Indiana Tribüne, Volume 25, Number 215, Indianapolis, Marion County, 2 May 1902 — Page 4
Jnolana Tribüne. Mai 1902?
Jndiana Tribüne. Herausgegeben von der Sutenberg Eck. Indianapolis, Ind.
Harry O. Thudium Präsident. Geschaf to local: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE S9. Entered at ;he Post Office of Indianapolis as second dass matter. AS d Kriege von 1860. Die Deutsche Revue" veröffentlicht Denkwürdigktten des Generals und Admirals von Stosch, durch die über die Vorgänge des Jahres 1866 hie und da neues Licht verbreitet wird. Wir theilen aus einem Briefe des Generals an seine Gattin von Ende 1866 nach dem Gefechte von Nachod folgende interessante Stellen mit: Am 27. Juni marschirten wir mit der Garde bis Kosteletz und dirigirten uns von hier zum 5. Armeekorps, welches wir bei Nachod im Gefecht erwarten mußten. Zu unserer Ueberraschung empfingen wir die Meldung, daß die Avantgarde des 5. Korps beroits am vorhergehenden Abend nach sehr unbedeutendem Gefecht Nachod bcsetzt hate. Das Hauptquartier wurde also nach Hrcnow vcrlegt, und wir setzten uns nach Nachod in Bewegung. Wir waren noch nicht lange im Trabe, als wir Kanonendonner von dorther hörten; nun ging es in scharfer Gangart die nächste Meile fort. Von der Chaussee Glatz-Nachod her hörten wir Hurrarufe der die Grenze überschreitenden Truppen; an der Straße lag der erste östereichische Todte vom Tage vorher. Die Stadt war menschenleer, Thüren und Fenster geschlossen. Wir ritten scharf vorwärts; eine halbe Stunde hinter Nachod theilt sich die Straße nach Neustadt und Skalitz; die erstere war mit Fuhrwerk besetzt, die andere ganz frei. Wir waren kaum 50 Schritt geritten, als wir in lebhaftes Kleingewehrfeuer kamen. Ich ritt neben dem Kronprinzen, der ganz unbekümmert um die Gefahr vorwärts eilte. ?ein Adjutant', Graf Eulenbürg, kam zu mir und forderte mich auf. den Herrn zurückzuführen. Ich. selbst zum ersten Mal im Feuer, konnte mich dazu nicht entschließen. So that es Blumenthal und führte mich rechts um auf die Skalitzer Straße. Ein schreckliches Durcheinander empfing uns dort: Dragoner und Ulanen. Verwundete und Gesunde, kranke und leere Pferde jagten im wüsten Wirbel zurück. Der Kronprinz wurde gefaßt und mit zurückgerissen. Ich bog aus und benutzte die nächste Gelegenheit. um wieder von der Straße zu kommen. Es mußte Halt in den Rückzug gebracht werden, welcher nun auch auf der Neustadter Straße begann, auf der eine Batterie zurückjagte. Es bedürfte einiger Grobheit, um durchzudringen; die Batterie machte Halt und ging wieder vor, ich sandte Offiziere zurück, um die Straße für Infanterie frei zu machen. Verdy kam dazu und unterstützte mich; endlich erschien auch die Infanterie; die Höhe wurde besetzt, und das Gefecht ging munter vorwärts, um nicht wieder zum Stehen zu kommen. j 1 Ich suchte nun den Kronprinzen wieder auf; er hatte sich auf einer Höhe aufgestellt; um einen eventuellen Rückzug zu decken, hatte Blumenthal rechts und links einige Bataillone herange zogen. Als wir ankamen, befanden sich ge rade die Oestereichcr mit großen Massen im Vordringen gegen die schwache Avantgarde und waren ms an das Dcbouche gekommen. Gelang es nicht, sie niederzuwerfen, so war die Avantgarde mitsammt dem General o.Steinmetz abgeschnitten. Ich aber konnte die Sachlage nicht übersehen, sondern verfuhr ganz instinktiv in der Absicht, dem Äugenblick entsprechend den Rückzug aufzuhalten, und daß dies gelang, war mir eine große Freude. Alles, was ich hier und im späteren Verlaufe de? Gefechts gesehen, berechtigt zu dem Ausspruch, daß jede Führung von oben fehlte. Nur der Trieb in den Leuten und in den unteren Offiziercn brachte den Erfolg. Es war ganz richtig, daß Steinmetz nach vorn ging, aber er mußte seine Fäden nach rückwärts behalten; amDebouche mußte ein höherer Offizier in seinem Namen befehlen. Der lange Aufenthalt des Kronprinzen auf der abgelegenen Höhe mißfiel mir; es war dort nichts zu holen. Endlich, nach anderthalb Stunden, diriairten wir. uns auf der Straße nach Skalitz vor; bei Wiesokow fanden wir die Brigade Wunk, 8. Dragoner und 1. Ulanen, stark angeschnitten, aber glo'rios von den eben errungenen Erfolgen, trn Dorf ruhende und zufriedene Bataillone. Da mehrte stch das Feuer, der Ort fing an zu brennen, die Kugeln drangen zu uns, die Oestereicher griffen von Neuem an. Wir mußten wieder zurück und gingen iber die Höhen auf dem rechten Flügel vor. Wir sahen noch eine Kavalterieattacke; der Feind wurde geworfen, und der Kronprinz kam endlich ganz nach vorn, von der Höhe den achiehenden Feind beobachtend. Es war ein herzerhebendesBild. Der Zrcvnprinz umarmte und küßte den alten S: :i;;;ut, und wir beritten das Schlachtfeld,- ew grausiger Anblick, aber stolz für un Man sah. der ftcind
war brav in Kolonnen vorgegangen,
aber unser nlorderilchesFeuer hatte :yn niederaeworfcn. Unsere Verluste waren verschwindend klein; es war klar. daß der Feldzug für uns siegreich sein mußte. Der Weg nach Nochad war mit Fuhrwerken übersäet, die Stadt selber wimmelte von Gefangenen und Ver--mundeten. Die Gefangenen ließen sich wie eine Herde Hammel einzählen, sie machten den Eindruck etwa von Erntearbeitern, die die Sense fortlegen und Feierabend machen. Eine moralische Wirkung der Niederlage und der Gefangenschaft war nicht zu spüren. Noch schlimme? war es. daß die unverwundeten gefangenen Ossiziere ihre Schmach gar nicht zu empfinden schienen; sie kneipten und lachten mit unseren Offizieren, von denen sie bewirthct wurden. Ich schnitt diesen Verkehr mit der Bemerkung ab. ein unverwundeter gefangener Offizier sei bis zu vollendeter Untersu chung ein Hundsfott. Im übrigen war alles in schönster und gehobenster Stimmung." Im weiteren Verlaufe deß Schreibens findet sich folgender bezeichnende Satz: .Je weiter wir vordrangen, je mehr überzeugten wir uns. wie zerstreut und ohne Zusammenhalt das Gefecht war. welches stattgefunden hatte. Die Führung von oben hatte fast überall versagt, aber die Truppen waren auf eigene Faust mit höchster Bravour und unausgesetzter Entschiedenheit vorgegangen und immer stegreich gewe sen, selbst gegen große Uebermacht." VuS dem neben eines Lokomotivführers. erzählt die Berliner Volkszeitung" im Anschluß an Erörterungen über die Verantwortlichkeit der Eisenbahnbeamten. die sich in den Prozeß - VerHandlungen über das Altenbekener Eisc'Nbhnunglück knüpfen, Folgendes: Als die AnHalter Bahn noch Prioatbahn war, fuhr ein alterfahrener Lokomotiv' führer mit eirwm Zuge, indem König Wilhelm sah, von Berlin in der Richtung nach Röderau. Auf einer Zwischen - Station machte er Halt, weil das Signal nicht auf freie Fahrt" stand. Ein von Röderau gemeldeter Zug war noch nicht durchgekommen. Nun mußte der Zug eine halbe Stunde festliegen. Der Stations - Ches wurde schließlich nervös und befahl dem Lokomotivs ihrer, weiterzufahren ; offenbar sei der ausgebliebene Zng schon auf einer anderen Zwischen Station angehalten worden. Der Lokomotivführer aber weigerte stch bestimmt, zu fahren, ehe er wisse, wo der entgegenkommende Zug geblieben sei. Darüber kam es zu einem heftigen Conflikt zwi schen den beiden Beamten. Der Stations - Chef fürchtete einen gründlichen Rüffel zu bekommen, wenn er den Zug noch länger festhielte; der Lokomotivführer war aber angesichts der ganzen Lage bereit, die Verantwortung dafür auf sich zu nehmen. Ein Hofbeamter stellte sich auf die Seite des Stations Thefs und sprach in beleidigendenWorl ten sein Mißfallen über die ..Jnsubor e'ination" des Untergebenen" aus. Schließlich gerieth der Lokomotivführer in Wuth und erklärte, er würde di rckt zu dem König gehen und ihn fragen. was geschehen soll. Während noch cie Hofbedienfteten über diese Absicht ihr Entsetzen kundgaben, kam der gemeldete Gegenzug mit rasender Ge schwindigkeit durch die Station durchgejagt. Der Lokomotivführer, der die Geschichte öfter erzählt hat. wiederholte stets, er werde nie vergessen, wie der Stations Chef, kreidebleich und zit tsrnd vor Schreck, auf dem Perron stand, kaum im Stande, sich auf den Füen aufrecht zu erhalten. Denn darüber konnte kein Zweifel sein, daß der Hofzua und alle seine Insassen einschließlich dcsKönigs Wilhelm, zu Ato men zerrieben worden wären, hätte der denkende Führer dem Befehle des Stations Ch fs und dem Drängen des Hofstaates olge geleistet. Es hat vielleicht einiges Interesse, zu wissen." so schließt der Gewährsmann des Berliner Blattes. ..daß der alte Führer, de? sich vor dem Protokoll nicht fürchtete und dadurch den späteren Deutschen 5aiser vor einem furchtbaren Tode bewahrte, Jak b Bernstein war, der Vaker des jetzt in Breslau in den Reichslag gewählten Sozialistcn Eduard Äernste in.Rcstisk,?s. Vor einigen Tagen erwähnten wir emes m Gera umgehenden Gerücktes, nach welchem der Familienrath fos Hauses Reuß vor einigen Wochen sich mit der Einsetzung einer Regentschaft im Fürftenthum Reuß ä. L. im Falle desTodes des regierenden FürstenHeinrich 22. beschäftigt hätte. Eine Regent schaft wird in diesem Falle erforderlich, da der Erbprinz dauernd regierungs unfähig ist. Die Verfassung von Reuß a. L., die 1867 erlassen wurde, enthält über die Einsetzung einer Regentschaft ausführlichere und genaue Bestimmungen als die meisten anderen deutschen Verfassungen. Sie sieht zu nächst die Minderjährigkeit des auf den Thron berufenen Prinzen vor; da aber Erbprinz Heinrich 24. großjährig ist. so kommen diese Bestimmungen hier nicht in Betracht. Für den Fall dau crnder Behinderung des volljährigen Fürsten gebührt zunächst dem zum un mittelbarenNachfolger berechtigten voll jährigen Prinzen der. L. die Regent schaft. Ist ein solcher, wie gegenwär tig, nicht vorhanden, so kommt die Re
gcntschaft der Gemahlin des Fürsten, wenn er unvermählt ist, seiner Mutter, und wenn diese nicht mehr am Leben oder anderweit verheirathet ist. dem nächsten volljährigen und regierungsfähigen Agnaten des fürstlichen Gesammthauses" zu. Der Erbprinz ist unvermählt, seine Mutter todt. Der nächste regierungsfähige Agnat ist, da die ältere Linie auf den vier Augen des Fürsten und des Erbprinzen steht, Fürst Heinrich 18. Reuß j. L., der indessen die Regierung seines eigenen Landes an seinen Sohn abgegeben hat und in Drsden lebt. Nächst ihm kommt die Regentschaft dem Erbprinzen Heinrich 27. der j. L. zu, der, wie erwähnt, an Stelle seines Vaters die Regierung führt. Erst an dritter Stelle würde der Chef der sog. ParagiatLinie zu Köstritz, Fürst Heinrich 24. Reuß - Köstritz berechtigt sein. Wenn er jetzt ernstlich als Regent in Frage
kommt, so ist der Grund darin zu su4 chen. daß Erbprinz Heinrich 27. von Schleiz nicht nebenbei die Regentschaft in Greiz führen will, vielleicht auch nicht kann, weil nach der Verfassung von Reuß ä. L. der Landesherr seinen wesentlichen Aufenthalt" imLande nehmen muß. und vom Regenten, wenn es auch nicht ausdrücklich vorgeschrieben ist, dasselbe vorausgesetzt werden darf, und weil die Landes - Regierung von Reuß ä. L. in Greiz bleiben muß, eine Vereinigung beider Regierungen also nicht möglich ist. Sollte der Erbprinz Heinrich 24. ä. L. sterben, so würde natürlich de? Fürst von Reuß ä. L. folgen und dann wohl cineVereinigung beider Fürstenthümer stattfinden, wenn Nicht diese durch die Vorschriften der Reichsverfassung über die den einzelnen Staaten im Bundesrathe zustehendn Stimmen ebenso verhindert werden würde, wie die Vereinigung des Fürstenthums Waldeck mit Preußen. Da indessen der geisteskranke Erbvrin Heinrich 24. körperlich gesund sein soll und sowohl Konig Otto von Bayern als auch girrst Alcranber zur Lippe schon viele Jahre als Geisteskranke leccn, so braucht man stch jetzt noch Nicht damit zu befassen, was geschehen soll. wenn der kranke Erbprinz von Reuß ä. L. mit Tode abgehen würde. Es ist gar Nicht unmöglich, daß er noch einen Wechsel der Regentschaft erlebt, denn wenn Heinrich 24. Rcuß - Köstritz die Regentschaft übertragen werden soll, so wird dieser sie nur so lange führen können, bis cm naher berechtigter' Agnat volljährig geworden ist. Der Erbprinz Aeujz j. xi. hat aber zwei Sohne, von denen der eine 1914, der andere 1916 volljährig wird. Der Zufall will, daß sowohl der geisteskranke ErbvriN) von Reuß ä. L. als auch der zukünftige Regent, der urst Reuß - Kestntz, den Namen Heinrich 24. führt. Ein Volk im Urzustand sind die indischen Nanadis, deren Beschreibung das leite Bulletin des Museums in Madras gewidmet ist. Auch das Feuer gewinnen sie nochauf die denkbar ursprünglichste Art. Sie nehmen zwei Holzstäbe, einen kurzen und einen langen. In dm ersteren wird ein viereckiges Loch gemacht, dann wird er auf den Boden gelegt und der längere Stock schnell in dem Loch hin- und hergedreht. Zur Herstellung des Feuers wird irgend ein Lumpen oder auch getrocknete Blätter benutzt, denen sich die durch Reibung erzeugte Hitze mittheilt. Die Manadis haben noch alle Eigenschaften der Dschungelvölker und stehen auf dem Standpunkt des ältesten Steinzeitalters. Sie besitzen keinerlei künstliche Geräthe, keine Denkmäler, ihre Religion besteht in einer Thierverehrung, ihre Nahrung crwerben sie durch Jagd und Fischerei, und sie essen das Fleisch des Wildes, das sie erlegen, fast gänzlich roh. Eigenthümlich ist die Furchtlosigkeit gegenüber den Giftschlangen. Sie suchen die Brillenschlangen in ihren Verstecken auf und fangen sie, ohne sich vor ihren Giftzähnen In Acht zu nehmen. Angeblich schützen sie sich gegen die Folgen der Schlangenbisse dadurch, daß sie den Schlangen die Giftdrüsen auslösen und verschlucken. Neffe oder Onkel. In einem Oertchen bei Lobenstei. Reuß, brachte jüngst der Storch cintr zu Besuch bei den Eltern weilenden Frau einen Sohn, nach wenigen Stunden stellte stch Gevatter Langbein nochmals ein und brachte der Mutter jener Frau gleichfalls einen Sohn. Abends nun wurden die kleinen Herrschaften in's Bad gebracht und verwechselt; jetzt zerbricht sich die ganze Familie den Kopf, wer der Onkel und wer der Neffe ist. EntsetzlichesVerbrechen. Der Einwohner Bata von Franzdorf. Oberfchlesien, nahm letzthin an seinem Feinde Josef Balan in der Weise Rache, daß er ihn an das Rad seines Wagens fesselte und da:m die Pferde antrieb. Das Fuhrwerk raste die Straße entlang, den von Blut triefenden Balan nach sich schleppend. Als der Wagen endlich von herbeigeeilten Dorfbewohnern zum Stehen gebracht wurde, war Balan bereits todt. Der Mörder wurde verhaftet. Lästige Prairiehunde. Professor Lantz von der Staats-Acker-bauschule in Topeka, Kan., hat einen großen Vorrath Strychnin gekauft, um Prairiehunde zu vergiften. Die Zahl dieser Thierchen im westlichen ansaß, die zur Landplage geworden sind, wird aus 70,00u,000 geschätzt.
Ein blutiges Familiendrama spielte sich in einer der letzten Nächte
in der Via Tritone in Rom ab. Der Bürgermeister von Rom, Fürst Colonna, stand in eifrigem Gespräch mit dem Unterstaatssekretär Niccolini vor einem Hause der genannten Straße, als plötzlich zwei Schüsse dröhnten, Geschrei erscholl und drei Frauen die Treppe herabeilten, von denen die eine, eine große üppige Erscheinung, mit dem scharfen Typus der eingeborenen Römerin, den Herren zurief: Ich habe meinen Gatten ermordet und will mich jetzt der Polizei stellen." Laut weinend schritten neben der Mutter die beiden Töchter im Alter von 18 und 16 Jahren. FürstColonna winkte einem Schutzmanne, der die Frauen zur nächsten Polizei-Station brachte, die Behörden erschienen zur Aufnahme des Protokolls und bald waren alle äußeren Spuren des grausigen Vorfalls beseitigt. Welch ein Leben voll Leiden, Entbehrungen und Schmach enthüllte aber nun das darauf folgende Verhör der Gattenmörderin. Der Mann, allen Lastern des Trunkes und der Unsitte ergeben, peinigte Frau und Töchter in der scheußlichsten Weise, beschimpfte und schlug sie und wollte die Töchter zwingen, durch unzüchtiges Gewerbe die Mittel zum Unterhalt der Familie herbeizuschaffen. Da ward die beleidigte Gat tin und Mutter zur furchtbarenRächerin ihres bis in das Innerste verletzten Gefühles. Als der Unhold sich wieder eines Abends mit lallender Stimme zu Bett legte, nachdem er Gewaltthätigkeiten aller Art verübt hatte, ergriff sie den Revolver und schoß ihn todt, in der festen Ueberzeugung, daß die römischen Richter ihren Mord als eine That der Nothwehr ansehen werden, die sie nach unsagbaren Leiden auszuführen gezwungen war und sie freisprechen. Und so wird es auch geschahen. Merkwürdige Mittheilungen über das jetzige Leben des Sultans Abdul Hamid macht ein englischer Berichterstatter, der in Bukarest ein Interview mit einer Persönlichkeit hatte, die vor kurzem von Konstantinopel gekommen ist und zu den wenigen Personen gehört, die in der letzten Zeit zu den Privatgemächern Sultan Abduls Zutritt hatten. In den letzten drei Iahren ist der Sultan von der Angst vor einem Verrath, sogar von Seiten seiner wenigen vertrauten Anhänger, so besessen gewesen, daß er drei besonders gebaute Gemächer im Palast hat, die von einem Korridor umgeben sind und von hundert besonderen Polizeiagenten bewacht werden. In diesen Zimmern lebt er. Sein Arzt und zwei Begleiter von hohem Rang müssen reichlich von jedem Gericht essen, ehe er es anrührt. Er schläft niemals im Bett, sondern auf einer Chaiselongue, und auch nur eine Stunde hintereinander, den immerfort schreckt er angstvoll auf. Er trägt zwei geladene Revolver. Die ständige Spannung hat seine Gesundheit völlig angegriffen; er ist ein Spielzeug in derHand derWeuigen. denen er vertraut. Viele verschwinden auf das einfacheZeugnißAnderer hin, die gegen sie einen Privathaß haben. Vor einigen Monaten erst erschoß der Sultan mit eigener Hand drei Insassinnen seines Harems vor ihren Gefährtinnen, weil er einen Verrath argwöhnte. Der Betreffende, von dem diese Nachrichten stammen, deutete dunkel an, daß vor Ablauf des Jahres Europa eines Morgens durch einen plötzlichen aber erfolgreichen Handstreich erschreckt sein würde, übe? dessen Natur er sich nicht näher ausdrückte. Er sagte nur: In kurzem wird man es sehe." Viktor Hngos Hans. Das kleine Haus, welches Victor Hugo in Paris bewohnte, war ursprünglich nicht das Eigenthum des Dichters; es war von der Prinzessin von Lusignan erbaut worden und hatte etwa einen Werth von 100.000 Franten. Victor Hugo, der einen Abscheu vor dem Umziehen hatte, dachte daran. es der Prinzessin abzukaufen, doch sie verlangte 750.000 Franken dafür. Was? 750.000 Franken!" rief Victor Hugo entsetzt. Das ist eigentlich noch gar nichts." versetzte die Prinzessin. Der Dichter blickte seine Hauswirthin starr an. Wie, das ist noch gar nicht?" Bedenken Sie doch, verehrter Meifier. daß dem Hause die unvergleichliehe Ehre zu Theil geworden ist, von Victor Hugo bewohnt zu werden." Nun. gnädige Frau." versetzte der eitle Dichter geschmeichelt. ..Sie haben recht. Ich kauf.' das H.'.us." Gefallen! Als de? Wiener Komiker Nestroy einmal stürmisch herausgerufen wurde, stieß ihm der Unfall zu. zu stolpern und in seiner ganzen swttlichen Länge hinzustürzen. Aber schnell erhob er stch wieder, trat an die Rampe vor, machte eine dankttide Verbeugung und sagte: Hoffentlich habe ich so gefallen. wie ich gefallen bin!" Bauernfäuste. Fremder (in dn Bauernkneipe): Warum steht denn der Hauklotz am Fenster?" Wirth: 3a, I f0"!' der ist für die Skatspieler. Die schlagen mir sonst die ganzen vr . im MOje raoui:
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