Indiana Tribüne, Volume 25, Number 188, Indianapolis, Marion County, 1 April 1902 — Page 1

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Grfckxeint feden Nachmittag. Jahrgang 25. Indianapolis, Ind., Dienstag, 1. April 1902 . gg. i88. ; -. - " .

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Edward P. Thompson,

Postmeister von tzavana vom Gouverneur Wood begnadigt. Edward P. Thsmpson, der Postmeister von Havana, welche wegen Unregelmäßigkeit in seiner Office prozesfirt und zu einer Geldstrafe von $100 verurtheilt worden war, ist nach heute hier eingetroffen: Nachrichten aus Cuba, vom Gouverneur Wood begnadigt worden. Die von dem demselben erlassene und vom General-Adjutanten unterzeichnete Ordre lautet, wie folgt: Der Militär-Gouverneur von Cuba ordnet hierdurch an, daß Hm. Edwin P. Thompson eine volle Begnadigung zu Theil geworden und die ihm aufer legte Strafe von $100 ihm erlassen worden ist. Das Postoffice - Departement in Washington hat im Uebrigen schon lange Herrn Thompson von dem Ver dacht, eine verbrecherische Handlung begangen zu haben, gereinigt. In seinem letzten Jahresbericht sagt der General - Postmeister, als er auf den Thompwn-gall zu sprechen kam, daß derselbe sich nur eine unbedeutende technische Gesetzverletzung zu Schulden kommen ließ. Thompson hält sich zur Zeit mit seiner Frau bei seiner hier wohnenden Tochter auf. lag elektrische Leitungscabel an der Washington Stratze beseitigt. Und die Order Order für Erhöhung der Ver sicherungsrate rückgängig gemacht werden. Bekanntlich hatte das Jndpls. Feuer-Jnspections Bureau" die Versicherungöraten auf alle Gebäude,jwelche an der Südseite der Washington Str. zwischen Pennsylvania und Jlli nois Str. liegen, um $5 per $1000 erhöht, weil das an dieser Seite befindliche electrische LeitungS - Cabel der Straßenbahn-Gestllschaft bei Ausbruch eines Brandes für das prompte Arbeiten der Feuerwehr ein sehr wesentliches Hinderniß war. Letzte Nacht ist dieses Cabel beseitigt worden und Präsident Goodloe von dem Jnfpections-Bureau hat erklärt, daß die alten Versicherungsraten wieder eingeführt würden. M. N. Johnson behauptet schuldig zn sein. unHotSprunks. Ark., 1. April. Manson N. Johnson von Anderson, Ind., welcher der Fälschung angeklagt ist und hier gestern verhaftet wurde, hat erklärt, daß nicht er die ZahlungsanWeisungen, sondern Angestellte von ihm dieselben fälschten. Feuer. Ein sog. stiller Alarm rief die LöschMannschaft heute Nachmittag 1:15 nach dem Hause No. 2912 McPherson Ave., woselbst ein Feuer ausebrochen war. Schaden $50. Personal Notizen. Herr A. F. S t e i n h e i s e r, der deutsche Zahnarzt, hat seine Office in dem Marion-Gebäude nach den auf's Neueste und Beste eingerichteten Räumlichkeiten, Zimmer No. 1 und 2, in demselben Gebäude verlegt. Plattdeutscher UnterftutznngsBerein. In der gestrigen 'Geschäftsversammlung, die der Plattdeutsche Unter-

stützungs-Perein,, bei zahlreichem Be-1 Die Chicagoer Ordinanz war thatsuche unter Vorsitz seines Präsidenten sächlich erlassen worden, um die JnduHenry Tielking im Lokale von Ottmar i strie der Gauner resp. Gaunerinnen zu

Keller abhielt, wurde beschloyen, nch an der Monument-Feier in corpore" zu betheiligen. Zwei neue Candidaten wurden in Vorschlag gebracht. . Dem Bericht des Finanzsetretärs war zu entnehmen, daß sich der Verein der zeit in einer sehr günstigen materiellen Lage befindet.

Borzeitiger April-Scherz Bermstchte im Courthause die größte Aufre gang, Die Polizei von einem Witz ßolde, der die Zeit nicht abwarten konnte, gründlich hinter's Licht geführt.

Am Montag Nachmittag um 3 Uhr saßen County-Clerk George B. Elliott, sein erste Gehülfe Clinton Hare und die anderen Angestellten semer Office in ihre Geschäfte oder in Gespräche mit Freunden und Besuchern vertieft hinter ihren Pulten, da kamen urplötzlich, wie eine Windsbraut, die Radler Streit, Losh, Trimpeund Löwe, Pol. Capt. Kruger, Det. Capt. Gerber, Sergt. Corrigan und verschiedene andere Poli-zei-Beamte in Uniform und in Civil, gefolgt von einer riesigen Schaar von Courthaus-Angestellten und-Bummlern in die Office gestürzt. Die Office-An-gestellten machten große Augen über den unerwarteten Besuch, derweil die Polizei -Beamten die Köpfe schüttelten und lange Gesichter machten, während sie tief Athem holten. Sie waren erstaunt, in der Office Alles so friedlich und einträchtig vorzufinden, und nach einem geflüsterten Zwiegespräche mit Elliott und Hare zogen sie, wenn auch ärgerlich, so doch erleichterten Herzens wieder ab, während die Menge der Neugierigen sich lachend wieder verlief. Gegenstand des Gelächters und der Fröhlichkeit waren die Polizisten, die das Opfer eines vorzeitigen AprilScherzes geworden waren. Irgend ein Spaßvogel" man vermuthet, daß selbiger zu den CourthausAngestellten zählt, hatte nämlich kurz vor 3 Uhr per Telephon die PolizeiStation benachrichtigt, in der Office des County-Clerks habe sich eine blutige Morithat zugetragen. Clinton Hare, der unterlegene Candidat für County-Elerks-Nomination auf dem republ. Ticket, habe nämlich nach einem Wortstreite seinen erfolgreichen Gegner Will Davis durch einen Revolverschuß niedergestreckt etc. Selbstredend war an der ganzen Geschichte kein wahres Wort. Dies und Das. Die heute von der Jndpls. Gas Co. zu vertheilenden Gas-Rechnungen werden sich nur auf den Monat April beziehen, nicht aber auf das am 1. Juli endende Quartal erstrecken. Präsident I. R. Pearson erklärte auf Befragen, was die Co. damit beabsichtige, er könne Dies nicht sagen, hoffe aber, daß die Meter-Ordinanz vom Stadtrathe angenommen werden würde. Die Consumers' Gas Trust Co. wird ihre Rechnungen wie bisher ausstellen, bis eventuell die Lieferung von Gaszufuhr gänzlich eingestellt werden muß oder bis Meter eingeführt werden. Im S p r i tz e n h a u s e an der Prospect Str. findet heute Abend eine Massenversammlung der Bürger der Südseite statt, welche sich für die Errichtung einer Heißwasser-Heizungsan-läge nach dem co-operativen Systeme interesfiren. An der Spitze der Bcwegung, über welche hier schon wiederholt berichtet worden '.ist, stehen: Präs. Jacob Rubin, Vice-Präs. Geo. W. Harris, Sccr. John F. White u. Schatzm. S. S. Brag. Die Chicagoer Wein - ZimmerOrdinanz paßt nicht für Indianapolis. Richter Stubbs hat dem Mayor mitgetheilt, daß die Chicagoer Wein-Zimmer-Ordinanz nicht für Jndianapolis paßt, weil solche schlimme Zustände, wie sie in Chicago herrschen, denn doch noch nicht hier zu finden sind. unterdrücken, welche ihre Opfer beim Zechen mit Betäubungsmitteln unschädlich machen und dann berauben. Diese Industrie ist allerdings in der windigen Stadt eine sehr lebhafte, aber hier hat sie sich doch noch wenig entwickelt. Raucht City Seal 5c Cigarren.

Gerichtshöfe. Gegen die PennsylvaniaBah n". Im Bundesgericht wurde am Montag durch den gesetzlichen Vertreter des neunjährigen Eaxl W. Wyncoop von Columbia City, Ind.. gegen die Penn-sylvania-Bahn eine Schadcnersatztlage von $25,000 eingebracht. Dem Knaben, der sich auf dem Heimwege befand, war von einer Loko-

motive, deren Führer die Maschine angeblich trotz der Zurufe Wyncoop's nicht anhielt, der rechte Fuß abgefahren worden. Gegen dieselbe Bahngesellschast ist seitens der Nachlaßverwaltung des früuer in Plvmoutb wohnenden Charles Ceyer eine Schadenersatzklage von $10,000 gleichfalls im Bundesgericht angestrengt worden. Coyer, ein Angestellter der Bahn, hatte bei einem Zusammenstoße seinen Tod gefunden. G. W.Snider's Nachlaß. Der endgültige Bericht über den Nachlaß von George W. Snider ist im Probatgericht eingereicht worden. Es geht daraus hervor, daß die dem Lillian Snider Home" vermachten $10,000 an die Anstalt bezahlt worden und daß die der 3. Christlichen Kirche hinterlassenen $3.000 mit Uebereinftimmung der Kirche vorerst au Attce E. Snider als Trustee überwiesen worden sind. Das übrige Vermögen $57,483 ist in Aktien der Hide, Leather & Bettry Company" angelegt. Von den weiteren angeblich dem Lillian Snider Home" vermachten $15,000 erwähnt der Bericht nichts. DasEhepaar Martineck sitzt seinen einen Tag Haft ab. Der Antwalt der Frau Kate Marti. neck erschien hute mit seiner Clientin vor dem Criminalrichter und erklärte, daß dieselbe nicht ein Gesuch um einen neuen Prozeß einreichen und auch nicht weiter appelliren wollte. Das Urtheil gegen sie lautete auf $30 und Kosten und 1 Tag Gefängniß. Sie wurde in das letztere abgeführt und wird gegen Abend aus demselben entlasten werden. Ihr Mann machte ebenfalls im Gericht sein Erscheinen. Sein Anmalte erklärte, daß er seine Appellation zurückgezogen hätte. Der Richter fand ihn hierauf der grausamen Behandlung eines Kindes schuldig und verurtheilte ihn zu $30 und Kosten nebst 1 Tag Gefängniß. Er wurde in die Bastille abgeführt und wird ebenfalls heute Abend entlasten werden. Seine Kosten belaufen sich auf $52, die seiner Frau auf $97.50. Die Beiden haben also insgesammt an den Staat die Summe von $209.50 zu zahlen. Sie haben dieselben in Raten zu begleichen. An Scheidungsklagen fehlte es nicht. Innerhalb einer Stunde wurden in der Office des County-Clerks drei neue Scheidungsklagen eingereicht. Henry Hood wünscht von seiner Gattin Ella geschieden zu werden. Das Paar lebte genau ein Jahr zusammen. Dann verließ sie ihn und seitdem hat er nichts mehr von ihr gehört. Er beschuldigt sie des böswilligen Verlaffens, der brutalen Behandlung, der Pflichtvernachlässigung und des Ehebruchs. Auf einen von diesen Gründen hin, wird er wohl die Scheidung erlangen. Ola Mercer war in der Ehe mit ihrem Gatten Sherman nicht auf Rosen gebettet. Derselbe mißhandelte und beschimpfte sie, quälte sie mit Eifersucht und schließ-lich verließ er sie. Blanche Fine hatte, als sie sich mit ihrem herzallerliebsten Samuel trauen ließ, ebenfalls eine Niete in der Ehe-standS-Lotterie gezogen. Derselbe war der Ansicht, daß sie von der Luft leben könne und deßhalb hat er nie für ihren Unterhalt gesorgt. John Shearin verlangt von seinem ehemaligen . Compagnon $5000. John G. Shearin hat Philip L. Boegler auf $5000 Schadenersatz ver-

klagt. Derselbe hatte ihn unter der Anklage der Unterschlagung verhaften lasten. Da Shearin keine Bürgschaft leisten konnte, so mußte er zwei Tage im Gefängniß schmachten, bis sein Fall endlich im Polizeigericht zur VerHandlung kam. Er wurde freigesprochen, da es sich irw Gericht herausstellte, daß Kläger und Verklagter, Geschäftstheilhaber und Inhaber der German Art Co." waten. Die Geldsumme, welche Shearin, nicht verrechnet haben sollte, hatte er, wie er sagt, im Intereise des Geschäfts ausgegeben und gehörte ja auch zum Theil ihm. Im Polizei g crich t kam auch nicht ein einziger Fall von uennenswerthem Jntereste zur Verhandlung. Tie Verhandlungen nahmen kaum drei ßig Minuten in Anspruch.

Aus Stadt- und County - Verwaltung. Detective Äsh auf's Neue beurlaubt. Detective Ash, welcher seit dem 1. Januar sich auf Urlaub befindet, ist auf einen weiteren Monat beurlaubt worden. E r-R ecorder Shilling soll nicht gedrängt werden. Die County-Commistäre haben beschloffen, den Er-County-Recorder W. E. Shilling wegen der $1600, welche sie laut ein Entscheidung des Gerichts von ihm zu fordern haben, einstweilen nicht zu drängen, da Shilling zur Zeit kein Grnndeigenthum besitzt. Da die Entscheidung des Richters noch auf zehn Jahre rechtskräftig ist. so sehen die Commistäre nicht ein. meßhalb sie sich mit der Eintreibung der Schuld beeilen sollen. Der Controlleur vergnügt. In der Office des Stadt - Controlleurs wurden am Montag für Fuhr-Werks-und Zweiradlizenscn $3000 eingenommen. Von Mittwoch an setzt ein jeder Besitzer eines Fuhrwerks oder! eines Zweirads, welcher keine Lizens besitzt, sich der Gefahr aus, verhaftet zu werden. Endgültig bestätigt wurden von der Behörde für öff. Werke in ihrer gestrigen Sitzung die Resolutionen betreffend folgende Verbesterungen: Bau eines Abzugscanales in der Columbia Ave., von der 13. bis zur 20. Straße; Nivellirung und Kiespfl. der Alley nördlich der Minnesota Str., von Olive bis Linden. Ferner die AsteßmentUmlagen für: die Holzblockpfl. der Meridian Str., vom Fall Creek bis 34. Straße, und Oeffnung der 1. Alley nördlich der Market Str., von der Highland Ave., 208.762 Fuß östlich. Die Tedication der 1. Alley südlich der 10. Straße, von der Oakland Ave. bis zur 1. Alley westlich, von Geo. R. Brown an die Stadt Jndpls. wurde angenommen. Neue Blattern-Fälle. Während der letzten 24 Stunden sind der Gesundheits'Behörde 2 neue Blatternsälle gemeldet worden. Der erste Patient ist der in No. 2212 Sheldon Str. wohnende Andrew Linden, der zweite eine in No. 360 W. 16. Str. ledende Person. Bauerlaubnißschein e. A. S. Aimans, 17 Hamilton. hölz. Wohnh., $2,7,00. W. M. Long, 1023 W. 29., Küche, $150. W. L. Earl, Jrvington, Anbau. $553. I. M. L. L ockhead, 1202 N. Pennsylvania, Scheune, $250. A. B. Darby, 21 Beville, Anbau, $400. E. K. Mesker, 1014 N. Arsenal, Reparatur, $300. Maggie Browning, 2106 N. Delaware, Anbau, $100. S. I. Morgan, Prospect und Woodlawn, Fottage, $1,200. V. M. Angenbaugh, 2221 N. Alabama, Umbau, $300. er Der ,Tuxedo", 117 N. Pennsylvania tr. Einheimische und auswärtige Biere, Weine und Liquöre, sowie Cigarren. Feiner Lunch den ganzen Tag. Wm. Knoebel, Eigen-thümer.

Theo. Thomas' Mufik-Feft. Das 1. Concert am Montag Abend.

Das gestern Abend in der Tomlinson Halle stattgefundene EröffnungsConcert war trotz der rauhen Witterung gut besucht. Die erste Nummer auf dem Programm: Symphonie Pathetic" von Tschaikowsky ist als die Glanznummer des gestrigen Concertes anzusehen und wurde auch, so weit das den geschäftstüchtigen Amerikanern möglich ist, mit großer Begeisterung aufgenommen. Die Auffassung dieser herrlichen Symphonie seitens Theodor Thomas' könnte man einfach eine musikalische Offenbarung nennen. Die Bahn, die der unvergleichliche Beethoven vorgeschrieben hat. sie ist hier durch Tschaikowsky auf's Neue betreten und erweitert worden. Entzückend fchön war der eigentliche pathetische Schlußsatz, dessen wunderbare Melodie von einem Fagott in tiefster und schönster Klangfarbe eingeleitet wurde. Die beiden Solisten, Mr. Clark, der eine Arie aus Weber's Euryanthe" vortrug, und Miß Gifford, die das reizende Glockenlied" von Telides sang, wurden mit Beifall überschüttet. Der Schlußsatz, wo die Sängerin mit einem Trilleransatz eine Roulade bis hinauf zum dreigestrichnen E" führt, gelang der Sängerin, die über eine ausgezeichnete Stimme und liebliche Erscheinung verfügt, in höchst brillanter Weise. Von den beiden Legenden von Sebelius, Der Schwan" und Lemminkainer zieht heimwärts", war der erste ziemlich fade, indessen das zweite Tonbild mit lebhafteren Farben aufgetragen. Weber's ewig jxnge Komposition Die Aufforderung zum Tanze" riß da Publikum zu voller Begeisterung hin. Orchestrirt war dasselbe von Felir Weingartner. Den höchst würdigen Abschluß des Concertes bildete Wagner's Tanhäuser-Ouvertüre". die vom Orchester mit packender Wucht gespielt wurde. Um über das Programm noch eine Bemerkung zu machen, hätte nach unserer Meinung dasselbe mit solchen einfachenSachen, wie die Legenden, beginnen sollen, um dem Publikum Zeit zu geben, sich für die überschwengliche Kost der Tschaikowsky Symphonie vorzubereiten. Für heute ist das folgende Programm aufgestellt : Abends 8:15. Vorspiel, Die Meistersinger", Wagner. Symphonische Partie aus Erlösung", Cesar Franck. Arie aus Herodiade. Mastenet. Herr Charles W. Clark. Slavonische Rhapsodie, Dvorak. Arie, Jean d'Arc", Tschaikowsky. Mme Gertrude May Stein. Pause. 20 Minuten. Scenen aus Olaf Trygvafon, Opus 50, Grieg. Eine Frau. Die Velva. Mme. Gertrude May Stein. Hohepriester, Herr Charles W. Clark. Chor und Orchester. Phoebe-Berei. Der Gabentag für das Diakonissen chospitc l. Zu dem vom Phoebe-Verein" am gestrigen Nachmittag im Souterain des Diakonissen-Hospitals zum Besten der Anstalt abgehaltenen Gabentag hattcn sich die Freunde des Vereins in namhafter Anzahl eingefunden und auch reichliche Gaben mitgebracht, so daß das Ergebniß der Feier als ein durchaus befriedigendes bezeichnet werden konnte. Der Phoebe Berein" wird am Mittwoch Nachmittag um halb drei Uhr in der Zions Kirche seine regelmäßige Versammlung abhalten. Da äußerst wichtige Geschäfte vorliegen, so sind alle Mitglieder freundlichst ersucht, zu erscheinen. Tish-I-Mingo.

Südafrika. Steijn. Delarey undSchalk Burger werden conf e riren. Pretoria, 31. März. Die Aufenthaltsorte von Präsident Steijn und General Delarey sind endlich gefunden worden und es wird jetzt er- ' wartet, daß eine Conferenz zwischen ihnen und Vice-Präsident Schalk-Bur ger in den nächsten Tagen stattfindet. Es wird berichtet, daß General Botha derselben beiwohnen wird. - Commandant De Villers, w?lcher in dem Kimberley-District operirt, hat einen Parlamentär gesandt, welcher sein Gesuch, der Conferenz beiwohnen zu dürfen, überbrachte. Inzwischen werden die militärischen Operationen fortgesetzt. Die britischen Truppen suchen die nördlichen Diftricte der Oranje-Fluß-Colonie ab und es heißt, daß sie etwa 1000 Mann von General DeWet's Truppen innerhalb ihres Cordons haben.

Infolge eines Eisenbahn - Unfalls nahe Barberton Transvaal Colonie, wurden 39 britische Soldaten getödtet und 45 verwundet. Eine allgemeine Uebergäbe soll erörtert werden. Heidelberg, Transvaal, 31. März. Commandant Allen hat eine Versammlung der Buren in seinem District einberufen. Dieselbe soll etwa 35 Meilen östlich von der SpringStation stattfinden. In derselben soll über den Vorschlag betreffs allgemeiner Uebergabe berathen werden. Collision zweier Schiffe auf hoher See. London, 1. April. Nahe dem Nab Leuchtschiff collirdirte der Pasta gierdampfer Alma" mit dem britischen Schiff Cambrian Prince", Capt. Owen. Letzterer sank sofort nnd elf. von der Mannschaft ertranken. Die Alma" kehrte schwer beschädigt nach Southampton zurück. Die Größe der Vereinigten Staaten. Washington, 1. April. Die Schlußberichte des Zwölften Census geben die totale Bevölkerung der Vereinigten Staaten am 1. Juni 1900 auf 84,233,069 uud das Gefammt - Areal, einschließlich der neuerworbenen Inseln auf 3,690,922 Quadratmeilen an. Nur China, England und Rußland überragen die Ver. Staaten sowohl in der Zahl der Bewohner als der Größe des Areali-. Raucht Charles Major 5c Cigarren. Die Monument Einweihungs Feier. Das Finanz-Comite des ErecutivComites für die Einweihungs - Feier des Monuments hielt am Montag Nachmittag eine Sitzung ad, in welcher zunächst Herr John I. Appel zum Vorsitzer erwählt wurde. ES wurde über weitere Mittel und Wege gesprochen, wie die $10,000, welche etwa die Kosten der Feier decken werden, aufgebracht werden sollen. Ein Vorschlag des Herrn John P. Frenzel, Einladüngen an alle Gcheim-Orden etc. zur Theilnahme an der Parade ergehen zu lassen, fand allgemeine Billigung. Dasselbe war auch mit dem Vorschlag eines anderen Comite - Mitgliedes der Fall, Ehrenbögen an der Pennsylvania und Washington, Pennsylvania und Ohio, Ohio und JllinoiZ und Illinois und Washington Str. herrichten zu lassen. Diese Vorschläge können jedoch erst dann, wenn das Comite weiß, über wie viele Geldmitteln es verfügen kann, ernstlich erwogen werden. Es ist endgültig beschlossen worden, daß bei der Feier am 15. Mai Major Menzies, das älteste Mitglied der BeHorde der Regenten das Denkmal dem Gouverneur Durbin übergeben soll. DaS Executiv-Comite wird morgen Nachmittag um 2 Uhr in den Parlors des Gouverneurs eine Sitzung abhalten.

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