Indiana Tribüne, Volume 25, Number 183, Indianapolis, Marion County, 26 March 1902 — Page 7
Jndiana Tridune, 26 März 1902
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Rom? i twn Emil Mrriot. Fortsetzung 24. Der Arzt hielt Wort und besuchte ihn täglich. Er kam gewöhnlich zu einer Stunde, wo Marja von Hause abwesend war und das verursachte dem Kranken eine große Erleichterung. Schwerer aber lastete die Einsamkeit auf ihm. Er war so viel allein, hatte sich noch nicht in dem ihm auf's Neue ausgedrungenen Leben zurechtgefunden und wußte nicht, was anzufangen ohne Marja. Sie hatte unablässig zu arbeiten; auch wenn sie daheim war, saß sie in ih'ccr Stube und schrieb. Mehreremale in der Woche war sie des Unterrichts halber gezwungen, außer Hause zu Mittag zu essen: sie hätte mit dem nach Hause eilen aus irgend einem fernen Stadttheil zu viel Zeit verloren. Es kostete ihr einen harttn Kampf, den sich im Leben vereinsamt und sicher Fühlenden den ganzen Tag lang sich selbst zu überlassen. Wenn auch die Frau, welche die beiden Stuben an sie vermiethcte, während Marjas Abwesenheit gewissenhaft für seine Bedürfnisse Sorge trug, erschien dies Marja doch ein nur mangelhafter Ersatz dafür, daß er sie und ihre vorsorgliche Liebe entbehren mußte. Am Abend hastete sie nach Hause, als fürchtete sie, ihn daheim nicht zu finden oder daß ihm, während sie ihm fern, ein Unglück zugestoßen sein müßte. Bei diesem Leben voll Arbeit und ewiger Unruhe rieben sich ihre Kräfte auf. Sie fing an, blaß und schlecht auszusehen Außerdem blickte sie mit wachsender Sorge in die Zukunft: ihre beiderseitigen Ersparnisse waren aufgezehrt, sie lebten von dem Wenigen, was Marjas Arbeit eintrug. Auf die Dauer konnte es in dieser Weise nicht fortgehen. Der von Kräften gekommene, immer leidende Freund konnte nicht so viel entbehren wie sie, die Gesunde. Und selbst wenn sie sich nur so viel gönnte, als man zum Leben braucht, um gerade nicht zu sterben, blieb für ihn und seine Pflege immer noch zu wenig übrig. Was soll daraus werden?" fragte sie sich oft und oft. Einmal, als sie spät Abends nach Hause kam, empfing Hollburg sie mit sichtlich befangener Miene. Ich habe heute eine Kleinigkeit zu schreiben versucht." sagte er erröthend. Wenn Du es lesen wolltest." Statt aller Antwort griff sie nach den Blöttern, welche auf dem Schreibtisch lagen, und fing, ihren Hut noch auf dem Kopfe, sogleich zu lesen an. Das, was Hollburg geschrieben hatte, war eine kleine Skizze, eine Episode aus dem Leben einer Familie auf einem Dorfe, die stark an die Erzählungsweise der Russen erinnerte, deren Werke er in der letzten Zeit wieder vorgenommen hatte. Es lief viel Unempfundenes darin mit unter; immerhin hatte der Erzähler auch Manches aus Eigenem dazu gegeben und die kleine Geschichte stach gegen seine früheren Arbeiten in wohlthuender Weise ab. Als Marja sie zu Ende gelesen hatte und dieBlätter wieder auf denSchreibtisch legte, schaute Hollburg sie in banger Erwartung an. Die Geschichte ist gut," sagte sie freundlich. Und Du wirst noch besser schreiben, bist Du in dem neuen FahrWasser erst recht zu Hause. Wir wollen die Skizze unverzüglich on eine Zeitung senden, um Geld damit zu verdienen. Denn leider muß Deine Kunst nach Brod gehen." Haben wir denn kein Geld im Hause?" fragte er erschrocken. Nicht so viel, als wir zum Leben brauchen," antwortete Marja. Von dieser Stunde an arbeitete er sehr fleißig. Er hatte mit feinen neuen Arbeiten weniger Glück, als früher mit den alten; indessen gelang es ihm am Ende doch, sie zu verwerthen. Marja belobte ihn seines Eifers und seiner Ausdauer wegen und las Alles, was er schrieb, mit wachsender Befriedigung. Unter Geldmangel hatten sie, nun Zwei erwarben, bei ihren bescheidenen Ansprüchen nicht mehr zu leiden. Demungeachtet wurde Marja mit jedem Tage stiller, was ihrem Gefährten nicht entging, obwohl sie sich redliche Mühe gab, ihre Niedergeschlagenheit vor ihm zu verbergen. Ost hörte sie kaum, was er ihr sagte, antwortete verkehrt, war zerstreut und dann raffte sie sich wieder Plötzlich auf und war doppelt aufmerksam, doppelt herzlich gegen ibn, als ob sie etwas an ihm gut zu machen hätte, als ob sie sich ihm gegenüber schuldig fühlte. Er sah und merNe Alles. . . . Ich falle ihr zur Last." dachte er. Und in ihrer Güte macht sie sich darüber Vorwürfe. Wäre ich doch gestorben! Dann wäre sie und wäre ich erlöst." Wiederholt empfing Marja Briefe aus der Heimath und wenn sie diese Briefe gelesen hatte, war sie noch trauriger als zuvor. Ihr Freund, der Arzt, überraschte sie an einem Sonntage in gebeugter Haltung, das Gesicht von Thränen überströmt. Was gibt es? Was ist geschehen?" fragte er erschreckt und besorgt. Rußland!" sagte sie und nichts weiter. Sagte dies Wort nicht Alles? Sie hoben Heimweh nach Ihrem Volke, nicht wahr?" fragte der Arzt mit aedömpfter Stimme.
Unaussprechliches Heimweh. Meine Freunde erwarten mich, denn Viel gibt es dort für mich zu thun. Schulen sollen in's Leben gerufen, Spitäler gegründet werden. und es fehlt von allen Seiten an Menschen, die sich dem Wohl des Volkes mit allen ihren Kräften weihen wollen. Die Schaar der Opferwilligen ist nicht klein, aber unser Land ist so groß, so weit! Man bat auf mich gezählt. Ich hätte Unterricht ertheilen, ungeschulte junge Frauen, die den Willen dazu haben, zu Kranken.ärterinnen ausbilden sollen. Meine Freunde nennen mich wortbrüchig und das mit Recht. Aber ich - konnte, ich kann nicht anders! Mein ganzes Herz drängt hin zur Heimath, zu meinem armen Volke. . . . hier sterbe ich am Heimweh. Ich weiß mir nicht zu helfen, schloß sie mit gebrochener Stimme. Ich bin aus meiner Bahn geworfen worden und finde nicht mehr zurück." Hören Sie," fagte der Arzt rasch und unwillig, st es nicht Tollheit, daß Sie Ihr Leben, welches so groß angelegt war, einem kranken Menschen, der Sie am Ende nichts angeht, zum Opfer bringen wollen? Er kann vielleicht nur noch ein Jahr, er kann zber auch noch weit länger leben. Schütteln Sie ihn ab! Lassen Sie ihn hier ab und gehen Sie dorthin, wohin Ihr Herz und Ihre Pflicht Sie rufen. Das kleine und erbärmliche Taglöhnerdasein, das Sie hier führen, taugt nicht für Sie. Man hat nicht einmal das Recht, sein Licht unden Söheffel zu stellen. Zerreißen Sie diese Ketten! Ein Geschöpf wie Sie und Ihr Leben einem Krüppel opfern wolle,! Das ist rein lächerlich!" Ich habe dem Armen gelobt, ihn nicht zu verlassen," sagte Marja still, doch fest. Ich breche mein Wort nicht." Und wenn er noch zehn Jahre lang hinsiecht?" Dann harre ich zehn Jahre neben ihm aus. Dieser innere Kampf wird vorüber gehen. Sie werden mich kein zweitesmal so schwach und schwankend antreffen. Ein Opfer, das man nicht freudig bringt, hat keinen Werth." Der Arzt machte eine ungeduldige Bewegung. Warum nur starke Menschen sich so gern an Schwächlinge hängen?" sprach er mehr für sich als zu ihr gewendet. Besonders starke Frauen sind wie versessen auf schwache Manner Vielleicht suchen wir unbewußt einen Ausgleich." meinte Marja. Wir wollen einander ergänzen. Darum wohl mögen Gegensätze einander anziehen." Ich denke vielmehr, daß starke Naturen auch herrschsüchtig sind," erwiderte der Arzt, und daß sie sich aus diesem Grunde zu den schwachen hinneigen; diese verlangen nichts Besseres, als beherrscht zu werden." Oder sollte es nicht das Bedürfniß, zu stützen und zu helfen sein, das die Starken zu den Schwächeren hinzieht?" entgegnete Marja. DerStarke bedarf des Starken nicht, wohl aber der Schwache des Starken. Das fühlt man. . . . Und liebt man nicht gewöhnlich die am innigsten, die. unser am dringendsten bedürftig sind?" Ich nicht." sagte er. Nach äugenblicklichem Schweigen fügte er in fragendem Tone binzu: Wäre es nicht besser, die Starken ließen die Schwachen sein und gesellten sich zu einander?" Der Starke ist sich selbst genug." antwortete sie ausweichend. Gewiß. Aber im Verein mit einem ihm Ebenbürtigen könnte er größeren Nutzen stiften, als wenn er allein bleibt oder gcre seine Kraft einem Schwächling zu Liebe zersplittert." Sie wollte nicht verstehen. Unser Gewissen muß unser Rathgeber sein," sagte sie, mit dem Wunsche, dieses Gespräch zu beenden. Ich wenigstens höre auf keinen Anderen. Er ist der Einzige, der sich von der Selbstsucht nicht bestechen läßt." Als der Arzt sie verlassen hatte, verfügte Marja sich in Hollburg's Kammer. Sie fand ihn über seinen j Schreibtisch gebeugt, emsig arbeitend.
Duttersebatt. M u n f o r d, Tenn., den 3. Oktober, 1900. Ich habe großes Vertrauen in Ihren Cardui-Wcin und Thedford's Black-Traught. Meine Gattin gebrauchte im letzten Winter eine Flafche des Cardui-Weins, und als ihr Kind geboren wurde, ging es sehr leicht vor sich. Meine Gattin und ich halten Ihre Medizinen für die besten, die wir je gebraucht haben. W. F. Rhodelander. Mutterschaft ist das große Ziel der Frauen, aber all' die natürlichen Empfindungen, von welchen sie umgeben ist, erscheinen heutzutage Tausenden von Frauen wie grausamerSpott. Für sie bedeutet Mutterschaft nur Elend. Aber die Frauen brauchen keine Qualen bei der Geburt zu erdulden. WWECÄRDffl
macht die Frauen stark und gesund, indem er den Mona gane stärkt. Eine kräftige Frau sieht mit Freuden der Frauen befürchten die Mutterschaft. Schwache Organe Schmerz und Gefahr widerstehen. Cardui - Wein hat 1 Schrecken ihrer Entbindung entgegensahen. Er bereitet tin und auf die Mutterschaft vor. Wenn Cardui-We tröst sagen: Mutter und Kind befinden sich wohl." 51.00 -'Flasche von Wine of Cardui.
Unbemerkt wollte sie sich zurückziehen. Er aber hatte ihren leisen 'Tritt vernommen und wendete sich um. Wünschest Du etwas von mir?" fragte er sie. Nur nachsehen wollte ich, was Du treibst." sagte Marja. Lass' Dich nicht stören. Ich gehe schon wieder fort." Ist nicht soeben der Doktor von Dir gegangen?" fragte Hollburg in erzwungen gleichgiltigem Ton. Ja, er war auf einen Augenblick drüben bei mir." Auf einen Augenblick? Er schied schon vor einer geraumen Weile von mir. . . . Uebriens ist das Deine Sache." Er griff nach der Feder, die er bei Seite gelegt hatte. Ich habe gar kein Recht, solche Fragen an Dich zu stellen." Ich will Deinem guten Beispiel folgen und gleichfalls an die Arbeit gehen," sagte sie ablenkend. Auf Wiedersehen." Ein Wort noch," sagte er, als sie schon die Schwelle erreicht hatte. Marja stand still. Ich vermisse etwas in meinem Zimmer," suhr er zögernd fort, etwas, das Du ohne Zweifel sorgfältig verborgen hältst." Fragend schaute sie ihn an. Wovon spricht Du?" Von dem Revolver, mit welchem," er verstummte mitten im Satze und senkte ein ,?enig den Kopf. Den willst Du haben?" entgegnete sie halb betroffen, halb strenge. Wozu brauchst Du ihn denn?" In Wahrheit zu nichts," sagte er. Aber ich möchte ihn gern sehen." Sie antwortete nicht sogleich. Du kannst ihn mir ja ungeladen geben," fuhr er mit eigenthümlichem Lächeln fort. Lieber, daran denke ich nicht einmal, daß Du im Sinne haben könnet, von vorne anzufangen," erwiderte Marja. Das wirst Du mir nicht anthun wollen, nicht wahr, nein? Aber wenn Du's wolltest, könnte ich Dich daran nicht hindern, ob ich Dir die Waffe nun einhändige oder sie Dir vorenthalte. Ich will sie Dir auch geden geladen oder ungeladen, aber Du muht mir versprechen können, daß Du ganz und für immer überwunden, daß Du das Leben wieder lieb hast und die unglückliche Waffe blos sehen willst, um Dich mit Schaudern und Bedauern an die dunkelste Stunde in Deinem Leben zu erinnern und Dir voll Reue zu sagen, dah es ein Frevel und eine Thorheit war. Dich aus dem Leben stehlen zu wollen, und daß Du dankbar bist dafür, daß es Dir nickt gelang. Bist Du heute schon so weit gekommen?" Er blieb stumm. Sag',bist Du heute schon so weit refornrnen?" wiederholte sie. Dann gebe ich Dir die Waffe ohne Säumen. Noch in diesem Augenblick." Noch immer verharrte er in Schweigen. Du kannst nicht Ja sagen auf meine Frage," sprach sie nach einer Stille. So sollst Du das Verlangte auch nicht haben. Du mußt noch warten, bis Du einmal ganz geheilt sein wirst; bis Du aus tiefstem Herzen sa gen kannst: Was für ein Thor bin ich doch gewesen! Eher bekommst Du sie nicht. Das merke Dir und sprich einstweilen nicht wieder davon. Und nun schreib' weiter. Leb' wohl." Leb' wohl," sprach er in traurigem Tone nach. Mitleid! Mitleid! Mitleid! Wäre sie doch lieber hart und verließe ihn und wendete sich einem Anderen zu, dem Arzte zilm Beispiel Zu dem paßt? sie viel besser, als zu ihm. Stand er zwischen ihr und ihm 5 Würden sie einander finden, einander lieben, wenn er nicht wäre? Und warum ging er nicht von selber, warum gab er sie nicht frei und zog sich irgendwo in einen Erdenwinkel zurück, um da in stiller Abgeschiedenheit den Rest seiner Tage zu verleben, ohne irgend Jemanden zu behelligen, wie es sich füe einen Menschen schickte, dessen Dasein ihm selbst und allen Andern werthlos geworden war? Wenn es nur nicht so schwer wäre, von .hr zu gehen! Oder wenn es schon
Wkgen Rath und Literatur schrki 'e man. mit Angabe der Symptome, an "The ladies' Advisory Department", The Chattanooga Medicine Company, Cliattanooga, Tenn.
getyan wäre. Eines Magens aufwachen und sie nicht begrüßen können, wissen, daß er sie nimmer sehen würde, daß sie einem Anderen gehörte, glücklich wäre und ihn vergessen hätte und weiterleben! Die Feder entglitt seiner Hand, er ließ das Haupt auf den Tisch fallen und weinte endlos und trostlos. 25. An einem wonnesamen Frühlingstage war es. daß Hollburg sich zum erstenmale allein in's Freie wagte und den seinem Wohnort nahe gelegenen Volksgarten aufsuchte, um da Frühlingsluft und Sonnenschein zu genießen. Der kurze Spaziergang hatte ihn erschöpft. Es war ein solches Drängen in der Natur, eine solche süßbeklemmende Unruhe in der Luft, ein so emsiges Werden regte sich überall, daß man die Wiedergeburt der Erde förmlich zu spüren meinte und von diesem Gähren und Drängen und Werden mit fortgerissen wurde nicht anders, als ob auch für das eigene Herz ein neuer Frühling kommen sollte.. Den Kranken betäubte und verwirrte dieser erwachende Freudenrausch um ihn her. Er mußte sich auf der nächsten Bank niederlassen, um sich zu sammeln und zu erholen. Die Tage vorher hatte es viel und andauernd geregnet. Ein warmer Frühlingsregen war niedergegangen und hatte die letzten Winterspuren von den kahlen Bäumen und Büschen abgewaschen. Dann hatte er aufgehört zu strömen und der Siegerin Sonne das Feld geräumt und beim Sonncnkusse waren die Knospen über Nacht wie durch ein Wunder aufgesprungen. Niemals noch hatte der' einsam dasitzende kranke Mann die Schönheit des Frühlings so tief empfunden wie in dieser Stunde. Mit staunenden Augen schaute er die jungen Knospen an und dankte in seinem Herzen der lieben Sonne, die sich nicht lieblos von ihm abwendete wie die Menschen, sondern ihm ihre Wärme ebenso freigebig schenkte, wie den Glücklichen dieser Erde. Bald würden Flieder und Goldregen duften und Veilchen und Maiglöckchen zwischen den jungen Gräsern lervorschauen. (Fortfenung folgt.) Huste HEISERKEIT Das beste und zuverlässigste Mittel qcgen alle &al$ und Brust- Leiden ric'Dr. Bull's Husten Syrnp. Er kurirt Husten, Heiserkeit, Erk.ltung, Keuchhusten, Lungcnsucht, Lung-en-Entzündung, und Scbwmdsucht selbst wenn schon weit vorgeschritten. Dr.BulIs HustenSyrup Kurirt rafch und sicher Husten und öeiserseit, und kostet nur 25 Cents die Flasche. 4 aC verläßliche und erprobte Zum Perkauf bei Hie JOINER-KENNEDYMUSICGO. Daniel Wolf, Sample Room, Beste weine, (iquöre und Cigarren '4522 W. Michigan Str. Indianapolis, Ind.
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