Indiana Tribüne, Volume 25, Number 206, Indianapolis, Marion County, 22 April 1902 — Page 4

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Indiana Herausgegeben von der utederg Es. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudium - - - - Präsident. Geschäftslocal: No. 31 Süd Dekaware Straße. TELBPH0E SS9. Entered at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Zur atfic Krim,n. Im ministeriellen Petit Parisien" vom 22. März liest man: Wie bereits angekündigt wurde, hat der französtsche Große Generakjtad, der bei der Hochverraihsaffaire des Obersten Grimm direkt betheiligt ist. sich mit den russischen Militärbehörden in Verbindung gesetzt, um genaue Kenntniß von der Bedeutung und dem Umfange des Verraths zu verlangen. Der General Pendezec, Chef des Großen Generalstabs und Nachfolger be; Generale de Boisdeffre und Delanne. die vor ihm ta frattzösisch-russischc Mill tärübereinkommen aufgesetzt und gewiffermaßen weiter geführt haben, soll demnächst durch den General Sakharow über die Lücken aufgeklärt werden, welche durch Grimm in den Mobiimachungsplan des französischen und russischen Heeres im Falle eines Krieges mit dem Dreibunde gerissen wurden. Man zweifelt in den Kanzleien des französischen Ceneralstabs nicht, daß Oberst Grimm an Deutschland nicht nur die Mobilmachungspläne, sowie die Pläne der Forts längs der deutsch-polnischen Grenze ausgelie hat, sondern daß die Emissäre des preußischen Kriegsministers von ihm auch den fast vollständigen Wortlaut des französisch-russischen Militärüber-einkommen-und der darauf bezüglichen Mobilmachungspläne erhalten hat. Der russische Militärattache in Paris. Oberst Lazarew, hat sich, wie man uns versichert, schon zu verschiedenen Malen nach dem Kriegsministerium begeden. Wir glauben zu wissen, daß der französische Generalstab bei der Entdeckung des Verraths des Obersten Grimm und hauptsächlich bei dem Umfange, der auf ausdrücklichen Befehl des Zaren der Untersuchung gegeben wird, eine viel weniger passive Rolle gespielt hat, als es bisher den Anschein haben konnte. Oberst Faurie, der vor seiner kürzlich erfolgten Ernennung zum Chef des zweiten Bureaus b3 Großen Generalstabs die statistische Sektion (den Geheimdienst) dieses Bureaus leitet, hat der russischen Regierung schon seit einiger Zeit werthvolle Winke geben können. Seine Angaben bezogen sich namentlich darauf, daß Oberst Grimm, ' der den deutschen Spionen falsche Pläne in die Hände spielen feilte, ihnen echte Dokumente auslieferte, und ferner auch das Treiben des Chefs des Keneralstabs in Warschau. Gmral Puzvrewski. der ebenfalls verfolgt wird und der sich qcaenwärtiq auf der Hochzeitsreise in der (legend von Riza unter falschem Namen verbergen soll. Tcn Fasten Gesetzen im alten Frank reich widmet Pierre Lalande in dcr Revue Bleue" eine Abhandlung. Eine Verordnung Hcinrich's des Zweiten (1547 1559) verbot den Metzgern, Gar!öchcn, Geflügclhändlcrn und Hökern" bei Geldbußen und' körperlichen Strafen, während der 40-tägigen Fastenzeit ihre Geschäfte zu eröffnen. Ein Etlajj des französischen Parlaments aus de:n 17. Jahrhundert besagt: Personen, die bei Ausübung des verbotenen Handcls betroffen werden, sollen oerhaftet, ihre Pferde, Karren, Geschirre, Körbe. Kutschen. Kähne und andere Sachen, worin sich Fleisch findet, zu Gunsten des Spitals beschlagnahmt werden. Das Fleisch ist zum Krankenhaus zu bringen, um als Nahrung für dessen Insassen zu dienen; eine Vergütung dafür wird nicht gewährt. Auch dürfen hiergegen die sonstigen Strafen nicht verringert, noch die Beschuldigten vor Quasimodo (1. So'nntag nach Ostern) aus dem Gefängniß entlassen werden. Des Weiteren ist es Jedermann, welchen Standes er auch sei, verboten, den Zuwiderhandelnden Zuflucht, Schutz oder Unterstützung zu gewähren, und zwar bei 500 Livres Geldstrafe, wovon Zweidrittel dem Spital, ein Drittel dem Denuncianten verfallen." Geq?n das Fastengebot gab es nur ein Mittel: die Erlangung einer Dispens wegen Krankheit. Zu dem Zwecke mußte aber der kirchlichen Behörde eine ärztliche Bescheinigung vorgelegt werden, die schwer zu erlangen war. Die Pariser medicinische Facultät hatte nämlich erklärt, daß Schlaflosigkeit, körperliche Schwächen. Leibschmerzen, Kopf- und Zahnweh, Augen-, Herz-, Magen- und Milz - Leiden. Flüsse. Gicht. Quartanund Tertianfieber sowie äußere Leiden, die sich auf der Haut zeigten", den Genuß von Fleisch währen der Fastenzeit nicht rechtfertigten. Und so mußten sich denn die Freunde der Fleischkost aikf allerhand Schliche verlegen. Trotzdein wurden so viele von ihnen abgefaßt, daß die Untersuchungen der Behörde über den Kopf wuchsen, und die stren ccn Fastenvorschriften allmählich abgeschafft wurden.

Tribüne.

Trotz ihres hohen Alter

von 81 Jahren ist Frau Susan Ann Panne in Kokomo. Ind.. immer noch eine sehr streitbare Amazone, wie ihr i Nachbar John Ritchey zu seinem Schaden erfahren hat. Der Mann ulkte die Alte an. worauf diese ihm wie einem Schuljungen die Hosen stramm zog. Hierfür erhielt das Biederweib freilich eine Gefängnißstrafe von 12 Tagen aufgebrummt. Frau Payne. die 6 Fuß mißt und 190 Pfund schwer ist, erllärt. sie wolle es jederzeit mit beliebigen 10 Männern in Kokomo ausnehmen. JmSeueramteder Stadt New York erschien dieser Tage ein glattrasirter junger Mann, stellte sich dem Commissär Gillespie als Reginald Banderbilt vor und erklärte, daß er am vergangenen 19. December volljährig geworden sei und deshalb nicht gehalten werden könne, rückständige Steuern auf sein Personal - Eigenthum zu entrichten. Man hatte ihn zum Betrage von einer Million Dollars eingeschätzt; der junge Mann erklärte, er wünschte nicht gänzlich an der Stadt zu nassauern und wäre bereit, Personalsteuern auf eine Biertelmillion zu bezahlen. Der Commissär, welcher den gesetzlichen Einwand des jungen Krösus als richtig anerkannte, war mit dem Vorschlage zufrieden, der junge Vanderbilt stellte einen Check zum Betrage von $5.750 aus, und die Angelegenheit war erledigt. Zu einem erbitterten Kampfe zwischen Bundesbeamten und Mondscheinlern kam es neulich Nachts in der Nähe des Postamtes von Meetinq Creek in Hardin County. Kentucky. Die Bundesbeamten hatten erfahren, daß in einem abgelegenen Platze eine unlicenzirte Brennerei betrieben wurde. Mit Hülfs - Collektor R. A. Hancock, von Louisville. an der Spitze, umzingelten sie unter dem Schutze der Nacht die Brennerei. In der letzteren befanden sich drei Männer. Herr Hancock forderte sie mit lauter Stimme auf, sich zu ergeben, anstatt dies aber zu thun, antworteten die Kerle mit Schüssen. Die Beamten erwiderten das Feuer, obne Verzug. Die Schießerei dauerte einige Minuten und endete damit, daß einer der Mondscheinler," Asa Humble mit Namen, erschossen wurde. Seine beide.' Spießgesellen entkamen. Im General - Postamt herrscht eine eigene Abneigung gegen Städte mit doppelten Namen, von der Categorie Corte Madera, dem begnabeten Städtchen in Marin County, Californien. Dort hatten sie früher kein Postamt und mußten ihre Post mehrere Meilen weit herholen. Da wurden denn in Washington alle Hebel in Bewegung gesetzt, diesem Uebelstand abzuhelfen. Die leitende Seele der Bewegung war ein gewisser Jerry" Adams, der Besitzer eines sog. Kruges." Den Postmenschen in Washington wußte er plausibel zu machen, daß Corte Madera ein viel zu langer Name sei und daß sich die einfache Bezeichnung Adams" weit stattlicher ausnehmen würde. Und so geschah es auch. Jetzt hat Corte Madera ein Postamt, aber seinen hübschen spanischen Namen oerloren und ist nach dem Kneipendesitzer des Ortes benamst. Wehe dem Postamt, wenn da 'mal Carrie Nation mit ihrer Axt hinkommt! Ex - Sträfling" heißt Richter Dudley Tubose von Montana mit seinem Scherz - Beinamen, weil er 'mal wegen Verwicklung in eine scharfe Controverse sechs Monate brummen mußte. Seiner Ehren ist ein sehr streitbarer Herr. Unter seiner Jurisdiktion standen jene Counties, in tenen die bösen Burschen" zu Hause sind. die Pferdediebe und Vlebschmuggler über die canadische Grenze treiben sie ihr Handwerk. Richter Dubose war der Situation gewachsen. Um jedoch seine? Autorität richtig Geltung zu verschaffen, bedürfte es einiger Exempel. Das gründlichste derselben statuirte er. als er eines Tages an einer Wirthschaft vorbeiging und einen Cowboy kräftig über ihn fluchen hörte. Im verweichlichten Osten würde der Mann vielleicht wegen Mißachtung des Gerichtes mit $10 bestrast worden sein. Anders in Montana. Der Richter ging in die Wirthschaft, packte den Cowboy bei den Beinen und warf ihn durch's Fenster. Seither hat Niemand mehr über den Richter geschimpft. Bei dem Versuche, einem Kächen seines Nachbars behülflich zu sein, hat der Heizer Charles Fischer, in New York, No. 125 Weftstraße wohnhaft, fein Leben verloren. Und das ging so zu: Auf das Dach eines Hinterhauses hatte sich ein Kätzchen verirrt, das nicht mehr herabzukommen vermochte und deshalb jämmerlich miaute. Dieses Miauen konnte Fischer nicht länger mitanhören, und so beschloß er, das arme Thierchen aus seiner prekären Lage zu befreien. Die Entfernung zwischen dem Hause und dem Hinterhause beträgt etwa fünf Fuß. Fischer trat nun an das Fenster heran, beugte sich möglichst weit vornüber, streckte beide Arme weit aus und suchte das Kätzchen zu veranlassen, ihm näher zu kommen. Dabei aber verlor Fischer das Gleichgewicht und im nächsten Augenblicke sauste er in die Tiefe. Der UnglückNche erlitt einen complizirten Schädelbruch und noch andere Verletzungen, denen er im Hudson Hospitale erlag. Fischer war Hei zer auf einem Dampfer. 25 Jahre alt und unverheiratet.

ffeiü Kaverlack's Schreidcbricf.

fco. 232. Gcohrter Mister Edithor! Die Selma is fort. Se is so for ebaut vier odder fünf Dag bei die Farmerschleit gestanne un dann Hot der Christ Notis von öie Stiemschipp Kompenie kriegt, daß die Selma jetzt fort könnt. Der Christ is reiteweg in die Kontrie for die Selma zu informe un der Kunne is zwei Dag fort gebliwwe un hätt doch schon am selwe Dag Widder heim sein könne. So lang Hot's ihn genomme, Abschied zu nemme. Ich hen schon gedenkt,, er wär mehbie mit die Selma nach Schermennie un ich hen mit die Kidszwei schreckliche Dage gehabt. Zuerscht hen se gehallert wie alles un dann hen se sich gefreit wie die Spitzbuwe, daß se jetzt all den Fonn hawwe könnte, wo sewollte, bikahs ihre Ma un ihr Pa wäre nit da. For e kleine Weil hen ich das schon stände könne, dann sin ich awwer fies un teiert geworde un ich hen sie gesagt, wann se sich nit behehfe debte, dann dcht ich sie die Häls abschneide. Den Weg hen ich auch grad gefichlt. Awwer instett sich zu behehfe, hen se's noch schlimmer gemacht. Se hen sogar Fonn mit mich gemacht. Einer is hergange un Hot mei Lehks an den Tehbel geteit. Wie ich hen uffstehn wolle, do hen ich off Kohrs den Tehbel gepulli; bei den Tscherk Hot er die Bällenz verlöre un is iwwer getombelt un alle Disches wo druff gestanne hen. sin an die Flohr geselle un zu dausent Splintersch verschmäscht. Do hen ich awwer doch e Wuth kriegt, daß ich's kein Mensch sage kann. Ich hen mich uff die Kids gesterzt wie en Teiger wann er vier Woche nicks annerschter gelonscht Hot. wie e paar Eusterkräkersch un e Regewermche. In ihr ganzes Lewe hen die Buwc noch so keine Lickin kriegt, wie sellen Dag. Wei ich hen druff geschmisse, als ob ich Hasch aus se mache wollt. Se hen gekrischc wie die Tcrkc und das Ruhm Hot geguckt, als wann 's bei en Zeikluhn gestrocke wär. Wie die Buwe so schrecklich gehallert hen, do is unsere neie Lauskieper in das Ruhm komme un Hot Pies mache wolle. Ich sin awwer so in die Eckseitment gewese, daß ick se gar nit genohtist hen. Bei Mißteht hen ich se getackelt un hen de Flohr mit se geschwiept. Sell Hot off Kohrs en neie Haller gewwe un ich weiß nit, was es noch gewwe hätt, wenn nit der kleinste von die Kids, wo awwer der allersäßigste is, en Dipper voll Wasser geholt un iwwer mich gepohrt hätt. Sell Hot mich e wenig uffgesobert un ich hen dann ang sarrie for gefiehlt. Awwer zu tschehnsche is nicks mehr g:wese. Ich hen off Kohrs bei die Hauskieper appoletscheist, awwer sie Hot gesagt: Newwer meind. einiger Mensch kann in Mistehk mache un ich duhn so e Kleinigkeit nit meinde." Ei tell juh. das is e braves Mehdche un ich hen gleich mein Meind uffgemacht. daß ich se in Zukunft arig fein behandele wollt. Die Kids hen in die Ecke gesosse un hen Fehses gemacht, als wann se einige Minnit noch e Reppetischen von die Lickin eckspeckte dehte. Den Weg hen ich off Kohrs nit gefiehlt, in Fäckt sin ich inteierlie ausgewohre gewese un ich hen blos sage könne: Nau Kids luckehier, ich sin schuhr Ihr habt die Spänking nit geliche; awwer das is blos e Sämpel gewese, von den was ich duhn kann, es war wie mer uff deitsch sage duht, blos die Mais gepiffe. Wann ich :mol in ernest starte, dann. " ich hen genohtist. wie die Kids von owwe bis unne un alliwwer geschiwwert hen un for den Riesen hen ich liewer gestoppt, bikahs ich hen se doch nit zu arig freitene wolle. Well, for t lange Storie korz zu mache, se hen mich geprammist, daß se mich von jetzt an meinde wollte un nie nit mehr sässig .zu mich sein wollte un mich immer meinde wollte. So is es denn auch gebliwwe. Ich sin arig sattisfeit gewes un die Hauskieper Hot mich geprammist. daß se mich essiste wollt, die Buwe in en oiesente Weg uffzubringe. Der kleinste von die Kids Hot mich am Owend gefragt, ob er Widder sässig sein derft. wenn der Pa un die Ma Widder heim wäre un do hen ich gesagt, do deht ich nicks drum gewwe, awwer so lang als ich das Bißnes rönne deht, do müßte se sich behehfe. Am nächste Owend do is der Christ heim komme. Ich hen gesagt, ich deht sein Steil gleiche, fort zu gehn un die ganze Schuhtingmätsch mir zu iwwerlosse. Was ihm denn ennihau einfalle deht. Well, ich hen ihn ganz gehörig daungekahlt un er Hot arig tschiep gefiehlt. Sehn Se, er Hot gar keine Ecksjuhs nit gehabt un er Hot blos die Selma for geblehmt. Er Hot gesagt, die Selma hätt sich gar nit von ihn trenne könne, bikahs sie deht ihn gar zu arig gleiche. Juh mehk mie sick, hen ich gesagt un das is auch ecksäcktlie der Weg wie ich gefiehlt Hrn. Das Hot den Christ arig sohr fiehle

stehle mache un in seim Schmerz is er j

in d Kttschen gange for dicHauskieper e wenig Jnstrockschens zu gewwe. Ich hen mich rettig gemacht, for fort zu gehtt und grad wie ich aus denHaus hen gehn wolle, do hen ich uff eemol in die Kitschen e arig große Foß gehört un mit einem mal hot's en Kräsch gewwe, daß ich ordentlich geschkehrt sin worde. Ich sin nach die Kitschen gerennt un hen die Dohr "fgerie, do is der Christ eraus komme un hosIch sein Backe oehalte. Die Hauskieper Hot dann zu mich gesagt: Mister Habersack, wann Sie gern wisse möchte, wie en Kiß von mich tehste duht, dann könne Se alle Jnformehschen von den Mister Baldrian kriege." Ich hen den Christ gar nit for en Ecksplennehschen qefragt. awwer ich hen zu mich gedenkt, selles Mehdche is e Pietsch. Mit beste Riegahrds, Juhrs Trutte. Me i k H a b e r s a ck. kikweier un Scheriff von Apple Jack. Holte Terrer Kauntte. In E ra z i sk der ehem alkge Oberlieutenant der mexikanischen Nationalarmce Anton Camozi im Alter von 64 Jahren gestorben. Camozi war im Jahre 1867 an der Seite des Kaisers Max nebst mehreren Officieren bei Queretaro in Gefangenschaft gerathen und zum Tode verurthült worden. Er wurde aber begnadigt und nachdem er mehrere Jahre auf der Festung UUoa verbracht hatte, über Fürbitte des Admirals Tegetthoff in Freiheit gesetzt. Nachdem er in Oesterreich sein bedeutendes Vermögen durch Spekulationen verloren hatts, war er als Mitarbeiter fremder Zeitungen thätig, bis die Lähmung des rechten Armes ihm die schriftstellerische Thätigkeit unmöglich machte. Zuletzt brachte er sich als Vieragent fort. Zu Gunsten eines in Noth gerathenen Veteranen von 1870 71, des in Pfeddersheim beiWorms lebenden Tambour Busch," haben dieser TageKriegskameraden eineSammlung veranstaltet. In den Aufforderungen zu Beiträgen wurde in den Zeitungen auf die Verdienste Busch's hingewiesen und eine Episode aus dem Feldzuge 1870 erzählt, nach der Busch mit noch 56 Soldaten am 9. December 1870 3000 Franzosen aus dem Schlosse Chambord in die Flucht geschlagen habe. An die Adresse des Kriegsveteranen gingen darauf eine größere Zahl von Geldsendungen ein, und auch in den Zeitungs - Erpeditionen in Mannheim und Heidelberg wurden ansehnliche Geldbeiträge hinterlegt. Nun stellte es sich heraus, daß der Tambour Busch bereits seit vier Jahren nicht mehr unter den Lebenden weilt, also unter den Bedrängnissen dieses Erdendaseins nid,: mehr zu leiden hat. Die K l i n g e l b a h n" A ltena Kaltenkirchen war der Schauplatz eines allerliebsten Kleinbahnidylls. Ein Zug, Langenfelde verlassend, hält plötzlich etwa 800 Yards oom Stationsgebäude Altena auf der Strecke an. Alles steckt die Köpfe zum Fenster hinaus, um der Ursache nachzuforschen. Und siehe da! Ein Wegearbeiter hatte seine Leiter, die er beim Beschneiden der Bäume gebraucht, auf die Schienen gestellt, saß ganz gemüthlich oben darauf und verrichtete seine Arbeit weiter, als wenn er sagen wollte: die Eisenbahn kann ja um meine Leiter herumfahren. Nach einigen, nicht gerade aus Knigge's Umgang mit Äienschen entnommenen gegenseitig? Complimenten verläßt der Arbeiter seine Leiter, und somit steht der Weiterfahrt des Zuges nichts im Wege, aber die Passagiere denken und die Lokomotive lenkt. Der Maschinensiihrer, nahe der Station sich befindend, wollte die verlorene Zeit einbringen; mit dem noch nachgelassenen Dampf ruax die arme Lokomotitt aber nicht im Stande, die schwere Last wieder in Gang zu setzen, und so mußte eine Vorspannlokomoti ve kommen und den Zug einschleppen. Die Passagiere r)aren inzwischen ausgestiegen, da sie keine Zeit hatten, mit dem Zuge zu fahren. Ja, man fährt gemüthlich auf der Eisenbahn. In Köln sielen etwa 15 Metallhändler. Altkäufer und andere Geschäftsleute aus der Stadt und den Vororten, vorwiegend aber solche aus Düsseldorf, einem Gaunerstreich zum Opfer, der an Frcchbeit seinesgleichen sucht und dem aucy eine gewisse Komik nicht abzusprechen ist. Die städtische Straßenbahn - Verwaltung hat im südlichen Stadtheitl, an der Mainzerstraße, alte Schienen aufgestapelt. Dort erschienen infolge Bekanntmachung in auswärtigen Blättern viele Personen zu einer Versteigerung 'von Schienen, die ein Herr unter Beihilfe eines Ausrufers auch alsbald abhielt. Nach. Verwiegung auf einer Decimalwage fand das Altmaterial zum Preise von 46.50 Mark für die Tonne schnell Abnehmer. In einer benachbarten Wirthschaft cassirte der Verkäufer dann etwa 5000 Mark ein und verabfolgte Quittungen, unterschrieben mit dem nicht ungewöhnlichen Namen Müller. Herr Müller" wies dann die Käufer an, sich zum Nathhaus, Zimmer No. 48. zu begeben. wo auch er anwesend sein werde und wo sie die Abfuhrscheine in Empfang nehmen könnten. Bald darauf suchten viele Personen im Rathhaus das nicht vorhandene Ziinner No. 48 und stellte sich heraus, daß der Herr Müller" ein Schwindler war.

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