Indiana Tribüne, Volume 25, Number 209, Indianapolis, Marion County, 25 April 1902 — Page 4
Jana Xtibäne, 23. April 190.
Jndiana Tribüne. Herausgegeben von der uteberg 6. Indianapolis, Ind.
Harry 0. Thudium - - - - Präsident. Geschäftslocal: No. 31 Süd Delaware 'Straße. TELEPHONE 269. Entered at the Post Office of Indianapolis as second class matter. Tet Armlosen Vvo ft. Das KtzK Nachspiel zum Harmlofen - Prozeß" bildete eine VerHandlung, welche die dritte Strafkammer des Landgerichts 1 in Anspruch nahn,. Unter der Anklage drs gewerbsmäßigen Glücksspiels stand der 42-jährige Rentier Friedrich Lewin vor Gericht. Der Angeklagte spielte im Harmlosen-Pii? zen" insofern eine Rolle, als dabei zur Sprache kam. daß er sich an einem Hazardspiel. das im September 1&H im Grand H?tel zur Nürnberg stattfand, gemeinsam mit dem bekannten Spieler Wolf als Bankhalter beteiligt hatte. Lewin hatte sich damals in's Ausland bcgebcn und ist mehrere Monate fortgeblieben. Die Anklage stützt sich zu' meist auf Vermuthungen und Schlußfolgerungen, die aus allerlei VerdachtsUmständen gezogen werden. Die Thatfachen werdcn vom Angeklagten jagegeben: er hat seit dem Jahre 1895 väufij dem Glücksspiel gehuldigt und auch später in den Jahren 97 und 98 wiederholt im Hotel de Prusse in Leipzig die Bank gehalten. Er giebt auch zu. daß er mit den gerichtsbekannren Spielern Reuter und Wolf in Berührung gekommen, und in Nürnberg mit Wolf zusammengetroffen sei. Mit aller Entschiedenheit bestritt der Angeklagte dagegen, daß er aus dem Glücksspiel ein Gewerbe gemacht habe. Sein Vater habe ihm ein so großes Vermögen hinterlassen, daß er von den Zinsen leben könne, ohne auf einen Spielgewinn angewiesen zu sein. Das Vermögen habe er selbst durch Hnpoihekenund Discont - Geschäfte fort und fort i , Cl roii V. C . 57 " . c ucniiiuu. Juni v ,,.yuuu;ucu iuuc er nie etwas zu thun gehabt, er kenne weder Herrn v. Kröcher noch Herrn v. Kayser, und habe niemals weder im Central - Hotel, noch im Minerva-Ho-tel. noch sonstwo mit den Harmlosen gespielt. In Nürnberg sei er zufällig mit Wolf zusammengetroffen. Als dann im Sepember 1898 die Ausseben erregenden Enthüllungen über die Harmlosen erschienen, sei er auch nicht nach dem Auslande gegangen, weil ein Mann seines Namens ebenfalls in dem Artikel erwähnt sei. sondern er habe fast alljährlich eine Reise nach Monte Carlo unternommen. Von den geladenen Zeugen wurde zuerst der CriminalCommissär v. Manteufel vernommen. Er erklärte, daß ihm der Name des Angeklagten zuerst im Jahre 1893 aufgestoßen sei. Es sei damals eine anonyme Anzeige eingegangen des InHalts, daß der Rentier Petfall von einer Anzahl Personen ausgebeutet worden sei, und wie angenommen werde, durch falsches Spiel. Unter den Bezichtigten habe sich auch Lewin befunden. Die angestellten Ermittelungen hätten indessen keine Handhabe dazu gegeben, um gegen die Bezichtigten vorgehen zu können. Später habe sich gegen Lewin nur feststellen lassen, daß er häufig nach Leivzig gereist sei. um dort mit einem Herrn Marx zusammen im Hotel de Prusse oie Bank aufzulegen. Der folgende Zeuge, Kaufmann fall, bekundete, daß er mit Lewin nickt gespielt habe. Die bei dem Angeklagten beschlagnahmten, von ihm, dem Zeugen, ausgestellten Wechsel rührten aus rein kaufmännischen Geschäften her. Der Staatsanwalt Schwickerath kam dennoch auf Grund der Beweisaufnähme zu dem Schlüsse, daß der Angeklagte das Glücksspiel gewerbsmä ßig betrieben habe. Dafür spreche die lange Zeit und die Häufigkeit des Spiels, der Aufwand deß Angeklagten und seine Reise in's Ausland, die als eine Flucht anzusehen sei. Auch der ganze Verkehr, den der Angeklagte pflegte, spreche gt'gcn ihn. Bei der Strafabmessung sei mildernd in Betracht zu ziehen, daß der Angeklagte leine Existenzen vernichtet habe oder besonders scharf vorgegangen sei. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten eine Gefängnißstrafe von 14 Tagen und 300 Mark Geldstrafe. Der Vertheidiger, Justizrath Wronker. trat für die Freisprechung des Angeklagten ein, indem er nachzuweisen suchte, daß er wohl seiner Leidenschaft für das Spiel gefröhnt, es aber nicht zum Gewerbe gemacht habe. Der Gerichtshof erkannte nach kurzer Berathung dahin, daß der Angeklagte des gewerbsmäßigen Glücksspiels zwar dringend verdächtig, aber vtfi überfuhrt, und deshalb freizusprechen sei. Scheinbarer Widerspnlcl?,War. ,:m sehen Sie mich denn so forschend cn?" Ach. wisse:, 8ic, ich h.ütc einen Onkel gehabt, der war so gut, lind dem schcn Sie so schrecklich ahn lich.Angenehme Aussicht. Er (an, Tage nach der Tochter Hochzeit zu seiner Zrau) : Nun. Helene, wie fühlsi Tu Tick als neugebackene Schwieger. Mittlers" Sie: ..Ihm gewachsenl"
Sin Blick in'si Weltall.
Wenn ein Großer im Reich der Wis senschaft einmal Heerschau hält über die Errungenschaften, zu denen es das von ihm vertreten.: Fach bis zum heutigen Tage gebracht hat, so kann er wohl auf eine allgemeine Aufmerksamkeit rechnen. Als eine solche Heerschau ist etwa der Vortrag zu bezeichnen, den Prof. Simon Newcomb. einer der bedeutendsten lebcndenVertreter der theorethischen Astronomie, vor der Philosophischcn Gesellschaft in Washington gehalten hat. Der Titel der Rede lautet: Neue Ansichten über das Weltall." Um nur die wichtigsten von ihm erwähnten Thatsachen hervorzuheben, sei zunächst der Aeußerung gedacht, daß wahrscheinlich die meisten Sterne eine viel geringere Dichte, aber auch eine Höhcrc Temperatur besitzen als die Sonne. Würde die Sonne in die gleiche Entfernung entrückt, in der sich die Fixsterne von uns befinden, so würde sie deren einige scheinbar noch hundert Mal überstrahlen, sie würde aber um mehr als das Tausendfache hinter soleben Sternen toie Eanopus und Rigel zurückstehen. Vermuthlich besitzen die mctftca Sterne dunkle Körper als Begleiterdie sich um sie herum bewegen. Das sonnen - System nimmt, soviel wir wissen, eine ganz ungewöhnliche Stellung dadurch em, daß die Bewegung seiner Elemente vorzugsweise in luchezu kreisförmigen Bahnen geschieht. Die Bahnen der Sterne vollziehen sich im Allgemeinen in sehr excentrischen Ellipsen. Bei der äußerst hohen Temperatur fast aller Fixsterne muß 'die Möglichkeit organischen Lebens auf ihnen als ausgeschlossen gelten. Die Vertheilung der Fixsterne scheint zu der Achse und der Ebene der Milchstraße svmmetrisch zu sein. Die äußersten für uns sichtbaren Sterne sind mindestens noch 1.200 Mal weiter entfernt als der uns nächststehende Fixstern Alpha - Centauri. Da dieser Fixstern vier Lichtjahre vom Sonnensystem entfcrnt ist, so würde das Licht von den entlegensten Sternen demnach etwa Z-000 Jahre brauchen, ehe es auf die Erde gelangte. Auch die Grenze ist möglicherweise nur eine scheinbare, indem das Licht d noch weiter jenseits befindlichen Sterne, vielleicht durch komischen Staub, aufgesogen wird, ehe es bis zu uns kommen kann. Lepra. Unsere Medizinalbehörden widmen der Bekämpfung der Lepra, dieser fürchterlichsten Krankheit, unausgesetzte Aufmerksamkeit. Nach Mittheilung der Medizinalabtheilung des Kultusministeriums wurde 1897 eine zweite Durchsuchung des Kreises Memel vorgenommen, welche 40 Fälle von Lepra ergab. Von diesen sind 25 Personen bereits gestorben, es leben 15; zweifelhafte Fälle sind noch 3 vorHanden. Von den 15 lebenden LepraKranken waren damals 4 in KrankenHäusern untergebracht. Diese Verhältnisse berechtigten zu der Befürchtung, daß trotz der Anzeigepflicht, welche durch Runderlaß vom 22. Januar 1897 für den Umfang der Monarchie angeordnet war, stcb Leprafälle der Kenntniß der Behörde entziehen. Diese Befürchtung mußte um so berechtigter erscheinen, als die 40 Erkrankungen aus 17 verschiedenen Ortschaften stammen. Die Mehrzabl dieser Orte liegt im nördlichen Drittel des Kreises, einige aber auch im südlichen, so daß der ganze Kreis verseucht erscheint. Im Regierungsbezirke Bromberg (Mogilno) befindet sich ein aus Ostindien zurückgekehrter wohlhabender Ingenieur . mit Frau und zwei Kindern, er ist leprakrank, die Frau und dieinder sind gesund. Der Ingenieur hat sich verpflichten müssen, sich vom Besuch öffentlicher Lokale zurückzuhalten, stets eigenes Eßgeschirr, Bett- und Leibwäsche mit sich zu führen und wird in dieser Beziehung von der Behörde überwacht. Von einer Unterbringung in einem Krankenhause konnte daher Anstand genommen werden. Prof. Koch, n elcher nach Ostpreußen entsandt wu?de, erklärt die Mehrzahl der Leprafälle für russischen Ursprungs. Er stellte die relative Immunität man:r Personen fest und zeigte, daß nur langdauernde, innige Berührung mit Leprakranken. welche Leprabazillen absondern, eine Uebertragung crmögliche. Das Lepraheim ist in Memel am 2t). Juli 1899 eröffn worden. (36 Betten). Zur Verhütung der Lepra durch die Schulen (im Nasenschleim eines leprakranken Schulknaben wurden Levrabazillen mikroskopisch nachgewiesen) ist eine Verfügung des Ministers der geistlichen Angelegenheiten an die Regierungspräsidenten ergangen; der Gefahr, daß diese furchtbarste aller Krankheiten weiter um sich greifen könnte, in" also nach Möglichkeit entgegengetrcten. Zweifelhaft. Stadthcrr (zu einem Bauer, der mit Säen beschäftigt ist): Das ist recht, Väterchen, säen Sie nur fleißig. Die Erzeugnis, Ihrer Arbeit sollen unseren Kehlen schon zugute kommen." Bauer: Kann mir recht sein, ich säe Hanf!" Geschäftliche Erledigung. Vater der Braut: Ihrer Bewerbng will ich keine Schwierigkeiten entgegensetzen. Aber ich muß Ihnen von vornherein sagen, daß ich meiner Tochter kein baa res Geld mitgebe." Bewerber: O, das macht nichts. Sie haben 6 Monate Credit bei mir
Im Hotel B e a - R i -vage bei Lausanne lebte seit einiger Zeit ein vornehmer Franzose, Hr. Lemec de la Salle. mit seiner Enkelin, einem kränklichen Mädchen von 18 Jahren. Dieser Tage war nun auch der Vater des Mädchens. Marquis Jean-Marie de Lagoy in Lausanne eingetroffen. Dieser Marquis war vor einigen Monaten in einem Sensaticnsprozesse von seiner Frau, der Tochter de la Salle's, geschieden worden, wobei die Kinder der Mutter zugetheilt wurden. Der Marquis suchte sich nun in Lausanne seiner Tochter zu nähern und machte ihr einen längeren Besuch trotz dem Abrathen ihres Ärztes. Der alte De la Salle wurde nun über die Hartnigkeit seines ehemaligenSchwiegersohnes aufgebracht und wollte ihn wegreisen. Im Wortwechsel verließen die beiden Herren das Hotel und betraten den anstoßenden Garten. Hier zog der Marquis plötzlich einen Revolver aus derTasche und schoß seinem Schwiegervater zwei Kugeln in den Kopf. Die eine streifte die Stirne, die andere drang durch die Wange ein und konnte bis jetzt nicht entfernt werden. Der mörderische Schwiegersohn wurde vom Hotelpersonal sofort festgenommen und der Polizei übergeben. I m Untersuchungsgefängniß erhängt hat sich einer der kühnsten und raffinirtesten Einbrecher Berlins, der 28 Jahre alte frühere Kaufmann Robert Wegener, der sein Verbrecherbandwerk seit dem Jahre 1894 ungehindert ausgeübt hat. Wegener war kein Einbrecher des gewöhnlichen Schlages, der mit plumpenMitteln arbeitet und sein Dasein in Kaschemmen verbringt. Er besaß außer einer luxuriös eingerichteten Villa in Pankow. die er mit den aus Diebstählen erbeuteten Werthqegenständen, einer recht ansehnlichenSammlung ausschmückte, noch ein bebaqliches Heim in Berlin, gab sich das Ansehen eines wchlbemittelten Herrn und bedachte seine Bräute" mit sehr kostbaren Geschenken. In den meisten Fällen hatte es Wegener bei seinen Beutezügen auf die Erlangung von Baargeld abgcsehen. Sehr zu statten kamen ihm gestohlene Leqitimationspapiere, die er auf größeren Reisen, z. B. am Rhein, vorwies, um zu Geld und Credit zu kommen. Wegener. ein gewaltthätiger Mensch, der wegen Körperverletzung bereits schwer vorbestraft ist, war bei seinen Diebstählen stets mit Schußwaffen und Dolchen ausgerüstet, um nach seinen Angaben ganze Arbeit" zu machen. Vor vie: Jahren hatte er den Annache bei der serbischen Gesandschaft in Berlin Dr. Radvlowitsch durch Diebstahl arg geschädigt. Der Einbrecher fürchtete, eine lojährige Zuchthausstrafe zu erhalten und deshalb hat er sich durch Selbstmord dem Richterspruch entzogen. Aen Record d e r B i 1 1 i gkeit der Eintrittspreise hält sicherlich ein neues Theater, das vor einigen Tagen in Madrid eröffnet worden ist. Die Preise sind in der That äußerst niedrig. Ein Orchesterfauteuil kostet nach unserem Gelde 7 Cents, eine Loge 40 Cents und ein Platz im Olymp 2 Cents. Der Zuschauer bezahlt aber für jeden Akt. So muß also der In -Haber eines Orchesterfauteuils so oft 7 Cents bezahlen, als das Stück gerade Akte hat. Andererseits kann er das Theater nach dem ersten Akt verlassen oder sich nur oen dritten oder vierten Akt ansehen. Das TheatroModeron"" so heißt diese neu Bühne, erreicht jeden Abend das Maximum. Man führt Opern und Possen auf. Jede VorstellunG enthält ungefähr acht Akte Oper und Lustspiel, wozu bisweilen noch eine Pantomime kommt. Der Leiter dieses neuen Theaters ist ein in Madrid sehr bekannter Künstler Namens Espantaleon. Die s a n f te U m s ch r e ibung für Soldaten - Mißhandlung heißt in Sachsen vorschriftswidrige Behandlung". Sehr vorschriftswidrig betrug sich in dieser Beziehung der Unteroffizier Wittig von der 7. Compagnie des 15. Infanterie - Regiments No. 181 in Chemmtz. Der Mann hat so ziemlich seine ganze Corporalschaft im Interesse des Dienstes, wie er. gleich den meisten seiner Art. angiebt, geohrfeigt, geknufft oder sonst unglimpflich behandelt. Kein Mann wagte diesen Vorgesetzten zu melden. Erst als er einen Soldaten derart vor die Brust gestoßen hatte daß dieser in das Lazareth mußte, kam die vorschriftswidrige Behandlung" an das und Wittig vor das Kriegsgericht. Dieses verurtheilte ihn zu sechs Monaten Gefängniß, nahm aber strafmildernd an. daß er kein gewohnheitsmäßiger Schinder sei, sondern nur in der Aufregung" geschlagen habe. Merkwürdige Milde. -- Während Dr. C. M. Makson Veränderungen auf seinem Anwesen in Brookville. Pa.. vornehmen ließ, entdeckte er einen unterirdischen Gang, der eine Strecke weit nach einem Raume von beirächtlichzn Proportionen führt. Das Haus hatte früher dem Richter Heath. einem Gegner der Sklaverei, gehört, der mit der berühmten Untergrundbahn" in Verbindung stand. Brookville war eine Station derselben, der Richter Stationsagent. Zu verschiedenen Malen wurden gegen ihn gerichtliche Schritte eingeleitet, da er Sklaven zur Flucht behülflich war. Wurde auch einmal vom Bundesgericht deswegen verurtheilt. Die Entdeckung jenes unterirdischen Ganges weckt intessante Erinnerunaen. )
Allerlei fllr'S .eauS.
P a p p e l f a l b c. Durch Digestion der frischen, zerquetschten Pappelknospen mit Schweinefett bereitete Salbe wendet man äußerlich als zertheilendes, aber auch als den Haarwuchs beförderndes Mittel an. Tintenflecke in Parkettfußböden. Man schneidet die Citrone durch und reibt so lange mit einer Hälfte auf dem Flecke, bis er verschwindet. Zwischendurch wäscht man den Fleck mit kochend heißem SeifenWasser. Geruch aus Flaschen und steinernen Kruken zu entfernen. Man spült sie mit schwarzem Senfmehl und lauwarmem Wasser aus oder schwefelt sie. Man löst einige Körnchen übermangansaures Kali in heißem Wasser auf und gießt dies in die Flaschen oder Kruken. Damit stelle man sie eine Zeit lang auf den warmen Ofen und spüle dann mit kaltem Wasser nach. Man kann auch mit einer schwachen Sodalösung nachspülen. Kaffeeflecken aus Tischt ü ch e r n u. s. w. zu entfernen. Gelingt das Auswaschen der Flecken mit Wasser und Seife nicht, so wasche man sie in starkem Salzwasser, auf ein Quart Wasser Ul UnzeKochsalz. Eingetrocknete Kaffeeflecke weiche man zuerst in kaltem Wasser ein; bei MilchKaffee bestreiche man die Flecke mit gereinigtem Glycerin, darnach wäscht man die Stellen mit lauwarmen Wasser aus. Gegen Stockflecke in Handschuhen, aber nur dann, wenn dieselben im Entstehen sind, sollen Dämpfe von kohlensaurem Ammoniak von guter Wirkung sein. Man nimmt eine gut verschließbare Blechbüchse, legt auf ihren Boden einige Stücke kohlensaures Ammoniak (Hirschhornsalz), über diese zusammengeballtes Papier oder eine lockere Lage Watte, damit die Handschuhe nicht in direkte Berührung mit dem Salz kommen, und dann die Handschuhe. Nun schließt man die Büchse und läßt die Ammonialuft einige Stunden, wenn nöthig länger, aus die Flecke einwirken. Behandlung weiße rStoff e. Reinwollene weiße Gesellschaftsklcider und Blousen erweisen sich, so hübsch sie an sich sind, doch im Tragen recht unpraktisch, weil sie allzuleicht schmutzen und ihre Reinigung doch im Laufe der Zeit ein geringes Sümmchen kostet. Dieses kann die Hausfrau sparen, wenn sie die Reinigung der weißen Stoffe selbst vornimmt, und zwar auf folgende Art: Man nimmt Magnesia und verrührt sie in einer kleinen Schale mit Benzin, so daß einBrei entsteht. In diesen Brei taucht man ein reines kleines Tuch und reibt denStoff sorgfältig damit ab. Eine gute Biirste wird vorher gereinigt, so daß dieselbe tadellos sauber ist und die Sachen damit einfach strichweise abgebürstet. Zu beobachten ist auch noch, daß man der Feuergefährlichkeit des Benzins halber das Reinigen nicht beiLicht oder in der Nähe eines heißen Ofens vornehmen darf. LcbendeBlumen können leicht mit wasserlöslichen Farbstoffen, wie Anilinfarben - Auflösungen, gefärbt werden, wenn man ihre abgeschnittenen Stengel hineinstellt. ScharlachAnilin, in Wasser gelöst, erzeugt ebenso schnell rothe Blumen aller Töne, wie 5ündigokarmin blaue, beide vereint alle Mischungen von Purpur bis Violett. Maiglöckchen färben sich in sechs Stunden blau oder roth, weiße Narzissen brauchen zwölf Stunden, ehe sie in tiefstem Purpur prangen, obwohl hellere rothe Töne früher auftreten. Die Farbe steigt in den Gefäßen des Stengels empor, wie man deutlich mit starker Lupe erkennt. Aber auch Hyazinthen und Narzissen mit Wurzeln färben sich in der Farbenbrühe, die in den parallelen Saftgefäßen aufsteigt und bis zum Rande der Blumen geht, wo sie oft eine dunklere Färbung erzeugt, weil sich dort die Gefäße verzweigen. Auch weiße Kamelien, Flieder,Primeln und andere Blumen, wie sie in der Natur durch Gärtnerkunst zu erreichen waren. z. B. blaue Tulpen. Es scheint nicht, daß so gefärbte Blumen schneller welken als andere. Durch Eintauchen der Vlume in dieFarbenlösunq können diese Färbungen nicht erzielt werden. Plüsch- und Samme tgarderobengegenstände reinige man vor dem Verpacken für die Sommermonate auf folgende Art: Von der linken Seite läßt man sie. auf dem Kleiderbügel frei aufgehängt, tüchtig klopfen, zieht sie dann über ein Plättbrett und feuchtet ein reines Tuch mit Benzin an. Nun reibt man Strich für Strich den Staub aus dem Gegenstand heraus. Die gedrückten Stellen, hauptsächlich die Äermcl, drehe man nach der linken Seite um und ziehe sie, recht straff gehalten, vorsichtig über brausend kochendem Wasser hin und her. Zum Abreiben nimmi man alte, ausrangirte Tucher, da die Schmunslecke nicht wieder herausgehen. Sind die Sachen ganz rein, werden die Fasern und Flocken, welche die Tücher etwa hinterlassen, mit einer weichen Bürste abgerieben. Ars dem Bügel hängend, werden die Sechen dann in einen großen alten Bezug gethan und so geschützt im Schrank verwahrt. Dasselbe Verfahren gilt beim Frühjahrsausputz für die Plüschmöbel. Nachdem ste gründlich geklopft und gebürstet sind, reibe man sie auch mit Benzin ab. st? e,halten nach Anwendung dieses einfachen Mittels ein sehr frisches Ansehen. Der unangenehme Geruch ist ja eim Lüften des Raumes sehr bald entfernt.
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