Indiana Tribüne, Volume 25, Number 196, Indianapolis, Marion County, 10 April 1902 — Page 3

Jndiana Tribune, 10. April 1902

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Wie die Schulbuben. Schmähliche Auftritte im NnterHause des Rcichsraths. Der deutsche Reichskanzler von Bulow in Wien eingetroffen.

Minister von Thiele über Elektrizität für Bahnzüge. Transvaal - Boeren angeblich zur Uebergabe bereit. Neues Kesseltreiben von Seiten der Briten geplant. Gesalzene Niederlage der chinesischen Rebellen. Oefterreich-Ungarn. Radau im Reichsrath. Wien, 9. April. Die Abstimmung über die Schulvorlaze im Unterhaus des Reichsraths rief einen Radau zwischen den Czechen und Deutschen hervor. Nach einer halbstündigen lärmenden Kundgebung mußte die Sitzung aufgehoben werden. Als der Präsident das Haus zu beruhigen veisuchte, stürmten die alldeutschen Abgeordneten feine Tribüne. Der Abgeordnete Lindner bedrohte den Kopf des Präsidenten mit einem Knüppel, ergriff die Glocke und warf sie zu Boden. Um ein Haar hätte die Glocke den Präsideuten am Kopf getroffen. Andere Abgeordnete bewarfen den Prüsidenten mit Papierkügelchen. und beleidigten ihn in anderer Weise. Die Minister waren zur Zeit nicht zugegen, da sie in einem anderen Zimmer eine Berathung abhielten. BülowgehtnachWien. Innsbruck, 9. April. Der deutsche Reichskanzler Graf v. Bülow traf heute hier ein. Anstatt direkt über München nach Berlin zu reisen, wird er sich zuerst nach Wien begeben, wo er mit Graf Goluchowsky. dem öfterrei-chifch-unqarifchen Minister des Auswärtigen, eine Unterredung haben wird. Wien, 9. April. Graf von Bülow traf heute Abend hier ein. Außer dem unmittelbaren Zweck seiner Reise, den Dreibund betreffend, beabsichtigt der deutsche Reichskanzler das Gefühl der Erbitterung zu beseitigen, das hier Platz gegriffen hatte, weil er nach seiner Ernennung es unterlaffen hatte, Wien zu besuchen. Es heißt, daß Graf Bülow versuchen wird, Oesterreich's Znsiimmung zur Bewilligung Volkswirthschaftlicher Vortheile an Italien zu erwirken, ohne welche es nicht geneigt sein würde, den Dreibund zu erneuern. Deutschland. Elektrische Bahnen., B e r l i n, 9. April. Der preußische Minister für öffentliche Werke, von Thielen, sprach heute vor dem Landtag gelegentlich der Erörterung des Eisen-bahn-Budgets über die Versuche mit der Anwendung von Elektrizität als Triebkraft auf den Eisenbahnen für weitere Strecken. Er beschrieb die auf den Wannseeund Zossen-Vorstadtbahnen angestellten Versuche und erklärte, daß der Verkehr auf der ersteren eingestellt worden sei, weil sich die Elektrizität als zu tostspielig und zu gefährlich erwiefen habe. Er sei überzeugt, daß das System langer Züge mit erhöhter Triebtraft nicht allgemein eingeführt werden könne. Aus der Berlm-ZoueN'Bahn sei etne Geschwindigkeit von 100 Meilen in der Stunde erreicht worden und es laffe sich vielleicht noch ein besseres Resultat erzielen, doch sei er dennoch im Zweifel, ob der rafche elektrische Betrieb sich als zweckmäßig erweisen würde. Prinz Waldemar. Berlin, 9. April. Prinz Waldemar, der älteste Sohn des Admirals Prinz Heinrich von Preußen, der seit mehreren Wochen in einem Sanitarium Der pressen qeme en 1 1, wiro einer überaus strengen Lebensweise unterzogen. Er schläft auf einer dünnen Ma tratze oyne monvaar, mit nur einer einzigen Decke, in einem Zimmer, daß die Temperatur der Außenluft trägt. Er trägt vorose Kleiber und lebt von Obst, Milch und Salat. Laterner verurtheilt. Berlin, 9. April. Noel Later ner wurde wegen eines Versuchs, Checks in Höhe von $14,000 einzulösen, die r einem Jahre aus dem Bureau der Expreß Co. in Paris gestohlen waren, heute zu 3 Manaten Zuchthaus verurtheilt. Laterner hatte sich für einen Kaufmann aus Boston ausgegeben und öie Checks in der Dresdener Bank einzukassiren versucht.

Auswanderung. Be rlin, 9. April. Die Zahl der Auswanderer aitf Hamburg und Brcmen im ersten Viertel dieses Jahres betrug 67,466, eine Zunahme von 20,055. A m e r i k a's F l o t t e n a t i a ch e. Berlin, 9. April. Commander William H. Beehler und Frau reisten heute nach Dresden. Von dort aus

wird Beehler Wien und Rom, in welchen Städten er ebenfalls als Attache accreditirt ift, einen Abschiedsbesuch abstatten, um dann nach Berlin zurückzukehren und sich auf immer zu verabschieden. Beehler's Termin läuft am 1. April ab, doch hatte er um sechsmonatliche Verlängerung nachgesucht, auf welches Gesuch noch keine Antwort eingelaufen ist. Commander Beehler war am deutschen Hofe, speciell bei Kaiser Wilhelm, der ihn häufig zu.n Gabelfrühstück einlud, sehr beliebt. Für die Regatta. B e r l i n, 9. April. In deutschen Sportkreisen war man heute überruscht, als eine 30 Fuß lange Vacht Namens Samoa III.", die soeben in Hamburg für Kaiser Wilhelm ferliggestellt war, für die Wettfahrten während der Regatta eingetragen wurde. Südafrika. Neue Kesseltreiben. Pretoria, 9. April. Die Briten treffen Vorbereitungen für eine Reihe von Keffeltreiben", sobald Verstärkungen eintreffen. Die allgemeine Lage der Boeren wird als eine höchst entmuthigende geschildert. Kritzinger's Prozeß. Grafs Reißet, Kapkolonie, 9. April. Der Prozeß des ComMandanten Kritzinger dauerte zwei Tage. Es wurden ' keinerlei Beweise beigebracht, welche ihn mit der Erschießung von Eingeborenen in Verbindung gebracht hätten, und einKundschafter, der von Kritzinger gefangen genommen war, sagte aus, daß er gut behandelt und ihm ein Paß bewilligt worden sei. Die Anklage wegen Zerstörung von Eisenbahnzügen wurde zurückgezogen, und die Freisprechung er folgte, ohne daß der Vertheidiger ein Kreuzverhör anstellte. Delarey's Beschwerden. London, 9. April. Die dem General Delarey zugeschriebenen Be schwerden über das Benehmen der britischen Truppen in Südafrika sind dem Kriegsdepartement nicht offiziell zu Ohren gekommen und werden ignorirt werden, wenn nicht im Unterhause deswegen eine Interpellation eingereicht wird. Selbst in diesem Falle ist eS nicht wahrscheinlich, daß irgend etwas geschieht, es sei denn, daß von verantwortlicher Seite bestimmtere Anklagen formulirt werden. Es wird darauf hingewiesen, daß Gen. Delarey, im Falle er solche Beschwerden erheben wollte, genügend Gelegenheit gehabt hätte, sie dem Lord Kitchener mitzutheilen, der die Reqierunß davon benackrichtiat haben würde. Das Kriegsamt zieht die Sache in' Lacherliche, bezweifelt übrigens, angesichts der großmüthigen Freilaffung Gen. Methuen's seitens Delarey's, daß Letzterer der Urheber der Beschwerden ist, welche die MißHandlung von Delarey's eigener Familie umfasien. Die Friedensunterhand l u n g e n. L o n d o N) 9. April. Die Affociirtc Preffe erfährt, daß die FriedensUnterhandlungen, soweit Transvaal in Betracht kommt, einen befriedigenden Verlauf nehmen, doch die neuesten Nachrichten deuten darauf hin, daß wenig Aussicht auf eine Uebergabe der Freistaatler vorhanden ist. Die UnterHandlungen bestanden bis jetzt größtentheils nur in einer Erklärung der britischen Absichten. Es ist den Führern der Boeren zu verstehen gegeben worden, daß ihre Uebergabe nicht eine Verbannung in sich schließen würde, und die hat einen tiefen Eindruck gemacht. Die Führer aus Transvaal suchen ihre Verbündeten zu veranlassen, Friedensvorschläge zu machen. Im Kriegsamt ist man der Ansicht, daß wenn die jetzigen Anzeichen in Erfüllung gehen und die Transvaaler sich bereit erklären, sich zu ergeben, der Widerstand der Boeren gebrochen und die Opposition der Freistaatler bald überwunden sein wird. C e c i l R h o d e s. B u l u w a n g o, 9. April. Nach einer eindrucksvollen Trauerfeier im Exerziersaal, welche von dem Bischof von Mashonaland geleitet wurde, setzte

der Trauerzug nach den Matoppo-

Hügeln in Bewegung und fast die ganze Bevölkerung gab der Leiche bis nach der Stadtgrenze das Geleite. Die Ueberreste werden heute Nacht in einer Hütte auf dem Gipfel der MatoppoHügeln bleiben, in welcher Cecil Rho des einst gewohnt hatte. Grohbritannien. Der Untergang d e'r W a 1 1 land". L o n d o n , 9BApril. Die Eigenthümer des Dampfers Waesland", welcher um 6. März bei einem Zufammenstoß mit dem britischen Dampfer Harmonides" sank, roobri zwn Paffa giere ertranken, machten heute im Admiralitätsgericht gegen die Eigenthümer der Harmonides" Schadenersatzklagen in ihrem eigenen und dem Nanlen der Passagiere anhängig. Es wird geltend gemacht, daß die Harmonides" schlecht gesteuert, und daß falsche Signale gcgeben wurden. Die Verklagten werfen der Waesland" dasselbe vor. Torpedoboote beschädigt. Portsmouth, 9. April. Es fand hier ein aufregender Zusammenstoß zwischen den Torpedoboot-Z?rstö-rern Crane", Fawn" und Teaser" statt, wobei das letztere erheblich befchädigt wurde. Schiffe vermißt. London. 9. April. Das norwegische Schiff Thor", Capt. Andresen, das am 26. November von Savannah nach Glasgow abfuhr, und die italienische Bark Maria Maddalena", Capt. Garibaldi, seit dem 2. August von Mobile nach Rosario unterwegs, sind von der Lloyd-Agentur als vermißt angemeldet worden. London, 9. April. Das Marineamt hat das Schlachtschiff Empreß of Jndia" ausgesandt, um imNordatlantischen Ozean nach dem vermißten Dampfer Hurvnian" zu suchen, der am 11. Februar von Glasgow nach St. John, N. B., abfuhr. China. Rebellen geschlagen. Hvngk ong, 8. April. Nachrichten aus L iu Tschau besagen, daß General Ma unb Marfchall Su die Rebellen von Kuang-Si in einer blutigen Schlacht bei Kong Chucn geschlagen haben. Die kaiserliche Armee wurde zuerst zurückgedrängt, bis General Wong mit fünf Geschützen auf dem Schauplatz eintraf und das Blatt wendete. Die Rebellen zogen sich in ihre Bergfesten zurück, von wo aus sie gelegentliche Ausfälle machen. Marshall Su blockirt die Wege nach den SeeHäfen, aus welchen die Rebellen ihre Vorräthe beziehen. Die Rebellion im Lande nimmt an Ausdehnung zu. Dänemark. Der Jnselverkauf. Kopenhagen, 9. April. Der Landsthing hat heute seine geheime Debatte über den Verkauf der dänischwestindischen Inseln an die Ver. Staaten beendet und wird in den nächsten Tagen dem Parlament in offener Sitzung einen Bericht unterbreiten. Der Mehrheitsbericht, der von 35 Mitgliedern unterzeichnet ist, empfiehlt die Gutheißung des Vertrags nach einer heimlichen Abstimmung der Wühler, welche für Mitglieder des Colonialraths der dänisch-wcstindischen Inseln stimmen können. Diese Mäkler besitzen Eigenthum im Werthe von 2000 Kronen und aufwärts. Das bisber verlangte Plibiscit umfaßte die ganze Bevölkerung. Der Minderheitsbericht von 22 Mitgliedern empfiehlt Gutheißung ohne Plebiscit. Schweden und Norwegen. Unterseeische Boote. L o n d o n, 9. April. Eine Depesche aus Christiania besagt, daß das Regierungscomite, welches ernannt wurde, um über unterseeische Boote zu berichten, sich zu Gunsten des Holland'schen Typ's erklärt habe. Die Minorität ist der Ansicht, daß die Entwicklung der unterseeischen Boote noch nicht weit genug vorgeschritten sei, um ihre Einführung in die norwegifche Armee zu rechtfertigen. Vatikan. Cardinal M artine lli's Nachfolger. R o m, 9. April. Für das Amt des päpstlichen Delegaten in den Ver. Staaten als Nachfolger von Cardinal Martinelli sind jetzt eigentllch nur noch zwei Candidaten, Erzbischof Falconio, päpstlicher Delegat in Canada, und Mgr. Zalansky, Privatsekretär des Cardinals Ledochowsky. im Felde. Die Entscheidung wird verzögert werden, da das Consiftorium, welckes den Posten zu vergeben hat, von Juni auf Oktoder vertagt worden.

Tie Verwerthung des HanömüU Das Bestreben der modernen Großsiädte, die alte Weise der Müllausnützung im Kleinbetriebe durch Zerlegung der Hausabsallmassen in ihrk Bestandtheile, Sonderung derselben und Sammlung des Gleichartigen zum Großbetrieb auszubilden, hat in München zu einem bemerkenswerthen Erfolg geführt. Dortselbst errichtete im benachbartcn Puchheim die HausmüllverwerthungsgeseUschaft" zu diesem Zwecke eine eigene Fabrikanlage mit Dampfbetrieb, und die Gesellschaft steht wegen der Müllabnahme im Vertragsverhältnih mit der Stadtverwaltung. Zweiräderige Abfuhrkarren sammeln den Müll in München, je vier dieser Karren füllen einen Eisenbahnwagen. 40 bis 50 Wagen im Sommer. 60 bis 70 im Winter gelangen jeden Tag zur Verarbeitung. Schon im Wagen erfolgt Durchfeuchtung der Masse mit Karbolwasser. Trotzdem erreicht der Müll durch Gährung während der Verarbeitung Temperaturen von SO Grad. Die Wagen entleeren ihren Inhalt durch die geöffneten Böden in einen Trichter, welcher zu einer Siebtrommel mit rüttelndem Umlauf führt. Hierbei entwickelt der benetzte Müll große Staubmengen, diese werden abgesaugt und in einem Stauothurme gesammelt. Auf dem weitmaschigen Siebe der ersten Umlauftromniel bleiben alle sperrenden Stücke von Ausdehnungen über vier Zoll zurück. Die

hindurchfallcnden Mayen gelangen nach einander in den folgenden, immer engmaschiger werdenden Trommeln, die vier Stockwerke übereinander lagern, zur Sichtung. Der durch die letzte Trommel fallende Feinmüll, etwa die Hälfte der gesammten Müllmasse, findet als Dünger Verwendung. Hierzu dient ein sumpfiges, bisher unfruchtbares Gelände, das drei Fuß hoch damit bedeckt wird. In Folge der durch die Gährung erzeugten Wärme verträgt der so entstandene Boden viel Wasser und liefert sehr reichlichen Ertrag. Die Trommeln entleeren ihren Inhalt, soweit er nicht durch die Maschen fiel, auf sich fortbewegende Bänder, welche ihn Sichtungsräumen zuführen. Längs jeden Bandes lesen Frauen die vorüberwandernden Dinge nach ihrer Art aus; so sammeln sich gleichartige Dinge, welche dann in den dafür bestimmten Einzelräumen sich anhäufen, bis sie zur Versendung gelangen. Häufig genug finden sich auf den Lesebänbetn auch werthvollere Dinge ein, so z. B. alltäglich silberne Löffel. Es werden tgglich vier bis fünf Centner Brod gesammelt und zu Schweinefutter verkocht. Die sehr häufig einlangenden Blechbüchsen und Dosen werden behufs Raumverklcinerung in einem Schlagwerk gestampft; das Weißblech geht zur Entzinnung nach Holland, ein Wagen liefert als Ausbeute an Zinn einen Werth von etwa 400 Mark. Leder in Form von Fußbekleidung tritt häufig auf; es wird gedörrt, zu Ledermehl umgewandelt und dem Feinmüll als Dünger beigemengt. Hadern, Lumpen, die gesundheitlich bedenklichste Auslese, wandern in geschlossene umlaufende Kessel ini kaltem und heißem Wasser zur Wäsche hierauf in die Schleudertrommel zum Trocknen und dann in die Dörre fei 248 Grad heißer Luft. Auch die Papiere werden in einem Heizraume getrocknet und in einer Art DreschMaschine vom Schmutz freigeklopft. Lumpen und Papiere werden an Papierfabriken, Eisen und Eisenblech an Walzwerke, Glas an die Glashütten. Knochen an Leim- und Düngerfabriken versandt oder auch in Knochenmehl verwandelt und dem Feinmüll beigegeben. Die Brennstoffe, welche ausgelesen werden, gelangen in der Dampfkesselanlage für Maschinen mit 400 Pferdestärken zur Verwendung, welche mit einem Gasgenerator ausgerüstet ist. Die Maschinenanlage versieht die Fabri! nebst Umgebung auch mit elektrischern Licht. Allmonatlich gelangen Hunderte von unbeschädigten Bierflaschen im Müll zur Fabrik. Die gereinigten Flaschen wurden an die Brauereien wieder verkauft; neuerdings forderten letztere die Flaschen als ihr Eigenthum unentgeltlich von der Fabrik zurück. Die Folge war ein Prozeß zwischen der Gesellschaft und 13 Brauereien, der noch im Gange ist; es hat sich während dessen ein Lager von 250,000 Flaschen angesammelt. Aus der Fabrik gehen als Hauptbesiandtheile des Mülls gesichtet jährlich wieder hinaus je 80 Eisenbahnwagen Glas und Papier, je 60 Wagen Lumpen und Knochen, 20 Wagen Eisen, 15 Wagen Blech. Es werden in der Fabrik 200 Personen beschäftigt, deren Gesundheit geschützt wird durch warme Bäder, eigene Arbeitskleidung für die Zeit des Aufenthaltes in der Fabrik, so auch Handschuhe, damit Berührung der Haut mit dem Müll vermieden wird. Vorläufig ist die Puchhcimer Anlage die einzige ihrer Art in Deutschland. Ein Delphin soll im Stande sein, wenn verfolgt, über 20 Meilen in der Stunde zurückzulegen. Auf kürzere Strecken überholt aber der Lachs jeden andern Fisch, da er in der Stunde lequem 25 Meilen durchschwimmt. Die spanische V!akrele ist einer der schnellsten von den kleineren Fischen. Im AUgemeinen stehen bezüglich der Schnelligseit die Raubfische in der ersten Linie.

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