Indiana Tribüne, Volume 25, Number 180, Indianapolis, Marion County, 22 March 1902 — Page 7

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Zndtana Tribune, 22 März

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Moderne Menschen.

Rom? t'on Emil Mcrriot. Fortsetzung Die kühne Sicherheit der schönen Wittwe verblüfft ganz 28i;n Man will sie auf die Probe stellen. Wie zufällig nennt man Hollburgs Namen in ihrer Gegenwart: Irene blickt die Sprechenden so gelassen an, als ob von einem wildfremden Menschen die Rede wäre, als ob sie diesen Namen äiim ersten Male im Leben höre. Auch wenn von Paris die Sprache ist, bleibt sie stumm. Sie will den aanzen Skandal" vergessen und verlangt, dast auch die Welt ihn vergesse. Und schließlich thut man ihr ihren Willen. Man ignorirt die kleine Dunkle Episode in ihrem sonst tadellosen Leben. ftrau Koniwald erweist sich als die kluge Mutter einer klugen Tochter. Sie zweigt sich mit beiden Töchtern in der Gesellschaft und spricht so, als wenn zwischen ihren Kindern das beste, ungetrübteste Einvernehmen. herrschte. Und in der That scheinen die Schwestern einander nichts nachzutragen; sie verkehren mit einander, sie wohnen im Hause der Mutter, sie richten vor Zeugen das Wort aneinander, sie. gehen zusammen in elegante Läden, um Einkäufe für ihr beiderseitiges zukünftiges Henn zu besor gen. Man will zwar bemerkt haben. daft die Schwestern, sobald sie sich unbeobachtet glauben, jählings verstummen, sich von einander abwenden und mit schweigendem Widerwillen neben einander einhergehen. Man will ferner durch die geschwätzigen Dienstboten des Koniwald'schen Hauses gehört haben, daß die beiden Schwestern daheim einander die häßlichsten Worte sagten, und daß sie nicht beisammen sein könnten, ohne daß es zu Streitigkeiten und zu heftiaen Auftritten komme. Wer aber war dabei? Alles das konnte ebenso gut auf böswillige Erfindung zurückzuführen sein. Aeunerlich wurde der Schein gewahrt und Frau Koniwald versäumte keine Gelegenheit, um wieder und wieder zu betonen, wie zärtlich ihre TLchter sich wechselweise liebten und wie herzlich sich jede über das Glück der anderen freute. Und um der trotz Allem noch immer skeptischen Gesellschaft einen vollgiltigen Beweis für die Echtheit dieser rührend - einträchtigen Schwesternliebe zu geben, hatte Frau Koniwald beschlossen, daß Beider Vermählung an einem und demselben Tage stattfinden sollte. Hand in Hand sollten die Schwestern vor den Bürgermeister treten und erst von einander lassen, wenn eS anders nicht sein konnte, wenn die eheliche Pflicht von Beiden erfordern würde, sich von der geliebten Schwester zu trennen, um dem Gatten zu folgen. Professor Iennerberg, der, als zur ssamilie gehörend, in alle intimen Vorkommnisse des Hauses eingeweiht war und über die wahren Gesinnunaen seiner Braut und Schwägerin in keinem Zweifel sein konnte, lachte laut und leise zu dieser von der Schwiegermama in Scene gesetzten Komödie. Es machte ihm Spaß. den Schwesternkrieg zu beobachten; c.9 machte ihm sogar Spaß, Irene in unzarter Weise mit Erwin Hollburg 'au necken. Er liebte temperamentvolle, in der Leidenschaft erfahrene Z?rauen und machte sich nichts daraus, daß Irene eine Vergangenheit" hatte. Im Gegentheil! Da der Professor behauptete, vergessen zu haben, welcher Confessin er eigentlich" angehöre, und darauf bestanden hatte, daß seine Vermählung auf dem Standesamte vollzogen werden sollte, war man übereingekommen. seinem Wunsche Rechnung zu tragen. Docto Rosenberg bemühte sich dann, ebenfalls kein geringerer Freigeist zu sein als der Professor. Der armen Elfe war sowiefo Alles und. Jedes ziemlich gleichgiltig. .Sie hatte sich die Zukunft, den Brauttag, den Bräutigam ganz, ganz anders vorgestellt. So wie die .Loose gefallen waren, mteresslrte sie sich Nicht mehr für ihre Hochzeit. Während zwei Zofen damit beschäftiqt waren, die junge Braut zu ihrem Ehrentage zu schmücken, sahen sie. daß Eise unablässig gegen Thränen kämpfte. Irene jedoch hatte keine andere Sorge, als so schön wie nur möglich auszusehen. Vor dem Spiegel studirte sie ihr Gesicht und suchte sie nach dem .Ausdruck, der sie bei dieser Gelegenheit am besten und passendsten kleiden würde. Sie wollte die geliebte" Schwester mit ihrem Glänze ganz verdunkeln. Daß Else wußte und nimmer vergessen würde, warum Hollburg sich die Brust durchschossen, war etwas, was Irene dem armen Mädchen nicht vergeben konnte: niemals. Ganz Wien- hatte sich auf dem Standesamte emqefunden. Der Bur germeister in Person nahm die Doppeltrauuna vor.' Die Toilette der Damen war grandios: die Herren er schienen im Frack und wer so glücklich war, ein Bändchen oder einen Stern zu besitzen, hatte gewiß nicht versäumt, diese viel beneideten Ehrenzeichen an die Brust zu heften. Von Irene wurde behauptet, sie sehe wie eine Königin aus. Dazu fehlten ihr nun allerdings Anmuth

und hoheitsvölle Würde: man yairc sie etwa die Königin des Geldes nen nen können. Ihre Toilette erregte Sensation. Man nannte flüsternd das Atelier, aus welchem dieses Kunstwerk hervorgegangen war: die aanz Wien" bedienenden Schneider und Schneiderinnen hatten Vertreter entsendet, um diese Toilette in Augenschein zu nehmen. Else verschwand neben der strahlendenSchwester. Man beachtete sie kaum. Das arme Mädchen sah arg verweint aus; ihre verschwollenen Lider, heißen Wanaen und das stark gerathete Näschen trugen gerade nicht dazu bei, ihre an sich bescheidene Schönheit in ein günstiges Licht zu stellen. Auch machte ihr Bräutigam eine traurige ??iaur. Professor Iennerberg besaß bei all' seiner Häßlichkeit immerhin einen bedeutenden ' Kopf. Seine Erscheinung wirkte abstoßend, fiel aber auf: man merkte auf den ersten Blick, daß man es hier mit keinem gewöhnlichen Menschen zu thun hätte. Der kleine Doctor Rosenberg hingegen war blos unschön. Mit seinen krummen Beinchen, seinem nichtssagenden Gesichte und seinem gerührten Bräutigamslächeln, das seinen Zügen einen albernen. weinerlichen Ausdruck verlieh, sah er recht unverlockend aus: man begriff, daß seine Braut nicht anders als mit Thränen in den Augen ihn zum Manne nehmen konnte. Als der Vermählungsakt vollzogen war. nahm Frau Koniwald die Glückwünsche ihrer Freunde entgegen. Irene stand neben der Mama, ließ sich von den männlichen Bekannten die tadellos gantirten Fingerspitzen küssen und reichte den sich Herzudrängenden Damen die kühle, weiße Wange zum Kusse. Professor Iennerberg. der dieses sich Angratulirenlassen" sehr langweilig fand, machte der Soche schnell ein Ende, indem er seiner schönen Gemahlin den Arm reichte und sie durch die zur Seite weichende. Spalier bildende Menschenmenge hindurch zu dem ihrer am Thore harrenden Wagen führte. Ein Hochzeitsmahl sollte nicht stattfinden. Man begnügte sich mit einem cieeuusr dinatore, ganz en famille um dann sofort die Hochzeitsreise anzutreten. Irene hatte Paris zum Ziele ihrer Reise gewählt..... Jemand behauptete, er hätte sie sich äußern hören, daß sie Paris wenig kenne, daß sie es auf ihrer ersten Hochzeitsreife besucht und fast vergessen hätte, wie es aussehe, daß sie die Stadt wiedersehen wolle. Sie schien es in allem Ernste darauf anzulegen, das ärgerliche Ereigniß mit Erwin Hollburq als nicht geschehen zu betrachten. Sie wollte diese Episode rn ihrem Leben vergessen nud verlangte von der Ge sellschaft, auch ihrerseits daran zu vergessen. Und ganz Wien" war auch bereits entschlossen, diesenWunsch zu respektlren. Else hatte die blendende Erschei nung der Schwester sich entfernen sehen und schickte sich jetzt an, ein Gleiches zu thun. Jemand fragte sie, wohin sie zu reisen beabsichtige. Sie mußte sich n r i r "" nc , , , - ern oennnen, eye fie Antwort gab, so wenig hatte sie sich im Geiste mit ihrer r f . . r . r. . r " r i i ocyzeiisreile oeiMfligl. Ach, ja! Wir wollen nach Rom gehen." sagte sie endlich. Wie sind Sie zu beneiden! Der Karneval in Rom..., einzig, himmlisch!" Else sagte nichts darauf. Geistes abwesend blickte sie in die Luft. Ein Bild tauchte vor ihrem seelischen Auge auf. ein Traum von Glück, der in nichts zerflossen war. Sie schaute eine schlanke, edle Gestalt, blasse, seine Züge, wehendes Blondhaar, rehbraune, sanfte, auf sie geheftete Auaen: sie meinte den Ton einer weichen Stimme zu hören Davon hatte sie einstenZ geträumt. Und der Traum war aus. Doktor Rosenberg bot ihr den Arm an und flüsterte ihr ein paar Worte zu. Sie hörte nicht, was er ihr sagte. Starr, wie verwundert sah sie ihn an. War denn wirklich dieser ihr

önpegelmssslge lMenstnustion.

Ick hatte während meiner

ten drei Monaten hatte ich drei Flaschen Cardui-Wein und drei Packctchcn Thedford's Black-Draught nach Ihrer Anweisung gebraucht, und habe jetzt gar keine Schmerzen mehr. Ta ich früher während der ganzen Periode Schmerzen hatte, kann ich mit Bestimmtheit sagen, daß die Medizinen mir sehr gut gethan Haien. Ich halte Ihren Thedford's Black-Traught für ein famoses Heilmittel. Ich glaube, daß Ihre Medizinen die besten find, um. die Monatsperiode zu ordnen. Sophia Lottman. i Regelmäßige Gewohnheiten sind ' das Fundament der Gesundheit einer Frau. Sie fordert gefährliche Krankheiten und selbst den Tod heraus, wenn sie sehr spät aufbleibt. ES ist unnatürlich für Jemanden, schlaflose Nächte und schläfrige, verdrießliche Tage zu verbringen. Diese Anstrengungen ergreifen das Zentrum der. weiblichen Organe, das Rerven- " system. und Störungen der Menstruation, mit all' ihren schrecklichen Leiden, entstehen.

regulirt den Monatsfluß. Er macht starke Nerven. Frau Lottman litt, weil ihre Menstruaiion unregelmäßig war. und Wine of Cardui kurirte sie von einer sehr ernstlichen Krankheit. Eine Frau, welche vorsichtig genug ist, Wine of Cardui zu gebrauchen, um Unregelmäßig ketten zu berichtigen, braucht die Leiden nicht kennen zu lernen, welch so viele ihrer Schwestern zu erdulden haben. Wine of Cardui hat 1,000,000 leidende Frauen kurirt, darunter viel schlimmere Fälle, als der Frau Lottman's. Leidet nicht länger ! Das Anerbieten eines soll,n .(VilmtiMa w?, Min? nf tfnrdm. Ieot die aanu Sacke in Eure öände. Werdet

ibr Euck fiit nnrf eint ttlascke Mine ok Cardui von Euerm Avotbeker verschaffen und

Euch rasche Heilung sichern? Wkgen Rath und Literatur schreibe man. mit Angabe der Symptome, an "The Ladie' Adrisorj Department," The Chattanooga lledicine Company, Chattanooga, Tenn.

Mann ? Wie unangenehm, wie schnarrend seine Stimme klang, so ganz anders Schweigend nahm sie seinen dargebotenen Arm. Wenn Du mir nur einen freundlichen B'ck schenken wolltest. Else!" sagte jetzt ihr Mann und drückte ihr schüchtern die Hand. Stt schaute zu ihm auf. Seine kleinen Augen tauchten voll Sorge und trauriger Zärtlichkeit in die ihren. Hier wurde sie geliebt, das fühlte sie, zum erstenmale in ihrem Leben um ihrer selbst willen geliebt. Sollte sie dafür nicht dankbar sein? Ich werde mich an ihn gewöhnen." dachte sie. als sie neben ihm im Wagen saß. Und vielleicht gewinne ich ihn mit der Zeit auch lieb Wenigstens hängt er an mir, was außer ihm Keiner that." Mit diesen bescheidenen Erwartungen auf Glück zog die arme Else in die Ehe ein. Die Hochzeitsgäste, welche sich den Brautwagen nachgedrängt hatten, um das Schauspiel, die neuvermählten Paare fortfahren zu sehen, zu gerneßen. blieben noch in Gruppen stehen und begannen ihre Meinungen über das eben stattgehabte Ereigniß auszutauschen. Das ist doch immer das Beste an Allem, daß man nachträglich darüber reden kann. Die arme Else macht eine schlechte Partie." , Wieso?- Er hat Privatvermögen, so viel ich weiß." Das ist richtig. Aber zu thun hat er nichts. Ich bitte Sie: möchten S i e ihm einen wichtigen Prozeß anvertrauen?" .Bewahre ! Ausgenommen, ich hätte den Wunsch, diesen Prozeß zu verlieren. 'Unter -uns gesagt: ich halte den guten Mann für einen Dummkopf." Alle Welt hält ihn dafür und alle Welt hat Recht. Er i st ein Dummköpf. Daß Else Koniwald keinen Besseren fand! Bei ihrem Reichthum." Eine verlassene Braut darf nicht wählerisch sein.... A pro pos: was ist aus diesem Hollburg geworden? Ist er noch am Leben?" Ich glaube Indessen ist er todt für unsere Gesellschaft. Sich umbringen wollen und doch nicht sterben, das macht einen Menschen unmöglich. Ein Selbstmordkandidat, der wieder auftaucht, ist eine alberne und lächer.liche Figur. Der ' Mann wird gut daran thun, wenn er Wien verläßt." Warum hat er sich dann .umbrinaen wollen? Er sollte doch die schöne Irene heirathen?" Allerdings. Aber Sü ist in zwölfter Stunde anderen Sinnes geworden und ist zurückgetreten. Professor Iennerberg hat mir das im Vertrauen gesteckt: der reiche, berühmte Arzt dünkte ihr zum Gemahl annehmbarer als der blos von seiner Feder lebende Schriftsteller. Mit einem solchen Menschen tändelt und liebelt eine Frau vom Schlage Irenens, aber sie heirathet ihn nicht." Immerhin ist sie mit ihm durchqeqanaen." Was beweist das? Sie war des alten, abgethanen Gatten überdrüssig geworden: der hübsche blonde Junge reizte sie. Er aber hat die Sache ernsthaft genommen und sich erschossen, das heißt, erschießen wollen, was am Ende auf Eins hinausläuft: die Absicht zu sterben war da. Die Irenen schließen nur Vernunftehen. Das hätte der gute Hollburg bedenken sollen." So sprach und urtheilte ganz Wien", und Irene würde, wenn sie dieses Votum hätte hören können, beruhigt aufgeathmet haben. Min c!aubte an das von ihr ausgesprengte Märchen, daß Hollburg sich den Tod hatte geben wollen, weil sie ihn verlassen. Die wenigen Menschen, d'ie in die wahre Sachlage eingeweiht waren. würden oder konnten ihr nicht schaden. Er selber, der unglückliche s)eld. würde in ihren Kreisen nicht wieder auftauchen, um da zu erzählen. daß sie gelogen habe. Er würde verschollen sein und bleiben, bre

St an ton, Mo., Monatsverlode immer sckrecklicke Schmerzen zu

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Mutter würde über die verdrießliche Geschichte so gut reinen Mund halten wie Irene selber. Und dem Geschwätz der kleinen Else würde Niemand Glauben schenken: man würde sagen, daß sie sich durch das Ausstreuen so böswilliger Gerüchte an der Schwester rächen wolle. 'ZI. Erwin Hollburg hatte jedoch nicht die Gefälligkeit, zu sterben. Nach ihrer Rückkehr von der Hochzeitsreise suchte Irene in den Zeitungsblättern vergeblich nach der Kunde von seinem Tode: die Nachricht wollte nimmer kommen. In. Anfang war noch hin und. wieder die Rede von .ihm gewesen; es war abwechselnd eine Besserung. eine Verschlimmerung in seinem Befinden bekanntgegeben . worden. Dann aber las man nichts mehr von I ihm. Der ffall zog sich allzu sehr m die Länge und fing an, abgeschmackt zu werden. Die Zeitungen hörten schließlich auf, sich damit zu beschäftigen. Nur ein einzigesmal noch tauchte nach langer Pause der Name des Schriftstellers in. der Rubrik der Tagesneuigfeiten aus: Erwin Hollburg wäre am einundzwanzigsten März als geheilt aus dem Allgemeinen Krankenhause entlassen worden. Als Irene beim Morgenkaffee, den sie, in ihrem üppigen Bette liegend, genoß, "auf diese Notiz stieß, verfärbte sie sich und ihre' Zahne nagten nervös an der Unterlippe. Was würde der Unglückliche beginnen? Gleich einem Revenant in der Gesellschaft erscheinen und sie, Irene, grausam blosstellen? Aber nein. nein. Das würde er nicht waaen. An einem Selbstmörder, der mit dem Leben davonkommt, haftet der Fluch der Lächerlichkeit. Wie sollen die Menschen, die um seine That wissen, sich ihm gegenüber verhalten? Ihm gratulkm oder kondoliren dazu, daß er nicht gestorben? Und was will er und kann er ihnen noch sagen? Er gehört gewissermaßen nicht mehr zu den Lebenden, er hat schon Abschied genommen von der Welt und den Menschen. Man hat sich bereits daran gewöhnt, ihn aus der Liste der Lebendigen zu streichen und ist über ihn zur Tagesordnung übergegangen: es ist kein Platz mehr für ihn da; man weiß nicht recht, wohin ihn stellen, was anfangen mit ihm. (Fortsetzung folgt.). Das gute Herz. Herr: Das ist recht von Ihnen, daß Sie vor Gericht die Aussage gegen Ihre Schwiegermutter verweigert haben! Ehemann: Weshalb auch -nicht? Wegen dessen, was ich noch sagen konnte, hätioi sie sie doch nicht länger eingesperrt! MWTW INI n Das beste, und zuverlässigste Mittel ecgen alle als- und Brust- Leiden rst Dr. Bull's Husten Syrup. Er kurirt 5ustcn, Heiserkeit, Erkältung, Keuchhusten, L'ungensucht,Lunq-en-Entzündung, und Schwindsucht selbst wenn schon weit vorgeschritten. SustmSlMp Kurirt rasch und sicher Husten und Heiscr kett, und koftet nur 25 Gents die Flasche. 69C369696S6Se9S9S99699 8 CONRAD PETERS, S S DeukscheWirthschaft, l f 857 Oft Washington Straße. f. 2, JndianapolS. Der beste GeschäftSlnnch n der Stadt, j 5 Feine Weine. Liköre und Cigarren. jf SSS?S?S55S?TS?

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