Indiana Tribüne, Volume 25, Number 204, Indianapolis, Marion County, 19 April 1902 — Page 4
In Tribüne, 10. April 190.
Indiana Tribüne. Herausgegeben von der GiutenbttQ Indianapolis, Ind.
Harry O. Thudium Präsident. Geschäfts local: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 69. Entered at the Pot Office of Indianapolis as second dass matter. Die ftunst, in Monte iSavle zu gewinnen. Zahllos, wie die Anzahl öer Rivierapilgcr, ist die Zahl der Spielsysleme, die im Laufe der Jahrzehnte von findigen Köpfen ersonnen wurden, um angeblich sichere Gewinne" zu erzielen. Der bekannte Statistiker Eduard Engel in Berlin behandelt in einem launigen Feuilleton der Frkf. Ztg." die Aussichtslosigkeit der meisten dieser genialen Systeme" und kommt dann zu folgendem interessanten Schlüsse: Ein System, nach den man in Monte Carlo wie überall sonst, wo Roulette gespielt wird, also auch am harmlosen Familientisch, wo es um PfefferNüsse hergeht, nicht nur gewinnen kann, sondern gewinnen muß. besteht in Folgendem: Man spiele ausschließlich und unwandelbar nur eine der sechs Spielarten, bei denen Gewinn- und Aerlustaussichten gleich sind. Man setze zum Beispiel stets auf Schwarz oder stets auf Noth; stets auf Grade oder Ungrade u. s. w. Man setze beim Beginn des Spieles niemals mehr als den niedrigsten Einsatz und verdoppele ihn beim Verlust, verdovpele ihn so lange, bis Gewinn eintritt, und beginne alsdann abermals mit dem niedrigsten Einsatz. Dies ist das ganze System. Um ein Beispiel aus d?r Wirklichseit der Spielhölle von Monte Carlo zu nehmen: Am Freitag, den 31. Januar 1902. fielen die Kugeln am dritten Tisch während der ersten Spielstunde wie folgt (S Schwarz. R-Roth): S. S. S, S. S. S. S, R. S. S. R. R. R. S. R. R. R. N. R. R. S. R. R. S, S. R. S. R. S? S. S. S. S. S. S. R. S. S. R. S. R. S. R. R. S, S. Der Leser wende die Regel meines Systems auf diese Spielstunde an, so erhalt er. wenn er unausgesetzt Schwarz spielt, folgende Zahlen: Er hat nach den Gesetzen der Spielhölle mit dem niedrigsten zulässigen Einsatz von 5 Francs begonnen; er hat, da er sogleich gewann, den Einsatz nicht zu verdoppeln gebraucht, sondern immer wieder ein Fünf-Francs-Stück gesetzt und hat siebenmal hintereinander gewonnen. Beim achtenmal kam Roth, und er verlor. Er verdoppelte seinen Einsatz auf 10 Francs und gewann. Hierauf begann er wieder mit dem niedrigsten Einsatz von 5 Francs und gewann wieder. Abermals setzte er 5 Francs und verlor; er verdoppelte, verlor wieder; er verdoppelte aus 20 Francs und verlor zum drittenmal, er verdoppelte aus 40 Francs und gewann, allerdings i o a ni .... : i : immer nur Francs icivinn. hierauf folgte eine Reihe von sechs Roth, die ihn bis zur Verdoppelung auf 160 Francs zwang; erst bei der sechsten Verdoppelung bis auf 320 Francs kam wieder Schwarz, und er gewann 5 Francs. So ging das Spiel während der ersten Stunde hin und her. und am Ende der Stunde betrug sein Gewinn 26mal 5 Francs 130 Francs. Die Zahl der an einem Tisch in zwölf Stunden gespielten Kugeln beträgt rund 550. Auf eine Stunde fallen also etwa gegen 45 Kugeln. Die Hälfte von 45 mit 22 angenommen, ergibt zwischen 22 und 23 Kugeln für Roth und für Schwarz, einen Durchschnitt, der in längeren Zeiträumen unbedingt sich ergeben muh. Die Unfthlvarkeit meines Systems hat nun aber einige Löcher; es wäre sonst gar zu schön. Da ist zunächst die Null der Bank, der ihr sicheren Gewinn bringt. Die ganze Herrlichkeit des Fürsten von Monaco beruht auf dieser Null. Fällt die Kugel auf Null, so ist der Einsatz des Spielers nach meinem System natürlich auch verloren. Indessen wa schadet ihm das? Hat er zum Beispiel aufSchwarz gesetzt, so bedeutet die Null der Bank für ihn in ihrer Wirkung nichts Anderes. als wenn die Kugel einmal mehr auf Roth gefallen wäre. Die Wahrscheinlichkcit also, daß die Verlustfarbe kommt, wird um ein Siebenunddreihigstel vermehrt, weiter nichts. Unser Spieler braucht also, wenn Null fällt, nicht mit der Wimper zu zucken, sondern er spielt nach unserem System ruhig weiter, das heißt, er verdoppelt seinen Einsatz so lange, bis seine Mwinnfarbe wiederkehrt. Das zweite Loch heßht Maximum. Das Maximum beträgt beim Roulette 6000 Francs. Beim Verdoppeln des Einsatzes von 5 Francs ab überschreitet man das Maximum beim zwölften Verdoppeln. Wer also Pech hat, daß die Gegenfarbe oder sonst ein Gegenspie! (also beim Setzen auf Gerade Ungerade) mehr als elfmal hintereinander fällt, der verliert über 10.000 Francs und muh von vorn anfangen. Nun erzählen die Stammgäste von Monte Carlo mit Vorliebe Räubergeschichten von endlosen Reihen. die vorgekommen sein sollen. Reihen von 15. 16. 18 bintereinand,?
.oic unuiiuni au,riu;uu!iycn llvcr das gesammte Spiel ganzer Wochen, die ich eingesehen habe, bestätigen mir jene Räubergesch'lchtcn nicht. Die längste Reihe, die mir in einer ganzen Woche einmal begegnet ist, stieg ans 11, blieb also noch innerhalb des sicheren Gewinnes. In einer anderen Woche allerdings habe ich eine Reihe von 14 gefunden. Solche Reihen gehören aber '.u den unerhörten Seltenheiten. von denen man dann noch nach Jahren in Monte Carlo und Umgegend spricht. Ein drittes Loch aber gräbt der Spieler fiel selbst. Wer mit 500 Francs in der Tasche und mit nicht diel größerem Vermögen zu Hause wagen wollte, die Dämonen des Zufalles oder selbst der Wahrscheinlichkeit in Monte Carlo herauszufordern, der würde entweder an der Dürftigkeit seines Spielcapitals oder an seiner eigenen Aufgeregtheit scheitern. Wer nicht über eine große verlierbare Summe verfügt und vor Allem über eine unerschütterliche Ruhe und Kaltblütigkeit. so dah er ohne Beflügelung seines Pulses, ganz mechanisch, den Einsatz von 320 Francs auf 640, dann auf 1280 und wenn es sein muh, auf 2560 Francs verdoppelt, der darf dieses System überhaupt n'cht versuchen. Es ist kein System, um mit lOOFrancs schnell und sicher unbedingt 1000 zu gewinnen, obgleich es vorkommen mag, dah bei einem recht schläfrigen Spiel, bei dem die Reihen kaum über vier steigen, ein Spieler schon mit 100 Francs in einer Stunde über 100
Francs gewinnt. Auch solche Stunden, ja Tage kommen in Monte Carlo vor. Denn was kommt dort nicht Alles vor? Endlich aber noch eins, wodurch mein herrliches System nicht nur ein Loch bekommt, sondern überhaupt in sich zusammenfallt. Die Beamten des Fürsten vonMonaco dulden zwar, daß Jemand sein Hab und Gut bis auf den letzten Pfennig an der Spielbank verliert, dah er sich eine Kugel in den Kopf schießt oder sich in's Meer stürzt; sie dulden aber unter keinen Umstänocn, daß Jemand dauernd nach einem vernünftigen System gewinnt. Wer nach diesem System in Monte Carlo regelmäßig täglich spielt, und was dasselbe bedeutet, gewinnt, der wird unfehlbar hinausgeworfen, oder, was aber auch wieder dasselbe bedeutet, er wird nicht wieder hineingelassen. Ueber wü.hcndc Kämpfe zwischen der Otter und dem gcl veröffentlicht die Nature" eine fesselnde Plauderei. Derartige Kämpfe sind mehr als einmal beobachtet warden, theils in der Natur, theils bei Thieren, die eigens in einen Käfig gesetzt wurden. Die beiden Feinde fcniun sich sehr gur und beobachten sich gegenseitig mit großem Mißtrauen. Dr Igel ist stets bereit, sich zu einer Kugel zusammenzurollen, und die Otter lätzt ihn nicht aus den Augen. Schließlich wird sie aber müde und wechselt ihre Stellung, indem sie mit jener langsamen Bewegung, die ihr eigenthümlich ist. vorwärts kriecht. Der Igel wartet den geeignetenAugenblick ab, packt dann so scynell wie möglich den Schwanz der Otter mit seinen Zähnen und nimmt sofort Kugelgestalt an. Er preßt die Zähne aber nicht zu sehr zusammen, so daß er den Schwanz seiner Feindin nicht abbeißt. Die letztere dreht sich wüthend um und stürzt sich auf die stachelige Kugel; sie beißt wild um sich und sucht mit verzweifelten Sprüngen den Igel mit sich zu schleppen; der Igel läßt alles mit sich geschehen. Schließlich muß aber die durch zahlreiche Wunden erschöpfte Oti?r unterliegen. Man hat immer beobachtet, daß der Igel, nachdem die letzten konvulsivischen Bewegungen seines Opfers aufgehört haben, die Otter verschlingt, indem er mit dem Schwanz beginnt; den Kopf ißt er nicht. Der Igel leb nicht, wie man gewöhnlich glaubt, ausschließlich von Mollusken. Insekten und Erdwürmern; er leistet sich vielmehr auch hin und wieder Vogeleier und selbst kleine Vögel, die er sich aus dem Neste holt; auch Früchte verschiedener Art verschmäht er nicht. In Versailles hatte man einmal in einem großen, von Mauern umgebenen Garten ein Jgelpärchen mit zwei Jungen untergebracht. Die interessante Familie fühlte sich schnell heimisch in dem Garten und trank die Milch, die man ihr brachte. Der Garten, in welchem sich Legionen Weinbergsschnecken befanden, wurde von den Igeln so gut gesäubert, daß man im Frühling auch nicht eine einzige Schnecke mehr vorfand. MS Lohn für ihre JagdthätigZeit nafyn aber die Jgelfamilie den ersten Salat und die ersten Erdbeeren in Anspruch, so daß derGärtner schließlich froh war, als er die gefräßigen Gäste nach dem Gehölz von Satory zurückbringen durfte. Ein Langschläfer. Arzt: Und wie ist's mit dem Schlaf?" Patient: O, des Nelchts schlafe ich gut, auch des Morgens; aber nachmittags kommen so ein paar Stunden, wo ich kein Auge zumachen kann." Im Auskunfts - Bureau. Dame: Können Sie mir vielleicht eine Auskunft über den Privat - Docenten Knö delmann geben?" Er: Mit Vergnügen!. . . Ueber die VermögensVerhältnisse, seinen Ruf. Charakter?" Sie: Nein, nein wir haben ihn für nächsten Sonntag eingeladen, und da möcbt' ick wissen, was er gern ißt?"
Vom Julaude.
Weil sich sein Sohn OSkar ein neues Paar Schuhe gekauft hatte, beging der 69jährige John Johnson in St. Paul. Minn.. Selbstmord. Der alte Mann hatte Oskar verboten, sich neue Scöuhe zu kaufen, der Letztere bestand aber auf seinem Vorsatz und kaufte sich dieSchuhe ohne des Vaters Erlaubniß. Das ärgerte den Vater so sehr, daß er wehrend der Abwesenheit der Familie nach der Scheune ging und sich dort erhängte. JnFolge .'einesZufalles wurde in Sharon. Pa.. das Versteck von Silbersachen im Werthe von mehreren hundert Dollars, welche vor einer Reihe von Jahren aus der Wohnung von James Bartholomew dortselbst gestohlen wurden, entdeckt. Ein F.marbeiter, welcher seiner Zeit als der Dieb verhaftet war, hatte den Diebstahl zwar eingestanden, den Ort. wo er die Sachen versteckt, aber nicht verrathen. Als man dieser Tage nun einen großen Baum nahe Bartholomew's Hause fällte, fand man in dessen Innern die Silbersachen, die der Dieb dort versteckt hatte. Zu einem JahrZuchthaus wurde in Louisville, Ky., der taubstumme James Mason verurtheilt, weil er eine Bibel gestohleu hatte. Als Grund gab er an. dah das Lesen der heiligen Schrift seine einzige Freude sei und er nicht im Stande war, sich eine Bibel zu kaufen. Nachdem er dem armen Echklm das Urtheil gesprachen hatte, eröffnete der Richter für ihn eine Sammlung zum Ankaus einer Bibel. Als der Verurteilte die Reise nach dem Zuchthause zu Frankfort antrat, nahm er eine schöne Bibel mit, die ihm der Richter und die Gerichtsbeamten gekauft hatten. Durch ein Gewehr in Kinderhand ist im Town Scott, ca. 10 Meilen von Plymouth, Wis., ein junges Menschenleben vernichtet worden. Zwei Söhne des dort ansäßigen Farmers Peter Sills, der eine 14 Jahre, der andere 8 Jahre alt, begaben sich in Begleitung des siebenjährigen Ervin Taylor, Sohn des benachbarten Farmers Geo. Taylor, in den Wald. Der ältere Sills hatte eine kleine Büchse, Kaliber 22. die er an einen Baum lehnte. Der jüngere Bruder ergriff die Büchse und zielte auf den kleinen Taylor, wobei sich die Waffe entlud, die Kugel drang dem Kind in das Auge und durchbohrte das Gehirn, so daß der Knabe augenblicklich todt niederftürzte. Im Zuchthause zu Jeffer City, Mo., hat der Sträfling W. Lampher seinem Mitgefangenen Geo. Wilson die Kehle durchschnitten. Eine Stunde später war letzterer eine Leiche. Lampher überfiel sein Opfer ohne anscheinenden Grund und ohne vorangegangenen Streit mit einem haarscharfen Messer, das zum Ausschneiden von Sohlen benützt wird. Da Wilson auf den Angriff nicht vorbereitet war, konnte er sich nicht zur Wehre setzen. Ueber das Motiv zu dem Verbrechen ist nichts bekannt geworden, da Lampher allen an ihn gestellten Fragen ein beharrliches Schweiaen entaeaensetzt. Der Mörder hat eine 50jährigc Zuchthausstrafe wegen Mord im 2. Grade zu verbüßen und sein Opfer war wegen Straßenraubes zu 5 Iahren verurtheilt worden, hatte jedoch bereits drei Jahre davon verbüßt. Ganz Jersey City lacht über die Ehemisere des JohnHermann, dsr seinen freund" Fritz Grüninger im Verdacht hat, daß er mit Frau Hermann zu dick befreundet ist. Er wurde auf Betreiben Grüningers wegen Bedrohung unt Friedensbürgschaft gestellt. Der Letztere legte beim Verhör einen Brief Hermann's vor, worin er inrn seine Frau für 90 Cts. offerirt. Sie ist eine gute Partie und das ist ein Bargain-Tag. Wenn Du glaubst, der Preis sei zu hoch, kannst Du sie umsonst haben, und einen Dollar schenke ich Dir auch noch." Es scheint jedoch, daß Hermann sein schnelles Handeln bereut hat. denn er war vor den Richter geladen worden, weil er Grüninger mit dem Tode' bedroht hatte. Frau Hermann hat ihren Mann schon vor einigen Monaten verlassen. Damals beschuldigte ihr Mann sie. daß sie Grüninger gestatt, ihr zu viele Aufmerksamkeiten zu erweisen. Kolossale Dimensionen hat unser Vananenhandel angenommen. Der Werth der importirtenBananen betrug im letzten Rechnungsjähre nicht weniger als $6,550,000. Unsere Hauptbezrgsquellen sino Mittel - Amerika und die westindischen Inseln. Die Bananen - Einfuhr aus Mittel - Amerika ist 1897 bis 1900 von $1,469,509 auf $2,339,461 gestiegen, dagegen hat die Eiiktuhr aus den westindischen Inseln, besonders Cuba, in den letzten zehn Jahren abgenommen. Die Ziffern für 1900 sind: aus den britischen Inseln $2.172.449; Cuba $158.049; San Domingo $75.590; zusammen $2.406,088. Die einzigen anderen Länver, außer den bereits genannt. 'n, aus welchen wir Bananen in größeren Mengen beziehen, sind Colombia. Britisch - Honduras und Hawaii; aber auch hier ist eher eine Abnahme zu verzeichnen. Florida lieferte vor einigen Jshren ein nicht unbeträchtliches Quantum Bananen für den inländischen Bedarf; der Frost domJahre 1854 tödtete aber die meisten Bananenbäume, so daß der Ernterertrag vo 32,084 auf 3782 Büschel fiel.
Vom Auslande.
ZuCavarossa beiMon te 'Carlo wurde derLeichnam einer eleganten, jungen Dame mit zwei Schutzwunden in der Brust gefunden. In der Tafche hatte sie eine Visitenkarte mit dem Namen Hermine Volk und den Worten in deutscher Sprache: Niemand anders ist an meinem traurigen Ende schuld als die Spielhölle. Eine furchtbare Blut. !hat ist in Eberswalde verübt worden. Der Arbeiter Geisler drang gegen 5 Uhr Morgens durch's Fenster in die in der Bergstraße gelegene Wohnung des kurz vorher zur Arbeit gegangenen Arbeiters Bartels, verletzte dessen Frau durch einen Revolverschuß in die linke Brustseite schwer, tödtete die 21jährige Tochter durch einen Schuh in den Kopf und erhängte sich dann selbst in der Kammer, in welcher er das Verbrechen begangen hatte. Der Grund zu diesen Blutthaten war Liebesgram. Eine eigenartige Anzeige bringt der Artistik". Der durch sein entschiedenes Auftreten gegen die Berliner Censurbehörde bekannt ge wordene Humorist Pfemfert veröffentlicht folgende freudige Familiennachricht: Meinen verehrten Freunden, Feinden und Collegen und vor allen Dingen meinen schönen Colleginnen die freudige Kunde, dah meine Verlo'bung mit Fräulein Elly B., Charakter -Soubrette, zum zweiten und endgiltigen Mal gelöst ist! Das Leben ist zu :urz. um sich zu streiten. Hochachtungsvoll Franz Pfemfert." Durch Zufall gelang der Polizei in Mainz die Verhaftung einer jugendlichen Einbrecher- und Diebesbande, welche nach ihrem eigenen Geständniß in Frankfurt a. M. und Mainz ca. 25 Einbrüche und Diebstähle verübt hat. Die in Frankfurt gestohlenen Gegenstände wurden in Mainz und die in letzgenannter Stadt entwendeten Sachen in Frankfurt verwerthet. Die Bande, aus vier Burschen im Alter von 14 bis 17 Jahren bestehend, war im Besitz einer großen Anzahl selbst angefertigter Einbrecherwerkzeuge. Im Begriff, das Feld ihrer Thätigkeit nach Köln zu verlegen, wurden sie verhaftet. Seit einigen Tagen veranstalten die Studenten der Medicin in Limoges Kundgebungen, um von dem Direktor des dortigen Theaters, M. Donort, eine besondere Ermäßigung der Preise für die Plätze zu erlangen. Diese Kundgebungen arteten schließlich zu einem regelrechten Kampf aus. Als der Direktor auf der Bühne erschien, wurde er mit Pfeifen begrüht. das von der obern Galerie kam, auf der die Studenten sich aufhielten. Darauf wandte der Direktor sich mit seinem Personal gegen die Ruhestörer, um sie hinauszuwerfen. Das Publikum ergriff gegen sie Partei, und ein allgemeines Handgemenge war die Folge. Die Polizei mußte einschreiten, um die Kämpfenden zu trennen, von denen vier festgenommen wurden. Der Soldat Guiguen von der französischen Fremdenlegion wurde in Oran füsilirt. weil er in trunkenem Zustande seinen Sergeanten und einen Corporal erschossen hatte. Guiguen lieh sich die Augen nicht verbinden. Nun los. Kameraden!" rief er knieend dem Peleton zu. Nach dem Salvenfeuer preßte Guiguen, dessen Augen ofen geblieben. krampfhaft die Arme an die Brust. Ein ohne Commando abgegebener' Gnadenschuh traf wieder nicht sein Herz: erst ein zweiter, auf Commando des Adjutanten abgegebener Einzelschuh machte dem die Menge furchtbar aufregenden Schauspiel ein Ende. Guiguen hatte über zwanzig Dienstjähre hinter sich. A u f d e r S t a t i on B r e st eLitowsk wurde in einem Coup: erster Klasse des Expreßzuges die Leiche eines zwei Monate alten Säuglings weiblichenGeschlechts aufgefunden.Das Kind war mittelst eines Knebels, der ihm in den Mund gezwängt wurde, erstickt worden. Als man den Knebel aus dem Munde zog und entfaltete, zeigte es sich, daß er aus einem feinen Batisttaschentuch bestund, in dessen eine Ecke eine Grafenkrone gestickt ist. In dem Coupe, in welchem die Kindesleiche gefunden wurde, hatten die Bahnbediensteten kurz zuvor zwei junge Damen bemerkt, von welchen die. eine sehr vornehm auftrat und die andere deren Gesellschafterin zu sein schien. Der mysteriöse Vorfall ist noch unaufgeklärt. DerzumJslamübergetretene Herr Quilliam aus Liverpool, der in dieser Stadt eine Moschee erbaut hat und seither als Schech ul Islam für die britischen Inseln bezeichnet wird, hat von einem leitenden Mohammedaner aus West - Afrika folgende Mittheilung erhalten: Es wird Dein 5)erz erfreuen, zu erfahren, daß Kuku, einer der leitenden Männer in Jjebu Ocle (einer Stadt im Hinterlanke der britischen Colonie Lagos, im Yorubalande, also wenige Tagereisen von der Küste entfernt) mit 600 seiner Leute sich zum Glauben an den einzigen und ewigen Gott und seinen glorreichen Propheten Mohammed ewiger Friede ruhe auf ihm und seinen Nachkommen bekannt hat und in den heiligen islamischen Glauben aufgenommen worden ist. Unter diesen Convertiten befinden sich Lehrer und Schüler, welche die von den christlichen Missionären vor mehr als zehn Jahren krriclzteten Schulen besuchten.
S8eS9SS 696StS96S
preis Dir, Gambrinus, habe Dank, ür Deinen edlen Meifterrrank !
Columbia'
das würzige Gebräu
der
Home Brewing Comp, In Gebinden und in Flaschen zu beziehen.
jRinge T mit Edelsteinen besetzte Ringe, welche ich
X CARIv Iv. ROSla D,aate.aufmaa X X No. XS Nord Illino?s Strasae. X
Versichert in der : : : :
Deutschen
Feuer - Versicherungsgef ellfchaft
von
Haupt-Office : No. 27 T iid Delaware Gtrake, Indianapolis, 3n
Pabsi beer I is ahrays pure Brewed frorn carcsully selectcd barley and hops never pennitted tO B leave the brewery untfl properly aged. !WW
C. WIESE SONS, Seichenvestatter, 85 Nord Eaft Stratze. Neues Telephon 942,
welche gefallen in ....Muster, Qualität und Preis.... Was Sie hier an Ihrem Frühlings - Anzug ersparen, kauft Ihnen ein extra Paar Hosen zu irgend einer Zeit , oder reicht gewöhnlich für noch einen Anzug kin. eine Probe Stücke, sonder die ganze Tnchrolle zur Auswahl. Sie wissen genau wie Ihr Anzug aussehen wird wenn Sie Ihr Maaß dafür lassen. Anzöge ach Ihrem Maaß $15, $18, $20 und aufwärts. Hosen nach Ihren Maaß $3, SS und aufwärts. W. Ö. SCHNEIDER, 44 West Monument Place 44
Teledhon 1050.
f
mit allen beliebtesten Schmucksachen für Männer und Frauen, zu jeder Zeit. Tiefes ist ein X Juwelen-Laden, aber hauptsächlich ein Laden für Ringe. Bessere Qualitäten als Sie irgend sonstwo für das gleiche Geld erhalten. Einige
wünsche, daß Sie sehen sollten. X
