Indiana Tribüne, Volume 25, Number 215, Indianapolis, Marion County, 2 May 1902 — Page 7
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0 5 5 5 Im Frieden. $ c 0 I o 0 Z Roman von Sudwic, Aabict7t. OAOAOAOAOAOAOOAOAOAOAOAOAQ (Fortsetzung.) Die Verblenduna ist auf der anderen Seite. Ich erkläre Ihnen, daß ch von der Unschuld meiner Verwanden die überzeugendsten Beweise habe." Und ich sage Dir, die Ehrenfels sind )ie heimtückischen Mörder Deines Vaters. und Deine Sohnesvflicht ist cs. die Schandthat zu rächen!" sie hatte mit erhobener Stimme gesprochen, und auf ihrem Antlitz zeigte sich der unverfoynttche HZtz, den sie qeqen diese Leute in ihrem Herzen empfand. ?t mochte Ihnen drinaend rathen. öftren Verdacht nicht länger zu äutzern, denn er ist völlia unbearündet." entaeanete Richard nun auch mit großer Entschiedenheit. Sie lachte bitter und höhnisch auf: Entweder bist Du ein Narr oder ein großer Dummkopf. Denken Sie von mir. was Sie wollen: aber langweilen Sie mich nicht weiter mit Ihrem Geschwätz erwiderte Tick, der letzt die Geduld verlor, und wollte sein Pferd aufsuchen, sich in den Sattel schwingen und davon reiten, um dieser unerquicklichen Unterhaltung ein rasches Ende zu machen und endlich Ruhe zu haben. Sie erariff hastia seinen Arm. um ihn zurückzuhalten: Du wirst die heimtückischen Schurken da drüben zur Rechenschaft ziehen. Ich fordere das von Dir! Du bist es dem Andenken Deines unglücklichen Vaters schuldig." Wem, das bin ich m, wehrte er sehr entschieden. Ich kamt Ihnen das ,warum' nicht mittheilen, aber glauben le meinem Wort, ich wiederhole, meine Verwandten sind an dem Tode meines Vaters so unschuldig, wie Sie und ich." Du kannst mir viel vorreden; doch meine Ueberzeugung wirst Du damit nie einschüchtern. Du hast Dich nur von den schlauen Ehrenfels beschwatzen und hinter's Licht führen lassen; aber Du wirst endlich die elenden, hinterlistigen Giftmischer züchtigen, oder ich erkläre Dich ebenfalls für einen jämmerlichen Schurken." Anstatt jeder Antworr band Dick rasch das Pferd los und schwang sich in den Sattel. Einen Augenblick schien Hedwig die Absicht zu haben, dem Pferde in den Zügel zu fallen; sie erhob schon den Arm, dann besann sie sich und mit zornbebenden Lippen, stieß sie hervor: Entweder Du rächst das Andenken Deines Vaters, oder Du wirst es büßen!" Ihre Worte klangen drohend, aber der zunge Mensch achtete mcht Mu ter darauf; er gab seinem Pferde die Sporen, das pfeilschnell davon flog. 26. Kapitel. Welch' glückliche Tage genossen die beiden Liebenden. Trotzdem es mitten im Winter war, lag das Dasein wie eine einzige lachende Frühlingslandschaft vor ihnen. Der kleine See war zugefroren, und nun schwirrten sie 5lirn in Arm über die glatte Fläche, und es war ihnen, als ob sie jetzt erst das volle Verständniß für einander gewonnen hätten. Sie fanden einen wunderbaren Reiz darin, in diesem harmonischen Fortgleiten, diesem sich Wiegen und Schaukein auf dem kristallinen Spiegel. Stundenlang konnten sich die beiden Glücklichen auf dem kleinen See herumtummeln, ohne zu ermüden und gewöhnlich verließen sie erst nach Einbruch der Dämmerung die glatte Bahn und dann auch stets mit lebhaftem Bedauern. Im Schlosse war man ganz unbekümmert um das junge Paar. Die Gräfin wagte sich an kalten Tagen selten in's Freie, und der Graf war wohl in seiner Jugend Schlittschuh gelaufen, fanb aber jetzt wenig Geschmack daran, und seitdem noch dazu Jrmgard ihren Mann mit einem kräftigen, gesunden Knaben beschenkt, zog es den überglücklichen Großvater nur noch weit mehr zu seinen Kindern, und er wurde nicht müde, sich art seinem kleinen Enkel zu erfreuen. Da konnten die beiden Verlobten sich ihrem Vergnügen ganz ungestört überlassen, und sie genossen es in vollm Jügen. Auch heut waren die Beiden bald nach dem Mittagessen hinausgeeilt zum See. Es wehte eine feuchte Luft, der Wind kam ans dem Westen, und es war zu fürchten, daß es mit ihrer Lust bald zu Ende gehen würde. Wir bekommen Regen." sagte Adelinde, als sie durch den Park wanderten, und blickte besorgt zu dem wölkenschweren Himmel empor. Da wollen wir heut noch recht unsere Eisbahn genießen." Es wurde schon dunkel und es fielen bereits die ersten Tropfen; aber die Beiden konnten sich noch immer nicht zur Heimkehr entschließen. Immer wieder glitten sie noch einmal innig verschlungen rings um den See. Plötzlich ließ Ädelinde von ihrem Bräutigam los; sie rief ihm neckend zu: Fange mich." und flog pfeilschnell davon, während sie ein Helles, lustiges Lachen auöstieß und über die Achsel zurückblickte. Richard suchte der Fliehenden rasch zu folgen, da krachte ein Schuß; er fühlte einen Druck auf seiner Brust,
machte noch eine Bewegung nach der Geliebten hin, und dann brach er plötzlich zusammen. Adelinde war schon an seiner Seite: Dick, was ist geschehen?" rief sie erschrocken; sie wollte sich herabbeugen und stürzte über ihn hinweg. Ein leises, dumpfes Röcheln war die einzige Antwort, die sie erhielt. Auf den Knieen richtete sie sich ein wenig auf. Hab' ich Dir weh gethan?" fragte sie besorgt und blickte in sein Antlitz; trotz der herrschenden Dämmerung erkannte Ue, daß es sich verändert und schien einen starren Ausdruck angenommen hatte. Jetzt bemerkte sie auch, daß ein Blutstrom aus seiner Brust quoll. ), mein Goü, der Schuß hat Dir gegolten! Dick! Dick! Du darfst nicht sterben." Sie wollte mit ihrer Rechten das noch immer hervorströmende Blut zu stillen suchen; aber es rieselte über ihre Hand und in ihrer Verzweiflung beugte sie sich über
lhn hinweg und bedeckte seinen Mund mit ihren heißen Küssen, während sie ihm die zärtlichsten Worte zurief. Der Geliebte blieb stumm und regungslos. Nun wußte sie, daß er todt war. Fassungslos im wilden Schmerz rang sie die Hände, während kein Laut über ihre festgeschlossenen Lippen kam. Dann suchte sie sich aufzurichten, um wieder auf ihre Füße zu kommen; am Ufer entledigte sie sich ihrer Schlittschuhe, und wie von Furien gejagt eilte sie in's Schloß zurück. In ihrer grenzenlosen Verzweiflung gab es für sie keine andere Zufluchtsstätte, als das Mutterherz. Die Gräfin war allein; trotzdem e3 schon ganz dunkel im Zimmer war. hatte sie keine Lampe anzünden lassen; sie saß etwas müde und abgespannt in einem Lehnsessel und hing ihren Gedanken nach; ihr Gatte war auch heut, wie jetzt so oft, schon Nachmittags zu seinen Kindern hinübergeritten und kam gemiß von dort erst in später Stunde zurück. Aus ihren Träumen wurde die Gräfin plötzlich durch Adelindens Erscheinen aufgeschreckt. Muiter! Mutter!" rief diese sogleich jammernd aus: Dick ist todt!" sie eilte auf diese zu, warf sich vor ihr nieder und barg schluchzend ihr Haupt in deren Schooh. Kind, was sagst Du?" rief die Gräfin heftig erschrocken. Doch, man hat ihn erschossen!" Wirklich? Um Gottes willen! Das wäre ja furchtbar!" rief sie entfetzt. Erzähle, wie ist das geschehen?" Adelinde berichtete kurz das Borgefallene und barg von Neuem ihr Haupt in den Schooß der Mutter, und das krampfhafte Zucken ihres Körpers vecrieth, wie furchtbar der Schmerz war, der ihr Inneres durchwühlte. Armes Kind!" fagte die Mutter tief ergriffen und strich mit ihrer Rechten liebkosend über Vas blonde Haar ihrer Tochter. Er ist also wirklich todt? Hast Du schon seine Leiche holen und in's Schloß bringen lassen?" Ich kam zuerst zu Dir, Mutter." Die Gräfin nickte mit dem Kopfe; zu wem hätte sich die Aermste auch sonst flüchten sollen, als zu ihr? Dann müßten wir doch Leute zum See hinausschicken, daß sie ihn holen." Die Mutter verließ leise das Zimmer, um ihre Befehle zu ertheilen. Plötzlich sprang Adelinde wieder auf. Sie hörte auf dem Hofe lautes Sprechen und Hin- und Herlaufen; da durfte sie nicht länger müßig hier verweilen; sie mußte dabei sein, wenn man ihren Bräutigam holte, und ohne weiteres Besinnen eilte sie die Treppe hinunter, wo schon einige Knechte sich eben anschickten, mit brennenden Laternen den Hof zu verlassen. Es begann bereits heftig zu regnen; aber sie achtete nicht darauf, auch nicht auf die Ermahnungen der besorgten Mutter, sich erst einen Mantel bringen zu lassen, und sich an die Spitze des kleinen Trupps stellend, sagte sie: Kommt, rasch, rasch! mein armer Dick soll nicht länger draußen auf dem Eise im Regen liegen bleiben." In athemlosem Lauf, als könne sie gar nicht erwarten, den todten Gettebten in Sicherheit zu dringen, war von der jungen Gräfin der See erreicht. Ohne Besinnen glitt sie über die spiegelglatte Fläche, bis zu der vom Ufer wenig entfernten Stelle, wo der Ermordete lag. Die Knechte versuchten nun ebenfalls das Eis zu betreten, ihre mit Nägel beschlagenen Stiefel kamen ihnen dabei zu Statten; es gelang ihnen ohne große Fährlichke't, die Leiche des jungen Amerikaners zu erreichen und an das Ufer zu schaffen. Auf einer schlichten Bahre hielt der junge Amerikaner jetzt seinen Einzug in das Schloß, das er vor wenigen Stunden, strotzend voll Jugendkrast und Lebensmuth verlassen hatte. Wer aber hatte die That begangen? 27. Kapitel. Vchon am folgenden Tage stellte sich die Förstersnichte selbst dem Gericht und bekannte, daß sie den jungen Amerikaner erschossen habe; sie gab auch als Grund an, daß sie ihn dafür gestraft, weil er die Mörder seines Vaters nicht zur Rechenschaft gezogen, und sie erklärte dabei mit ihrem gewohnten leidenschaftlichen Wesen: denn mein Bräutigam, der Majoratsherr von Ehrenfels ist vergiftet worden, und feine Verwandten sind es, die dieses abscheuliche Verbrechen begangen haben. Man mag mich hinrichten, ich weiß, ich habe es verdient; aber wenn man wirklich Gerechtigkeit üben will, dann müssen auch die Ehrenfels das Schaffot
besteigen, denn ihre schreckliche That
schreit zum Himmel! Hedwig gerieth in förmliche Raserei darüber, daß der Gerichtsbeamte ihrer Anschuldigung keinen Glauben schenken wollte und sie damit kühl und entschieden zu? Ruhe wies. Ah, da sieht man." rief sie zornglühend aus, daß es wirklich in der Welt so zugeht, wie ich es in manchen Romanen gelesen habe; die Reichen und Vornehmen können die flti'jxu Schandthaten und Verbrechen begehen, und sie bleiben ungestraft; aber einen Armen, den schleppt man sogleich zum Schaffot. Das ist Eure Gerechtigkeit! Aber es wird schon der Tag kommen, wo das schändliche Lügengebäude zusammenbricht und die Unschuld und Armuth triumphirt." Der Gerichtsbeamte hörte nicht weiter auf das unsinnige Geschwätz; er liefe die Mörderin vorläufig in's Gefänqniß abführen; aber schon nach wenigen Tagen wurde sie zur Beobachtung in das nahe Irrenhaus gebracht, und bald kam auch wirklich der Wahnsinn bei ihr zum vollen Ausbruch. Zuweilen raste und tobte sie, dann brach sie wieder in heftiges Weinen aus, schmückte sich als Braut und rief Dick mit den zärtlichsten Namen. Du wei ja gar nicht, wie glühend ich Dich geliebt hab', wie glücklich ich Dich machen wollte! Bin ich nicht tausend Mai schöner, als diese dürre Adelinde? Sie durfte Dich nicht haben! Mir allein gehörst Du an! Warum bist Du mir untreu geworden? Siehst Du, ich treffe gut! Nun bist Du mein auf immer. Nur die Todten verlieren wir nicht mehr; die sind unser auf ewig." Aus all' den wirren, abgebrochenen Reden der Wahnsinnigen ging hervor, daß sie den jungen Amerikaner leidenschaftlich geliebt und ihre That nur aus blinder, verzehrender Eifersucht erfolgt war, obwohl sie sich selbst eingeredet, sie müsse ihn beseitigen, weil er die Mörder seines Vaters nicht zur Rechenschaft gezogen habe. Die Unglückliche blieb nicht, lange im Irrenhause. In einem unbewachten Augenblicke war es ih? gelungen, aus dem Fenster zu springen, und man fand sie tödtlich verletzt auf dem Hofe liegen. Wenige Minuten später gab sie ihren Geist auf Auf das junge Herz Adelindens wirkte der Verlust des Geliebten beinah' vernichtend; sie konnte sich lange nicht von diesem harten Schlage erholen und irrte seitdem trübe und stumpfsinnig umher. Das ganze Leben war ihr plötzlich werthlos geworden; sie sah nngs um sich Nacht und Finsterniß, und die von der besorgten Gräfin herbeigerufenen Aerzte fürchteten für die junge Gräfin das Schlimmste. Es ist ein schweres Gemüthsleiden im Anzug," lautete der Ausspruch: eine baldige Ortsveränderung wäre sehr anzurathen." Ja, aber wohin mit dem armen Kinde? Die Gräfin selbst konnte rticf) auf lange Zeit fort, das durfte .sie schon ihrem Manne nicht anthun, obwohl derselbe jetzt da drüben seine Kinder hatte; aber die gute Frau schmeichelte sich noch immer mit der Vorstellung, daß ihr Gatte sie allzu sehr vermissen würde, und sie mochte ihn um keinen Preis verlassen. Da kam ihr die Baronin zu Hilfe; als sie ihr vertraulich den Ausspruch der Aerzte mittheilte, sagte diese herzlich: Ueberlassen Sie mir Adelinde. Sie wissen, ich reise in wenigen Tagen zu meinen Kindern, und Edwin und Elfe werden gewiß hocherfreut sein, wenn ich ihnen einen lieben Gast mitbringe." Wird Ihnen aber Adelinde nicht zur Last fallen? ie wissen ja, wie es mit meinem armen Kinde steht. Sie ist für die Außenwelt völlig verloren." Ich hoffe, ein Aufenthalt im Haufe meiner Kinder wird ihr wohlthun, sie erheitern und zerstreuen; denn unser Rhein wirkt selbst auf den Schwerwüthigsten belebend." sagte die Baronin, und ihre Augen begannen eigenthümlich zu leuchten. Wirklich behielt die Gräfin Recht. Adelinde nahm die Mittheilung, daß sie mit der Baronin an den Rhein reifen solle, stumpf und gleichmüthig hin, und auch beim Abschied von ihren Eltern zeigte sie nicht die mindeste Gemüthserregung; es. war als ob aus ihrem Innern gerade diejenige Feder herausgebrochen sei, die bisher das Räderwerk ihres Geistes in Bewegung gesetzt; es stand still oder ging nur noch bei irgend einem Anstoß leise weiter. Ohne Aufenthalt wurde die Reise bis Mainz fortgesetzt und erst dort übernachtet. Am anderen Morgen bestieg man das Dampfschiff, das die Reisenden an ihren Bestimmungsort bringen sollte. Es war ein herrUcher Augustmorgen, und die Sonne senkte ihre wärmsten Strahlen herab, die lchende, blühende Landschaft vergoldend, durch die das Boot glitt. In dem Herzen der Baronin jauchzte es plötzlich auf; ein Rausch wie von Jugend und Glück schien wieder in ihrer Brust zu erwachen. Nun wußte sie erst, beim Wiedersehen ihrer Heimath, wie viel sie all' die Jahre über verloren, wie öde daL Dasein in jenem trostlosen Winkel gewesen war, in dem sie die besten Jahre ihres Lebenö zugebracht. Hier wohnt die Freude, hier wohnt daS Glück schienen ihr die rebenumkränzten Berge zuzujubeln, und die Menschen auf dem Schiffe schienen es auch alle zu wissen. Man sah überall ftöhliche Gesichter; nur die arme Adelwde verharrte in ihrem Stumpfsinn und blickte auf die fagenumsponnenen Ruimn, auf diese vielbesungenen grünen, zaberisch schönen Gelände, so aleichmüthig. als
ob das Dampfboot sie durch die asch-
grauestc Gegend trüge. Jetzt war das Ziel erreicht. Noch im Rheingau, wenn auch eine halbe Stunde von den Ufern des Rheines entfernt, lag die Besitzung, die Herr von Sollbach für seine Kinder erworben hatte. Noch ehe das Boot am Landungsplatze angekommen war, sah die Baronin ihren Sohn und die Schwiegertochter auf der Brücke stehen und lebhaft winken. Endlich! Endlich !"-nef ihnen Edwin von Weitem, mit seiner hellen, kräftigen Stimme zu: Spät kommt Ihr, doch Ihr kommt." Welch' ein Wiedersehen nach so langer Zeit! denn es war Allen, als ob seit ihrer letzten Trennung schon wieder so viele Jahre verflossen, als Monate vergangen; freilich ereignißreiche Monate, denn nicht nur in der Heimath war viel geschehen, hatte sich viel geändert, auch hier hatte sich etwas sehr Wichtiges ereignet: im vergangenen Jahre hatte sich bei dem Ehepaar ein reizendes kleines Mädchen eingefunden, und die jungen Leute waren selig über diesen Besitz. Edwin und seine junge Frau begrüßten Adelinde ebenfalls auf das Herzlichste und sprachen ihre große Freude aus über ihren Besuch. Die Baronin fragte sogleich nach der kleinen Elsbeth, ihrer Enkelin. O, die ist gesund," war die Antwort; aber wir wagten doch nicht, sie mitzubringen," und die zärtliche Großmutter lobte diese Vorsicht. Ja. die jungen Eheleute waren glückliche Menschen, das konnte die Mutter schon? am ersten Tage gewahren und so blieb es zu ihrer großen Befriedigung all' die Zeit über. Edwin trug seine kleine Frau, wie die Baronin bemerken konnte, auf Händen, und Elschen war klug genug, die Herrschaft, die sie über ihren Mann ausübte, nicht zu mißbrauchen. Vielleicht würde selbst die Sonne der Heimath die Brust der Baronin noch nicht so erwärmt und durchleuchtet haden, wenn nicht da noch jenes kleine, liebliche Geschöpf gewesen wäre, das sich bald in ihr Herz eingeschmuggelt und ihr Freuden bereitet hätte, die sie bisher noch nicht gekannt, die Freuden, die eine Großmutter empfindet über ihren ersten Enkel. Die kleine Elsbeth war,ja aber auch so reizend, daß sie Jeden entzücken mimte. (Fortsetzung folgt.) Henry Schwarz ...Feine Weine... Liquöre, Cigarren Innd Tabak. No. 2602 West Michigan Str. Feiner Lunch von Morg ns 9 bis 12 Uhr, und von 4 bis 6 Uhr Nachmittags. Joseph Yaas, empfiehlt sich dem deutschen Publikum zur Reinigung von Abtritten, Sewers Cifternen n. s. w. Tisinfcktio frei. Office: 707 Maxwell Straße. Telephone: (alt) Main 1089. (Neu) 2578. Minnie Willharm. Präs. Mory Mahoney. 6ir Arbeit ersten Ranges IN der UNION :: CO-OPERATIVE :: LAÜNDRT No. 232238 Virginia Ave. Joh U Hit,. Geschäftsführer. Telephone: lt und Neu 1269. GEORGE A. GEIS Lizenfirter Plumver STEAM & HOT WATER HEATTNG 703 Süd Meridian Str. Telephon (alt) 8336 zlneu) 2. CONRAD PETERS, eutfcheWirthschaft, D .157 Oft Washington Etrafte. JndianaPoli. m D beste Geschästslunch in der Stadt, i Feme Weine, Liköre und igarren. 1 Zur gefi. Notiz ! Meinen Freunden hiermit zur Nachricht, daß ich die bisher von CHA3. SCHIFFERDECKER geführte Wirthschaft käuflich übernommen habe, und Jedermann freundlichst einlade, mich m meinem Lokale zu besuche. Fred. Kroeckel, No. 240 Nord Davidson Straße. Deutsche Buchhandlung. Carl vtngpank. 4 Virginia Ave.. ? 4. lVembrvke rcade.) Hufschmied. W. W. Kniaht, 108 Virginia Avenue und 125 Ost Marvland St. Neue Tel. 4K.
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