Indiana Tribüne, Volume 25, Number 184, Indianapolis, Marion County, 27 March 1902 — Page 7
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VZ 11IX
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Rom", turn Emil Marriot. Fortsetzurcg Sie war doch schön, diese Welt! Ganz plötzlich drängte sich ihm dieser Gedanke auf sie war doch schön? Und man könnte glücklich sein auf der Welt, wenn man es nur recht verstünde. Das Leben meint es nicht halb so schlimm mit uns wie wir selder. Warum bringen wir uns so oft um seine Freuden, die in unsern Schooß zu streuen es gewillt ist. und fordern mehr, fordern das Unmögliche oder das Unerlaubte? Er dachte an Alles, was hinter ihm lag und was vor ihm lag und seufzte. Jetzt hatte er den ehrlichen Willen, sich zu bescheiden, keine neue Schuld auf sich zu laden, in stiller Anspruchslosigkeit und thätiger Arbeit die ihm noch gewährte Frist zuzubringen was aber halfen ihm alle guten Vorsätze? War die alte Schuld nimmer abzutragen? Das Schicksal eine unerbittlich richtende und rächende Gottheit, der er niemals genug thun konnte? Es mochte wohl so sein und er durfte darüber nicht murren. Mehr noch: er war gesonnen, dieser harten Gottheit ein letz tes Opfer zu bringen: das schwerste. Er wollte sich Marja aus dem Wege räumen Würde dcls Schicksal dann endlich versöhnt sein? Er muhte lächeln. Was rtrnrde es ihm dann noch anhaben können? War doch Marja sein einziges, sein letztes Glück. Von ihr lassen und leben, weiterleben ohne sie was konnte dann noch kommen? Und was war an ihm gelegen? Etwas früher, etwas später es lief auf Eins hinaus, da :r ohnedies bald sterben muhte. Hochstens zwei oder drei Jahre noch, hatte ?r den Arzt sagen hören Wie bald würden diese wenigen Jahre verronnen sein! Für Maria aber bedeutete diese kurze Frist eine' lange Zeit. Sie sollte diese Jahre nicht verlieren müssen. Mochte sie frei sein und ihr Leben nach ihrem Sinne gestalten. Er wollte ihr nicht länger hindernd im Wege stehen. Was mit ihm geschehen würde mein Gott! Verlohnte es sich der Mühe, darüber nachzugrübeln? Er würde irgendwo in einem Spitale unter Fremden sterben und dann verscharrt werden. Vielleicht würde sie einstens nicht einmal sein Grab finden können, wenn sie auf dem Kirchhof nach seinem Hügel suchte Wer würde daran denken, ihm ein Kreuz oder einen Stein zu setzen? Vielleicht würde ein Arzt seinen Leichnam zerschneiden ,Dann wäre ich ja doch noch zu etwas werth!" dachte er, bif:c: lächelnd und starrte mit trübem Llicke aus die jungen Knospen. Plötzlich zuckte er zusammen. Eine laut sprechende Gesellschaft, drei Damen und zwei Herren, kam die Allee herab, geradewegs auf ihn zu. Voran schritt eine ältere Dame, ihre Loranette an den Augen, die Vorübergehenden mit kühler und unbescheidene! Neugierde vom Kopf bis zu den Füßen musternd. Aus jed'M Fältchen ihres Gesichtes guckte der alberne und protzenhafte Hochmuth der Parvenus hervor Sie war sehr kostbar gekleidet und sprach mit erhobener Stimme: offenbar war sie über etwas ungehalten. Ihr folgte am Arm eines nachlässig schlendernden, mit dem freien Arm schlenkernden nicht mehr jungen Herrn, dessen faunartiges Gesicht seiner Begleiterin zugekehrt war, eine Dame von imposanter Schönheit. Sie trug eine funkelnagelneue hyper-moderne Frühjahrstoilette, welche die Blicke der Passanten auf sich lenkte. Die glückliche Besitzerin aber schaute Niemanden an. Ihr schönes, mit Reismehl bestäubtes Gesicht hatte einen kalten, blasirten Ausdruck; sie schenkte dem Manne an ihrer Seite geringe Aufmerksamkeit und folgte dem, was er ihr sagte, mit zerstreuter Miene. Nicht die leiseste Mühe gab sie sich, liebenswürdig zu scheinen, ja, sie gähnte ganz unverhohlen und machte ein verdrossenes Gesicht: vermuthlich behagte ihr sein Gespräch nicht oder war sie seiner so sicher, daß sie es sür überflüssig hielt, freundlich oder auch nur höflich gegen ihn zu sein: ibm mußte wohl genügen, daß sie schön war. Dei. Schluß der kleinen Gesellschaff bildete ein junges Paar. Elfe kann unmöglich eine so weite Reise machen," hörte Hollburg die laut sprechende Dame mit der Lorgnette saqen. Das mußt Du doch einsehen, Irene." Elfe mag thun oder lassen, was ihr gefällt," versetzte die schöne Frau mit dem verdrossenen Gesichte in unangenehm scharfem Tone. Wir sind, Gottlob, nicht aneinander gewachsen. Ich reise zu Ostern nach Abbazia. Hier ist es mir zu langweilig." Aber ich kann nicht schon wieder abkommen." bemerkte der Herr, an dessen Arm sie hing. Bedenke doch, daß ich zu thun habe. Und allein lasse ich Dich nicht reisen." Sie schaute ihn blinzelnd, spöttisch an. Du läßt mich nicht?" Keinesfalls," entgegnete er mit Entschiedenheit. Wenn Deine Mutter Dich nicht begleiten will, dann mußt Du eben hier bleiben." Ich kann Dich nicht begleiten." warf die Dame mit der Lorgnette ein. Was kann ich dafür, wenn ich Wien langweilig finde ? Man lebt
doch nicht, um aus langer Weile zu sterben." Die sehr eifrig un.') mit lauten Stimmen geführte Debatte brach jählings ab. Man war bei der Bank angelangt, auf welcher Hollburg saß. Er hatte fliehen wollen, es jedoch nicht vermocht. Die Erschütterung dieser unerwarteten Begegnung war zu groß für ihn gewesen: sie hatte ihn gleichsam gelähmt. Mochte denn auch das über ihn kommen! Nun an Flucht nicht mehr zu denken war. ergab er sich in sein Schicksal. Was war denn auch dabei? Die Erregung wich einer plötzlichen und vollständigen Gleichgiltigkeit. Schweigend schaute er die Gese'llschaft an. Aller Augen waren auf ihn geheftet. Damc mit der Lorgnette warf wie empört den Kopf zurück und schritt schnell an ihm vorbei. Die schöne Frau kniff die Augen zusammen und ve::og verächtlich die Lippen aber ftejpai sichtlich erblaßt. Der Herr.der sie führte, blickte sie an, halb neugierig, halb bosbaft er schien an ihrer nur schleckt bemusterten Aufregung seine Freude zu haben. Das junge Paar blieb einen Augenblick stehen dann flüsterte der Mann seiner Gefährtin etwas in's Ohr und zog die halb Widerstrebende hastig mit sich sort. Sie wendete im Weiterschreiten ein paarmal d?n Kopf nach dem auf der 5Tnf um. . . . Auch er schaute ihnen nach. War es nicht sonderbar, daß man so stumm un? scheu und ohne Gruß aneinander vorbeiglitt. als hätte man einander niemals gekannt? Diese beidenFrauen hatn ihn zu dem gemacht, was er heute w7.r; fast waren sie sein Schicksal gewesen! Sein Haupt sank tiefer, er "icrrre ungläubig und wundernd auf den Sand'zu seinen Füßen. Meinte er fcodj Gespenster gesehen zu haben, häßliche Spukgestalten aus einer anderen Zeit, aus einer anderen Welt, aus einem anderen Leben. Rasche Schritte, die eilfertig näher kamen, schreckten ihn aus seiner Grübtk empor. Er blickte auf und sah Else, am Arm ihres Gatten, vor sich stehen. Seine Stirn zog sich in unmuthige Falten. Was wollte sie von ihm? Er und sie hatten einander doch wahrhastig nichts mehr zu sagen. Zt merkte, wie wenig willkommen sie ibm war und gerieth darüber augenscheinlich aus der Fassung. Ich konnte nicht so ganz ohne Gruß " begann sie stockend und stammelnd. Sie sind also wieder gesund?" So gesund, als ich überhaupt noch werden kann," sagte er und blickte das Paar von der Seite an. Aber der Husten?" fuhr Else in fragendem Tone sort. Er machte eine gleichgiltige Bewegung. Den Husten werde ich nicht mehr los," antwortete er. Meine Lungen sind und bleiben trank." Das ist sehr traurig," meinte Else zögernd. Vielleicht, wenn Sie nach dem Südcn gingen " Er schüttelte nur den Kopf. Sie schaute ihn verstohlen an. Sein langes, wehendes Blondhaar war verschwunden er trug die Haare heute kurz abgeschnitten. Auch sein Anzug war nicht mehr so elegant und excenirisch wie einstens: im hellen Sonnenschein sah seine anspruchslose, einer Auffrischung sehr bedürftige Kleidung recht abgetragen aus. Dazu das schmal gewordene Gesicht, die tief in den Höhlen liegenden, beängstigend glänzenden Augen, die eingesunkene Brust, der quälende Husten, um den schmerzlich verzogenen Mund ein scharfer, auf schweres, körperliches Leiden deutender Zug.... Wie hatte er sich verändert! Bleiben Sie hitx in Wien?" hob Doktor Rosenberg nach einer Stille wieder an. Nein." Wohin wollen Sie gehen?" Das weiß ich noch nicht." Abermals zog er die Stirn kraus. Dieses Verhör fing an, ihm lästig zu werden. Und Sie Beide sind gesund?" fügte er ablenkend hinzu. So gesund wie der Fisch im Wasser!" rief der kleine Advokat seelenvergnügt. Sie Sie wissen, daß Jrei.e sich verheirathet hat?" stotterte sie, in ihrer Verwirrung nicht wissend, wie sie das heikle Feld, ohne auffällig zu sein, verlassen sollte. Ich habe davon gelesen," sagte Hollburg so gleichgiltig und ruhig, als ob von einer Wildfremden die Rede wäre. Sie ist nicht glücklich, glaube ich," sprach Else weiter. Sie langweilt sich immer auch ihr Mann langweilt sie. Er thut mir beinahe leid, obwohl er ein garstiger, brutaler Mensch ist ich kann ihn eigentlich nicht ausstehen. Magst Du ihn leiden, Paul?" wendete sie sich, immer hilfloser, cm ihren Mann. Diese? warf einen Blick auf Hollbürg, der mit unveränderter Miene dasaß und stumm zur Seite schaute. Wir müssen den Andern nacheilen. Else." sagte der kleine Advokat. Sonst verlieren wir ihre Spur." Ja. Du hast Recht. Leben Sie wohl." sagte sie zu Hollburg. Leben Sie wohl." sprach dieser nach. Als sie ein paar Schritte weit gegangen waren, berührte Else den Arm ihres Gatten. ,.Du. Paul." sagte sie.
munr Der Anblick dieses armen Menschcn würde mich tödten. Dieser hohle.
! gräßliche Husten und dieses jämmer- ! liche Aussehen! Er ist igar nicht mehr : schön. Paul. Und wie schäbig er ausschaut! Diesen Rock trug er schon vor zwei Jahren ich erkannte das Kleidungsstück auf der Stelle. Er befindet sich ohne Zweifel in recht gedrückten Verhältnissen. Ich bitte Dich, laß uns eilen, daß wir so schnell als möalich aus seinem Vereich kommen. Sein Husten macht mich ganz nervös." Sie war geheilt. Auf immer. Und wie jetzt der kleine Advokat etwas zu ihr sagte und sie mit freundlichen Auqen zu ihm aufsah, konnte man in ihrem hellen Gesichte lefen, daß ihr bescheidener Traum von Glück in Erfüllung gegangen war. Sie hatte sich an den Gatten gewöhnt. Mehr noch: sie ! hatte den gutmüthigen, treuen kleinen Mann auch lieb gewonnen. (Schluß folgt.) r st ? Tauvenwcrfekt. Bon 2. von RothschüA. Fast iede Gegend und jede Stadt, U sonders im guten altenPommerland, hat sich eiskne Sitten und Gebräuche be wahrt, bei denen man oft vergeben? nach deren Bedeutung und Entstehung fragt. So gi ibt eS auch in Stettin und der ganzen Umgegend jener alten Hauptstadt der Pt.'vinz Pommern eine eigenthüm liche Volksbelustigung, der Alt und Jung mit griter Passion huldigt das Tau benweisen. Wenn die ersten warmen Frühjahrs tage kommen, besonders um die Psingst zeit, si'-d alle Spalten des LokalBlätt chens, die den VergnügungsAnzeigen gewidri?t sind, erfüllt von Einladungen und Anforderungen zu dieser Belusti gung.' e?ein Kränzchen beschließt seinen Wintcuursus, kein Picnic wird geplant, ohne (in .Taubenwerfen- in Aussicht zu stellen ! . Als vor Kurzem ein Haus neben uns fertig gerichtet" war und den Arbeitern der übliche Richteschmaus gegeben wurde, hatten wir Gelegenheit, das auch damit verbundene obige Vergnügen auS nach ster Nähe zu beobachten. Schon am Vormittag war ein großer freier Platz hinter dem Hause gesäubert und ein dort stehender Schuppen zur Aufnahme der Festgäste eingerichtet worden. Wir sa den. wie drei Mastbaume verschiedener Höhe in gewisser Entfernung von einan der ausgerichtet wurden und auf die Spitzen derselben ein hölzernes kleines Kunstmerk befestigt wurde, das bei eini ger Phantasie wohl für die Gestalt einer Taube gelten könnte. Als am Nachmittag die Musik erschien und die Ein geladenen versammelt waren, begann das Vergnügen zunächst damit, daß eine Trennung der Gäste erfolgte, indem sich die Gesellen um den höchsten der Mast bäume schaarten, der zugleich auch die am festesten in einander zefüote Taube trug, während das, schon lockerer zusam mengesetzte Ziel auf dem zweithöchsten Mast die Lehrlinge um sich vereinte und der niedrigste, mit einem noch loser ge bauten Täubchen zur Belustigung der Frauen, Bräute und Schwestern der Handwerker bestimmt war. Jede der Parteien hatte einen Haufen Wurfgeschosse neben sich, rohe, runde Holzknittel, von der Länge eines halben Meters, und dann begann die Schlacht, bei der sich die Kämpfer, je länger, je mehr erhitzten und ereiferten. Nach vor r)er gezogenen Nummern war die Rei henfolge bestimmt und nun versuchte Je der, seinen Knüppel mit aller Kraft ge gen die Taube zu schleudern. Diese besteht aus lauter numerirten und bunt angestrichenen Holzscheiten. Jeder Flü ge!, jede Schwanzfeder, die getroffen zur Erde fällt, wird mit Hurrah und mit ei nem Tusch der Musik begrüßt. Je län ger das eine oder andere Stück den An griffen widerstanden, je stürmischer ist der Applaus bei seinem endlichen Sturze und eS gehört wahrscheinlich die herku tische Muskelstärke und gemüthliche Aus dauer des biederen Pommeraner dazu, bei glühendster Sonnenhitze, wie wir es an jenem Tage beobachteten, stunden lang die schweren Hölzer zu schleudern und den Gefahren zu trotzen, von den selben beim Aufheben getroffen zu wer den, denn natürlich wartet Niemand im Eiser den günstigen Moment ab, sondern bückt sich rechtS und links oder hinter dem Mast nach seinem Knüppel, während schon zwei oder drei neue in der Luft schwirren ! Zuweilen thun die Meister ode, Eh rengüfte einen .Ehrenwurf-, dann tritt sür einen Moment gewisse Mäßigung und Aufmerksamkeit ein. Sind die Tau den alle stuckweis erobert und von ihrem hohen Standpunkt entfernt, treten die Einzelnen an den vielfach umlagerte Tisch, der mit Preisen besetzt ist, die den Siegern dann nach den Nummern ihrer Trophäen eingehändigt werden. Natürlich fehlte es weder an jene.n RiHteschmauS" noch bei den andern Taitbenverfen- an dem aufgelegten obligaten Faß Bier, noch an dem Tanz vergnügen, das den Abend beschließt, nachdem jene Belustigung i wahren Sinne de Worte im Schweiße dei An gesichtS genossen woeden ist. t)it in a 1 1 f t 0 1 1 j t. tOTia 5!ge (will mit ihrem Hündchen spazieren gehen): Jeanette, bringen Sie Azurs Winterüberzieher. Jen nette: Auch den Spazierstock? Durchdie Blume. Mann, (zu seiner stark dekolletirten Frau, die eben im Begriff ist, auf den Ball zu gehen): Liebe Elise, Du kommst mir heute vor. wie ein soeben eingeweihtes Denkmal!" Frau (vikirt): Was willst Du damit sagen?" Mann: Nun..soo enthüllt!"
Die Geschickte des ungarischen Wappens. Ein kürzlich in Pest gehaltener Vortrag des ungarischen Geschichtsforschcrs Ladislaus v. Fejerpatacky giebt belehrende Aufschlüsse übe? die Geschichte und Entwickelung des ungarischen Wappens. Dieses Wapven besteht heute bekanntlich aus einem, durch eine senkrechte Linie in zwei :othe Felder getheilten Schild. Im linkcn'Feld befinden sich drei grüne Hü
gel. auf dessen mittlerem sich aus einer offenen Krone das silberfarbene apostolische Doppelkreuz erhebt, das rechte Feld ist von vier Silberstrcifen durchschnitten. Zwei Engel tragen das Wappenschild, über dem die ungarischc Königskrone schwebt. Nach der allgemeinen Annahme versinnbildlichen die drei Hügel drei Gebirgszüge der Karvithen: die Tatra, die Matra und die Fatra. die vier Silberreifen aber sollen die vier Hauvtflüsse des Landes, die Donau. Theiß. Dran und Sawe darstellen. Der älteste Theil des Wappens ist die rechte Hälfte des Schildes, diese kommt schon unter den Arpaden in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts vor, und zwar waren anfangs in jedem zweiten Streifen Löwen vertheilt. Die linke Hälfte des Wappenschildes entbielt zu jener Zeit ein Bild des aus dem Throne sitzenden Königs. Um die Mitte des 13. JahrHunderts kam dieses Wappen außer Gebrauch und wurde durch ein Doppelkreuz auf rothem Felde ersetzt. Das Doppelkreuj ist gleichfalls in das Heutigc Lattdeswappen übergegangen. Der dritte Bestandtheil des Landeswappcns. der dreifache Hügel, stammt aus der Zeit Ottos de Bayern, also aus den ersten Jahren des 14. Jahrhundert. Die dreiHüyel sollten ursprünglich wohl ein stilisirtes Golgatha darstellen. Die erwähnten drei Bestandtheile kommen im Laufe der Zeiten in verschiedenen Vereinigungen vor, von Zeit zu Zeit fehlte auch der eine oder der andere Theil ganz und zu? Zeit der Anjous kamen als vierter Bestandtheil die drei Lilien vor, die aber seither ganz verschwunden sind. Die das Wavpenschild tragenden Engel erscheinen in Verbindung mit dem Lan deswavpen erst im 16. Jahrhundert, ständig werden sie erst seit Ma?ia Theresia angewendet. Am spätesten gelangte die ungarische Königskrone auf das Wapvenschild, sie wurde nämlich zuin erstenmale im Jahre 1612 ange wendet. Uebertriebene Sparsamkeit. Was, Du willst um die Hand der reichen Edith anhalten und läßt Dich zu diesem Gange nicht mal rasiren?" Wozu ? Wenn der Alte nun seine Einwilligung nicht giebt, hätte ich doch unnütze Kosten." Schrecklicher Traum. Gattin: Aber. Mucki, Du siehst ja ganz verstört aus!" Sonntagsjäger: Ach, denk' Dir. mir hat heute Nacht geträumt, ich sei darauf angewiesen, bc: den schlechten Zeiten meine Familie durch die Jaa. zu ernähren!" Limgen Leiden Keine andere Medizin kurirt LungenLeiden so rasch und sicher wie der berühmte Dr. Bull'S Knftcn Syrup, er ist daö beste Mittel ge-aen.Hals-Bräune, Bronchiris, Croup, Brustschmerzen, Engbrüstigkeit, Lungcnsucht und Lungen- Entzündung. Dr.Bull's HuftenSyrup Heilt sofort alle Brust, Häls- und Lunqew Leid? und kottet nur 25 Cents die locke. Jolrn F. Sanders Sample Room, 228-230 Oft Wabash Str. Beste Meine, (iquöre : : : und Cigarrer Telephon alt und neu, 955. Das verläßliche und erprobte EMEHS 0H Zum Perkauf bei The J0INERKENNEDYMUSICC0. Daniel Wolf, Sample Room, Beste weine, kiquöre und Cigarren 5S W. Michigan Str. Indianapolis, Jnd
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