Indiana Tribüne, Volume 25, Number 185, Indianapolis, Marion County, 28 March 1902 — Page 4
Jnoian Tribüne, as. März 19058.
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Entered at the Post Office of Indianapolis as second clas matter. Scr encvon a) : .HausxneHt. Aus Wien berichtet das dortige Ertrablatt: Ein heiterer Ehrendeleid'.gungsprozeß spielte sich gestern ror dem Slarfrichter des Bezirtsgerichies Josephftadr ab. Kläger war der Bahnbeamte Victor n?elch?r den BuchHändler Rudolph H. au- Grunde wcgrn Ehrenbeleidigung belangre, weil dessen Hausknecht ihn unhöflich gemahnt hatte und hierzu offenbar vom Chef verleitet worden fein müsse. Ter Kläger hatte die Bücher jtxi gute Zcn", dannAnleitung zrSteigerung geistiger Fähigkeiten" und Wie werde ich energisch?" bestellt, jedoch nicht be zahlt und der Hausknecht, der wohl das Buch ..Wie werde ich energisch?" mit Erfolg gelesen haben mag und dcn Sck,uldner nie in der Wohnung fand, erschien in dessen Bureau, wo es zu Beleidigungen kam. Ter Beamte beschwerte sich hierauf brieflich beim Buchhändler, sein Hausknecht hab? sich wie ein Ochsenknecht benommen. Richter: (zum Kläger): Das war auu; nicht gerade höflich!" Kläger: Ich habe verboten, mich im Bureau zu mahlen." Ricöter: Es ist fraglich, ob sich der Gläubiger an ein solmes Verbot halten muß. Sie waren in der Wohnung wiederholt nicht zu treffen. Woraus schlichen Sie. daß der Hausknecht zu seinem Vorgehen von Herrn H. verleitet wurde?" Kläger: Aus dem Antwortschreiben!" Richter: ..Tasselbe lautet: Ein Gentleman zahlt, auch ohne Mahnung! Sie beklagen sich, daß der Bote sich wie ein Ochsenknecht benabm. es ist kein Wunder. wenn ihm die Galle stieg. Auch ist der Buchhandel nicht so günstig fiiunt. als daß ich akademisch gebildete Hausknechte entsenden könnte." (Heiterkeit.) Kläger: Herr H. bill gt biermit das Vorgehen des Hausknechtek!" Vertheidiger: Eine solche Konstruktion der Verleitung zur Ehrenbeleidigung ist cin juristisaVs MnftNMl. Der Herr Kläger hat die M'hnung auch als Erpressung bezeichnet, es hätte also mein Klient weit mehr Grund zu einer EbrenbeleidigunaSKlage gebabt! Die Bücher sind bis Heute nicht ganz bezahlt !- Richter: ..Ist Zem Ausgleich möglich?" Vertheidig yer: Wenn der Kläger seine Klage mit dem Ausdrucke des Bedauerns zuri'ziebt. verzichtet mein Klient freiwillig auf die Kosten, obwohl er dcn Brief gar nicht selbst geschrieben hat." Kläger: Ich ziehe bfc Kkaae mit Be dauern zurück, aber Herr H. soll aus seinen Hausknecht einwirken, daß er sich bei mir entschuldigt." Herr H. muß nun verbrechen, daß er trachten werde, seinen Hausknecht zu einer Entschuldiquna zu verleiten", und wird hierauf freigesprochen. Jum Rcgierungs Jubiläum des rohtterzogs vou Baden. Die Vorbereitungen für das Regierungs - Jubiläum des Großherzogs ron Baden sind nun so weit gediehen, daß der Haupt - Festausschuß die endgültige Feststellung des Programms beschließen tonnte. Eingeleitet wiro die Feier am IS. April durch dn FestConzert in der Liederhalle. Am Son::tag, den 20. April findet in der 6iaW Kirche ein Fest - Kirchen - Conseil nn ter Mitwirkung eines Berliner SingChors statt. Die eigentlichen Festlichkeiten nehmen am 25. April mit Eröffnung der Kunst- und Gartenbau Ausstellung ihren Anfang. Am Äbend wird in der Festhalle ein Festspiel aufgeführt, an das sich die Huldigung vor dem Großhcrzog mit einer Änjpache des Kammerpräsidenten Gönner anschließt. Weiter ist vorgesehen: FestConzert. Fackelzug btt Stud rten Heidelbergs. Karlsruhes und Ire:durgs, Rundfahrt des Großh.'r- gs durch die festlich beleuchtete Stadt, Studenten - Commers. Den Anbrach des Haupt - Festtages. Sonntag, den 27. April, verkünden Glockengeläute, Choräle von den Thürmen und Kanonendonner. sladi dem Fest - Gottesdicnste wird dem Großherzog die Jubiläumsspende überreicht. Dann giebt die Stadt Karlsruhe ein Festessen.' Am Nachmittag fährt der Jubilar mit dem ganzen großherzoglichen Haus duch die festlich geschmückten Straßen, in denen die Vereine Spalier bilden. Volk--belustigungen und ein Fest - Bankett bilden den Abschluß des Haupt - Festtages. Darauf folgt am nächsten at der Emvfang der Abordnungen durch den Grotzherzog. und gleichsam ausklingen sollen die Veranstaltungen mit einem großen Radfahrerfest, der Ausstellung der gewerblichen Unt'-r richteAnstalten und der feierlichen Er'offnung des Rhein-Hafens. Vermuthlich wird der Kaiser durch seine Anwesenheit tte seltene Feier verherrli jcn. Mannheimer Blätter verzeichnen schon das Gerücht, daß der Kaiser auch der größten Stadt des Landes diesmal einen Besuch abstatten werde, da gerade in die Jubiläumstage die Einweihung des Mannheimer Offiziers - Casinos fallen soll.
Victor Huglnckdotcn Anläßlich der Victor Hugo-Ccn-tennarfeier läßt Jules Elarctie, der Leiter der Comodie Francaise", ein Buch erscheinen, das eine Fülle persönlicher Erinnerungen an Hugo en:hält. Die interessanteste dieser Erinnerungen betrifft die nach dem Sturze Napoleons erfolgte Rückkehr des verbannt gewesenen Dichters nach Frankrc'ich. Es war am 5. September 1870. Clarctie, der in seiner Eigenschaft als Kriegsberichterstatter einen Tag vorher das Schlachtfeld von edan verlassen hatte, war in Brüssel ringetroffen. Am Bahnhof traf er mit Hugo zusammen, der sich gleich ihm ein Billet nach Paris löste. Hugo kannte Claretie von früher her und redete ihn mit den Worten an: Seit 19 Jahren warte ich auf dicsenAugenblick." Während der Fahrt nahm der Dichter, der von seiner Freundin Juliette Drouet begleitet wurde, am Fenst Platz und blickte fast gierig binaus. um die Felder, die Bäume, den Himmel Frankreichs zu entdecken. Nie werde ich den tiefen Eindruck vergessen," schreibt Claretie, den der 68-jährige, in dcr Verbannung grau gewordene Dichter beim Anblick der ersten französischen Soldaten emvand." Es waren zerstreute Truppen, die sich auf Paris zurückzogen, arme, müde gehetzte, mit Schmutz bedeckte, muthlose Soldaten. Als Hugo zum ersten Mal.' diese elenden Soldaten mit den rothen Hosen sah, traten ibm die Thränen in die Augen, und sich um Fenster hinauslehnend, rief er mit lauter Stimme: Es lebe Frankreich! Es lebe das französische Heer! Es lebe vas Vaterland!" Dann wandte er sich unter Thränen an Claretie mit dcn Worten: Oh! daß ich die Soldaten meines Landes geschlagen sehen muß!" Abends um 10 Uhr traf der Zug in Paris auf dem Nordbahnhof ein. Hugo wurde, von einer großen Menschenmenge erwartet, die ibn im Triumph in die Stadt führte. Als er aus seinem Wagen stieg, sagte :r zu der Menge: Ihr zahlt mir in einer Stunde 19 Jahre Verbannung." Und am nächsten V!orgen schrieb er .in Claretie: Zwischen uns beiden wird etwas Unvergeßliches sein, die Rückkehr nach Frankreich." Unter den zablrc'.chen anderen Erinnerungen", die die Centennarfeier gezeitigt hat verdienen die von Georg Hugo, dem Urenkel des Dichters, in Der Illustration" veröffentlichten besondere 'Beachtung. Georg Hugo erzählt u. A.: Victor Hugo liebte es, mit einer gewissen Feierlichkeit zu speisen, die jedoch die Familiarität .licht ganz ausschloß. Er nahm bei Tisch stets zuletzt Platz und wartete, cor seinem Stuhle stehend, bis alle anoeren. vor allem die Damen, sich gesetzt hatten. Er aß mit großer Sorgfält und mit Methode, aber fast immer dieselben Speisen. Während der Mahlzeit bereitete er gewöhnlich eine Speise eigener Erfindung, die er gribouilles" nannte. Es war ein Gemisch von allem, was bei Tisch servirt worden war. von Eiern. Fleisch. Tunke. Backwerk, eine Art Pastete, die :r mit dem Messer klein schnitt und die 'r dann würzie. indem er das ganze Salzfaß darüber ausschüttete. Eines Abends kam der Kaiser von Brasilien als Gast. Ich empafnd zuerst eine .iroße Enttäuschung, als ich sah. daß :r Kaiser gekleidet war wie die anderen Sterblichen. Ich hatte einen feierlichen Einzug mit behelmten, gepanzerten Soldaten und einer Schaar von goldstrotzenden Kammcrherren erwartet. Der Kaiser war ein hoch infoeschossener, weißbärtiger Greis, oer uns alle freundlich grüßte. Als aber der Großvater uns mit den Worten vorstellte: Sire, meine Enkelkinder!", erschien mir die ganze Phantasmaaorie 00 neuem. Ich ließ meine Schwester vorangehen und suchte mich zu verstecken. Der Kaiser mußte sich sehr bücken, um uns die Hand zu reichen. Der Großvater hatte uns daran gewöhnt. ihn jeden Morgen in seinem Zimmer zu begrüßen. Wenn ich eintrat, lag er noch im Bett, aber er war schon wach. Manchmal lagen auf seinem Nachttisch Papierfetzen, die er von Zeitungsblättern abgerissen und die er während der Nacht, ohne Licht anzuzünden, mit unlesbaren Hieroglyphen bedeckt hatte. Nachdem ich ihm Guten Morgen" gewünscht hatte, sprang er aus dem Bette wie einJüngling. Im Bette war er stets roth gekleidet. Nach dem Aufstehen trank er sofort ein rohes Ei. das er mit dem Federmesser entzweischlug, und eine Tasse Kaffee. Dann kämmte er, immer noch roth gekleidet und barfuß, vor dem Spiegel sein wallendes Haar, indem er es wohl hundertmal glättete und den borstigen Bart bürstete. Dann zog er weiße Wäsche an. band ein seidenes Halstuch um. sah auf die Uhr und sagte: Das wäre gemacht!" Als Victor Hugo seinen berühmten Roman Les Miserables" schrieb, lebte er in Hauteville Housc in der Verbannung. Als kluger Geschäftsmann, der er sein ganzes Leben lang geblieben ist. suchte er aus seinem Roman den größtmöglichen Nutzen zu ziehen. Der belgische Verleger Albert Lacroix. ein Hugoschwärmer, der vor Sehnsucht brannte, mit der Herausgäbe des Romans betraut zu werden, suchte den Dichter auf seiner Insel auf. Hugo forderte 300.000 Francs, nicht mehr nicht weniger. Handeln ließ er nicht mit sich. Setzen Sie sich dorthin," sagte er gebieterisch zu Lacroir und diktirte ihm den Vertrag. Albert Lacroix, der noch heute lebt, liebte das Romantische in der Dichtung. aber Geld hatte er nicht; er be-
fand sich in einem schrecklichen Dilemma. Adolphe Brisson hat Lacroix' Erinnerungen über diesen denkwürdigen Tag gesammelt und giebt sie im ".Temps" wieder: Bevor er den Vertrag unterzeichnete, stiegen in Lacroix Brust allerlei Bedenken auf. Auf einer Ecke des Schreibtisches sah er einen großen Haufen beschriebenen Papiers. Es war die Abschrift der beiden ersten Bände der Miserables". Er hätte sie gern in die Hand nehmen und einen raschen Blick hinein werfen wollen. Ganz schüchtern wagte er seinen Wunsch laut werden zu lassen. Könnte ich nicht ... das Manufkript ... ein wenig . . . ansehen? .ftugos Hand seine Burggrafenhand legte sich schwer auf die 5efte. Und trockenen Tones sagte er: Nein . . Das geht nicht!" Scheinbar schcrz.'nd (aber aus dem Scherz sprach doch etwas wie gekränkter Künstlerstolz) fügte er hinzu: Nehmen Sie an, daß es weißes Papier sei ... Ich setze meinen Nan cn darauf . . . Das qenüat! . . ." Lacroix machte das Geschäft das Geld streatc ihm ein ihm befreundeter Bankier vor und hatte es nicht zu bereuen, denn er verdiente ein Vermözen dabei. Es ist wenig bekannt, schreibt der ,,Gaulois", daß Napoleon der Dritte eine Zeit lang die Hoffnung hatte, Victor Hugo aus dem Exil zurückzuführen. Er hätte sogar den ersten Schritt gethan, aber vorher mußte das Terrain sondirt werden. Mit dieser heiklen Aufgabe wurde Mme de Girardin beauftragt. Als diese sich in Guernesey befand, ließ sie die Absichten des Kaisers leise durchblicken und sagte schließlich: Sagen Sie, Meister, wenn er zuerst zu Ihnen käme; wenn er jetzt hier einträte, würden Sie ihm einen schlechten Empfang bereiten?" Keineswegs," antwortete Victor Hugo, ich würde zu ihm sagen: Treten Sie ein: Sie sind zu Hause . . ., aber ich gehe fort"."
Tic Haltung des freut idycn c. fchwadcro vor Manila. Aiigesichto der Erönerungeil über die Borgänge vor Manila wahrend des spanisch - amerikanischen Kriege:' rrtrb der folgende, angeblich amtliche Bericht ans dein Kriegsjahre interesiiren, öen daZ .,erl. Tagcbl." aus !iel erhält. Als der Fall von Ma nila bevorstand, erwuchs dem Vesehlshabcr der deutschen Seesireitträste die Pflicht, endgültige Abmachumien zur Unterbringung der deutschen Bohmte zu treffen. Da das anfangs für die Xitfdringintg von Flüchtlingen be stimmte Arsenal von Eavite zur Ver Fügung des amerikanischen Admirals leinen bleiben sollte, wurde beschien' seit, die Kolonie im Nothfall auf ge charterten Dampfern In Sicherheit zu bringen. Tic Ebarternng erfolgte im .elleii Einverständnis mit dem ame rikauischen Oberl'omando. liit 31. Rgi wurden die Tampier in der Näde? Kreuzer ..Irene veraiitcrt. Die Teutschen wurden ans dein Pas ligslilsse dtlfch Tauipser, die dort Tag :iid Rächt für sie bereit lagen, iinter )eni Schlitze armirter Bootö deutscher 'irieg5schiise ausgenommen. Die uiiniandanten der uentraleMr.egc'schüfe hatten im Anschlich au die zum Schutz ihrer andeoangelwrigett getroffenen Maßregeln auch Vortebrunzen für die Rettung von spanischen Familien, namentlich von raiien !nd Bindern vorbereitet. Ter amtliche Bericht betont zum Schluß: Die Katznahmen der deutschen Mariiie wr l'anila. die in gleicher Art auch )ie Schiiofomm.indaliten anderer ieutraler Mächte getrossen batten. vurden durchgängig in freundschaftlichem Einvernehmen mit dein ameriManischen C be r be f e n I v h n bc r anaeordliet. Prinz .rinnch berichtete als Ibc'r der zweiten Kreuzerdivision iin ;xuli 1S9S: Schiff .Irene- Holte eine Anzahl ans Jsla Grande in der Su ?igbü in Notb gerathener grauen and Kinder ab und trat dort zufällig uit einem T.uunfcr der lisurgeuteii miaminen. der si,ch olme weiteres enternte. Auf dem Rückwege von JAlo brande begegnete Irene" vor der sticht voii Manila zwei Kreuzern der ?ereiliaten Staateii. obne aiiaesproiv:n zu werden. Tic Uebernahme der Frauen und Kinder geschab im lieilüe der Meiischlichicit unter stren lacr Beobachtung der Regeln der NeuItralität. Unter Studenten. Erster Stuoent: Du studirst aber wenig." Zweiter Student: Ich müßte ja ein Ochse sein, wenn ich schon im ersten Semester ochsen würde." Kindermund. Grethchen: Ach, Mamachen, wie habe ich in der letzten Jtocht schön geträumt! Wenn ich 'mal wieder so was Hübsches träume, wecke ich Dich dazu." Entschuldigt. Richter: Gleich flach dem ersten Diebstahl haben Sie noch einen zweiten begangen!" Angeklagter (eifrig): Das muht ich, um mei' Advokat bezahlen zu können!" In welcher Lage schläft man am bestm? Diese Frage wurde jüngst erörtert und mit allerlei Rathschläge beantwortet. Der wichtigste fehlte: m besten schläft man in der Lage eines Millionärs: Honneurübungen. Unteroffizier: .Jetzt bin ich ein Artillerist." Einjähriger (geht vorüber und grüßt). Unteroffizier: Was? Einen gewöhnl!chen Artilleristen grüßen Sie?" Einjähriger: Wenn ich ihn kenne, ja."
Vom Jnlande. I "w. Der j ü n g st e Gouverneur in den Vereinigten Staaten ist William McCroskey von Washington, der als Lieutenant-Gouverneur der Nachfolger des verstorbenen Gouv. Rogers wurde. Gouv. McCroskey, der im County Monr. Tenn., geboren wurde, zählt erst 28 Jahre. Während eines Tanzvergnügens, das in Sreeney's Pavillon zu Tamaqua, Pa., abgehalten wurde, drang plötzlich aus einem Nebenraum Rauch in den Saal und nur mit Mühe wurde eine Panik verhütet. Nachdem die flammen gelöscht waren, stellte es sich heraus, daß das Feuer das Werk von Brandstiftern war, denn die Holzwände des Pavillons waren mit Petroleum getränkt. Einen neuen Record hat Frau Minnie Tavis in Omaha. Kan., indem sie bereits mit 44 Jahren Urgroßmutter wurde. Im Jahre 1855 in Boston geboren, heirathete sie mit 12 Jahren, ihre älteste Tochter, Frau Ellis, wurde 1867 geboren und heirathete mit 13 Jahren, deren Tochter, Frau Rigby. geboren im Jahre 1883, heirathete mit 15 Jahren, und die Urenkelin erblickte 1899 das Licht der Welt. Als Frl. Elisabeth Miller in Manistique. Mich., neulich ein Ei öffnete, fand sie zu ihrem Schrecken eine kleine Schlange in demselben. Das Reptil wurde sofort in Spiritus gesetzt und soll, zur Erinnerung an den Schrecken aufbewahrt werden. Daß sich die ganze Stadt selbstverständlich lebhaft für diese Schlange interessirt, kann man sich wohl denken denn es ist ja die erste Schlangengeschichte in diesem Frühjahr. Jmmermehrtritt im Staate Kansas ein Mangel an Weizen fühlbarer hervor und viele Mühlen sind kaum im Stande, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Man nimmt an, daß sich nur noch 20 bis 25 Procent der letzten Weizenernte im Besitz von Farmern befinden. Wahrscheinlich ist mehr Weizen als Viehfutter benutzt worden, als ursprünglich für diesen Zweck für erforderlich erachtet wurde. Nach einem schrecklichen Marsche über die mit tiefen Schnee bedeckten Donnerberge trafen mehrere Prospectoren tnBoise City, Jdaho, ein. Sie hatten die Leiche von Bert Tullis, der früher in Telluride, Colo., wohnte, und der durch eine Lawine in denDnnerbergen getödtet worden war, sowie die Leichen zweier anderer Männer Namens Campbell und Sykes, die gleichfalls Lawinen zum Opfer fielen, bei sich. Die berüchtigte Carrie Nation haben sich die Frauen von Ashby, Minn., zum Vorbilde genommen und eine Carrie Nation Society" gegründet, welche die unter dem Namen Blind Pigs" bekannten Winkelkneipen aus der Welt schaffen will. Die Kneipiers sollen zum Aufgeben der Wirthschaften aufgefordert werden und falls sie diese Aufforderungen unbeachtet lassen, wollen die BiederWeiber k la Carrie Nation vorgehen. In großer Gefahr lebendigen Leibes zu verbrennen, schwebten die 14 Insassen des Gefängnisses in Prinzeß Anne, Somerftt County, Md. Das Feuer war durch die inhaftirten Neger Doane und Tinker verursacht worden, indem sie die Holzverkleidung ihrer Zelle mit einem glühendenSchüreisen in Brand setzten. Die Kerle hatten gehofft, in der durch das Feuer verursachten Verwirrung, ihre Flucht bewerkstelligen zu können, allein der Rauch verrieth sie und sie wurden entdeckt, ehe sie in's Freie gelangten. Vor allen Staaten der Union hat Minnesota im Vorjahr das größte Quantum Weizen vermahlen, nämlich 102.921,426 Bushel. wenngleich er nur 400 Mühlen hat gegen 900 Mühlen in Ohio. die aber nur etwas über 35 Millionen Bushel Weizen vermahlen haben. Das WeizenmehlProdukt von Minnesota war 22.705. 165 Fässer zu einem Werthe von $72. 381,650. Ohio producirte 7 Millionen Fässer Weizenmehl. In einen Orkan gerieth ein Schnellzug der Illinois CentralBahn 135 Meilen nördlich von New Orleans. Der Lokomotiveführer sah den Sturm daherbrausen und verminderte die Schnelligkeit des Zuges, auf welchem sich etwa 100 Reisende befanden. Die Westseite der Wagen würd? von dem Orkan getroffen und fast jedes Fenster eingeweht. Die Telegraphenpfähle wurden lheilweise über den Bahndamm geworfen. Mitunter mußte der Zug halten, damit die Pfahle und der Draht hinweggeräumt werden konnten, was einen Zeitverlust von einer Stunde veursachte; doch wurde Niemand verletzt. Seit Jahren litt die 22 Jahre alte Mathilda Ward in Township Rost, Kalamazoo - County, Mich., anscheinend an acuter Unverdaulichkeit und da kein Mittel half, schritten die Aerzte schließlich zur Operation. Auf den ersten Blick schienen alle inneren Organe zusammengewach sen zu sein, aber genauereUntersuchung stellte fest, daß eine fremde Substanz, nämlich Kaugummi, diese Verbindung bewerkstelligt hatten und die Eltern des Mädchens gaben zu, daß dieses seit ihrem vierten Jahre also jetzt seit 18 Jahren, fortwährend Gummi gekaut hatte. Es ist zweifelhaft, ob dasMödchen mit dem Leben davonkommen wird.
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