Indiana Tribüne, Volume 25, Number 185, Indianapolis, Marion County, 28 March 1902 — Page 1
Tribüne Um. - SorratagsMati lOo per Woche. j 1 e . . ti OiJ A M WlUl. Grsrheint jeden NtxnTittag. Jahrgang 25. Indianapolis, Ind., Freitag, 28. März 1902 No. 185.
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Die neue W. Washington Str.-Brücke.
Die County Kommissäre werden am Montag die Angebote ausschreiben. Wie schon früher erwähnt, hat der County-Jngenieur seine Plane für die neue W. Washington Str. - Brücke den County - Commisiären eingehandigt. Dieselben beziehen sich jedoch nur auf den Bau einer Steinbrücke; da die Melan Co. jedoch Pläne für eine Melan-Brücke einsenden wollte, so wurde mit dem Ausichreiben der Angebote noch gewartet. Die County-Commissäre sind jedo ch des Wartens müde geworden und haben jcht der Melan Co. peremptori'ch mitgetheilt, daß wenn ihre Pläne nicht bis zum Samstag, den 29. März, in ihren Händen sind, sie am Montag, den 31. März, Angebote, welche sich nur auf den Bau einer Steinbrücke bezögen, ausschreiben würden. Die neue temporäre Brücke nahezu fertig. Die neue temporäre Brücke an der Weft Washington Straße, welche die Straßenbahn - Gesellschaft aufführen läßt, geht ihrer Vollendung entgegen, und wird wahrscheinlich Ende nächster Woche ihrer Bestimmung übergeben werden. Die Brücke wird ein Doppelgeleise für die Straßenbahnen enthalten und wird auch von Fuhrwerken und Fußgängern benutzt werden können. Seit dem 16. Janaar. an welchem Tage der Zusammensturz der W. Washington Str. -Brücke erfolgte, war der Verkehr der Bewohner von Haughville mit der Stadt mit Schwierigkeiten verknüpft. Diese werden durch die temporäre Brücke wesentlich gehoben werden. Harrod's Studio. Photographien für Consirmanden von Kl. 00 per Dutzend aufwärts für Cabinet - Größen, No. 110 Virginia Avenue. Die Prinzen-Reise. C?ine Sammlung von Amerika Erinnerungen soll in Schmeidmtz i Schlesien) angelegt wrden Mayor Bookman ersucht, m derselben beizutragen. Mayor Bookwaller empfing heute aus Sckweidnitz (Schlesien) von dem Chefredakteur C. Tippel folgendes Schreiben, dessen Inhalt für sich selbst spricht: Hochgeehrtester Herr Bürgermeister! Eurer Hochwohlgeboren beehre ich mich die nachstehende ebenso höfliche als ganz ergebene Bitte zu unterbreiten. Mit innigster Freude begleitete im Geiste das deutsche Volk den Prinzen Heinrich auf der herrlichen, einem riumphzuge gleichenden Fahrt durch Amerika und ich möchte dem ledhaften Jnteresie, das weite Kreise an dieser Zahrt nehmen, durch Sammlung von Amerika - Erinnerungen entgegenkammen. Diese Amerika - Erinnerung--fachen sollen Verwendung finden in einer hier zu arrangirenden Marineund Kolonial-Ausftellung. Mit Rückficht hierauf möchte ich Sie, hochverehrtefter Herr Bürgermeister bitten, ob Sie die gror,e Güte hätten, mir Ihre Photographie mit Unterschrift, ferner die dort erscheinenden Zeitungen, Festblätter etc., soweit sie Artikel und Berichte über die Prinzenreise enthalten und etwaige photographische Abbildungen aus den Festtagen und von hervorragenden Gebäuden etc. Ihrer Stadt kostenlos zu vermitteln. Ich bin überzeugt, durch ein derartiges Arrangement das Jnteresie für Ihr Land wirksam zu unterstützen und erhoffe zuversichtlich Ihre gütige Mithülfe. In größter Hochachtung habe ich die Ehre mich zu nennen, O. Tippel". Der Mayor wird selbstverständlich dem Wunsche des Herrn Tippel nachkommen. ,,Tbe eotl". Dunkles Home Brau Bier, und guter Lunch von 9 Ubr Morgens bis 11 Uhr Abends. Hinter 123 N. Pennsnlvania Straß?. A. Matz, Eigenthümer.
Ein zweiter Hazel Trme-Fall. Der Famer Wm. Jones der grausamen Be? Handlung seiner 5kinder beschuldigt.
Im Polizeigericht mußte sich heute Nachmittag der Farmer Wm. Jones, dessen Farm sich an der Brookside Ade. etwa fünf Meilen östlich von der Stadt befindet, wegen grausamer Behandlung seiner Kinder verantworten. Jones i war am Donnerstag durch den Huma-nitäts-Beamten Joyce vom Heime der Kinderhüter und Sergeant Scheigert auf Veranlafsung seiner Nachbarin Frau Laura Gleason verhaftet worden. Am 6. März erhielt seine Frau die Scheidung von ihm auf den Grund grausamer Behandlung hin bewilligt und seitdem waren wiederholt Versuche gemacht worden, die Kinder aus dem Bereiche ihres Vaters zu entfernen. Am letzten Sonntag waren rei derselben, Harry , Pearl und 4)urley, rangirend im Alter von 11 bis 14 Iahren, voller Angst zu Frau Gleason gekommen und hatten ihr mitgetheilt, daß ihr Vater ihren achtjährigen Bruder Floyd in unbarmherziger Weise mit einem Knüppel geschlagen hätte. Frau Gleason brachte am nächsten Tage die Kinder in's Heim der KinderHüter und erwirkte hierauf einen VerHaftsbefehl gegen Jones. Der achtjährige Floyd wurde erst gestern im Heime untergebracht. Schon seit langer Zeit wußte Joyce, daß die Kinder des Jones in brutaler Weise von ihrem Vater behandelt wurden, allein er konnte keine directen Beweise gegen ihn erlangen, da seine Nachbarn sich vor ihm fürchtetsn. Seine Frau und seine ältesten Kinder hatte er durch seine unmenschliche BeHandlung aus dem Hause getrieben. Eine Nachbarin sah einmal, wie sie der Frau Jones einen Besuch abstattete, wie Harry aus mehreren Wunden im Gesicht blutete. Sie erfuhr, daß der Vater ihn in unmenschlicher Weise geschlagen hatte. Seitdem die Mutter nicht mehr im Hause war, fürchteten die Kinder sich. mit ihrem Vater unter einem Dach zu schlafen und sie schlugen ihr Nachtquartier unter Heu- oder Strohdiemen auf. Von dem Augenblicke an, daß die Kinder gehen konnten, mußten sie, durch Prügel dazu angetrieben, hart arbeiten. Einmal mutzten die Kinder in einer mondhellen kalten Nacht das Korn schneiden und er gestattete ihnen nicht, sich zum Schlafen niederzulegen, sondern sie mußten am nächsten Tage noch so lange arbeiten bis das ganze Feld besorgt war. Fremde Leute väterlicher als der Vater. Im Kreisgericht hat Evans Woollen, der Anwalt für den Verwaltungsrath des obengmannten Heims im Namen desselben bereits das Gesuch gestellt, die vier Kinder dort aufnehmen zu dürfen. Ties und Tas. Heute i st C h a r-F r e i t a g, der lZvon allen Christen begangene Gedächwiß - Tag der Kreuzigung des Erlösers. In den katholischen und protestantischen, kurz in allen christlichen Kirchen wird diese GedächtnißFeier durch besondere Gottesdienste und Ceremonien begangen werden, wie u. A. auch gestern, am Grün-Donnerftag, in der Heil. Herz-Jesu-Kirche die Ceremonie der Fuß- , Waschung in hergebrachter, feierlicher ! Weise vorgenommen wurde. Nachmittags begannen in den kath. GottesHäusern die düsteren Metten". Bis zur Samstag Mitternacht verstummt alles Kirchenglocken - Geläute in der Stadt. Die ehemalige Maus'sche Brauerei wird, wie bereits verschiedene Mitbürger unter der Hand erfahren haben, in eine Brennerei umgewandelt werden, und zwar sehr bald. Allen anderen Gerüchten und Behauptungen zum Trotz werden die Räumlichkeiten des I. Herron KunstMuseums an jedem Sonntag Nachmittag der Bürgerschaft kostenfrei offen i stehen.
Fran Martineck schuldig bcfnnden und verurtheilt
IKnar i t' na . Xi n 4s1 'AXF, rtlatl oR flß.tftt: wu i ,'.i. tut., .ui.u 'iiut vv yutijv f richters wird ihr ein neuer Proz.ß bemil-j ligt werden müssen. Die letzte Zeugin in dem Fall der Frau Kate Martinick war die Ange klagte selbst. Sie leugnete auf das Entschiedenste, Hazel in grausamer Weise geznchtigt und mit schweren Arbeiten überbürdet zu haben. Auch be(betet sie, daß sie dieselbe habe Hunger leiden lassen. Zwischen den regelmäßigen Mahlzeiten hätte sie wie ihre eigenen Kinder ihren Lunch erhalten. Nachdem die Plaidoyers geschloffen waren und der Richter seine ziemlich aus führlichen Jnstructionen ertheilt hatte, zogen die Geschworenen sich gestern Al.eud um 5:30 zur Berathung zurück. Erst heute Vormittag um 11 Uhr hatte sie sich auf einen Wahrspruch, welcher auf schuldig lautete, geeinigt. Der Richter derurtheilte hierauf die Angeklagte zu 1 Tag Gefängniß und einer Geldstrafe von 830 und Kosten. Die letzteren belaufen sich auf S07.50. Der Richter verschob jedoch die Vollstreckung des Urtheils auf nächsten Montag, an welchem Tage die Anwälte der der Frau M. ein Gesuch um einen neuen Prozeß einreichen werden. Der Richter wird das Gesuch bewilli gen müffen und zwar aus dem Grund, weil sein College auf dem kurulischen Stuhle im Polizeigericht das Polizeige-'-'chts-Journal, von welchem die Appellation genommen wurde, nicht unterzeichnet hatte, mit anderen Worten, es war in factum keine polizeigerichtliche Entscheidung dar, gegen welche überHaupt eine Appellation eingereicht werden konnte. In ziemlich ungeschminkter Weise drückte sich Herr Alford über diese Nachlässigkeit deZ Polizeirichters aus. In Folge deffen muß der Fall M.u tineck auf's Neue im Polizeigericht verhandelt werden, ehe er wiederum im Criminalgericht zur Verhandlung gelangen kann. Bei der Gelegenheit machte der Staatsanwalt zu seinem Verdruffe die Entdeckung, daß seit Anfang Januar dieses Jahres im Gerichtsjournal des Polizeigerichts keine einzige Entscheidung von dem Richter unterzeichnet worden ist. Die Personen, welche während dieser Zeit zu Gefängniß- oder Arbeitsstrafen verurtheilt wurden, müßten jetzt auf Habeas Corpus Gesuche hin aus der Haft entlassen werden, da kein rechtskräftiges Urtheil vorhanden war, kraft welchem sie nach den versch. Strafanstalten gesandt werden konnten. Auch die Urtheile gegen Martincck und John Crme und itrau waren nicht unterschrieben. In Folge dessen können sie jetzt noch nicht im Eriminalgericht prozessirt werden. Richter Stubbs wird jetzt aber im Schweiße sein?s Angesichts das Versäumte nachholen uud im GerichtsJournal seine Entscheidungen mit seiner Unterschrift versehen. Polizeianwalt Collins getadelt. Criminalrichter Alford war nicht nur über seinen College Richter Stubds wegen dessen Nachlässigkeit ungehalten, sondern er tadelte auch den Polizeianwalt Collins, weil derselbe die Affidavits nicht gegen Martineck und rau und gegen Orme und Frau zusammen ausgestellt hatte; statt dessen wurden von ihm vier ausgefertigt. Die Folge ist, daß vier Prozesse geführt werden müffen; wodurch dem County etwa $300 Kosten erwachsen. Charlestown. Drei Nächte hindurch haben bewaffnete Bürger die hiesige Bank gegen einen Einbruchsversuch bewacht. Vor einer Woche war ein Landstreicher durch diesen Platz gekommen, der dem Nachtwächter erzählte, daß eine Bande' von Geldschranksprengern auf dem Wege von Madisou hier- ! her sei, um die Bank auszurauben. In der nächsten Nacht wurde der Geldschrank der Bank in Glasgow, Ky., am Ohiofluffe, gegenüber von Madison, um $3500 beftohlen.
Wie die Pilze aus der Erde
Entstehen immer weitere Jnterurban Gesell, ; schaften. Wiederum hat eine neue JnterurbanGesellschaft ihre Jncorporations-Pa-Piere erwirkt. Es ist dieses die Jndpls., New Castle & Winchester Rapid Transit Co." ; Jncorporatoren sind: Geo. Tundhee und Wm. Wright von Pitts- j bürg, Henry Colgrove, von Tuquesne, Pa., Chauncey Williams von Erie, Pe. und R. W. Langsdale, Indianapolis; das angemeldete Capital ist $112,000. Diese Summe soll f"r Vermeffungen der Bahnstrecke, welche etwa 62 Meilen lang sein wird und für den Ankauf vonLändereien ausgegeben werden. Dieses Capital soll, sobald mit dem Bau der Bahn begonnen werden kann, auf Kl, 500,000 erhöht werden. Die neue Bahnlinie erstreckt sich durch dicht bevölkerte Gegenden. Herren- und Damen-Anzüqe auf Bestellung angefertigt, so billig wie man sie fertig kaufen kann, von der C. F. B u tz C o., 24 Oft Ohio Straße. Der Fälschung beschuldigt. Anderson, Ind., 23. März. Gegen Manson U. Johnson, TheilHaber der Firma Johnson & Co.. Händler in Schulutensilien, welche hauptsächlich mit den verschiedenen Schul-Trustees Geschäfte machte, ist im Kreis-Gericht zu Tipton die Anklage der Fälschung erhoben worden. In der Anklageschrift wird behauptet, daß er zwei Township - Anweisungen, auf den Betrag von je $1000 lautend, welche an die Ordre der Tipton County Bank ausgestellt waren und die Unterschrift des TownshipTrustees trugen, gefälscht hatte. Das Gerücht ist aber im Umlauf, daß er während des letzten Monats mit einer ganzen Anzahl solcher gefälschten AnWeisungen, Banken und Privat - Personen in Muncie, Elwood, Tipton, Alerandria, Richmond und Jndianapolis hineingelegt hat. Die Gosammtsumme, welche Johnson auf diese Weise erbeutete, s,ll sich auf $40,000 bis $50,000 belaufen. Johnfon befindet sich zur Zeit in Hot Springs. Ark., woselbst er angeblich krank darnieder liegen soll. Auf der hier abgehaltenen republikanischen Convention wurde Edgar E. Hendee, einstimmig für Senator für Hancock, Rusb und Madison Counties nominirt. Der H o f f m a n n & B o ritt e r Tapeten-Verkauf ist immer noch im Gange in 103 Nord Illinois Str. Postalisches. Vom 1. April an wird in der Behandlung der eingeschriebenen Briefe auf dem Postschnellzuge zwischen St. Louis und New Aork eine Vereinsachung eintreten. Gegenwärtig bringen die Postalclerks vom Zug No. 20 die von St. Louis nach New Jork bestimmten Einschreibe-Briefe von der Union Station nach dem hiesigen Postamt, wo dieselben mit sämmtlichen übrigen Postsachen für New York in einem besonderen Sacke untergebracht werden. Von jetzt ab richten die Postclerks aus St. Louis ihren eigenen Sack für New $ork her und übergeben denselben dann hier den neuen Clerks, die auf demselben Zuge nach dem Osten fahren. Es wird hierdurch eine ziemliche Zeit:rfparniß erzielt werden. Die von den Aspiranten für Clerks- und 9 Briefträger-Stellungen im hiesigen Postamt erlangtenEramensgrade sind von dem Hülfs-Superinten-denten Walton Tynes bekannt gemacht worden. Diejenigen, die erfolgreich waren, können auf ein Jahr angestellt werden. Den höchsten Grad hat Edgar F. Brown von 1114 Cornell Ave. erlangt. .- g- ,,Tke Velmont", Wirthschaft und Billiard-Parlors, 1201 Madison Ave., Geo. Spacke, Eigenthümer. Beste Getränke und Cigarren, feiner Lunch. Neues Telephon 3235.
Bictor Hugo.
Frau Fredin s Vortrag über den französischen Dichter. Im Propyläum sprach am Donnerstag Abend Frau Fredin aus Cincinnati unter den Auspicien der französischen Allianz über den Dichter Victor Hugo. Die Dame behandelte )as Thema in sehr feffelnder, dramatischer Weiie und wußte den Hörern ein klares Charatterbild des französischen Dichters vor Augen zu führen. Frau Fredin beschäftigte sich zunächst mit der Grundidee, welche Hugo's gesammtes Leben und Schaffen durchzieht und die in der tiefinneren Ueberzeugung bestehe, daß das Elend der Welt von der Menschheit durch eigene Kraft überwunden werden könne. Victor Hugo 'ei der ausgesprochene Dichter des Idealismus, dem angesichts des Materialismus, in den gegenwärtig alle Nationen versunken seien, eine erhöhte Bedeutung zukomme. Besonders interessant waren die längeren Auszüge, welche Frau Fredin aus Hugo's in der Verbannung geschriebenem Chatimeni" gab, jenem Werke, das so ergreifende Schilderungen aus der Laufbahn des großen Napoleon enthält. Rednerin betonte dann noch die feste republikanische Ueberzeugung des Dichters, der er, trotzdem ihm bekanntlich Napoleon III. zur Herbeiführung einer Aussöhnung weit entgegenkam, von 1848 an unentwegt treu blieb. Hugo hat denn auch von der Amnestie keinen Gebrauch gemacht und sein geliebtes Frankreich erst nach Gründung der Republik, schon an -der Schwelle des Greisenalters, wiedergesehen. Mit Erzählung einer Fabel des Dichters schloß die spannende Vorlesung, der die in namhafter Zahl Erfchienenen mit lebhafter Theilnahme gefolgt waren. Frau Fredin, die ein sehr gewähltes Französisch spricht und eine akademische Bildungslaufbahnbahn durchgemacht hat, ist die Wittwe des früheren französischen Consuls m Cincinnati. Am 25. April wird Herr Hugues Le Rour im Propyläum über das Thema: La Vraie Parisienne" sprechen. Die neuen Tapeten bei Carl Möller, 609 Massachusetts Avenue, sind aber doch herrlich. Aus dem Staatshaufe. Neue Jncorporationen sind: Die Godman Jce Cream Co., Warfaw, Capital 82,000 ; Die Hoosier Gas Machine Co., Jndianapolis, Capital $25,000, Directoren: E. K. Zaring, 6, D. Zaring und Henry Burton. Anwalt Ruffell B. Harrison unterbreitete am Tonnerstag dem Gouverneur das Gesuch um die Entlassung Walter Davis' aus der Reformanftalt für Knaben in Plainfield. Davis war, wie sein Anwalt erklärt, vom Criminalrichter wegen Einbruchsdiebstahls, d. h. wegen des Diebstahls eines Paares Schnür-Riemen verurtheilt, zedoch nach Ablauf eines Jahres aus der Haft parolirt worden. Nach der Freilassung heirathete er, trotz seines Knabenalters, 16 Jahre, um sofort mit den Angehörigen seiner Frau in Trubei zu gerathen. Dieselben sollen ihn ohne Veranlaffung haben verhaften und in die Reformanstalt zurückbringen , lassen, ohne daß der Fall genauer untersucht worden wäre. Der Anwalt behauptet, Davis habe damals nur seine Frau vor den Angriffen ihrer nächsten Verwandten zu schützen gesucht. Ver. Staats-Secretär John Hay hat, wie jetzt in Erfahrung gebracht worden ist. es leider abgelehnt, die Hauptrede gelegentlich der MonumentsE'nweihungsfeier zu halten, weil er glaubt, er habe nicht genügend Zeit, um sich für eine der Gelegenheit entsprechende Rede vorzubereiten. Das war die Antwort, die er Sen. Fairbanks aus eine diesbezügl. Anfrage gab. Die beste 5 Cent Cigarre in j der Stadt, Mucho's Longfellow."
RichterLvnch an derArbet. Casper, Wy., 23. März. Chas. Woodward, der Mörder von Sheriff Ricker von Natrona County wurde hier heute gelyncht. Woodward sollte heute gehängt werden, allein das Staats - bergericht hatte im letzten Augenblick noch einen Aufschub bewilligt. Darüber wuröe die Bevölkerung eroo't. 24 maskirte Männer drangen in srüher Morgenstunde in das Gefängniß, holten Woodward heraus und hängten ihn sodann an demfelbcn Galgen auf, welcher für seine offizielle Hinrichtung bereits errichtet worden war. T i e M ü h l e der N empört M i l l i n g C o. " n i e o e r - gebrannt. Newport, Ind., 23. März. Die Mühle der Nemprt Millina Co. ist heute Morgen bis auf den Grund niedergebrannt. 15,000 Bushel Mais sowie zroße Quantitäten von anderem Getreide sielen den flammen zum Opfer. Der Schaden beläuft sich auf $.),000, welcher nur zur Hälfte durch Versicherung gedeckt ist. Mord um eines Zaun es willen. C i n c i n n a t i, 28. März. Der Grundeigenthumsmakler C. A. Pendleton gerieth heute Morgen mit seiner Nachbarin Frau Anna Baker eines Zaunes wegen, welcher deren beider Grundstücke trennt, in Streit. In deffen Verlauf ergriff er einen Revolver und schoß die Frau über den Hau fen. Vermittelst Dynamit expedirte ein Farmer sich in's bessere Jenseits. M o r r i s t o w n, Ind., 28. März. Der etwa vier Meilen von hier ansässige wohlhabende Farmer Geo. W. Carter beging gestern Abend Selbstmord, indem er sich eine Dvnamit-Patrone in den Mund steckte, und dieselbe sodann anzündete. Im Nu war sein Kopf in taufende vsn Stücken zerrissen und auch eine Seite der Scheune, in welcher er die That ausführte, wurde total zerstört. Carter war kränklich und litt an temporären Geistesstörungen. Er war 50 Jahre alt und hinterläßt eine Frau nebst sechs Kindern.
Monninaers's Cafe. importirte Frankfurter mit Sauer kraut oder Kartoffelsalat, sowie die feinsten Getränke stets an Hand, 42 bis 46 West Qhio Straße. Unabh. Turnverein. Die am Donnerstag Abend von der 3. Section des Damen - Vereins des Unabh. Turnvereins arrangirte EuchrePartie für Damen und Herren erfreute sich einer sehr erfreulichen Betheiligung und nahm, Dank der Arrangements, auch einen sehr hübschen Verlauf. Die Damen der Section, welche die UnterHaltung vorbereitet hatten und leiteten. ! waren: ,rau '.'.'cannir, Lomia Woerner. Frl. Clara Ballmann, Frau Vorger und Frau H. Temperley. Für die Kräftigung und Labung der SpielTheisnehmer nach der heißen Schlacht sorgte das unter Leitung von Frau Aug. Woerner stehende Haus-Comite, und die Preisgewinner des Abends waren folgende Damen und Herren : Damen.: 1. Prei o Q o. ,. 4. .. 5. 6. Frl. Gertrude Ginz. Frau I. A. Robinson. Frl. Louii'a Frenzel. Frieda Pink. Frau I. A. Ticks. Frau H. Temperley. 7. Frau Killinger. H e r e n : 1. Preis Chas. Markley. 2. H. Winslow. 3. Harald Schmidt. 4. H, Temperley. 5. Chas. Heinrich. I3P Die neueste Arühjahrsmoden in Herren- Aus -stattungswaarcn und Hüten findet man am besten und billigsten bei Chas. Seidensticker, No. 337 Virginia Avenue.
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