Indiana Tribüne, Volume 25, Number 186, Indianapolis, Marion County, 29 March 1902 — Page 7
' -.
Jndiana TrtMine, 2 März
Furnaces, Wen- und Blech-Arbeiten, j Jo'eph Gardner. 3741 Kentucky Avenue. Telephon 322. Blecharbeiten aller Arten an neuen Däusern : bestens ausgeführt.
LEO.IANDC 142 Nord Pennsylvania Strafte, Hauvtquarticr für Brillen und Qperngläfer. US kSIl W, JPI10 EOAlTl rillen erden nach beu oesten Methoden den ug.n angepaßt. Künstliche ugen werden schmerzlos eingesetzt. M EMU L FHEE10I ? 701 Süd Telaware Strafte, Händler in Weizen-, Roggen- u. Buchwelzen-Aceyl, t öeu in Ballen und allen Sorten Futter. Neues Telephon 1609. Bestellungen werden nach irgend einem Theile der Ztadt frei abgeliefert. GEO. MOSER, Ecke McCartu tr. und Madisou Ave. Beste weine, (iquöre und Cigarren. Jeden Morgen schmackhafteröunch. TOM MULRINE, Sample Aoom 2621 West Michigan Str. Feine Weine, Liquöre . und .... Cigarre. Deutsche Wirthschaft von G. LEIKH1RDT, zur Gemüthlichen Ecke, Ho. 102 Nord Noble Straße, Jeden Samftag Tnttelsuppc und ansgezeichucter warmer Lunch. Neues Phone 2011. PETER BANY, 124 Süd Tes.lware Str. Deutsche Wirthschaft und Billiard-Zimmer. Feine Weine, Liquöre und Cigarren. Warmer Lunch von 9 biS 1. rn w n, Emil Mantel, Eigenthümer. 205 Wcft Washington Straße, gegenüber dem Staatshaufe. Gelder werden geliehen ans alle Arten Werthsachen. Strengste Verschwiegenheit. Offen bis 9 Ur Abends. Verfallene uneingelöste Pfand gegenstände billig zu verkaufen. Tel; old 2 rin on 3284. Chicago und der große Nordweften via flhi!! Alaska Hawaii Ptzilippiue Inseln. Vier tägliche Schnellzüge nach Chicago. pp- Bon der Monon 47. Str. Station. Chicago, ind's nur s Minuten mittelst elektrischer Ear nach den Union iehdöfen Frencli Lick Springss, ln dem Orange Eountq Hochland. Familien Hotel unter neuer rschäftSleitung. Pluto. Proserpine und omles Quellen. Bestes Mineralwasser der elt. Zwei Züge täglich via reencastle. Ticket Cüken : Union Station, Massachusetts Ave. und West Washington Strafe. P.Alge. Tistritk Vaff. Ztgenk, Jndianavoli, Ind. . H. M cToel. E. H. o ckmell. Präs. und en. Mgr. Betriebsleiter. Zrank I. eed. Gen. Paff. Agent, Chicago, Jkl.
SkSS 5tHJJi&Ö
Qr0Y0Y0T0Y0T00Y0V0Y0Y0Y0YC I Im Frieden. I
o o 5 dluima:i vzn Kudwi abtritt. 0A3A04.GA0A0AG0A0A0A0A0A0AG 1. Kapitel. In dem hohen Erkerzimmer eines alten Schlosses saft eine schlanke, zarte Frauengestalt und blickte, die Hände in den Schooß gelegt, auf die Landschaft. Es begann da unten wieder zu keimen und zu knospen. Nach langer, schwerer Winterszeit war der Frühling endlich hereingebrochen und welch' ein Frühling! Die stille, blasse Frau glaubte noch niemals einen solchen Lenz genossen zu haben denn die furchtbare Zeit, die auf ihr und auf unendlich vielen schwer gelastet, war glücklich vorüber; sie alle brauchten nicht länger täglich und stündlich sich abzuängstigen um das Leben der Theuren, die dort so lange vor dem Feinde gestanden hatten io war endlich wieder Frieden! aber wie viel Tausende waren im blutigen Kampfe gefallen und lagen still gebettet in fremder Erde! Das Mutterherz der still sinnend vor sich hinschauenden Frau schwoll auf bei dem Gedanken, daß ihr jede schwere Prüfung erspart worden, daß sie die Theuren wiedererhalten werde, heil und unverwundet, wie durch ein Wunder geschützt, obwohl ihre beiden Söhne nur zt? oft im dichtesten Kugelregen aestanden und mit dem Wagemuth der Jugend jeder Gefahr getrotzt hatten. Welch' ein Frieden ringsum! ja, es war, als ob der Frühling noch einmal so sonnig und glockenhell durch dir Lande gezogen und durch die Herzen War doch das alte, deutsche Reich, von dem man so viel geträumt und gesungen, in all' seiner Herrlichkeit wiedererstanden! Wie lau und lind die Luft! und der vor sich hinträumenden Frau war es, als ob dieser Frühlingshauch ihr ein Stück der eigenen Jugend zurückbrächte; sie athmete in vollen Zügen den Wohlgeruch ein, den die blühenden Sträucher und Bäume des Parkes bis zu ihr hinaufschickten. Es war ja ein doppeltes Fest, das man feiern wollte; denn nicht nur die Söhne kehrten glücklich und wohlbehalten zurück, auch noch ein Anderer, dessen Leben ihr fast ebenso theuer geworden war, fand sich morgen hier ein. Das Herz der Tochter hatte nicht wenig um den Mann gesorgt, den ebenfalls die Pflicht in den Riesenkampf gerufen hatte, und der vor einiger Zeit, von schwerer Verwundung geheilt, heimgekehrt war. Run sollte moraen, mit dem Wiedersehen der Söhne, die Verlobung der beiden Liebenden gefeiert werden, deren Herzen während der langen Trennung sich noch inniger verschmolzen hatten. Ohne den Krieg und dessen glücklichen Ausqang wären die Beiden wohl nicht an das ersehnte Ziel gekommen. Gerade der furchtbare Sturm, der über die Welt soeben dahingebraust, hatte hier mit einem Schlage die Hindernisse hinweggeräumt, die den Liebenden so lange im Wege gestanden. Wie jetzt die Mutter über die jüngste Vergangenheit nachsann, wurde sie von der wunderlichen Verkettung des Schicksals seltsam berührt. Baronin Ehrenfels war stets überzeugt gewesen, dah ihrer Jrmgard nichts Anderes übrig bleiben würde, als auf die Verwirklichung ihres Jugendtraumes auf immer zu verzichten. Der älteste Sohn ihres Nachbars, der junge Graf Bredow, hatte für ihre kaum sechzehnjährige Jrmgard eine tiefe, innige Liebe gefaßt, seine Gefühle waren auch von der Kleinen erwidert worden; aber 'da gab es Jemand, der bisher nicht zu bewegen gewesen war. in die Verbindung der jungen Leute zu willigen: denn der Vater des Grafen Kurt hatte bis zur jüngsten Zeit seinen bitteren Groll bewahrt, den er gegen die Ehrenfels im Herzen trug. Vor jetzt zwanzig Jahren war der jüngste Bruder des Grafen Bredow von dem ältesten Bruder ihres Gatten, dem damaligen Majoratsherrn, im Duell erschossen worden und seitdem hatte der Graf jeden Verkehr mit den Ehrenfels streng vermieden und es schließlich doch nicht hindern können, daß sein ältester Sohn an die Tochter des verhaßten Nachbars sein Herz verlor. Baronin Ehrenfels hatte freilich diesen unauslöschlichen Groll niemals begreifen können. Welche Schuld trugen ihr Gatte und die Seinen an dem unglücklichen Ausgang des Duells? Sie waren ja alle daran nicht im Mindesten betheiligt gewesen, ja, sie hatten zu jener Zeit in einer anderen Provinz gelebt und waren erst nach der Flucht des damaligen Majoratsherrn auf Schloß Ehrenfels üb??gesiedelt. Die Baronin erinnerte sich, obwohl so viele Jahre darüber hingegangen, noch heut' der Stunde, als damals ihr Schwager mit den Worten in ihr Zimmer gestürzt war: Ich habe den Grafen Vollbrecht Bredow im Duell erschossen, und ich flüchte lieber nach Amerika, als daß ich mich einsperren lasse, denn ich könnte es nicht einen Tag als Gefangener aushalten. Du bist von heute an Majoratsherr, von Amerika aus schicke ich Dir meinen Verzicht." hatte er sich zu seinem Bruder gewendet, und dann war er schon wieder, nach kurzem Abschied, verschwunden. Der Schwager hatte glücklich Am
rika erreicht und bald darauf die Urkünde über den Verzicht auf das Majora. eingeschickt. Wegen seines unglücklichen v.tVJ wa: dann Baron Heinrich von Ehrenfels in contumaciam" zu zwei Jahren Festung vcrurthcilt worden, und er latte dem Bruder geschrieben: Zwei Jahre der Freiheit beraubt, die mir stets theurer als das Leben war, tttti die ich hier, in dem freien Lande, noch höher schätzen gelernt habe! Deutschland sieht mich niemals wieder!" Und er war wirklich in den verflossenen zwaiizig Jahren nicht mehr zurückgekehrt, ja er hatte in der letzten Zeit gar nichts mehr von sich hören lassen. Man wußte nur so viel von ihm. daß er sich dort verheirathct und einen Sohn habk und dah er dann mit den Seinen noch weiter nach dem Westen gegangen sei, er sollte dort sein Glück gemacht haben; aber direkt hatte man über seine VerHältnisse nichts erfahren. Graf Bredow grollte -nicht nur darüber, daß ihm der Bruder erschossen worden; cr tonnte es auch dem Baron Ehrenfels nicht verzeihen, daß derselbe die Flucht ergriffen hatte. Wenn Heinrich seine schwere Schuld durch die ihm auferlegte Strafe abgebüßt hätte, würde ich mich eher mit ihm ausgesöhnt haben; aber diese feige Flucht finde ich erbärmlich und eines Edelmannes unwürdig," war seine Erklärung. Für den unbändigen Freiheitssinn des Barons, der lieber auf sein Majorat und auf all' feine Besitztümer verzichtete, als sich auf längere Zeit einsperren zu lassen, hätte Graf Bredow kein Verständniß, ja. er übertrug den Groll gegen den Mörder" des Bruders, wie cr Heinrich nannte, auf dessen ganze Familie, und als nach der Flucht des ältesten Ehrenfels ihr Gatte das Majorat angetreten und sich hier auf dem Schlosse seiner Väter nidergelassen hatte, war es unmöglich gewesen, mit dem gräflichen Nachbar in einen freundschaftlichen Verkehr zu kommen. Graf Bredow hatte jeden Annäherungsversuch schroff und kühl zurückgewiesen. Und gerade die hohe Schranke, die der alte Graf zwischen ihnen aufgeführt, mochte die jungen Leute gereizt haben, sie zu überspringen. Sie' hatten Gelegenheit gefunden, sich zu sehen, zu sprechen, und bald war in Beider Herzen eine innige, unauslöschliche Liebe erwacht, die freilich hoffnungslos genannt werden mußte. Da brach, wie aus heiterem Himmel, das furchtbare Kriegswetter los, nicht nur ihre beiden Söhne zogen zur Vertheidigunq des Vaterlandes in den Kampf; auch der junge Graf Bredow hatte nicht gezögert, sofort wieder in die Armee einzutreten, obwohl er kurz vorher auf Wunsch des Vaters seinen Abschied genommen hatte. Schon nach den ersten verhängnißvollen Tagen kam die Schreckenskunde, daß Kurt den Todesritt bei Mars la Tour mitgemacht habe und schwer verwundet worden sei. Nun hatte Jrmgard sich durch nichts zurückhalten lassen; sie wäre ganz allein auf den Kriegsschauplatz geeilt, um den Geliebten zu pflegen, wenn sich nicht der Vater entschlossen hätte, seine Tochter zu begleiten. Unter vielen Mühen und Beschwerden war es Beiden gelungen, das Lazareth zu entdecken, in das der Verwundete gebracht worden, und der muthigen und tapferen Jungfrau war es wirklich gl-alückt, dem Tode noch einmal das sichere Opfer zu entreißen. Selbst die Aerzte hatten zugestanden, daß ohne Jrmgards hingebende und nie ermüdcnde Pflege der Graf verloren gewesen wäre. Wie schlug das Mutterhcrz der Baronin höher, wenn sie an die Heldenthat ihres Kindes dachte. Diese Alles vergessende Liebe hatte auch den alten Grafen besiegt; er fand nicht mehr den Muth, dem Herzenswünsche seines Sohnes entgegenzutreten, und morgen sollte die Verlobung des jungen Paares gefeiert werden. Die Baronin empfand über diese unerwartete Wendung des Geschickes die reinste und seligste Befriedigung; denn sie kannte nur zu gut ihre Tochter; sie wußte, dah derselben kein Glück mehr erblüht wäre, wenn sie endlich doch auf den Mann verzichten gemußt hätte, dem :br aanes 6cn gehörte.
Eine geziemende Sittsamkeit hält viele kranke Frauen davon ab, einen Arzt über Frauenleiden zu konsultiren. und die Furcht vor einer unnöthigen chirurgischen Operation hält viele andere davon ab. Auf diese Weise gibt die arme leidende Frau, welche sich nach Ersösung sehnt, aber sich scheut, dieselbe zu suchen, verzweifelnd die Hoffnung auf. Aber Hunderttausende von Frauen hierzulande wissen jetzt, wie Frau Steele, daß kein Grund vorhanden ist. die Hoffnung aufzugeben daß eine positive Selbstbehandlung für Frauenkrankheiten in dem Bereiche jeder sitt--samen Frau ist. DiClfflniI gab Frau Steele wieder Lust zum Leben, als die besten Aerzte in Illinois ihr, ohne eine Operation. vor der sie zurückschreckte, nicht helfen konnten. Wenn Ihr verzagt seid, und Frauenbeschwerden habt, dann geht in Eure Apotheke und kauft eine Flafche Cardui-Wein. Er wirdEuch helfen. P e o r i a, Jll.. den 5. April, 1901. Ich bin allmonatlich leidend gewesen, seit ich zur Jungfrau heranreifte, und die besten Aerzte behandelten mich, ohne daß sie mir helfen konnten. Der letzte Arzt rieth mir an, in's Hospital zu gehen, um meine Eierstocke entfernen zu lassen. Er sagte: Dies ift die einzige Rettung in Ihrem Falle, Frau Steele. Nein, nein, daZ thue ich nicht, sagte ich. Dann kam mir ein Ladies' Birthday Almanac unter die Hände, und auf diese Weise fand ich Erlösung, und entging dem Messer des Chirurgen Ich warte nicht, bis meine Freundinnen Ihre Anzeige lesen, sondern ich suche dieselben auf, und erzählt ihnen davon. Ich kann den Cardui-Wein nicht genug rühmen. Ich bin eine kräftige Frau, verrichte all' meine Arbeit, und mache gelegentlich eie Radfahrt. Ich benachrichtige Tamen, von denen ich höre, daß sie leidend sind, und ich habe eine Dame davor bewahrt, daiz sie ihr Kind verlor, indem ich ihr ardui-Wei.: gab. Frau B. M. Steele. Wkgen Rath und Literatur schrtibe man. mit Angabe der Symptome, an "Tb. Ladies'
.idvisory Department," Wie die Baronin noch der jüngsten Vergangenheit nachsann, schlangen sich jdtzlich zwei Arme um ihren Hals und eine wohllautende Stimme fraate: Äcutter, was fehlt Dir? Warum bist Du so traurig?" und ein paar tiefblaue, sanfte Augen ruhten forschend auf dem Antlitz der Baronin. Nein. Kind, wo denkst Du hin? Ich bin glücklich, unendlich glücklich! denn es ist ja Alles viel besser gekommen, als wir zu hoffen gewagt hatten." Das ist wohl wahr und doch, soll ich Dir's gestehen, liebe Mutter? In meinem Herzen ist eine Unruhe, als müsse uns ganz unerwartet irgend ein Unheil treffen und all' unsere Hoffnungen zu Schanden machen." Das ist die jugendliche Furcht vor dem nahen Glück," entgegnete die Baronin lächelnd, und sie strich liebkosend über das blonde Haar der Tochter. Die Wendung zum Guten ist doch für uns Alle zu unerwartet gekommen." Vielleicht hast Du Recht. Haben die Alten nicht immer ein zu großes Glück gefürchtet? und ist nicht wirklich das Glück zu groß, das mir zu theil werden soll?" Hast Du es Dir nicht selbst errungen?" fragte die Mutter und ihre Augen ruhten voll zärtlicher Bewunderung auf der Tochter. Wer hätte in dieser Elfcngcstalt. in diesem weichen, sanften Kindergcsicht jene Kraft und Ausdauer gesucht, die Jrmgard bewiesen hatte. Ach, der Vater macht selbst heute kein frohes Gesicht; er geht so ernst und schweigsam umher, als ob wir morgen etwas recht Schlimmes und nicht den herrlichsten Festtag zu erwarten hätten." Du kennst ihn ja; er hat es verlernt, seines Lebens froh zu werden." und die Baronin stieß einen leisen Seufzer aus. Hatte doch die trübe Gemüthsstimmung des so vortrefflichen Mannes auch auf sie einen schweren Druck ausgeübt und sie endlich des glücklichen Frohsinns beraubt, den sie vor vielen Jahren aus ihrer schönen Heimath nach hier gebracht. Ihr Gatte war nicht im Schlosse seincr Väter aufgewachsen. Eine am Rhein lebende Tante hatte ihn schon als Kind zu sich genommen und erzogen. Der alte Baron war gern damit einverstanden gewesen, sah er doch dadurch auch seinen zweiten Sohn ziemlich gut versorgt, denn die Schwester hatte sogleich seinen Jüngstgeborenen zu ihrem Erben eingesetzt. Das Vermögen, das dann die alte Dame hinterließ, war zwar nicht bedeutend; aber es gewährte doch dem Neffen, der die juristische Laufbahn eingeschlagen, ein behagliches Dasein. Welch' frohe köstliche Tage hatten die jungen Eheleute an dem herrlichen Rheinstrome verlebt! Da war ihr Mann fast ebenso heiter und sorglos gewesen wie sie selbst. Und gerade das unerwartete Glück, das ihnen plötzlich durch die Flucht des Bruders in den Schooß fiel, sollte den Sonnenschein trüben, der bisher auf ihren Wegen geruht hatte. Anfangs wußten die jungen Eheleute vielleicht Beide nicht, als sie von den lachenden Ufern des Rheins in diefen einsamen, öden Winkel der NiederLausitz verschlagen worden, welche Wirkunq diese völlig veränderte Lebenslage auf sie ausüben würde. Diese endlos scheinenden Kieferhaiden, die nur mit ebenso endlos scheinenden Kartoffel- und Roggenfeldern abwechselten, stachen zu furchtbar ab von den rebenbewachsenen, und ruinengeschmückten Bergen, die jenen Strom umgürten, der von je die Freude und der Stolz aller Deutschen gewesen ist. Dort in der Heimath wurde das Gemllth durch frische, köstliche Landschaftsbilder gehoben, während diese öde, wie im Sande vergrabene Gegend auf Leute niederdrückend wirken mußte, deren Auge und Sinn an frischen Farben und ein frohes Dasein gewöhnt waren. Wo waren die heitern, fröhlichen Menschen, mit denen man bisher verkehrt, gelacht und gescherzt hatte? Selbst die Dienstleute und Arbeiter liefen hier alle so still und ernst umher. als ob sie unter dem harten Joch
Sittsame Frauen.
The Chattanooga Medicine Company, Chattanooga, Tenn.
der Arbeit das Lachen längst verlernt hätten. Freilich gehörten die Bewohner der umliegenden Dörfer und auch das Gesinde vorwiegend dem wendischen Volksstamme an, der gern finster und verdrossen seines Weges geht und sich noch immer von den Deutschen förmlich scheu-grollend fernzuhalten sucht, als habe er nicht vergessen, daß er von dem fremden Volksstamme unterjocht worden sei. Auch mit den Gutsnachbarn ließ sich kein angenehmer Verkehr anbahnen. Zwei davon waren reich gewordene Bauern, die noch dazu sehr abgeschlossen und querköpfig und der dritte Nachbar. Graf Bredow, legte zu offen und rückhaltlos feinen Groll gegen den Mörder und dessen Angehörige an den Tag, als daß eine Versöhnung der beiden Familien möglich gewesen wäre. Der Gegensatz zwischen dem geistanregenden, gemüthlichen Verkehr, der. man am Rhein genossen und der Einsamkeit, die sie jetzt umgab, war zu groß und es legte sich über die Gemüther der beiden jungen Leute wie ein Nebelschleier. Der Baronin blieben freilich noch ihre Kinder; in ihrem Besitz mußte sie jetzt all' ihr Glück suchen und sie fand es auch aber ihr guter Mann! er hatte sich in ganz neue Verhältnisse bineinzuarbeiten und Anfangs mit taufend Schwierigkeiten zu kämpfen, von denen er keine Ahnung gehabt. Der Baron hatte sich die Verwaltung eines großen Gutes doch leichter gedacht; er war sich bewußt, daß er nicht zu den Dummköpfen gehöre, und ei hatte geglaubt, daß es ihm mit etwas redlichem Willen und Fleiß leicht gelingen werde, sich zu einem leidlich tüchtigen Landwirth auszubilden, wie tx ein leidlich tüchtiger Jurist geworden war. An eifrigen Studien hatte er ec nicht fehlen lassen und doch war et selbst mit seinem ruhigen, klaren Verstände zu der Einsicht gekommen, d er, trotz aller Mühe und Anstrengung es nicht vorwärts gebracht hatte. Die Erträgnisse des Majorats wäret eher zurückgegangen, als daß sie eins Steigerung erfahren hätten. Ware:' diese Fehlschläge, die er zu verzeichner hatte, Mangel an Glück? Mangel ar, Einsicht? Er war über diesem vergeblicher Mühen und Ringen zum unverbesserlichen Pessimisten geworden, der sich z einem Dasein verurtheilt fühlte, das ihm täglich eine Meng? Verdrießlichleiten und kaum eine Annehmlichkeit bot. (Fortseeung folgt.) Jolin F. Sanders Sample Room, 228230 Ost Wabash Str. Beste Weine, (iquöre : : : und (üigamr Telephon alt und neu, 955. Simon Bany, Nachfolger von JULIUS BOTTLEK. 851 öüd Delaware Strafe. tMT ZM frisches Bier an Zapf. Schmackhafter Lunch Vormittags unt Nachmittags. STRASSNER & SCHULLER, . . . . Eigenthümer 25 Oft Georgia Straße. Beste tveine, (iquöre und Cigarren. Mcrchants Lunch jeden Morgen.
Merchanls Sschasge SampleRaom
Tapeten gereinige durch das neue ...Germicide Verfahren... töten tUer. W Süd äst Etr. Das Germicide Verfahren entfernt den Staubund Rauch vollkommen, dringt das frische uSsehen wir der und zerstört Microbcn. Kein Schmutz fällt auf die Möbel oder auf den Fufzboden Preise niedrig. Ir Boranschläge schreibe man e ne Postkarte
! Theodore F. Smither, geschickter und zuverlässiger ...Dachdecker... Pech- und Kiesdachcr, Dächer von Asphalt nnd Gilsonit. ßnaros Händler in ollen Arten von Anm,trilt. lelevhon : neu 661 ; alt grecn I13L 301 West Maryland Str Südwestl. Ecke von Senate Ave, und Marhland Ctr. Tas verläßliche und erprobte EMSESCK Zum Verkauf bei The J0INER-KENNE0Y MUSIG C0. TOIl REDH0ND. m SWI1S SAMPLE IM, 0 Siib Illinois Straße. Feine Weine, Liquöre und Cigarren. Geschmackvoller wanner und kalter Lunch. Ottmar Keller, 217 Ost Washington Str. : Feine : weine, kiquöre und Cigarren ExtrakLunch servirt auf Order zu jeder Zeit. Hauptquartier der Bäcker, Badens' Vketzger und anderer Vereine. Telephon 3327. "The Capitol Bar 229 West Washington Straße. Feine Weine, Liquöre und Cigarre: BILLIARD PARLORS. Eigenthümer. Alter Phone 2938. EDWARD A. HARMEMN6, Eigenthümer Büffet Saloon 10 Nord Delaware Str. Neues Telephon 2258. L. A. Roos und Allen McCauley, Schankkellner Henry's Platz ift jetzt nicht mehr in 431, sondern in ..428 hl Umn Sä. Pabft Bier an Zapf. Jmportirte nnd einheimische Weine Feine Liquöre und Cigarren. Henry W. Kurz, 428 2. Telaware Ctr.
