Indiana Tribüne, Volume 25, Number 192, Indianapolis, Marion County, 5 April 1902 — Page 7

Jndtana Tridune, 5 April KU.

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Frieden. Ixornan von Sudn?icr Habicivt. oagaoadioagaccaoaciaoagagag (Fortsetzung.) ie kommen, sie kommen!" jauchte Irmaard. die Spannung war gelöst; ihr feines, zartes Antlitz, das bisher nichts als sehnsüchtige Erwartung ausgedrückt hatte, verrieth die helle Freude. die jetzt durch ihren Busen zitterte. Nur die Anwesenheit des Oheims hi:lt sie ab, wie ein Kind jubelnd die Hände zusammenzuschlagen; aber sie lehnte sich doch hinaus und schwenkte mit dem ia schentuch obwohl sie loisscn mußte, dah die Ankömmlinge dies Zeichen gar nicht bemerken konnten. Kommst Du mit hinunter?" fragte der Baron. Wein, ich muh warten. Meine Eltern wollen den Grafen zuerst begrützen." Dann were ich mich ihnen anschließen," entgegncte der Baron. Hei, liebes Kind, das wird ein fröhlicher Tag!" und er eilte hinaus. Jrmgard athmete förmlich auf. Jetzt war sie wieder allein, sie konnte sich ein weniq sammeln und sie brauchte es, denn das Herz begann gar stürmisch in der jungen Brust zu pochen. Das Glück war zu groß, das ihnen zu theil werden sollte, und dann diese erste Begegnung mit ihrem Schwiegervater, vor der sie doch ein wenig zitterte. Würde sie vor seinen streng prüfenden Augen auch bestehen? Er hatte sich so hartnäckig, so kalt und entschieden der Liebe seines Sohnes entgegengesetzt und erklärt, daß er niemals zu dieser Verbindung seine Einwilligung geben würde. Nun war sie ihm doch abgerungen worden. Ach und dazu kam die Sorge, wie es wohl der Graf aufnehmen würde, daß rx jetzt mit demjenigen zusammentraf, für den er so lange den grimmigsten Haß bewahrt hatte? Mußte nicht diese unerwartete Begegnung einen scharfen Mißton in diese Stunde bringen? Sie senkte den Kopf und blickte zaghaft vor sich hin; aber dann erwachte schon wieder der frische Jugcndmuth, der ihr eigen war. Das Schwerste lag ja hinter ihnen; sie hatten sich den Sieg errungen und den durfte ihnen Niemand mehr streitig machen. Ihre blauen Augen begannen wieder aufzuleuchten, und sie schaute erwartungsvoll in die Ferne, mußten doch die Ankömmlinge in wenigen Sekunden zu sehen sein. Wirklich, jetzt rollte der Wagen näher. Kurt!" hätte die Baroneß aufjubeln wollen, denn dort saß der Geliebte an der Seite seiner Schwester. Sie schwenkte von Neuem eifrig mit dem Tuche; er sah zu ihr nicht hinauf, sondern ernst und ruhig vor sich hin. Trat an diesem Festtage sein Leiden wieder ein wenig stärker auf? Und ihre Blicke ruhten voll Zärtlichkeit auf seinem heute wieder so bleichen, ernsten Antlitz. Aber wo blieben die Eltern? Kein zweiter Wagen war m sehen. Ah, der Graf ka nicht er kann noch immer nicht vergessen, er bleibt unversöhnlich!" zuckte es der jungen Baroneß durch den Sinn, und ein schwerer Seufzer hob ihre Brust. 4. Kapitel. Auch der Baron und seine Gattin hatten in nicht geringer Spannung ihre Gäste erwartet. Würde der Graf nun doch erscheinen? Und wie würde das Zusammentreffen der Beiden sich gestalten? Heinrich schien freilich nicht die mindesten Besorgnisse zu hegen; zur großen Bestürzung des Bruders stürmte er jetzt herbei, um sich an dessen Seite zu stellen und die Ankömmlinge ebenfalls sogleich zu begrüßen. Mit seinen scharfen, klugen Augen mußte der ehemalige Majoratsherr bemerkt haben, was in dem Innern seines Bruder vorging, denn er begann in seiner kecken, zuversichtlichen Weise: Sei nur ganz ohne Sorge. Ich werde ihn, noch ehe er ein finsteres Gesicht machen kann, in meine Arme schließen und ihm zurufen: In dieser großen Zeit müssen alle kleinlichen Händel vergessen werden. Es wäre unserer unwürdig, wenn wir noch länger Feinde bleiben wollten. Schwamm darüber! Und glaube mir, ich kenne ihn besser, für eine .solche Sprache ist mein alter Freund nicht unzugänglich. Der Baron antwortete nicht; aber seine Miene verrieth deutlich, daß er die große Sicherheit seines Bruders nicht zu theilen vermochte, und dieser fuhr lachend fort: Ach. es ist mir unbegreiflich, daß Du ein solcher Pessimist geworden bist, läufst Du doch mit einem so ernsten, bekümmerten Gesicht herum, als ob wir nicht am Anfang, sondern am Ende aller Dinge wären. Na, da kommen sie ja schon!" setzte er hinzu, als er jetzt des Wagens ansichtig wurde, der loeben von der Dorsflratze tn den zum Schlosse führenden Seitenweg einbog. Nach seiner Gewohnheit schob sich der Baron die Brille zurecht, wie er es immer that, wenn er in einer gewissen Aufregung war. und zu seiner Bestürzung gewahrte er nur zwei Insassen im Wagen, Kurt und seine Schwester. Wo blieb der Graf mit seiner Gemahlin und dem jüngsten Töchterchen? Kein zweiter Wagen war zu sehen er kam nicht so sollte auch in den heutigen heißerschnten Tag ein finsterer Schatten fallen! Für ihn gab es nun einmal kein reines, unaetrübtcs Glück

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mehr und die Brust des ohnehin so leicht zur Schwermuth neigenden Mannes die endlich einmal freier aufathmen gcwollt, preßte sich wieder zusammen. Nun kam schon Jrmgard herbeigeeilt. Sie hatte alle Angst und Unruhe überwunden; der Vater kam nicht; aber Kurt war da, und nun konnte sie nicht länger an sich halten, sie mußte ihm entqegeneilen und ihm zuerst die helfende Hand reichen; wußte sie doch aus Erfahrung am besten, wie ihm jede Bewegung zu erleichtern und jeder Schmerz zu ersparen sei. Beim Anblick seiner Braut, bei ihrem jubelnden Zuruf schwand die gedrückte Stimmung, die den jungen Grafen beherrschen mochte; seine großen, vom langen Siechthum noch immer etwas dunkelumränderten Augen leuchteten auf und Alles vergessend streckte er ihr beide Hände entgegen. Sie half ihm aus dem Wagen und jeßt war sie nicht mehr das zarte, schlanlgebaute Mädchen, ihre Kräfte wuchsen; er fühlte es, daß doch Niemand ihn so sanft und vorsichtig zu unterstützen vermochte, wie seine Jrmgard, die ihm in all' der Zeit des Leidens mit wunderbarer Geschicklichkeit zur Seite gestanden hatte. Er hatte den Stock zurückgelassen, auf den er sich sonst zu stützen pflegte; aber er wußte ja, wie fest und sicher er an ihrem Arm? gehen konnte. Diese Elfengestalt schien dann Muskeln von Stahl zu erhalten. ..Kommen Sie allein?" fragte der Baron und feine ohnehin etwas gepreßte Stimme klang noch tonloser als sonst. Ja, mein Vater läßt sich entschuldigen und auch die Mutter," antwortete Kurt; seinem offenen, ehrlichen Wefen widerstand es, selbst in diesem Augenblick eine Lüge vorzubringen; während er das mitgebrachte Schreiben übergab, wollte er noch etwas hinzusetzen, da fiel sein Blick auf den Mann, der an der Seite seines Schwiegervaters stand und er schwieg. Kein Zweifel, das war gewiß der so plötzlich und gerade zur Unzeit wieder aufgetauchte Majoratsherr und das Zartgefühl des jungen Grafen hinderte ihn, vor dem Ankömmling Dinge zu erörtern, die ihn gewiß pem lich berühren mußten. Kaum hatten der Baron und seine Gattin die Geschwister begrüßt, da trat auch Heinrich dicht an den Wagen heran und he Hand des jungen Gra fen ergreifend, sagte er in seiner leb haften, kurz angebundenen Weise: Seien fete mir herzlich willkommen als Bräutigam meiner Nichte," und der Komtesse ebenfalls wie einer gnten alten Bekannten die Hand reichend, setzte er hinzu: Und was Ihren Vater betrifft. da seien Sie ohne Sorge, der darf heut' hier nicht fehlen, das wäre m noch schö ner! Diese alte dumme Geschichte muß endlich begraben werden. Warten Sie nur. ich hole den Trotzkopf herbei!" und ohne den Einspruch feines Bruders ab zuwarten, eilte er hinweg. Kurt sah dem wunderlichen Manne ganz betroffen nach. Was wollte der tolle Mensch beginnen? Dann wandte er sich in großer Aufregung zu seinem Schwiegervater: Um Gottes willen, lassen Sie ihn nicht fort. Ich fürchte, es geschieht ein Unglück, wenn die Beiden heut' zusammentreffen. An eine Aussöhnung ist gar nicht zu denken." Der Baron hatte inzwischen schon das kurze Schreiben des Grafen gelefen, er ahnte ja bereits dessen Inhalt und doch wurde er davon sehr schmerzlich berührt. Der läßt sich doch nicht zurückhalten; er ist der Alte geblieben," sagte er mit einem tiefen Seufzer, dann aber strich er über die gefurchte Stirn, als wollte er heut' alle trüben Vorfiellungen verscheuchen; feine Frau hatte ihm einen ermutigenden Blick zugeworfen, schien doch ihre rheinische Lebenslust und Lebensfreudigkeit noch einmal in voller Stärke erwacht zu fein, denn ihr Gesicht strahlte vor Glück und selbst das Fernbleiben des Grafen konnte ihre gehobene Stimmung nicht völlig beeinträchtigen; sie hatte ja im Stillen nichts Anderes erwartet.' Sie fchloß jetzt ihren Schwiegersohn, wie es nur eine liebende Mutter vermag, zärtlich in die Arme und sagte dabei mit ihrer hellen, klangvollen Stimme: Ein vollkommenes Glück gibt es selten. Seien wir innig dankbar für das, was

35 viel MmusmrkeA zerrüttet das Nervensystem einer Frau. Dazu noch die beständige Pflege der Kinder zerrüttet bald die Gesundheit, selbst der kräftigsten Frau. Die hagern Gesichter in Tausenden von Familien erzählen die Geschichte von überarbeiteten Hausfrauen und Müttern. Uebermäßige Arbeit in Kaufläden und Schreibstuben giebt denselben ein schleppendes" Gefühl. Gestörte Menstruation ist die Folge vm Ueberarbeitung und Anstrengungen, und bald folgt Gebärmutterfall, Weißfluß und ähnliche Krankheiten. Jede kleine Anstrengung hat ihre Folgen im Unterleib und verursacht der Frau, welche infolge ihrer aufreibenden Pflichten abgemattet ist, unerträgliche Schmerzen. Jede Hausfrau bedarf WINECARDUI um den Menstruationsflutz zu reguliren, ihre Kräfte zu vermehren und ihre empfindlichen Weiblichen Organe in gesundem Zustande zuerhalten. Der Wein vollbringt dies heutzutage bei Tausenden von Frauen. Er kurirte Frau Jones vollkommen, und darum schreibt sie diesen offeW c Glendeane, Ky., den 10. Februar, 1901. Ich bin so froh, daß Ihr Cardui-Wcin mir hilft. Ich fühle besser, als seit Jahren. Ich verrichte meine Arbeit,- ohne Beihülfe, und ich wusch letzte Woche, und war nicht im Geringsten müde. Das beweist, dah der Cardui - Wein mir hilft. Ich werde fleischiger, als je zuvor und kann gut schlafen und herzhaft effen. Ehe ich Cardui-Wei zu nehmen begann, mutzte ich mich täglich fünf bis sechs Mal niederlegen, aber tetzt denke ich gar nicht daran, mich während des Tages niederzule-gen. Frau Richard I o n e k. Euer Apotheker verkauft Z1.00-Flaschen des Wine of Cardui. Wkgen Rath und Literatur schreibe man. mit Angabe der Symptome, an "The Ladiet'

uns Der oirnrnei heut' gewährt. Mei-j nen Sie das nicht auch. Komtesse?" wandte sie sich zu der Schwester Kurts. ! bfc bei Baron bereits aus dem Wagen ! gehoben hatte. Sie sprechen mir aus der Seele," i antwortete diese und fügte in ihrer! ruhigen, ei'.tschlossenen Weise hinzu:! Ich habe meinem Bruder auf der gan-! zen Fahrt fortwährend Achnliches ge-, predigt! ks soll ihn die Vergangen-, hcit nee;) härmen! Ihm muß jetzt dn ZuZunft gehören!" und sie erhob das stolze, blonde Haupt noch höher; es war. als sb sie il)rem Bruder damit di? Spannkraft wiedergeben wolle, die seit seiner schweren Verwundung in ihm zerbrochen worden. Jrmgard. führe unsere lieüen ÖäjU in das Schloß," wandt? sich die Bar nin zu ihrer Tochter, damit sie sich ein wenig ausruhcn und eine Erfrischung' zu sich nehmen können, während )z uns wohl gestatten, daß wir hier bleiben und unsere Söhne erwarten dürfen, denn die müssen jeden Augenblick eintreffen." Wenn Sie erlauben, bleibe ich ebenfalls hier." sagte Waltrud und sezte mit einem freunolichen Lächeln hinzu: Die Beiden werden sich ja heut' so viel zu sagen haben." Das glückliche Paar gehorchte gern der Weisung und wanderte in das Schloß, während die Drei auf der Nampe zurückblieben und wieder aufmerksam lauschten, ob nicht die sehnlichst Erwarteten bald erscheinen würden. Auch Maltrud freute sich auf das Wieeersehen mit ihren Jugendfreunden. Hatte es doch schon für sie und ihren Bruder sehr früh einen eigenen Reiz ausgeübt, diejenigen kennen zu lernen, mit denen sie jeden Verkehr streng vermeiden sollten. Ein Waldzaun tr?nnte zwar den Wald des Grafen von dem des Barons; aber die Grafenkinder waren so lange an der Grenze herumgewandert, bis sie einmal ihrer Nachbarn ansichtig geworden. Die von drüben hatten arglos zuerst gegrüßt, und damit war die Schranke gefallen. Man hatte gelacht und geplaudert, zuletzt sogar Spiele getrieben und sich wenig darum gekümmert, daß man die strenge Weisung erhalten, die Nachbarn zu hassen. Wie wäre dies auch den jungen Herzen möglich gewesen, fand man doch so viel Gefallen aneinander und blieb doch dieser heimliche Verkehr ein um so größerer Genuß, je härter die Strafe war, die wenigstens den Grafentindern drohte, wenn er dem strengen Vater verrathen wurde. Später war dann freilich der Verkehr rit den Söhnen des Barons ziemlich in s Stocken gerathen, denn sie hatten die Heimath verlassen und waren in den Militärdienst eingetreten. In den letzten Iahren hatte sie zuweilen nur noch irgend ein günstiger Zufall zusammengeführt; oder war es doch mehr als Zufall, daß die jungen Herren, wenn sie auf Urlaub gekommen waren, dort an der Grenze so gern jagten? Der Wildzäun wurde freilich nicht mehr überklettert, er blieb jetzt eine trennende Schranke, sobald man sich hier sah: aber er hinderte doch nicht ein gemüthliches Plaudern der Jugendfreunde. Ach und für Kurt war nur zu bald dieser heimliche Verkehr mit den feindlichen Nachbarn verhängnißvoll geworden anstatt des Hasses zog in seine Brust die Liebe ein. Er hatte immer wieder Gelegenheit gesucht, Jrmgard , wiederzusehen; eine tiefe, innige Liebe für die allmälig zur Jungfrau erblühte Jugendfreundin hatte sich seines Herzens bemächtigt, und er gehörte nicht zu den Naturen, deren Empfindungen auf schwankem Grunde ruhten, seine Gefühle besahen eine unerschütterliche Wurzelkraft. Waltrud wußte um diese Jugendliebe; vor ihr hatte der Bruder kein Geheimniß; aber wie sie ihren Vater kannte, gab er zu dieser Verbindung des Sohnes niemals seine Einwilligung. Sein Haß war in den vielen Jahren nicht schwächer geworden und nun hatte doch ein freundliches Gefchid über die lange getrennten Familien eine Brücke gewölbt, die freilich jetzt schon wieder in's Schwanken zu gerathen schien. Seitdem der Vater seinen Widerstand aeaen die erzensneiauna. hti

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Sohnes aufgegeben hatte, war Waltrud auch mit den Eltern Jrmgards in nähere Berührung gekommen, und sie konnte diesen vortrefflichen Menschen ihre vollste Anerkennung nicht versagen. Der Baron zeigte zwar selten eine fröhliche Miene; aber sein ganzes Wesen verrieth doch eine vornehme, echt ritterliche Gesinnung. Wie war es nur möglich, daß der Vater auf einen solchen Mann den Haß übertrug, den er mit Recht oder mit Unrecht noch immer gegen dessen Bruder im Herzen trug? Und vollends die Baronin! Sie verstand es in ihrer feinen, liebenswürdigen Weise, alle Herzen zu gewinnen. Waltrud fühlte sich zu der fast nock jugendlich aussehenden Frau umso mehr hingezogen, als ihr selbst der Himmel jenen Frohsinn und jene Frische versagt, die sich die Mutter Jrmgards trotz aller Alltagssorgen, die aus ihr ruhten, noch immer zu bewahren gewußt hatte. Ach und wie lieb und traut war das Verhältniß der Baronin zu ihrer Tochter! Sie schien mehr ihre ältere Freundin als ihre Mutter zu sein. Warum hatte ihr der Himmel so früh die Mutter genommen? Die junge Komtesse fühlte gerade im Hause des Barons noch einmal die ganze Schwere ihres Verlustes. Mit welcher Wärme und Begeisterung sprachen die Eltern von ihren Söhnen, wie sehnten si die Stunden des Wiedersehens herbei! Das war doch ein weit zarteres, innigeres Band, das diese Familienglieder umschloß, als dasjenige in ihrem Vaterhause! Hatte sie sich je vertrauensvoll an die Brust des seltsamen, harten Mannes flüchten können, der nur noch ein wärmeres Empfinden für seine zweite Frau zu haben schien, die freilich mit ihrer schlangenklu.M Geschmeidigkeit den Starrköpfigen so zu umschmeicheln wußte,, daß er schließlich doch weiches Wachs in ihren Händen war? Deshalb war sie heut' nicht mitgekommen; sie wußte schon, wie hoch er ihr dies anrechnen würde. Nun, sie würde hier am wenigsten vermißt werden " grübelte Waltrud in sich hinein, während sie erwartungsroll in die Ferne lauschte. Jetzt ließ sich schon Hurrahgeschrei vernehmen. Sie kommen! sie kommen!" rief die Baronin und streckte ihre schlanke Gestalt noch mehr in di: Höhe, als könn: sie den Augenblick nicht erwarten, ihre Lieblinge endlich wiederzusehen. Ein noch stärkeres Hurrahgeschrei eine aufwirbelnde Staubwolke und zwei Reiter sprengten heran. Selbst das wieder so ernst und sorqenvoll gewordene Gesicht des Barons hellte sich auf. Die Reiter sprangen von den' Pferden, und im nächsten ?lugenblick ruhten sie in den Armen ihrer Eltern. (Fortsetzung folgt.) HEISERKEIT Das beste und zuverlässigste Mittel egen alle Hals- und Brust- Leiden lst Dr. Bull's Hüften Syrup. Er kurirt Husten, Heiserkeit, Erkältung, Keuchhusten, Lungensucht, Luna-en-Entzündung, und Schwindsucht selb? wenn schon weit vorgeschritten. DkBtlLTs Husten Zyrnp Kurirt rasch und sicher Husten und Heiser Zeit, und kostet nur 25 Cents die Flasche. Besichtigen Sie unsere neue Auswahl von japanischen und : : : chinesischen Waaren frisch importirt aus China und Japan. Wäsche wrrd abgeholt und abgeliefert. Ofsice: 132 Nord Delaware Straße. QUONG, LEE & CO.

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