Indiana Tribüne, Volume 25, Number 188, Indianapolis, Marion County, 1 April 1902 — Page 3
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Katastrophe. Wieder ein schreckliches Grubenuuglnck in Tcnncffee.
Erplofion von Kohlenstaub fordert über zwanzig Opfer. Drohender Streik der Brauerei-Ar-beiter in Boston. Ergebvik der demokratischen Vorwählen in Arkansas. Beschädigung der Yacht Meteor' vor der Probefahrt. Jährliches tzierfest in den Anlagen des Weißen Hauses. Besuch des dänischen Gesandten bei Sekretär Hay. Grube n-K a t a st r o p h e. Chattanooga, Tenn. 31. März. Heute Nachmittag um 4s Uhr wurde durch eine Gas-Erplofion in der NelsonGrube der Dayton Coal & Jron Co. in Dayton, Tenn., der trockene Kohlenstaub in der Grube entzündet, wodurch eine schreckliche Explosion herbeigeführt wurde. So weit bis jetzt bekannt, sind 22 Personen todt, von denen die Leichen von 11 gefunden sind, während sich noch 11 in der Grube befinden. Die Namen der Todten sind : Lark Hunter, Alex Taffer, Jas. Franklin, John Harney, Tom Shaver, Jas. Harris, P. G. Travis, Weiße; George Griffis, Ben Grifsis, Reese Dean, NorrisPiersoll, MorqanSmith, John Robinson, I. E. Hill, Bryant Smith, Mack Fouft, Farbige; außerdem sechs andere, deren Namen unbekannt sind. Tödtlich verletzt wurde W. T. Head, Bruder des Gruben-Superintendenten; James Head, und sieben Arbeiter erlitten mehr oder minder schwere Verletzungen. In der Nelson-Grube sind stets Gase, und es ist Vorschrift, daß die Arbeiter Sicherheitslampen gebrauchen. Kurz vor Feierabend müssen die Arbeiter ihre Zündschnur für die Sprengungen fertig machen, und nachdem Alle die Grub:n verlassen haben, werden dieseZündschnüre von sogenannten Feuerleuten" angezündet. Heute brachten die beiden Feuerleute" Lark Hunter und John Harney die Sprengungsladungen zur Explosion, ehe die Grubenarbeiter alle draußen waren. Man vermuthet, daß eine der Zündschnüren schadhaft war und daß das Grubengas durch eine hervorzuckende Flamme entzündet wurde. Die Erplosion war eine schreckliche. Sie schoß aus der Mündung der Grube heraus und zertrümmerte den ganzen Einfahrtsschuppen. Drei Personen wurden getödtet, während sie in der Nähe der Grudeneinfahrt standen. In der Nelson-Grube haben schon früher zwei ernstliche Erplosionen statte gefunden z die eine im Jahre 1889, wo 4 Mann getödtet und 8 schwer verletzt wurden, und die andere am 20. Dezemder 1895, welche 28 Menschenleben folderte. Im Mai 1901 fand in der Shalliday-Grube eine Explosion statt. bei welcher 21 Menschenleben verloren gingen. Es befanden sich heute nach Angabe der Gesellschaft 75 Mann in der Grube, von denen die qrößcre Anzahl bereits herausgekommen waren, als oie Erplosion erfolgte. Brauerftreikin Boston. Bsston, 31. März. Nahezu 1500 Brauerei-Arbeiter in Boston werden wahrscheinlich am Donnerstag die Arbeit niederlegen, da sie mit denBrauern keine Einigung über ihre Forderungen in Bezug auf die Arbeitszeit, Freibier nndEntlassungsfragen erzielen konnten. Jede Brauerei der Stadt wird von dem Streik betroffen werden; derselbe sollte schon morgen in Seine gesetzt werden, ooch wuroe heute Abend spät beschlossen, die Gutheißung der Gen tral Labor Union abzuwarten. Achtstundentag. Hazelton, Pa., 31. März. In den Gruben bei Hazelton und Wittesbarre wird heute die Arbeit ruhen, da die Grubenarbeiter den Achtstunden.g seien,. In McAooo wird eine große Parade der Grudenarbeiter stattfinden und am Abend sinden in verschiedenen Städten Versammlungen statt, in welchen die Bewegung zu Gunsten des Achtstundentages erörtert werden wird.
Die Wahl in Arkansas. L i t t l e R o ck, Ark., 31. März. Berichte über die demokratischen Primärwahlen. welche am Samstag behalten wurden, ergaben, daß Ex-Gou-verneur James S. Elarke für Bundessenator indossirt wurde und daß Gouverneur Davis in 65 aus 75 Eounties im Staate siegreich gewesen ist. Senotor Jones hat die Hoffnung aufgegeben. Clarke wird bei einer gemeinsamen Abstimmung in der Legislatur wahrscheinlich eine Mehrheit von 12 Stimmen haben. Das demokratische Staatsticket wird, soweit bekannt, folgendes sein: Gouverneur, Jefferson Davis von Hope; Staats-Sekretär, I. W. Crockett von Arkansas County; Generalanwalt, Geo.W. Murphy von Pulaski; StaatsSchatzmeister, H.C. Tipton von Boone; Staats-Auditor, R. C. Moore von Columbia; Land-Eommissär, vermuthlich, E. N. Conway von Pulaski; Mitglied der Staats-Schulbehörde, I. H. Hineman von Jefferson; Eisenbahn-Com-missäre, S. I. G. Hampton, B. Hudgins und wahrscheinlich F. M. Hanley. T i e Meteor" beschädigt. New York, 31. März. Die Yacht des deutschen Kaisers Meteor" wurde heute, als sie zu ihrer Versuchsfahrt fertig gemacht wurde, beschädigt. Der Schlepper A. A. Sumner" war im Begriffe, sie aus ihrem Bassin zu ziehen, als plötzlich der Steuerapparat des Schleppers versagte, sodaß die Yacht hüflos wurde und mit einem Pier im Bassin des Docks zusammenstieß. Da-
durch wurde ihr Geländer auf der Backbordseite eingedrückt und eine Platte am Hintertheil verbogen. Die Beschädigungen sind unbedeutend und verhinderten nicht die Probefahrt, doch wird das Fahrzeug, ehe es die Fahrt über den Ozean antritt, in Stapleton, auf Staten Island, ausgebessert werden. E i e r f e ft. W a s h i n g t o n, 31. März. Der Rasen beim Weißen Hause war heute von einem großen Schwärm von Kindern belebt, welche der Einladung zu dem alljährlichen Eierfest gefolgt waren. Bon 9 Uhr Morgens bis Sonnenuntergang standen die Anlagen den Kindern zur Verfügung, und um 4 Uhr gab die Marinekapelle ein Conzert. Der Präsident nebst Gemahlin und Kindern sowie einigen Freunden sahen dem omüsanten Spiel der zahlreichen Kinder von der Veranda aus zu. Der dänische Skandal. Washington, 31. März. Der hiesige dänische Gesandte Brun sprach heute bei Staatssekretär Hay vor in Sachen der schwebenden Untersuchung über die Anklagen des Hrn. Cron in Verbindung mit dem Verkauf der dä-nisch-westindischen Inseln. EsistGrnnd zu der Annahme vorhanden, daß von Dänemark ein Dokument eingelaufen ist, in welchem Christmas in Abrede stellt, jemals einen Versuch gemacht zu haben, die amerikanische Gesetzgebung und Jeitungsleute zu bestechen. Sympathie für die Boeren. Washington. 31. März. Der Eongreßabgeordnete Sulzer von New Vork reichte heute im Hause eine Resolution ein, in welcher den heldenmüthigen Boeren in ihrem Kampfe um die Freiheit und Unabhängigkeit die Sympathie des Landes ausgedrückt und im Namen der Humanität imd Civilisation gegen die Fortsetzung eines Krieges proteftirt wird, welcher das Gefühl aller freiheitliebenden Leute verletzt. Der Präsident wird ersucht, der britischen Regierung die Rathsamkeit eine Beilegung des Krieges durch schiedsgerichtliche Entscheidung nahezulegen und ihr mitzutheilen, daß der Krieg nach den Bestimmungen des Völkerrechts und der Genfer Convention geführt werden müsse. Schneeblockade. Willi st on, N. D., 31. März. Zw?i nach dem Osten bestimmte Zuge der reut Northern-Bahn warten auf einem Seitengeleise auf die Hebung der Schneeblockade zwischen Wheel Rock u. White Earth, wo stellenweise der Schnee in den Dnrchstichen zu einer Tiefe von 15 Fuß zusammengeweht ist. Unter den festgefahrenen Passagieren besinden sich der Japaner Graf Matsekata und seine Begleiter. Passagiere ohne Geldmitte! werden auf Kosten der Eisenbahngesellschaft in einem Restaurant verpflegt, doch ist demselben der Eier und Butter ' Vorrath ausgegangen. Heute Morgen traf von Chicago eine Wagenladung Vieh ein.
Der Congreß.
Senat. Washington, 31. März. Während der heutigen Sitzung des' Senats war die Oleomargarin-Bill in Berathung. Es wurden drei Reden gehalten, zwei zu Gunsten der Bill und eine dagegen, die letztere von Simmons von Nord-Carolina, die zugleich dessen Jungfernrede war. Nach Beendigung j derselben wurde er von seinen Eollegen warm beglückwünscht. Dillingham von Vermont befürwortete die Bill vom streng gesetzlichen Standpunkte aus und stellte die Oleomargarin-Fabrikan-ten als Betrüger des Volkes hin. McCumber von Nord-Dakota machte geltend, daß die Farmer zu einem Schutz gegen die Butter - Nachahmung berechtigt seien und befürwortete zu gleicher Zeit eine allgemeine Gesetzgebung gegen Verfälschung von LebensMitteln. Haus. Das Haus begann heute mit der Erörterung der Omnibus" - Bewilligungsvorlage und beendete die allgemeine Debatte darüber. Payne, der Vorsitzer des Comites für Mittel und Wege, berichtete die Bill betreffs Reciprocität mit Cuba ein und machte bekannt, daß er sie morgen in einer Woche aufrufen werde. m ,,, , Reciprocität. W a f h i n g t o n, 31. März. Das Comite für Mittel und Wege ordnete heute mit 12 gegen 5 Stimmen die Abfassung eines günstigen Berichts über die Payne - Bill, mit einer ZollerMäßigung für Cuba in Höhe von 20 Prozent, an. Es wurden keine Amendements in Bezug auf die ReciprocitätsFrage angenommen, jedoch mit allgemeiner Zustimmung die amerikanischen Contractarbeitergesetze der Bill einverleibt. Eine Anzahl demokratischer Zufatzanträge betreffs einer allgemeinen Tarifrevision wurden mit einem strikten Parteivotum niedergestimmt. Eine Ernennung. W a s h i n g t o n, 31. März.Schatzamtssekretär Shaw hat Robert B. Armstrong von Chicago zu seinem Privatsekretür ernannt an Stelle von C. V. Rich,der resignirte, um eine verantwortliche Stellung in New York anzunehmen. Armstrong war in Chicago an einer Zeitung thätig. Eisenbahnunfall. Macon, Ga., 31. März. Bei der Entgleisung eines Frachtzuges auf der Macon, Dublin & Savannah-Ei-1 senbahn wurden heute Morgen zwölf Telegraphenleitungs-Arbeiter, die sich in einem geschlossenen Frachtwagen befunden hatten, verletzt, zwei davon tödtlich. Gefährlicher Brand. Philadelphia, 31. März. Das sechsstöckige Gebäude No. 610 612 Market Straße, demn ersten drei Stockwerke von der George De Ka!m Saddlery Co., und die übrigen dr?l von der Joel Baily Davis Co., (5n gros-Kurzwaarenhändler, benutzt wurden, ist heute durch Feuer zerstört worden. Von den 60 Insassen, meistens Mädchen, retteten viele nur mit knapper Noth ihr Leben, indem sie die Rettungsleitern herablletterten. Schaden beträgt S1 10.000. Der Schiffsnachrichten. Angekommen : Plymouth : MinneapoliS" von New York; Kaiser Wilhelm der Gtoße" von New York. New Ycrk: Mesaba" von London; Lahn Antwerpen Doxt. Gibraltar : von Genua. Kensington" von New Hohcnzollern" von New Vor,. Liverpool : Lugio Ciampa" von Seattle; Belgenland" von Philadelphia. Glasgow : Sarmatian" von Portland. Queenstown : Marion" von Boston. Abgefahren: Glasgow: Buenos Ayran" nach Philadelphia: Carthagenian" nach New York. Gibraltar: Trave" nach New York. Genua: Noordland" nach Liverpool; Manitou" nach London. Älokn Emkardt's Garfitld Park Saloon, 1621 S. East Str. Feinste Getränke und Cigarren. Kegel bahn, Billiard. Geschmackvoller Lunch den ganzen Tag.
JmWale beiBoitzen. hagen hat der Zimmermann Nacke aus genanntem Orte einen beim Hofbesitzer Müller befchäftigtenDienstknecht durch einen Schuh tödtlich verletzt. Beide waren zusammen zur unberechtigten Ausübung der Jagd in den Wald gegangen. Abends kam Nacke in großer Aufregung ins Dorf zurück und erzählte, er habe seinen Begleiter oersehentlich durch einen Schuß schwer vermundet. Der Knecht, der sofort mit
einem Gespann geholt wurde, starb noch an demselben Abend; die Kugel war ihm in den Unterleib gedrungen. Nacke hat sich selbst der Staatsanwalt schaft gestellt. Die Socialdemokrat en in Fürth haben vor einigen Jahren in der Pfisterstraße ein prächtiges Gewerkschaftshaus erbaut, das mitGrund und Boden auf 340,000 Mark zu stehen kam. Da so gut wie kein Baufonds vorhanden war und nur im Vertrauen auf unversiegende Antheil-schein-und sonstige Quellen gebaut wurde, so konnte ein rascbes Abwirthschaften bei einem jährlichen Soll von etwa 16,000 Mark und einem Haben von wenigen tausend Mark nicht ausbleiben. Dieser Tage kam 'as Anwefen unter den Hammer und wurde dem zweiten Hypothekengläubiger Bierbrauereibesitzer Evora um 205,000 Mark zugeschlagen. Eine Anzahl von Bauleuten, die Antbilscheinbesitzer etc. haben das Nachsehen. In Budapest kam ein Artillerist in eine Frisirstube, um Parfüm zu kaufen und bat den Jnhader des Geschäfts, ihm eine Handvoll neuer 5kronenstücke einzuwechseln. j)er Barbier ließ ein Geldstück zur izrde fallen und überzeugte sich am Klänge, daß es falsches Geld sei. Er ließ die Polizei holen und den Artilleristen zur Polizeicentrale bringen. Der benachrichtigte Commandant des vierten Corps leitete eine Untersuchung in der Kaserne des 4. Artillerie - Regiments ein, und man fand eine vollkommme Geldmünze. Die Büchsenmacher Sigmund -Tchuder und Thomas Ohndorfer machten aus Zink massenhaft Kronenstücke, während zwei Soldaten und deren Geliebten die Verwerthung besorgten. Die Geldfälscher und ihre Helfershelfer 'wurden verhaftet. DerProzeß Musolinos, der demnächst vor dem Schwurgericht von Lukka seinen Anfang nehmen wird, erregt allenthalben in Italien die größte Spannung. Der junge Brigant ist wieder Gegenstand des allgemeinsten Interesses; besonders suchen Frauen durch alle nur erdenklichen Mittel Zutritt zu den Verhandlungen zu erlangen. Musolino geht es dabei ausgezeichnet; er ißt, trinkt und schläft, wie Jemand, der ein absolut ruhiges Gewissen hat. er ist auch überzeugt. ß er freigesprochen wird, trotz der zahlreichen Morde und Mordversuche, deren er sich schuldig gemacht hat. Er hat darum gebeten, am Tage der Verhandlung sein Gefangenencostüm mit seinem bürgerlichen Gewände vertauschen zu können; so hofft er, einen guten Eindruck auf die Geschworenen und die Frauenherzen zu machen. Etwa 150 Zeugen werden in diesem Prozeß auftreten, der ungefähr 14 Tage dauern wird. FastjedenMonat werden seit Jahresfrist in Italien Justizmorde entdeckt, durch welche Unschuldige zu geradezu enormen Bagnostrasen verurtheilt worden waren, und zwar häufig unter Umständen daß man die Urtheile nur schwer begreift. Am schlimmsten schneiden leider, was doppelt auffallen muß. die Schwurgerichte ab, während die sogenannten ZuchtPolizeigerichte dabei fast gar nicht in Betracht kommen. Allein in Sicilien hat man durch das Caffationsgericht, nachdem neue Zeugen herangezogen worden waren, vier solche Unglückliche
befreit, welche man zusammen zu hundertunddreißig Jahren Galeere verurtheilt hatte. Dementsprechend macht sich jetzt im ganzen Lande eine steigende Bewegung geltend, welche mit Recht größere Garantien gegen derartige Mißgriffe verlangt. Meistens handelt es sich dabei um falsche Zeugen, die erst auf dem Todtenbette und oft zu spät ihre Schuld bekennen, für welche andere dann gewöhnlich schon seit langen Jahren im Bagno schmachten. Ein musterhafte sGeschäftsunternehmen muß das derBaufirma W. Lippke in Zoppot gewesen sein, über welches der Concurs eröffnet wurde. Während die Passiomafse über 500.000 Marf beträgt, erwies sich die Vermögensmasse so gering. daß nicht einmal der Justizfiskus auf seine Kosten gekommen wäre, weshalb das Gericht die Einstellung des Verfahrens beschloß. .,Wie der ConcursVerwalter kannt macht, ergibt sich bei Ausschüttung der Masse der Betrug von 761 Mark 9 Pf., dem an bevorrechtigten Forderungen noch 4446 Mark 67 Pf. gegenüberstehen, nachdem auf die unter diesen bevorrechtigten Forderungen befindlichen Arbeitslöhne bisher 40 v. H. ausgezahlt worden sind. Also selbst die Handwerker und Arbeiter verlieren bei dem Zusammenbruch 4050 v. H. der vor dem Concurse unbezahlt gebliebenen Arbeitslöhne. Alle anderen Gläubiger gehen völlig leer aus. da auch ein Reihe von Grundstücken, welche Herr Lippke besaß", mit Hypotheken bis über den Werth belastet sind. Eine Pleite solcher Art dürft wohl selbst in der berühmten Treber - Krach - Periode zu den Seltenheiten aebören.
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