Indiana Tribüne, Volume 25, Number 189, Indianapolis, Marion County, 2 April 1902 — Page 7

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Im Frieden. Kornan von fuirnürt i abiriit. G 4 O 0 0A0A0A0A0A0ACOAOAOAOA0A0AQ (Fortsetzung.) Die Gräfin nickte ihrem Gemayi eifria. zu: Unser. Nachbar. Herr vo? Göhren, beweist es am besten. Hätti er Deine gutgemeinten Rathschläge befolgt, dann wäre ich sicher" 3ch sage es Jedem," unterbrach sn der Graf. ..Wer sei? Zeit nicht versteht, der ist ein Flachkopf." und e, zuckte bei diesen heftig hervorgestoßener Worten die mächtigen Schultern. Del Adlige von heui darf sich nicht dem Müßiggänge überlassen; er muß in der Wettkampf mit eintreten, der sich jetzt an allen Ecken und Enden entsponnen hat, und auch hier wieder die Führerrolle zu übernehmen suchen. Werichi ordentlich hauszuhalten und snne su--ter tüchtig zu bewirthschaften versteht. treibt der Verarmung zu, und cir. arme? Adel, der sich nur mit knappn Notk auf seiner Scholle hält, ist das Erbärmlichste, was ich mir denken kann." Wie oft hatt ihr Gemahl solche unr ähnliehe Ansichten ausgesprochen, dic Gräfin kannte sie beinahe bis zum U?berdruh, und doch hörte sie auch heui wieder so aufmerksam zu, als werdi ihr ein ganz neues Evangelium verkündet. Sie kannte das Leben des armer Adels aus ihrer Jugendzeit nur zu gut! aber sie wußte auch, daß ihr Mann mil seiner Bemerkung gar nicht barern dachte, sie zu verletzen und selbst wenr er diese Absicht wirklich aehegt. wiirdk sie sich wohl gehütet haben, irgendwelche Empfindlichkeit zu verrathen und deshalb sagte sie voll Bewunderung, du zu zeigen ihr längst nicht mehr schwe: fiel: Du könntest allen Standesgenossen als leuchtendes Beispiel hingestellt werden." Ach. Unsinn," lehnte der Graf nur doch kühl und ruhig ab. Gott sei Dank, solche Leute wie ich gibt es in unserem Adel noch viele Tausende." Es war von dem Manne durchaus seine falsche Bescheidenheit; wie scharf und rückhaltlos er auch die Fehler und Schwächen seiner Mitmenschen beurtheilte, besaß er doch hinwiederum sc viel gesunden Menschenverstand, um sich vor jeder Selbstüberschätzung fernzuhalten. Auf seinem eigensten Gebiet, dem der Landwirthschaft, huldigte et dem entschiedensten Fortschritt, jedt $i7itrii ity VTiiirhtf hnn ihm prhrnfif nnV JUUVlUil iV H WV i. . 1 l IVflll V f wenn sie vortheilhaft, fofort durchgeführt, und derselbe Mann, der hier feint Zeit so rasch begriff und so entschlossen sich die Vortheile des rastlos arbeitenden Menschengeistes zu nutze machte, hielt doch an allem Bestehenden hartnäckig fest; wo sein landwirthschaftlicher Betrieb nicht in Frage kam dort war und blieb er der Konservative vom reinsten Wasser. Die Gräfin widersprach nicht; aber sie lächelte zu ihrem Gatten hinüber, tl war jenes bewundernde Lächeln, das stt für ihn stets in Bereitschaft hatte und über das ihre Stieftochter, wenn sie es gesehen hätte, heimlich empört gewesen wäre, die junge Aristokratin fand in ihrer stolzen, vornehmen Gesinnung das einschmeichelnde Wesen ihrer Stiefmut ter einfach falsch und heuchlerisch. Du Gräfin wußte auch, wie Komtess Waltrud von ihr dachte, aber sie fragn wenig danach; was kannte die Unerfahrene von der schweren Kunst, einen solchen Mann zu behandeln und ihn bei guter Laune zu halten vielleicht lernte sie es einmal, wenn ihr der Himmel auch einen solchen Gatten beschied. .Du weißt ja, wie ich es meine," fuht xx Gras nach einer kurzen aufe sori. dem das Lächeln seiner Snah!ni nicht entgangen und das stets geeignet war. seine Stimmung zu erhöhen. .Wer durch die eigene oder durch die Schuld seiner Vorfahren heruntergekommen ist. der foll sich nicht erst ängstlich bemühen, seine Armuth zu verdecken, sondern all' seine Kraft einsetzen, sich wieder empor zu arbeiten. Da steht ja Allen noch immer ein Feld offen, der Offizierstand, und jetzt haben die braven Jungen, über die all' die fortschrittlichen Maulmacher nicht genug spotten konnten, glänzend bewiesen, wie gern sie für König und Vaterland den letzten Blutstropfen verspritzten." Die grauen, starkumbuschten Augen des Mannes begannen seltsam zu leuchten, er reckte seine mächtige Gestalt in die Höhe, wie stolz über die Heldenthaten seiner jungen Standesgenossen. Und Kurt hat das auch redlich gethan," stimmte die Gräfin lebhaft zu. Ueber da eben noch freudig erregte Antlitz ihres Gemahls flog ein Schatten. Hm. der furchtbare Krieg hat schwere Ovfer auferleat. ?lch fürchte. Kurt wird ein elender Krüppel bleiben und niemals mehr seine volle Gesundheit zurückerhalten; er sah gestern wieder so elend aus." Es ist nur die freudige Aufregung, die ihn verzehrt und gewiß wird er schon heu5 " Der Graf schob mißmuthig die vor ihm stehende Tasse zurück und sich rasch erhebend, stieß er in kurzen Sätzen hervor: ..Und ich wünschte, der Tag wäre schon vorüber. Wie froh wollte ich sein!" Er fuhr sich mit allen Zeichen des Unmuths über die gerunzelte Snrn. Die Gräfin erhob sich ebenfalls; sie trat dicht an ihn heran und ihm zärtlich in das finstere Antlitz blickend, fragte sie mit leiser, bewegter Stimme:

Kannst Du wirklich gar nicht vergeh sen?" Nein." entgeanete ihr Gemahl kurz und scharf, und seine Lippen zogen sich fest zusammen und als er noch immer ihre Augen wie bittend auf sich gerichtet sah. fuhr er etwas ruhiger fort: Mit diesen Leuten jetzt in nähere Verbindung zu kommen, kostet mich, ich will es Dir ehrlich gestehen, noch immer eine furchtbare Ueberwindung." Ich hoffe, das wird sich mit der Zeit ein wenig ändern. Lerne nur erst unsere Schwiegertochter näher kennen. Jrmgard ist wirklich ein reizendes Geschöpf; Adelinde ist ganz entzückt von ihr. ftlbst Waltrud ist voll höchster Anerkennung ihrer künftigen Schwägerin, und da Du Dich rühmen kannst, frei von allen Vorurtheilen zu sein " Liebe Mathilde, das ist kein Vor-l urtheil," unterbrach sie der Graf mit jener geistigen Ueberlegenheit, die er am liebsten vor seiner Gemahlin zeigte. Der Mörder meines Bruders hat nicht wie ein Edelmann, sondern wie ein feiger Schuft gehandelt, und das zu vergessen, it mir unmöglich." Das ist schon wahr, lieber Burkhard, aber meinst Du nicht auch, daß Baron Ehrenfels und die Seinen an dieser traurigen Angelegenheit völlig schuldlos sind?" wagte die Gräfin zu erwidern. Hm. das kann ich doch nicht finden," entqegnete der Graf und er begann dabei im Zimmer auf und ab zu wandern, als wollte er den besänftigenden Blicken seiner Gemahlin ausweichen. Baron Ehrenftls hat es ruhig zugelassen, daß sein Bruder nach Amerika flüchtete; er war mit Allem völlig einverstanden, denn er hat ja das Majorat angetreten, um mich jeden Tag daran zu erinnern, daß die Schuld des heimtückischen Mordes nicht gesühnt worden und jetzt soll ich diesen Leuten so nahe treten, als ob das alles nicht geschehen wäre? Das geht mir immer noch gegen den Strich." E? blieb nach diesen Worten vor seiner Gemahlin stehen und sah ihr in's Antlitz, als erwarte er von ihr eine zustimmende Antwort. Die Grafm nickte wohl mit dem Kopfe, als sei sie ganz seiner Meinung. dann aber sagte sie doch m ihrer freund lichen, einschmeichelnden Weise, die zu gleich die Sanguinikerin verrieth: Ich hofft, es wird noch alles in das schönste Geleis kommen. Kurt liebt nun einmal die Kleine, er verdankt ihr wirklich fein Leben und Du hast in Deinem Edelmuth doch nicht umhin gekonnt, Deine Einwilligung zu wesem Herzens bunde zu geben." Ich bereue es auch nichts entgegnete der Graf. Das Mädchen 'hat Kourage gezeigt, das muß ich sagen, aber Dir will ich es bekennen, es fällt mir furchtbar schwer, mit den Leuten .da drüben' " er wies mit seiner Rech ten nach Osten, wo die Besitzungen des Barons lagen etzt in einen freundschaftlichen Verkehr zu treten. Ich weih nicht, ob es mir je gelingen wird, mich so weit zu überwinden, denn ich bin nun einmal nicht Heuchler genug und kann mit meinen wahren Empfindun gen und Gedcmken nirgends hinter dem Berge halten. Die Gräfin fah ihrem Gatten theilnahmsvoll in das ernste, umdüsterte Gesicht. S konnte seinen unversöhn licven Grou gar mcyt begreifen; war nicht über die unselige Geschichte längst Gras gewachsen? Warum noch immer daran denken und Leute dafür verant wortlich machen, die an dem ganzen Unglück nicht die mindeste Schuld truqen? Aber sie hatte sich stets gehütet, solche Gedanken zum Besten zu geben; sie .war auch stets seiner Meinung gewesen, so lange kein zwingender Grund vorlag, mit den Ehrenfels in Harmonie zu kommen; als sie hier in Lindenau als Herrin einzog, hatte sie schon die Zreindschaft ihres Mannes mit diesen Nach barn vorgefunden und der Diplonia tin," wie sie von ihrer Stieftochter ge nannt wurde, war es nicht eingefallen an diesem Verhältniß em wenig zu rüt teln; ihre ganze Aufmerksamkeit un Lebenskunst hatte sich stets ausschließ lich darauf gerichtet, ihrem Gatten nir qends störend in den Weg zu treten Auch jetzt wollte sie nur vorsichtig ei beschwichtigendes Wort sollen lassen, bc

Tausende von Frauen, welche von allen Bequemlichkeiten des Lebens umgeben sind und zurückgezogen leben, haben verborgene Leiden. Jedes kleine Geräusch erschreckt sie. Sie ärgern sich über Kleinigkeiten. Sie erdulden periodische Schmerzen, wissen aber nicht, was dieselben verursacht. Wenn sie sich von einem Doktor untersuchen lassen würden, würden sie erschrecken, zu hören, daß sie Frauenleiden" haben eine Aussicht, die das Frauenherz mit Angst erfüllt. Frauenleiden kommen allmälig, aber deutliche Warnungszeichen deuten ihr Erscheinen an. Seid Ihr nervös? Aergert Ihr Euch über Kleinigkeiten? Erschreckt Ihr bei jedem Geräusch? Seid Ihr an " gewissen Tagen entmuthigt uno elend, dann wieder in gehobener Stimmung am nächsten Tage ? . . . Ist Eure Menstruation schmerzhaft oder unregelmäßig? MM Wenn Eure Antwort auf irgend eine dieser Fragen Ja" lautet, dann solltet Ihr Euch nicht täuschen. Dann leidet Ihr an Frauenbeschwerden und solltet Euch sosort mtt Eardm-. Wein behandeln. Er wird Euch kuriren wie er 1.000.000 andere Frauen kurirt hat. Er kurirt ln der Zurückgezogenheit des Heims, ohne geheime Untersuchungen, und Operation. Kennt Ihr ein einfacheres Verfahren? Provlrt den Eardui-Wein! ' '. B o x e l d e r. TkxaS, den S. De,ember, 1901. Ich erhielt ein Exemplar Äb Sklbstbebandlung v,n Frauenkrankheiten, und meine attin und ich lesen 's gründlich durch. TOein, Gattin war d.i sehr schlechter Gesundheit, ke hat de.i.ehn Monate lang Card., - e.n gebraucht r v.rschasft. t die Gesundheit wkder. und wir lle sind Ihnen mehr al, dankbar ftlr Ihr Buch und Ihre ath. r hat ihr mehr dUen al, lrgkNd tinc Mkdiiin in der Welt. Möge ei Ihnen aohltraehent Ich erde Ihre Mtdinn immer ,N Mklkier Famili.akauchk. atk und Literatur sckreibe man. mit Angabe der Symptome, an The Ladies'

ÄdviRory Department", trat Derjenige ein, der von dieser Anqelegenheit am stärksten berührt wurde und sie schwieg. Der hochgewachsene, breitschultrig'. Mann ging -.n einem Stock und sein, ganze Erscheinung verrieth, daß er vor ! der schweren Verwundung noch nich'j völlig hergestellt war, die er auf den Felde der Ehre davongetragen. Da! feingeschnittene Gesicht bedeckte nock, immer eine große Bläffe, nur aus der! dunklen, eingesunkenen Aue. m leuchtet, eine erwachte Lebenslust, '.n Glücks empfinden, das zu der schlaffen, matten Haltung des jungen Mannes ir seltsamem Widerspruch stand; aber als er seines Vaters ansichtig wurde, dc suchte er seine zusammengesunkene Ge stalt gewaltsam aufzurichten und so fes und sicher auszutreten, als es ihm nui sein gelähmtes rechtes Bein gestattete. Er ging rasch auf seine Eltern zu, die mitten im Zimmer standen; während er den Stock in die Linke nahn uno mtm oem ittater uno oann mnei Mutter die Rechte entgegenstreckte, begrüßte er Beide auf das Herzlichste Ihr seht mich ganz erstaunt an, daf ich mich heut so zeitig zum Frühstüci cinfinde; aber ich hab' heut gar leint Ruhe, ich bin so glücklich!" und aus seinen ehrlichen braunen Augen leuchtet nur zu deutlich dic Empfindung, du ihn beseelen mochte. Während die Gräfin den herzlicher Gruß ihres Stiefsohnes ebenso herzlick erwiderte, ihn, sogleich einen bequemer Sessel an den Tisch heranschob und ihr voll mütterlicher Besorgnis; bat, Plat zu nehmen und seinen Stock bei Seit stellte, schüttelte der Graf seinem Sohm nur schweigend die Hand. Bei deni Anblick des Sohnes, der ihm unerwartet kam, hatte er Mühe, den wilder Schmerz zu beherrschen, der seine Brusi durchwühlte. Gerade die Anstrengung die der Aermste gemacht, um seine &t brechlichkeit zu verbergen, schnitt ihm in's Herz. Das war st. in einzige? Sohn, der in vollster Lebenskraft unt Jugcndblüthe im vorigen Sommer mil hinausgezogen war, als es galt, füi König und Vaterland zu kämpfen unc der als lahmer, elender Krüppel zurückgekommen. Warum mußte ihn gerad, dies furchtbare Schicksal treffen' Konnte dieser Halbinvalide hier einma! ein kräftig Regiment führen, wie es doch so nöthig' war? Der ganze Jammer über den Zusammenbruch seiner stolzen, kühnen Hoffnungen kam dem Grafen wieder einmal schärfer als jl zum Bewußtsein; er konnte es nicht länger hier aushalten, er mußte hinaus und sich zu dem Sohne wendend, der es sich bereits mit Hilfe seiner Stiefmuttci in dem Sessel bequem gemacht hatte. sagte er mit gepreßter Stimme: Enischuldige mich, Kurt. Ich hab' heuj so viel zu besorgen." und die Hand auj die Schulter des Sohnes legend, wollt, er sich rasch entfernen. Der Sohr wandte sich mit einem freundlichen Lä chekn noch einmal nach seinem Vatei um: Laß Dich nicht stören. Nichi wahr, um halb zwölf Uhr fahren wn hinüber?" Gewiß, zur bestimmten Stunde, antwortete der Graf und seiner Gemahlin dankbar zunickend, daß sie sich des Sohnes mit solch' rührender Sorge an nahm, stürmte er hinaus. Was hatte nur der Vater? Er schier heute sehr üble? Laune zu sem. fragtk der junge Graf und er blickte dabei aus seine Stiefmutter, die an seiner Seite Platz genommen hatte und ihm mit hausmütterlichem Eifer ein Butterbrot strich. Sie schien seine Frage überhört zu haben, denn anstatt zu antworten. fragte sie ihrerseits: Du mmmst dock wie immer Kakao, darf ich ihn Dir schon einschenken?" und sie drückte bereits auf die vor ihr stehende Glocke. Kurt kannte schon die Gewohnheit seiner Stiefmutter, die gern auf solchk Weise verfänglichen Fragen auswich; er lächelte gutmüthig vor sich hin; Schwester Waltrud würde freilich in einem solchen Falle wieder tadelnd ge dacht haben: Die Diplomatin"; aber er konnte in diesem klug ausbiegenden Benehmen keinen Tadel finden; es lag auch keine Falschheit darin, wie dik Schwester behauptete, die mit ihrem Stolz und Gradsinn für eine weiche, elastische Natur, wie ihre Stiefmutte:

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nun einmal war, freilich kein Verständniß haben konnte; aber für ihn selbst hatte das zu allen Zeiten freundliche Wesen der Mutter etwas Sympathisches und welch' schreckliche Kämpfe hätte es zwischen ihr und dem Vater gegeben, wenn sie nur etwas weniger Diplomatin gewesen wäre. Sie wußte ja alles wieder zu besänftigen und zu glätten, wenn ihr Gemahl wie ein furchtbares Unwetter dahingebraust war. Vom Schlcßhof her tönte jetzt schon durch das geöffnete Fenster die Allen nur zu bekannte Donnerstimme. Der Vater mußte heut in sehr übler Laune sein. Ja. was hatte er nur? Die kluge, vorsichtige Frau, die sich so cifrig um sein Frühstück bemühte, daß sie darüber für nichts anderes Auge und Sinn zu haben schien, noch einmal darüber auszufragen. war doch vergeblich; er würde n?? eine auLwcichenoe Antwort erhalten haben und so sagte er lieber: .Du verwohnst uns ÄÜe;" während seine Augen voll dankbarer Anerkennung auf seiner Stiefmutter ruhten, reichte er ihr dic Hand. Ich thue ja nur, was ich muß," entgegnete die Gräfin ruhig, ohne die geringste Anwandlung von Eitelkeit Nein, stets etwas darüber und dieses ein .bischen drüber' ist es ja auch, was uns im ganzen Leben so angenehm berührt. Wenn man uns gerade knapp gewährt, was man muß, so macht d wenig Freude, der Genuß fängt erst an, wenn wir mehr erhalten, als wir zu erwarten berechtigt sind, und wäre es nur ein freundlich Wort, ein geschenktes Lächeln." Nun stieß die Gräfin ihr helles Lachen aus, das sie noch so jung erscheinen ließ und das außer ihrem Stiefsöhn und ihrer Tochter wohl selten Jemand zu hören bekam; denn sie wußte, daß ihr Mann dies helle, jugendfrischk Lachen nicht leiden konnte; ihm gegenüber verstand sie es prächtig, sich stets in Schranken zu halten; sie hatte dies in ihrer Ehe bald gelernt und all' die Jahre über geübt; bei ihrem ursprünglich sehr lebhaften Temperament ein Beweis seltener Selbstbeherrschung. Wie Du Dir alles zurechtlegst. Du Grübler." fügte sie hinzu und sie fchaute ihm voll freundlichen Wohlwollens in das bleiche Antlitz, auf dem wirklich ein sinnender Ernst seine Heimath zu haben schien. Man wird es, wenn man so lange auf dem Krankenlager ruht," entgegnete Kurt in seiner schlichten, einfachen Weise. Das Mädchen hatte jetzt den besohlenen Kakao gebracht und während die Gräfin sich beeilte, ihrem Stiefsohn die Tasse zu füllen und feines Backwert vorzulegen, rief sie: Du Aermster!" und ihre blauen, sehr lebhaften Augen ruhten dabei voll Theilnahme auf Kurt. (Fortsetzung folgt.) Das verläßliche und erprobte Zum Verkauf bei TNe J0INERKENNEDYMUSIG00. T0n REDriOND. TSS Mil IM, UO Süd Illinois Straße. Feine Weine, Liquöre und Cigarren. Geschmackvoller warmer und kalter Lunch. Theodore F. Smither, gkschickter und zuvkiUisfi ..4 Dachdecker... Pech- und Kiesdacher, Dächer von Asphalt nnd Gilsonit. Sgros Händler in aütn rten von Dch .risUien. Teiepho : neu 861 ; alt grecn Aal. 301 eft Maryland Vtr Slldwcsll, Eckt von Senate ve. nnd Marvland Str.

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