Indiana Tribüne, Volume 25, Number 212, Indianapolis, Marion County, 29 April 1902 — Page 7

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Frieien. LM voman von Sudwirr öabicht. 0A0A0A0A0A0A00A0A0A0A0A0AQ (Fortsetzung.) leinen solchen Empfang hatte der iunge Mann nicht erwartet; er war sprachlos vor Erstaunen und fühlte sich davon angezogen und zugleich auch abgestoßen. Den Kuß nun ja. den konnte er sich gefallen lassen; aber diese übertriebene Zärtlichkeit war nicht ganz nach seinem Geschmack. Die Töchter snnes Landes benahmen sich zuweilen 7 'hl auch etwas zwanglos, doch das W lde. Leidenschaftliche, das bei Hedwill fast abstoßend wirkte, kam da niemals zum Vorschein. TO fy fr Cli. v&i aa .iifAMt. I ,,-wuvuiii juu inui ClCl ICIUIU' men ?" fuhr Hedwig sogleich in großer Erregung fort. Ahnst Du denn gar nicht, wie schmerzlich ich Dich erwartet h.ibe? Ich bin jeden Tag ruhelos im Walde umhergestrichen. Haben es Dir die blauen Taubenaugen Deiner Kousine angethan? Aber die ist ja längst die Braut eines Anderen, die bekommst Du nicht mehr! und sie lachte übermüthig bei diesen Worten. Nun erst konnte Richard einige nichtssagende Worte hervorbringen. Sie hatte das Pferd ergriffen, führte

es am Zügel, und während sie an seiner Lächeln, aber dann blitzte ihm ein reiSeite rasch dahinschritt, begann sie von tender Gedanke durch das Hirn. War

neuern: u weint ist aar nickt, wie ieb ich Dich gewonnen hab' schon in der ersten Stunde unserer Begegnung, 3$ hab' all' die Zeit über nur an Dich gedacht, und Du böses Kind konntest Deine Mutter so ganz vernachlässigen? Rasch, bitte mich um Verzeihung!" und ste nahm die erwas theatralische Halru.'LL.i c:. . i I

einet coicicun UN, vie von einem jet, uno er enigegneie oesyaio ausweiVasallen unbedingten Gehorsam for- ckend: Wir wollen sehen."

dert; wußte sie doch, daß sie dann am unwiderstehlichsten war. Richard fühlte, wie jung er auch war, wohl das Komödienspiel Hedwigs yeraus; trotzdem übte es aus ihn zetzt seinen Zauber. Diesem tollen Geschöpf gegenüber ganz nüchtern zu bleiben, . ? 5 rm r , war iym unmöglich, iarum ioine er nicht ein wenig auf den Scherz eingehen, oen sie mi: iym rrieo 5 uno er enlgeg-

nete mit kurzem Auflachen: Ja, wenn jocht und willfährig gemacht. Diese es meine Mutter befiehlt, dann- muß eigenthümliche Mischung von Künstich wohl um Verzeihung bitten." lichem und Natürlichem in ihrem Be-

Du mußtest es fußfällig thun; aber ich will Gnade für Recht ergehen lassen, und ich verlange nur, daß Du mir jetzt die Hand reichst." Er gab sie ihr. und sie hielt sie fest, während sie mit der Linken das Pferd weiter führte. Sie hatten jetzt das Försterhaus beinahe erreicht. Wir binden hier Dein Rößlein an den ersten, besten Baum an uno wanoern nocy auein ein viscyen tm Walde herum. Es ist heut ein so wunderschoner Tag." und ohne feine Einwilligung abzuwarten, führte sie auch schon ihren Vorsatz aus. Sind Ohcnn und Tante zu Hause?" fragte Richard. Jawohl; aber warum willst Du es wissen?" Ich möchte mich von ihnen verabschieden, ich will morgen fort." Und das sagst Du mir so kühl und ruhig?" rief sie ganz erschrocken aus. O, nein, nein, ich lasse Dich noch nicht fort. Ich hab' ja jetzt nur Dich auf der ganzen weiten Welt!" Alles vergessend, schlang sie ihre Arme um den ganz bestürzt dreinschauenden jungen Mann, Sie haben ja noch den Onkel und die Tante." sagte er in rathloser Verlegenheit. , wie kannst Du das sagen? Weißt Du nicht, wie grenzenlos ich Dich liebe? Du bist mein Sohn, mein ein, mein alles!" und sie bedeckte seinen Mund mit Küssen; in ihrer leidenfchaftlichcn Erregung hatte sie wenig danach gefragt, daß sie sich jetzt in der Nähe des kleineit Forsthauses befanden; aber Richard war es, trotzdem ihm dieser harte Ansturm beinah' die Ruhe raubte, richt entgangen, daß sich ein ,n,a nm5Trrfa GMi W nm 5?enllteS. rnnzlicheZ Gesich dort am Fen ter eiate, und als er jetzt die Lippen oieb frei hatte, sagte er rasch: .Ihre UUVWf tUII)( v I v7 u st miaV

Tante bat uns schon aeseben." ch mit einem kräftigen Händedruck. 7Mq s,'?mm?hin. Ich kann doch lso auf Wiedersehen!" und sie zog meinem Sohn einen Abschiedslus; 9Z g J&L&J&& 6vn!" rief Hedwiq übermiithi? lachend d& Aahe Ä.ae fein S3 Hefaus: ab r der Sturm ihrer Gefühle tige Bewegung setzen und erwärmen

schien damit doch ein wenia vorüber gebraust zu sein. Dann komm." setzte sie hinzu: Die alten, guten Leute wird es auch betrüben, dah Du schon wieder fort wUIst." &t schob ihren Arm in den seinen und zog ihn ohne Weiteres in das aus. 5PiWd fiifitt si riMti Diese tV V V .v V v..v7.... Vl.f. fAmHrrnPrifff 9ipssner Mutter fina an. alles über den Hausen zu werfen, was er bisher an kühler, nüchterner Weltauffassung in seiner Heimath aufgesammelt hatK. Trotz seiner Jugend ekörte schon ient au den Männern, hiß nrnns nirfit rrnberi werden wollen. sondern es vorziehen, selbst auf

Eroberungen auszug-hen. und die stür- i in utomflen Gemischen Annäherungsversuche Hedwigs den. bewstigte. Sie hatte txnt Menge erreichten bei ihm gerade das Gegen- rheinischer Ausdrucke die ihm völlig . . j k Im iam mm m mt. an Vv m. La A 1 u 1 X f .

theil; er fühlte sich von der Braut seines Nt?rs innerlick abaettoken. obwohl er als Amerikaner gewohnt wqr. gegen das weibliche Geschlecht die größte Rückficht zu üben und sich somit verpflichtet fühlte, ihre alles überfluthende Zärt lichkeit geduldig hinzunehmen. Mit dem Eintritt in das HauS schien auch Hedwig eine Andere zu wden; sie erwies zwar noch immer ihrem lie-

ben Sohne die größte Aufmerksamkeit; aber es war doch weit mehr die Mutter, die erfreut ist über Den Besuch ihres Sohnes. Auch der Förster und seine Gattin zeigten wieder dem seltenen Gast die schlichte, ehrliche Freundlichkeit, die ihnen eia.cn war; aber die Unterhaltung wollte nicht recht in Fluß kommen. Richard verhielt sich ungemein schweigsam und gab auf die neugierigen Fragen der alten Frau nach dem fernen, unbekannten Lande nur einsilbige AntWorten. Als sie dann hörten, daß er schon morgen wieder nach Amerika abreisen wollte, sprachen die schlichten Leute mehr ihre Verwunderung als ihr Bedauern über seinen so plötzlichen Entschluß aus. Ach, Du darfst noch nicht fort!" lieh sich Hedwig sogleich vernehmen. Das kann auch gar nicht Dein voller Ernst sein! Ich bin ja so stolz und glücklich,

einen solchen Sohn zu haben, und-nicht wahr, wenn wir Alle Dtch recht schon kit - l.v VA kfstj&fl rt riy ) W Ullltll, UUUll JUU UUU) Er zuckte die Achseln. Das ist mir unmöglich." Du mußt! Ich lasse Dich noch nicht fort!" rief Hedwia aus: sie nahm eine recht gebieterische Haltung an. Und nicht wahr, von jetzt an wirst Du Deine Mutter alle Taae besuchen und nickt mehr so vernachlässigen?" Ihre Augen senkten sich dabei zärtlich und dock zu gleicher Zeit siegesbewußt in die seiniaen. als sei sie überzeuat. daß er keinen weiteren Widerstand wagen Irmrd Ueber sein Antlin flog ein verlegenes es nickt das Klüaste. allem Bitten und Dränaen durch vorläufiges Nachgeben ein Ende zu machen und mit einer vollendeten Thatsache zu antworten? Wenn die Todesursache seines Vaters völlig aufgeklärt worden, konnte er ihr ja von Berlin aus schreiben, was der Zweck seiner raschen Abreise gewesen i c , . , Nichts da! wir wollen sehen! So sagte btr Blinde auch und sah doch nichts. Du bleibst! Ich befehle es Dir als Deine Mutter, und morgen findest Du Dick wieder bei uns ein. Dagegen gibt es aar keinen Widerspruch." erklärte Hedwig mit der ihr eigenen Ent- - . . - .. i ' . - schiedenyeit. (Sie wußte ja, daß sie über die Männer zu herrschen verstand, hatte Ne doch ldwin dadurch immer unternehmen hatte auf den iunaen. damals noch weltunerfahrenen Menschen eine solch' bestrickende Wirkung ausgeübt, Bald verstand sie das Leidenschaftliche ihres Wesens dadurch noch zu steiaern. daß sie sich als öeldin eines eben aelesenen Romans fühlte, bald aab sie sich wie sie wirklich war. aber stets wußte sie das Herz desjenigen, den sie liebte. in stürmische Bewegung zu setzen. Das hatte sie auch bei dem Vater erreicht; es war ihr Triumph gewesen, daß der alternde Mann für sie in heißer. alübender Leidenschaft aufaeflammt und ihr unterwürfiger Sklave qeworden war und nun mußte sie Kuck den Sohn zu ihren ffüßen niederzwingen. gerade weil er. trotz seiner Jugend, sich so kühl und nüchtern gegen das weibliche Geschlecht zu verhalten schien. Sie wollte fchon noch sein starres, kühles Herz in Flammen setzen! Richard murmelte etwas, das Hedwiq nicht verstand, die es aber als Zustimmung nahm und lächelnd ausrief: Also es bleibt dabei Du bleibst!" Ohne darauf ein Wort zu erwidern, nickte er nur schweigend mit dem Kopfe. Aber nun muß ich gehen." sagte er dann kurz entschlossen, und Hedwia gewahrte wohl, daß sich ihr lieber Sohn nicht länger halten ließ. Er hatte noch seinen eigenen Willen und mochte ihn vorläufig behalten. Nach und nach wurde er schon weiches W?chs in ihrer Hand werden, wie es sein Vater geworden war. Nun gut. so lebe Wohl!" entgegnete sie kühl und kurz und mit schmollender Miene. Richard ließ sich das nicht zwei Mal " auituicucic uu, vun v " TZSTtSZJZJ? &j te. tatfrnol tofat ficbrnio & nur bUMmZLzKK würde. Er athmete erleichtert auf; dah dies eigenthümliche Gefchöpf ihn nicht wieder durch einen zärtlichen Abschied in Aufruhr versetzen wollte, war ihm beWr3 angenehm und er rM in bester Stimmung hnm. Nun sollte ihm der Thee schmecken. I , UM War k? M ftiMM iMMör N elangt. da erfchien auch bereits Käthe mit dem Theegeschirr. Die alte Diedoch aufmerksam und hatte slch wirklich ebenfalls bestrebt, ihm den hlestqen Aufenthalt angenehm zu mach; er unterhielt sich gern mit der Alten die so hübsch zu schwatzen wußte lomiia? kckmen. "Ach. liebe Käthe, da bringen Sie Mir schon den Thee. Wußten Sie. dah W recoies verlangen oarnacy hatte? rfr snf in Vrt ft t K Gnt O; wv i, vv iv in vvti tyv ritten und da dacht' ich, heute wird Ihnen der Thee besonders willkommen sein." .DaS ist er auch. Ich danke Ihnen."

und er griff hastig nach der Tasse, die ihm Käthe schon eingeschenkt hatte; er nahm sich nicht einmal die Zeit, sich aus einen Stuhl zu setzen, sondern führte im Stehen die Tasse an seine Lippen. Mit unruhigen Augen folgte Käthe jeder seiner Bewegungen; ihr Athem ging rascher, all' ihre Pulse schlugen. In der nächsten Sekunde war alles entschieden; da mußte er zusammenbrechen, und sie waren auch von diesem Bedränger glücklich erlöst. Dick hatte einen kräftigen Schluck genommen, aber er behielt ihn noch im Munde, als wolle er sich erst von der Güte des Trankes überzeugen, und anstatt ihn hinunterzuschlucken, spuckte er ihn aus und rief sogleich: Der Thee schmeckt ja abscheulich!" Plötzlich kam ihm ein Gedanke. Ah. kein Zweifel, da ist Gift darin! Wer hat das gethan?" und er blickte forsehend in das erbleichende Antlitz der alten ftrau vor ihm. O, wo denken Sie hin?" stammelte Käthe verwirrt. Ich muß mich vergriffen haben. Warten Sie. Herr Baron, ich werde Ihnen sogleich anderen bringen," sie wollte sich rasch des Thee-

qeschirrs bemächtigen und damit hinwegeilen. Dick hielt sie zurück. Rein, der Thee bleibt hier," sagte er scharf und befehlend. Ich werde ihn untersuchen lassen, denn ich vermuthe, daß er Gift enthält." Käthe verlor völlig die Fassung. O. wo denken Sie hin, Herr Baron! Lassen Sie mich nur; Sie sollen sogleich anderen Thee haben;" sie griff von Neuem nach dem Geschirr und wollte damit hinw?geilen. Der Thee bleibt hier." erklärte Richard noch viel entschiedener; mit einem raschen Griff hatte er die Theekanne erfaßt und sie triumphirend in die Höhe haltend, rief er voll Empörung aus: O. ich denke, daß meine lieben Verwandten mich beseitigen wollten, wie sie meinen Vater beseitigt haben; aber ich werde sie jetzt nicht länger schonen!" fuhr er mit zornfunkelnden Augen fort. Nun brauche ich den Leichnam nicht erst nach Berlin zu schleppen, ich kann ihn schon hier untersuchen lassen und wenn ich den Richtern noch den für mich bestimmten Thee vorsetze, dann wird wohl Niemand mehr daran zweifeln, mit welchen Verbrechern man es hier zu thun hat." Die alte Käthe schaute entsetzt in das zorngeröthete Antlitz des jungen Mannes, ob er wirklich im Ernst spreche. Ein Zittern ging durch ihren ganzen Körper; sie, die sonst so Redegewandte, vermochte kein Wort hervorzubringen, sie öffnete den Mund, ihre Zähne schlugen aneinander, aber kein Ton kam über ihre Lippen. Gestehen Sie es nur, Käthe!" fuhr Richard in leidenschaftlicher Erregung fort: Die Frau Baronin hat den Thee bereitet und ein Giftpulver für mich hineingeschüttet! Nicht wahr?" Um Gottes willen! Wie können Sn so Furchtbares von der engelsguten Frau glauben?" preßte Käthe endlich hervor. Er stieß ein kurzes Lachen aus: Ich glaube nicht, ich weiß es! Der Thee ist vergiftet; damit ich nicht auf die Spur kommen sollte, wie mein Vater geendet, wollte man auch mir ein rasches Ende bereiten. Aber meine lieben Verwandten sollen sich verrechnet haben, dieser Thee wird Beweis genug sein." und er schwenkte noch einmal triumphirend die Theekanne in der Luft. Ah. und ich glaube, in der Tasse ist auch noch genug, um einem Menschen den Rest zu geben; er wies hohnlachend auf die halbgefüllte Tasse, die er auf das Tablett gestellt hatte. Käthe folgte mit unruhig funkelnden Augen der Bewegung der Hand; da kam ihr ein rettender Gedanke blitz schnell ergriff sie die Tasse und ehe noch der junge Amerikaner es verhindern konnte, hatte sie ihren Inhalt bis auf den letzten Tropfen geleert. Dick riß so heftig an der Klingel, als wolle er damit das aanze Schloß in Bewegung setzen. Was haben Sje ge than?" rief er erschrocken aus. Wollen Sie damit meine liebe Tante retten? Das nützt Ihnen doch nichts." ..Nein. Sie thun ihr himmelschreiendes Unrecht mit Ihrem schändlichen Verdacht!" stieß Käthe ganz verzweifelt hervor. ..Ich war es. die den Thee vergiftet hat. Ich wollte nicht, daß Sie die Leiche Ihres Vaters mitnehmen sollten; ich ahnte wohl, was Sie damit im Schilde führten aber das durfte nicht sein mem Verbrechen sollte nicht an den Tag kommen." Sie. Käthe?" Ja, ich allein habe Ihren Vater vergiftet er wollte hier wieder MajoratsHerr werden, das tolle Frauenzimmer aus dem Försterhause als Baronin hierherbringen, diese Schande durfte nicht über uns kommen." Sie hatte die letzten Worte schon unsicher und mit Mühe hervorgebracht; das Gift begann bereits zu wirken, aber mit der ihr eigenen Willenskraft wußte sie den Schmerz zu ertragen, der ihr Inneres durchwühlte. Jetzt war es jedoch damit zu Ende; sie sank zu Boden und wand sich unter Krämpfen. Weder Käthe noch Dick hatten in ihrer Aufregung bemerkt, daß die Baronin, von dem stürmischen Läuten herbeigelockt, in das Zimmer getrc! - war und die letzten Worte noch gehört haben mußte. Käthe! Um Gottes willen, sage das nicht!" rief sie voll Entsetzen aus und beugte sich über die Zusammengebro-chcne.

Es ist die Wahrheit," murmelte Käthe mit todtbleichen Lippen, während ihre Augen angstvoll umherirrten. Baron Heinrich durfte uns nicht vertreiben; hier mußte einmal Arnulf Majoratsherr sein und kein Anderer." Unselige, und Du hast die Bouillon vergiftet, die ich meinem armen Schwager gebracht? O Gott, o Gott! Das ist entsetzlich! Warum hast Du das gethan?" Ich mußte es ich bereu' es auch nicht Gott sei meiner armen Seele gnädig und barmherzig! Sagen Sie Arnulf " sie murmelte noch einige unverständliche Worte, ihr Körper zuckte hin und her und ihre Augen starrten angstvoll zur Decke. Schaum trat vor ihren Mund, dann war es, als ob sie sich noch einmal aufrichten wollte, aber sie brach zusammen, röchelte dumpf ein letztes krampfhaftes Zucken, und wenige Augenblicke fpäter war sie eine Leiche. O, mein Gott! wer hätte das gedacht! Das ist furchtbar! Darüber komme ich nicht mehr hinweg!" klagte die Baronin, sie ließ sich wie gebrochen in den nächsten Sessel nieder und blickte in trostloser Verzweiflung finster brütend vor sich hin. Nun errieth sie alles! Ihr Mann hatte sie für eine Gift-

mischerin gehalten, und dieser schreckliche Gedanke war es gewesen, der ihn dann in den Tod getrieben. Sie war es ja gewesen, die den Schwager so dringend gebeten, etwas Erwärmendes zu sich zu nehmen, und sie allein hatte ihm diesen Trank gebracht, der Aermste hatte also nichts anders denken können, als daß sie selbst vor einem abscheulichen Verbrechen nicht zurückgescheut sei, um den Ihrigen das Majorat zu retten. Darum auch hatte er an ienem verhängnißvollen Abend so dringend gewünscht, daß sie sich entfernen möge; er hatte sich von der Wahrheit seines Verdachtes überzeugen wollen und dem treuen Hektor von dem Gift zu trinken gegeben. O, es überkam sie wie ein Hellsehen; die Ereignisse jener Nacht traten deutlich vor ihr inneres Auge. Der Hund war und blieb feitdem verfchwunden, den hatte gewiß Käthe heimlich fortgeschafft die ja rasch hinaufgeeilt war, um alle Spuren ihrer schrecklichen That zu beseitigen, und deshalb hatte sie auch ihre Begleitung so entschieden abgelehnt. Ach, dieses unselige, verblendete Geschöpf, das aus Liebe zur heimtückischen Mörderin geworden! Ach, und ihr armer, edler und vornehm gesinnter Mann hatte den Verdacht hegen müssen, daß sie die That begangen habe, und dieser Gedanke war es gewesen, der ihn rasch in den Tod getrieben. Ein Beben ging durch ihren zarten Körper; sie rang verzweifelt die Hände, heiße Thränen rannen leise und unaufhaltsam über ihre blassen Mangen. Auch auf Richard brachte das schreckliche Ereigniß einen liefen Eindruck hervor. Eine alte Magd, die zur Giftmifcherin wird, um ihrer Herrschaft einen schönen Besitz zu sichern, dis war ihm etwas ganz Neues, und wie isch auch sonst seine Fassungskraft sich erwies, er brauchte jetzt doch ein wenig Zeit, das Absonderliche völlig zu begreifen. Es war wirklich unerhört! In seinem Gcburtslande wäre dies Vorkommniß ganz unmöglich gewesen. Dienstboten, die an den Angelegenheiten der Herrschaft irgend welchen Antheil nahmen, hatte er nie gekannt, die gab es überhaupt nicht in feinem Vaterlande. Dort waren nur hezahlte Hände zu haben. Ah, die Heimath seines Vaters wies doch manche Wunderlichkeiten auf. lFortsetzung folgt.) Joseph haas, empfiehlt sich dem deutschen Publikum zur Reinigung von Abtritten, Sewers Cifternen n. f. w. Disinfektio frei. Office: 707 Maxwell Straße. Telephone : (alt) Main K&9. (Neu) 2578. GEORGE A. GEIS Lizensirter Plumber WSTEAM HOT WATER HEATING."W 703 Tüd Meridian Str. Telephon (alt) S3S6 ;(ncu) 29S8. Minnie Willharm, Präs. Mary Mahoney. Skkr Arbeit ersten Ranges in der UNION :: CO-OPERATIYE :: LAUHDRY No. 232238 Virginia Ave. Jod ? nite, Geschäftsführer. Telephone: Alt und eu i?6. Lanpnkamp Bros. Brass Worts. Gießer und Dreher. Große und kleine Gußarbeiten in Messing, Phosphor Bronze, Aluminium, etc. Jod: , tvaratur:rbeite unfert Spezialität. 138-142 Oft Georgia Str., Jntianapolis. Vid Vt,oA 11. Deutsche Buchhandlung. Carl tat' u Ufllni IN., 84. (rarv ' rcade.)

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