Indiana Tribüne, Volume 25, Number 216, Indianapolis, Marion County, 3 May 1902 — Page 4
Jnilnna Tribüne. 3. Mai lÜOfc.
Indiana Tribüne. Hkrausaegeben von der utttiberg T. Indianapolis, Ind.
Harry C. Thudium Präsident. Geschäftslocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE SSV. Entered at the Pot Office of Indianapolis as second dass matter. Deutschland nnd England. Ueber die orae: Jft die Anglopho ie in Deutschland K schwinden? verbreitet sich in der Axrilnummer de? ortnightly Neview- der be kannie Berliner Vertreter des Xav ly Telegraph", Bashford. Es verdient bemerkt zu tverden, daß dieser unter Teutschen lebende britische Journalist seine Aufgabe sehr viel ernster und gewissenhafter auffaßt, als z.B. sein College von derTimes". dem es schlechterdings unmöglich ist. über die deutschen Verhälmisse auch Nur ein einziges Wort der Sympathie oder auch nur der verständnisvollen Theilnahme hervor zubringen. Was Bashford über das vielerörterte Thema zu sagen hat, ist in den wesentlichsten Puncten natur gemäß nicht neu, aber es verdient in diesem alle und unter den gegen wärtigen Verhältnissen eine besondere Anerkennung, wenn er nachdrücklichst bekennt, daß nicht blos auf der deut scheu 3eite gesündigt werde, sondern daß vor allem auch die englischen Gewährsmänner, das will sagen, die in Teutschland lebenden Vertreter der englischen Presse, ihre Mission, auf klärend im 2'mne der Verständigung zu wirken, nur in den seltensten äl len bethätigen. Bashford erinnert daran, daß die Stellung eines Vertre tcrs der Preise im Auslande sich am denen mit der Aufgabe, die der Bot scbafter im fremdem Lande habe, ver gleichen lasse. Wie dieser dazu be stellt sei, Reiblingen, Mißverständnisse und Mißdeurungen zu beheben, so sei es auch die Pflicht des fremden Iour nalisten. da, wo eine Erklärung nöthig sei, diese in objektiver und auf den Frieden und die Verständigung ge richteten Sinne zu vermitteln. Bash ford konsta und auch darin un terscheidet er sich von seinem Kolle gen von der Times", daß wissen schaftliche, künstlerische und geschäftliche Kreise von der vorgeblichen unüberwindlichen Anglophobie so gut wie garnicht berührt seien. X'ic Haupt sächliche Ursache der Irritation in Deutschland und der übertriebenen Schildenlng?n. die nach England übermittelt wurden, sei in der That sache zu suchen, daß das allgemeine Publikum in Deutschland wie in England die bezüglichen Verhältniße im anderen Lande so wenig kenne. Die Engländer hätten noch immer nickt ganz den Glauben aufgegeben, daß Deutsche ausschließlich von Sauer kraut und Wurst loben und die Deut schen meinenzum großen Theile noch wie ehedem, daß ein Engländer sei nen Lebenslauf von der Wiege an zwischen Beefsteak und Ale theile. Der Durchschnittsengländer weiß von Deutschland genau so viel wie er in dem Ehambre garni oder dem Hotel, in dem er in Deutschland abgestiegen ist, gesehen hat. In die eigentliche deutsche gute Gesellschaft bekommt er selten oder wst nie einen Einblick. Und ähnlich sei es mit den Teutschen bestellt. Die gerühmte litterarische Kenntniß des deutschen Volkes be schränkte sich, soweit England in Be trccht komme, doch meist nur auf Shakespeare, Tickens und vielleicht auch Macauley. Und die Praris er giebk, bafe wo immer wissenschaftliche, künstlerische oder geschäftliche Kreise aus den beiden Nationen zusammentrafen, sie einander besser verstehen und miteinander besser auskommen, als irgend welche andere Nationen. Der mit allerlei Zitaten aus der deut schen Presse illustrirte Artikel kommt schließlich zu ..dem Ergebniß, daß mächtiger als alle künstlich genährten Agitationen das Gewicht der wirkli eben Interessen am letzten Ende das Verhältniß der beiden Nationen be stimmen w' rden. Es sei im übrigen eine Verminderung der englanMeind lichen Stimmung in Teutschland be reits jetzi rnzweifelhaft zu erkenien, und alle, fre es mit der Wohlfahrt beider Nationen gut meinten, sollten unablässig bestrebt sein, im Sinne der Verständigung und sympathischen An erkennung zu wirken. Ttr Alkoyolismus in der deutschen Armee. Dem deutschen Heere wird vielfach nachgesagt, daß die Trunksucht dort einen besonders günstigen Boden gefunden habe, und es läßt sich nicht bestreiten, daß die Soldaten zum Theil recht stark dem Bacchus und Gambrinus huldigen. Im Allgemeinen ist aber doch der Vorwurf des Alkoholmißbrauchs in der Armee hinfällig. Das beweisen Untersuchungen, die Stabsarzt Dr.Schwiening von derKaitT HttilrlrnS-Uk,l,rN7, innfun i V w - -F7IMi-VIIVHHIV VIVIII lll Vll Teutschen Militärärztlichen Zeitschrift veröffentlicht. Schon der anstrengende erliar: es. van dle Rubr AIin denöeeresravvorten nur ausweiu. und auch die die auf chrcni-
schen Alkoholmißbrauch zurückgeführt werden müssen, relativ selten beobachtet werden. Den Untersuchungen liegt ein 26-jähriger Zeitraum zu Grunde. Die meisten alkoholischen Ertrankungen kommen regelmäßig in den Sommeimonaten vor. Bemerkenswerth ist ferner ein plötzliches und beträchtliches Nachlassen der Erkrankungen und der an sich geringen Todesfälle vom Jahre 1887 ab, eine Erscheinung, die auch in oer Zivilbevölkerung nachgewiesen werden kann. Ebenso ist Dr. Heimann zu dem Ergebniß gekommen, daß seit Ende der 80er Jahre eine nicht unwesentliche Verminderung des Alkoholismas in den Heilanstalten Preußens eingetreten ist. Die Ursache wird vom Stabsarzt Schwiening zurückgeführt zuf das mit dem 1. October 1887 erfolgte Inkrafttreten des Branntweinsteuergesetzes vom 24. Juni 1887 und die dadurch bewirkte Vertheuerung bcü Schnapses. Heimann erblickt in erste: Linie die Ursache in der Hebung der sozialen Lage der unteren Klassen. Nack Einführung der Steuer sank bet Branntweinkonsum sofort erheblich au 3,6 Liter pro Kopf und hat sich seitdeir im Durchschnitt auf 4, 4 Liter gehalten. Der Bierverbrauch dagegen stiee bald nach dem Jahre 1887 nicht uner"heblich: Während 188788 in Jorni von Bier auf den Kopf der Bevölkerung nur 8.9 Liter Alkohol jährlich ka rncn, betrug diese Menge im Jahre 18991900 schon 5 Liter. Nach einer Tabelle, welche den Zugang an AIkoholismus in den einzelnen" Armee' corps veranschaulicht, ergiebt sich, daß die nördlichen und nordöstlichen Corpi die meisten Erkrankungen geliefert haben. Die Erkrankungsziffer nimmj nach dem Westen und Südwesten stetic ab. Auch für die übrige Bevölkerung ist das seltenere Vorkommen von Trunksucht in den süddeutschen Staa ten gegenüber dem Norden und Nordostcn eine bekannte Thatsache. Dr, Schwiening berührt auch d' Frage dei Selbstmorde, deren Höhepunkt in, Anfang der 80er Jahre liegt, und dik seitdem erheblich abgenommen haben-, ein besonderer Einfluß des Jahres 1887 ist hierbei nicht zu bemerken. Andererseits muß darauf hingewiesen werden, daß die Zahl de? Selbstmorde wie die des Alkoholismus am größten in den Frühjahrsmonaten ist. Ob zwischen diesen beiden Thatsachen ein Zusammenhang besteht, läßt sich nichi entscheiden. Was die ausländischen Heere angeht, so liegt für Oesterreich und Frankreich kein ausreichendes Material vor. In Italien ist der Zugang an Alkoholismus sehr gering. Umgekehrt zeigen die englischen RapPorte, so weit europäische Truppen in Frage kommen, sehr hohe Erkrankungsziffern; auffallend sind hier die bedeutenden Schwankungen zwischen den einzelnen Jahren. Auch die belgische Armee zeigt viel höhere Zahlen. doch macht sich in den letzten Jahren eine Abnahme geltend. Im allgemeineu glaubt Stabsarzt Schwiening aus seinen Untersuchungen als beweiskräftiges Ergebniß den Satz aufstellen zu können, daß die Erkrankungen infolge von Alkoholismus in der Armee zum größten Theile von den gleichen sozialen klimatisch-meteorologischen und regionären Faktoren abhängig sind, wie diejenigen in der Civilbevölkerung, daß dagegen ein besonderer Einfluß des spezifisch militärischen Lebens sich nicht hat finden lassen.
Auch ein Grund. Die Spanier sollen auf die Armuth ihres berühmtesten Dichters, Miguel de Cervantes, geradezu stolz gewesen sein, da sie ihn zwang, seine unsterblichen Werke zu schreiben. Als der Gouverneur von Toledo den französischen Gesandten in Madrid besuchte, sprach die Umgebung des letzteren ihre hohe Bewunderung für den Dichter des Don Qijote" aus und wünschte ihn näher kennen zu lernen. Sie erhielt jedoch die Antwort, Cervantes habe im Dienste seines Landes die Waffen getragen, sei jetzt alt und arm und könne die Herren nicht würdig empfangen. Wie," rief ein Franzose, Cervantes lebt nicht in guten Verhält, nissen? Warum wird er nicht vom Staate unterstützt?" Darauf meinten die Spanier: Gott behüte, daß wir ihn seiner Dürftigkeit entheben; sie ist es ja. die ihn zum Schreiben veranlaßt und die Welt bereichert!" VeoauernöVerthe Junggesellen. Ein wenig beneidenswerthes Land für Junggesellen ist Korea. Sie sind wenig angesehen. Als sichtbares Zeichen hierfür dürfen sie keinen Hut, die Hauptzierde des koreanischen Mannes, tragen. Jeder junge Koreaner trachtet daher so früh als möglich unter die Haube oder vielmehr unter den Hut zu kommen. Er selbst darf sich freilich seine Zukünftige nicht aussuchen. Die Eltern allein haben das Recht, ihm eine T taut zu suchen, die er erst nach der Vermählung sieht. Er muß also die Katze im Sack kaufen. Noch schlechter hat es die Braut. Ihr werden die Augen zugeklebt, und während dreier Tage darf sie weder sehen, noch sprechen. Wenn sie ihrem Gatten zugeführt wird, trägt sie alle Kleider, die sie tn die Ehe mitbringt, übereinander angezogen, so daß sie wie ein wandelnder Baumwollballen aussieht. Vor ihr her wird eine Gans getragen, die in Korea als Symbol ehelicher Treue gilt. Rache Xi Nist. Kannibalenhäuptlrng (zu einem geflüchtet! Fabrikdirektor): Sie werden unbedingt gefressen ich habe auch zwanzig Aktien Ihres verkrachten Unternehmens!-
Vom Jnlaude.
Unter den Mitgliedern unseres National - RepräsentantenHauses gibt es sieben Angehörige der weitverbreiteten Familie Smith. Ein Friedensrichter in Waukegan. Jll., hat entschieden, daß das aus dem Verkauf von Eiern erzielte Geld der Gattin des Farmers gehört, und nicht dem Gatten. Drei Tage vor ihrem 102. Geburtage starb in Muskegon, Mich.. Frau Ann Lee. Die Verstorbene, welche in Irland geboren war. erfreute sich bis zuletz: voller Rüstigkeit, nur war ihre Sehkraft geschwächt. 50Jahreverheirathet war der 84 Jahre alte Willard Laufare in Jefferson, Wis.. mit seiner um 18 Jahre jüngeren Gattin Catharina und nun hat sich das greise Paar scheiden lassen, anstatt die goldene Hochzeit zu feiern. Alter schützt eben vor Thorheit nicht. Die Holzhändler undSägemüller haben auf ihrem Convent m Houston, Tex., beschlossen, von jedem TausendFuß Holz, das geschnitten und verkauft wird, fünf Cents in denFondz für die St. Louiser Ausstellung beizusteuern. Man bcrechnet.datz hierdurch die Summe von $75,000 aufgebracht werden kann. Der dei Hammond, Ind., ansässige reiche Farmer Douglas Crast ließ sich von seinem Farmarbeiter Moyer Gewehr und Munition bringen, angeblich um eine Katze zu erschießen ; als er aber das Gewehr geladen hatte, legte er auf den Knecht an uno schoß ihn in den Oberarm, worauf er in die Scheune lief und sich daselbst durch einen Schuß den Schädel zerschmetterte. Hungers gestorben sind fünf Kinder des Negers Jim Mills, der in einer einsamen Blockhütte, im County Haywood, Tennessee. hauste. Der Unhold von einem Vater hatte die Kinder vor einiger Zeit verlassen, anqeblich, um Arbeit zu suchen. Er kehrte nicht wieder und die entsetzliche Nothläge der Kinder wurde erst entdeckt, als es zu spät war. Weil ihre Eltern ihr Vorwürfe gemacht hatten, daß sie Abends spät nach Hause komme und zu viele Bälle besuche, trank die 15jährige Mary Hall in Mahony City, Pa., in selbstmörderischer Absicht eine Quantität Karbolsäure. Ehe sie das Gift nahm, schrieb sie eine Note, in welcher sie ihre Sonntagsschul-Klasse von der Primitive Methodisten - Kirche zu ihrem Leichenbegängnisse einlud. Der ..Benevolent and Protective Order of Elks" hat das 5)otel Vedford in Bedford City. Va.. ange-' kauft, um es in ein nationales- Heim des Ordens zu verwandeln. Das Hotel ist ein geräumiges Gebäude und war lange Jahre sehr beliebt als Erholungsort. Vedford City liegt an der Norfolk and Western Bahn zwischen Roanoke und Lynchburg. Der Preis des Anwesens fiellt sich auf $11,000. Der seit Jahren i n & a n Francisco.Cal.. ansässig gewesene Retoucheur Freiherr Joseph von Lochner endete in einer Wirthschaft dortselbst sein Dasein, indem er eine Lösung von Cyankali verschluckte. Ein schweres Kopfleiden, welches er sich vor eiNiger Zeit durch einen Unfall zuzog, scheint der Anlaß zum Selbstmord geWesen zu sein. Der Verstorbene war ein geschickter Retoucheur, er war früher Lieutenant in der bayerischen Armee und hatte als solcher den deutschfranzösischen Krieg mitgemacht. Das frühere Temp er en'.Städtchen Bridgeton. N. Y.. hat jetzt 15 Wirthschaften und die Gebühren für Retail - Licensen sind $1000 und für Wholesale - Licensen $500 per Jahr. Dies giebt hübsche Einnahmen für die Stadtkasse, allein derBesuch der Wirthschaften hat, seitdem dieselben den Reiz der Neuheit verloren haben, bedeutend nachgelassen. Die Wirthe blasen zum Theil Trübsal nach Noten und wenn keine Reducirung der Gebühren erfolgt, wozu wenig Aussicht vorhanden ist, dürfte die Zahl der Schänken bald um eine Anzahl vermindert werden. Nachdem Dafürhalten der Entemologen wird die alle 17 Jahre erscheinendeHeuschrecke in diesemJahre in Wisconsin nicht vielen Schaden anrichten, da sich die Larven bis jetzt nur in den Counties Däne und Ozaukee gefunden haö?n. Eine weitere Verbreitung in dieser Saison würde ungewohnlich sein, und die Heuschrecke wird wahrscheinlich nicht viel- Unheil anrichten. Dagegen ist Jndiana mit der Heuschreckenplage bedroht; ebenso Kentucky. Maryland. New Jersey und das südliche Pennsylvanien. Weniger von dieser Plage zu befürchten haben die Südstaaten, sowie Massachusetts,Vermont. Illinois und Michigan. Die Verwaltung der Pennsylvania Bahn hat die Verwendung von Elektricität alsZuqkraft auf kurze Strecken für einen Fehlschlag erklärt. Nachdem sie seit einigen Jahren praktische Versuche damit gemacht, verwendet sie jetzt 'auf der Strecke zwischen Burlington und Mount Holly wieder Dampf und läßt die elektrische Kraftanläge am letzteren Platze abtragen, und an Stelle der Elektricität tritt wieder die Lokomotive. Der Betrieb durch Elektricität rentirte sich nicht, während dies auf dem genannten Ver kehrszweige bei Dampfkraft der Fall sein soll.
Bom Auslande.
Angeblich aus Eifersucht ermordete der umherziehende Harmonikaspieler Frank in Aachen seine Frau. Frank, ein Krüppel, lockte seine Frau in einen Hausflur an der Peterstraße, warf sie zu Boden und durchschnitt ihr den Hals. Frank war durchaus nüchtern und übergab dc.s Messer dem Polizeibeamten, der ihn verhaftete. Er hatte schon früher die von ihm getrennt lebende Frau zu tödten versucht. Der italienische Geologe Professor Ricco hat festgestellt, daß die Höhe des Aetna seit dem Jahre 1868 auf der südlichen Seite um 65 Fuß und auf der nördlichen Seite um den doppelten Betrag abgenommen hat. Als Ursache für diese Erniedrigung des Vulkans gibt Ricco an, daß lose," von den Kratern auSgeworfene und auf dem Gipfel abgelagerte Stoffe allmälig durch starke Windstöße fortgeblasen seien. KönigEdwardvonEngland schießt weiter Bresche in die puritanische SonntagKfeier. Er hat angeordnet, daß während des Sommers die Terrasse und der Garten des königlichen Schlosses inWindsor dem Publikum offen gehalten werden und daß zwei Militärkapellen von vier Uhr Nachmittags bis neun Uhr Abends spielen sollen. Das große Publikum ist davon sehr erbaut, die Sonntagsfanatiker nehmen dem König diese Entweihung des Sabbaths sehr übel. Auch in der deutschen Reichsdruckerei übt der Druckfehlerkobold sein verwerfliches 5)andwerk aus. Bei einer Serie der neuen DreiPfennig - Briefmarken hat es ihm gefallen, aus dem Aufdruck Deutsches Reich" ein DFrTSCHEK REICH" zu machen. Zur Zeit finden Erhebungen darüber statt, wie dieser Fehler möglich war. Jedenfalls werden die Briefmarkensammler nun schleunigst auf den Fehldruck Jagd machen, und ihnen wird der Hinweis nicht unerwünscht sein, daß immer die 99 Marke des hundert Marken enthaltenden Bogens das F statt des E aufweist. Trotz allenEifernsder Rabbiner hat in der letzten Zeit der Zionismus unter der jüdischen Bevölkerung des Weichselgebietes, das ja dem größeren Theil der russischen Juden zum Aufenthalt dienen muß, außerordentlich zugenommen. Ein Theil der jüdischen Blätter hat sich offen für den Zionismus erklärt. Deshalb haben sich die Rabbiner entschlossen, die Zionisten mit dem Bann (Cherum) zu belegen. Im Weichselgebiet haben die Rabbiner damit noch immer jeden Wiverstand gebrochen. Auch die Leser der zionistischen Blätter fallen unter den Bann. E i n kaum glaubliches Verbrechen wurde, in Franzdorf bei Weißkirchen (Oöerschlesien) verübt. Der dortige Einwohner Balika nahm an seinem Feinde Josef Balan in der Weise Rache, paß er ihn an das Rad seines Wagens fesselte und dann dle Pferds antrieb. Das Fuhrwerk rast: die Straße entlang, den von Blut tnesenden Balan nach sich schleppend. AIs der Wagen endlich von herbeigeeilten Dorfbewohnern zum Stehen gebracht wurde, war Balan bereits todt. Der Mörder wurde verhaftet. Zu HelmstedtimBraunschweigischen spielten zwei Kinder des Kutschers Schubert im Alter von 5 bis 7 Jahren in Abwesenheit der Eltern Versteck. Damit das zweijähr-ge Brüderchen sie nicht finden sollte,' kletterten sie in einen großen Koffer, deisen Schloß zuschnappte, so daß sie gefangen waren. Erst nach längerer Zeit wurden Nachbarn aufmerksam und befreiten die Kinder. Das jüngere Mädchen war todt, während es zwei Mitgliedern der Sanitätskolonne gelang, den Knaben nach langem Bemühen wieder ins Leben zurückzurufcn. Die Verkäuferin des Spezereihändlers Brouwer auf der Czaar Peterftraat in Amsterdam fand am Morgen den Laden wider Gewöhnheit geschlossen. Sie ging in die Wohnung und fand Brouwer, der ein schwächlicher Mann war und sich an der Krücke bewegte, mit einer furchtbaren Schnittwunde am Hals todt im Bett. Am Fußende lag ebenfalls mit durchschnittener Kehle die Nichte Brouwers, eine 35jährige Frau. Sie hatte außerdem einen schweren Schlag am Kopf und war offenbar von den Mördern auf das Bett geworfen, damit der Schein eines Selbstmords erweckt wurde. Alles vorhandene Geld war geraubt. Von den Thätern hat man keine Spur. DemehemaligenBäcker Kienow, der als Pferdebursche die (5r pedition nach China mitgemacht hatte, ist ein chinesischer Götze verhängnißvoll geworden. Kienow hielt sich nach der Rückkehr aus China in Berlin auf, ohne zu arbeiten. Als ihm schließlich das Geld ausging, wollte er einen mitgebrachten Götzen versetzen. Ein Trödler, dem er ihn anbot, schöpfte aus dem hohen Werthe (1200 Mark) der 6 Zoll hohen, massiv goldenen, stehenden Figur Verdacht und holte die Polizei. Dieser erzählte Kienow, er habe den Götzen von einem russischen Soldaten für 40 Mark gekauft; daß er einen so hohen Goldwerth besitze, habe er gar nicht geahnt. Trotz dieser Versicherung wurde er unter dem Verdacht, die Figur gestohlen zu haben, in Haft ge-nommen.
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