Indiana Tribüne, Volume 25, Number 212, Indianapolis, Marion County, 29 April 1902 — Page 4
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Indiana Tribüne. HeraSggebn von der utmfctf 4 TB. Indianapolis, Ind.
Harry O. Thudium - - - Präsident. Geschäfts l oc a l: No. 31 Sud Delaware Straße. TELEPHONE 2S9. Entered at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Ire Kunde. Den ältesten Schlittschuh dn Welt" lonnfc jüngst Geheimrath Friedel den Mitgliedern der Vran'denburgia" im Brandenburgsischen Ständehause vorlegen. Der aus der ältesten Bronzezeit stimmende, also etwa 3000 Iah alte Fund stammt aus der Spamdauer Gegend, es ist ein Pferdeknochen. 'deffen Schttfflächen seine Berrutzung als Schlittschuh unzweifelhaft darlegen. Die Verwendung derartiger Knochen als Schlittschuhe ha sich in der Berliner Gegend noch mehrfach nachnxisen lassen; so konnte Friede! noch weitere derartige Schlittschuhezeigen, die etwa aus dem 13. Jahrhundert stammen und in .der Spree vor der Landreschen Brauerei gefunden sind. Uebrigens hat sich diese Art der Knochenverwendnng dis rn die neuere Zeit hinein erhalten. Ferd. Meyer erinnerte sich aus seiner Jugend, daß man damals noch in Berlin Knochen als Schlittschuhe benutzt hat. Auch als Schlittentufen fanden Knochen Verwendung, wie ffriedel an einem Stück nachweffen konnte. Alle diese Funde gehörten zu einer Sammlung alterthümlicher Hausgeräthe, die Friedel Gelegenheit gaben, sich eingehender über die Lage der aU Hausgeräthe zu äußern. Besonders interessant waren die Funde aus dem berühmten Pfahlbau beim uckermärkischen Dorf Potzlow, dem einzigen, das einen Roland" aufzuweisen hat. Unier' diesen Funden befand sich auch eine Pferderippe mit Zähnen, die zur Herstellung der Verzierungen auf Thongefäßen gedient hat. Auch einen Gegenstand aus neuerer Zeit, dessen Existenz sich aber kaum noch in der Erinnerung erhalten hat. konnte Friede! vorlegen, einen sogenannten Tintenstecher", ein mit einem Stachel versehenes Twtenfaß. wie es vor etwa 50 60 Jahren die Studenten gebrauchten. Der Stachel wurde in den Tisch eingedrückt und das d-e Form eines doppelten Eierbechers zeigende Tintenfaß umfallsicher aufgestellt. Friede! hat 24 Jahre vergeblich nach einem derartigen Tinten st echei gesucht. $c Besuchern eines Tingeltanqels in Deadwood, S. D., wurde neulich eine nicht auf dem Programm stehende Ueberraschung zu Theil. Unter dem Personal des Lokals war ein Pockenfall constatirt worden und am folgenden Tage erschienen vier Aerzte mit einem Aufgebot von Sicherheitsbeamten, um alle Anwesenden zu impfen. Die Beamten hielten an den Thüren Wache, um keinen herausgehen zu lassen und sowohl Schauspieler als Zuschauer muhten sich einer Impfung unterziehen. Viele versuchten. zu entkommen, wurden aber zurückgehalten und eine Person wurde bei diesem Versuch sogar verletzt. Drei oder vier' entkamen durch eine kleine Oeffaung. Andere, die nicht beweisen konnten, daß sie innerhalb zweier Jahre geimpft worden waren oder die Pocken gehabt hatten, wurden ersucht", ihre Arme zu zeigen. Alle gehorchten mit Ausnahme von fünfen. welche die Nacht im Gefängniß zudringen mußten. Im Ganzen wurden 207 Personen der Zwangsimpfung unterworfen. Vor zwei Jahren ließ sich in Ridgewood. N. I.. George T. Howard mit seiner Familie nieder und seitdem spielte er sowohl wie seine Gattin in de? dortigen Gesellschaft" eine prominente Rolle. Der Mann galt für einen wohldabenden Theeund Kaffeehändler aus New 7)ork. Bald nachdem Howard sich in RidgeWood niedergelanen. begannen in der Umgegend Diebstähle und Einbrüche in rascher Aufeinanderfolge. Pferde und Wagen verschwanden. Bahnhöfe wurden ausgeraubt und Farmhäuser und Stallungen waren niemals vor Einbrüchen sicher. Endlich kam das Verhängniß. Aus dem Orte Murray, New Aork. verschwanden zwei Pferde und Wagen und da eines der Thiere einen absonderlich geformten Huf besaß, konnten seine Spuren 20 Meilen weit verfolgt werden und führten schließlich bis vor Howards Stall, in welchem man richtig auch das gestohlene Gut fand. Sofort wurde ein Haussuchungsbefehl ausgestellt. Howards Haus durchsucht und dabei wurden überraschende Entdeckungen gemacht. Das Haus, welches 14 Zimmtx hat, war vom Dache bis zum Keller mit Waaren aller Art förmlich vollgepfropft und es kann keinem Zweifel unterliegen, daß Alles gestohlen war. Im Üebrigen gelang es der Polizei nicht. Howard dingfest zu machen, denn beim Erscheinen der Häscher warf sich sein zehnjähriger Junge auf ein Pferd und sprengte davon, jedenfalls um seinen Vater zu warnen. Vater und Sohn sind verschwunden.
Miteinem.DaumlinghaD Frau A. Clark in Ladoga. Ind., ihren Gatten überrascht. Das winzige Geschöpflein wog bei der Geburt nur ein Pfund, seine Finger haben die Größe einer Gabelzinke und seine Handgelenke nur den Umfang eines Mannesfingerö. In dem Grade wie der Schnee in den Gebirgen Colorados schmilzt, nimmt gegenwärtig das Interesse an dem Goldgräber - Lager am Bald Mountain. Col.. zu. Von Capitalisten in Colorado Springs. Col., sind bereits $400,00) zur Entwickelung der Bergwerke gezeichnet worden. Kapitalisten aus Denver haben eine Gruppe von sechs Claims, die an Street City grenzen, gekauft und für dieselben eine halbe Million Dollars bezahlt. JnFolgeeines u n g e w ö h üblichen Unfalles wird der 18 Jahre alte Edgar Foote in Mason. Mich., wahrscheinlich beide Augen verlieren. Wäh rend er ein Gespann Pferde mit bet Peitsche antrieb, drang ihm ein kleines Endchen dünner Draht, der am Ende der Peitschenschnur angebracht war, mit derSpitze in das rechte Auge. Man achtete der Wunde erst nicht sehr, als aber ein Arzt dieselbe später untersuchte, stellte derselbe fest, daß nicht allein die Sehkraft des rechten Auges zerstört war, sondern durch die Entzündung diejenige des linken Auges so in Mitlerdenschaft gezogen war, daß der Uiu glückliche vollständig erblinden wird. Der in Grand County. Oklahoma, ansäßige Farmer Peoples ist von seiner Frau dadurch ermordet worden, daß sie ihm einen großen Na-
qel quer durch den Kopf trieb. Peoplcs kam betrunken nach Hause, schlug seine Frau und befahl ihr, das Abendbrot herzurichten; dann schlief er ein. mit dem Kopfe gegen eine Holzwand sich anlehnend. Das war sein Tod. Als das Abendbrot fertig war. versuchte die Frau ihn zu wecken, was ihr aber nicht qelang. In der Angst, daß ihr Mann sie wieder schlagen werde, wenn er erwache, weil sie ihn nicht zum Abendbrot gerufen habe, schlug das Unglückselige Weib einen großen Nagel von d.r anderen Seite der Bretterwand in den Kopf ihres Mannes, der alsbald eine Leiche war. Im Kampfe mit flüchtig e n Verbrechern ist der Friedensrichter John Amentrout aus Eddriston. W. Va., erschossen worden, während mehrere Mann des von ihm gesuchten Aufgebotes verwundet wurden. Die Banditen waren aus dem Gefängniß IN genanntem Orte ausgebrochen, worauf Amentrout mit einem Aufgebot von Burgern sich zur Verfolgung aufmachte. In einer Höhle in den Vergen von Webster County hatten die Flüchtlinge einen Zufluchtsort gesunden, aber sie wurden aufgespürt und aufgefordet. sich zu ergeben. Als die Kerle sich weigerten, dieser Aufforderung nachzukommen, ließ Amentrout auf sie Feuer eröffnen. Dies wurde von den Banditen erwidert und Amentrout blieb todt auf dem Platze, während mehrere seiner Begleiter Verwundüngen erlitten. Die Flüchtlinge entkamen. JmStaateTeras giebtes 3880Zuchthäusler, von denen aber nur 1000 innerhalb der Strafanstalten von Huntsville und Ruk'S beschäftigt sind, während die Uebrigen sich auf Staatsfarmen befinden oder vermiethet sind. Zieht man nun in Betracht, daß Teraö ungefähr 400.000 Stimmgeber zählt, so befindet sich demnach je ein Stimmgeber aus 100 im Zuchthause. Man kann nun ferner annehmen, daß es im Lone tat &taie" mindestens ebenso viele County - Sträflinge giebt, welche eine kürzere Strafzeit für gerinoere Vergehen .abarbeiten oder absitzen. Zählt man dann noch die städtischen Gefangenen im ganzen Staat, und die in Untersuchung befindlichen Gesängenen dazu-, so läßt sich mit ziemlicher Sicherheit feststellen, daß mindestens 4 Prozent der stimmberechtigten BevAkerunq. d. h. aus je 25 Stimmgeber Einer, in andererWeise als durch Abgabe des Stimmzettels, für das Wohl des Volkes sorgt. Dem Italiener Alexander Scazeletta in Paterson. N? I.. wäre es beinahe passirt, bei lebendigem Leibe beerdigt zu werden. Er war wegen eines geringen Vergehens verhaftet worden und mußte die Nacht im Gefängniß zubringen. Als der Gefangenenwärter am Morgen seine Zelle öffnete, war er nicht im Stande, ihn zu wecken. Er benachrichtigte seine Vorgesetzten, die einen Arzt holen ließen und demselben mittheilten, der Gefangene sei während der Nacht gestorben. Der Arzt stellte eine oberflächliche Untersuchung an un erklärte Scazeletta für todt. Ein Leichenbcstatter bekam dann dem Auftrag, einenSarg kommen und den vermeintlichen Todten fortschaffen zu lassen. Als dessen vier Angestellte den Sarg zum Gcfängnißthor hinaustrugen, ließen sie dort plötzlich vor Schrecken den Sarg fallen, da sie aus demselben die Leiche" herausschauen sahen und im kräftigsten Italienisch die Kunde von Scazeletta selbst vernahmen, daß er nicht todt sei. folglich sich auch nicht nach der Ruhe des Grabes sehne, vielmehr noch lange das Leben zu genießen wünsche. Und als der gewissenhafte Arzt sich auch überzeugte, daß der von ihm für todt Erklärte unter keinen Umständen als solcher gelten wollte, ordnete er dessen Freilassung an. - '
E i n 17j ähriger JUngling Namens Pierre Masse in Nizza hat bei einer Jagdpartie unter ganz außergewöhnlich dramatischen Umständen den Tod gefunden. Er war mit zwei Kameraden bereits mehrereStunden herumgeschweift, als er auf einen Graben stieß. Um über diesen hinwegzuspringen und bei seinen Bewegungen nicht behindert zu werden, warf er zunächst seine Flinte hinüber und schickte sich zum Sprunge an. Die Flinte war aber gerade auf den Hahn gefallen und ging los. Die Kugel traf den unglücklichen Masse mitten in die Brust, als er gerade die Beine zum Sprunge zusammendrückte, und streckte ihn auf der Stelle todt nieder. In einem Wagen des Speyer - Heidelberger Zuges ereignete sich ein eigenthümlicher Fall. Unter den Passagiren befand sich eine Frau, die die Frauen - Klinik in Heidelberg aussuchen wollte. In Schwetzingen stieg ein Vicewachtmeister in den Wagen. Wahrend 'der Fahrt trat nun bei der Frau ein Ereigniß ein, das eigentlich erst in der Klinik in Heidelberg kommen sollte. Die Mitpassagiere flüchteten bei diesem ungewohnten Anblick in die nächsten Wagen, nur der Wachtmeister blieb bei der Frau und leistete regelrechte Geburtshilfe. Als der Zug in Heidelberg einlief, war das Werk vollbracht, und Frau und Kind konnten wohlbehalten in die Klinik überführt werden. DerBäckerRheinhardt in Sondelfingen, der verurtheilt worden war, seiner früheren Frau und ihrem 2 Jahre alten Kinde 400 M. Alimentationskosten jährlich zu zahlen.
gerieih darüber so in Wuth, daß er, als je mit dem Kinde auf dem Arme an seinem Laden vorüberging, mit dem Beil bewaffnet ihr nacheilte. Er schlug ihr das Kind mit einem Beilhieb aus dem Arm und zertrümmerte ihm dann mit einem zweiten Schlag den Schädel, daß sofort der Tod eintrat. D zum Tode erschrockene Frau entfloh, der Wutherich folgte ihr und versetzte ihr, als sie hinfiel, ebenfalls einen Beilhttb in den Hinterkopf. Die Frau ist schwer verletzt, der Mörder wurde verhaftet. An der schweizerischdeutschen Grenze nicht weit von Basel kam es Nachts zu einem Rcncontre zwischen drei elsässizchen Schmugglern und einer deutschen Grenzwächterpa trouille. Die Schmuggler, von der zwei Grenzwächtern bestehenden Patrouille überrascht, widersetzten sich ihrer Verhaftung und flüchteten, die geschmuggelte Waare zurücklassend, nach der Schweizer Grenze zu. Die Grenz Wächter feuerten auf die Fliehenden, denen es jedoch gelang ,nach Basel zu entkommen. Einer der Schmuggler war aber von einer Kugel durch das Schulterblatt in die Lunge getroffen worden und mußte in das Basler Bürgerspital verbracht werden, wo er der erlittenen Verletzung erlag. I n Cuma, wounterLe u tung der Museumsverwaltung von Neapel Ansgrabun-gen veranstaltet werden, hat man zwei vorgeschichtliche Gräber aus der vorhellenischen Zeit entdeckt. In dem einen dieser Gräber fand man zahlreiche Gegenstände von Bernstein, Silber und Bronze, ferner charakteristische Schließhaken (Fibula) von Gold und Silber und verschiedenen Toilettenschmuck von sehr hervorragender Technik. In einer Art Po kal von Bronze fand man, ganz eingehüllt in Stoff, eine Art Ossarium (Knochenurne) von sehr feinem, getriebenem Silber. Das andere Grab enthielt ähnliche Gegenstände und außerdem noch eine Gruppe von TerracottaGefäßen von hohem wissenschaftlichen Werth. BorKurzem wurde in Königsberg i. Pr. die Werkmeistersfrau 2Cnna Beck geb. Boecker ermordet aufgefunden. Der Mord ist im August 1900 ausgeführt. Der That dringend verdachtig erschien der Ehemann der Ermordeten, Werkmeister Adols Gustav Beck, geboren 5. Juli 1872 in Berg bei Stuttgart. Beck wohnte zuletzt in Cannstatt bei Stuttgart, war aber von dort verschwunden, als er verhaftet werden sollte. Man verfolgte seine Spur nach Frankfurt, und dort hat er sich erschossen, ehe seine Berhaftung erfolgen konnte. ' Die Geliebte des Gattenlnörders. die Wi.'twe Mehrbach, wurde in Pankow verhaftet und nach Königsberg transportirt. Die Leiche der ermordetenFrau war in dem Keller von Beck's früherer Wohnung vergraben gefunden worden. Die Annahme der CHU n a m e d a i l l e hatte der ÖkonomieHandwerker Redmann in Bochum abgelehnt und auf die dienstliche Frage des Bezirkscommandeurs nach dem Grunde geantwortet, das vcrtrage sich mit seiner socialdemokraiischen Ueberzeugung nicht. Wegen dieser Aeußerung wurde er angeklagt und vom Standgericht zu drei Tagen Arrest verurtheilt. Gcgen dieses Urtheil hatten u und der Gerichtsherr Berufung ekngelegt, doch hat das Kriegsgericht zu Bochum beide Berufungen verworfen. Bei der öffentlichen Begründung des Urtheils äußerte der Vorsitzende: Der bekannte Erlaß des Kriegsministers, der die Bethätigung socialdemokratischer Aeußerungen verbiete, sei darauf gerichtet, zegliches socialdemokratische Denken und Fühlen aus der Armee zu verbannen, ganz besonders aber jede derartige Aeußerung. Hiegegen hads der Angeklagte durch seine wahrheitögemäße Antwort gefehlt und sei daher strafbar.-
I n Nan cy wurde d?e Wittwe Grosbdy. nxlche im Alter von 44 Jahren stand, in ihrer Wohrmng von zwei jungen Leuten erdrosselt, die hierauf Geld. Werthpapiere und Pretiosen, im Ganzen im Werthe von 4000
Francs entwendeten. Die beiden MSrder. die sich in Nancy nach dem Raubmord noch einige Tage aufhielten, wurden in Dieuze verhaftet. Sie haden dem Untersuchungsrichter, der sie sogleich vernommen hat, die That voll e'mgestanden. Die beiden Mörder sind der 23 Jahre alte Adam Andr aus Baccarat bei Luneville und der 17jährige Eduard Barckli aus Dieuze. Sie werden in Metz adgeurthellt werden. E i n Mordaus Rache ist an dem Schrankenwärter Peter Rogaßewski aus Ohra bei Danzig verübt worden. Rogaßcwski, welcher in der Nacht Dienst hatt, wurde gegen Morgen zwischen Danzig und Praust, aus dem Wege nach Ohra-Niederfeld, dem berüchtigstzn Ort in der Danziger Umgebung, als Leiche m einer großen Blutlache aufgefunden. Als der That dringend verdächtig wurde der Arbelter Dufke verhaftet, der kurze Zeit vorher von Rogaßewski wegen eigenmachtigen Oeffnens der Schranke zur Anzeig: und Bestrafung gebracht war. Dufke ist bereits völlig überfuhrt, da man bei ihm noch das blutige Seitengewehr des Ermordeteü sowie andere, demselben gehörige Sachen vorfand. E ine Verordnung, die ein gewisses Staunen erregen dürfte, ist soeben in England erlassen worden: Der Geburtstag des Königs soll nicht, wie es kalendermäßig richtig wäre, am 9. November, sondern am 30. Mai öffentlich gefeiert werden. D Veranlassung hiezu ist der Umstand, daß der 9. November für die Feier ein sehr ungeeigneter Tag ist, da an demselben der Umzug des neugewählten Lordmayors und das Lordmayors -Bankctt stattfinden. Diese Einrichtungen sind dem englischen Volke so in Fleisch und Blut übergegangen, daß eine Collision der beiden Festlichkeiten nicht rathsam erscheint. Außerdem ist das Wetter in England im November selten zu Festlichkeiten, wie Revuen, Paraden und Ausfahrten zum Schlosse geeignet. Bei der Grenzortschaft Rypin stieß der russische Stabsrittmeister von Tirboch. als er die Grenzcordons controliren wollte, auf eine Schmugglerbande von 15 Kopsen. die eben, mit Waaren beladen, die Grenze überschreiten wollte. Der Rittmeiste? gab einen Pistolenschuß in die Luft ab, um dadurch den nächsten Grenzcordon zu alarmiren. Kaum war der Schuß gefallen, als einer der Schmuggler sein mit grobem Schrot geladenes Gewehr auf den Officier abdrückte. Rittmeister von Tirboch sank schwer, aber nicht lebensgefährlich am Halse verwundet vom Pferde. Die Schmuggler konnten sich durch die Flucht in Sicherheit bringen, noch ehe die Wachtposten zur Stelle geeilt waren. Der bekannte. F o rschungsreisende Oberst Monteil ist aus Tunis eingetroffen, um die vorbereitenden Studien zur Ausführung des Planes in Angriff zu nehmen, die t".egraohische Verbindung Tunestens, und somit Alqeriens und Frankreichs mit dem Tschadsee herzustellen, an den die von der französischen Regierung errichteten Linien aus den französischen Besitzungen Westafrikas zusammenlaufen sollen. Die Linie soll in Südtunesien, wahrscheinlich in Gabes enden; von dort sollen die Nachrichten nach Algier und dann per drahtlosen Telegraph nach den Balearen und Marseille übermittelt werden. Die Vorstudien und Baukosten dieser Linie sind aas neun Millionen Francs veranschlagt. I n den Neuenburg er Uhrmacherkreisen spricht man von einer Erfindung, die in der Uhrenindustrie Epoche machen dürfte. Sie ist nicht allerneueften Datums, aber der Erfinder, David Perret in Marin (Neuenburg), der sich in den wichtigsten Staaten Patente verschaffte, wartete bis zur Stunde, um seine neue elektrische Uhr dem Handel zu übergeben. Diese unterscheidet sich von den andern Uhren vorab dadurch, daß sie jahrelang (man spricht von 15 Jahren) läuft, ohne daß es nöthig ist, sie aufzuziehen. Die Uhr zeichne sich auch durch ihre Genauigkeit aus. Beobachtungen auf Observatorien sollen ergeben haben. daß sie im Tage höchstens sieben Hundertel Sekunde variire. Ein neuestes Modell habe in drei Wochen überhaupt keine Veränderung gezeigt. Ein amüsanter Proceß wird demnächst in Paris zur Verhandlung kommen. Herr Jules Martin hat jüngst einen Führer durch die Kunstwelt unter dem Titel Nos Artistes" verfaßt und herausgegeben. In diesem interessanten Büchlein sind unter Anderem auch sämmtliche Pariser Theaterprinzessinnen dargestellt uno jedes Porträt ist von einer Anmerkung begleitet, die u. A. das Geburtsdatum der jeweiligen Künstlerin genau nach dem standesamtlichen Register enthält. Nun fühlten sich etliche der Damen über diese Jndiscretion schwer gekränkt und sie eilten daher zum Kadi, um auf Schadenersatz zu klagen. Eine sin der 10,000 Francs gerade ausreichend, um die schwere Ehrenbeleidigung zu sühnen, einer andern ist es nur um da Prinzip zu thun sie verlangt daher aux nnen Franc. Welcher. Sawmo wird den Fall entscheiden? i
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