Indiana Tribüne, Volume 25, Number 192, Indianapolis, Marion County, 5 April 1902 — Page 4

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Jnoinn Tribüne, s April IS.

Indiana Tribüne. Hkrausqkgtben von der Sutenberg T. Indianapolis, Ind.

Harry C. Thudium - , , . Präsident. Geschäftslocal: No. 31 Süd Delaware Straße. telbphojse sss. Entered at lke Post Office of Indianapolis as second class matter. Ti- K,iegsorganisation derVurcn ist nach dem Bericht ewcs kürzlich in Holland eingetrosfenen angesehenen Buren sehr gul und zweckmäßig durchgeführt: Jedes Kommando ist heute in drei Abtheilungen getheilt, ein Zaai(Cäe- und lernte-,) ein Trap- (Weide) und cin Vecht- (Fecht-) Kommando. die beständig einander ablösen. Jedes Kommando hat seine KommandanlcN und Feldkornetts, welche die nöthigen Anleitungen gegeben und die Arbeiten überwachen. Das Säkommando befaßt s:ch mit pflügen, säen und ernten. Ucberall, wo es tnunlich erscheint, werden die besten Ländereien ausgesucht, gepflügt und besät. Sollten baun wirklich die Briten in einem Theile des Landes die junge Saat vernichten, sc bleiben immer in einem anderen Theile die Felder unversehrt und können später abgeerntet werden. Das Land ist fast ausschließlich in der Hand der Buren, und die weiten Flächen können selbst von noch zahlreicheren TruppenAbtheilungen der Briten nicht so beherrscht werden, daß sie die Ernten der Buren verhindern können. Allerdings haben die Briten ganze Ortschaften vom Erdboden verschwinden lassen, wie Amsterdam, und eine Reihe anderer, einst blühender Ortschaften, von denen heute nicht eine Spur mehr zu sehen ist. Aber im wirklichen Besitze des Landes sind sie nicht. Einmal geerntet, wird das Getreide in althergcbrachte? Weise tief unterm Boden an Teeren Stellen clngcgraben, wo es jahrelang gut und genießbar bleibt. Die Aufgabe des zwcitgenannten Kommandos besteht im Weiden und Bewachen der Viehherden, sowie der sicheren Ueberbringung von Provmnt u. s. w. Auch diese Leute vertheilen sich wie erstere thunlichst auf großen Flächen, um nicht die Aufmerksamkeit der Briten auf sich zu lenken. Das Vechtkommando ist natürlich das bedeutendste und wichtigste. Es ist heute ein durchaus zuverlässiges Werkzeug in der Hand seiner Fübrer. und es ist eine reine Lüge, wenn die Engländer behaupten. daß diese Leute aeneiat seien, sich zu ergeben. Es herrscht die festeUeberZeugung in den Reihen der Kämpfer, daß ihre Opfer nicht veraebens gebracht werden. Mit dem arößten Humor ertraaen sie alles, auch b:n Manael am Nöthigsten. HcHl und Lernen Der Breslauer Professor Hermann Eohn. die bekannte Eapazität auf dem Gebiete der Augenheilkunde, hielt im Bürgersaale des Berliner Ratbhauses vor den Mitgliedern des Vereins für Schulgesundheits-Pflege einen lehrreichen Vortrag über die Kurzsichtigkeit in den sch:.len. An der Hand einer Tafel, die das Ueberhandnchmen der Kurzsichtigkeit in den Gymnasien und Realschulli! trefflich illustrirte. zeigte der Vortragende, wie von Klasse zu Klasse die Kurzsichtigkeit nachweisbar zunehme. So hat sich in der Prima die ungeheure Zahl von 60 Prozent Kurzsichtiger ergeben. Das ist ein Menetekel für die Behörden, ihr Augenmerk auf eine frühzeitige Untersuchung der Schüler u lenken, denn die Kurzsichtigkeit ist mit ber Zeit ein erbliches Gebrechen geworden. In den Ministenen. an die sich der Redner gewandt hat. steht man allerdings einer gründlichen Augenuntersuchung der Kinder ablehnend gegenüber, so stark sich auch der Kaiser während der Schulkonferenz gegen die zunehmende Kurzsichtigkeit und ihre Gefahren ausgesprochen hat. Auch im Heere müßten der Aufnahme der Rekruten eingehende Untcrsuchungen vorangehen. Eine soeben bgeschlogene Augenuntersuchung der Bres'lauer Studenten hat das betrllbende Resultat ergeben, daß 60 Prozent von ihnen kurzsichtig sind. Im zweiten Theile seines Vortrages verbreitete sich der Redner über die Mängel im Druck von Büchern u. s. w. vom auqenärztlichen Standpunkt aus und kam i dem Schluß, daß namentlich den Kindern nur Bücher in die Hand gegeben werden sollten, die eine ausnehmend große und weitläufige Schrift besitzen. Wilde Auffassung. Ein Missionar macht den Kannibalen die EinTheilung der Bevölkerung in Wehrstand Lehrstand und Nährst 27 d klar: um zu wissen, ob seine Zuhörer es kavirt haben, frägt er einen: Nun. Zambu. wozu zähle ich?" Zamhu: Zum Nährstand!" Besänftigt. A.: .Was hat Jbnen denn der Redakteur für Ihr Gedicht angeboten?" B. (Dichter): Fünf Dollars." A.: Das ist eine Beleidigung; was sagten Sie denn zu ihm?" B.: Gar nichts ich steckte die Beleidigung ruhig ein."

Der ,,ts Zvintter".

Nielbelacht wird in sächsischen Landtagskreisen ein Scherz, der einen bekannten liebenswürdigen und sehr reichen Veteran der Ständekammer betrifft. Der alte Herr zog sich eine' kleine Verletzung an einem Finger zu. Zu seinem Hausarzt zu gehen war ihm zu umständlich, und so fragte er einen medizinischen Landtagskcllegen. was er mit dem Finger thun solle. Dieser besichtigte die VerletzuiM eingehend und verordnete Seifenbäder. Zu seinem größten Erstaunen erhielt nun der Verletzte am nächsten Tage von dem Kollegen in aller Form eine Rechnung Über 10 Mk. für ..eine ärztliche Konsultation". Vertraulich fragte er seinen Kammcrnachbar. einen Juristen, wie er sich einer so ganz ungewohnten Forderung gegenüber verhalten solle. Dieser meinte, die Forderung sei allerdings etwas eigenthümlich, aber wenn es wirklich zu einer gerichtlichen Entscheidung komme, werde er wohl zahlen müssen, also besser gleich als später! Zu seiner noch größeren Verwunbetung erhielt der Wißbegierig? nun von seinem zweiten Berather ebenfalls eine Rechnung über 10 Mk. für eine juristische Berathung". Das ging dem alten Herrn denn doch über die Hutschnür und er beschwerte sich bei anderen Kollegen über diese Unkollegialität. Diese nahmen abor' die Sache schr ernst und brachten sie vor die sogenannte Kommission", d. i. jenes Vehmgericht. welches über alle persön'.ichen Verhältnisse der Landtagskollec;en zu befinden hat. Der Urtheilsspruch dieses Gerichtshofes ging nun aber, wie die ..Dresd. Nachr." verrathen, zum allergrößten Erstaunen des alten Herrn dahin, daß er wegen unkollegiatischer Vorenthaltung vollberechtigter Forderungen" einen Korb Ehamvagner zu zahlen habe. Der verletzte Finger- ist. dank innerlicher Behandlung mit Kohlensäure, inzwischen geheilt. Eine rouapartistischc Bcrschwörcrtn I Die Budapester Polizeiverwaltung theilt amtlich mit. daß die dort seit Jahren ansässig gewesene französische -prachlehrerin MarieTeyllard de Beynar seit Anfang Januar d. I. vermißt wird. Es liegen keinerlei Anzeichen :?or. daß an der 32-jährigen Dame ein Verbrechen verübt oder von ihr Selbstinord begangen wurde. Dagegen erzählen die Budapester Blätter merkwürdige Dinge von einer Verschwörung. Die Vermißte ist die Tochter eines französischen Generals, der unter Napoleon dem Dritten eine Zeit lang Platzcommandant von Paris war. Marie Tcyllard dc Beynar soll mit dem Prinzen Victor Bonaparte in reljem Briefwechsel gestanden haben; sie reiste Anfang Januar nach Preßburg. Ipäter angeblich nach Wien. Die Budapester Polizei soll in ihrer Wohnung Haussuchungen vorgenommen sowie Papiere beschlagnahmt haben, und man wtll aus den bei diesen Anlägen ::n die Hausgenossen gestellten Fragen folgern, daß die Vermißte an einer bonapartistischen Verschwörung theilnahm und in Frankreich verhaftet ist. Die Geschichte klingt sehr, romantisch. Indexen ist nach den zwischen Frankreich und Oesterreich-Ungarn btstehenden Verträgen eine offizielle Intervention der ungarischen Polizei in derarligen politischen Affären vollständig ausgeschlossen. Cin uncNrlichcr Tcpntirtcr. Madame Pon, jene Pariserin, die am 6. Februar ein Packet Eier von der Tribüne der französischen Deputirtenlammer in den Saal geworfen hatte, wurde jetzt wegen dieser That zu 50 Francs (Äeldstraf: und 24 Stunden Gefängniß unter Zubilligung des Strafaufchubes verurtheilt. Sie hat-, te schon früher zugegeben, daß die Eier den Deputirten Paulmier treffen sollj ten. und daß sie die Aufmerksamkeit auf diesen Parlamentär? zu lenken gewünscht habe, der ihr unter Vorjchwindelung falscher Thatsachen fünftausend Francs abgeborgt, sie ferner zu Spekulationen verleitet und sie dadurch völlig ruinirt habe. Madame Pons hatte Strafantrag gegen Paulmier gestellt, das Gericht hat d?n Strafantrag abgewiesen, aber in der Begründung Herrn Paulmier nach Verdienst an den Pranger gestellt. Der Gerichtshof erklärte. Paulmier sei nur deshalb nicht verurtheilt worden, weil die unehrlichen Handlungen, die er begangen habe, nicht gesetzlich strafbar seiin. Paulmier. der vor mehreren Jzhren einen Sekretär der Latern?" durch einen Revolverschuß verwundete, weil die Laterne" angebliche Verleumdungen über das Ehepaar Paulmier gebracht habe, ist eine der Säulen der nationalistischen Partei uns leider auch dec Präsident des französischen Burenkomites. Verunglücktes Kompliment. Nachdem bei einer Festtafel die Anwesenden in einer Reihe von Toasten gefeiert worden, bringt ein galanter Theilnehmer auch auf die abwesenden Damen einen Trinkspruch aus. Lebhafter Beifall. Die Gläser klagen an einander. Ein schüchterner junger Herr fühlt dabei das Bedürfniß, seiner Nachbarin ebenfalls etwas Angenehmes zu sagen. Ach. wie schade, gnädiges Fräulein." flüstert er. daß Sie nicht auch abwesend sind!"

Aus Eifersucht von Sinnen erschoß Hugh Andersokl in SllNZM Loup Bach, W. Va.. seine junge Frau, die er erst kürzlich geheirathet. &ic hatte einem Freund erlaubt, ein Packet für sie aus einem Laden nach Hause zu tragen. An der Thür trat ihr Anderson entgegen, setzte ihr einen Revolver mit der Mündung auf die Brust und drückte die Waffe mehrere Male ab. Der Mörder wurde in's Gefängniß abgeführt. Ein moderner Salomo scheint der Recorder Babcock in Atlantic City, N. I., zu sein. Der dortige Wurstfabrikat John Reiß hatte eine Klage gegen Philipp Sascher wegen Wurstdiebstahls angestrengt. Da nun Recorder Babcock weder den Ankläger. noch den Verklagten verstehen konnte. 4a keiner von Beiden fließend Englisch sprechen konnte, so entließ der Richter den Angeklagten, von der Annahme ausgehend, daß die angblich gestohlene Wurst wohl nicht sehr groß gewesen war. Nach se: nem Todeals Frau erkannt wurde der in Petersburg, Va.. im Alter von 72 Jahren verstorbene wohlhabende Farmer Geo. Green, welcher mit seiner Gattin Mary 39 Jahre verheirathet war. Keiner der Verwandten Green's un'o der Frau Green wollen eine Ahnung davon gehabt haben, daß der Verstorbene weiblichen Geschlechtes gewesen. Derselbe kam als Sind von England nach Amerika. Seine Mutter war bei seiner Geburt er war das jüngste von Drillingen gestorben. Green war früher in Wake County, N. C., ansässig, von wo er vor drei Monaten nach Petersburg. Pa.. verzog. Green wurde niemals für eine Frau gehalten, trotzdem er eine Diskant - Stimme hatte, da er in seinem ganzen Aussehen einem Manne glich und vor keiner Mannesarbeit zurückschreckte. Seine Gattin war vorher mit einem gewissen Biddles in Wadford. Pa., verheirathet gewesen im'b hat eine Tochter aus dieser ersten Ehe, eine Frau Lizzie Coover. In einem alten Hause bei St. Mary's City, Md., fand Hr. I. B. Coppage in einem Wandschrank eine Banknote über $8 aus der Continental - Zeit. Das Haus steht seit 1711 und gehört jetzt dem Richter Wm. L. Coppage. Die Banknote trägt di; Jahreszahl 1777 und ist etwas größer, als die 10 Cents-Noten aus der Zeit des Bürgerkrieges. Die Worte $8 sind an verschiedenen Stellen gedruckt. Ter Schein enthält folgenden Text: Diese Note berechtigt den Inhaber zum Empfang von acht spanischen geprägten (miled") Dollars oder des Werthes derselben in Gold oder Silber. in Gemäßheit eines vom Congr.'ß in Baltimore am 26. Februar 177? angenommenen Beschlusses. S. S. Cole. R. Johnson. Ueber einem Spiegel und einer Larfe befirrdet sich das Motto: ,.Majora, Minuribus. Consonant." Auf der Rückseite befindet sich ein verwischtes, unerkennbares Bild und Gedruckt von Hall und Seilers, 1777." Daßmanauch in B e r m u d a und zwar schon als Kind gründlich zu lügen versteht, davon lieferte die zwölfe jährige Bertha Walman, welche aU blinder Passagier auf dem Dampfer Pretoria" von Bermuda in NemIork, landete, einen eklatanten Beweis. Mit einer nahezu rührendenAusdauer log die kleineSünderin denEinwanderungs beamten vor, ihre Mutter wohne tu New Bork an der 49. Straße, und vom North- bis zum East River wurde je des Haus dort aufgesucht, um dieFrau aufzufinden, welche Arbeit jedoch vergeblich sein mußte, 'da die Betreffende gar nicht in New Aork weilt. Schließlich nahm die Matrone Stücklein auf Ellis Island das Kind nochmals in's Gebet und da bekannte es denn, daß seine Mutter auf Bermuda wohne und diese Insel nie in ihrem Leben verlassen habe. Damit hat das Suchen ein Ende und Berthachen, das vor der Bermudaschen Haselr.uthe in den Händen derMutter ausgekniffen war, wird mit dem nächsten Dampfer wieder nach dem Schauplatze zeitiger Kartoffeln und großer Zwiebeln zurückspedirt werden. Einen ungewöhnlichen Abschluß hat der Brautstand .des jungen Farmers John Cosgrove von East Vineland, N. I., genommen, denn er .wurde von seiner Braut Ella Voschol und deren Mutter 'durch Messerstiche derart zugerichtet, daß man an seinem Aufkommen zweifelt. Er hatte die Angebete besucht und mit derselben in bester Stimmung die Vorbereitungen für die Hnrath besprochen. Beim Fortgehen machte ihm das Mädchen Vorwürfe, 'daß er mit einem anderenMädchen verkehre, es kam zu einem Streite und im nächsten Augenblicke drangen Mutter und Tochter auf ihn ein. Während ihn die Frau hielt und mit einem Knüppel auf den Kopf schlug, ergriff das Mädchen ein Tranchirmesser und 'brachte ihm verschiedene Wunden bei. Er blutete besonders aus den Wunden am Handgelenk, da die Arterien zerschnitten waren, und war kaum im Stande, sich loszureißen und nach dem Hause eines benachbarten Farmers zu eilen, wo er infolge des Blutverlustes zusammenbrach. Man verband die Wunden und der Farmer brachte ihn in seinem Wagen nach Vineland zu einem Arzt. Als Polizeibeamte nach East Vineland kamen, um Mutter und Tochter zu verhaften, fanden sie das Haus leer.

Der Ritter Harra s seligen Angedenkens ist durch den Jtaliener Umberto Diamonti noch weit Übertrumpft worden. De: 22jährige Römer fuhr auf seinem Stahlrotz im schnellsten Tempo zum Rande des künstlich erhöhten Tiberufers, sprang, ohne nur einen Augenblick die Herrschaft über sein Rad zu verlieren, auf diesem in denFluß hinab und erreichte schwimmend das andere Ufer. Dabei langte er an demselben nach früher an als ein Fußgänger, der gleichzeitig mit ihm den kühnen Sprung wagte. Ein zweiter Versuch, den Diamanti von einer 90 Fuß hohen Uferstelle aus unternahm, war gleichfalls von Erfolg gekrönt. Ein Mitglied der Tegernseer Bauern - Schauspielertruppe, der Schuhplattler Sepp wcayr, wurde wegln Wilddieberei verhaftet. Mayr, vulgo Süßmayr, war vor drei Jahren in St. Quirin am Tegernsce von einem Gendarmen als Wilddieb verhaf tet worden, hatte aber wahrend des Transports Gelegenheit gefunden, seinem Begleiter zu entrinnen und zu entfliehen7 Er war hierauf in der Schweiz umhergeirrt, und endlich sah man ihn in Nordamerika als Kunstschütze auftreten. Zu gleicher Zeit waren dort die Tegernseer" umhergezogen und denen hatte sich Sepp als Schuhplattlervortänzer angeschlossen. In einem Juwelierladen in Landsberg a. L. ereilte ihn sein Geschick. Tief gesunken ist der Referendar Leopold Ullmann aus Karlsruhe. Nachdem er im AssessorExamen durchgefallcn und im März v. I. zu Frankfurt a. M. aus dem Justizdienst entlassen worden war, begab er sich später mit seinem Bruder Mansred nach London, wo sie als Schlittenfahrer" ihr Glück versucht haben sollen. Später ftetaten sie nach Holland über, wo sie indeß wegen ihrer Mittellosigkeit bald nach Deutschland abgeschoben wurden. In Bonn verübten sie verschiedene Schwindeleien, die ihnen jetzt 3 und 5 Monate Gefängniß eintrugen. EineMenge Adressen von großen deutschen Firmen wurde bei ihnen vorgefunden, was auf weitere geplante Schwindeleien schließen läßt. Auf der Locomotive gestorben ist der 29 Jahre alte Hilfsheizer Richard Bieberstein in Berlin. Als sein Zug.sich um Mitternacht zwischen den Bahnhöfen- Friedrichstraße und Börse befand, und sich diesem näherte, fiel Bieberstein neben dem Locomotivführer plötzlich um und blieb regungslos liegen. Der Führer, der nun die Heizung mitzubesorgen hatte, bewahrte seine Ruhe und sorgte 'für Hilfe, sobald der Zug auf dem BahnHofe hielt. Mehrere Beamte trugen den bewußtlosen Heizer in die Wartehalle, und zwei Aerzte bemühten sich eine halbe Stunde lang, ihn in's e ben zurückzurufen. Ihre Bemühungen hatten jedoch keinen Erfolg, ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht. JnKarlsruhemachtein der Stadtrathssitzung Oberbürgrmeister Schnetzler unter allgemeiner Heiterkeit dem Collegium von exritm gedruckten Angebot einer Braunschweiger Verlagsbuchhandlung Mittheilung. worin sich diese Firma den Gemeindevorständen für das bevorstehende Regierunasjubiläum des GroßHerzogs zur Ausarbeitung von Original - Festreden" empfiehlt. Nach dem beigedruckten Tarif kostet, wie die Neue Badische Lanoeszeitung" berichtet, eine kurze gemeinverständliche, Wirkungsvolle Rede für kleinere Orte 3 Mark, ein historisch und mit begeisternder Charakteristik des Fürsten gefärbte Rede 8 Mark, eine formvollendete Rede für große Festversammlungen 15 Mark. Trotz der sehr annehmbaren" Preise hat dr Stadtrath beschlossen, von dem .Angebot keinen Gebrauch zu machen. EinneuerSpukhatsich in Nieder - Heidersdorf im Kreise Lauban i. Schl. etablirt. In einem Hause des Dorfes geht es um", und die Bewohner der Ortschaft wie auch der Umgegend sind in großer Aufregung. In dem Spukhause werden in der Nacht die Thüren krachend zugeworfen. Fässer rollen dumpf polternd einher, an den Wänden gleiten schauerliche Schatten hin; kurz und gut, in dem betreffenden Hause haben sich Herrschaften aus der vierten Dimension etablirt. Es scheinen auch etliche darunter zu sein, die galante Abenteuer lieben, denn die Frau des Hauses will sogar von einem unsichtbaren Wesen, als sie im Stalle dem Geschäfte des Melkens oblag, zärtlich umarmt worden sein. Im Uebrigen begnügen sich die Spukgeister einstweilen noch damit. Spektakel zu machen und das Vieh zu beunruhigen. Auch Nachbarn wollen die Schemen gesehen haben. Die Polizei hat sich in die Spukerei noch nicht gemischt. G endarmKeipervonder Station Kaiserslautern transportirte den eine Zuchthausstrafe von acht Iahren verbüßenden Gefangenen Friedrich Buße vom Schwurgericht in Zweibrücken nach Kaiserslautern zurück. Unterwegs in der Nähe von Landstuhl sprang Buße aus dem in voller Fahrt befindlichen Zug. Gendarm Keiper sprang ihm sofort nach, fiel aber so unglücklich, daß er kaum am Leben erhalten bleiben dürfte. Streckenarbeiter holten den ebenfalls verwundeten Gefangenen ein und brachten ihn nach Kaiserslautern.

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