Indiana Tribüne, Volume 25, Number 214, Indianapolis, Marion County, 1 May 1902 — Page 3

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Jndiana Tribüne, I Mai 1909

...Bon oben!... Wir sollen fte den Schöpfer loben. Denn all Segen kommt von oben ; Daran ist wahrlich viel gelegen, Doch fällt von oben auch der R e g e n ; Und ist ds Dach nicht gut Ihr Leut', Mebt's unnnllkomm'ne Feuchtigkeit" D'rum ruft bei Zeiten Eschenbach, Der steigt mit Wollust Euch auf'S Dach. Moritz Eschenbach, 1718 Madispn Avenue. lle Arten von ndfer. Vlech und isenar betten weiden zu mäßlge Preisen übernommen. Reparaturen werden prompt ausgeführt.

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Prof. Behring.

Sein neues Werk der Tnbercnlose erschienen. Freisprechung der Angeklagten im dritten Kro-figk-Vrozek. Ende des Zeugenverhörs vor dem Kriegsgericht in Manila. Protest britischer Mehl - Importeure gegen die Meklzölle. Der Anschluß der White Star-Linie an den DampferTruft bevorstehend. Deutschland. Prof. Behring's neues Werk. Berlin, 30. April. Die Aushängebogen von Professor Behring's neuem Werke über die Vieh-Tuberku-lose sind heute hier erhältlich. Das Werk ist das Resultat Sjähriger Untersuchungen in Marburg, wobei die Doktoren Ruppel und Roemer assiftirten. Freigesprochen. Berlin, 30. April. Der dritte, in Gumbinnen abgehaltene kriegsgerichtliche Prozeß gegen die Sergeanten Hecke! und Marien wegen Ermordung des Rittmeisters v. Krosigk endigte heute mit der Freisprechung beider Angeklagten. Philippinen. Das Kriegsgericht. Manila, 30. April. Das Zeugenverhör vor dem Kriegsgericht, vor welchem General Jacob A. Smith prozessirt wird, wurde heute beendet und das Gericht vertagte sich bis Samstag. Der letzte Zeuge der Vertheidigung war Leut. George Shields jr., Adjutant des Angeklagten, der über gewisse grausame Anordnungen des InsurgentenGeneral Lukban, wie Vergiftung, die Sperre der Eingeborenen etc., sowie über die von Lukban erlassene Proklamation bezüglich der Bombardirung von Vigan durch deutsche Kriegsschiffe und andere gefälschte Nachrichten zur Ermuthigung der Filipinos, Aussagen machte. Grohdritannien. Protest gegen die Mehl Zölle. London. 30. April. Eine Delegation von Mehl-Jmporteuren aus den meisten größeren Städten des Landes hatte heute eine Unterredung mit dem Kanzler des Schatzamts, um gegen die Zölle aus Mehl zu proteftiren, durch welche, wie sie geltend machten, ihr Geschüft bedeutend beeinträchtigt werde. Der Kanzler machte seinerseits darauf aufmerksam, daß die Deputation nur die Importeure von Weizenmehl repräsentirten, und erklärte, daß es unmöglich fei, bei der Auslegung von Zöllen auf einen Unterschied zwischen den Getreidearten zu machen. Die Einfuhr von Mehl habe, im Vergleich zu der Weizeneinfuhr, in dem letzten Jahre in beunruhigender Weise zugenommen, was, wie er glaube, nicht zum Vortheil der Bevölkerung des Landes sei. Er habe den Zoll auf Abfülle", oder minderwerthiges Mehl, herabgesetzt, sodatz die Importeure sich jetzt thatsächlich besser stünden, als unter den Zöllen zur Zeit Gladstone's. L o n d o n, 30. April. I. P. Morgan, welcher bis heute das Vorrecht zur Bestätigung oder Zurückziehung des provisorischen Abkommens der White Star Linie hatte, unter welchem die letztere sich der atlantischen SchiffahtsCombination anschließen wollte, hat die Gesellschaft benachrichtigt, 'daß es seine Abficht sei, den Contract endgültig abzuschließen. Die Beamten der White Star Line haben daraufhin eine Erklärung an die Actionäre erlassen, demgemäß denselben das Uebereinkom kommen zur Bestätigung unterbreitet werden wird. Da I. P. Morgan jetzt schwerlich nach London zurückkehrt, ist I. P. Morgan Jr. mit der Führung der Unterhandlungen betraut worden. Wie die Affoc. Presse erfährt, haben alle in Betracht kommenden Linien, mit Ausnahme der White Star Linie, sich mit ihren Aktionären verständigt, um der Combination beitreten zu können. DieKoften desBoerenkriegs London, 1. Mai. Nach offi. cieller Schätzung belaufen sich die Gesammtkoften des südafrikanischen Kriegs bis zum 31. März 1902 auf annähernd 223,000,000.

San Domingo. Die Revolution. Cap Havtien, Hayti, 30. April. Die Rebellen von San Domingo beftnden sich gegenwärtig in der Nähe von Cotuy und San Domingo, welche

Städte sie morgen anzugreifen gedenken. Die ganze Gegend bei Cibas, mit Ausnahme von Puerto Plata, an der Nordküfte, ist in den Händen der Re bellen. Ein weiterer Aufstand ist im Süden der Republik ausgebrochen. Die Lage der Regierung scheint eine sehr kritische zu sein. Italien. Die bestraften Marine Offiziere. Venedig, den 30. April. Der Minister des Aeußern, Prinetti, hat einen Vertreter der Assoc. Presse benachrichtigt, daß der hiesige amerikanische Botschafter, S. V. L. Meyer, die Freilassung der Offiziere nicht verlangt hat. Durch Berufung gegen das gerichtliche Urtheil Hütten sich letztere selbst dem italienischen Gesetz unterwarfen. Rom, 30. April. Ein Gesuch um Freilassung der in Venedig eingesperrten amerikanischen Marine Offiziere ist abgewiesen worden, weil das italie nische Gesetz nicht erlaubt, daß das Gericht in Fällen eines Angriffs auf die Polizei Gnade walten läßt. Einige Zeitungen erklären, daß die in den Ver. Staaten begangenen Lynchgerichte ein genügender Grund für den König seien, eine Begnadigung zu verweigern, doch hält man es für wahrscheinlich, daß die Gefangenen am 1. Juni, dem Tage der Verfassungs-Feier, entlassen werden. Die Offiziere der Chicago" sind in Venedig im St. MarkusGefüngniß, alle zusammen in einem Zimmer, internirt. Washington, 30. April. Sekretär Long hat heute eine Kabeldepesche v?n Capt. Dayton von der Chicago" erhalten, in welcher derselbe kurz über die Vorfälle in Venedig berichtet. Er sagt, die Hauptanklage gegen die Verhafteten lauten auf Widerstand gegen die Polizei, die unter dem italienischen Gesetz eine sehr schwere sei. Der Widerstand sei hauptsächlich in Folge des Eindringens der Menge auf die Leute geleistet worden, und weil sie die Sprache nicht verstanden. Er habe sich in Rom für die Gefangenen verwandt. ES sei unmöglich, die näheren Umstände perKabel zu berichten und er werde einen ausführlichen Bericht per Post schicken. Das Staatsdepartement ist mit dem Gesandten Meyer in Verbindung getreten, damit derselbe bei der italienifchcn Regierung ein gutes Wort für die Gefangenen einlege. Venezuela. Die jüngste Niederlage. Caracas, 30. April. General Gonzales, Präsident des Distrikt? Cumana, wurde während des Gefechts vom 23. April in der Nähe von San Antonio, wo die Regierungstruppen eine schwere Niederlage erlitten, gefangen genommen und General Castillo tödtlich verwundet. Die Rebellen marschiren gegen die Stadt Eumana. In Carupano und Barcelona herrscht eine Panik. Südafrika. Gehaltlose Gerüchte. London, 30. April. Das in den Ver. Staaten verbreitete Gerücht, daß Gen. Delarey sich mit drei Commandos erg"ben habe, ist unbegründet. Das Kriegsamt erhielt Depeschen von Lord Kitchener, doch erwähnt er darin keinerlei Uebergaben. An der Effektenbörse kursirten allerlei Friedensgerüchte, doch waren dieselben mehr oder weniger haltlos. Es hieß, die Boeren - Commandos Hütten sich ergeben, und dazu kam der Bericht aus New Bork von Delarev's angeblichr Uebergabe. Thatsache ist, daß Delarev am 24. April in Klerksdorp eint lnd daß seine Commandos unter Gen emp Vorbereitungen für eine in dieser Woche westlich von dort abzuhaltende Versammlung trafen. Eine von heute datirte Depesche aus Pretoria besagt, das Staatssekretär Reitz von Transvaal im PieterburgDiftrit eine Zusammenkunft mit ComMandant Beyers hatte, doch ist über das Resultat nichts bekannt. Die Friedensbemühungen. Pretoriea, 30. April. Die Burendelegaten besuchen gegenwärtig die Burghers im Felde. Jeder von ihnen hat einen besonderen Distrikt t nommen, um mit den Commandos so rasch als möglich konseriren zu können.

Auf den 25. Mai ist eine Generalverfammlnng nach Vareeniging in Transvaal einberufen, wo eine endgültige Entscheidung erwartet wird. Cuba. Präsident Palma.

Santiago de Cuba, 30. April. Der neugewählte Präsident Palma trifft morgen früh hier ein. Der Bürgermeister der Stadt hat die übrigen Tage der Woche zu Feiertagen erklärt, an denen keine Arbeit gestattet ist. Die Stadt prangt im Schmucke taufender cubanischer und amerikanischer Fahnen. Nachrichten aus Jndiana. B l u f f t o n. Gestern gingen wegen Lohnreduzirung in der Marcy Fabrik 15 Eisengießer an den Streik. Es sind neue Arbeiter eingestellt worden und der Streik mag sich auf andere Theile der Fabrik ausdehnen, wo zusammen 175 Leute beschäftigt sind. Muncie, Ind., 30. April. Frank White, Hülfs - Superintendent des County-Armenhauses wurde heute wegen grausamer Behandlung von weiblichen Insassen entlassen. Die Angelegenheit wird wahrscheinlich noch ein Nachspiel in den Gerichten haben. P o r t l a n d. Der von dem Grand Rapid & Jndiana" Zug hier getödtete Mann ist als ein gewisser C. Behman identificirt werden. Wohnort ist nicht bekannt. Man fand bei dem Todten einen Empfehlungsbrief von einem Restaurant in Dayton, ebenso Briefe aus Indianapolis. R i ch m o n d. Das Wohnhaus auf der Farm von Senator C. C. Binkley wurde gestern völlig durch Feuer zerstört. Der Pächter I. W. Settles konnte nebst seiner Familie nur wenige Kleider retten. Das gesammte Modi liar ist vernichtet. Der Verlust beträgt etwa 82,000. Kendalville, Ind., 30. April. Auf der heute hier abgehaltenen demo kratischen Convention wurde Congreß Repräsentant James M. Robinson als Vertreter des 12. Districts im Congreß wieder nominirt. Der GegenCandidat Richter S. M. Heach hatte seinen Namen zurückgezogen. South Bend. Präsident Bert von der hiesigen Federation of Labor" hat einen Befehl erlassen, der sämmtliche Unionarbeiter in den Singer'schen Fabriken an den Streik ruft, unter der Angabe, daß Geschäftsführer Pine seine Versprechungen nicht eingehalten hat. Gestern waren zahlreiche Beamte an den Fabrikthoren postirt, um eventuelle Unruhen zu unterdrücken; es war aber alles ruhig. In Arbeiterkreisen ist mar der Anficht, daß Präsident Bert einen ernstlichen Fehlgriff beging und daß der Streike thatsächlich zu Ende ist. ni 1 Keine angenehme Ab schiedserinnerung. Washington, 30.'.April. Wie man hört, hat der amerikanische Ma-rine-Attachee in Berlin, Wien und Rom, Commander Beehler, eine ähnlich unangenehme Erfahrung mit der Habsucht seines Hauswirthes gehabt, wie seinerzeit Herr Hart, der amerikanische Gesandte in Bogota. Der Ma-rine-Ofnzier stand im Begriff, Berlin zu verlaffen, als ihm fein Wirth eine beträchtliche Rechnung vorlegte für den Schaden, den Beehler's Benutzung der Wohnung verursacht. Der Offizier fand die Rechnung übertrieben, aber der Wirth wandte sich an die Gerichte und hinderte ihn an der Entfernung seines Mobiliars. Schließlich mußte Beehler die Hilfe des auswärtigen Amts in Anspruch nehmen, um nicht gegen seinen Willen in Berlin festgehalten zu werden. Schisssnachrichten. A b g e fa'hren : New Hork : St. Louis" nach Southampton; Laurentian" nach Glasgow; Oceanic" nach Liverpool; Zeeland" nach Antwerpen. Liverpool: Germanic" nach New York; Rhynland" nach Philadelphia. Angekommen: Boston : Norwegian" von Glasgow. Vladivoftock: Previously," Clavering" von Tacoma via Muroran. Hongkong: Jndravelli" von Portland Yokohama, etc.; Tosa Mani" von Seattle, via Yokohama etc. Rotterdam : Staatendam" von New York. Liverpool: Ping Suey" von Tacoma. St. Vincent: Neptune" von Seattle Coronet etc. New York : Majeftic" von Liverpool.

Thierfrenudsch aften. Nicht selten sind im Thierleben Fälle, in welchen sich verschiedene Famitten einer Art, ja sogar ganz verschiedenen Arten zugehörige Thiere zusammengesellen, so daß man von freundschaftlichen Beziehungen solcher Thiere sprechen kann. Dieses Zusammensein wird natürlich um so befremdlicher und auffallender erscheinen, je ungleichartiger und verschiedener solche Thierfreunde sind. Hunde und Katzen sind in der Regel erbitterte, sprichwörtlich gewordene Feinde, und letztere nehmen eilig Reißaus, sobald sie ersterer ansichtig werden. Aber es kommt doch durchaus nicht selten vor, daß Hund und Katze eines Hauses bei all' ihrer verschiedenen Charakteranlage wirkliche, treue Freundschaft schließen, getreulich zusammenhalten, selbst bei den gemeinschaftlichen Mahlzeiten nicht in Streit gerathen und einander in der Gefahr nicht im Stiche lassen. Moderne Thierdressuren leisten in dieser Richtung garjj Erstaunliches, gewohnen Löwen, Tiger, Eisbären, Füchse und Gänse, Katzen und Mäuse zu streitlosem Zusammensein. Und wo es nicht rohe Gewalt, derbes Zuschlagen. sondern verständiges Eingehen auf die individuellen Eigenheiten und sanftere Ueberredung ist, welche wilde Thiere zähmt, abrichtet, zusammengewohnt, währt solche Verträglichkeit verschiedenster Thiere nicht nur für die Dauer der Vorstellung, sondern auch nach dem Abtreten des Bändigers. In Afrika sieht man oft mitten zwischen den verschiedenen Trupps von Springböcken und anderen Antilopen kleine Heerden von Zebras und da und dort einige Strauße. Die Thiere leben und grasen nebeneinander, sie sind einander nicht im Wege und haben sich aneinander gewöhnt. Die Springböcke und Tigerpferd scheinen sich dabei die besondere Wachsamkeit der Strauße zu Nutze zu machen. Sowie dieselben unruhig werden, hoch erhobenen Halsts auslugen und sich dann in Galopp fetzen, stürmt auch das eilfüßige Heer der Vierfüßler hinter ihnen davon. Im tropischen Amerika treiben sich zwischen Heerden von Rindern, Maulthieren und Eseln Trupps schlanker, schwarzer Vögel, die sogenannten Madenfresser oder Anis herum. Sie setzen sich auf den Rücken der weidenden Thiere und gern lassen sich diese solche Aufdringlichkeit gefallen, befreien diese Vögel sie ja von lästigen Zecken und quälenden Fliegenlarven. In ähnlicher Weise machen sich der Krokodilwächter, ein Verwandter der Regenpfeifer, Brachschwalbcn, Kibitze dem Krokodile nützlich. Gewandt und eilfertig, laut pfeifend, laufen diefe Vögel über den Rücken der Krokodile dahin, fleißig Blutegel, Insektenlarven auf ihnen auflesend, dieselben sogar zwischen den Zähnen der mit solcher Reinigungsarbeit gern einverstandenen Panzerechsen hervorsuchend. Recht sonderbar sieht sich das Zusammenhausen zwischen anderen Vögeln und Nagethieren, dann zwischen Vögeln und Reptilien an. So sucht die Höhleneule der Prairie die WohnHäuser der Prairiehunde, friedlicher, dem Murmelthier und Ziesel verwaudter Nager auf, und als recht unerwünschte? Wohnungsnehmer gesellt sich oft auch noch die Klapperschlange hinzu. Aber auch an falschen Freunden ist in der Zhierwelt kein Mangel. So finden in das Ameisenhaus Ameisenfreunde oder Myrmecophilen aller Art Eingang. Da gibt es große und kleine Käfer, Grillen, Spinnen, Milben, Tausendfüße, Krebsthiere, die sich in das Ameiscnheim einschleichen und bei den gastlichen Wirthen zu Tische bitten. Nach Hunderten zählt die Schaar solcher verschiedenartiger Mitesser einer Ameisensiedlung. Gerade aber unter den bevorzugtesten Ameisengästen, deren Brüt von den Ameisen besser gepflegt wird, als die eigene, gibt es die falschesten Freunde des Ameisenhauses, die alle die ihnen gewordenen Gutthaten damit belohnen, daß sie die Ameisenbrut aufzehren und so oft die ganze Existenz einer Ameisensiedlung gefährden. Solche Wölfe im Schafspelze, die sich den Ameisen durch sympathischen Geruch, süße Absonderungen angenehm zu machen wissen, wohl auch in Aussehen und Fühlerspiel Ameisennatur vorgaukeln und so ungefährdet ihrer vernichtenden Thätigkeit im Ameisenhause nachgehen können, sinden sich vor Allem in der Käfersamilie der Kurzflügler. Ein recht lebhaftes Beispiel intimen Zusammenlebens ganz verschiedenartiger Thiere ist in den meisten Seewasseraqua:ien leicht zu beobachten. Da sieht man die weichleibigen Einsiedler- oder Bernhardinerkrebse passende, leere Schneckenschalen aufsuchen, in denen sie ihren unbewehrten Hinterleib bergen und mit diesem entlehnten Hause herumkriechen; auf der Schneckenschale thront aber eine Aktinie, die mit ihrem Hausherrn in schönster Symbiose lebt; er theilt mit ihr sein Mahl, sie schützt ihn mit ihren Nesselarmen vor den Angriffen der Fische und Sepien. Wird dem Einsiedler sein Haus zu eng, dann sucht er sich ein weiteres und beziehdas neue Heim, aber nicht ohne vorher seine Freundin mit seinen Scheeren losznlösen und auf das neue Gehäuse zu übertragen. Oft gesellen sich zu solchem Zwieleben noch Würmer, kleinere Krebse, Muscheln, kleine Polypen, so daß da in und auf dem wandelnden Hause Thiere ganz verschiedenster HerZunft in friedlichster Freundschaft beisammen leben.' fct-

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