Indiana Tribüne, Volume 25, Number 205, Indianapolis, Marion County, 21 April 1902 — Page 4
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Jnnan Tribüne, 81. April 19058.
Indiana Tribüne. Herausgegeben von der Sutrabecfl Indianapolis, Ind.
Harry O. Thudium Präsident. Geschäftslocal: No. 31 Süd Delawarc Straße. telbphone ss. Entered at the Post Office of Indianapolis as second class matter. Eine Erinnerung an Paul Bnltz. Ein Freund dos ganz kürzlich daHingcschicdenen Künstlers schreibt bcm .Berliner Tageblatts Ist die Erinnerung, die ich mittheilen will, auch heitcrcr Natur und anscheinend wenig geeignet, gerade jetzt, anläßlich der traurigen Nachricht von Bultz' Tode, aufgefrischt zu werden, so mag sie doch hier eine Stelle finden. Sie fügt dein Bilde des liebenswürdigen Menschen und Künstlers den oder jenen Zug ei, den die, die ihn persönlich kannten, daran nicht missen möchten. Ich lasse' Bulß selbst das Wort. Es handelt sich um das erste Auftreten des Künstlers als .Don Juan" in Lübeck. Er erzählte: Acht Tage nach Antritt meines ersten Engagements in der Hansestadt überraschte mich mein Direktor mit der Ucbersendung der Don Juan - Partie. Mit teuflischer Gleichgültigkeit überreichte mir der betreffende Theaterunhold das ominöse Notenheft, mir gleichzeitig vermeidend, die erste Aufführung müsse in acht Tagen stattfinden. Was thun? Von der besagten Oper hatte ich ebenso viel oder ebenso wenig Begriff wie ein neugeborenes Wickelkind von den Pfaden durch die Urwälder Amerikas. Ich stürzte zum Direktor, Aufschub der Oper um einige Monate verlangednd. Vergebliches Flehen? Ich brauche Geld, und der Don Juan" bringt ein volles Haus. Entweder, mein lieber Bulß, Sie bczahlen am 15. die Gagen für alle meine Mitglieder, oder Sie lernen bis dahin den Don Juan . . Also avr zum Kampf! . . . Und ein Kampf war es, den ich in den folgenden acht Tagen bestand. Tags über ochste ich, des Nachts legte ich den Klavierauszug dl,Z Don Juan unter mein Kopfkissen, eine Neminiszerj aus den Kinderjahrcn, die ja doch nicht so undenkbar lange hinter mir lagen. Kurz und gut, der schrecklichste Abend meines Lebens brach an. Den e r st e n Akt konnte ich so ziemlich, vom zweiten wußte ich nur so viel, daß er cxistirtc. Das Zeichen zum Beginne ertönte, mir war es, als würde zu meiner Hinrichtung geläutet. Im Anfang ging S leidlich, da tam das Champagnerlied, und mit ihm begann das Unheil. Ich sang nur die erste Hälfte, dann wuchsen Tempo und Noten mir über den Kopf, ich verlor den Faden, fand ihn auch nicht wieder, und das menschenfreundliche Orckester brachte das Champagnerlied auch ohne mich zu Ende. In ähnlicher Weise erübrigten sich meine anderen Nummern. Doch alles ging vorüber, so auch mein Don Juan mein letztes Auftreten nahte, und ich tonnte meine endliche Vernichtung kaum erwarten. ..Fröhlich sei mein Abendessen" intonirend. überschreite ich kühn die Schwelle meines Speisesaales, bleibe mit dem Absätze an der Stange hängen, die unten am Prospekt anß:bracht ist, stürze und liege in meine? ganzen ansehnlichen Lange auf der Bühne, mit dem Kopf gerade vor dem Soufleurkasten! Bis dahin hatte das Publikum meiner Leistung zwar totales Stillschweigen entgegengebracht, sich jedoch mit musterhafter Nachsicht benommen, nun war kein Halten mehr. Alles lachte, johlte, schrie, kurz, mein Don Nuan war verloren. Wie ich von der Bühne gekommen bin. weif; ich heute noch nicht. Der Zorn des Direktors und der meines guten Vaters, dem ersterer von dem durch mich verursachten Bühncnskandal in seiner Wuth Mittheilung machte, bliebe lieber unerörtert. Besonders beschämt war ich. als Tags darauf mein Tischnachbar bei der Table d'hote". ein alter Oberst, mich fragte: Wann die neue Posse wieder gegeben würde?" Das waren die komischen Anfänge von meiner Künstlerlaufbahn. v9ton hüte sich vor Nack.ihmun gen.'' ölg.'n: (zu einem Kaufmann): 5 jjtb eine ganze Menge Anita tionen am ?arkt was ich Ikinen anbiete, ist der einzige wirtliche Ori ainal.?lrtikel." Kaufmann: Daö kann edcr sagen. Woran sind denn den verfälschten Artikel zu erkennen?" Agent : O, bei denen werden nie die Worte auf der Ettkette fehlen: Tlan büte sich vor Nachahrnnngenl" Gemüthlich. Bauer (dessen Haus brennt, zu der aus einem Nachbarort anrückenden Feuerwehr): Ja. wo bleibt's denn mit Eu'rer Spritz'? Es brennt ja All's z'samm'!" - Glei' komma mit! . . . Daß 's aber auch g'rad' Sonntag früh brenna muß! Wir san ja Alle no' net rasirt!" Zweifelhafter Sieg. Wie geht's denn Deiner Gnädigen? Reist sie nach Baden - Baden?" Das ist noch unentschieden, aber schlecht sieht's damit aus: Der Herr hat noch immer nicht nachgegeben, und meine Gnädige hat mir vor fünf Minuten gestanden, datz sie ihre Ohnmacht allerhöcbstens noch thu Viertelstunde aushält!"
er Tod des Ober Lieutenants Rotte. Zu dem bereits telegraphisch gemelbeten Tode des Oder - Lieutenants Notte wird geschrieben : Der Ober - Lieutenant Nolte. früher im Infanterie - Regiment 66, zuletzt Adjutant beim Bezirks - Commando Köln, war 1896 in die taiserliche Schutztruppe eingetreten und wurde zunächst Stationsieiter in Jounde, damals dem weitest vorgeschobenen Posten im südlichen Hinterlande des Schutzgebietes. ))lad) einem Heimathsurlaub im Jahre 188 war er zunächst bei der Ausbildung der Schutztruppe für den Felozug in das Land der Wutc und nach Adamaua thätig, während dessen er eine Compagnie führte. Seine Compagnie drang Mitte Januar bei der Erstürmung der Wutestadt Ngila zuerst in diese ein. Nach dem Feldzug war er eine Zeit lang- Leiter der neuen Militärstation Joko, wo er gleich mit Ziegelbrennen, Bretterschneiden u. s. w. für den Bau der Station begann, die heute auf dem Schnittpunkt der Strafeen von Jaunde nach Tibati, Ngaundere und Banyo einen wichtigen Einsluß ausübt. Nach einem weiteren Urlaub im Jahre 1900 kehrte cr trotz seiner geschwächten Gesundheit nach dem Hinterlande zurück, und zwar wieder nach Aoko, das er zum Theil abgebrannt fand und daher neu aufbauen mußte. Ende vorigen Jahres war ihm bei der Erschließung des westlichen Hinterlandes eine wichtige Aufgabe zugedacht. Der Hauptmann Cramer v. Klausbruch, der Chef der in Aoko stehenden Compagnie der Truppe, hatte einen Zug nach Ngaundere unternommen, um den dortigen Sultan zu züchtigen, der Sklavenjagden, offenbar nach Osten hin, im französischen Gebiet unternommcn hatte. Bei dieser Gelegenheit wurde Ngaundere gestürmt. In Ngambe, der Stadt der Mandiongolo - Tikar, sollte Ober - Lieutenant Dominik zu Hauptmann v. Klausbruch stoßen und dann mit ihm über Tibati nach bcn sechs Tagesmärsche von dort entfernten Sultansstadt Banyo ziehen, wo Nolte die neue Militärstation errichten sollte. Letztere wird als StützPunkt für den von Ober - Lieutenant Dominik in Garua am Beune zu errichtenden Stützpunkt dienen. Wenn es sich nun bestätigt, daß Nolte von Eingeborenen ermordet worden ist, so trifft ein bei den Machtverhältnissen der muhammedanischen Sultane des Graslandes nicht zu unterschätzender Schlag die Truppen in dem Augenblick, wo die Erschließung des Binnenlandcs vor sieb gehen sollte, und es ist der Tod eines um das Schutzgebiet durch kriegerische wie durch Friedenstbätigkeit hochverdienten Offiziers zu betrauern.
Ferdinand Freiligrath über Druck fehler. Es hat etwas Tröstliches, sich zu vergewissern, daß die Leiden, die der Dämon der Druckfehler den Autoren bereitet, nicht erst unserer Zeit der hastigen Publikationen entstammen. Im März 1870 schrieb Freiligrath, wie den von Buchner veröffentlichten Briefen zu entnehmen ist, an einen Stuttgarter Freund folgende launige Zeilen über das Gedicht, das er kurz vorher auf Veranlassung Fanny Lewald's zum Besten des Berliner Asyls für Obdachlose verfaßt hatte. Ich habe 300 Exemplare eigenhändig unterschrieben, und dieselben werden jetzt als Autoaraphen im Asyl-Bazaar verkauft. Das Gedicht, scheint es, läuft durch alle Zeitungen. Ich habe es heute schon in sieben verschiedenen Blättern vor mir liegen, und zwar in jedem mit neuen Druckfehlern. Der heiterste davon ist in der vierten Strophe, wo es in der .N. Z." und in der B. Z." prophetisch heißt: ..Und nächstens (statt nächtens) ruhig brennt Und blitzt das Firmament". Das sind so die kleinen Leiden (und Freuden) des Schriftstellerleben!., und man kann Gott danken, wenn es nicht schlimmer kommt. Was ist einmal meinem guten Freunde und NachbarEdmund Hvfer begegnet? Der schrieb in einer seiner Novellen: In der Ecke des Kirchhofs hatte ein uralter Hollunder seine zahllosen Schößlinge getrieben", wie aber war diese Stelle gedruckt in der Stuttgarter Frauenzeitunq" zu lesen? In der Ecke des Kirckhofs hatte, ein uralter Holländer seine zahllosen Schößlinge getrieben." Und in einem Buche von Gerstäcker heißt es buchstäblich: Ein kalter Schneider (statt Schauder) lief ihm den Rücken hinab." Ich selbst las einmal in meinen Gedichten: Um das Feuer auf der Erde vor den Haufen Gatt Hufen) seiner Pferde." Ebenso ein andermal Auf dem Deckel der Gabarre." Das Lachen thut "Einem wirklich manchmal noth bei allem Traurigen.' was so oft anEinen herantritt. Wir wollen es ja nicht verlerncn!" Ein anderer Druckfehler, der dem Dichter zu schaffen machte, befindet sich in Miß Thackerays Old Kensington. 1873". wo das Motto zu Kapitcl 8 lautet: Die Stunde kommt, die Stunde komml, Wo Du am Graben stehst und klagst." Die neue Straßenbahn. lZeitungs - N?tiz.) Eröffnet ist die neue Bahn noch nicht aber überfahren wurden bereits sechs Personen. "
Auf der Entenjagd ist der 24 Jahre alte Charles Bycraft aus Vpsilanti, Mich., im Huronflnß ertrunken. In seinem Boote stehend, gab der junge Mann auf einen Flug Enten Feuer und dab.-i fiel er in Folge des Rückstoßes seines Gewehrs in's Wasser. Trotzdem er ein guter Schwimmer war, mußte er ertrinken, weil das eiskalte Wasser seine Glieder lähmte. Sein jüngerer Bruder sah vom Ufer zu. wie der unglückliche' Schütze in den Wellen versank. Bon einem tollen Hunde wurde bei Latrobe, Pa., Frau I. Toranska attackirt und in den Arm gebisscn. Vergeblich bemühte sich die Frau, die Bestie abzuschütteln. Auf ihr Hilfegeschrei eilte ihr Mann herbei, welcher mit seinem Revolver einen Schuß auf den Hund abgab, statt des Hundes aber seine Gattin in den Unterleib traf und ihr eine anscheinend tödtliche Wunde beibrachte. Nun hieb der Mann mit einem Knittel auf den Hund ein. worauf diefer sich gegen seinen Angreifer wandte und diesem durch einen Biß in den Arm einen Fetzen Fleisch vom Arme riß. Schließlich gelang es aber dem Manne doch, den Hund in die Flucht zu treiben. Frau Toranska's Wunden geben zu ernsten Befürchtungen Veranlassung. Auf seinerBesitzung in Snow Mountain County. Montana, hat der Viehzüchter Edward Massena ein ungeheures Lager von Strontium entdeckt. Verschiedene Proben sind nach Butte und Helena zur Untersuchung eingesandt und von dortigen Chemikern bestimmt als solches bezeichnet worden. Das reine Mineral ist von gelblich metallischer Farbe und verbrennt mit rother Flamme. Es wird mit Vorliebe zu Feuerwerkskörpern verwandt. Vor einigen Jahren wurde das Mineral schon bemerkt, doch hielt man das betreffende Lager für Kalkstein. Durch einen Freund aufmerksam gemacht, lieh Massena Untersuchungen vornehmen, welche das obige Resultat ergaben. Das Lager ist 30 bis 40 Fuß tief, zieht sich durch einen Hügel in seiner ganzen Länge und wird auf Millionen von Tonnen geschätzt. Einem p l u m p e n S ch w i n - del sind viel Farmer in dem Marylander County Frederick zum Opfer gefallen. Die Bauernfänger führen sich als Repräsentanten einer Fabrik ein, die angeblich eine patentirte Heugabel fabricirt, und ernennen einen leichtgläubigen Farmer zum Agenten für diese Gabel. Als Entlohnung wollen sie ihm eine Gabel umsonst geben, wenn der Mann dieselbe seinen Nachbarn zeigen und einen Tag in jedem Monat dazu verwenden will. Bestellungen entgegenzunehmen. Der Farmer unterzeichnet einen Contrakt, der ganz unverfänglich aussieht, wenn man ihn aber entzweischneidet, ist der Theil, auf welchem sich die Unterschrift befirdet, eine Schuldverschreibung, welche der Farmer in einer Bank bezahlen muß. Vie.'e Farmer haben für ihre Agentur" $75 bis $100 berappen müssen. Ehescheidungsklagen sind in unserem glorreichen Lande so etwas alltägliches, daß sie nur in Ausnahmefällen besonderer Erwähnung ver'oienen. Das trifft in dem Falle der Frau Florence McJlraith von Honey Creek, Ind., zu. Obwohl sie am Honig - Bach wohnt, hat sie in ihrer Ehe das Land der Verheißung, wo Milch und Honig fließt, nicht gefun den. sondern ihre Ehe hat mehr einen wild-westlichen Charakter getragen. Denn Frau McJlraith behauptet, nich: weniger als 208 Mal in einem Jahre von ihrem Gatten mißhandelt worden zu sein, und zwar zuweilen in ganz raffinirter Weise. Er soll sie nicht nur gewürgt, getreten und gepeitscht, sondern zuweilen auch die Bastonnade angewandt haben, indem er ihre unaeschützten Fußsohlen mit einem Brett versohlte. Sie hat Buch darüber geführt, um keinen Irrthum zu begehen. Unfreiwilliger Zeuge eines Einbruchs war der katholische Priester Spotanski in Hudson, Pa., und dabei wurde er selbst um seine Uhr sowie eine Summe Geldes beraubt. Als Rev. Spotanski um drei Uhr früh von einem Krankenbesuch zurückkehrte, sah er Licht im Postamt und näher hinzutretend bemerkte er vier maskirte Einbrecher an der Arbeit. Ehe er sich entfernen und Alarm schlagen konnte, wurde er von einem der Dunkelmänner. der draußen Wache hielt, bemerkt, und dieser zwang ihn mit vorgehaltenem Revolver, sich hinein zu begeben. Hier mußte Vater Spotanski sich neben dem Geldschrank niederlassen und zusehen, wie die Männer denselben sprengten und beraubten. Marken im Werthe von $197 sowie $35 in baarem Gelde fielen in ihre Hände. Da die Beute ihnen zu gering schien, so mußte auch der Priester sich von seiner goldenen Uhr und der geringen Summe Geldes trennen, die er bei sich hatte. Hierauf wollten die Einbrecher ihn euf der Veranda an eine Säule festbinden. Dies unterblieb schließlich, da sich cmer der Diebe für ihn verwandte. Man ließ ihn ungebunden, drol te ihm jedoch mit Erschießen, falls er sich vor Ablauf einer Stunde fortbegeben sollte. Der Priester blieb auch drrt. bis die vierVurschen eine weite Strecke fort waren. Dann machte er den Behörden Anzeige von dem Ein
bruch.
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E i n am Rochusberg aelegenes Pulvermagazin der Eisenfir ma Bretz & Hu ff in Singen ist in die Luft geflogen. Der Luftdruck war so gewaltig, daß in dem angrenzenden Stadttheil, besonders in der Mainzer Straße, kein Fenster ganz geblieben ist. einige Hänse? haben noch größere Beschädigungen erlitten. Die DetoNation wurde stundenweit gehört, doch ist glücklicherweise kein Menschenleben zu beklagen. Die Explosion ist muthmaßlich auf eine böswillige That zurückzuführen, da die Untersuchung am zweiten Pulverhaus die Thür durch Lcckern der Schrauben, welche die Scharniere halten, angegriffen fand. Das alte Hotel zu den Drei Mohren in Augsburg ist in der Subhastation durch die Herren Gustav und August Riedinger in Augsburg für 508,000 Mark ersteigert worden. Die Forderung der Bayerischen Hy-potheken-und Wechselbank betrug 480, 000 Mark; außerdem waren vorberechtiqte Forderungen wie Zinsrückstände, Staatsgebllhren. Verbriefungskosten u. s. w. vorhanden. Für die Bayer:sche Bank eingetragene 150,000 Mark Verbands - Hypothek mit dem Oberpollinger München, fielen aus. Der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank haftete übrigens einer der jetzigen Erwerbec bereits als Garant der Hypothek. Daß ein Privatdocent' zum Theaterdirektor berufen wird, dürfte neu sein. Dieser Tage wurde derPrivatdocent in der philosophischen Fakultät, der Universität Jena, Dr. Hugo Dinger, von einer Gesellschaft von Kunstfreunden eingeladen, die Leitung eines in Amsterdam neubegründeten deutschen Theaters zu übernehmen. Dr. Dinger, der über philosophische, ästhetische und dramaturgische Themata liest, ist wohl der einzige deutsche Universitätslehrer, der das praktische Theater in den Kreis seiner Vorlesungen zieht. So hat Dr. Dinger ein College über dramaturgische Uebungen mit Rücksicht auf die Regie des ernsten Dramas angekündigt. D i e Steinzeug - Fabrik Friedrichheld bei Mannheim ist von einem verheerenden Brande heimgesucht worden. Die Ofenhitze hatte zwei der X großen Ofengebäude in Brand gesetzt, und die ungeheure Feuersäule, welche alsbald emporschlug, alarmirte die ganze Umgegend. Vier Feuerwehren waren an der Brandstätte thätig. 6s gelang, den Brand zu lokalisiren. Leider ereignete sich bei den Löscharbeiten auch ein schwerer Unglücksfall. Feuerwehrmann Kuhring stürzte vom 4. Stockwerk herab und wurde schwer verletzt und bewußtlos in seine Wohnung gebracht. Sein Zustand ist sehr bedenklich. Der Brandschaden beträgt über 100,000 Mark. In österreichischen Blättern ist zu lesen: Seine Majestät der Kaiser hat dem provisionirten stabilen ärarischen Meisterknecht Matthias Steiner in Anerkennung seiner vieljährigen ersprießlichen Dienstleistung da? silberne Verdienstkreuz verliehen." Nun wäre nur noch ein Preis für denjenigen auszuschreiben, der es glücklich herausbekommt, was man sich unter einem provisionirten" und stabilen ärarischen- Meisterknecht" vorzustellen hat. Diese wenigen Worten mit ihrem penetranten Schimmelgeruch enthalten eine gane Fülle innerer Widersprüche, wenigstens .für den. der in die Geheimnisse des k. k. ärarischen Meisterdeutsch nicht eingedrungen ist. I n L o m m a tz s ch hat ein kleiner Spitz seinem Kameraden Juvo thatsächlich das Leben gerettet. Der pitz bellte ununterbrochen vor einem Hause, und da es Schlafenszeit war, wollten einige Leute den lästigen Störenfried verjagen, was ihnen aber nicht gelang. Das Thier bellte und winselte nur noch ärger, sprang nach einer gewissen Richtung fort, und kam zurück und wiederholte diese Bitte, ihm zu folgen, so lange, bis man endlich mit ihm ging. Von einem mit Wasser und Schlamm gefüllten tiefen Senkloche der Schleusenanlage machte er Halt. Man fand darin, dem Ertrinken nahe, einen großen Jagdhund, der nun schleunigst herausgezogen wurde. Ohne die Kameradschaftlichkeit und Intelligenz seines kleinen Freundes wäre der Verunglückte nicht wieder aufs Trockene gekommen. Unter den Lehren der natürlichen Geographie findet sich seit Langem der Satz, daß der sogenannte Spaltenfrost eine der wirksamsten Naturkräfte ist. die an der Zerstörung der Gebirge arbeiten. Nur selten aber ist die ungeheure Wirkung, die von der Ausdehnung des Wassers eimGefrieren in engem Raum ausgeführt werden kann, technisch verwerthet worden. Das geschah in großartigem Maßstabe neulich in einem großen Steinbruch in der Nähe von Aberdeen (Schottland). Ein rieser Steinblock war mit mehreren Bohrlöchern durchsetzt wyrden, um durch Dynamit gesprengt zu lrerden. Der Leitn der Arbeiten kam auf den Einfall, das gerade herrschende ungewöhnlich kalte Wetter auszunutzen und die Dynamitladung zu sparen. Die Bohrlöcher wurden einfach mit Waffer gefüllt, und in der That war der Granitblock nach zwei Nächten völlig geborsten. Eine Vorstellung von der Riesenkraft des Frostes ist aus der Angabe zu entnehmen, daß jener Stein eineGröß? von 12 be?, 5 Fuß und ein Gewicht von
etwa 120 Centnern besaß.
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