Indiana Tribüne, Volume 25, Number 210, Indianapolis, Marion County, 26 April 1902 — Page 4
Indiana Tribüne. Herausgegedkn von der Gutniberg TB. Indianapolis, Ind.
Harry O. Thudium S Präsident. Geschäftslocal: Ro. 31 Süd Delaware Straße. TELBPttOJSE SS. Entcred at thc Post Office of Indianapolis as econd class matter. Vcrbrcchcrtranopnrt mit .Hindernissen. Dassel schreibt man der .Magbeb. Ztg." unter dem Datum des 21. März Holgen vcs: Gestern Abend wurde der bon Spanien eingelieferte, von der Hlesigcn Staatsanwaltschaft steckbrieflich verfolgte Bauspekulant Sftarnulo Echtermeyer im hiesigen Landgecichls -Xvefängnih eingeliefert. Echtermeycr war vor zwei Jahren von hier aus wegen verschiedener Betrügereien flüchtig geworden, auch sollte ein Aerfahren wegen Meineides gegen ihn eingeleitet werden. (5r hat sich nun während der ganzen Zeit in verschiedenen überseeischen Ländern, so in Amerika, und zuletzt auch in Spanien aufgehalten. Dem deutschen Consul in Barcelona gelang es. die Verhaftung Echtermener's hcrbeizuführen. Letzterer trug dor: den Namen Enrique Billerbeck y Gazmann und stand an der Spitze eines von ihm gegründeten Bankunternehmens. Auf Grund der Anklage wegen Meineids und Betrugs wurde die Auslieferung bei der spanischen Regierung beantragt, und von dieser im Dezember 1901 genehmigt. Die beiden Criminalbeamten, die den Auftrag erhalten hatten, den E. hierher zu bringen, trafen am 10. Januar in Barcelona ein. Da in die Sicherheit des Landtransports in Spanien grotze Zweifel gesetzt wurden, namentlich starke Anzeichen dafür vorhanden warcn, daß E.'s Freunde große Anstrengungcn machen würden, ihm durch Bestechung dortiger Beamten während des Transports Zur Flucht zu verhelfen, so ward verfügt, dah der TransPort zur See ausgeführt werden sollte. Zu diesem Zwecke mußte E. zunächst nach dem Anlegeplatze eines deutschen Dampfers verbracht werden. Der nächste Platz war Genua, da an der Ostküste Spaniens deutsche LloydDampfer nicht anhalten. So erklärt es sich, daß E. zunächst nach Italien gebracht werden muhte. Bereits am IX Januar benutzte der Transport den von Barcolona nach Genua gehenden Dampfer .La Plata-, der von SüdAmerika eingelaufen war. Erst auf dem Schiffe überlieferten die spanischen Beamten den Verbrecher den Kasseler Criminalbeamten. Bei der am 13. Januar erfolgten Ankunft in Genua wurde E. von der bereits durch die deutsche Regierung benachrichtigten italienischen Polizei in Empfang genommen und im dortigen Zellengefängniß untergebracht. Hier mußten nun die Auslieferungs - Verhandlungen mit Italien von Neuem beginnen. Der Abschluß verzögerte sich von einem Dampferabgang zum anderen, bis er endlich nach nahezu sieben Wochen am 3. März erfolgte. Nun tonnte der am 6. d. M. fällige Reichs - Post - Dampfer .Preußen", der Tags zuvor von Ostasien eingetroffen war. nach Hambürg benutzt werden. An Bord des Dampfers wurde E. von der italienischen Polizei der deutschen überliefert. An der Westküste Spaniens hatte der Dampfer schwere Stürme zu bestehen. Am 19. März. Nachmittags um 4 Uhr. war Hamburg erreicht. E. brachte die folgende Nacht im dortigen Gefängniß zu, (Astern erfolgte dann der TransPort hierher. Während E. sich in den Händen der italienischen Polizei befand, war es ihm gelungen, sich aus unaufgeklärte Weise 200 Lire zu derschaffen. Als dies von den deutschen Beamten entdeckt wurde, erklärte E.. er habe sich mit dem Gelde bessere Kost verschaffen wollen. Die Vewachuno des E. während des Transportes wa'' um so schwieriger, als er vier bis fünf fremde Sprachen vollständig beherrscht. und so in der Lage war. joder;eit mit den ansländiscben Bearrten und den SMsleuien sich m unterhalten. Es mußten ibm daher die schärfsten Zwanqsmabreaeln anaedroht werden, um ihn an diesen Unterhaltungen zu hindern. Vorsichtig. Richter: .Sie kennen den Angeklagten genau, was halten Sie von ihm?" Zeuge: .Ich werde Ihnen das unter vier Augen sagen, Herr Richtcr." Spruch. So Mancher ängstigt sich vor Angst, Er könnte ängstlich werdenJa. Bester, grad' vor was Du bangst Erlebst Du stets auf Erden. Bei der Tauft. Pfarrer: .Wie soll denn das Kind eißen?" Bauer: Mein Weib moan: Hans, aber mi g'fallt halt der Name Sepp, weil er leichter z'merken is." Nie genug. Wie viel Wirthe schaft ,zeld giebt Ihn denn Ihr Mann?" .O. so viel ich haben will." Kommen Sie denn cxtmit cn,s?" Reflexion. Herr Seichtsinn (am Ersten): .I chkomme mir vor, wie ein Meer, am ersten habe ich Fluth uu vierundzwanzig Stunden später wieder Ebbe!-
Zchlffodrand auf hoher See. Ende Dezember ist das Hamburger Lollschiff Brunshausen" ein Raub Der Stammen geworden. Die Mannlchaft ist jetzt wieder :n der Heimath angelangt und erzählt entsetzliche Einzelyeiten der Katastrophe. Die Brunshausen", ein neues eisernes Vollschiff, machte ihre erste Reise nach Jquique auf der Westküste Südamerikas. Das Schiff hatte in Hambürg Gaskohlen, Schmiedekohlen und Coaks geladen; darauf lagen Fässer mit Oel, Kisten mit Zündhütchen. Pulver, Sprengkapseln und 3000 bis 4000 Kisten Dynamit, deren jede ungefähr 50 Pfund wog. 99 Tage war das Schiff schon unterwegs. Da wurde, kaum drei Tagereisen vom Bestimmungsort, am 24. Dezember Morgens das Thermometer, das zur
Messung der Temperatur in die Kohlenladung hinabgelassen worden war. angekohlt emporgezogen. Die Kohlen waren also in Brand gerathen. Die Achterluke wurde schleunigst aufgerissen und die Pulverkisten an Deck genommen, worauf die Luke wieder luftdicht verschlossen wurde. Unter Aufbietung aller Kräfte begann, dieMannschaft die Dynamitkisten aus dem Vorderraum zu entfernen, die, soweit Platz vorhanden, anDeck verstaut, dann aber einfach über Bord geworfen wurden. Während dieser Arbeit muhten die im Raum befindlichen Leute mehrfach abgelöst werden, da sie vor Dunst unc Rauch ohnmächtig wurden. G-gen halb 8 Uhr Abends flog bis Achterluke in die Luft und in dichten Wolken brach sich schwarzer Rauch Bahn. Der Capitän gab den Befehl, das Schiff zu verlassen. Beim Aussetzen erhielt das große Rettungsboot ein Leck und wurde unbrauchbar; für die Besatzung blieben nur noch ein Boot und die große Gig übrig, welche bei voller Fahrt von Bord abgesetzt wurde; der Rest begab sich in das andere Boot, das klar zum Hcrablassen in den Davits hing. Nochmals machte der Kapitän die Runde, ging dann an's Ruder und ließ das Schiff in den Wind schießen, um ihm die Fahrt zu nehmen; langsam wurde dann das Boot zu Wasser gelassen, und als Letzter verließ der Capitän um 8 Uhr Abends das Schiff, cuz dessen Achter- und Vorderluke dickt Rauchsäulen aufstiegen. Am Nachmit tag desWeihnachtstages wurde es stürmisch und das Boot sah sich genöthigt, beizudrehen. Die Nacht brach an. Da taucht ein leichtes Roth, allmälig zum blutrothen Schein anwachsend, am südlichen Horizont auf, ein Zucken, ein Blitzen, hellgelbe Strahlenbündel schießen hoch hinauf, nochmals ein leichtes Aufleuchten, dann wieder dunkle Nacht. Es wurde den Schiffbrüchigen zur Gewißheit, daß ihr Schiff soeben in Atome zerrissen worden sei, und als Bestätigung grollte ein dumpfer Donner herüber. Der Wind ließ langsam nach, die See wurde ruhiger, und am zweiten Weihnachts - Feiertage in der Frühe konnU man wieder Segel setzen. Am 29. Dezember Morgens kam die Küste in Sicht. Eine Landung war wegen der steilen Ufer nicht möglich, und man schätzte sich glücklich, als am Mittag ein Dampfer m Sicht kam, der bi erschöpfte Mannschaft an Bord nahm. 5 Tage waren die Leute unterwegs gewesen. Zwei Tage später traf die Nachricht ein, daß auch die Gig bas Land erreicht hatte. Beim Ansteuern des Strandes war sie in der Brandunc umgeworfen und die Insassen insWasser geschleudert worden, doch gelang ts allen, sich zu retten. In der .Gelnhäuser Zeitung" No. 61 liest man: Bad Nauheim. Nack der .Staatsbürger Ztg." wird Lord Roberts, der frühere englische Höchstcommandirende in Südafrika, hier aus sechs Wochen einen Kulwr-Aufenthali nehmen." Ein solcher Aufenthalt würde auch dem zu Rohheiten neigenden Kitschener nicht schaden. .Eine schöne Empfehlung!" Ueber eine amüsante Wiener GerichtsVerhandlung berichtet das Wiener Extrablatt. Der Hülfsarbeiter Ottc Mellinger, bereits viermal wegen Bettelns vorbestraft, sollte sich vor dem Bezirksgerichte Josephstadt wegen der gleichen Uebertretung verantworten. Bei Aufruf seines Namens trat eine Frau vor den Richter hin. Richter: Sre sind doch nicht der Otto Mellinger?" Frau: .Eine schöne Empfehlung von meinemMann. ich bin nämlich dieFrau. und er hat heute keine Zeit, er hat iefet a Arbeit." " .Richter: ..Wir können ja in seiner Abwesenheit verhandeln." Frau: Eine schöne Empfehlung und er laßt bitten. Sie möchten heut' die Verhandlung vertagen und am Sonntag Nachmittags verhandeln, da hat er Zeit, da kommt er." Richter: .Das geht nicht. Er hat ja übrigens ein Gesiändniß abgelegt." Das Kontumazurtheil lautete auf achtundvierzig Stunden Areests. Frau: Wann soll er's denn absitzen?" Richter: .Er bekammt das Urtheil zugestellt." Frau: .Eine schöne Empfehlnug. Herr Richter, und er laßt auch noch fragen, ob nicht ich für ihn absitzen kann, er hat ka Zeit." (Heiterkeit.) Der Richter ertheilte der Frau die entsprechende Belehrung.
Vom Jnlande. 104 Jahre alt g e w or d en i si Frau 3. Jones. die dieser Tage in Mena, Ars., vomTode abberufen wurde. Der Farmer Gilbert Helgerson in Eureka, Minn.. besitzt eine Kuh. die neulich vier gesunde und starke Kälber zur Welt gebracht hat. JnWarwick County. Va., hat der Farmer Thomas Cox den Milchmann Joe Hautz durch einen Schuß lebensgefährlich verwundet, weil derselbe aus Versehen seinen
Hund überfahren und getödtet hatte. Eine riesige Wildkatze wurde in einem Walde bei Butternut. Wis.. von dem Jäger Bauney Kenny erlegt. Die Bestie wog 5& Pfund und war 5 Fuß 6 Zoll lang von der Nasenspitze bis zum Ende des Schwanzes. Nachdem ihre Lehrerin ihr einen leichten Verweis ertheilt hatte, verschwand Henritta Ligon. eine Schülerin im Belmont College in Nashville, Tenn. Einige Tage später fand man ihre Leiche in einem Teich im Hofe der Schule. Das Mädchen war 15 Jahre alt und wohlgelitten. Ob st züchtern von San Jose, Cal., ist Zo gelungen, eine Ladung Pflaumen nach Frankreich zu verkaufen. Bisher ist die französische Pflaume eine der gefürchtetsten Concurnnten gewesen, aber jetzt schlägt die califorriische Pflaume die französische in ihrem eigenen Lande aus dem Felde. Im Alter von 108 Jahren ist in New Brunswick, N. S., Frau Hannah Bartou gestorben. Sie war Köchin des alten Commodore Bänderbilt gewesen und hatte seiner Zeit das Festoiner für den berühmten Freiheitskämpfer. den Marquis Lafayette. gekocht, als dieser New Brunswick besuchte. Eine neue Methode, die Wirthe zu drangsaliren, haben die Wasser -Apostel in Bangor. Main?, ausgetüftelt. Sie lassen die Wirthschaften durch gerichtliche Einhaltsbefehle schließen. Das Verfahren ist einfach, weniger kostspielig und das staatliche Obergericht hat dasselbe gutgeheißen. Eine merkwürdige und schwierige wundärztliche Operation ist an Frau Frank C. Mehan in New Nork vollzogen worden. Ein Stück von 8 Zoll Länge wurde aus ihrem Rückgrat herausgeschnitten, um die Entfernung eines Gewächses zu ermöglichen, das auf das Rückgrat drückte. Man hofft, daß die Patientin gänzlich genesen wird. Beim Brunnenbohren auf der Besitzung des Farmers Robett Smith bei Mexico. Mo., ist eine fort derbare Natur - Erscheinung zu a$i getreten. Der Bohrer ist in eine Tiefe von 145 Fuß gedrungen und aus dem Bohrschacht dringen heiße und kalte Luftströmungen. Dieselben sind so stark, daß es unmöglich ist am Eingange zum Schachte Wasser aus einem Behälter in einen anderen zu gießen. A l s I. C. L e c i n Merchantoille, N. I., neulich Morgens aufstand, wurde er von einem Hündchen begrtzßt. das freudig an ihm emporsprang und lustig bellte. Natürlich war Hr. Lee darüber überrascht, doch bald wußte er. wie er in den Besitz eines Hundes aekommen war. Im Laufe der Nacht waren etliche Ritter vom Brecheisen dagewesen, die alles Silbergeschirr im Werthe von 5250 fortgeschleppt und den Hund als Gegenleistung" dagelassen hatten. Während eines Streites über eine Geldangelegenheit bracht: Earl Garman in Enwood. Ja., seinem Vater eine tödtliche Schußwunde bei. Der junge Garman bemühte sich, die Einwilligung seines Vaters zu einer Geschäftstransaktion zu erlangen, und als ihm diese verweigert wurde, schoß er dem Vater eine Kugel in den Hinterkopf. Die Wunde ist so schwer, daß an der Wiederherstellung ds Mannes gezweifelt wird. Der ältere Garman ist ein reicher Mühlenbesitzer. Eine eigenthümliche Remedur ließ Joseph Dunfee, der Besitzer einer Restauration in Syracufe, N.J.. gegen vier diebische Aufwärter eintreten. Als er merkte, daß die Leute ihn systematisch bestahlen, ließ er sie nicht verhaften, sondern lud sie zu einer Besprechung nach einem oberen Zimmer in, wo er einem nach dem Andern das Fell gerbte. Als er mit dem Geschäft fertig war, lagen alle vier Jnkulpaten auf dem Boden und es dauerte einige Zeit, bis sie wieder zu sich kamen. Nicht vergessen darf man die Bemerkung. daß Dunfee früher Preisborer gewesen war. Wahrscheinlich erhob Pch gegen ihn aus diesem Grunde nicht die Hand des Aufruhrs. Auf gelungene Weise ist der Landsteicher Oscar Anderson zu einem neuen Anzug gekommen und awar auf Kosten der Stadt umberland, Wis. Der Ritter von der Landfiraße kam Nachts in die dortige Polizeistation und bat um die Erlaubniß, da er kein Nachtquartier finden konnte, die Nacht im Gefängniß zubringen zu dürfen. Sein Wunsch wurde erfüllt, aber als man ihn am Morgen entlassen wollte, wollte er nicht gehen, ehe man ihm einen neuen Anzug bringen würde. Auf nähere Untersuchung fand man, daß er seine alten Kleider im Ofen verbrannt und auch gar nichts mehr anzuziehen hatte. Wohl oder übel, die Stadt mußte ihn neu bekleiden, wsrauf er schmunzelnd seiner Wege ging.
Cirn Auslande. Der Romanschriftstelll e r Dubut de Laforest in Paris stürzte sich aus einem Fenster seiner im vierten Stock belegenen Wohnung in selbstmörderischer Absicht auf die Straße und erlitt tödtliche Verletzungen. Aufdenh'öchstenBergen derToskanischenAppenninnen,der sogenannten Alpe di Barga, befand sich bis vor einigen Tagen, eingeschlossen von himmelhohen Felsen, der sogenannte Heilige See", dessen wilde Romantik einen überraschenden, unvergeßlichen Eindruck machte. Der Naturforscher Ameretti. der ihn im Jahre 1762 besuchte, nannte ihn Teufelssee". Der See hatte eine Länge von 348 Meter und eine Breite von 87 Meter. Durch sein krystallhelles Messer sah man bis auf den Grund. Von diesem See ist seit dem letzten 'Erdbeben keine Spur mehr vorhanden, sein Becken ist vollständig ausgetrocknet. In Württemberg ist die Familie des Freiherrn v. Sturmfeder im Vcannesstamm erloschen; letzter Träger des Namens war der öfterreichische Generalmajor Freiherr Karl v. Sturmfeder. Ueber die Nachfolge in dem hinterlassenen Fideikommiß, der Liegenschaften von ca. 435 Hektaren im Werthe von einer Million Mark umfaßt, ist ein Streit entstanden. Als Prätendenten kommen hauptsächlich in Betracht der zur Zeit in San Francisco wohnhafte Ferdinand Freiherr Horneck v. Weinheim aus Thurn bei Forcheim in Bayern, dessen jüngerer Bruder Friedrich Karl Horneck v. Weinheim in Thurn und der Freiherr Gottlieb v. HennebergSpiegel in Hradeck in Böhmen. Dr letztere hat den Rechtsweg beschritten und gegen die übrigen Bewerber Klage auf Anerkennung seines Erbechtes eingereicht. Die zweite Million Berlins will nicht voll werden, das Wachsthum derBevölkerung geht langsam. Wie die jetzt abgeschlossenen Uebersichten nachweisen, sind im Jahre 1901 die Zuzüge nach Berlin erheblich zurückgegangen. Im Jahre 1901 waren es nur 232.271 Personen, während das Jahr 1900 noch 250,881 verzeichnete. Dagegen sind die Fortzüge g?wachsen, rund 203.000 gegen 191,000 im Vorjahre. Auf Zunahme der Geburten gegenüber den Todesfällen ist allem Anschein nach auch wenig zu rechnen. Nimmt man dazu, daß das Weichbild der Reichshauptstadt nicht mehr allzu viele der Bebauung erschließbare Grundflächen besitzt, sowie daß das Centrum durch Ausbildung eines vollständigen Geschäftsviertels immer weiter an Wohnräumen verliert, so ist klar, daß die rapide Bevölkerungszunahme Berlins, wie sie im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts zu constatiren war. nicht anhalten kann, sondern im Gegentheil vielleicht das Wachsthum unter das Normale zurückgehen wird. 27 Stunden h i n e i n a nder Klavier gespielt hat in Marseille ein Franzose Namens Granier, natürlich auf Grund einer Wette. Änderthalb Stunden Pause waren ihm ;rn Ganzen zugebilligt. Abends begann :r seine Kraftleistung, spielte die ganze Nacht durch und machte während des folgenden Tages nur kurze Pausen, indem er kräftige Nahrung zu sich nahm. Nachmittags bekam er einen Krampf in den Fingern, der aber durch Massiren beseitigt wurde. Gegen Schluß stieg ihm das Blut zu Kopf, und die Hände schwollen stark an. Er gewann seine Wette um 1000 Francs, bekam dann aber einen Nervenanfall und brach zusammen. Und doch war dies alles noch nichts gegen die Leistung eines Anwesenden, der gewettet hatte, diese 27 Stunden das Klavierspiel mit anzuhören. Nach den ersten 10 Stunden trat bei ihm völlige Geistesabwesenheit ein. fünf Stunden darauf wurde er irre und hielt sich für Richard Wagner, Lungert und Strauß in Girier Person, in oer 20. Stunde mußte man ihm die Zwangsjacke anlegen, a er in Tobsucht verfliel, und 30 Minuten vor Schluß starb er im Starrkrampf. DasPublikum. welches neulich den Verhandlungen der zehnten Kammer des Pariser Strafgerichts beiwohnte, bekam eine lustige Posse zu sehen. Es handelte sich um das Spiel der Acht". Auf dem Spielplatze stehen acht Klett?rbäume, bei jedem einMann. Mit zwei Billardkugeln wird im Augenblicke, da sie aufeinander treffen, das Zeichen zum Wettklettern gegeben. Wer von den acht zuerst die Höhe des' Baumes erklettert hat, gewinnt. Jeder der acht hat eine Nummer, und die Zuschauer kaufen die Nummern zu diefern Totalisator. Kürzlich arrangirten zwei Griechen und ein Türke aus dem Boulevard Sebastopol dieses Spiel. Polizeiagcnten. die 'dem Spiel zusahen, glaubten zu bemerken, daß die SpielHalter nach Belieben gewannen und verhafteten die Leute. Vor Gericht wiesen dieAngcklagten die Beschuldigung entrüstet von sich. Die Agenten behaupteten, den Trick zu kennen, und ohne Theilnahme der Angeklagten wurden drei Spiele gespielt. Unter dem Jubelgelächter der Zuschauer verloren aber die Agenten alle drei Male und dem Staatsanwalt blieb nichts übrig, als die Freisprechung d;c Angeklagten zu beantragen, die erhöbenen Hauptes den Gerichtssaal verlie-ßur.
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