Indiana Tribüne, Volume 25, Number 208, Indianapolis, Marion County, 24 April 1902 — Page 3

Jndians Tribüne, 24. April 1902.

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Hoffnungsvoll. Die Anficht des colombischen Gesandten über die Revolution. Aus den gestrigen CongretzVerhandlungen. Ausschreitungen der streikenden Fär der in Patterson, N. I. Eigenartiges Gesnch eines für irrsinnig befundenen Mörders.

Vorbereitungen für die LuftschiffWettfahrten in St. Louis. Erfchiehung eines Ladenbesitzers in Chicago durch Einbrecher. Der Gesandte für Col u m b i a. Washington, 23. April. - Charles B. Hart, der amerikanische Gesandte in Colombia, war heute einer Einladung des Präsidenten folgend im Weißen Hause. Herr Hart ist der Ansicht, daß die colombische Regieruuz der Revolution, trotzdem sie gut organisirt ist, wird bewältigen können. Im Congreß. Washington, 23. April, In der gestrigen Senatssitzung sprach Herr Rawlin ausführlich über die Lage auf den Philippinen, indem er die Herrschenden Kriegsmethoden scharf critiHirte. Der gewärtige Krieg werde nicht nach den Grundsätzen der Humanität, sondern erbarmungslos geführt. Streikunruhen. Patterson, N. I., 23. AprilNach einer Versammlung der streiken, den Färber in den hiesigen Seidenfärbereien, etwa 1600 an der Zahl, in Riverside marschirte eine starke Abtheilung derselben nach Hawthborne, außerhalb der Stadtgrenze, wo sich die Werke der American Silk-Dyinq and Finishing Co." befinden. Diese wurden von den Streikern angegriffen und sämmtliche dort beschäftigten Arbeiter vertrieben. Mehrere derselben wurden durch Dampf, den die Streiker gegen sie ausströmen ließen, schwer verbrüht und George Arnold, ein Mitglied der Firma, schwer mißhandelt. Bald nach Mittag fand ein bedenklicher Zusammenftoß zwischen Streikern und der Polizei bei Emil Geering's Färberei statt, wo die Polizei auf die Ruhestörer, welche in die Fabrik einzudringen versuchten, schoß. Einer der Streker soll, obwohl die Polnei über ihre Köpfe hinweg feuerte, verwundet sein, während mehrere Polizisten durch Steinwürfe verletzt wurden. Aehnliche Unruhen fanden bei der Färberei von Knipscher & Maas statt, doch wurde hier nicht geschossen. Nach 18 I a h r e n. New Iork, 23. April. Theodore Bung, ein früherer Apotheker, der vor 18 Jahren wegeu Mordes angeklagt war, jedoch für irrsinnig befunden und in einer Irrenanstalt eingesperrt wurde, in welcher er bis jetzt geWesen ist, hat vor dem Supreme-Ge-richt von Brooklyn auf Grund der Angäbe, daß er seit vier Jahren geistig gesund sei, beantragt, daß er wegen des ihm zur L ast gelegten Verbrechens prozessirt werde, und seine Beweisführung war eine so überzeugende, das Richter Marean das Gesuch bewilligte. Bung war im Jahre 1884 von dem Wahne befallen worden, daß eine bekannte Schauspielerin ihn zwingen wolle, sie zu heirathen, und da er einen seiner Bekannten, den ApothekerNockin, für einen Verbündeten seiner Verfolgerin hielt, erschoß er ihn. Die Luftschiff-Wettfahrt. S t. L o u i s, 23. April. Die Sachverständigen auf dem Gebiete der Luftschiffahrt haben in ihrer Conferenz beschloffen, für die Wettfahrten, für welche ein Weltausftellungspreis von 8100,000 ausgesetzt werden soll, eine Bahn festzusetzen, welche die Form einer 8 hat. Der Focus dieser Bahn wird durch einen großen Fesselballen über dem Grunckück der WashingtonUniversität markirt werden, und die beiden eliptischen Theile der Bahn verstrecken sich über das offene Land nach Südoften und Nordweften zu. Die Grenzen der zehn Meilen laugen Strecke werden ebenfalls durch Fesselballons ! bezeichnet werden. Vernünftiger Antrag. Washington, 23. April. Der Abgeordnete McDeamott aus New Jersey stellte heute den Antrag, alle Fleisch- und Geflügel-Zölle von ausländischen Ländern aufzuheben.

VonEinbrechern erschossen. Chicago, 23. April. Peter Tafinski wurde heute von Einbrechern, welch? versuchten, seinen Groceryladen in No. 49 Bradleystraße auszuplündern, erschossen und sein 19jähriger Sohn Julius tödtlich verletzt. Mehrere Stunden später lieferte sich Thomas Glynn mit einer Kugelmude im Arm der Polizei aus und erklärte, daß er und ein Mann Namens R. Smith das Verbrechen begangen hätten. Auszeichnung., Chicago, 23. April. Der Damenverein des katholischen Förstervereins hat auf seine Depesche an den Past durch Vermittlung des hiesigen Erzbischofs den Segen des apostolischen Stuhles erhalten. Schwere Heimsuchung. E r i e , Pa., 23. April. Wie der Dispatch" berichtet, ist Marienville,

Forest County, völlig durch Feuer zerstört. Zehn Läden, zwei Hotels und gegen 50 Wohnungen sind abgebrannt. Republikaner von Ohio. E o l u m b u s, O., 23. April. Das republikanische Staats-Central-Comite hat heute die Staatsconvention auf den 27. unb 28. Mai nach Cleve - land einberufen. Schadenfeuer. Kenton, ., 23. April. Die Champion" - Eifenzaun - Fabrik ist heute abgebrrnnt, wodurch ein Scha-! den von $250,000 angerichtet wurde. Folgen des Sturmes. M i l w a u k e e, 23. April. Gestern Abend spät wurden die Werkstätten der Milwaukee-Eisenbahn in West-Mil-waukee van vem Sturm zum Theil zertrümmert. Mehrere andere Gebäude der Stadt sind durch den cyclonartigen Stucm erheblich beschädigt worden. Thomas Rodman wurde in Elmore's Kohlenhof von einer Platform geweht und tödtlich verletzt. In Seymour, Wis., wurden die Stallungen von Charles Zembeke vom Blitz getroffen und eingeäschert, während Zembeke wahrscheinlich tödtliche Brandwunden davontrug. Gegen die Cantine. W a s h i n g i o n, 23. April. Das Subcomite des Senats für militärische Angelegenheiten hat 8500,000 bewilligt, um Armeeposten mit Bibliotheken, Schulen, Turnschulen etc. anstatt Cantine einrichten zu lassen. Verein der Conföd e r i r t e n. D a l l a 3, Teras, 23. April. Der Verein der conföderirten Veteranen hat heute Abeno einstimmig General John E. Green zum Oberbefehlshaber wieder erwählt. Als nächster Versammlungsort wurde New Orleans gewählt. Amerikanische Bahn in Europa. New York, 23. April. Eine Gesellschaft von Ingenieuren, welche in diesem Sommer die erste amerlkanische Eisenbahn in Europa bauen wird, ist nach Bremen abgereist. Die Bahn wird zum Versandt von Eisenerz aus den norwegischen Bergwerken nach der Küste benutzt werden. Die Gesellschaft besteht aus dem früheren Staatsingenieur Adams, seinem Sohn Arthur, C. A. Poole und Arthur O'Brien. In Bremen werden sie mit dem früheren HülfsStaatsingenieur Henchel Roberts zusammentreffen, welcher den Bau der neuen Bahn beaufsichtigen wird, und sich mit ihm nach Nio, an der Westküste von Norwege,', 300 Meilen nördlich von Christiania, begeben, wo ein Hafen und Werften angelegt werden sollen und von wo die Bahn nach den 18 Meilen entfernten Bergwerken führen wird. Dreitausend Arbeiter werden bei dem Bau der Bahn angestellt werden. Neuer Gesandter. N e w Y o r k, 23. April. Mit dem Dampfer Oceanic" aus Liverpool ist heute der porugiesische Gesandte Viccount Dalte angekommen. Demokraten von Pennsylv a n i e n. Harrisburg, Pa., 23. April. Das demokratische Staats-Centralco-mite hat beschlossen, daß die Staatsconvention zur Nominirung von Kandidaten für Gouverneur, Vice-Gouver-neur und Staatssecretär am 25. Juni in Erie abgehalten werden soll. Raucht Charles Major 5c Cigarren-

fl u 8 r a n ö.

55 a u I c Fische in ungewöhnlicher Menge, nämlich 78 Centner grüne Häringe und über fünf Centner Bücklinge, wurden unlängst von sechs Händlern in der Berliner CentralMarkthalle freiwillig zur Untersuchung eingeliefert und auf Grund des Ergebnisses als zur menschlichen Nahrung ungeeignet der Abdeckerei überwiesen. Schlummer am falschen Platz. Der wegen eines Vergehens angeklagte Kohlenhändler Mey in Erfurt, Provinz Sachsen, erschien neulich mit einem gehörigen Rausche vor der Strafkammer. Nachdem der Vorsitzende mit Mühe die Personalien festgestellt hatte, ließ der Angeklagte sich nieder und schlief den Schlaf des Gerechten. Diese vorschriftswidrige BeNutzung der Anklagebank trug ihm eine sofort zu vollstreckende zweitägige Haftstrafe ein. Verhaftete Heilkünstl e r i n. In der Wiener Josephstadt erregte kürzlich das Einschreiten der Behörde gegen die 64jährige Kurpfuscherin Anna WalentU, die sich einer großen Klientel erfreute, nicht geringes Aufsehen. In ihrer Wohnung erschien eine Kommission des Marktkommissariats, die Essenzen, Kräuter, Balsam, Sulben etc. in solchen Quantitäten fand, daß zu deren Fortschaffung zwei Waaen reauirirt werden mußten. Die rau wurde wegen unbefugten Ver t . -3 IlMtÜAlu A.MSAUAi iuu vvw .ycuuiuicui cuiycicui. Stimmungsvolle Trauu n g. um rn der devorsteyenden Eye die Herrschaft in den Händen zu habcn, versuchte neulich eine abergläubische Braut in Marienburg, Westpreu ßen, ihrem Bräutigam während der Trauung auf den Fuß zu treten. Kaum aber war der bedcutuirysvolle Fußtritt gelungen, so wurde er auch von dem ungalanten Bräutigam zurückgegeben mit den Worten: Na, kannst Du. ungeschicktes Frauenmensch, nicht aufpassen, wo Du hinklungst?" Aus dem Pantoffelregiment wird nun doch wohl nichts werden. Seltsamer Jagdunfall. Ein 17jähriger Jüngljng, Namens Pierre Masse in Nizza, Frankreich, war unlängst auf der Jagd mit zwei Kämeraden bereits mehrere Stunden herumgeschweift, als er auf einen Graben stieß. Um über diesen hinwegzuspringen und bei seinen Bewegungen nicht behindert zu werden, warf er zunächst seine Flinte hinüber und schickte sich zum Sprunge an. Die Flinte war aber gerade auf den Hahn gefallen und ging los. Die Kugel traf den unglücklichen Masse mitten in die Brust, als er gerade die Beine zum Sprunge zusammendrückte, und streckte ihn auf der Stelle todt nieder. MerkwürdigeMajestätsb e l e i d i g u n g. In Liegnitz, Provinz Schlesien, war unlängst ein Konzertsänger angeklagt, der nach einem Konzert am Biertisch, als über die verschiedensten Dinge, wie Buren, Monaco, König Eduard, Cecil Rhodes, Chamberlain u. s. w. gesprochen wurde, mit Bezug auf die Würdenträger geäußert haben soll: Es ist Einer wie der Andere." Daraus versuchte man sonderbarer Weise eine Beleidigung des deutschen Kaisers zu konstrmren, obgleich dessen Person gar nicht in die Debatte gezogen worden war. Die nicht öffentliche Verbandluna endete mit der Freisprechung des Angeklagten Sonderbare Pfändung In Warendorf, Westfalen, gelangte jüngst der Eisenbahnarbeiter Topp, der in Zahlungsschwierigkeiten gerathen war, durch einen gewonnenen Prozeß in Besitz eines Baarvermögens von 2000 Mark. Als die Gläubiger von dem unvermutheten Vermögenszuwachs ihres Schuldners hörten, beauftragten sie sofort emen Gerrchtsvoll zieher, neuerdings Pfändung vorzuneh men. Das war nun aber leichter gesagt, als gethan, denn Topp bezeichnete als den Aufbewahrungsort für sein Vermögen die Abortgrube, in welche lhm das Geld, als er bezecht heimge kommen sei, gefaöen wäre. Auf Antrag des Rechtsanwalts wurde nun im Beisein der Gläubiger und einer großen Menge Neugieriger die Goldgrübe" ihres Inhaltes entleert, aus deren Grund man schließlich 15 20Markftücke, also 300 Mark vorfand. Der Rest des Geldes wurde nicht gefunden. Die f?abrt auf dem Waggondach. Der 22jährige Tischler Frz. Hahnel kletterte unlängst Abends in Werschetz, Ungarn, kurz vor Abgang des Personenzuges nach Szegedin auf einen Waggon und legte sich auf das' Dach der Länge nach hin. Während der Fahrt speiste er gemüthlich und rauchte einige Cigarretten. dann begann er zu johlen und zu pfeifen, so daß die unter ihm im Koupe befindlichen Reisenden erster Klasse nicht schlafen konnten. Endlich wurde ein Herr ungeduldig und rief den Kondukteur, welchem er klagte, daß da oben Jemand fortwährend pfeife. Der Kondukteur untersuchte in der nächsten Station das Waggondach und fand dort den Störenfried ganz gemüthlich liegen. Hahnel wurde natürlich herabbefördert und gestand, daß er beschäftigungslos sei und da er als anständiger Gelverbetreibender nicht herumvagabondiren wollte, zu diesem Mittel gegriffen habe, um nach Hause zu gelangen. Er wurde nach Szegedin gebracht, wo er gegen gehörige Legitimation freigelassen wurde.

ZtüyneS Gauner st ückchen. Im südlichen Stad:thei!e von Köln Hai die dortige Straßenbahnve?wa!tuna alte Schienen aufgestapelt, welche gelegentlich der Umwandlung der Pferdebahn in die elektrische außer Dienst gcstellt worden sind. An dieser Stelle erschien in olae von Annoncen in auswärtigen Blättern, dieser Tage eine Reihe Personen zu einer Versteigerung von Schienen, die ein Herr, der einen Knebelbart trug, unter Beihilfe eines Ausrufers auch alsbald abhielt. Nach Ab?iegung auf einer Dezimalwaage,

fand das Altmaterial zum Prelse von 46.50 Mark für die Tonne schnell Abnehmer. In einer benachbarten Wirthschaft kassirte der Verkäufer daraus etwa 3000 Mark ein und verabfolgte Quittungen, unte7.'""ben mit dem Namen Müllcr. Herr Müller wies die Käufer an, sich zum Rathhause, Zimmer 48, zu begeben, wo auch er anwesend sein werde, und wo sie die Abfuhrscheine in Empfang nehmen könnten. Als die Leute jedoch in das Rathhaus kamen, fanden sie weder Zimmer 48 noch Herrn Müller. Es stellte sich jedoch heraus, daß von emem Verkaufe von Schienen den Personen, die es hatten wissen müssen, absolut nichts bekannt war, und selbstverständlich wurde die Abnähn der Schienen verweigert. Der Herr Müller mit dem Knebelbart" aber war und blieb verschwunden. Origineller Fuchsfang. In der Nähe des etwa eine Meile von der Stadt Neuburg in Bayern gelegenen Hochrefervoirs der Wasserleitung sah neulich ein Spaziergänger in einem Entleerungsrohr ein Füchslein sitzen, das sofort in mäHtigen Flüchten der Ausmündung des Rohres zueilte und dort verschwand. Kurz entschlossen, verlegte der Herr das Rohr mit S e'.nen und der Schlaumeier war gefangen. Nachdem einige Personen, darunter der Maschinist des Wasserwerkeö, herbeigeholt worden waren, ließ man zunächst einen Teckel in das Rohr, dem es aber nicht gelang, den Fuchs zum Springen zu bringen oder zu würgen. Schließlich zog der Maschinist den Schieber am Hochreservoir. Mit dem tosend ausströmenden Wasser erschien alsbald auch der Fuchs pudelnaß und halb ertrunken. Ein paar kräftige Schläge auf den ihm ohnehin brumwenden Schädel machten seinem Räuberdascin ein ruhmloses Ende. Unschuldig verdächtigt. Vor etwa einem Jahre vermißte eine Dame in Aachen, Rheinprovinz, ihre mit etwa 90 Acark gefüllte Börse. Da alles Suchen nichts half, nahm die Dame schließlich an, das Geld sei gestöhlen worden, wobei ihr Verdacht aus das erst einige Monate bei ihr in Stellung befindliche Dienstmädchen fiel. Trotzdem das Mädchen seine Unschuld auf's Heiligste betheuerte, so wurde es doch sofort entlassen. Bei de? Familie war die Sache schon vergessen, bis die vermeintlich befohlene Frau jüngst das Portemonnaie in der Tasche eines schon seit langer Zeit unbenutzt im Schrank hängenden Kleides vorfand. Noch an demselben Tage fuhr die Dame zu dem so lange unschuldig sin Verdacht gewesenen Mädchen, um Abbitte zu leisten und ihm zugleich den ganzen Inhalt der so lange vermißten Börse zum Geschenk zu machen. Beschwerliche Rettung. In Mannheim, Baden, fiel unlängst von einem ohlenschiffe in dem dortigen Rheinyafen der fünfjährige Sohn des Schiffers über Bord. Die Mutter sah das Unglück und stürzte sich ihrem Kinde nach. Sie erreichte es nicht und schwebte ebenfalls in höchster Gefahr, als zwei Kohlenträger in's Wasser sprangen, um die Beiden zu retten. Allein dem Einen klammerte sich das Kind mit der Kraft der Verzweiflung um den Hals, so daß der Retter zu erstick?n drohte, und dem anderen der Wackeren machte das Gewicht der korpulenten Frau zu schaffen. In diesem kritischen Moment brachte der mit einem Nachen hinzurudernde Schiffszimmermann Kalinke Hilfe. Mit großer Besonnenheit entriß er Einen nach dem Anderen den Wellen, wobei der Nachen wiederholt umzukippen drohte. Ein Vielfraß. Ein Mann m Blel. fern, ama letztmn eine Wette ein. er wolle in zwei Stunden sich durch nachfolgendes Menu durchessen und -trinken: sechs Paar Wiener Würstchen, eine Portion Kutteln mit Kartoffeln, zwei Beefsteaks, eine Kotelette mit Salat, drei hartgesottene Eier, eine Portion Käse mit Brot, eine Büchse Thon-Fisch, dazu Quart Wein, eine Flasche Beaujolais und drei Gläschen Kognak. In 11 Stunden hatte der Mensch alles das verschlungen und die Wette gewonnen. Unverhoffte Spende. An den Felsen nahe St. Catcherines. Insel Wight, England, scheiterte unlängst die französische Barke Russie." Dabei wurden Dutzende von Fässern mit Tausenden von Gallonen Wein und Schnaps an die Küste gespült, und die Bewohner auf Meilen im Umkreise eilten herzu und tranken oder schleppten große Quantitäten der Getränke fort, ehe die Zollbehörden und die Polizei an der Stätte eintrafen. Verunglückte Bergpart i e. Vier Wiener Touristen, die einen Ausflug auf die Raxalpe gemacht hatten und mehrere Tage als vermißt galten, wurden auf dem Rarplateau in einer Alpenhütte ganz erschöpft und mit erfrorenen Gliedern aufgefunden. Sie hatten 60 Stunden in der Hütte, durch Schneemassen eingeschlossen, zugebracht.

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