Indiana Tribüne, Volume 25, Number 184, Indianapolis, Marion County, 27 March 1902 — Page 4

Jnan Tribüne. 7. März 1V.

Indiana Tribüne. HerausgeAtben von der Siuteberg EO. Indianapolis, Ind.

Hrry O. Thudium - Präsident. Geschäfts local: No. 31 Süd Dclaware Straßc. Telephone ss. Ei.iered at the Pot Office os Indianapolis as seeond dass matter. Die britische uöpoltzrpcditiZN. Kapitän Scott, der Führer der für die Südpolar - Forschung bestimmten .Discovery" richtet einen dringenden Aufruf an die Londoner geographische Gosellschaft, ihm sofort das in Aussicht 'stellte Ersatzschiff nachzuschicken. DieseS wird eben in der Themse au-ge-rüstet, es scheint aber am Nöthigsten" -u fehlen, und so richtet der Präsident der geographischen Gesellschaft an diese die Ausforderung, die nothwendige Summe von $40,000 sofort aufzubringen. Die Sorgen des Kapitäns Scott äußern sich beredt in demnachstchenden Briefe: JSftH großer Befriedigung höre ich. daß die Abficht vorliegt, ein Ersatzschiff nachzuschicken. Ich war bereits im Begriff, in diefer Angelegenheit driucend cn Sie zu schreiben, da unser Rückzug vollständig abgeschnitten sein würde. wenn der Diöcovery" irgend ein Unfall zustoßen sollte, der ihren gänzlichcn Verlust herbeiführt. Tie BcrHältnisse in den antarktischen Ländern, die von dem Gürtel eines stürmischen Ozeans umgeb sind, sind wesentlich andere als die in den Ländern des hohen Nordens, und ich habe die Empsindung. daß unser Rückzug auf Booten zu irgend einem civilistrten Fleck thatsächlich unmöglich sein würde. Unsere Bewegungen und das mit Fug und Recht zu übernehmende Risiko müßten bedeutend einaefchränkt werden, teenrf der Verlust de- nothwendigen Schisfes gleichzeitig den Verlust aller Leute an Bord einschließen würde. Ich höre, daß jede Anstrengung gemackt wird, um das für diesen Zweck angekaufte Boot schleunigst abzusenden, ii ist dies eine große Beruhigung und Befriedigung für mich beim Verlassen von Lyttelton. Ich vertraue darauf, daß Ihre Bemühungen erfolgreich sein werden, und daß uns eine RückzugsLinie gesichert ist." Es ist auffällig, daß der Kapitän Scott erst hei'te ein solches Ersatzboot so dringend verlangt, und daß. wenn wirklich die genannten Gefahren vorliegen, er nicht von vornherein darauf drang, daß ihn as Boot begleite. Wir haben nicht gehört, daß di" deutsche Expedition ew solches Ersatzboot bis setzt gefordert hätte, und wir vermuthen daher, daß die ..Discovery". die sich schon bei ihrer Reise nach dem Kap als seeuntüchtig zeigte, bei dem Kapitan Scott im Verdachte steht, eine Ueberwinterunq überhaupt nicht auszuhalten. Und welch ein Ausbebens ist von dem Bau dieses Musterschiffes m England gemacht worden! Tie Ttusentenunruhen in Petersburq. Ueber die zeitweilige Schließung bet Universität und die Gährungserscheinunyen unter den russischen Studenten, insbesondere in Petersburg, wird aus der russischen Hauptstadt aem..ldet. daß man schon seit einiger Zeit sowohl in den Kreisen der Universiiätsverwaltung als bei der Polizei Kenntniß von der Bewegung unter den Studenten halte und darauf vorbereitet war. daß am 21. Februar. an welchem Tage alljährlich das Unidttsstälsfest stattfindet, neue Unruhen ausbrechen würden. Der Universitätsrath habe sich deshalb veranlaßt gesehen, die Festversammlung, die sonst immer an diesem Tage abgehalten worden ist. abzusagen. Es war übrigens noch ein anderer Grund für diese Vorsichtsmahregel vorhanden, es hatten nämlich schon einige Tage vorher die Zöglinge der medizinischen Militärakademie von Petersburg eine Versammlung abgehalten, in der sie gegen das neue Reglement, durch welches sie verpflichtet werden, während der Ferien in den Militärlagern Dienste zu thun. Protest erhoben. Der Akademiedirektor, der diese Versammlunq nicht zu verhindern vermocht hatte, ging sehr streng gegen dieTheilnehmer an derselben vor. indem er fünfzehn Hörer als die Haupturheber der Kundgebung von der Lehranstalt ausschloß. achtzehn in minderem Grade Schuldige in ein Gardekorps verwies und allen Anderen einen scharfen Verweis ertheilte. Die unmittelbare Ursache de" zeitweiligen Schließung der Universität war, baß ein Theil der Petersburger Universitätsjuaend. etwa achthundert Hörer, eine 'nicht erlaubte Versammlung abhielt, in welcher die Vorgänge und Maßregeln derRegierung auf demGe biete des Unterrichtswesens im Verlaufe der jüngsten vier Jahre einer Kritik unterzogen wurden. . oin Wartezimmer eine iejinitstcii. Aröulriu Müller: ..Was fohlt Ihnen denn, lieber Herr?" rr Lehman: ..Ach. ich leide an wandernder N!ere. und Sie?" Fräulein Müller. ..Ach Gott ,'ei'o fklagt - ich cmdy ( nach einer Pause) Hm -könnten wir die denn nicht zusamuteit wandern lassen?"

knglist,e Torpedodootszerftörer. In der in Rostock erscheinenden Halbmonatsschrift Meer - Küste" schreibt Ernst Teja Meyer: Aus England kommt eine Nachricht, welche nicht nur in den zunächst delheiligten Fachkreisen Schiffbau und Marine ein natürliches Interesse findet, sondern welche geeignet ist, allgemeine tnrt gerechte Befriedigung zu erwecken. Man meldet aus Glasgow: Die Admiralität fordene Privatwerften zu Angeboten für Lieferung von 10 Torpedoboots - Zerstörern mit einer auf 25 Knoten herabgesetzten Fahrgeschwindigkeit auf. Die geringere Geschwindigkeit soll völlig ausgeglichen werden durch größere Stärke und höhere Zuverlässigkeit, sowie Fähigkeit, größere Kohlenvorräthe einzunehmen." Hierüber dürfen wir Deutschen uns insofern freuen, als es eine Bankerott - Erklärung des bisherigen englischen Systems und eine Anerkennung des Sieges des deutschen System im Torpedobootsbau bedeutet. Noch in Aller Gedächtniß ist es, ein wie böses Fiasko im vergangenen Herbst die englischen TorpedobootsZerstörer machten. Wie eine Epidemie mir eö: schlag auf Schlag kamen die Nachrichten öcn Unfällen und Havarien schwerster Art. Die Schiffe versagten völlig, sobald sie nur zu ernstem, ihrer Bestimmung entspreZ'cndl'M Dii'N't berangenommen ttmeden. oder sobald sie von etwas schwerem Wetter, wonach kein deutsches Boot was fragt, überrascht wurden. Sie konnten kaum noch Nothhaftn anlaufen, eine Anzahl wurde condemnirt, andere sollen umgebaut" werden, ein Euphemismus, der auf gut Deutsch nicht viel mehr bedeutet, als zu altem Eisen geworden werden! In eingeweibten deutschen Fachkreisen ha.ben jene Hiobsposten damals durchaus nicht erstaunte Gesichter getroffen. man hatte vorausgesagt, daß es so kommen mußte. England hatte etwas nach seiner Ansicht Besonderes haben wollen und hat dabei einen fatalen Purzelbaum geschlagen, beziehungsweise sein vielgerühmter Schiffbau hat versagt, er hat den neoenbei bemerkt garnicht übertriebenen und unerfüllbaren Ansprüchen der Ad miralität nicht gerecht werden, nicht entsprechen können. Betrachten wir das bewährte deutsche System und das gestrandete englisebe. Die deutsche Marine Verwaltung erachtet seit Jahren für unsere Torpedoboote eine Geschwindigkeit von 27 Knoten mit Recht für völlig ausreichend, legt aber sehr weise neben dieser hohen Geschwindigkeit das Hauptgewicht auf unbedingte Seefähigkeit. Stabilität und Sicherheit in jedem Wetter und auf sehr weiten Aktionsradius, bedingt durch äußerst sparsamen .Kohlenverbrauch. Diese Torpedoboote folgen also. ganz abgesehen von selbstständiger, man möchte sagen individueller Thätigkeit, als Hochseeboote dem Schlachtschiff - Geschwaeer als '.ttverläsiige und ällßerst ländliche Gefechtsfaktoren überallhin, unter Umständen über alle Ozeane, ihre Loofung ist: 'ran an den Feind!" Als eigentlichen Schöpfer dieses Systems haben wir ganz entschieden unfern Marine-Staatssekretar von Tirpitz zu preisen. Durch unbedingte Anaahme dieses Systems in Verbindung mit einem genialen Reglement ist die deutsche Torpeoobootsflotte die erste oer Welt geworden, wie die hervorraendsten französischen Fachleute längst schon neidlos anerkannt haben. Da wollte England etwas voraus ben. eine Superiorität. einen Reco:d schaffen. Man construirte einen anzeblich neuen Typ von Torpedobooten, mit 30 Knoten Geschwindigkeit und oon geringerer Armirung. indem man Zlusstoß-Rohre weniger berücksichtigte, als die unwirksamen kleinen Schnell'euergeschütze. Man nannte diese neuen Boote, von denen man sehr leichtfertig gleich eine gatize lotille bauen ließ, recht 'anmaßend Torpcdoboots-Zer-störer". sie sollten die feindlichen Booaufsuchen und vernichten! Das war eine Utopie, ein völliges Verkennen der Grundbestimmung des Torpedobootes, aber es schmeichelte der britischen Eitelkeit. Was man forderte, war aber durchaus nichts besonders Neues, denn schon vier Jahre früher wurden in Deutschland für eine fremde Marine auf deren Wunsch stabile Hochseeboote von Söh Knoten Fahrt gebaut, welche als die überhaupt schnellsten Schiffe der Welt berühmt worden sino. Der englische Schiffbau aber versagte vor dieser in ihn gestellten Forderung völlig. Trotz zum Theil jahrelanger Probefahrten und trotz, beziehungsweise in Folge fortwährenden Herumexperimentirens blieb die Geschwindigkeit doch nur eine rein papierne. welche obendrein auf Kosten der Stabilität durch viel zu leichte Construktion des Bootskörpers und seiner Verbände erzielt war.. Das Ende war das naturgemäße. Die Boote brachen total zusammen bei der ersten, ernstlichen Probe, die wie rein zufällig über sie kam. indem sie einmal von ungünstigem Wetter überrascht wurden. An eine derzeitige darauf bezügliche Bankettrede sei erinnert, denn sie ist überaus bezeichnend für englische Verhältnisse, für das bewußte, gewissenlose Dummmachen und Ersticken der öffentlichen Meinung und für das

kritiklose Sichtäufchenlassen durch eigentlich unglaubliche Ministerphrasen. Am 10. November vorigen Jahres, auf dem Lordmayors - Bankett, also kurz nach dem skandalösen Zusammenbruch der Zerstörer" - Flotille, pries der erste Lord der Admiralität. Lord Salborne, der als völliger Ignorant in Marinesachen überhaupt nicht ernst zu .tehmen ist. diese Destroyers" als einen großen Erfolg". Die Spitzen und Größen feines Landes jubelten ihm zu. und die Presse und mit ihr ganz Groß- und Größer - Briiannien jubelte denen nach. In der englischen Flotte, also in Fachkreisen, hatte der Galgenhumor diese erfolgreichen Schiffe längst Sargschiffe" Zetauft. Du' neueste Maßnahme der cnglischen Admiralität zeigt nun. daß man das bewährte deutsche System, aus welches man vorher mit der bekannten englischen Uebcrhcbung herabsah, aufnehmen will. Man normirt als Geschwindigkeit 25 Knoten. Dies kennzeichnet den englischen Schiffbau wirklich einmal bei Licht betrachtet: entweder man hält diese Geschwtndigkeit wirklich für ausreichend, dann unterschätzt man alle etwaigen Gegner und überschätzt sich selbst sehr bedenklich. oder man .traut 5en englischen Werften nach den bisherigen Mißerfolgen wirklich nicht mehr zu! Wir werden die Entwickelung der Dinge ruhig abwarten und werden sehen, ob die neuen englischen Boote diese 25 Knoten bei einer größeren Verstärkung und einer Belastung, welche einigermaßen der bei Probefahrten deutscher Boote üblichen gleichkommt, überhaupt noch leisten werden. b es den englischen Werften gelingen wird, bei sehr erheblich in die Wagschale fallenden 2 Knoten weniger Geschwindigkeit das deutsche

System günstig zu adoptiren. ist heute nicht zu sagen. das System an sich ist schließlich nicht unmöglich, der Drill, die Handhabung, niemals. Dagegen ist von vornherein sehr fraglich oder kaum, ob sie jemals das erreichen werden, was bisher noch immer wie ein Geheimniß des deutschen Torpedobootsbaues betrachtet werden muß: bei aller Geschwindigkeit einen ungemein ökonomischen Kohlenverbrauch und in Folge dessen einen unaehenren Radius der Altion. Eins ist jedenfalls für alle Zeiten festgelegt: Der englische Schiffbau hat trotz aller, schließlich geradezu krampfbafter Versuche, weder mit Kolbenmaschinen noch mit dem Turbinenspielzeug das nicht erreichen können, was der deutsche Torpedobootsbau fortwäbrend ohne Weiteres, wie spielend, fcrtig brinat: unter allen llmständ.'n stabile Htchli'e - Torvedoboote von über 30 bis 351 Knotenahrt. mit allen sonstigen Vorzüae.'die man überbauvt an ein derariiaes Fahrcua stellen kann? War Boha efiincner der lande r ? Eine Iohannesburger Drahtmeldung Lord Kitcheners vom lö. Januar berichtete von einem bcmerkenswerthcn Erfolge des General - Majors Bruce Hamilton nahe Knapdaar, bei welcher Gelegenheit das Lager des BurenkomMandanten sowie 33 Gefangene in seine Hände fielen. Botha, so hieß es weiter, sei in einer Kaptarre entkommen, nachdem er sieben Meilen von den nachsetzenden britischen Truppen verfolgt worden war . . . Zu diesem Vorfaöe will nun der Londoner Daily Expreß" in einem Privatbriefe eines mglischenOffiziers eine wesentlicheBerichtigung erbringen können. Das Schreiben, so heißt es in der Notiz des englischen Blattes, sei von einem Freunde seines Gewährsmannes in einein freien" Hafen zur Post gegeben worden, wodurch es dem wachsamen Auge des britischen Preß - Zensors entgangen. Da hatten wir nun glücklich Louis Botha schon vor Wochen in unserer Gewalt", klagt die Zeitung, und lassen uns ihn glücklich wieder entschlüpfen!" Man wird sich," fährt der Expreß" fort, erinnern, daß Remington's Truppen dem Burenkommandanten hart auf den Fersen waen, daß sie sein ganzes Gepäck er beuteten. Später hieß es, daß Botha selbst der Verfolgte gewesen sei. und daß er nur durch einen schnellen Ritt sich zu flüchten vermochte. Nach den Aussagen der gefangenen Buren indessen, befand sich der GeneralkomMandant anfänglich unter ihnen, wurde jedoch von den britischen Truppen nicht erkannt. Die Gefangenen wurden in zwei Gruppen getheilt, und Botha befand sich unter denienigen, die der Ueberwachung des Nachzuges unterstellt waren. Eine andere feindliche Kolonne qaloppirte plötzlich heran, und in der entstandenen Verwirrung gelang es einigen Gefangenen zu entfliehen. Unter ihnen befand sich Louis Botha . . . Erst später, als er sich in Sicherheit befand, traten einige gefangene Buren mit der Erklärung hervor, daß der Generalkommandant uns zwischen den Fingern geschlüpft sei." Der starke Mann. Fremder: Erzählen Sie mir doch nichts von Athleitn, Herr Wirth. Ich gehe jede Pleite ?in, daß ich mit dieser meiner rechten Hand einen Eisenbahnzug aufhalte." Stammgast: Alle Wetter, dann sind Sie noch ein berühmterer Athlet als llbs war?" Fremder : Nein, ich bin Lokomotivführer."

Beethoven in Hciligcnstndt. Das Neue Wiener Journal" erzählt folgendes Geschichten, das denVcgriff des Nachruhms zu illustriren geeignet ist: Ein Herr aus dem Rheinland, ein begeisterter Verehrer Beethoven's. wollte Wien nicht verlassen, ohne

des Meisters Wohnhaus in Heiligen-! stadt besucht zu haben. Etnes Tages nahm er sich also einen Einspänner und ertheilte dem Kutscher die Ordre: Beethoven's Wohnhaus." Euer Gnaden, wo is denn dös?" Sie wissen das nicht? In Heiligenstadt. Die Gasse weiß ich selbst nicht." Dös wern mir schon machen. Euer Gnaden, mir fragen halt draußen in an' Wirthshaus nach." Der Passagier stieg ein. Vor einem Gasthause in Heiligenstadt hielt der Wagen. Dcr Kutscher ging in das Lokal und kehrte bald mit der Auskunft zurück, die ihm der Wirth ertheilt hatte. Den Beethoven selbst kannte dieser wohl nicht 'persönlich, aber die Beethoven - Brüderl" seien Abends immer beim Krcuzwirth zu treffen, wo sie ihrer Schnapser - Partie hätten. Erst durch weitere Anfragen stellte sich heraus, daß die Beethoven - Brüderl" ein Heiligenstädter Gesellschafts - Verein seien. Mit der Bekanntschaft dieser Herren war dem Fremden nicht gedient. Er fetzte also seine Suche fort. Vor einem hübschen Häuschen hält der Wagen wieder an. Der Kutscher erklärte seinem Passagier, der Hausbesorger dieses Hauses sei ein früherer Postdiener. der wisse schon Beschnd. Der Fremde klopft an die Thür des Hausbesl.:rgcrswohnung. Eine ältliche Frau öffnet. Wünschen" Winen Se vielleicht, wo hier Bccihoven gewohnt hat?" Wie hoaßt der Herr?Betthoven. Ludwig von Beethovcn " I will mein Mann fragen. Du hat bei uns ein Herr Beetheven gewohnt?" Der Hausbesorger: Was soll er denn g'wesen sein?" Der Musiker, der berühmte Musiker Beethoven." A g'wisserHofer. der imCarl-Thea-ter g'spielt hat. hat im Viererhans g'wohnt, abe" mir hab'n nie an Musskanten in Haus g'habt. I kenn' alle Parteien seit zwanzig Jahren " Aber bester Herr Hausbesorger, der Beethoven ist ja schon vor 75 Jahren gestorben." erklärte der Fremde auf. Nun folgte ein großer Spektakel. Der Hausbesorger hielt sich für das Opfer eines Spaßvogels und gab seinen Gefühlen über diesen unpassenden Scherz so kräftigen Ausdruck, daß der musikalische Fremde sich schleunigst zurückzog. Der Blaufuchs, dessen Pelz sehr geschätzt ist, wird auf den schon durch ihren Robbenschlag bekannten Prioytow - Inseln, einer zu Alaska gehörigen Inselgruppe im Berinasmeer, künstlich aufgezogen. Das Fell des Blaufuchses wechselt mit dcr Jahreszeit; im Sommer ist es erdfarben, während es im Winter den Silberton annimmt. Im Sommer lebt der Blaufuchs rudelweise, wenn aber die Härten des Polar - Winters sich geltend machen und die Nahrung zu fehlen beginnt, strebt er dem Süden zu. geräth dabei oft auf Treibeis, kommt im Meere um oder wird in noch unwirklichere Gegenden verschlagen. Um diese Verluste an kostbaren Fellen zu vermeiden, hat sich die Alaska (lommcrcial Company" gebildet, die für die Blaufüchse Farmen gegründet hat. die gegenwärtig sehr günstige Ergebnine aufweisen. Die Pflege, die Reinecte da findet, geht dahin, ihn gegen seine Feinde zu schützen, ihn im Winter zu ernähren und ihn nur unter gewissen Bedingungen zu tödten. Der Blaufuchs bekommt meist frische oder getrocknete oder auch in Oel eingelegte Fische, gesalzene Fische erhält er nicht, da ste seine Farbe beeinträchtigen könnten. Diese Nahrung wird in Fallen aufgestellt, die so lange unthätig bleiben, bis der Fuchs sich an sie gewöhnt hat; eines schönen Tages aber klappen sie natürlich zusammen, uno das ist gewöhnlich in dcr Zeit vom 20. Dezember bis zum 10. Januar, wo das Fell des Fuchses am schönsten u:id werthvollsten ist. Die Weibchen setzt man gewöhnlich wieder in Freiheit, nachdem man in ihren Schwanz ein Zeichen eingekerbt hat. Sie sind aber so dumm soder klug?), daß sie noch am selben Tage den Filtterplatz wieder aufsuchen. , Auch einige der schönsten Männchen läßt man frei, damit sie die Art verbessern. Um die Füchse nicht stutzig zu machen, tödtet man die eingefangenen auf Booten im Meere, sodaß die noch in Freiheit lebenden keine Ursache haben, sich zuzuraunen: vestigia terrent". Das Fell des zweijährigen Fuchses ist am kostbarsten. Im Winter von 1898 1899 hat man auf der Insel Saint-George 434 Felle gewonnen. 110 männliche und 389 weibliche Füchse wucden wieder in Freiheit gesetzt. Das Verhältniß von 1:3 hat man gewählt, um eine größere Fruchtbarkeit zu erzielen. , Naheliegender Irrthum. Dtt kleine Fritz: Papa, hier lese ich, daß der Jäger sich einer Saufeder bedien te: wie ist das zu verstehen?" Papa: Hm ich mein', der Mann wird auch noch natnralistischerSchrift' steller gewesen sein."

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