Indiana Tribüne, Volume 25, Number 202, Indianapolis, Marion County, 17 April 1902 — Page 1
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: Grsxeint jeden Nachmittag. Jahrgang 25. Indianapolis, Ind., Donnerstag, 17. April 1902 No.202.
Socialer Turnverein.
Schluß der Jahres - Versammlung. Interessanter Bericht des Ersten Sprechers. Seine Porschläge sollten beachtet werden. Beamtenwahl. Ter Schluß der Jahresversammlung des Socialen Turnvereins fand gestern Abend statt. Dieselbe erfreute sich eines regen Besuches. Die Berichte des Schatzmeisters und des Buchhalters lauteten günstig und bewiesen, daß der Verein auch in dem verflossenen Jahre Mieder Fortschritte gemacht hat. Dem mit außerordentlicher Sorgfalt ausgearbeiteten Jahresbericht des Ersten Sprechers entnehmen wir folgendes: Ein Rückblick auf die Thätigkeit des Turnvereins während des verflossenen Halbjahrs ergibt ein nicht in allen Theilen befriedigendes Resultat. Namentlich in der ersten Hälfte des Semesters schien der Turnverein in den tiefsten Winterschlaf gefallen zu sein. Das Kegelfieber erreichte um jene Zeit seinen Höhepunkt, die Gesangproben und Konzerte des MusikVereins ließen manche unserer Mitglieder keine Zeit sich um den Turnverein zu kümmern, außerdem nahm das Weihnachtsgeschäft eine ganze Anzahl unserer Mitglieder sehr in Anspruch, sodaß drei Vereinsversammlungen und zwei Vorftandssitzungen in Ermangiung eines Quorums ausfallen muß ten. Mochte auch die turnerische Regsamkeit, wie sie sich in den Vereinsversammlungen wiederspiegelt, sehr viel zu wünschen übrig lassen, so zeigte dagegen das Leben und Treiben auf dem Turnplatze ein weit erfreulicheres Bild. Wie aus dem letzten Berichte des Turnlehrers hervorgeht, nimmt die Zahl der Schüler und Schülerinnen der Turnfchule stetig zu, allerdings nicht so schnell, als es zu wünschen wäre, aber wir können doch mit Befriedigung sagen, daß unsere Schule heute in einem besseren Zustande sich befindet, als dies seit langen Jahren der Fall war. Das erste Verdienst dafür gebührt neben dem Turnlehrer den aktiven Turnern unseres Vereins. In der Klasse der Aktiven herrscht eine gesunde Atmosphäre, ein schönes, kameradschaftliches Verhältniß und ein guter, turnerischer Chorgeist. Die Durchschnittsbethtiligung der Aktiven am Turnen ist in Folge dessen eine bei weitem größere, als in früheren Iahren, so daß der Verein alle Ursache hat auf die Klaffe seiner Aktiven stolz zu sein. Das am 4. April abgehaltene Schauturnen hat gewiß allen Mitgliedern des Vereins einen trefflichen Beweis von der Fähigkeit des Turnlehrers und den lobenswerthen Eifer der Turnerjugend geliefert. Das Schauturnen bildete einen schönen Abschluß für die WinterSaison der Turnfchule des Vereins. Nur noch wenige Wochen und Mutter Natur wird ihr grünes Kleid wieder anziehen hoffentlich werden dann die Aktiven und alle diejenigen des Vereins, die noch die Jugend in den Gliedern fühlen, die Sonn- und Feiertage dazu ausnützen, sich durch Turnfahrten und Ausflüge nach dem schönen Turnerpark für die Arbeit in der Office und in der Werkstatt auf's Neue zu ftärlen. Ter Louisville-Turngemeinde, die dem Verein freundschaftlich näher steht, wie irqend ein anderer Verein des Turnerbundes, ist die Betheiligung am Turntage zugesagt ; den Turnern von Cincinnati wird ein Besuch geschuldet, auch Dayton, O. möchte mit den Socialen Turnern näher bekannt werden und die Baumciesen von Bloomingdale Glens warten schon seit Iahren darauf von den Mitgliedern des Socialen Turn Vereins bewundert zu werden, kurzum, es fehlt nicht an Gelegenheit, Natur und etwas anderes zu kneipen. Der Turnerpark sollte von den Mitgliedern des Vereins fleißiger besucht werden, als dies im Vorjahre der Fall war, auch sollten beffere Vsrkehrungen für Volksturnen getroffen werden, die
Ausgaben dafür laffen sich mit Leichtigkeit aus der Vereinskaffe bestreiten. Das Expenment, die Sonntagsschule am Sonntag Vormittag, anstatt Nachmittags abzuhalten und die Schüler in 4 Klaffen, an tatt in mehrere kleinere Klaffen zu theilen, hat sich sehr gut bewährt ; der Durchschnittsbesuch der Schule ist ein viel besserer, als in früheren Jahren und es gebührt Denen, die die Sonntagsschule in ihrer jetzigen Zusammensetzung durch finanzielle Hilfe möglich machten, der Dank des Vereins und ganz besonders auch dem pflichtgctreuen Lehrerpersonal, bestehend aus Turner Scherer, dem Leiter der Schule und den Damen Mamie Schulmeye.r, Emma Bopp und Clara Bell. In Bezug auf geistige Bestrebungen hätte der Verein seinen Mitgliedern weit mehr bieten können. Die Vorstellungen des dramatischen Klubs ausgenommen, hatten wir während der ganzen Saison nur eine geistig-ge-müthliche Unterhaltung und drei Vorträge. Wenn der Verein in diesem Jahre wiederum einen Preis für geistige Reg samkeit erhalten sollte, so verdankt er dies in erster Linie den Mitgliedern des dramatischen Klubs, die durch die beiden Aufführuugen Uriel Acofta" und Anne Liese" für sich selbst und für den Verein Lorbeeren geerntet haben. Die am 6. Juli in Davenport, Ja. stattfindende 20. Bundestagsatzung wird darüber entscheiden, welchem Ver ein das sür das Jahr 1905 bestimmte Bundesturnfest übertragen werden foll. Zur Zeit der im Jahre 1900 abgehaltenen Tagsatzung in Philadelphia wurde der Sociale Turnverein als feftgebender Verein für das Bundesturnfest oft und viel genannt. ES dürfte sich empfehlen, daß sich der Verein bis zum kommenden Juli darüber schlüssig wird, ob er ein Bundesturn
Fest übernehmen will oder nicht. Die Aussicht, mit einem Deficit von $28, 000 abzuschließen, wie Milwaukee im Jahre 1893 dies gethan hat, ist gewiß eine sehr verlockende. Durch eine vorsichtige Führung der Finanzen gelang es dem Vorstände an den Klippen eineS Deficits vorbeizu segeln. Wie aus dem Bericht des Buchhalters zu ersehen ist, hat der Verein keine Schulden. Mit besonderer Genugthuung wähnte der erste Sprecher sodann, daß unter den Mitgliedern des Vorstandes stets ein gutes Einvernel'men herrscht, und daß sie die Verwaltungsgeschäfte gewiffenhaft besorgten, sodaß er wohl ohne Selbstüberhebung sagen darf, daß der Vorstand seine Verpflichtungen getreulich erfüllt hat. Der Bericht wurde beifällig aufgenommen. Mehrere der Anwesenden hielten kurze Ansprachen, in welchen sie sich mit den von dem Ersten Sprecher aus gesprochenen Ansichten voll und ganz einverstanden erklärten. Hierauf fand die Beamtenwahl statt. Dieselbe ergab folgendes Resultat : 1. Sprecher Theo. Stempfel. 2. Sprecher L ouiS Sielken. Prot.-Secr. Peter Scherer. Reg. Secr. Paul Braune. Correfp.-Secr. Aug. Hartmann. Schatzmstr. Herrn. Sielken. Buchhalter Julius Becherer. 1. Turnwart Mar Emmerich. Diese Beamten wurden sämmtlich per Acclamation wieder erwählt. Weitere Beamte sind: 2. Turnwart Carl Prinzler. Zeugwart Hans Janffen. Bibliothekar Emil Zabel. Die übrigen in der gestrigen Versammlung noch zur Erledigung gekommenen Geschäfte entbehren des öffentlichen Jntereffes. Deutsch - Amerikanischer Temokraten-Ylub. Regelmiitzige Versammlung heute l Donnerstag) Abend 8 Nhr in Ottmar Keller's Halle No. 217 Oft Washington Str Geo. Roth, Präs. Aug. Tamm, See.
Feuer in einem Hospital.
Mehrere Patienten mit knapper Noth gerettet. In dem an der N. Illinois Straße No. 805 Und 807 belegenen Duperator Medical Institut, einem Hospital für Schwindsüchtige entstand letzte Nacht gegen 11 Uhr ein Feuer. Dasselbe entstand in dem Nebenraume eines Zimmers, welches einen Pailenten, Cassius O. Gaston von Peru, Ind., beherbergte. Mit knapper Noth wurden er und eine andere Patientin, Frau Anna Boyer, in Sicherheit gebracht. Als die Feuerwehr auf der Brandstätte anlangte, hatten die Flammen sich bereits ihren Weg nach den Wohnräumlichkeiten des Dr. Winfield S. Rowleh, des Besitzers des Hospitals gebahnt und dort ihr Zerftörungswerk begonnen. Der Doctor schätzt seinen Schaden auf $1000, während derjenige am Gebäude sich auf $2000 belaufen wird. Das Rettungscorps unter Leitung von Capt. Newman leistete gute Dienste. Local-Politisches. Die Heerführer der republikanischen Partei im Staate haben bereits gestern ihren Einzug in Indianapolis begonnen, um die Vorarbeiten für die Staats-Convention am nächsten Donnerstag zu beginnen. Die Erwählung der Delegaten für die Convention ist bekanntlich auf nächsten Dienstag anberaumt. Heute Abend findet im Hauptquartiere, O. Keller's Halle, an der Ost Washington Str., die regelmäßige Versammlung des Deuts ch-A m e r ikanischen DemokratenClubs statt. Herr John P. Leyendecker wird einen Vortrag über ,as Thema Die Jefferson Demokratie" halten. Die Prohibitionist e n, welche während der letzten Tage hier in der Masonic Halle tagten, haben folgendes Staats-Ticket aufgestellt: Staats-Sekretär James M. Dungan, von Indianapolis. Staats-Auditor Dr. I. Levi Lord, von Rush County. Staats Schatzmeister Preston Rider, von Columbus. General . Anwalt Sumner W. Haynes, von Portland. Clerk des Staats-Obergericht Chas. F. Holler, von South Bend. Staats - Schul - Superintendent Prof. Andrew F. Mitchell, von Bloomingdale. Staats-Geologe Carl Stinespring, von Lafayette. Staats-Statistiker I. L. Speicher, von Wabash County. Des Lebens überdrüssig Griff Ralph Richardson zum Giftbecher. Erst 23 Jahre alt und doch schon des Lebens überdrüssig, verschluckte heute Morgen Ralph Richardson in seiner Wohnung an der Fletcher Ave. No. 1631, welche er mit seiner Mutter, Frau Clara Richardson, theilt, eine Dosis Strychnin. Ehe noch ärztliche Hülfe requirirt werden konnte, hatte das furchtbare Gift schon seine tödtlichen Wirkungen ausgeübt. Die Gründe, welche ihn zu der unseligen That trieben, sind nicht bekannt. Der Verblichene war Kunstgärtner im JrreN'Asyl. Kein Einhaltsbefehl gegen die Rockwood Striker. BundeSrichter Baker weigert sich denselben auszustellen. Bundcsrichter Baker hat heute Mittag das Gesuch der Rockwood Mfg. Co." um Erlaß eines Einhaltsbefehls gegen die Striker verweigert. Er erklärte, er hätte keine Jurisdiction in dem Falle, sondern dieselbe falle den Local-Gerichten zu. Tish-I-Mingo.
Aus den Gerichtshöfen.
Drei Unglückliche in's Irrenhaus gesandt. John Maley, Frank Straley und Frankie Wagner wurden für geistesgestört befunden und dem Jrrenasyl überwiesen. Die Letztere hat sich durch den befiändigen Genuß von Cocain und Morphium, sowie durch übermäßiges Cigarrettenrauchen um ihren Verstand gebracht. Sie ist erst 30 Jahre alt. Maley ist 55 Jahre alt und wohnt an der Shriver Ave.. No. 2121. Er leidet an verschiedenen siren Ideen und bildet sich u. A. ein, daß Alles, was er sagt, Lügen sind und daß er eigentlich für die Welt schon seit Jahren todt ist. Straley ist 18 Jahre alt und wohnt bei seinen Eltern an der Malott Ave., No. 1237. Er leidet am Verfolgungsmahn und ist Wuthanfällen unterworfen. Criminal-Gericht. Der 29jährige Manning Allen be kannte sich des leichten Diebstahls schuloig und wurde zu 13 Jahren Reformatorium verurtheilt. Der des Diebstahls angeklagte Roß Berdell wurde auf Antrag des StaatsAnwalts mit einem suspendirten Urtheil entlassen, weil durch seine Ver mittlung mehrere größere Gauner als er verhaftet und durch seine Aussagen überführt wurden. Drei Fliegen auf einem Schlag. Lena Ehrlich hat Wm. Laurie & Co., A. B. Meyer & Co. u. Marie Rhodius auf $5000 Schadenersatz verklagt. Sie war vor Laurie's Laden in ein für Aufnahme von Kohlen bestimmtes Loch, welches nicht ordentlich zugedeckt worden war, gefallen und schwer verletzt worden. Frau Rhodius wird verantwortlich gemacht, weil sie die Hauseigenthümerin ist, Laurie & Co. sollen an dem Vorfall schuld sein, weil sie die Miether sind und Meyer & Co. werden mitverklagt, weil sie die Kohlen abgeliefert hatten. Weitere Scha denersatzklagen. Die Straßenbahn-Gesellschaft wurde von Thomas McHill auf $3000 und von Anton Barrett auf $5000 Scha denersatz verklagt. In beiden Fällen hatten die Kläger angeblich durch Verschulden der Bahn angestellten Verletzungen erlitten. Entflohenes Eheglück. Lillie B. Farber wünscht von ihrem Gatten John geschieden zu werden. Er soll dem Trunke ergeben sein und ihr in seinem häusigen Dusel des öfteren sehr empfindliche schlagfertige Beweise seiner Liebe gegeben haben. Celeftia L. Hamilton beschuldigt in ihrer gegen ihren Gatten Alfred eingebrachten Scheidungsklage denselben ebenfalls der brutalen Behandlung. Für gewisse Anwälte. Richter Carter sprach gestern unver hohlen feine Meinung über die Gepflogenheit aus, unbegründete Ersatzklagen vor Gericht zu bringen. William Shearer hatte eine Schadenersatzklage auf $1,999 wegen Verlustes der Dienste seine Sohnes, der als blinder Passagier auf einem Zuge der Lake Erie-Bahn getödtet worden war, eingebracht. Nach der Beweisaufnahme der klägerischen Partei bemerkte der Richter, daß er die Jury instruiren werde, einen Wahrspruch zu Gunsten der beklagten Partei abzugeben und sagte zugleich, jeder Anwalt sollte sich schämen, eine so völlig haltlose Klage vor Gericht einzureichen. Das einzige Resultat sei, daß das Coun.ty die Proceßkosten zu zahlen habe. Eine bittere Pille. Douglaß C. Jillson wurde am Mittwoch im Polizeigericht zu $200 Geldstrafe, Kosten, sowie 10 Tagen Ar. beitshaus wegen thätlichen Angriffs auf Frau Leander Cox aus Jrdington verurtheilt. Außerdem hat er noch tz5 und Kosten wegen Trunkenheit und dieselbe Strafe wegen Fahrens auf der unrechten Seite der Straße zu zah len.
Jillson hatte am 6. April die 64. jährige Frau Cor an der Kreuzung von Pennsylvania und Washington Str. fahrlässiger Weise überfahren und die alte Dame schwer verletzt. I. S. Duncan, Jillson's Anwalt, reichte soforte eine Appellation an das Criminal - Gericht ein, worauf sein Client gegen $600 Bürgschaft auf freiem Fuß belassen wurde. DieArbeitshausftrafe entlassen. Der Polizeirichter hat heute dem jungen Jillson auf Antrag von dessen Anwalt die 10 Tage Arbeitshaus erlassen. Der Letztere erklärte, daß der Vater seines Clienten tnr wenigen Tagen in einem Hospital einer schweren Operation unterzogen worden ist und zur Zeit noch in bedenklichem Zustande darniederliegt. Würde derselbe erfahren, daß sein Sohn in die Strafanstalt geschickt worden ist, so würde das schlimmste zu befürchten sein. Der Richter sagte, daß er über das Befinden von Jillson's Vater unterrichtet war, und daß er deswegen die Freiheits - Strafe entlassen wolle. Die Geldstrafen im Betrage von $244 wurden hierauf bezahlt. Strenge Strafe. Thomas Kelly, der seine Frau durchgeprügelt hatte, hatte dies im PolizeiGericht mit $50-Geldstraft und 90 Tagen Arbeitshaus zu büßen. Conc ursverwalt er e r -nannt. Richter Carter hat auf Antrag eines Gläubigers der New Columbus Bridge Co." Charles W. Richards gestern zum Concurs - Verwalter für die B. L. Blair Co." ernannt. Im Polizeigericht wurden heute neun Verletzer der Fuhrwerksrdinanz zu je $1 und Kosten (im Ganzen $11) verurtheilt.
Aus Arbeiter-Kreisen. Wie hier, so haben auch in Richmond, Jnd,, gestern die Bauschreiner die Arbeit eingestellt, weil die Contractoren sich weigerten, ihnen die Lohnerhöhung auf 28c die Stunde zu bewilligen. Dagegen ist nach der 6-wöchentlichen Berathung der gemeinschaftlichen Comites der Strike der Klumpen-Kohlen-gröber in Brazil, Ind., gestern beendet worden, indem die Majorität der Grubenarbeiter die Vorschläge der Grubenbesitzer annahm, welche ungefähr die gleichen Löhne wie im letzten Jahre, ohne Erhöhung der SchmiedeLöhne, bewilligen. Die Scala wurde sofort unterzeichnet und der Betrieb der Gruben wird eröffnet werden, sobald eine Einigung mit den Jn genieuren erzielt werden kann. Die Arseual Grunde sollen verkauft Und ein Militär.Posten soll nahe der Stadt , errichtet werden. Nachrichten aus Washington zufolge hat Kricgs-Sekretär Root an Senator Hawley. den Vorsitzenden des SenatsComites für Militär-Angelegenheiten ein Schreiben gerichtet, in welchem er empfiehlt, daß die Arsenal Gründe in Indianapolis mit den Gebäuden in öffentlicher Auction an den höchsten Bieter verkauft werden, da sie für einen Militär-Posten zu beschränkt sind. Aus dem Erlös, welcher auf etna $300,000 geschätzt wird, sollen 800 Acker Land in der Nähe von Jndianapolis angekauft werden, auf welchem ein Militär-Posten nebst Schießplatzes etablirt werden soll. 854.15-Los Angeles-S5415 via Monon Route, Bereinigung der Frauen Klubs. Billette werben vom 19. bis 27. April verkauft. Schließliche Rückfahrt be schränkt auf den 25. Juni. Privileg für verschiedene Zweiglinien. Für Einzelnheuen wende man sich an Monon Agenten oder schreibe an R. P. Algeo, D. P. A.
Die Poftoffice in Caton von brechern heimgesucht.
Dieselben machten reiche Beute. Muncie. Ind., 17. April. Ein. breche? statteten heute in früher Morgenftunde der Postofsice von Eaton einen Besuch ab, erbrachen den Geldschrank und entleerten ihn seines InHalts, bestehend aus Briefmarken im Werthe von S1600, baarem Gelde im Betrage von $135 und Schmucksachen, welche Eigenthum des Postmeisters I. W. Hamilton und seiner Familie waren und einen Werth von $400 reprälentirten. Der Einbruch wurde erst um 7 Uhr entdeckt, als Herr Hamilton seine Office betrat. Die von dem Stadt-Marschall angestellte Untersuchung ergab, daß die Schmiedewerkstatt von Lee Pancoast erbrochen und aus derselben mehrere Werkzeuge gestohlen worden waren. Diese hatten sie zum öffnen der Thür der Postofsice und des Geld schranks benutzt. Dynamit war nicht in Anwendung gebracht worden. Es stellte sich serner heraus, daß die Diebe ein dem Harry Richards gehörendes Pferd und Buggy zu ihrer Flucht benutzt hatten. Das Fuhrwerk wurde drei Meilen von Redkey aufgefunden. Das Pferd war über und über mit Schweiß bedeckt und dem Umfallen nahe. Frankreich. Don Francisco d' Assis. Der Gatte der Er-Königin Jsabella von Spanien gestarben. . Epina y, Frankreich, 17. April. Don Francisco d'Assis, der Gatte und Vetter der Ex-Königin Jsabella von Spanien ist in der verfloffenen Nacht im Alter von 80 Jahren gefty. ben. Er hatte seine Residenz seit vie len Jahren in hissiger Stadt aufgeschlagen. Als im Jahre 1868 die Könsgin aus Spanien verbannt wurde, mußte auch er in's Exil wandem. Gegen die Acht -Stunden Bill. Die Versammlung nahm heute einstimmig eine Resolution an, in welcher sie sich gegen die zur Zeit im Congreß vorliegende Bill, welche das Achtftun. den-Gesetz für alle Regierungsarbcit vorschreibt, erklären. Turnlehrer I. P. K i m m e l schwer verletzt. T e r r e H a u te, Ind., 17. April. Prof. T. P. Kimmel, Lehrer des Turnunterrichts an der Staats Normal Schule, liegt zur Zeit in solch bedenklichem Zustande darnieder, daß das Schlimmste befürchtet wird. Capt. Beecher hatte ihm mit einem schweren eisernen Hammer, mit welchem er Uebungen vornahm, zufälligerweise einen solchen wuchtigen Schlag auf den Kopf versetzt, daß der bebauernswerthe Mann einen Schüdelbruch davontrug und eine Gehirnerschütterung erlitt. Kaiser Wilhelm's Yacht Meteor II f. in England angekommen. London, 17. April. Kaiser Wilhelm'S Yacht Meteor III.", welche am 1. April von Sandy Hook absegelte, hat heute Prawle Point passirt. Di Yacht war auf der Fahrt iüber den Ocean von dem Dampfer Scotia" begleitet. Den Freunden der Nawr-Kas-Meter Kommen die FeuerkPersicherungs'Gesellschaften zu Hülfe. Die Jndiana StaatsRepräsenta. ten der Feuerversicherungs-Gesellschaf. ten haben beschlossen eine Erhöhung der Versicherungsraten von 10 Cents per $100 bei Wohnungen eintreten zu laffen, in welchen Natur Gas ohne Meter gebraucht wird. Raucht Charles Major 5c Cigarren.
