C& sie das schöne rothe Kreuz heute noch vcrschmausen werde, fragte Fräulein Gerda, während sie nach dem Blick der wieder starren, sinnenden Kinderugen suchte. Der aber ging an r,i vorbei, weit hinaus. Nein," flüsterte sie zusammenschauernd mit kaum hörbarer Stimine. Mutler soll es Haben." Und auch die, auf deren Schooß sie saß, zuckte zusammen. In ihre Empörung gegen die Frau, die diesem Kinde den Tod in seiner grausigsten Gespenstergestalt gezeigt hatte, mischte es sich wie Neid. Als ihr die Wäscherin beim Fortgehen in den nachtschwarzen Hof hinaus das Geleit gab, sprach die Lehrerin hochmiithige Worte von gottloser Verzweiflung, von schlechten Eltern und Grauen und Entsetzen in einer Kinderseele. Die Frau aber erwiderte mit eigenthümlich trauriger Ruhe, das sei nicht so. Schlecht seien die Eltern beide' nicht. Der Mann hat getrunken, weil die Frau nie mit der Wirthschaft zuwege kam. Jawohl, 'nt Schlampe ist sie geWesen. Nie war was fertig. Besten Will aber hat sie gehabt. Nur zu jung. Beide Eltern zu jung für die vielen Kinder. Die Frau hat's nicht gekonnt, das ewige Sorgen und Würgen und Schuften. Mit den Kindern hätte sie am liebsten spielen mögen den ganzen Tag. Für die hat sie genäht und hat mit ihnen getändelt und licb gethan, als ob unsereins sich das erlauben könne. Der Mann hat sie dann halb todt geschlagen im Trunk, wenn er die Fetzchen sah. Immer mehr bergab ist's mit ihnen gegangen; die Noth ist gekommen, und der Mann hat die Frau geschimpft und zu ihr gesagt, sie hätt' sie in's Haus gebracht. Da ist die Verzweiflung über sie gekommen. Bei dem Einen kommt sie früher, bei dem Anderen später, bei dem Einen langfern, bei dem Anderen jählings. ?ie hätte ihre Kinde? aus der Unglückswelt wegbringen wollen, hat sie gesagt. Und nun weint der Mann wie ein Schulbube. Nur die Frau wieder haben! Keinen Tropfen will er mehr trinken.' Nur die Frau aus dem Gefängniß heraus! Aber da wird er wohl lange warten können. Aus dem Gefängniß 'raus, jawohl, aber in's Zuchthaus rein, wird's heißen. Und das wird dann das Ende für den Mann. Wenn 's so kommt, trinkt er sich den Tod. Und du Kleine, die Martha, geht auch zu Grunde, wenn sie ihre Mutter nichr bald wiedersieht. Die verzehrt's." Die Lehrerin sagte mit einerStimme, die wie erstarrt ttang: Das Kind muß doch eine furchtbare Erinnerung an feine Mutter haben." Das sollte man denken, meinte die Frau. Aber das sei nicht so. In dem Kinde sei etwas entzwei gegangen, seit es im Wasser gelegen und die Todesfurcht durchgemacht habe. Es fei früher rothbäckig und lustig gewesen. Aber die Todesfurcht hat es eigentlich nicht um sich empfunden. Die Worte, die es so laut schrie, daß die Leute herbeikamen, waren: Hilfe! Meine Mutter ertrinkt!" Mit aller Gewalt hatte es sich an die Mutter angeklammert, als man die vier Halbertrunkenen herauszog. Und seitdem liegt ihm die krasse Todesangst im Blute. Aber die richte sich nur darauf, die Mutter könne das noch einmal thun, es könne so kommen, daß es die Mutter nicht wiedersähe. Halb todt geschrieen habe es sich nach der Mutter in der ersten Zeit, den ganzen Tag und noch Nachts im Traume. Nun, da es mit dem Vater die Mutter einmal habe besuchen dürfen in der Zelle, fei's ruhiger geworden. Das Kind warte nun darauf, daß die Mutter wiederkomme, und denke an nichts Anderes. Wie das werden solle, wenn 's anders käme, sei nicht abzusehen. Im Dezember solle die Gerichtsverhandlung sein. Sie weinte einmal wieder in dieser Nacht, heißer als sie je geweint hatte, die junge Lehrerin. Sie schluchzte in ihr aufgelöstes, seidenweiches Blondhaar hinein, Thränen des Wehs um die arme irrende Menschheit, Thränen dts Wehs um sich selbst. Aber mcht, wie früher oft, Thränen darüber, daß das Gold dieses wunderhübschen Haares hier ungeschätzt verbleichen müsse. Höher hob sich ihr sehnender Mädchenschmerz. Der Vollklang Mutter und Kind" war heute zum ersten Mal an ihr Ohr geklungen. Und derselbe Tag hatte ihr die Hoffnung auf den winzigen Bruchthcil des Muttttglücks genommen, den sie für sich zu borgen gehofft hatte, die Hoffnung, daß ihr scheuer, schwermüthiger Klassenttebling sie liebgewonnen und durch diese Liebe geheilt werden sollte. Sie schluchzte, wie man nur in kräftigster Jugend schluchzt, aber sie schlief gut und sanft nach diesem Schmerzensausbruch. Ein wehmüthiger Friede war m ihr am nächsten Tage. Es war ein Tag voll Sonnenblinzeln über hohem, remem Schnee. Und reiner, von einem scheuen Sonnenhauch vergoldet, schien ihr nun auch die Welt um sich her. die rohe Welt, bie sie gehaßt, vor der ihr gegraust hatte! Furchtbar war sie wohl, diese Welt! Mit Todesverweifluna. mit Gefäna-
nißeinsamkeit erstickt sie das Getändel, den lustigen Gesang, den Tanz- und Glücksgesang einer jungen Mutter, die über dem Spiel mit ihren Kleinen das Hott und Hü des Lebens einmal nicht hört. Aber mit ihrer ganzen ungebrochenen Urkraft geht die Liebe durch die Welt hin, verkleidet oft in rohe Gewalt, entstellt, verzerrt. Von Jammer und Rohheit wird sie verjagt, tausendmal. Aber doch kommt sie wieder. Und am Sarge der Mutter steht sie vom Tode aus uno ipncrn aus oem 'cunre Des ältesten Bübchens, des trotzigen, verwegenen: Ich muß nach Haus! Ich muß Essen kochen! Und Gargelwasser holen für meinen kleinen Bruder!" Wie manches zarte Sonnenlicht huscht für die Lehrerin nun über die vergangene schwere Zeit! Sie ist heute beim Unterricht eine milde kleine Königin, eine heitere sogar. Sie möchte Marthchen so gern noch einmal lächeln
sehen und macht deshalb die ganze Klaffe ein paar Mal lachen. Denn Marthchen will sie sich doch gewinnen, um jeden Preis. Sie hat sich etwas ausgedacht in dieser Nacht, etwas Großes, Schönes. Müßte die schlichte Vertheidigungsrede, die die Waschfrau gestern für die Selbstmörderin und Kindesmördsrin gesprochen hat, nicht zündend wirken, wenn ein beredter Mund sie laut im Gcrichtssaal verkündete? Sie will mit Marihchens Vater EinVerständniß 1uchen, will ihm helfen, mit Geld und aller Energie, den besten Rechtsanwalt der Stadt als Vertheidiger für seine Frau zu gewinnen. Ihr Vater soll ihr durch seinen geachteten und bekannten Juristennamen helfen, das Interesse des Rechtsanwalts 'für die Sache zu erwecken. Vor Allem will und muß sie des Kindes Vertrauen haben, will aus des Kindes eigenem Munde hören, wie es seine Mutter liebt, was seine Mutter ihm war. Der ganze Gerichtshof soll, die Macht der Mutterliebe fühlen, wie sie diese heute gefühlt hat, die Liebe, die der Kinder Bestes wollte, die verzweifelte Mutterliebe, die im Tode das Beste sah. Willst Du mir bis morgen eine recht schöne Seite schreiben, Marthel? Für Deine Mutter Dir Mühe geben, damit sie sich recht freut, wenn sie wiederkommt?" fragt sie am Schulschluß die Kleine in's Ohr. Martha stutzt und nickt. Und nun ist wirklich endlich der Weg zum Herzen des Kindes gefunden. sedem der steifen Buchstaben der Aufgabenseite sieht man am anderen Tage die Heiligkeit an, die das Kind in das mühsame Werk gelegt hat. Die kleine Herrscherin der Armenklasse kann staatsklug sein. Für die Mutter" läßt sie Marthchen fortan Alles lernen, Alles thun. Für die Mutter wacht das erstarrte Kind auf aus seinen Träumen. Und immer wacher wnd's. Wenn die Lehrerin auf dem Heimweg, der jetzt für sie ein halbstündiger Umweg durch' s Fabrikviertel ist, den einen Punkt im Herzen ihrer Kleinen anrührt, den einen, von dem aus alles Leben strahlt, dann sprudeln die Worte von den scheuen Lippen, und jedes Wort ist für die Lehrerin Lernen, für das Weib Wonne, für die Juristentochtcr Material. Sie verfolgt ihre Sache. Sie hat ihren gelähmten Vater mächtig dafür erwärmt, hat mit einem Brief von ihm den Rechtsanwalt aufgesucht, auf den nach langer Berathung mit Marthchens Vater und ihrer praktischen, im Armenviertel vertrauten Kollegin ihre Wahl gefallen ist. Eine angreifende Berathung war's. Sie hatte noch keinen Mann weinen, noch kein Herz so sichtbar zittern sehen durch Rippen und Muskeln eines Riesen hindurch, wie das dieses reuigen Missethäters aus dem Eisenwalzwerk. Er hatte die Frau in's Wasser getrieben! Sie hatte es ihm ja gesagt: Wenn Du mich noch einmal vor den unschuldigen Kindern prügelst und so gotteslästerliche Reden führst, geh' ich in's Wasser, so wahr Gott mir helfe! Meine armen lustigen Dinger sollen keine wilden Thiere werden!" Und doch war der Satan noch einmal über ihn gekommen wegen lumpiger angebrannter Linsen! Jetzt würde er sie gern essen. Jeder Bissen schmeckt ihm ohnehin jetzt wie angebrennt. Die erfahrene Kollegin hatte barsch gemeint: Dummheit! Jetzt würde Ihre Frau sie schon nicht mehr andrennen lassen! Das wissen Sie allein. Nach so 'ne? Lektion!" Wie die mit dem Riesen reden konnte! Die Geheimrathstochter bewunderte sie immer mehr. Ucberhaupt, wenn man das große barsche Mädchen nur richtig kannte. Gerda hatte einmal nach einem gemeinsamen Besuch bei der Gefangenen die kräftige, derbe Hand der Kollegin küssen wollen; da hatte diese, statt es zu leioen, Gerda erst weggestoßen, dann aber rasch in die Arme geschlossen und geküßt. Seitdem sah Gerda in ihren Gedanken und Träumen die Kollegin immer in seltsam leuchtenden lichten Gewändern, statt in dem Kleide von dem rauhen Stoff. Von den Fabriken zu erzählen, die dieses unverwüstlich praktische Gewebe aus Stoff- und Wollgarnrestern für billigsten Preis .Deben, war ein schwacher Punkt in dem großen Wesen dieses Mädchens. Erröthend und halb widerwillig fragte Gerda eines Tages: Welche Fabriken sind es?" Es war ihr nun gleich. Sie hakte die Summe, die sie in ihrem Jahresvoranschlag für Kleider ausgesetzt hatte, um die Hälfte gekürzt, weil sie für andere 3irm, au viel brauckte.
Die Eroberung, zu der ihr alle mühsam aufrechterhaltene Eleganz der vergangcnen Zeit nichts geholfen hatte, war ihr nun gelungen. Das Marthchen batte sein kleines scheues Herz weit für sie aufgeihan. Es hing unverwandt mit scinen Blicken an ihrem Gcsicht, ging ihr in der Freizeit wie ein Schatten nach, wartete nach Schulschluß wie ein treues Gefolggcistchcn auf sie und legte sein Händchen in ihre Hand, als müsse es so sein. re war nur leioer oas Eigennützigste. Treuloseste, was man finder konnte im trügerischen Liebesgebiet diese Kindesliebe! Denn sobald sie di Hand der Lehrerin in d ihren fühlte legte die Kleine mit ihrem geheimniß voll frohen Geschwätz von der naher Heimkehr der Mutter los. Und an dem großen Tage im Dt zember, dem Tag nach der aufregendster Gerichtsverhandlung, die seit Langen
in der Stadt vorgekommen war dii Geschworenen hatten die Sitzung bis nach Mitternacht ausgedehnt an jenen Tage, an dem Marthchen zu spät n die Schule kam und trotzdem unverschämt laut und stolz über die betend, Klasse wegschmetterte: Meine Mutte-. ist wieder da!" an dem großen Tag, war die Lehrerin feen ihr ganz vergessen. Ueber sie we ah das Kind mi seinen leuchtenden Augen. In der Freizeit hing es nur einen Augenblick ar ihnm Halse und jubelte in dem einer Moment wohl zehnmal: Meine Mut ter ist wieder da!" Und nach bei Schule war es auf und davon wie bei Wind, lange ehe die Lehrerin ihren Hu, nur festgesteckt hatte. Die trug eine Wunde arger Ver-. Tfe,m ntien in ibrem seligen Herzen Aber das war wohl gut. Äonne unl Weh zusammen geben ein so eigenthümlich süses Gemisch für ein junge! Frauenhcrz. Ohne Schmerzbcimischunc wär es fast brutal gewesen, diese! Glücks- und Reichthumsgefühl. El leuchtete ihr ja nur so zu aus aller Augen, wenn auch verhangen und verhalten, wie cö unter diesem Lehrerkollegium Sitte war, das Vano! Bravo Vivat, kleine Siegerin!" Und dazr dieses Glück in der Armcnstube! Ja sie konnte die Wunde schon verschmerzen. 2ic konnte es auch verschmerzen, daf ibr Marthel zwei Wochen später mitter im feierlichsten Hosiannasingen untci Zurücklassung von Puppe, Wägelchen, Kuchen und Filzschuhen mit gellenden Aufschrei davonlief aus der von Gerde ausgerichteten privaten kleinen Weihnachtsbeschcerung für die drei Kinder zu der sie aber absichtlich die Mutte: nicht mit eingeladen hatte. Ich dachte auf einmal, Mutter wär, wieder fort," erklärte die noch an aller Gliedern zitternde Ausreißerin, all Gerda ihr später mit den anderen RUinen und dem ganzen Spielzeugkran nachkam. Du bist ein schöner Spielverderber zankte die strenge Lehrerin. Aber sie dachte doch mit den zärtlich sten Gedanken an das Kind während der behaglichen Heimfahrt im mollic durchwärmten Koupe dritter Klasse Es kam nichts darauf an, ob erste? zweiter oder dritter, hatt? sie gemeint. Sie fuhr zum Fest nach Hause, 31 ihren Eltern, nicht zu Oberleutnant nach dem Rhein. Im Sommer vielleicht, wenn sie keine Balltoiletten dazr brauchen würde, wollte sie die Geschwi ster besuchen. Mag das Tanzlied ganz verklingen dachte sie. Sie hatte eine andere Meio die gefunden, eine große, freie. Und di, behagte ihr gut, trotz ihres großer Ernstes. Ein gewissenhafter Journalist. S& sich der verstorbene preußische Finanzminister v. Miquel einmal uoer Zei tunasgcrüchte im Allgemeinen aus sprach, erzählte er im Anschluß darar ein persönliches Erlebniß: Ich wai noch in Frankfurt und wunderte mick schon lange über einen Reporter, fcei eine besonders kühne Phantasie hatte Als ich ihn 'mal fragte: ,Aber Pie secke' so ähnlich hieß er ,warun bringen Sie denn immerzu so salsch i f naqrlchlen i meinie er, oa er oies gerade sehr gern thäte. ,Und warm denur fragte ich verwundert. ,Weil si, Ml? doppelt bezahlt werden. Einmal wenn ich sie bringe, und das zweit, Mal, wenn ich sie dementtre!' Auf ltritviCQetu A.: Erinnerst Du Dich noch an die zwanzig Gulden, die ich Dir vor zwei Jahren geborgt habe?" B.: Hoffentlich wirst Du mich nicht heute wegen ver Bezahlung drängen?" A.: Gewiß nicht; laß Dir nur Zeit. Ich wollte Dich nur bitten, mir die zwanzig Gulden auf ein paar Wochen zu borgen." Gedankensplitter. Die Wahrbeit ist eine Blendlaterne, mit der mai: and?re beleuchtet, sich selbst aber vorsichtig im Schatten läßt. Wenn dich deine Frau um Ratli fragt, dann gib ihr keinen, dcnu sie weiß ohuehlu, waö sie will, sonst hätte sie dich nicht gefragt. Freue dich, weuu du da Gefühl haft, daß vn dich auf Andere verlassen kannst aber ver laß dich nicht auf Andere. Das Gold ist der einzige Magnet, deu nnr e i u e n Pol, einen anziehenden hat. Wer viel Staub aufwirbelt, ist auch meist eiu windiger Gefell. Jede Pferd scheut schon von Weitem die Stelle, wo ihm etwas Unangenehme begegnet ist her viele Menschen machen dieselben Dummheiten trotz unangenehmer Erjahrun. gen immer wieder.
Auf ihrer M AcreS um-'
fassenden Plantage bei Harahan. La., j hat die Illinois Centralbahn 250.000 , Catalpabäume pflanzen lassen. Ins letzter Zeit war es der Bahn-Gesell-1 schaft fast unmöglich, passende Bahn- j schwellen zu erlangen, und nun beab-; sichtigt sie, sich solche' aus dem Holze j c ri - .i. e? oer aume oerzuneuen. n eiroa ro Jahren werden die Bäume, so hofft man, 300,000 gute Bahnschwellen liefern. Der Mordprozeß gegen Peter Hernia aus Wellington. N. I.. der den Metzger Bernhard Kantor erschoß, weil ihm dieser nicht für 5 Cents Hundefleisch verkaufen wollte, ist wohl der kürzeste Prozeh der Art, der je stattgefunden hat. Die eigcntlichen Verhandlungen, d. h. Zeugenoerhör, Ansprache der Anwälte, Jnstruction des Richters, dauerte alles zusammen nur etwa 10 Stunden! Der An geklagte wurde von den Geschworenen des Mordes im ersten Grade schuldig erklärt. Einsam und allein ist die Lehrerin Frau Houghtaling in Marcellus, Mich., eines traurigen Todes gestorben. Die Frau erkrankte und ihreRachbarn sowie die Schüler glaubten. sie sei verreist. Auch ihr Gatte war nicht zu Hause und so lag die Unglücklicbe hilflos da, Niemand kümmerte sich um sie; drei Tage vergingen, ohne daß sie sich vor Erschöpfung helfen konnte, dann muß ein Schlaganfall hinzugetreten sein und schließlich erlöste 'sie der Tod. Obiges haben die Aerzte aus dem Befund der Leiche zeschlössen. Jetzt können die Landbriefträger in Illinois auch singen: Mit dem Fähnchen am Wagen, den Zügel in der Hand, fhre ich vom Städtchen, über Hügel und Land!" Das Wetterbüreau will die Landbriefträger dazu benutzen, die Wettersignale der muthmaßlich bevorstehenden Witterunq auf ihren Bestellungsrouten anzukündigen. Dieselben sollen auf iaren Fuhrwerken die jeweils passende Fahne weit und bequem sichtbar aufpflanzen. Bon fünf Fahnen, die zu diesem Dienst verwendet werden, ist Ro. 1 weiß. No. 2 blau, No. 3 weiß und blau, No. 4 zeigt ein schwarzes Dreieck und No. 5 ein schwarzes Quadrat auf weißem Felde. Nach dem amtlichen Beriefe1, der Apotheker des Städtchens Ottawa in Kansas waren im vergangenen Monat 82 Gallonen Wdiskev. 88 Gallonen puren Alkohols, 38 Gallonen Wein. 4 Gallonen Malz-Ertrakt erforderlich, um die Gesundheit der diVersen Bewohner dieses TemperenzN'?stes zu erhalten, bezw. wieder herzustellen. Die Liste der angegebenen Krankheiten es kann Keiner eine alkoholische Flüssigkeit erhalten, ohne dem Droguisten schriftlich anzugeben, wofür er sie brauchen will umfaßt so ziemlich alle Uebel, die das Erbe des Fleisches sind, inclusive eingemachsener Zehennägel und Appendicitis. Ein ehrlicher Farmer holte sich vier Gallonen Schnaps zu technischen Zwecken", welch' technische Zwecke er mit dem Collettionamen Barnraising" bezeichnete. Darunter versteht man in der Hauptsache ein lustiges Saufzeläge. Meister Adebar, der bekanntlich die kleinen Kinder bringt, gefällt sich zuweilen in bemerkenswert. Überraschungen. So hat er dem 83 Jahre alten John Harding in Trenton. N. I., dessen 21jähriges Frauch-n seine frühere Adoptivtochtcr ist. einen strammen Jungen gebracht. Bor 14 Jahren adoptirte Herr Harding ein MVcben und erzog es als seine Tochter. Das Mädchen arbeitete im Hau-, se, lebte sehr zurückgezogen und schien nichts um die Gesellschaft junger Männer zu geben. ?ie war nur zufrieden, wenn sie in Gesellschaft ihres AdoptivVaters war. Eines Tages meinte dieser scherzend, daß wenn sie sich nicht bald einen Schatz unter den jungen Männern suche, er ste selbst heiraihen werde. Diese Offerte kam dem jungen Mädchen ttcht, sie willigte ein, dieFr.iu des alten Mannes zu werden und nun ist dem Paare ein Stammhalter geboren worden. Papa Harding hat denselben Theodore Roosevelt John genannt. Das verläßliche und erprobte 0 H Zum Verkauf bei The J0INERKENNEDYMUSICC0. p. H. Vroderick. Hotel And Sample Room. No. 2546 West Michigan Straße. Neues Telephon 427. lMgMW M Brass Worts. Vieher und Dreher. Große und kleine Gutzarbeiten in Messing, Phosphor Bronze, Alummhun, etc. Job- varaturrb,itn unsere SpezialU. 138-142 Oft Georgia Str., Indianapolis. Bei Phon o 121.
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